Alle Jahre wieder: Auf zum fröhlichen Weihnachtsschleifen [Endet 31.12.]

OP #6084530
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Ich habe für heute Nachmittag mein Weihnachtsmann-Kostüm und den 
Wattebart mit integrierter Pappnase bereit gelegt. Außerdem natürlich 
reichlich Schleifpapier, ein paar Trennscheiben, einen 
Vibrationsschleifer, die Parkettschleifmaschine und die große Flex.

Geschliffen sollen dieses mal:

  - ein altes rostiges Fahrrad
  - das vergammelte Parkett, das endlich abgeschliffen werden soll
  - die alten Türen

Vorher werden zur Stärkung die Vorräte an Weihnachtsplätzchen 
aufgefressen… (Schließlich sind in den Supermärkten schon wieder die 
Osterhasen im Anmarsch.)

Auch der Transgender-Kater Greta wetzt sich schon die Krallen – mal 
sehen, was er dieses Jahr für kleine Schweinereien geplant hat.
OP #6084805
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Nachdem ich das Fahrrad auf dem Balkon in handliche Stücke zerflext 
hatte, kam ein Fan aus dem 3. OG laut seine Begeistrung hinaus schreiend 
in Begleitung seines kläffenden Spitzes und klingelte Sturm.

Greta machte mich durch ärgerliches Gemaunze darauf aufmerksam – ich 
hatte die Klingel überhört, weil die Schleifmaschine so gut in Form war… 
Ich stellte sie ab und trottete – in Gretas Begleitung – zur Wohnungstür 
und öffnete dem Schreihals.

Das hätte ich nicht tun sollen, denn der Spitz schoss an mir vorbei und 
um sich auf Greta zu stürzen, aber die sprang zur Seite, zog dem 
kläffenden Ungeheuer mit der Daumenkralle eins über die Nase, dass der 
Köter blutend und winselnd das Weite suchte und sprang anschließend über 
die Stehleiter auf den Schrank, wo sie noch einige Zeit lang buckelnd 
fauchte und knurrte, bis sie sich wieder beruhigt hatte.

Herrchen rannte seinem Spitz hinterher und ich konnte weiter meiner 
Lieblings-Weihnachtsbeschäftigung nachgehen.

Ich stellte mir beim Schleifen Kara Benemsi vor, wie er mit Frau und 
Kindern unterm Weihnachtsbaum sitzt und "Ihr Kinderlein kommet" singt, 
seinem Ersatz für reale Wild-West-Lagerfeuerromantik…

Immerhin kann ich mir jetzt vorstellen, warum Kara sich so fürchterlich 
aufregt, wenn ich mal wieder dem großwestdeutschen Spießbürgertum den 
Spiegel vorhalte… Wenn man keine Fantasie hat, dann muss man sich 
wenigstens der eines gerichtsnotorischen Hochstaplers bedienen…
#6084864
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Es ist selten das ich hier im Forum lese und wirklich lache. Speziell 
die kleine Weihnachtsgeschichte, Grandios.
Mich würde noch interessieren wie das Abendessen Karpfen,blau mit Uhu 
gegen Greta ausgeht :-)


Kara B. schrieb:
> Deine Einsamkeit muß wirklich schlimm sein, daß du es nötig hast, durch
> plumpe Provokationen an den Weihnachtstagen um Aufmerksamkeit zu
> betteln.

Den Widerspruch in deinem Text hast du hoffentlich absichtlich so 
verfasst!?
Auch als nicht Gläubiger, der den "heiligen Tag" alleine verbringt, 
hoffe ich das dir diese Antwort geholfen hat.
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #6084871
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@ Holger,

wer so wie k.b. betonen muss, dass er nicht allein ist an Heiligabend, 
der ist inmitten der Seinen einsamer als jeder Single. Eben der mit dem 
niemand in der Familie die Kommunikation sucht, und der sich selbst bei 
diesem Anlass seiner Sozialphobie ergibt, um in einer Rolle auszuleben 
was er im Realen nicht vermag.
So lange wie er das schon treibt zeigt ist von einer pathologischen 
Realitätsverweigerung auszugehen, welche ihm kaum mehr Gastauftritte 
dort gewährt.
Fast täte er  mir leid.
? Namaste
#6084913
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Den Tag morgen werde ich wohl für ein kleines Redesign der Wohnung 
nutzen.
Das zwar zweckmäßige aber doch inzwischen etwas abgewanzte 
Computer-Beige an den Heizkörpern könnte mal durch ein zeitgemäß 
sachlich anmutendes Wohlfühl-Anthrazit ersetzt werden.
Der größte Spaß wird sicherlich das Abschleifen der alten Farbe.
Ohrstöpsel und Staubmasken liegen bereit.
Dem Nachbarn unter mir (da kommen die Steigleitungen her) habe ich auch 
ein paar geschmackvoll eingewickelte Ohrstöpsel in den Briefkasten 
geworfen. Gerade in dieser Zeit ist es doch besonders schön, den 
Mitmenschen mit solch kleinen Gesten eine Freude bereiten zu können.
(Firma: Funkenflug Industries) #6084920
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> Das zwar zweckmäßige aber doch inzwischen etwas abgewanzte
> Computer-Beige an den Heizkörpern könnte mal durch ein zeitgemäß
> sachlich anmutendes Wohlfühl-Anthrazit ersetzt werden.
Mit solchen Wünschen wäre ich zu Weihnachten vorsichtig.
Irgendwo fällt bestimmt 'ne nicht-LED-Kerze um.
OP #6084976
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Oh je, jetzt hat Greta den Wattebart vom Weihnachtsmannkostüm entdeckt. 
Sie schleppt ihn politisch inkorrekt durch die Bude und vögelt ihn 
durch! Und das am Heiligabend! Irgendwie ist das Vieh etwas 
desorientiert: er besteht darauf transgender zu sein und verlangt Greta 
genannt zu werden und dann das…
Beitrag #6085153 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP #6085170
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Hab eben Greta aus den Stuttgarter Nachrichten vom 03.12.18 vorgelesen:
1
Ein Hubschrauberflug von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zu einer Wanderung im Naturschutzgebiet Wurzacher Ried stößt auf Kritik der SPD im Landtag.

Da meinte sie ganz trocken: "Wär er doch lieber mit dem Elektroschrauber 
geflogen…"

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wanderung-im-naturschutzgebiet-spd-kritisiert-hubschrauber-flug-von-winfried-kretschmann.56001c8a-e2b5-4f40-b26a-5295a3806268.html
#6085278
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Uhu U. schrieb:
> wenn ich mal wieder dem großwestdeutschen Spießbürgertum den Spiegel
> vorhalte

Deine Beiträge sagen viel mehr über dich aus als über irgend sonst 
jemanden.
Und was sie sagen ist traurig, zutiefst traurig.

Arbeite dich gerne noch länger an kleinen Mädls oder deinen weniger 
verbitterten Mitmenschen ab. Es tut keinem weh und ich gönne dir diese 
kurzen Phasen des Amusements von Herzen.
Armer Mann.
Gast #6085779
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Hab jetzt alle Berliner Polizeimeldungen bzgl. Ruhestoerung an 
Heiligabend durch, aber einen Hinweis auf einen schleifenden Rentner 
gibt es nicht;-)

Vermutlich eh nur eine kleine Provokation im Forum. Ist auch besser so, 
goenne deinen Mitmenschen einfach besinnliche Tage. Dem Kapitalismus 
knurrt schon wieder der Magen, am 7ten geht es fuer die meisten weiter.
Gast #6086209
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Uhu U. schrieb:
> Maxe schrieb:
>> Hab jetzt alle Berliner Polizeimeldungen bzgl. Ruhestoerung an
>> Heiligabend durch, aber einen Hinweis auf einen schleifenden Rentner
>> gibt es nicht;-)
>
> Und du meinst, der deutschsprachige Raum bestünde nur aus Berlin?

Er besteht unter Anderem auch aus Karlsruhe. Angesichts solcher Bewohner 
dieser Stadt bin ich richtig froh, weit genug von dort entfernt zu sein.
OP #6086264
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Ich bin nicht der Einzige, der die Tage der heiligen Lüge¹ schleifend 
verbracht hat.

Nach einer kurzen Konversation mit Greta:
1
Greta, was ist dir heilig?
2

3
Der volle Fressnapf und ein sauberes Katzenklo.
4

5
Sonst nichts?
6

7
Ja.

beschlossen wir, für die Nacht getrennte Wege zu gehen. Greta in die 
Schrebergärten – dort neckt sie gerne einen Dackel, der die 
Schrebergartenhütte seines Herrchens bewacht – und ich in den Wald, um 
nach meinen Freunden zu gucken.

Morgens um halb vier – Jäger sind zu der Zeit nicht mehr oder noch nicht 
draußen – traf ich völlig unerwartet Hubertus, einen guten Freund aus 
Lausbubentagen. Er kletterte gerade mit einer schweren Werkzeugtasche 
vom neuen Hochsitz des alten Huber herunter und erschrak, als er mich 
bemerkte.

Nachdem er sich von seinem Schrecken erholt hatte, meinte er mit 
verschmitztem Grinsen, ich sollte mir doch mal den Hochsitz ansehen, er 
habe ihn als kleine Weihnachtsüberraschung für den alten Knallmaxen 
wohnlicher gemacht.

Ich stieg hoch und erblickte als erstes einen Papierspender mit erlesen 
kitschigem Rosendekor, den er an die seitliche Gewehrauflage montiert 
hatte. Hubertus hatte sich wirklich sehr viel Mühe gegeben und die neue 
Rolle Papier hatte er auch mitgebracht.

Aber das war noch nicht alles. Die Sitzbank hatte er genau in der Mitte 
mit einem kreisrunden Loch von ca. 35 cm Durchmesser versehen und die 
Ränder sorgfältig rund geschliffen, damit der Alte keine Druckstellen am 
Allerwertesten bekommt.

Der Huber kann sich jetzt rühmen, den ersten Hochsitz mit Luftspülung zu 
haben und kann jetzt endlich mit dem Gewehr im Anschlag auf dem Thron 
sitzen. (Zu Hause führt seine Alte das Gewehr und die duldet keine 
anderen Schützen im Haus. Dieses traurige Schicksal teilt er mit 
etlichen hier im Forum…)

---
¹) Dazu später vielleicht mehr.
#6086610
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Uhu U. schrieb:
> Ich bin nicht der Einzige, der die Tage der heiligen Lüge¹ schleifend
> verbracht hat.

Man kann die Gelegenheit zum sehr fröhlichen Miteinander dreier 
Generationen nutzen, ohne dabei Heiligenbilder zu verehren. Mitsamt 
selbstgespielten und -gesungenen "Weihnachts"liedern, nur ersatzweise 
eben von Leonard Cohen oder Metallica.
#6087469
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Uhu U. schrieb:
> des alten Huber

Warum heißen alte Männer in erfundenen Geschichten eigentlich immer 
Huber?

A. K. schrieb:
> Bei den -2°C von heute morgen zweifellos ein enormer Vorteil.

Bei kalt hat die Kacke bei Aufprall auf den Boden (oder dem da unten 
liegenden Yachthund) wohl schon fast Flugzeugtoilettenkonsistenz, was es 
dem Jägersmann leichter macht, diese in ein Plastiktütchen zu packen, 
und beides fachgerecht zu entsorgen. (Also in den Dorfweiher zu 
schmeißen, wenn keiner kuckt.)
#6087898
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Winfried J. schrieb:
> Wer nachts durch feuchte wiesen schleicht,

Na gut, dann dichten wir halt.

Was Nachts durch feuchte Wiesen schleicht,
das ist ein Jägersmann vielleicht.
Und wenn es einer ist, dann geht er
zu seinem Hochsitz. Dazu später
mehr, denn erstmal von Int'resse
sind Jägers Füße, meine Fresse.

Sind die nun feucht vom Wiesentau?
Oder war die Jägersfrau so schlau
und stellte ihm die Stiefel hin?
Die mit Gummi außen drin?

Wir wissen's nicht, ist auch nicht wichtig,
denn Jäger ticken selten richtig.
Nur eines wissen wir genau:
Am Morgen hilft die Jägerin den Jäger in die Negerin.
OP #6089055
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Heute morgen begegnete ich Herrn Vogel, dem Besitzer des dackelbewachten 
Schrebergartens, wie er mit einer Nachbarin in ein lautstarkes 
Streitgespräch verwickelt war. Er war richtig aufgebracht und schimpfte 
wie ein Rohrspatz über die heutige Katzenjugend – mir schwante gleich 
Böses… Ich fragte, was denn vorgefallen wäre und erfuhr folgende 
Geschichte:

Auf dem Kirschbaum am Zaun seines Schrebergartens sitzt ein 
halbwüchsiger Kater und hält ein Schild hoch mit der Aufschrift

              Mäusefangstreik gegen die Dackel

worüber nicht nur er, sondern vor allem der Wachdackel sich maßlos 
empört.

Durch den kleinen Aufruhr angelockt kam dann auch noch der Herr Pfarrer 
und berichtete seine Beobachtung an besagtem Schrebergarten:

Auf dem Kirschbaum säße eine junge getigerte Katze die ein Schild hält, 
auf dem steht

           Die unbefleckte Empfängnis ist ein Schmarrn

Herr Vogel, eine bekennender Anhänger der Judäischen Befreiungsfront, 
widersprach dem Herrn Pfarrer sofort, es sei keine Katze, sondern ein 
Kater und auf dem Schild stünde etwas anderes.

Nun gab es für mich keinen Zweifel mehr: Greta hatte mal wieder zu einem 
Schlag gegen das Establishment ausgeholt.

Ich versuchte schlichtend einzugreifen, indem ich sagte, das sei 
wahrscheinlich Greta der Transgenderkater und schon gingen mich die 
beiden Herren mit vereinten Kräften an, was mir einfiele, die 
Spinnereien dieses jungen Katers zu tolerieren und wie ich dazu käme, 
dem Vieh das Schreiben beizubringen und es dann auch noch dermaßen zu 
verhetzen, dass es die ganze Ordnung im Dorf durcheinander bringt.

Nun war ich in einer misslichen Lage. Irgendwie musste ich den Streit 
der beiden Herren gegeneinander wieder anfachen, da verkündete Herr 
Vogel, dass der Kater mit der unbefleckten Empfängnis aber Recht habe 
und schon stritten Pfarrer und Dackel-Herrchen wieder lautstark 
miteinander – Glück gehabt…

In der Zwischenzeit hatte die Nachbarin die Feuerwehr gerufen, damit sie 
die arme verirrte Katze vom Baum rettet. Und schon kam die mit großem 
Tatü an uns vorbei gebraust. Sofort rannten alle hinterher in Richtung 
Schrebergarten.

Als wir den Schrebergarten erreichten, hatte die Feuerwehr schon die 
große Drehleiter in Stellung gebracht und Kara Benemsi, der in der Eile 
seinen Feuerwehrhelm über den Cowboyhut gestülpt hatte, war im Begriff, 
hinauf zu steigen, als der Dackel, der hinter dem Zaun bellend wie ein 
Rottweiler den Schrebergarten verteidigte, kollabierte.

Sofort änderte die Feuerwehr ihre Strategie und man versuchte, den 
Maschendrahtzaun mit dem Rettungsspreizer zu öffnen. Da kam Herr Vogel 
völlig außer Atem angewatschelt und machte sich daran, die fünf 
Vorhängeschlösser am Gartentor aufzuschließen und den Notarzt, der 
unterdessen eingetroffen war, zum Dackel zu lassen. In der Eile hatte er 
vergessen, die Alarmanlage zu entschärfen, die auch schon losjaulte und 
den Polenböller unter der Regentonne zündete, der aber zum Glück 
versagte.

Greta hatte noch immer auf dem Baum gesessen und beobachtete 
interessiert, was passiert. Dann nutzte sie das Towuwabohu um den 
kollabierten Dackel zu einem Sprung auf die Drehleiter und rannte 
zwischen den völlig perplexen Feuerwehrleuten davon. Nur das aufgerollte 
Transparent hatte sie fallen gelassen.

Als Kara das Transparent aufheben wollte, fiel ihm der Helm vom Kopf und 
er stand mit völlig verbeultem Cowboyhut da. Weil weit und breit kein 
Lagerfeuer zu sehen war, bot die Nachbarin ihm an, sich an ihrem 
Taschenofen zu wärmen.

Der Dackel konnte wiederbelebt werden und Greta war in Sicherheit und 
alle klatschten Beifall.
Beitrag #6089139 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6089163
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Dummsaudetektor schrieb im Beitrag #6089139:
> Der Humor früherer Jahre ist durch Schwachsinn ersetzt worden.

Auch beim Humor früherer Jahre war viel Schwachsinn dabei. In der 
Erinnerung überlebt aber nur der gute Humor. Und so manches, was ich in 
meiner Jugend lustig fand, finde ich heute bescheuert. Das liegt aber 
nicht am Humor, sondern an mir.

Uhu hat sich einfach nur den Sinn für Schwachsinn bewahrt. Und nicht 
jeder versteht darunter das Gleiche.
OP #6089171
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Joe F. schrieb:
> Den Tag morgen werde ich wohl für ein kleines Redesign der Wohnung
> nutzen.
> Das zwar zweckmäßige aber doch inzwischen etwas abgewanzte
> Computer-Beige an den Heizkörpern könnte mal durch ein zeitgemäß
> sachlich anmutendes Wohlfühl-Anthrazit ersetzt werden.

Joe F. schrieb:
> So viele Worte und so wenig Witz...

Die größten Kritiker der Elche
waren früher selber welche.
Beitrag #6089195 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6089216
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Dummsaudetektor schrieb im Beitrag #6089139:
> Der Humor früherer Jahre ist durch Schwachsinn ersetzt worden. Wie hier,
> so auch in den sogenannten "Medien".

Ja ja, früher! Es war früher wirklich besser und einfacher. Da gab es 
das SPD Mitglied Dieter Hildebrandt, dessen Humor eindeutig in die 
richtige Richtung ging. Er wurde sozusagen die satirische Instanz der 
frühen, linken BRD mit ihren Eliten, Bildungsbürgern und Denen, die sich 
dafür hielten!

Und heute? Heute ist der Humor so schlecht, dass öffentlich rechtliche 
TV Sender ihre Satiriker schon feuern müssen, wie z.B. Uwe Steimle! Olaf 
Schubert ist auch schon angezählt - aber gut, das sind ja auch nur 
Ossis!

Gute Satire Tradition findet sich noch beim WDR Kinderchor, wie das 
Beispiel "Meine Oma ist ne Umweltsau" zeigt!
#6089224
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Walter K. schrieb:
> Gute Satire Tradition findet sich noch beim WDR Kinderchor, wie das
> Beispiel "Meine Oma ist ne Umweltsau" zeigt!

Erinnert mich an den verstrahlten Grossvater aus der Hildebrandt-Ära. 
Mitsamt Streisand-Effekt, den es schon damals gab, noch vor dem 
Internet, und einem WDR-Chef Buhrow, der diesen Effekt auch heute noch 
nicht kennt. Ja, die gute alte Satire-Tradition.
Gast #6089400
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Uhu U. schrieb:
> Dann guck dir mal an, wie erbärmlich die WDR-Leitung
> auf das Geplärr der Fastnachtsnarren reagiert hat:

Wenn es denn nur der WDR wäre. Das Problem haben inzwischen alle Medien, 
sobald Schreierei ausbricht, ziehen sie den Schwanz ein - man könnte ja 
die Gutmenschen verärgern.
Gast #6089445
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Meine Mutter fährt mich mit dem SUV zur Schule, zur Schule.
Braucht 10 Liter doch dafür bin ich ne Coole, ne Coole.
Ja ich bin doch eine alte Umweltsau.

Und ich habe jedes Jahr ein neues Handy, neues Handy.
Seltne Erden, scheiß doch drauf denn ich bin trendy, bin trendy.
Ja ich bin doch eine alte Umweltsau.

Ich flieg zweimal jährlich in den Urlaub nach Tunesien, Tunesien.
Meine Oma fährt nur mit dem Zug nach Schlesien, nach Schlesien.
Ja ich bin doch eine alte Umweltsau.

Und am Freitag hüpfe ich fürs Klima, fürs Klima.
Denn da brauch ich nicht zu lernen daß ist prima, ist prima.
Ja ich bin doch eine alte Umweltsau.

Nomposte.
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #6089502
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Walter K. schrieb:
> Und heute? Heute ist der Humor so schlecht, dass öffentlich rechtliche
> TV Sender ihre Satiriker schon feuern müssen, wie z.B. Uwe Steimle! Olaf
> Schubert ist auch schon angezählt - aber gut, das sind ja auch nur
> Ossis!

Ja, das ist auch mir unangenehm aufgefallen. Das hatten wir davor 
zuletzt in der DDR mit Otto Franz Weidling,oder Klaus Rendt, ah ja der 
Biermann hatte auch zuviel gezwitschert. Den zetzte man gleich mal vor 
die Große Tür.

Naja, das scheint die Ehrennadel des Kabaretts. Da sind wir hier zum 
Glück ja weit davon entfernt.

Woche für Woche zeigen die Kabarettisten wie Politik und Wirtschaft das 
Volk verarschen un das „(ein)gebildete Bürgertum“ johlt dazu. Mir wird 
immer klarer warum Volker Pispers trotz Erfolgen aufgab. Aber nicht die 
Kabarettisten machen etwas falsch. Das Publikum ist zum fremd schämen. 
Kein Wunder, dass die Kids ihre Eltern und Großeltern nicht mehr ernst 
nehmen.
Ja sie werden instrumentalisiert, doch warum gelingt das herad wieder 
einmal so gut wie in den späteren 60ern. Ich meine das könnte etwas mit 
der Selbstgerechtigkeit zweier Generationen zu tun haben, ottach?

Spatzen pfeifens von den Dächern, sogar die Regierung ist nur mehr mit 
sich nu der Welt beschäftigt, die späten 80er sind zurück. aber es gibt 
keine DdR mehr deren Untergang man feiern könnte?

Namaste
#6089736
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Das Problem ist letztendlich nicht die Form und der Inhalt der WDR 
Satire.
Jeder der in der BRD mit offenen Augen durch das Land geht wird wissen, 
dass die "Alte Oma" weder Vielflieger noch SUV Fahrer ist. Im Gegenteil, 
die fährt sogar -sofern sie noch kann- eher Fahrrad statt Auto. Wobei 
die Motivation zum Fahrradfahren und zum Auflesen von weggeworfenen 
Flaschen nicht zwingend der Impuls ist, sich in der Öffentlichkeit 
moralisch überhöhen zu müssen.

Die Schere zwischen Arm und Reich in der BRD wird immer größer - Die 
letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass weit und breit keine politische 
Kraft in Sicht ist, die daran etwas ändern will oder kann.

Gesellschaftliche Konflikte werden oberflächlich zugekittet oder 
reduzieren sich irgendwann auf Klein-Klein zwischen gesellschaftlichen 
Gruppen, wie z.B. Jung gegen Alt, Ossis gegen Wessis, Prekariat gegen 
"die da Oben" usw.

Was nützt es der Umwelt, wenn z.B. ein Lehrer seit 4 Jahrzehnten radelt, 
mit Jutetaschen einkauft und umweltbewusst lebt - solange 1000 Andere 
das Gegenteil machen?
Wäre es aber umgekehrt und der Lehrer aus dem Beispiel würde konsumieren 
und die 1000 Anderen würden vorbildlich, sparsam und nachhaltig leben - 
dann wäre niemand mehr in der Lage diesen Lehrer oder gar eine Schule zu 
finanzieren.

Was will ich damit sagen? Im Kapitalismus und in einer Gesellschaft, die 
das einzelne Individuum statt die kumulierten Interessen der 
Gesellschaft in der Vordergrund stellt - wird das wohl alles nix werden!
OP #6089851
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Religion und Humor vertragen sich nicht – im 1. der 10 Gebote heißt es:
1
Du sollst Dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem,
2
was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden noch von dem, was im
3
Wasser unter der Erde ist.
also scheint das Bildnis- und Gleichnis(!)-Verbot das aller wichtigste 
zu sein. Es schützt das Lächerliche vor der Lächerlichkeit…

Satire lebt davon, den nackten Kaiser lächerlich zu machen, deswegen ist 
sie der natürliche Feind aller Ideologie, ob sie nun religiös, 
feministisch oder sonstwas ist.

Zum schlechten Schluss ist nur noch politisch korrekte Satire erlaubt, 
wie sie z.B. von dem Ekel Jan Böhmermann und diesem unsäglichen "Zentrum 
für politische Schönheit" abgesondert wird – der Platz im Gehirn, den 
sie zu besseren Zeiten eingenommen hat, muss mit Scheißdreck verfüllt 
werden, damit keinem die Fehlstelle¹ auffällt und er am Ende doch auf 
satyrische Gedanken kommt.

Man wünscht sich nicht mehr ein "schönes Wochenende", nein, es muss 
schon mindestens "wunderschön" sein und die Fluchtursachen, die einen 
ordentlichen Teil der Widersprüche in den Köpfen der Leute erzeugen, 
beseitigt man durch das Verbot des Wortes "Neger" und "schließt" mit den 
afrikanischen Staaten Freihandelsabkommen, damit dort auch noch der 
letzte Kleinproduzent den Bach runter geht und sich auf die Reise ins 
gelobte Land begibt, um unseren Fachkräftemangel zu beheben… Und die 
Bimbos in Deutschland klatschen Beifall, weil das ja alles so 
wunderschön ist…

Sollte es doch mal einer wagen, die einfachen Wahrheiten auszusprechen, 
die hinter der ganzen Heuchelei stecken, dann muss sich der Bimbo 
mindestens "fremdschämen" oder in hartnäckigeren Fällen gar "beleidigt 
fühlen" und militant werden. Das ist für das Seelenheil unabdingbar.

Dass sich der Schwachsinn am Ende nicht auf die Satire beschränkt, kann 
nicht ausbleiben. Die Leute werden immer dünnhäutiger, je größer die 
Widersprüche sind, die an ihnen zerren und Fantasie ist sowieso des 
Teufels, weil die immer was subversives hat.

Am liebsten würden sie die ganze Welt in Harz eingießen, damit sie auf 
immer die beste aller denkbaren Welten bleibt. Dann muss man wenigstens 
nicht mehr denken…

---
¹) So ähnlich, wie es sich auch mit dem "Lieben Gott" verhält: läßt man 
den "Lieben" weg, könnten unbedarfte Geister auf die Idee kommen, die 
syntaktische Variable, die eine Besonderheit des Deutschen ist, am Ende 
mit dem Gegenteil zu besetzen, was dem launischen alten Griesgram ja 
viel eher gerecht würde…

In Sprachen, die diese syntaktische Variable nicht haben, wird nur vom 
Gott gesprochen.
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