Können Steckersysteme patentiert sein?

OP #6094299
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Hallo,

ich muss so ein Steckadapter entwickeln welcher zweiter Geräte 
verbindet. Wenn ich diesen Adapter verkaufe was muss ich da rechnen? Das 
Steckersystem ist unbekannt, besteht darin die Gefahr?


Beispiel:
Hat Apple einen eigenen Ladekabel entwickelt. Dürfen andere für ihr 
Gerät diesen Eingang implementieren welches sich mit Apple Ladekabel 
aufladen lässt?
#6094989
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Ja, sicher sind Stecker patentiert. Koennte ja jeder kommen. Und wo 
waere das Problem ?
Du kannst natuerlich auch Klone kaufen, die sind dann viel guenstiger 
und oft schlechter.
Das sieht man dann auch an der Anzahl Steckzyklen, resp, wie oft man 
eine Schraube anzuehen kann.
Es gibt zB welche, bei denen man eine Schraube etwa einmal anziehen 
kann, falls ueberhaupt. Falls das reicht, weshalb nicht.
(Firma: Funkenflug Industries) #6095151
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Solange Du die Buchsen von denen kaufst kein Problem. Nur wenn Du Dir 
Deine eigenen gleichen Buchsen zurechtschnitzt oder irgendwas unter dem 
Namen Speakon verkaufst, krempeln sie Dir den Arsch auf links.

Die haben's geschafft, sich zum defacto-Standard für 
Lautsprecheranschlüsse im Profi-Segment zu mausern. Und auch wenn sie 
"komisch" aussehen, haben alles was man braucht - hohe 
Leistungsfähigkeit, Berührungsschutz und zusätzlich eine Verriegelung. 
Sind schon praktisch und Neutrik lässt sich das auch gut bezahlen.
(Firma: Funkenflug Industries) #6098241
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Da fragst Du am besten einen Anwalt für Patentrecht. Wenn Du den 
Lego-Stein so wie er ist nachbaust, ist das meiner Meinung nach 
verboten. Auch wenn Du ihn in zweifacher Größe erstellst. Könnte mir 
auch vorstellen, daß deswegen "kompatible" Steine ebenfalls verboten 
sind, der Hersteller will sich mit dem Patent ja gerade gegen diese 
Kompatibilität oder besser Austauschbarkeit schützen.
#6098380
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Ben B. schrieb:
> Wenn Du den
> Lego-Stein so wie er ist nachbaust, ist das meiner Meinung nach
> verboten. Auch wenn Du ihn in zweifacher Größe erstellst. Könnte mir
> auch vorstellen, daß deswegen "kompatible" Steine ebenfalls verboten
> sind, der Hersteller will sich mit dem Patent ja gerade gegen diese
> Kompatibilität oder besser Austauschbarkeit schützen.

Falsch. Das Lego-Patent ist seit 2009 hinfällig, weshalb die 
mittlerweile auch mit sowas wie Konkurrenz zu kämpfen haben (allerdings 
haben sie das noch nicht ganz kapiert, und agieren weiterhin wie ein 
Monopolist, wofür sie wohl auch mal die Rechnung präsentiert bekommen 
werden).

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/markenschutz-verweigert-richter-geben-lego-steine-zum-kopieren-frei-a-717475.html

Lego hatte das Patent eh 70 Jahre lang, irgendwann ist es dann auch mal 
genug.
#6099269
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Helwein V. schrieb:
> ich muss so ein Steckadapter entwickeln welcher zweiter Geräte
> verbindet. Wenn ich diesen Adapter verkaufe was muss ich da rechnen? Das
> Steckersystem ist unbekannt, besteht darin die Gefahr?

Grundsätzlich kannst Du davon ausgehen, dass bei Steckverbindern 
heutzutage schon so ziemlich alles patentiert ist was patentierbar ist. 
Selbst wenn Du meinst, dass Du was neues erfunden hast, ist die 
Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es dafür schon ein Patent gibt von 
einem grossen Hersteller wie z.B. Molex, TE, etc.

Als kleines Unternehmen würde ich gar keine Zeit in Patentrecherchen 
investieren und stattdessen das selbst entwickelte Steckersystem einfach 
so einsetzen/verkaufen und mich nicht darum kümmern.
Wenn es ein Chinese oder eine grosse Firma kopieren will, dann machen 
sie das sowieso, weil sie sich die Anwälte leisten könnten um mit Dir zu 
streiten und falls Du selbst ein Patent verletzt, dann werden sie dich 
als Kleinunternehmen wohl kaum als ersten auf dem Schirm haben.

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