Forum: HF, Funk und Felder Wie HF Störer im Haushalt ermitteln?


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von Markus D (Gast)


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Ich nutze gerade die Feiertage um mich ein bisschen mit dem RTL SDR und 
diversen kleinen Mikrocontroller-Spielereien zu befassen, u.a. einem 
DCF77 Empfänger, um den es in einem anderen Post geht.
Bei diesen Versuchen stelle ich fest, dass mein Haus RF-technisch 
vermutlich nicht ganz ideal ist, was die Empfangsbedinungen ist und sich 
u.a. im mangelhaften DCF77 Empfang niederschlägt, zum anderen auch im 
Rauschteppisch im RTL-SDR.

Beim Querlesen diverser Posts liest man immer mal wieder, dass jemand 
einen SAT Multischalter oder diverse PWM Steckernetzteile am Ende dafür 
verantwortlich machen konnte, dass irgendetwas nicht richtig 
funktionierte.

Ich würde gerne wissen, wie man sowas ermittelt. Kann man sowas mit 
"einfachen Mitteln" mit einem Oszi oder Multimeter oder einer einfachen 
Schaltung ermitteln ob ein Gerät stört? Ich stelle mir etwas vor in der 
Art wie, dass man sobald einem Störer nahekommt eine LED immer heller 
leuchtet oder ggf. ein Ton lauter/höher wird?

: Verschoben durch Moderator
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Markus D schrieb:
> mich ein bisschen mit dem RTL SDR

Da hast du doch schon ein Werkzeug. Wasserfallspektrum und dann mit dem 
Gerät durchs Haus gehen.

von Bernd (Gast)


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Mein RTL-SDR geht bei 24 MHz los.
Was hast du gemacht, um damit 77 kHz sehen bzw. hören zu können?

von Markus D (Gast)


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Das heisst ich klemme mir mein Notebook unter den Arm und die Antenne 
und fuchtel damit vor irgendwelchen elektronischen Geräten wie 
Netzteilen rum und schaue ob sich im Wasserfall irgendetwas durch die 
Nähe zum Gerät ändert? Wirklich so profan?

In meinem Fall suche ich ja einen Störer für 77,5 kHz. So tief kann ich 
ja mit dem SDR nicht tunen. Wie geht man dann vor? Ich habe verstanden, 
dass ein Störer dann nicht nur auf Frequenz X stört, sondern auch auf 
Vielfachen davon. Also dann einfach auf ein "Vielfaches" - genauer 
Hundertfaches? - dieser Frequenz von 77,5 kHz tunen und schauen ob sich 
etwas ändert bei der Annäherung an einen Störer?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Als einfaches Hilfsmittel reicht sehr oft schon ein tragbares Radio mit 
Kurzwelle und/oder Mittelwelle.

: Bearbeitet durch User
von svedisk ficklampa (Gast)


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> um damit 77 kHz sehen bzw. hören zu können?

Der TO schrub nichts vom SDR, sondern vom DCF77 Empfang.
Tut man typischerweise mit einer Uhr.

@ TO:

Die gute alte Gestapomethode:
Sukzessiv den Strom abschalten. Am besten am Sicherungskasten.
Sollte ja mit einem Notebook kein Problem sein.

Wenn der "Agentensender" beim Ausschalten weg ist:
"Agent" auf den Stromkreis eingegrenzt.

Dann wird es aufwendig.

von 1000V Dc (Gast)


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Altes Kofferradio auf AM stellen und auf die Suche gehen...

von Spekki (Gast)


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es gibt ein optimiertes Messgerät für EMV Störungssuche:

EMV-Spion 2.0

https://www.box73.de/product_info.php?products_id=4277


mit 94 Euro nicht gerade billig.

von eric (Gast)


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Spekki schrieb:
> mit 94 Euro nicht gerade billig.


elektor hat vor Jahren auch sowas veröffentlicht,
aber einfacher.
Habs irgendwo im Netz gesehen.

von 1000V Dc (Gast)


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Emv Suche? Du suchst also nach Verträglichkeit von em? 😂

von Facius (Gast)


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Bernd schrieb:
> Mein RTL-SDR geht bei 24 MHz los.
> Was hast du gemacht, um damit 77 kHz sehen bzw. hören zu können?

Es gibt entsprechende, einfache Schaltungen, die mittels Mischer auch 
den Bereich unterhalb von 24MHz zugänglich machen. Da ist der RTL-SDR 
(Stick) nur ein Teil der Schaltung, siehe hier: 
https://www.google.com/search?q=DD7LP+SDR-RX&oq=DD7LP+SDR-RX&aqs=chrome..69i57.3734j1j8&sourceid=chrome&ie=UTF-8

von Bernd (Gast)


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Markus D schrieb:
> Das heisst ich klemme mir mein Notebook unter den Arm und die Antenne
> und fuchtel damit vor irgendwelchen elektronischen Geräten wie
> Netzteilen rum und schaue ob sich im Wasserfall irgendetwas durch die
> Nähe zum Gerät ändert? Wirklich so profan?
Ja.

Das geht z.B. mit einer "Mini-Whip" als E-Feld-Sonde bis ca. 30 MHz ganz 
gut.
Natürlich sollte der 'Messempfänger' die relevanten Frequenzen 
darstellen können.
Typischerweise sehen die Störer so aus, wie im Anhang.

Die Darstellung ist nach 'Empfänger' unterschiedlich:

- ein Spektrumanalysator kann das Spektrum direkt darstellen,

- ein Oszilloskop zeigt rechteckförmige Pulse, die aber von 
niederfrequenten Signalen überlagert sein können,

- ein SDR hat ein hübsches Wasserfalldiagramm, wo die Störungen als 
senkrechte Linien mit gleichmäßigem Abstand auffallen,

- ein AM-Radio wird laut pfeifen, wenn man es ein paar kHz neben der 
Störfrequenz abgestimmt hat.

Für quantitative Messwerte braucht man fast ein EMV-Labor oder die 
Bundesnetzagentur:
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/Funkstoerungen/PruefUndMessdienst/PruefUndMessdienst-node.html

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ein Radio für AM (Lang-Mittel-Kurzwelle)
halte ich sogar mit am praktikabelsten,
wenn es mit nem Drehkondensator zum Durchstimmen daherkommt.

Also ganz oldschool analog.
Damit kann man die entspr. Bereiche immer noch
mit am schnellsten "durch horchen"

von Mark S. (voltwide)


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in diesem unteren Frequenzbereich stören LED Leuchtmittel besonders 
gerne.

von 1000V Dc (Gast)


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Duechsweepen brauchst du fast gar nicht, die stören so breitbandig bzw 
haben so viele Oberwellen...findet man recht zuverlässig...

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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1000V Dc schrieb:
> Duechsweepen brauchst du fast gar nicht, die stören so breitbandig bzw
> haben so viele Oberwellen...findet man recht zuverlässig...

Ich denke auch, das die übelsten Störer selbst bei 24MHz noch nicht 
stille sind. Ein Transverter kann aber trotzdem ein schönes Projekt 
sein.

von Egon D. (egon_d)


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Markus D schrieb:

> Das heisst ich klemme mir mein Notebook unter den Arm
> und die Antenne und fuchtel damit vor irgendwelchen
> elektronischen Geräten wie Netzteilen rum und schaue
> ob sich im Wasserfall irgendetwas durch die Nähe zum
> Gerät ändert? Wirklich so profan?

Profan?!

Alles Snobs hier.

Die profane Methode ist eine Drahtschleife mit einer
HF-Schottky-Diode, einem KerKo und einem empfindlichen
Gleichspannungsvoltmeter.


Aber unabhängig von diesen Details: Ja, wirklich so
profan.

von Manfred (Gast)


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Markus D schrieb:
> Ich würde gerne wissen, wie man sowas ermittelt.

An meinem DCF-Empfänger habe ich einen (zuschaltbaren) Signalton, der 
mir den Takt hörbar macht. Ich habe dann überlegt, wo im Haus ich 
Schaltnetzteile habe und die zugehörigen Stromkreise nach und nach 
abgeschaltet.

Nachdem der Signalton am DCF sauber war, wieder nach und nach Ein, damit 
wurde der Störer erkannt.

von jo (Gast)


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Diesen HF-Sniffer hier zum Selberbauen kann ich wärmstens empfehlen:
Youtube-Video "HF-Pegelmesser - HF- Sniffer (Wanzen Peilen)"

Youtube-Video "H - Feld Sonde , eine Messantenne für Funkamateure und EMV-Anwendungen"
Hier bei 19:15 wird ein Schaltnetzteil untersucht

http://www.darc-husum.de/3ghz-pegelmesser.html

http://www.darc-husum.de/pegelmesser.html


Für deine Zwecke reicht die 500MHz-Version dicke aus!

von jo (Gast)


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von Markus D. (Gast)


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Vielen Dank für die Vorschläge!

von Pork (Gast)


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jo schrieb:
> Diesen HF-Sniffer hier zum Selberbauen kann ich wärmstens empfehlen:

Wie warm?

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