Hallo zusammen, ich habe ein Projekt, in dem ich einen Wasserstand messe. Hierfür befinden sich ein Temperatursensor und ein Ultraschallsensor (beide 5V) an einer Messstelle. Ca. 6 Meter entfernt ist ein WemosD1mini und ein LCD Display (beide gemeinsam in einem Gehäuse), welche die Messungen verarbeiten und ausgeben. Programmierung, Tests etc. sind erfolgreich verlaufen und auch nicht das Problem. In meiner Grafik (ich hoffe sie ist erkennbar) seht ihr, dass alle Geräte über ein 5V 3A Netzteil laufen, welches über eine Hohlsteckerbuchse in das Gehäuse mit Wemos und Display kommt. Mein Problem ist, dass ich nicht weiß, wie genau der Anschluss der Geräte an das Netzteil aussehen soll. Einfach alle 3 Kabel (die 2 Sensoren kommen ja über ein gemeinsames Kabel) in Reihe hängen? Oder sollte ich dabei etwas beachten? Ganz nebenbei hoffe ich auch, dass die 6Meter Entfernung kein Problem darstellt, mit 4,5 Metern habe ich es aber schon erfolgreich getestet. Am besten fände eine Lösung, in der ich über Steckverbindungen oder ähnliches flexibel die GND und 5V Kabel anstecken kann, so würde ich die Verteilung hinter der Hohlsteckerbuchse so gestalten, dass ich bereits für 1 weiteres Gerät vorbereitet bin, da evtl. ein kleiner Zusatz in den nächsten Monaten dazukommt. Wie gesagt, ich weiß einfach nicht, ob es sinnvoll ist, alle Anschlüsse in Reihe zu löten. Ich hoffe ich habe genug Infos geliefert und ihr versteht meine Frage... Danke schonmal, Michael
Michael schrieb: > Einfach alle 3 Kabel (...) in Reihe hängen? Du meinst sicherlich parallel. Verbraucher in Reihe anzuschliessen macht ja keinen Sinn, dann würden die 5 Volt ja auf alle Verbraucher aufgeteilt, jeder bekäme nur 1,67 Volt ab.
Michael schrieb: > Ganz nebenbei hoffe ich auch, dass die 6Meter Entfernung kein Problem > darstellt, mit 4,5 Metern habe ich es aber schon erfolgreich getestet. Die Frage ist eher, wo diese Leitung verlegt ist uns was da an Störungen einkoppeln kann. Normalerweise ist es empfehlenswert Filter und/oder Schutzbeschaltungen vor die Wemos-Eingängen einzubauen. Ich kenne allerdings dieses Modul und die Stör-/Zerstörgrenze der Eingänge nicht.
Wegstaben V. schrieb: > jeder bekäme nur 1,67 Volt ab aber nur, wenn alle Verbraucher genau den gleichen Strom aufnehmen ;-)
wenn ich als Testaufbau zum Beispiel an einem Steckbrett alle Geräte in die beiden Stromleiter stecke und nur diese mit dem Netzteil versorge, funktioniert es ja auch. Dabei hängen die Geräte doch auch quasi parallel hintereinander oder?
Michael schrieb: > wenn ich als Testaufbau zum Beispiel an einem Steckbrett alle Geräte in > die beiden Stromleiter stecke und nur diese mit dem Netzteil versorge, > funktioniert es ja auch. Dabei hängen die Geräte doch auch quasi > parallel hintereinander oder? nebeneinander, nicht hintereinander. Hintereinander oder in Reihe heißt: + vom einen zum - des nächsten, wie bei einer Weihnachtsbaumkette. Nebeneinander oder perallel heißt: alle + zusammen, alle - zusammen. Bei Dir ist es parallel. Die Spannung ist idealerweise überall die gleiche, die Einzelströme addieren sich und dürfen den Maximalstrom des Netzteils nicht überschreiten. Bei einer langen Zuleitung hast Du jetzt mehrere Probleme: 1. Deine Zuleitung ist keine 1:1 Verbindung, sondern ein Widerstand. Der "frisst" etwas von der Versorgungsspannung des Netzteils auf, und zwar je mehr, desto mehr Strom durchfließt. Dagegen kannst Du nichts machen. Miss im Betrieb, weche Spannung am Ende ankommt und ob die noch innerhalb der Spezifikationen für die angeschlossenen Sensoren ist. Übliche Abhilfe dagegen: hohe Spannung einspeisen und am Ende auf die gewünschte kleinere Spannung heruntersetzen. 2. Deine Zuleitung ist gleichzeitig eine Spule mit einer Windung. Die Eigenschaft dieser Spule ist, dass zeitlich veränderliche Magnetfelder innerhalb der von Hin- und Rückleitung aufgespannten Fläche eine zusätzliche Spannung induzieren. Übliche Abhilfe: Hin- und Rückleitung dichtmöglichst parallel führen, Zwillingslitze statt Einzeladern verwenden, Adern verdrillen. Das ganze gibt nicht nur für Stromversorgungen, sondern für jeden Stromkreis.
Steckbretter eignen sich nicht zur Verteilung der Stromversorgung, insbesondere nicht für WLAN Module. Sie haben zu hohe Innenwiderstände und Kontaktwiderstände.
Okay, vielen Dank Frank! Der Unterschied von parallelen oder Schaltungen in Reihe war mir leider nicht exakt bewusst.. Vielen Dank auch für die Tipps / Hinweise zu der langen Zuleitung. Nochmal eine Frage zur Verteilung direkt hinter der Buchse vom Netzteil. Da die ganzen Verbraucher ja parallel laufen, ist es dann egal in welcher Reihenfolge oder in welcher Anordnung allgemein ich diese an die 5V des Netzteils anlöte? Ich habe mal etwas von sternförmig oder ähnlich gehört, kann mir aber nicht so richtig etwas darunter vorstellen... Es wäre super wenn ihr mir vielleicht verraten könntet, wie ihr 5 verschiedene 5V Verbraucher an das Netzteil anschließt. Also wie die Platine (Lochraster) an dieser Stelle konkret aussehen würde. Vielen Dank, Michael
Michael schrieb: > Ich habe mal etwas von sternförmig oder ähnlich gehört, kann mir aber > nicht so richtig etwas darunter vorstellen... Deine Zeichnung ganz oben im Eröffnungsbeitrag zeigt eine sternförmige Verkabelung, wie sie sein soll. Alle Stromversorgungs-Leitungen treffen sich am Ausgang des Netzteils. Nach dem gleichen Prinzip kannst du auch die Verbindungen auf die Kochrasterplatine löten. 100% ideal passt oft nicht drauf, dann macht man es halt so gut wie möglich. Das Gegenteil siehst du bei einer LED Lichterkette. Da besteht ab einer gewissen Länge schon die Gefahr, dass sie zum Ende hin immer dunkler wird. Bei Elektronik würden derartige Leitungsverluste/Zerstörung Fehlfunktionen auslösen. Die GND Leitung ist da in der Regel der kritischste Knackpunkt.
Stefan ⛄ F. schrieb: > Das Gegenteil siehst du bei einer LED Lichterkette. Da besteht ab einer > gewissen Länge schon die Gefahr, dass sie zum Ende hin immer dunkler > wird. Nur, wenn man sie falsch anschließt. Die LEDs bekommen alle den gleichen Strom, wenn Plus und Minus an verschiedenen Enden der Kette angeschlossen werden.
Ah perfekt. Ich danke euch. Dann werde ich die verschiedenen Verbraucher alle in einem Punkt, oder der einfachheit halber in einer Gerade (also bisschen Draht zur Hilfe und Vergrößerung der Fläche) zusammenführen und gemeinsam ans Netzteil anschließen. Ich dachte das sternförmig bezieht sich quasi auf das Design und die Anordnung unmittelbar an der Lötstellte (facepalm)... Macht schon Sinn das quasi die Verkabelung als Ganzes gemeint ist.
Michael schrieb: > Dabei hängen die Geräte doch auch quasi > parallel hintereinander oder wenns funktioniert kann es nicht hintereinander sein und "parallel hintereinander" gibt es nicht! Egal wieviele Geräte du in deinem Zimmer an Steckdosen ansteckst, sie sind normalerweise parallel und jedes Gerät wünscht sich mindestens Phase und Nulleiter, manchmal auch SL/PE zusätzlich. Hintereinander waren Weihnachtslichterketten, eine rausgeschraubt alle dunkel, wärre doof wenn ein Gerät aus der Steckdose gezogen alle anderen Geräte abschaltet.
Wolfgang schrieb: > Nur, wenn man sie falsch anschließt. Ja klar. Es ging mir ja nur darum, den Unterschied zwischen Sternförmiger und nicht sternförmiger Verdrahtung klarzustellen.
Michael schrieb: > Ich dachte das sternförmig bezieht sich quasi auf das Design und die > Anordnung unmittelbar an der Lötstellte Nein. Das muss nicht wie ein Stern aussehen, nur funktional einem Stern entsprechen.
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