Stromverbrauch Internet Streaming ?

OP #6078786
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Guten Abend!

Ich frage mich seit einiger Zeit ob es Sinn macht, lieber TV zu schauen 
statt aus dem Internet zu Streamen um Strom zu sparen ?

Weiss jemand wie die Geräte-Kette beim Streamen aussieht (also Server, 
Leitung usw.) ?

Beim Heim-TV mit Durchschnitts-Flachbildschirm im Wohnzimmer und 
DVBT-Receiver oder DVD-Player dürften es wohl nicht über 100 Watt sein 
nehme ich an. Streamen wäre an einem normalen PC mit Core-i5 über WLAN, 
27-Zoll-Monitor und kleinen 2.0-Aktivlautsprecher.
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #6078797
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Das Endgerät ist der kleinste Faktor in  der Kette und wurscht eher ist 
das Tablett besser.

Entscheidender ist die von den Dienstleistern und Providern vorgehaltene 
Technik und da verschmelzen I-Netz und TV unentwirrbar.
TV ist nur noch last Mile vom I-Net verschieden, wenn überhaupt.

 Auch was die TV Sender so verzapfen kommt und geht durch das Netz und 
ist intern vernetzt.
Das dröselt niemand mehr auf.

Namaste
#6078866
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H-G S. schrieb:
> Ich frage mich seit einiger Zeit ob es Sinn macht, lieber TV zu schauen
> statt aus dem Internet zu Streamen um Strom zu sparen ?

beim TV sitzt du aber länger am eingeschalteten TV wegen Werbung, wenn 
du die sehen magst OK, sonst sinnloser Stromverbrauch, wer schaltet denn 
da ab, man will ja weiterschauen und den Anfang nicht verpassen.
Dieses längersitzen kostet auch Restlebenszeit, für Werbung?
Nein danke, also timeshift und wenn möglich vorspulen, was immer weniger 
klappt, nur über den Umweg Scart und Aufnahme, nicht am Receiver 
möglicherweise!
Aber alle Möglichkeiten kenne ich da noch nicht.
OP #6078877
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Ich dachte eher an eine Kette aus Server-Platine (mit CPU,RAM, 
Festplatte), Internet-Zugangs-Router, Leitungsverstärker/Umleiter, der 
Kasten vor dem Haus und meine Fritzbox.

Wie stark ist so ein Server ausgelastet wenn er ununterbrochen ein Video 
schicken muss ? Wieviel Watt ziehen die Dinger ?

Kommt DVBT nicht zentral aus einer Sendestation ? Vielleicht ist das 
sparsamer als jeden Internet-Streamer von einem Server bedienen zu 
lassen ...
(Firma: Funkenflug Industries) #6078890
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DVB-T Sender haben meistens so um die 100kW Leistung. Allerdings kommen 
auch die nicht ohne "Datenspeicher" aus, die Infrastruktur vor dem 
Broadcasting braucht man immer.

Die meisten Storage-Server setzen heute noch große mechanische 
Festplatten ein, der Trend bewegt sich eher langsam zu SSDs. Solche 
Server haben nicht viel Rechenleistung, das meiste geht für den Betrieb 
der Festplatten drauf. Also der Strom geht weniger für das 
Broadcasting/Streaming drauf, sondern mehr für das ständige Vorhalten 
aller Daten.

Eine Bibliothek mit tausenden Videobändern mit ein paar Abspielgeräten 
braucht definitiv viel weniger Strom als ein Rechenzentrum, mit dem sich 
tausende Videos gleichzeitig abspielen lassen.
#6079027
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TV über Satellit geht eher wenig durch das Internet. Oder liegt 
zumindest nicht bei Akamai. Aber alles egal wenn man noch dazurechnet 
was die Herstellung von Filminhalten und der dazu benötigten Technik an 
Energie und Rohstoffen gefressen hat. Guck gar kein Zeug das unter 
großem Aufwand hergestellt wurde. Kaufe nicht jedes Jahr ein neues 
Wiedergabegerät samt noch größerer Glotze. Dann wäre schon sehr viel 
gewonnen.
#6079375
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H-G S. schrieb:
> Ich frage mich seit einiger Zeit ob es Sinn macht, lieber TV zu schauen
> statt aus dem Internet zu Streamen um Strom zu sparen ?

Nun, die ganze Internet-Infrastruktur ist in der Tat super 
Energieintensiv.
Angefangen vom Datacenter mit den Servern die dauernd laufen, 
Notstromdiesel und USV mit Akkus, Router, dann diverse Router zwischen 
dem Datacenter und Deinem Internetprovider, dann die Infrastruktur bis 
in Deine Wohnung/Haus. Das alles läuft rund um die Uhr, egal ob Du das 
Internet gerade benutzt oder nicht. Dann erst kommt noch die Leistung 
dazu, welche Du zu Hause noch verbratest.
#6079397
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Johnny B. schrieb:
> Angefangen vom Datacenter mit den Servern die dauernd laufen,
> Notstromdiesel und USV mit Akkus, Router, dann diverse Router zwischen
> dem Datacenter und Deinem Internetprovider, dann die Infrastruktur bis
> in Deine Wohnung/Haus. Das alles läuft rund um die Uhr, egal ob Du das
> Internet gerade benutzt oder nicht.

Sinnvollerweise muss man aber dagegen rechnen dass dank Internet weniger 
Briefe verschickt werden, weniger Bücher produziert werden und weniger 
Menschen zum Einkaufen mit dem SUV in die Innenstadt müssen.

Heißt im Endeffekt: eine seriöse Aussage was nun wie energieintensiv ist 
ist unmöglich. Man kann zwar versuchen die Alternativen gegenzurechnen, 
aber ob man da auf tragbare Werte kommt?

Unterm Strich denke ich braucht die Internetinfrastruktur weniger 
Energie als wenn wir versuchen den gleichen Lebensstandard "analog" zu 
erreichen.

@ TE: in deinem Szenario ist mit Sicherheit streamen energieintensiver, 
zumindest für dich. Das liegt aber hauptsächlich daran dass du auf einem 
dicken PC streamst und nicht direkt auf TV.
#6079479
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Le X. schrieb:
> Heißt im Endeffekt: eine seriöse Aussage was nun wie energieintensiv ist
> ist unmöglich.

Gemäss Wikipedia steigt die globale Elektrizitätsgewinnung und damit 
natürlich auch der Verbrauch (die sollten identisch sein) kontinuerlich 
an (siehe Grafik).
Von daher gehe ich davon aus, dass in gewissen Bereichen vielleicht 
schon eine Effizienzsteigerung stattgefunden hat, dieser Effekt jedoch 
durch die Verwendung von immer mehr Technik und immer mehr Menschen auf 
dem Planeten weitaus übertroffen wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrizit%C3%A4t/Tabellen_und_Grafiken
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