Hey! Ich habe hier einige Handheld-Messgeräte von einem deutschen Lehrmittelhersteller, die alle die gleiche Firmware Macke haben, um die sich ein Verwandter von mir kümmert. Recht nette HW mit LCD, SRAM, Touchwheel, 2*USB, SDCard etc. Ich aber möchte die Dinger gerne anderweitig verwenden und habe sie so gut wie komplett re-engineered, was Pinbelegung etc. betrifft. Netterweise ist ein J-Link Port auf der Platine, an die ich mit einem ST-Link rangehen kann. ST-Link erkennt sofort den MC Typ und liest die ersten 48k des Flashes aus. Jetzt die Fragen: 1. Wenn nur 48k ausgelesen werden, sind die höheren Blöcke auslesegeschützt? 2. Kann ich mit ST-Link auf irgendeine Weise den Lock Zustand abfragen? 3. Bedeutet mein teilweise erfolgreiches Auslesen, das ich den Chip löschen kann und Level 2 nicht gesetzt ist? Die Firma bietet Firmware Updates per USB Stick an. Bedeutet das, das Lock Level 2 nicht benutzt wird? Denn Level 2 bedeutet imho, das nie wieder jemand an den Chip rangehen kann.
J-Link für ST-Link? Meinst Du ST-Link-Utility? 48k ist keine Blockgrösse, kann das mit den Einstellungen für das lesen zu tun haben? Oder schlimmer, mit irgendwelchen J-Link Lizenzen?
pegel schrieb: > J-Link für ST-Link? > > Meinst Du ST-Link-Utility? Auf der Platine befindet sich ein 20-pol. Landing für den J-Link Verbinder von z.B. Segger. Zwei dieser Pads führen zu SWCLK und SWDIO, so das ein als ST-Link verdrahteter VL-Discovery per SWD auf den STM32F429 zugreifen kann. pegel schrieb: > 48k ist keine Blockgrösse, kann das mit den Einstellungen für das lesen > zu tun haben? Es wären 3 16k Blöcke und soweit ich das Datenblatt verstehe, kann man jeden einzelnen 16k Block freigeben bzw. sperren. pegel schrieb: > Oder schlimmer, mit irgendwelchen J-Link Lizenzen? Damit habe ich nichts zu tun, denn ich benutze ja keinen J-Link. Ich habe das ST Link Utility von STM. Der 48k Block ist insofern auffällig, als das die letzen ca. 6k nur als FF ausgelsen werden. Es sieht so aus, als wär in den ersten 3 16k Blöcken ein Loader oder sowas.
Matthias S. schrieb: > jeden einzelnen 16k Block freigeben bzw. sperren Ja, stimmt habe im Cubeprog nachgesehen, 16k Blöcke wenn ich das recht verstehe, nur für Write Protection. Read Protection für alle.
Wenn es tatsächlich um F429 geht: Der hat nur Auslesesperre über RDP, da gibt's dann aber nur die Alternativen ganz oder gar nicht. Wenn also teilweise auslesbar, dann ist das RDP Level 0. Allerdings gibt es noch PCROP, damit kann man Sektoren gegen Auslesen durch Debugger UND CPU (!) sperren. Um das zu deaktivieren, muss man RDP auf 1 und danach wieder auf 0 setzen. Damit wird aber auch komplett gelöscht. Details s. RM ...
A. B. schrieb: > Wenn es tatsächlich um F429 geht Ja, warum nicht? Steht auf dem MC drauf und ST-Link erkennt ihn auch als solchen. 'STM32F429IIT6' ist die genaue Bezeichnung. 2MB Flash sollte er haben. A. B. schrieb: > Der hat nur Auslesesperre über RDP RDP = Read Data Protection? Wenn ich den Chip also per Mass Erase oder Full Erase lösche, habe ich ihn dann komplett programmierbar?
Wie schon geschrieben: RDP erst auf 1, dann auf 0, Details s. RM 3.7.5
So, Problem gelöst - man muss halt lesen können. Mein ST-Link Utility hatte den Bereich ab 0x20000000 gelesen, der Flash sitzt aber bei 0x80000000 :-P Es zeigte sich, das nichts gelockt und der komplette Flash auslesbar ist. Vielen Dank und nichts für ungut. 2MB auslesen dauert etwas, aber der kleine Boardcontroller auf dem VL Discovery schlägt sich sehr gut und vertrug sogar das Update der ST-Link Firmware.
pegel schrieb: > Au weia, ;) Jo, hat mich auch gewundert, das die Jungs aus Köln nichts verriegelt haben. Habe meine Firmware programmiert - nichts ging, aber die alte Firmware kannste zurückspielen und es geht wieder wie vorher. Muss jetzt ein wenig rumfummeln, damit ich main Projekt auf neuer IDE lauffähig bekomme.
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