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Forum: PC Hard- und Software Warum setzte sich Linux gegen BSD durch?


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von zitter_ned_aso (Gast)


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Hallo,

jeder (Linuxnutzer) kennt ja die Geschichte von Linus und Linux.

Aber man liest ja auch, dass nachdem Unix zu einem kommerziellen Produkt 
wurde, eine andere Alternative (BSD) entstand.

Daher meine Frage: Warum setzte sich denn Linux gegen BSD durch? Und 
zwar schon am Anfang? Warum waren die "Gnu-Leute" denn so begeistert? 
BSD war doch reifer und von Profis programmiert. Auch erlaubt die 
BSD-Lizenz fast alles. Warum wurde dieses Betriebssystem nicht 
angenommen??? Warum musste man das Rad neu erfinden?

(PS: Falls off-topic, dann bitte verschieben - ich lese dann fleißig 
mit. Danke!)

von Thomas W. (twust)


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zitter_ned_aso schrieb:

>Warum wurde dieses Betriebssystem nicht
> angenommen???

Ich kenne genügend Kisten im Umfeld, da läuft seit Jahrzehnten nur BSD 
drauf und MacOS stammt auch aus der BSD-Linie! Also eingesetzt wird das 
schon!

: Bearbeitet durch User
von Nano (Gast)


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zitter_ned_aso schrieb:
> Auch erlaubt die
> BSD-Lizenz fast alles.

Warum sich BSD nicht gegenüber Linux durchtgesetzt hat, darüber kann man 
nur spekulieren.

Aber ich schätze mal, es hängt wesentlich mit der BSD-Lizenz zusammen.
Die ist Segen und Fluch zugleich.

Gegenüber allen Entwicklern bietet sie mehr Freiheiten, gegenüber reinen 
Open Source Entwicklern hat sie aber keine Vorteile und die machen die 
meiste Arbeit, insbesondere am Anfang.
Die BSD Lizenz kann bedeuten, dass die Open Source Entwickler für Lau 
arbeiten und kommerzielle Firmen sich an dem BSD Code bereichern und das 
Produkt dann doch Closed Source machen. Mit der GPL, unter der Linux 
steht, geht letzteres nicht.

Dem entgegen steht, dass die GPL für kommerzielle closed source 
Entwickler und wenn die auch am Open Source Code mitarbeiten würden, 
eher schädlich ist.
Denn die werden keinen GPL Code für ihr closed source Produkt verwenden 
können, im Gegenzug können sie dann aber auch keinen Code zurückgeben, 
weil sie den GPL Code erst gar nicht benutzen. Das ist der Nachteil der 
GPL.

von zitter_ned_aso (Gast)


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Na klar, ich sage ja nicht dass das Betriebssystem verschwunden ist.

Aber als Linus mit seinem Linux auftauchte, hatte BSD schon ein paar 
Jährchen auf dem Buckel. Und die Berkeley Universität hat wohl kaum was 
schlechteres entwickelt als der kleine Linus von damals.

Man liest dass dem GNU-Projekt in den 80er Jahren der Kernel fehlte. 
Hallo?! Und was ist mit BSD? Ein open-source Projekt mit einer 
super-Lizenz. Was war denn an BSD falsch?

von zitter_ned_aso (Gast)


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mein Kommentar war an Thomas W. gerichtet ;-)

von Thomas W. (twust)


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Ich glaube der Linus hat mit seinem Projekt einfach mehr Tamtam gemacht. 
Zu der Zeit war doch in allen Zeitungen (C't und co.) immer nur Linux 
ein Thema wenn es um alternative OS (insbesondere zu Windows) ging. 
Damit hat sich Linux als Begriff (und OS) in den Köpfen festgesetzt.

Wollte man wirklich etwas über Unix oder BSD lesen, dann kam man glaube 
um das freeX-Magazin nicht rum. Da war Linux zwar auch vertreten, aber 
nur am Rande.  Allerdings musste man auch wissen das es das Unix-Blatt 
überhaupt gab. An vielen Zeitungskiosken lag mit Sicherheit keine freeX 
aus, da war C't und Computerbild (äh hust, kotz) das Blatt der Massen.

Ich denke einfach mal das der Linus und Linux rein von der "Werbung" 
profitiert haben. War doch mit OS/2  eigentlich genauso! Welcher normale 
Computernutzer kannte durch Zeitschriften damals OS/2, dabei war das 
auch kein schlechtes System.

Aber das sind alles nur meine Vermutungen warum der Pinguin so bekannt 
ist und Beastie nicht.

von 2⁵ (Gast)


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Der Grund, warum sich BSD nicht durchgesetzt hat, ist einfach der, dass 
BSD zu Beginn der 1990 Jahre eben NICHT einfach frei verfügbar war! Ein 
vollständiger, freier Kernel entstand erst Mitte der 1990er Jahre, gegen 
1994/95, da war dann Linux schon etabliert. Damals gab es etliche 
juristische Streitigkeiten diesbezüglich: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Berkeley_Software_Distribution#BSD_und_AT&Ts_Unix-Quelltext

Also erschien etlichen Programmieren Linux als die rechtlich sichere 
Alternative. Bringt ja nichts, viel Zeit in BSD zu stecken, wenn man 
dann trotzdem noch eine AT&T Lizenz benötigt.

Die SCO Klagen gegen Linux kamen dann erst später: 
https://de.wikipedia.org/wiki/SCO_gegen_Linux

von Gerne auch (Gast)


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Hardwarekompatibilität und Orientierung Richtung Desktop-User (X11) 
würde ich sagen, denn BSDs haben eine elitären Server-Nerd Beigeschmack, 
weil ohne GUI. Klar kann jeder Toaster auch NetBSD, das kam aber laut 
Wiki erst 1993, OpenBSD 1995. Linux war schon 1992 da und geht wohl nun 
langsam durch wichtige "Diversiy-Themen" seinem Ende entgegen.

von A. S. (achs)


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2⁵ schrieb:
> eben NICHT einfach frei verfügbar war

Genau genommen gar nicht. Nur Linus hat auf böse (aber verbreitete) x86 
gesetzt. Nach Wikipedia BSD/OS erst 92 kommerziell, frei dann 93.

von foobar (Gast)


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> Nur Linus hat auf böse (aber verbreitete) x86 gesetzt.

Das war ein Grund.  Es gab zwar Unixe für x86, die waren aber 
kommerziell (SCO, Interactive, etc) und seeehr teuer.  BSD war ein 
Hickhack (welche Version war jetzt frei? Oder doch nicht?), hatte sich 
kaum um x86 (igitt, Kinderkram) gekümmert und die Entwicklung war 
verkrustet.  Als dann Linux kam, war das ein Hoffnungsschimmer, der sich 
durch die extrem rasante Entwicklung erfüllte.  MMn war die Offenheit 
der Entwicklung (jeder konnte ohne Gedöns mitmachen; Code/Patches waren 
in Null-Komma-Nix im Tree) der Knackpunkt - es machte Spaß mitzumachen 
und war kein Hürdenlauf.  Da es auf normalen x86-PCs lief, konnten auch 
entsprechend viele Leute mitmachen - nach ein paar Monaten hatte Linux 
wohl ein Vielfaches an Entwicklern als BSD jemals hatte.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Initial-Release-Dates nach Wikipedia:

Linux: 17.09.1991

386BSD: 12.03.1992

NetBSD: 19.04.1993

FreeBSD: 01.11.1993

OpenBSD: 01.10.1996

Zudem wurde BSD, wie bereits angesprochen, durch Gerichtsstreitigkeiten 
inkl. einer einstweiligen Verfügung ausgebremst, wodurch Linux seinen 
Vorsprung weiter ausbauen konnte.

von A. K. (prx)


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Die Installation mancher BSDs war ein Thema für sich und eher nicht 
etwas, was man auf die Allgemeinheit loslassen konnte. Auch vor 10-15 
Jahren noch durfte man sich beispielsweise mit einer recht speziellen 
Sub-Partitionierung für viele getrennte Filesysteme beschäftigen.

von Ich war dabei (Gast)


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Und da war noch was mit FPU, Linux war wohl das erste X11 system das man 
ohne 387 ans laufen bekam. X11 auf Linux kam wohl auch mit weniger 
speicher aus als unter BSD. Damals galt mehr als vier megabyte sdram als 
teurer luxus.

von Ursel (Gast)


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Im Desktop-Bereich hat sich Linux gar nichts durchgesetzt, da kommt nach 
Windows erst einmal tatsächlich BSD über Mac OSX. Im Mobile-Bereich ist 
Linux über Android führend, danach kommt auch BSD über iOS. Wobei 
Android wohl auch größere Anteile aus BSD-Betriebssystemen übernommen 
hat.

Was Anfang der 90er war ist da wahrscheinlich wenig relevant. Darwin ist 
Ende der 90er entstanden, Android noch deutlich später. Die Frage was 
zuerst kam dürfte also kaum eine Rolle spielen. Eher die Lizenzen oder 
technische Details. Vermutlich war es eine höchst individuelle 
Entscheidung.

Die ursprüngliche Frage wäre also eher, wieso Linux außerhalb der 
Apple/Android-Welt einen höheren Bekanntheitsgrad hat und deshalb unter 
anderem auf Servern und Embedded-Geräten eine hohe Verbreitung hat.

von BSD-Lizenz ist Kacke (Gast)


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Nano schrieb:
> Dem entgegen steht, dass die GPL für kommerzielle closed source
> Entwickler und wenn die auch am Open Source Code mitarbeiten würden,
> eher schädlich ist.
> Denn die werden keinen GPL Code für ihr closed source Produkt verwenden
> können, im Gegenzug können sie dann aber auch keinen Code zurückgeben,
> weil sie den GPL Code erst gar nicht benutzen. Das ist der Nachteil der
> GPL.

Genau das Gegenteil ist der Fall, Sachen unter BSD-Lizenz kann sich jede 
raffgierige Nase unter den Nagel reißen. Dadurch zerfaserte das BSD-Zeug 
immer weiter weil jeder Kommerzheini sein eigenes Ding machte. Im 
Gegensatz sorgt die GPL dafür das Änderungen und Erweiterungen auch 
wieder zurück kommen.

von Le X. (lex_91)


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zitter_ned_aso schrieb:
> Man liest dass dem GNU-Projekt in den 80er Jahren der Kernel fehlte

Wohl eher seit den 80ern (jaja, HURD lässt grüßen).

von Le X. (lex_91)


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A. K. schrieb:
> Die Installation mancher BSDs war ein Thema für sich und eher nicht
> etwas, was man auf die Allgemeinheit loslassen konnte

Aber ob das der Punkt war?
Gut, zugegeben, ich war '91 nicht dabei, aber ich denke ein Linux zu 
installieren und einzurichten war damals auch kein Spaziergang?

Das ganze graphische Installerzeugs und die ausgereifte 
Hardwareerkennung kam ja erst im aktuellen Jahrtausend langsam auf.

: Bearbeitet durch User
von Olaf (Gast)


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Hier mal einen Eindruck aus der Praxis. :-)

Ich bin 1991 als Student auf Linux umgestiegen. Wieso?

Ich hatte vorher einen Atari 1040ST und es war klar das die Kiste 
aussterben wuerde. Ich hab mir dann einen 386SLC mit 4MByte Ram gekauft 
und darauf DOS installiert. Mir stand der Mund offen angesichts dieser 
absurden Scheisse aus dem Hause Microsoft. Es war sofort klar das eine 
Firma die so einen Dreck herstellt rasch aussterben wuerde. Also musste 
eine Alternative her.

Als Student hatte man ja so seine Moeglichkeiten, also schnell mal eine 
Sicherheitskopie von SCO installiert. Das war aber komplex, unglaublich 
fett, lahm und schlecht dokumentiert. (10 oder 20Disketten gross!)

Linux war damals 4 Disketten gross und relativ schnell und elegant, 
durchschaubar, man konnte im Usenet direkt Fragen an die wichtigen Leute 
stellen. (z.b Dirk Hondel oder Olaf Kirch) Es war auch kein Problem die 
Kernel Mailinglist zu abonieren und Linus direkt etwas zu fragen.
Etwa 6 oder 12Monate spaeter kam dann SLS. Dafuer musste ich dann zwar 
meinen Rechner auf 6MByte Ram erweitern, aber ist hatte eine 
Grafikoberflaeche (X11 mit openlook) die 256Farben konnte und sehr fix 
lief. Ich hatte sogar relativ schnell 1280x1024pixel Aufloesung weil ich 
meine Mach32 frei programmieren konnte und so das maximale aus Grafik 
und Monitor rausholen konnte. (Bildschirm flimmerte leicht wenn man die 
Maus bewegte weil das Dram der Karte etwas lahm war. :-)

Obwohl ich ziemlich gut in der Szene drin war, von BSD hat man 
vielleicht mal irgendwo den Namen gehoert, aber davon wurden nie die 
Disketten rumgereicht und mit einem 2400er Modem, das Zyxel kam erst 
spaeter  und hat 700DM gekostet, hat man das auch nicht mal eben so 
runtergeladen.

Ich bin uebrigens all die Jahre bei Linux geblieben. Es war immer lustig 
von aussen die Windowswelt mit ihren Problemen zu beobachten. .-)

Um also mal die Frage aus dem Subject zu beantworten, es war letztlich 
die Summe vieler Kleinigkeiten, nicht der eine grosse Grund. Zum Bespiel 
hatte mein erstes CD-Rom eine eigene Steckkarte und wurde nicht von 
Linux unterstuetzt. Da hab ich mir den Source eines anderen Treibers 
runtergeladen, mit dessen Entwickler ein paar Emails ausgetauscht und 
denn dann so umgestrickt das es lief. Das waere wohl bei kommerziell 
vertriebenen Unixen so nicht vorstellbar gewesen.

Olaf

von (Gast)


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Für mich war der Unterschied, dass linux in einer "MCC Interim" 
"Distribution" auf ich glaub 4 1,44mb Floppies eine Nacht lang aus 
Manchester durchs Modem ging.

Nach einem kleinen Testprogramm was ein malloc(1000000) geschluckt hat 
(wer erinnert sich noch an Speichermodelle, EMS, XMS, Dos-Extender und 
anderen Unsinn?) Text-Editoren die keine 64k Speicherbeschränkung hatten 
waren damals unter DOS auch nicht selbstverständlich.

Ein freundlicher Geist hat mir dann eine der ersten Slackwares auf 
QIC-Band (die mit dem Floppy-Interface) kopiert.

Kurz darauf gabs FTP-Server Abzüge und danach SuSE auf CD in hiesigen 
Buchläden.

Abgegangen ist mir TurboPascal und Nachfolger, das wurde dann aber recht 
schnell durch Tcl/Tk und später Python ersetzt.

von MaWin (Gast)


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zitter_ned_aso schrieb:
> Warum setzte sich denn Linux gegen BSD durch?

Weil's kostenlos war und BSD erheblich Geld kostete.
Da nahm man jedes Defizit (wie z.B. keine standardisierte X-Windows 
Oberfläche) von Linux in Kauf.
Die Leute sind halt geizig.
Als keiner BSD mehr kaufte, wurde das auch kostenlos, aber es war zu 
spät.

von Uffbasse (Gast)


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Olaf schrieb:
> Ich bin 1991 als Student auf Linux umgestiegen. Wieso?
>
> Ich hatte vorher einen Atari 1040ST und es war klar das die Kiste
> aussterben wuerde. Ich hab mir dann einen 386SLC mit 4MByte Ram gekauft
> und darauf DOS installiert. Mir stand der Mund offen angesichts dieser
> absurden Scheisse aus dem Hause Microsoft. Es war sofort klar das eine
> Firma die so einen Dreck herstellt rasch aussterben wuerde. Also musste
> eine Alternative her.

Olaf hör auf hier Märchen zu schreiben. Als DU 1991 auf Linux 
umgestiegen bist hatten

1. viele ihren alten Atari ST noch lieb, weil er einen KLASSE SW-Monitor 
hatte

2. hatten WIR an der Hochschule von denen überschaubar wenige 
Kommilitonen sich mit dem aufkommenden Linux ein wenig beschäftigten, 
ALLE längst unser Windows 3.0 am laufen und darauf eine WYSIWYG 
Textverarbeitung namens WinWord (manche auch noch Word Perfect). Der 
Rest (außer Atari, die hatten Signum (hieß es glaube ich) musste sich 
zwangsläufig mit TeX/Latex abmühen (insbesondere an der Uni). Da ist der 
Linuxer heute mit OO hingegen fein raus. Warum hat sich das WYSIWYG bei 
der Textverarbeitung wohl durchgesetzt? Ganz einfach, weil es für 
gefühlt 99.9 % aller Texte, die der Mensch so produziert, schlicht 
reicht (entgegen den immer beweihräucherten angeblichen "Vorteilen" 
manuelle Satzanweisungen mit in den Quelltext zu schreiben, um dann 
einen Compiliervorgang auszulösen zu müssen, damit der gerenderte Text 
um Himmels Willen auch "wissenschaftlich" genug ausschaut (all die 
schönen mathematischen Sonderzeichen). Dinge, die die Welt meistens gar 
nicht braucht oder durch etwas Improvisation ersetzen kann.

von Olaf (Gast)


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> Der Rest (außer Atari, die hatten Signum (hieß es glaube ich)
> musste sich zwangsläufig mit TeX/Latex abmühen (insbesondere
> an der Uni).

Ich hab damit meine Diplomarbeit geschrieben. Es war perfekt. Ich hab 
einen Monat an meiner Hardware gebastelt, einen Monat die Arbeit 
geschrieben und einen Monat im Freibad bis zur Abgabe rumgegammelt.

Ich weiss noch das ich einen Kollegen hatte der so bloed war ein 
Programm
namens Word zu benutzen. Der musste damals viel Geld (1000DM?) ausgeben 
um seinen Computer auf 16MByte aufzuruesten weil sein Wort immer beim 
drucken abgestuerzt ist und er langsam Panik bekam. Der hat drei Monate 
nur geschwitzt. .-p

Olaf

von c r (Gast)


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Uffbasse schrieb:
> Warum hat sich das WYSIWYG bei
> der Textverarbeitung wohl durchgesetzt? Ganz einfach, weil es für
> gefühlt 99.9 % aller Texte, die der Mensch so produziert, schlicht
> reicht

Dann umfassen die restlichen 0.1% wohl auch sämtliche Abschlussarbeiten

von Olaf (Gast)


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> Textverarbeitung namens WinWord (manche auch noch Word Perfect). Der
> Rest (außer Atari, die hatten Signum (hieß es glaube ich) musste sich

Noch ein Punkt: Ich hatte damals auf meinem Atari die haelfte der Zeit 
nicht TOS sondern RTOS/UH laufen. Das erklaert vielleicht wieso ich von 
Microsoft-DOS so abgestossen war. Die meisten anderen Leute waren es 
damals ja nur gewohnt ein Programm gleichzeitig laufen zu lassen. Die 
dachten DOS ist wie CP/M nur besser, also muss es gut sein. :-D
Das war auch ein wichtiger Punkt fuer Linux. Man konnte jederzeit auf 
ein anderes Terminalfenster umschalten wo man immer irgendwas laufen 
hatte. Konnte BSD das damals auch?

Olaf

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Olaf schrieb:
> Ich hatte vorher einen Atari 1040ST und es war klar das die Kiste
> aussterben wuerde. Ich hab mir dann einen 386SLC mit 4MByte Ram gekauft
> und darauf DOS installiert. Mir stand der Mund offen angesichts dieser
> absurden Scheisse aus dem Hause Microsoft.

Das verstehe ich nicht.

Das TOS von Atari war doch im Wesentlichen nur eine Portierung von
MS-DOS auf den MC68000, also kein richtiges Betriebssystem (wie bspw.
beim Amiga), sondern allenfalls ein besserer Filehandler. M.W. hatten
sogar die Systemaufrufe dieselben SW-Interrupt-Nummern wie in MS-DOS.

;-)

Olaf schrieb:
> Noch ein Punkt: Ich hatte damals auf meinem Atari die haelfte der Zeit
> nicht TOS sondern RTOS/UH laufen.

Edit: Ok, das habe ich zu spät gelesen und erklärt deine obige Aussage.
Wobei RTOS-UH ein sehr spezialisiertes OS ist und ich mich persönlich
auch sonst nie so richtig damit anfreunden konnte.

Deinem restlichen Text stimme ich aber zu.

Meine ersten Erfahrungen mit Linux machte ich etwas später als du (aber
immer noch mit einer 0.x-Kernelversion): Ein Kumpel kam mit ein paar
Linux-Disketten an (darauf u.a. auch X11), steckte sie in einen PC, und
entlockte mir damit ein instantanes "Boargh!!!°. Obwohl an einem
kostengünstigen 08/15-PC sitzend, fühlte ich mich sofort wie an einer
(für mich völlig unerschwinglichen) echten Workstation¹. Dieses Gefühl
hatte ich mit MS-DOS/Windows überhaupt nicht und mit meinem Amiga auch
nur ansatzweise. Das war für mich das größte Erlebnis seit ich das erste
Mal überhaupt vor einem Computer sitzen durfte :)

Von einem für PCs frei verfügbaren BSD hatte hatte ich aber auch erst
später etwas mitbekommen. Die wenigen sonstigen damals für PCs
verfügbaren unixoiden Betriebssysteme waren sehr teuer.

Linux war für mich auch der Anlass, privat von MC68000- auf x86-Computer
umzusteigen. Mein erster privater x86-PC war zwar herstellerseitig noch
mit Windows-3.x kontaminiert, aber das habe ich nach einem ersten
Probelauf sofort geändert ;-)

—————————————
¹) Für die Jüngeren unter eich: Unter einer Workstation verstand man
   damals, anders als heute, keinen Desktop-PC, sondern einen Rechner,
   der die brachiale Rechenleistung, die Speicherkapazität und die
   Funktionalität (insbesondere die Multitasking-, Multiuser- und
   Netzwerkfähigkeiten) eines kühlschrankgroßen Minicomputers auf den
   Schreibtisch brachte. PCs waren im Vergleich dazu einfach nur
   Spielzeuge.

: Bearbeitet durch Moderator
von rbx (Gast)


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Anfang der 90er hatte ich Platinenlayoutprogramme nur auf 
Dos/Windowskisten gesehen.

Emulatoren (gute) in erster Line für DOS.

Dann war zu der Zeit noch die große Frage, welcher Computer? Und da gab 
es halt sehr viele Turnschuhnetz-prgs für Dos oder für die 68000er.
(keine einfache Entscheidung)

Kinnlade-Runterklapp kenne ich nur von Knoppix oder Oblivion.

Nun ist wird aber die überduchschnittlich gute Grafik von Oblivion doch 
langsam langweilig, trotz aller anderen guten Spielvorzüge.

Also versuche ich Skyrim auf Linux zum Laufen zum bekommen um zu sehen, 
wie das da überhaupt läuft.
Skyrim auf Windows wäre mir zu langweilig.

Fallout 76 sieht zwar auch supi aus, aber nicht unbedingt neu 
(+modideenklau), und ist eigentlich viel zu verbuggt.

von Nano (Gast)


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Thomas W. schrieb:
> Ich glaube der Linus hat mit seinem Projekt einfach mehr Tamtam gemacht.
> Zu der Zeit war doch in allen Zeitungen (C't und co.) immer nur Linux
> ein Thema wenn es um alternative OS (insbesondere zu Windows) ging.

Linux war zu der Zeit, als es entstand, in der breiten Öffentlichkeit 
und den Medien noch gar kein Thema.
Linux wurde erst ab so ca. 1997/1998 in Zeitschriften relevant und 
bekannt. Vorher war es bestenfalls nur in den Netzen (Internet, FidoNET, 
Mailboxen usw.) ein Thema und bekannt, aber eben nicht beim Mainstream.

Bis dahin verstand man unter Alternativen OS zu MS-DOS und Windows 3.1 
folgende OS als Alternativen:
- DR-DOS
- PC-DOS
- IBM-DOS
- OS/2
- Windows NT

In Kombination mit andere Prozessoren/Computern und
- MacOS
- GeOS
- Amiga Workbench
- Solaris oder weitere kommerziell beworbene UNIX Betriebssysteme



Laut Wikipedia war BSD erst eine lose Patchsammlung, die dann erst 1993 
zu
FreeBSD geformt wurde.
Softlanding Linux System, die wahrscheinlich erste Linux Distribution, 
wurde Ende 1992 zu einer Distribution zusammen gefasst.
Slackware gab's dann Mitte 1993.


Hier, das dürfte der wahre Grund gewesen sein warum Linux BSD überholt 
hat:
https://de.wikipedia.org/wiki/FreeBSD#Geschichte

Es gab wohl Rechtsstreitigkeiten, bis die erste bootbare FreeBSD 
Distribution da war, war dann 1994.
Da hatte Linux mit seinen Distributionen 2 Jahre Vorsprung und es gab 
bei Linux keine Gefährdung durch Rechtsstreitigkeiten.



> An vielen Zeitungskiosken lag mit Sicherheit keine freeX
> aus, da war C't und Computerbild (äh hust, kotz) das Blatt der Massen.

Die Computerbild gab's erst später.
Damals war die C't, das PC Magazin (DOS International), PC-Welt und Chip 
relevant.


> Ich denke einfach mal das der Linus und Linux rein von der "Werbung"
> profitiert haben. War doch mit OS/2  eigentlich genauso! Welcher normale
> Computernutzer kannte durch Zeitschriften damals OS/2, dabei war das
> auch kein schlechtes System.

Die meisten. Dazu kommt dann noch die Werbung bei ESCOM.
Wer sich einen neuen Rechner kaufte und bei ESCOM vorbeischaute, der 
traf unweigerlich auf OS/2 Warp.

von Nano (Gast)


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Gerne auch schrieb:
> Linux war schon 1992 da und geht wohl nun
> langsam durch wichtige "Diversiy-Themen" seinem Ende entgegen.

Wie kommst du darauf?
So stark wie heute war Linux noch nie verbreitet.

von Nano (Gast)


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Yalu X. schrieb:
> Initial-Release-Dates nach Wikipedia:
>
> Linux: 17.09.1991

Das bezieht sich auf den Kernel.

Ein Gesamtsystem bekam man erst mit SLS Ende 1992.

von 2⁵ (Gast)


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Uffbasse schrieb:
> Der Rest (außer Atari, die hatten Signum (hieß es glaube ich) musste sich
> zwangsläufig mit TeX/Latex abmühen (insbesondere an der Uni).

Hm... abmühen? Ich fand TeX (nach etwas Einarbeitungszeit) eher als 
Mittel der Wahl. Damals habe ich in Erlangen studiert. Wir hatten am 
Mathematischen Institut die netten Sun Workstations, es wurden (fast) 
alle wissenschaftlichen Arbeiten mit TeX geschrieben. Da war für daheim 
Linux einfach die beste Wahl, auf einem 386DX-40 mit 8 MB lief das ganz 
rund. 1994 habe ich da auch mal SuSE in Fürth besucht um mir eine 
(damals hieß das noch so) deutsche Slackware CD zu besorgen. Die waren 
damals gerade in das Hochhaus neben dem Bahnhof in Fürth umgezogen und 
hatten in den Büros primär nur Tische und Stühle, der Rest stand am 
Boden rum. (Gefühlt) 1-2 handvoll Mitarbeiter, meine CD wurde mir noch 
von einem der SuSE Gründer persönlich ausgehändigt.

Im Übrigen haben auch viele Atari-ST Besitzer (zumindest im Uni-Umfeld) 
TeX benutzt. In Erlangen gerne das TeX, welches von Stefan Lindner (auch 
ein Fürther) auf den Atari portiert wurde.

Uffbasse schrieb:
> Ganz einfach, weil es für gefühlt 99.9 % aller Texte, die der Mensch so
> produziert, schlicht reicht

Naja, TeX war auch bei den E-Technikern (wie eigentlich bei alles Ings 
an der Uni) Standard. Möglicherweise war das an den FHs anders.

von 2⁵ (Gast)


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Yalu X. schrieb:
> Linux war für mich auch der Anlass, privat von MC68000- auf x86-Computer
> umzusteigen.

Yep, bei mir auch (vom Amiga 030 auf einen 386DX-40). Wobei ich schon 
vorher Linux auf dem Amiga probiert hatte, aber das war noch zu früh, 
auch wurde mein HD-Controller nicht unterstützt ;-(

Yalu X. schrieb:
> Mein erster privater x86-PC war zwar herstellerseitig noch
> mit Windows-3.x kontaminiert, aber das habe ich nach einem ersten
> Probelauf sofort geändert ;-)

Ich habe eine kleine Partition wegen CorelDraw drauf gelassen! Habe 
(damals) damit Werbung/Anzeigen gemacht und mir so ein paar Mark 
nebenher verdient.

von Nano (Gast)


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BSD-Lizenz  ist Kacke schrieb:
> Nano schrieb:
>> Dem entgegen steht, dass die GPL für kommerzielle closed source
>> Entwickler und wenn die auch am Open Source Code mitarbeiten würden,
>> eher schädlich ist.
>> Denn die werden keinen GPL Code für ihr closed source Produkt verwenden
>> können, im Gegenzug können sie dann aber auch keinen Code zurückgeben,
>> weil sie den GPL Code erst gar nicht benutzen. Das ist der Nachteil der
>> GPL.
>
> Genau das Gegenteil ist der Fall, Sachen unter BSD-Lizenz kann sich jede
> raffgierige Nase unter den Nagel reißen.

Das habe ich doch geschrieben.

Du übersiehst aber, dass Entwicklungen auch in die andere Richtung 
zurückfließen.

Bei einer Bibliothek bevorzugt man eine mit BSD, ZLiB, MIT Lizenz 
gegenüber der LPGL nicht deswegen, weil man sich diese dann unter den 
Nagel reißen kann, sondern weil es bei einer ungewollten Verletzung 
keine rechtlichen Schwierigkeiten gibt. Im Fall der Fälle darf man BSD, 
MIT und ZLib Zeugs nämlich Closed Source machen, damit sind ungewollte 
Verletzungen technisch nicht möglich, bei der LGPL allerdings schon.

Für die Pflege einer eigenständigen Bibliotheksversion haben die meisten 
kleinen Entwickler gar nicht die Resourcen und manche großen werden den 
Aufwand nicht wollen, daher passiert das gar nicht so oft, wie du 
vermutest.

Und ab hier kommt dann der Positiveffekt für die BSD usw. basierten 
Bibliotheken zur Geltung, den LGPL basierte Libs nicht (und GPL basierte 
schon einmal gar nicht) haben.
Die BSD Libs werden von Firmen benutzt, dann fehlt was und 
Vollzeitentwickler der Firmen bauen es dann ein. Da die keine Ressourcen 
oder Bock auf eine eigene Pflege einer ganzen Lib haben, fließt der Code 
dann in den Hauptentwicklungszweig zurück, denn nur dort ist garantiert, 
dass den Code dann auch jemand pflegt und man nicht mit jeder neuen 
Version selber nachpatchen muss.

Die LGPL dagegen wird erst gar nicht angerührt, weil das Rechtsproblem 
zu groß ist, obwohl das Linken natürlich erlaubt ist. Aber linke mal bei 
einem großen gewachsenen Projekt rechtlich fehlerfrei.
Und technisch ist ein statisches linken auch einfacher zu verwalten, 
auch hier haben die freieren Lizenzen dann Vorteile.

Dass es ein paar Dumme geben mag, die so ne Lib dann closed Source 
machen und einen paralellen Entwicklungszwei aufbauen, kann zwar nicht 
vermieden werden, aber die große Entwicklung mit hunderten Entwicklern 
geht im freien Hauptzweig weiter und der rennt dann den Dummen über kurz 
oder lang dann davon.
Aus dem Grund sind diese Ängste, die du hier vorbringst, unbegründet.
Solange die Bibliothekt in ihrer freieren Form von vielen entwickelt 
wird, rennt sie allen anderen Abspaltungen, die closes source gemacht 
wurden davon.
Und das ist eben der Vorteil.

Ein LGPL Lib bekommt dagegen kaum Support von kommerziellen Firmen, weil 
die keiner anrühren will.


> Dadurch zerfaserte das BSD-Zeug
> immer weiter weil jeder Kommerzheini sein eigenes Ding machte.

Da zerfasert gar nichts.
Die Kommerzheinis linken statisch und dann stört da nichts.

> Im
> Gegensatz sorgt die GPL dafür das Änderungen und Erweiterungen auch
> wieder zurück kommen.

Von privaten Entwicklern.
Bibliotheken bekommen von den professionellen Entwicklern so gut wie 
keinen Support, weil sie diese nicht nutzen.

Die SDL 2.0 steht bspw. nicht mehr unter der LGPL.
Die LGPL war einer der Gründe, warum die Version 1.0 nicht vom Markt 
angenommen wurde.

von Nano (Gast)


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Olaf schrieb:
> Linux war damals 4 Disketten gross und relativ schnell und elegant,
> durchschaubar, man konnte im Usenet direkt Fragen an die wichtigen Leute
> stellen. (z.b Dirk Hondel oder Olaf Kirch) Es war auch kein Problem die
> Kernel Mailinglist zu abonieren und Linus direkt etwas zu fragen.

Was hast du auf dem Rechner alles gemacht?

Haben dir bspw. keine Programme gefehlt?
Und warum viel deine Wahl damals nicht auf OS/2?
Das gab's damals ja schon, nur halt ohne Warp.

von Joggel E. (jetztnicht)


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Ich weiss nicht in wie fern OS2 und PS/2 zusammenhingen. War OS/2 je 
fuer den normalen PC gedacht ?
Es gab eine Zeit da wurde massiv, offensichtlich sehr gute Werbung fuer 
OS/2 gemacht. Ich erinnere mich an einen Bauern, der wurde in den Medien 
herumgereicht, mit einer OS/2 Diskette. Was mache ich nun damit? Er 
hatte noch nie etwas mit einem PC zu tun gehabt.

PS/2 war eine super Sache, hatte bessere Hardware Komponenten, hatte den 
breiteren Bus.
Ich kann's nicht mehr einordnen, ob PS/2 noch 8086 war, waehrend ein PC 
ein 8088 war, oder ob das in der 386 area war, wo der PC ein 386 SX war, 
und die datten den 386 DX.
Sie machten das mit den Interrupts richtig, wie von Intel vorgesehen, 
waehrend MS es eben falsch machte. Immer noch falsch macht.
Als Netzwerk hatten sie Tokenring. Und ich denke zu einem Zeitpunkt 
verwendeten sie auch den 8089 IOProzessor
Leider war PS/2 closed source, sie dachten damit hinreichend Business 
customers anzuziehen. Viele Firmen kauften's auch, aber offensichtlich 
hinter den Erwartungen.
Eine PS/2 war schon ein Stueck guenstiger wie die Mainframes.

OS/2 war eigentlich auch gut. Auf Echtzeit designt, aber eben viel zu 
teuer.
IBM hat den Markt immer noch voll unterschaetzt.
Die unerwartet grossen Herden, welche neu in die Computer Welt 
stroemten, entschieden sich alle fuer die guenstige PC Klon Hardware mit 
dem guenstigen DOS.

: Bearbeitet durch User
von Uffbasse (Gast)


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Yalu X. schrieb:
> Ein Kumpel kam mit ein paar
> Linux-Disketten an (darauf u.a. auch X11), steckte sie in einen PC, und
> entlockte mir damit ein instantanes "Boargh!!!°. Obwohl an einem
> kostengünstigen 08/15-PC sitzend, fühlte ich mich sofort wie an einer
> (für mich völlig unerschwinglichen) echten Workstation¹. Dieses Gefühl
> hatte ich mit MS-DOS/Windows überhaupt nicht und mit meinem Amiga auch
> nur ansatzweise. Das war für mich das größte Erlebnis seit ich das erste
> Mal überhaupt vor einem Computer sitzen durfte :)

Das war auch bei mir (u. anderen) so in erster Reaktion damals. Nur 
leider ist das mit dem "Boargh!!!" eben auch mal vorbei und dann schaut 
man was man mit Linux wirklich anfangen kann und dazu braucht es nun mal 
Anwender-Software und zwar möglichst gute und brauchbare SW. Die war 
unter Linux zu dem Zeitpunkt leider oftmals so grottig oder auch 
schlicht nicht vorhanden. Damit verblieb Linux die Rolle des ewigen 
"fahr mal schnell hoch und kurz-Hinguck"-OS. Nicht zuletzt, weil die 
PC-Peripherie nun mal Treiber primär für MS mitbrachte. Bloß irgendwie 
funktionieren ist auf Dauer einfach zu wenig. Also wartete man immer auf 
die nächste Zeitungsbeilage (war ja auch spannend), auf den nächsten 
Hingucker. Nur mal als kleines Beispiel, eines der bekanntesten CD-R 
Brennprogramme für den PC war damals NERO, das ums Jahr 2000 heraus kam. 
Für Linux gab es nix vergleichbares was so komfortabel war. Den Nero 
Linux-Ansatz hat die Software-Firma nach einer Weile wieder 
eingestampft, weil mit Linux eben kein Geld zu verdienen war. Für ein 
brauchbares WYSIWIG Schreibprogramm wie StarOffice unter Linux hat es 
rund 10 Jahre gedauert, bis überhaupt mal was (für Linux) da war:

https://de.wikipedia.org/wiki/StarOffice

Immerhin blieb Linux über die Jahre das Schicksal von OS/2 oder BEOS 
erspart. Letzteres soll übrigens wieder auferstehen

https://www.golem.de/news/haiku-beta-1-angesehen-beos-in-modernem-gewand-1811-137662.html

Fragt sich nur wozu? Die Jüngeren kennen es sowieso nicht (vermissen es 
also nicht) und die älteren haben längst besseren Ersatz gefunden und 
stellen heutzutage zudem Anforderungen, die niemals von solchen 
nachgestrickten Software-Erinnerungen mehr erfüllt werden dürften.

von A. K. (prx)


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Joggel E. schrieb:
> War OS/2 je fuer den normalen PC gedacht ?

Ja, und zwar ursprünglich von Microsoft.

> Ich kann's nicht mehr einordnen, ob PS/2 noch 8086 war,

Fing mit 286 an.

> Und ich denke zu einem Zeitpunkt
> verwendeten sie auch den 8089 IOProzessor

Ernsthaft? Ich kenne den zwar, war ein nettes Konzept, aber dass der 
darin landete ist mir neu.

> Leider war PS/2 closed source,

IBM wollte die Kontrolle gewinnen. Der Rest vom Markt wollte das um 
keinen Preis zulassen. Das war eine Ära, in der so einige Entwicklungen 
genau deshalb scheiterten, weil sie von IBM kamen, und jeder vor IBMs 
Dominanz Angst hatte.

von Ach, ja, traurig, traurig.. (Gast)


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Marktmechanismen waren und sind leider die Hauptbremsen für so manche 
innovative Entwicklung. Umgekehrt wird auch manchmal was beschleunigt, 
meist aber nur Mist.

von foobar (Gast)


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> Für ein brauchbares WYSIWIG Schreibprogramm wie StarOffice unter
> Linux hat es rund 10 Jahre gedauert, bis überhaupt mal was (für
> Linux) da war

Lange vor StarOffice gab es bereits Applixware.  Benutzt ein Kumpel von 
mir immer noch, schön schnell und genügend Features.


> ... und dann schaut man was man mit Linux wirklich anfangen kann
> und dazu braucht es nun mal Anwender-Software und zwar möglichst
> gute und brauchbare SW. Die war unter Linux zu dem Zeitpunkt
> leider oftmals so grottig oder auch schlicht nicht vorhanden.

Kommt drauf an, was für ein "Anwender" man ist ;-) 
Softwareentwicklungswerkzeuge wurden doch zu Hauf mitgeliefert und 
üblicherweise in einer viel besseren Qualität als die teuren 
Zusatzprodukte (wie ein C-Compiler) der kommerziellen Hersteller.

von Uffbasse (Gast)


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foobar schrieb:
> Lange vor StarOffice gab es bereits Applixware.  Benutzt ein Kumpel von
> mir immer noch, schön schnell und genügend Features.

Laut Wiki gab's das für Linux ab 1996.

https://de.wikipedia.org/wiki/Applixware

Also nix lange vor ...

> Softwareentwicklungswerkzeuge wurden doch zu Hauf mitgeliefert und
> üblicherweise in einer viel besseren Qualität als die teuren
> Zusatzprodukte (wie ein C-Compiler) der kommerziellen Hersteller.

Zu meiner Zeit war zuerst PASCAL an der Hochschule angesagt. Da war ein 
Borland Turbo PASCAL zu besitzen schon sehr angenehm.

von Helmut S. (helmuts)


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Ich stelle mal die Behauptung auf, dass Linux deshalb so erfolgreich 
ist, weil sie einen Kapitän haben - Linus Torvalds. Der hielt das Schiff 
auf Kurs. Das hat BSD gefehlt. Die haben es mit vielen kleinen Booten 
versucht während Linus mit seinem Ozeandampfer zum Erfolg fuhr.

: Bearbeitet durch User
von Emil Epsilon (Gast)


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Helmut S. schrieb:
> Ich stelle mal die Behauptung auf, dass Linux deshalb so erfolgreich
> ist, weil sie einen Kapitän haben - Linus Torvalds. Der hielt das Schiff
> auf Kurs. Das hat BSD gefehlt. Die haben es mit vielen kleinen Booten
> versucht während Linus mit seinem Ozeandampfer zum Erfolg fuhr.

Mumpitz, Linux ist weit mehr als der Kernel (Latex,X11,Apache, 
scriptsprachen, GNU-geschiss) ober den Linus auch nur ordnende aber 
nicht richtungsweisende Oberhand hatte.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Nano schrieb:
> Damals war die C't, das PC Magazin (DOS International), PC-Welt und Chip
> relevant.

MC hast Du vergessen. Das war etwa mit der C't damals vergleichbar (eher 
besser, da mehr Grundlagen). Die anderen Blätter waren eher unter: 
ferner liefen.

Nano schrieb:
> Und warum viel deine Wahl damals nicht auf OS/2?

Gute Frage. Ich bin direkt von Win 3.1 auf OS/2 umgestiegen. Linux kam 
dann für mich erst auf, als IBM OS/2 eingestampft hat. Das war dann so 
1998 herum mit Halloween Linux (Basis Redhat). Seitdem Linux. Von BSD 
hatte ich damals schlicht nichts gehört.

Joggel E. schrieb:
> War OS/2 je
> fuer den normalen PC gedacht ?

Aber natürlich. Das Problem war nur die Installationsorgie mit >30 
Disketten.

von Emil Epsilon (Gast)


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Olaf schrieb:

> Linux war damals 4 Disketten gross und relativ schnell und elegant,
> durchschaubar,

4 Zipdisks wohl, 4* 1.44 Disks nimmer. Bestenfalls der Kernel und 
minimale compile-Umgebung, für X11 kannen schon mal 8 Disketten oben 
drauf. Ich weiss noch wie ich 50 Disketten für Slackware 0.98 pl 15 im 
Rechenzentrum in einer Nacht runterkopierte (Flatrate war damals nocj 
nicht erfunden und modems dumpelöten höchstens mit 56k). CD-ROM wurde 
erst später erschwinglich.

von Uffbasse (Gast)


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Helmut S. schrieb:
> Ich stelle mal die Behauptung auf, dass Linux deshalb so
> erfolgreich
> ist, weil sie einen Kapitän haben - Linus Torvalds. Der hielt das Schiff
> auf Kurs. Das hat BSD gefehlt. Die haben es mit vielen kleinen Booten
> versucht während Linus mit seinem Ozeandampfer zum Erfolg fuhr.

Um das Bild noch etwas zu verfeinern, Linux hat zwar EINEN Kapitän aber 
zig Reedereien die mehr oder weniger erfolgreich mit ihren kleinen 
Bootchen sich gegenseitig die Kunden abspenstig machen. Das führt zwar 
zu einer starken Beschäftigung mit sich selber, aber der lachende Dritte 
ist die Konkurrenz mit ihren Übersee tauglichen Langschiffen und der 
jeweiligen EINEN großen Schifffahrtsgesellschaft.

;)

von Nano (Gast)


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Joggel E. schrieb:
> Ich weiss nicht in wie fern OS2 und PS/2 zusammenhingen. War OS/2 je
> fuer den normalen PC gedacht ?

OS/2 wurde extra für den PC entwickelt.

>
> PS/2 war eine super Sache, hatte bessere Hardware Komponenten, hatte den
> breiteren Bus.

Meinst du mit PS/2 den IBM PS/2 Computer?
Dessen Micro Channel Architecture hatte zwar den breiteren Bus, war aber 
auch Schweineteuer, inkompatibel zu ISA Karten, proprietär und wurde 
recht schnell vom Vesa Local Bus und später PCI abgelöst.

von Helmut S. (helmuts)


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Emil Epsilon schrieb:
> Helmut S. schrieb:
>> Ich stelle mal die Behauptung auf, dass Linux deshalb so erfolgreich
>> ist, weil sie einen Kapitän haben - Linus Torvalds. Der hielt das Schiff
>> auf Kurs. Das hat BSD gefehlt. Die haben es mit vielen kleinen Booten
>> versucht während Linus mit seinem Ozeandampfer zum Erfolg fuhr.
>
> Mumpitz, Linux ist weit mehr als der Kernel (Latex,X11,Apache,
> scriptsprachen, GNU-geschiss) ober den Linus auch nur ordnende aber
> nicht richtungsweisende Oberhand hatte.

Linus stand von Anfang an im Rampenlicht mit Linux. Bill Gates mit 
Microsft.

Bei BSD gibt es da niemand der in der Öffentlichkeit sichtbar ist. Das 
ist definitiv ein Problem für BSD.

von Nano (Gast)


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Uffbasse schrieb:
> Nur mal als kleines Beispiel, eines der bekanntesten CD-R
> Brennprogramme für den PC war damals NERO, das ums Jahr 2000 heraus kam.
> Für Linux gab es nix vergleichbares was so komfortabel war.

Wer kennt es noch X-CD-Roast?
Das war bezüglich Usability grausig, aber mit GUI gab es bis etwa 
2000/2001 rum keine Alternative.

> Den Nero
> Linux-Ansatz hat die Software-Firma nach einer Weile wieder
> eingestampft, weil mit Linux eben kein Geld zu verdienen war.

Weil irgendwann k3b draußen war und mit dem brauchte man kein Nero mehr.


> Immerhin blieb Linux über die Jahre das Schicksal von OS/2 oder BEOS
> erspart. Letzteres soll übrigens wieder auferstehen
>
> 
https://www.golem.de/news/haiku-beta-1-angesehen-beos-in-modernem-gewand-1811-137662.html

Haiku ist nicht BeOS. Es ist quasi eine Neuentwicklung mit dem Anspruch 
BeOS zu ersetzen und Open Source zu sein.

Das wird zwar hin und wieder weiterentwickelt, aber der Vorsprung von 
Linux ist mittelfristig einfach zu groß geworden und Haiku wurde nicht 
als multiuserfähiges OS entwickelt, weil BeOS das auch nicht war.

Haiku würde ich allerhöchstens langfristig eine Chance geben, denn 
irgendwann hat ein OS einen Punkt erreicht, an dem keine wichtigen 
Systemkomponenten mehr fehlen.

von Nano (Gast)


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A. K. schrieb:
> Joggel E. schrieb:
>> War OS/2 je fuer den normalen PC gedacht ?
>
> Ja, und zwar ursprünglich von Microsoft.

Eigentlich ist IBM an Microsoft herangetreten um gem einsam eine 
Alternative zu MS-DOS zu entwickeln.

Microsoft hat dann irgendwann gemerkt, dass sie IBM eigentlich gar nicht 
benötigen und dann mit Windows NT ihr eigenes Ding durchgezogen.
IBM hat dann OS/2 im Alleingang weiterentwickelt.

von Emil Epsilon (Gast)


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Helmut S. schrieb:
> Emil Epsilon schrieb:

>> Mumpitz, Linux ist weit mehr als der Kernel (Latex,X11,Apache,
>> scriptsprachen, GNU-geschiss) ober den Linus auch nur ordnende aber
>> nicht richtungsweisende Oberhand hatte.
>
> Linus stand von Anfang an im Rampenlicht mit Linux. Bill Gates mit
> Microsft.
>
> Bei BSD gibt es da niemand der in der Öffentlichkeit sichtbar ist. Das
> ist definitiv ein Problem für BSD.

Doch Stallmann, auch wenn der eher den Chefvogel für GNU macht als für 
BSD.
http://www.allofus.de/wp-content/uploads/2011/10/Portrait_-_Denmark_DTU_2007-3-31.jpg

Und bei Windows war nicht Bill sondern Ballmer der den Hampelmann für 
die OS-Groupies macht:
Youtube-Video "Steve Balmer's Dance"

von Olaf (Gast)


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> Linux war zu der Zeit, als es entstand, in der breiten Öffentlichkeit
> und den Medien noch gar kein Thema.

Searching for: linux
======================================================================== 
======
Titel       : Kommerz-Killer
Untertitel  : Linux - Eine weltweite Unix-Entwicklung
Autor(en)   : Dirk Hohndel
Redakteur   : mw
Zeitschrift : c't 11/92, S. 38
Schlagw�rter: Report, PC-Unix, GNU, POSIX, GCC, C++, X-Windows, X11, 
Minix,
              Coherent, SUNOS, BSD, SPARC, Internet, FTP
======================================================================== 
======

Hier der erste Artikel in der ct wo es auch um Linux ging.
Hm..sollte man vielleicht mal wieder lesen. Mal kucken ob Linux gut ist. 
:-D


> Was hast du auf dem Rechner alles gemacht?

1. Als Editor ---> vi/Emacs

2. fuer TeX

3. Mikrocontroller entwicklung in Assembler
   [olaf] ~: tasm
   TASM Assembler.           Version 2.9.2, May, 1992.
   Copyright (C) 1985-1992 by Speech Technology Incorporated
   tasm: No files specified.
   Der geht ja heute noch. :-D

4. Mailboxen, also Terminalprogramm, Points, Konverter von Magicnet nach
   usenet/tin.

Olaf

von Nano (Gast)


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Olaf schrieb:
>> Linux war zu der Zeit, als es entstand, in der breiten
> Öffentlichkeit
>> und den Medien noch gar kein Thema.

> Hier der erste Artikel in der ct wo es auch um Linux ging.

Hm, gut.
Wie Umfangreich war der Artikel?



>> Was hast du auf dem Rechner alles gemacht?
>
> 1. Als Editor ---> vi/Emacs
>
> 2. fuer TeX
>
> 3. Mikrocontroller entwicklung in Assembler
>    [olaf] ~: tasm
>    TASM Assembler.           Version 2.9.2, May, 1992.
>    Copyright (C) 1985-1992 by Speech Technology Incorporated
>    tasm: No files specified.
>    Der geht ja heute noch. :-D
>
> 4. Mailboxen, also Terminalprogramm, Points, Konverter von Magicnet nach
>    usenet/tin.
>
> Olaf

Danke für die Antwort.

von Olaf (Gast)


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> Hm, gut.
> Wie Umfangreich war der Artikel?

Ziemlich umfangreich. Erklaert eigentlich alles was es ueber Linux 
damals zu wissen gab. Aber oh Gott, das war die unselige Zeit als die ct 
ihre Artikel als html erstellt hat und die html->Wandlung macht es nicht 
besser.

Ich zitiere mal einen Absatz:

So ist für Linux mit GCC 2.2 ein vollständiges C- und 
C++-Entwicklungssystem inklusive Debugger und Sourcen zu allen Libraries 
vorhanden.
Alle Standard-Unix-Kommandos (wie ls, cp, sort, more ...) und viele 
nützliche andere Programme (wie emacs, elvis, tex ...) sind ebenso 
enthalten. Insbesondere sind der größte Teil der im Rahmen des 
GNU-Projekts entwickelten Software und die meisten anderen im 
Source-Code frei erhältlichen Programme ohne große Probleme (1) unter 
Linux übersetzbar, so daß ein nahezu unüberschaubares Angebot an 
Software existiert.

Hier noch ein weiterer interessanter Satz:

Für die wichtigsten SVGA-Karten existiert im Gegensatz zu Minix oder 
Coherent eine X-Windows-Portierung (X11). Zur Zeit werden Tseng ET-3000 
und ET-4000 sowie PVGA, GVGA und 8514/A unterstützt. Anpassungen für 
Trident 8900 und S3
basierte Karten befinden sich zur Zeit in der Entwicklung.

Das erklaert vielleicht auch ein bisschen wieso sich gerade Linux 
durchgesetzt hat. Und der Artikel wurde ja nicht von irgendwem 
geschrieben.
Er hebt auch noch darauf ab welchen Vorteil das Internet bei der 
Entwicklung von Linux hat und wie schnell man so vom Entwickler 
persoenlich Hilfe bekommen kann. Wenn man bedenkt das 1992 bei den 
meisten Firmen die Kompetenz der EDV-Abteilung noch darin bestanden 
haben duerfte die FAX-Geraete richtig anzuschliessen, war das natuerlich 
auch ein grosser Vorteil von Linux. .-)

Olaf

1: Daran sollten sie sich die Linuxentwickler heute mal ein Beispiel 
nehmen!

von Emil Epsilon (Gast)


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Olaf schrieb:
>> Linux war zu der Zeit, als es entstand, in der breiten Öffentlichkeit
>> und den Medien noch gar kein Thema.
>
> Searching for: linux
> ======================================================================== ======

> Zeitschrift : c't 11/92, S. 38
 ======================================================================== 
======
>
> Hier der erste Artikel in der ct wo es auch um Linux ging.
> Hm..sollte man vielleicht mal wieder lesen. Mal kucken ob Linux gut ist.
> :-D

Richtiger Verlag, falsche Zeitschrift. Die ersten deutschsprachigen 
Berichte über kostenlose Unixe auf 386 standen meiner Erinnerung nach in 
der ix (auch heise verlag) so März/April 1992, also ein halbes Jahr vor 
der ct. Wohl zuerst ein Bericht über BSD, dann Linux. Leider reicht das 
online-Archive nur bis 1994, so dass ich meine Erinnerung nicht 
verifizieren kann.

von Jens G. (jensig)


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>Richtiger Verlag, falsche Zeitschrift. Die ersten deutschsprachigen
>Berichte über kostenlose Unixe auf 386 standen meiner Erinnerung nach in
>der ix (auch heise verlag) so März/April 1992, also ein halbes Jahr vor
>der ct. Wohl zuerst ein Bericht über BSD, dann Linux. Leider reicht das
>online-Archive nur bis 1994, so dass ich meine Erinnerung nicht
>verifizieren kann.

Lt. meiner PDF-Suche in der IX-DVD ab 1988 wird Linux erstmals in 
06/1992 erwähnt, BSD dagegen in 11/1988 (wobei die DVD nicht weiter 
zurückging ;-))

von Openbsd (Gast)


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Das kann man gut erkennen an meinem posting. Null Reaktion!
Aber ich wollte diesen Thread nicht Kapern.

von zitter_ned_aso (Gast)


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Helmut S. schrieb:
> Linux deshalb so erfolgreich
> ist, weil sie einen Kapitän haben - Linus Torvalds.

Das wäre eine brutale Aussage ;-) Dann würde es heißen, dass es Linux 
irgndwann genauso ergehen könnte wie Apple ohne Jobs. Steve.

Und was die Lizenzen angeht: Stallman war doch auch irgendwann mit GPLv2 
nicht mehr zufrieden und wollte GLPv3. Und da gab es Streit mit Linus 
(der war mit der alten Lizenz zufrieden). Also dass LInux eine bessere 
Lizenz hat, das kann man wahrscheinlich auch in Frage stellen.

von zitter_ned_aso (Gast)


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Emil Epsilon schrieb:
> Wohl zuerst ein Bericht über BSD, dann Linux.

wäre auch irgendwie logisch. Laut Wiki wurde Linux erst 92 unter GPL 
gestellt. Vorher war es mit Sicherheit nicht so interessant.

Und 94 kommt (laut Wiki) eine umgeschriebene Version von BSD aus. Und 
der Streit mit AT&T ist somit zu Ende.

In zwei Jahren ein Betriebssystem aufholen und schlagen, das seit >10 
Jahren entwickelt wird und erst jetzt frisch (wegen Lizenzproblemen) 
umgeschrieben wurde (quasi refactoring). Und das Betriebssystem kommt 
aus USA. Und ist dort bekannt.

Irgendwie komisch.

von Thomas W. (twust)


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Emil Epsilon schrieb:
> Olaf schrieb:
>
>> Linux war damals 4 Disketten gross und relativ schnell und elegant,
>> durchschaubar,
>

Ich glaube Coherent war damals auch nicht größer. Das haben wir an der 
Uni billigst bekommen. Das lief soweit ich mich erinnere auch schon auf 
dem 286er und Tex+vi war bei uns das System auf dem die meisten Ihre 
Abschlußarbeit getippt haben. An richtiges WYSIWYG kann ich mich erst 
nach W95 erinnern. Sicher gab es da noch andere Lösungen, aber an die 
kann ich mich einfach nicht mehr erinnern! (oder habe sie absichtlich 
verdrängt?)

: Bearbeitet durch User
von Walter K. (walter_k488)


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Also das am meisten verbreiteste OS ist nicht Linux, leider auch nicht 
BSD - sondern Minix.
Ich zitiere mal aus wiki:

"...Im August 2017 wurde durch Untersuchungen von 
Sicherheitsforschern[5] bekannt, dass die Intel Management Engine Minix 
als Betriebssystem einsetzt.[6] Auch Tanenbaum hatte zuvor nichts davon 
gewusst. Durch den Einbau in die Intel-Chips ist Minix eines der 
meistverbreiteten Betriebssysteme überhaupt.."

https://de.wikipedia.org/wiki/Minix_(Betriebssystem)

Ältere Semester werden es noch aus ihrer Studienzeit kennen.

Falls jemand auf den Link klickt und die Stelle mit meinem Zitat findet 
.. Einen Absatz später kann man dann nachlesen, was Tanenbaum (1992!) 
von Linux hielt: Nämlich gar nichts... Tanenbaum ahnte damals sicher 
schon, das der damals 12jaehrige Poettering irgendwann mit systemd kommt 
- und aus Linux das machen wird, was es heute ist: Krampf hoch 3!

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Yalu X. schrieb:
> Initial-Release-Dates nach Wikipedia:
>
> Linux: 17.09.1991
>
> 386BSD: 12.03.1992

Wobei dieses 386BSD zu der Zeit bereits deutlich mehr an Benutzbarkeit 
aufwies als das seinerzeitige Linux, insbesondere ein bereits weitgehend 
komplettes "Userland".

Ich bin damals bei der Suche nach 386BSD 0.0 auch über Linux gestolpert 
und habe es mir angesehen, und war ein wenig entsetzt, wie wenig da 
dabei war.

(Auf 386BSD war ich durch den entsprechenden Artikel im UNIX-Magazin 
gestoßen.)

> NetBSD: 19.04.1993
>
> FreeBSD: 01.11.1993

Sind Derivate von 386BSD, nachdem Bill Jolitz "in der Versenkung 
verschwunden" war. *)

> OpenBSD: 01.10.1996

Ist ein Ableger von NetBSD, nachdem sich Theo de Raadt mit den anderen 
NetBSD-Führungspersönlichkeiten zerstritten hatte.

> Zudem wurde BSD, wie bereits angesprochen, durch Gerichtsstreitigkeiten
> inkl. einer einstweiligen Verfügung ausgebremst, wodurch Linux seinen
> Vorsprung weiter ausbauen konnte.

Das dürfte einer der Punkte gewesen sein.

Was in obiger Aufzählung fehlt: einige der BSD-"Macher" der damaligen 
Zeit (Keith Bostic, Kirk McKusick) gründeten BSDi, um BSD/386 (später 
BSD/OS) zu vermarkten. Das taten sie teils aggressiv, mit der 
Telefonnummer 0800 ITSUNIX, und das rief AT&T auf den Plan, die wiederum 
"UNIX" für sich reklamierten. Daraus entstand der Rechtsstreit. Der zog 
sich einfach ewig hin und endete auch nur mit einem Vergleich. Offenbar 
war der BSD-Code selbst tatsächlich recht gut von altem AT&T-Code 
bereinigt worden, aber irgendwie musste am Ende jeder sein Gesicht 
wahren, so landeten fortan in einigen wenigen Kernel-Dateien noch 
AT&T-Copyrights, aber sie durften nach dem Vergleich trotzdem unter 
BSD-Lizenz weiter verbreitet werden.

*) 386BSD 0.0 kam im März 1992 heraus und erfreute sich sehr großer 
Beliebtheit, sodass Bill Jolitz sehr viel Feedback, Bugfixes und 
Erweiterungen erhielt. Bereits im Juni 1992 hatte er 386BSD 0.1 dann 
herausgebracht, welches bereits beachtlich stabil war.

Allerdings, Bill Jolitz hatte ursprünglich das System für seine 
Betriebssystemlehre an der UCB entwickeln wollen, um so an einem 
quelloffenen "richtigen" System lehren zu können. Jedoch fiel 386BSD 
genauso wie Linux in eine Schere hinein zwischen der immer 
leistungsfähiger gewordenen PC-Hardware auf der einen Seite und dem 
miserablen, völlig überforderten MS-DOS auf der anderen Seite, welches 
gerade mal 600 KB RAM benutzen konnte, nur jeweils 64 KiB am Stück 
("Segment" genannt) linear adressieren konnte und auch ansonsten den 
Fähigkeiten der Hardware völlig hinterher lamentierte. Windows und die 
anderen "grafischen Betriebssystemaufsätze" änderten daran nur bedingt 
etwas, denn sie mussten trotztem mit dem miserablen MS-DOS zurecht 
kommen. Ein einziger Nullpointer-Zugriff, und das System war hemmungslos 
im Eimer und brauchte den Druck auf den Reset-Knopf.

Während diese Herausforderung offenbar Linux Torvalds Auftrieb gab, hat 
die dadurch entstehende Entwicklung Bill Jolitz "sein" System förmlich 
aus der Hand gerissen – was ganz offensichtlich nicht das war, was er 
haben wollte. Er erschien mir als ein Einzelgänger, der sich 
anschließend einigelte, von dem nichts mehr zu hören war. Eine Reihe 
engagierter Nutzer formierten im Internet dann einen semi-offiziellen 
"Patchkit", aber irgendwann war auch das nicht mehr praktikabel. Da die 
beteiligten Persönlichkeiten ihrerseits sehr unterschiedliche 
Vorstellungen hatten, in welcher Richtung man die weitere Entwicklung 
vorantreiben sollte, formierten sich letztlich zwei Gruppen daraus: 
NetBSD und FreeBSD. NetBSD (und seinen Vätern) waren viele "386 hacks" 
von Bill Jolitz zuwider, denn sie wünschten ein generisches System, das 
auf möglichst vielfältiger Hardware laufen können sollte. Den 
FreeBSD-Gründern dagegen war es vorrangig an einer Weiterentwicklung für 
die i80386-PC-Plattform gelegen, für deren Unterstützung sie ggf. auch 
mal Kompromisse bezüglich der Portabilität des Codes einzugehen gewillt 
waren (wenngleich diese im Großen und Ganzen noch um Welten besser war 
als vieles, was Linux zu dieser Zeit so hatte – in die Treiber codierte 
DMA- und Interruptkanäle wie beim Linux-Floppy-Treiber gab es bei BSD 
nicht).

Letztlich hat aber dieses "Warten auf Jolitz" insgesamt bei den BSDs 
schon zu einer etwa einjährigen Lähmung der Aktivität geführt, in der 
deutlich weniger passierte als parallel bei Linux.

Dies von jemandem, der 386BSD seit 0.0 benutzt hat und bei FreeBSD seit 
kurz nach der Projektgründung dabei war.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Olaf schrieb:
> Das erklaert vielleicht auch ein bisschen wieso sich gerade Linux
> durchgesetzt hat.

XFree86 wurde stets parallel für die Systeme entwickelt (später ist dann 
X.org daraus hervorgegangen). Es gab also in dieser Hinsicht praktisch 
nichts im X11-Bereich, was "Linux-only" gewesen wäre.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Emil Epsilon schrieb:
> Die ersten deutschsprachigen Berichte über kostenlose Unixe auf 386
> standen meiner Erinnerung nach in der ix (auch heise verlag) so
> März/April 1992

UNIX-Magazin, soweit ich mich erinnere. Es war die Übersetzung der 
Artikelserie über 386BSD aus dem Dr. Dobb's Journal, mit ich glaube 3 
Monaten Versatz dort erschienen.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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@Jörg:

Danke für die tiefgreifenden Einblicke in die Entwicklung von 386BSD und
seinen Nachfolgern. Von all dem habe ich damals so gut wie nichts
mitbekommen.

von Gerne auch (Gast)


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Nano schrieb:
> Gerne auch schrieb:
>> Linux war schon 1992 da und geht wohl nun langsam durch wichtige
>> "Diversiy-Themen" seinem Ende entgegen.
>
> Wie kommst du darauf?
> So stark wie heute war Linux noch nie verbreitet.
Deshalb:
zitter_ned_aso schrieb:
> Helmut S. schrieb:
>> Linux deshalb so erfolgreich
>> ist, weil sie einen Kapitän haben - Linus Torvalds.
>
> Das wäre eine brutale Aussage ;-) Dann würde es heißen, dass es Linux
> irgndwann genauso ergehen könnte wie Apple ohne Jobs. Steve.
Nicht das Hickhack mit dem CoC und der Zwangspause vom Linux-Kapitän 
mitbekommen und daß jemand sein eigenes Kind für intrigante 
Machenschaften benutzt hat, um ihn, so wie es von außen aussah, zu 
erpressen, den CoC einzuführen? Das könnte leider der Anfang vom Ende 
sein. Wenn auch noch die guten Entwickler durch die Intrigen rausgeekelt 
werden war es das. Das sage ich als feuriger Linux-Anhänger und User, 
der es seit ca. 20 Jahren mit Begeisterung einsetzt und dem das ganze 
entsprechend einen gehörigen Schock versetzt hat.

von Udo K. (udok)


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Die Überschrift ist mal wieder typischer Journalistenscheiss.

Wahrscheinlich sucht mal wieder irgendso ein Volldoddel Meinungen
für sein Referat.

Keines der Systeme hat sich durchgesetzt und da gibts auch keine
grosse Konkurrenz.

Da wird von Journalisten und gelangweilten Seelen
unentweg irgendwas reininterpretiert, was so nie passierte.

Genauso wie kaum jemand kapiert, das Linux eben nicht gemacht wurde,
um gegen Windows anzutreten.

Auf der einen Seite ist die kommerzielle Welt.
Auf der anderen waren Freaks, die sich vorallem fürs
Programmieren interessiert haben.
Also eine völlig andere Zielsetzung.

Das Mittelalter ist ja auch vorbei, und hat so wie 99% es sich 
vorstellen,
auch nie stattgefunden.

Dieses Wettkampfdenken liegt aber irgendwie in den Genen, vorallem
wenn es an die Öffentlichkeit geht.

Aber zum Thema.  Seit ca. 15 Jahren hat die Embedded Industrie
Linux für sich entdeckt, und damit wird ziemlich viel Geld
da reingepumpt.
Das ist der Hintergrund, warum Linux so bekannt geworden ist.

Das ist zwar einerseits schön für Linux, aber auch wieder schlecht,
weil der Open Source Gedanke irgendwie verlorgengeht.

Irgendwo habe ich gelesen, das inzwischen nahezu 98% aller Codezeilen
von vollbeschäftigten Programmierern stammen.

Die Industrie hat Linux inzwischen vereinnahmt, so schaut es aus...

von René F. (therfd)


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Udo K. schrieb:
> Irgendwo habe ich gelesen, das inzwischen nahezu 98% aller Codezeilen
> von vollbeschäftigten Programmierern stammen.
>
> Die Industrie hat Linux inzwischen vereinnahmt, so schaut es aus...

Spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, wenn Firmen Linux für ihre 
Zwecke nutzen und Entwickler einstellen welche bezahlt werden um dieses 
Allgemeingut weiter zu pflegen.

Auch Firmen wie Canonical haben für eine größere Verbreitung von Linux 
im Desktop-Bereich gesorgt. RedHat und SuSe lebten von ihren Einnahmen, 
im Gegenzug dafür ein paar Entwickler dafür zu bezahlen um etwas was 
jeder verwenden darf weiterzuentwickeln hört sich doch gut an ;)

Bitte erläutere mal was du daran schlecht findest.

von zitter_ned_aso (Gast)


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René F. schrieb:
> Spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, wenn Firmen Linux für ihre
> Zwecke nutzen und Entwickler einstellen welche bezahlt werden um dieses
> Allgemeingut weiter zu pflegen.

Warum nehmen sie ein Produkt mit der GPL-Lizenz und nicht eins mit der 
BSD-Lizenz?

von zitter_ned_aso (Gast)


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Udo K. schrieb:
> Die Überschrift ist mal wieder typischer Journalistenscheiss.
>
> Wahrscheinlich sucht mal wieder irgendso ein Volldoddel Meinungen
> für sein Referat.

Danke, was würde ich bloss ohne deiner Meinung machen.... Echt ma....

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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zitter_ned_aso schrieb:
> René F. schrieb:
>> Spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, wenn Firmen Linux für ihre
>> Zwecke nutzen und Entwickler einstellen welche bezahlt werden um dieses
>> Allgemeingut weiter zu pflegen.
>
> Warum nehmen sie ein Produkt mit der GPL-Lizenz und nicht eins mit der
> BSD-Lizenz?

Weil sie das, was dabei entsteht, sowieso wieder freigeben. Die Firmen, 
die ihr Geschäftsmodell auf Linux ausgerichtet haben, wissen ja von 
vornherein, worauf sie sich einlassen.

Auch in den BSDs gibt es einiges an Code, der über Firmen finanziert 
worden ist, trotzdem ist er auch dort typischerweise wieder freigegeben 
worden. Das geht auch ganz ohne Zwang durch die Lizenz. Wenn man den 
Code freigibt, wird er künftig ggf. auch von anderen mitgepflegt, und 
man muss sich bspw. bei internen API-Änderungen darum nicht mehr 
zwingend selbst kümmern.

von zitter_ned_aso (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Das geht auch ganz ohne Zwang durch die Lizenz.

Eben. Wenn du willst dann kannst du deinen Code zurückgeben. Niemand 
hindet dich daran. Aber du bist dazu nicht verpflichtet.

Das ist doch besser für die Firmen. Und eigentlich auch für die 
Privatleute.

von Udo K. (udok)


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Es ist nicht per se schlecht, auch wenn es etwas negativ klinkt.
Grosse revolutionäre Ideen erwarte ich mir von Linux oder von
einam andern Sysetm halt nicht mehr.

Die Diskussion welches System sich durchgesetzt hat ist völlig müssig.

Alle Systeme (Linux, Windows, Apple, BSD) haben sich bis auf
die GUI angenähert, indem sie das beste voneinander kopieren.

Windows vollzieht gerade den nächsten logischen Schritt: Alle
Linux Programme laufen inzwischen unter Windows.

Jede nützliche (Open Source) Anwendung läuft
praktisch auf allen Systemen.
Es ist damit Geschmacksache, welches OS man verwendet.

Auch FreeBSD profitiert von den Linux Treibern, und dank
Kompatibilitätslayer läuft auch jede Linux Anwendung auf FreeBSD.

Programmierfreaks, die Anwenderprogramme machen,
sind schon seit Jahren weg von Linux, und hin zu "OS spielt keine 
Rolle".

von Nano (Gast)


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zitter_ned_aso schrieb:
> René F. schrieb:
>> Spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, wenn Firmen Linux für ihre
>> Zwecke nutzen und Entwickler einstellen welche bezahlt werden um dieses
>> Allgemeingut weiter zu pflegen.
>
> Warum nehmen sie ein Produkt mit der GPL-Lizenz und nicht eins mit der
> BSD-Lizenz?

Die meisten Hersteller von Hardware abseits von Android nehmen eines mit 
BSD Lizenz.

In den ganzen Smart TVs steckt meist ein BSD. Es kann jeder mal einen OS 
scan mit nmap bei seinem Smart TV ausprobieren, da wird das deutlich.

Intel nimmt, wie oben schon erwähnt wurde, Minix.

Wenn Linux genommen wird, dann meist weil es technisch ein paar Features 
hat, die benötigt werden und BSD nicht oder noch nicht liefern kann.

von Udo K. (udok)


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zitter_ned_aso schrieb:
> René F. schrieb:
>> Spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, wenn Firmen Linux für ihre
>> Zwecke nutzen und Entwickler einstellen welche bezahlt werden um dieses
>> Allgemeingut weiter zu pflegen.
>
> Warum nehmen sie ein Produkt mit der GPL-Lizenz und nicht eins mit der
> BSD-Lizenz?

Weil es für embedded Entwicklung keine Rolle spielt...

von Nano (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Auch in den BSDs gibt es einiges an Code, der über Firmen finanziert
> worden ist, trotzdem ist er auch dort typischerweise wieder freigegeben
> worden. Das geht auch ganz ohne Zwang durch die Lizenz. Wenn man den
> Code freigibt, wird er künftig ggf. auch von anderen mitgepflegt, und
> man muss sich bspw. bei internen API-Änderungen darum nicht mehr
> zwingend selbst kümmern.

Genau so ist es.

von A. K. (prx)


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Udo K. schrieb:
> Die Industrie hat Linux inzwischen vereinnahmt, so schaut es aus...

Unternehmen wie Redhat und Suse leben davon, bezahlten 
Enterprise-Support anzubieten. Deren Mitarbeiter bringen auch in Linux 
ein und leben davon. Siehst du darin ein Problem? Ich finde das ok.

: Bearbeitet durch User
von zitter_ned_aso (Gast)


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Udo K. schrieb:
> Weil es für embedded Entwicklung keine Rolle spielt...

Ja, ja.  Darum ist Stalmann durchgedreht und GPLv3 haben wollte.

von zitter_ned_aso (Gast)


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zitter_ned_aso schrieb:
> Stalmann

Stallman ;-)
Richard

von Welt wie sie mir gefällt (Gast)


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Walter K. schrieb:
> Also das am meisten verbreiteste OS ist nicht Linux, leider auch nicht
> BSD - sondern Minix.
> Ich zitiere mal aus wiki:
>
> "...Im August 2017 wurde durch Untersuchungen von
> Sicherheitsforschern[5] bekannt, dass die Intel Management Engine Minix
> als Betriebssystem einsetzt.[6]

Als wenn Intel-CPUs auf der Mehrzahl von Computern laufen würden, mal 
wieder die ganzen Handys, Fernseher und Co vergessen.

von Welt wie sie mir gefällt (Gast)


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zitter_ned_aso schrieb:
> René F. schrieb:
>> Spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, wenn Firmen Linux für ihre
>> Zwecke nutzen und Entwickler einstellen welche bezahlt werden um dieses
>> Allgemeingut weiter zu pflegen.
>
> Warum nehmen sie ein Produkt mit der GPL-Lizenz und nicht eins mit der
> BSD-Lizenz?

Weil dann Raffnasen den Code nicht zurück geben müssen -> Fragmentierung 
-> Bumms aus!

von Ursel (Gast)


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zitter_ned_aso schrieb:
> Dann würde es heißen, dass es Linux
> irgndwann genauso ergehen könnte wie Apple ohne Jobs. Steve.

Du meinst es wird das zweitgrößte und eines der profitabelsten 
Unternehmen der Welt?

zitter_ned_aso schrieb:
> Warum nehmen sie ein Produkt mit der GPL-Lizenz und nicht eins mit der
> BSD-Lizenz?

Einem reinen Anwender ist das erst einmal ziemlich egal. Ihr 
Kern-Know-How, nämlich die Anwendung, müssen sie ja nicht freigeben.

Wer das Betriebssystem wirklich unter Kontrolle halten will, nimmt eines 
mit einer anderen Lizenz. Das hat eben Apple, aber z.B. auch Sony für 
die Playstation getan. Beide laufen mit BSD-Systemen.

Bei Embedded-RTOS ist ebenfalls BSD- und MIT-Lizenz weit verbreitet. Mit 
GPL kann man da nichts anfangen, weil das RTOS in der Regel mit der 
Anwendung verlinkt ist.

von Emil Epsilon (Gast)


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Udo K. schrieb:

> Die Diskussion welches System sich durchgesetzt hat ist völlig müssig.

zwischen Linux und BSD ja, die Grundtheses des TO das sich eines der 
beiden durchgesetzt hätte ist somit plemplem und zeugt vom fehlenden 
Grundverständniss von Betriebssystem und Computer-Ökosphäre.

> Jede nützliche (Open Source) Anwendung läuft
> praktisch auf allen Systemen.
> Es ist damit Geschmacksache, welches OS man verwendet.
>
> Auch FreeBSD profitiert von den Linux Treibern, und dank
> Kompatibilitätslayer läuft auch jede Linux Anwendung auf FreeBSD.

Wichtiger ist eigentlich die Betrachtung von Headless systemen, Server 
und embedded, also die ohne Human-User auskommen. Da ist keinerlei 
Unterschied zwischen BSD oder Linux auszumachen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Udo K. schrieb:
> läuft auch jede Linux Anwendung auf FreeBSD

Ganz so ist es allerdings nicht, und genauso wenig wird jede 
Linux-Anwendung in Windows laufen (soweit ich es verstanden habe, machen 
sie das ziemlich ähnlich zum Linuxulator von FreeBSD). Aber ein Großteil 
läuft damit in der Tat.

Emil Epsilon schrieb:
> Da ist keinerlei Unterschied zwischen BSD oder Linux auszumachen.

Immer diese Absolut-Aussagen. Ist natürlich Quatsch: selbstverständlich 
sind Unterschiede auszumachen, genauso wie man teils massive 
Unterschiede allein zwischen den diversen Linux-Distributions-Schienen 
ausmachen kann. Je tiefer man nach unten dringt, um so größer sind 
(logischerweise) die Unterschiede, am meisten natürlich im Kernelcode 
selbst.

Allein das ganze Networking-Zeugs ist massiv unterschiedlich, zumal 
Linux da vorsätzlich (und zumindest anfangs ohne ersichtlichen Grund) 
bereits auf Kommandoebene heftige Unterschiede hinein implementiert hat. 
(Zur Erinnerung, die originale Implementierung stammte aus 4BSD, und 
praktisch alle kommerziellen Systeme haben die Kommando-Interfaces 
daraus ziemlich 1:1 übernommen.)

Beispiel gefällig? "route add" braucht unbedingt das völlig überflüssige 
Schlüsselwort "gw". "route change" gibt es gleich gar nicht. Die Angabe 
der Adressfamilie bei "netstat" benutzt "-A" statt "-f". Die Liste ließe 
sich fortsetzen, und das sind alles Dinge, die noch weit vor der 
aktuellen Entwicklung mit dem "ip"-Kommando so entschieden und 
implementiert worden sind. Wenn man zwischen den Systemen wechselt bei 
der Administration, ist das schon zuweilen nervig, dass man jedesmal nun 
drüber nachdenken muss, an welcher Art OS man sitzt. (Dass Windows das 
nochmal alles ganz anders implementiert hat, lasse ich nicht als Ausrede 
gelten.)

von DPA (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Beispiel gefällig? "route add" braucht unbedingt das völlig überflüssige
> Schlüsselwort "gw". "route change" gibt es gleich gar nicht. Die Angabe
> der Adressfamilie bei "netstat" benutzt "-A" statt "-f".

Ist das nicht eher GNU vs. BSD als Linux vs. BSD?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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DPA schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Beispiel gefällig? "route add" braucht unbedingt das völlig überflüssige
>> Schlüsselwort "gw". "route change" gibt es gleich gar nicht. Die Angabe
>> der Adressfamilie bei "netstat" benutzt "-A" statt "-f".
>
> Ist das nicht eher GNU vs. BSD als Linux vs. BSD?

Das ist eine meiner Meinung völlig überflüssige Unterscheidung. Klar 
stammt eine großer Teil des Linux-Userlands von GNU, aber ehrlich, was 
wäre GNU ohne Linux? Lassen wir das lieber. :)

In dem Falle würde ich aber schon sagen, dass das Linux ist, denn die 
Kommandos sind natürlich mit dem Netzwerkstack von Linux erst 
entstanden. Ohne einen entsprechenden Kernel hätte es im GNU-Userland 
schließlich keinen Zweck gehabt, Kommandos für die Netzwerkschicht zu 
implementieren.

von Ursel (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> was
> wäre GNU ohne Linux? Lassen wir das lieber. :)

Ach was, mit HURD haben sie doch ein ganz heißes Eisen im Feuer.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Schon seit vielen Jahrzehnten. ;-)

von Nano (Gast)


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Nächstes Jahr soll's fertig werden.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Nano schrieb:
> Nächstes Jahr soll's fertig werden.

Vor oder nach dem BER?

von A. K. (prx)


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Der letzte Stand von Hurd ist nun schon 3 Jahre alt. Ich tippe auf den 
BER. Die Frage ist eher, ob es schon vorher einen eigenen Grabstein 
bekommt, oder erst zusammen mit Stallman - "He came on a GNU and left 
with the Hurd.".

: Bearbeitet durch User
von rbx (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Jedoch fiel 386BSD
> genauso wie Linux in eine Schere hinein zwischen der immer
> leistungsfähiger gewordenen PC-Hardware auf der einen Seite und dem
> miserablen, völlig überforderten MS-DOS auf der anderen Seite, welches
> gerade mal 600 KB RAM benutzen konnte, nur jeweils 64 KiB am Stück
> ("Segment" genannt) linear adressieren konnte und auch ansonsten den
> Fähigkeiten der Hardware völlig hinterher lamentierte.

och..
https://en.wikipedia.org/wiki/DOS_extender ;)

Ich weiß auch nicht, ob dieser Vergleich so dominant gewesen sein kann, 
schließlich gab es zu Anfang der 90er noch mehrere recht 
vielversprechende, alternative Computerhardware (wie z.B. die PowerPCs 
https://de.wikipedia.org/wiki/PowerPC ). Es gab auch 
Betriebssystemdiskussionen, aber Unix kannten die wenigsten.
(nicht DOS mit Intel-Cpu verwechseln)

Ich denke auch, dass möglicherweise ein Schlüssel zur 
Spielunfreundlichkeit von Linux (außer auf Konsolen) oder die 
Berührungsängste mit Unix/Linux in solcherlei Betrachtungen liegt.
Generell kann sich ja die Professionalität hinter Unix bzw. auch Linux 
nicht so wirklich gut verstecken (HPC, Parallelcomputing uvm.)

Neulich hatte ich im Softwareauswahlfenster von Fedora unter vielen 
dubiosen Angeboten erfreulicherweise Ballerburg entdeckt. Kennt jemand 
dieses Spiel?
Auf Windows 8 habe ich eine Variante, die kann man gar nicht mehr 
ordentlich spielen, die KI (selbst die unterste Stufe) ist viel zu gut 
geworden (trifft andauernd voll auf die 12)..

von Ach, ja, traurig, traurig.. (Gast)


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> die KI (selbst die unterste Stufe) ist viel zu gut
> geworden (trifft andauernd voll auf die 12)..

Die KI entwickelt sich zum KO.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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rbx schrieb:

> och..
> https://en.wikipedia.org/wiki/DOS_extender ;)

Kenne ich.

Wenn man ein Unix kennt, ist das 'ne ziemliche Krücke dagegen. Klar, 
manches ging damit, bspw. der berühmte DJGCC.

> Ich weiß auch nicht, ob dieser Vergleich so dominant gewesen sein kann,
> schließlich gab es zu Anfang der 90er noch mehrere recht
> vielversprechende, alternative Computerhardware (wie z.B. die PowerPCs
> https://de.wikipedia.org/wiki/PowerPC ).

Aber kein MS-DOS, Unix durchaus von vornherein als potenzielles System 
eingeplant. Apple wollte ja sein altes System 7 sowieso modernisieren.

Die anderen alternativen OS-Ansätze (Acorn Archimedes, Atari und 
Commodore auf 32-bit-Systemen) waren zu dem Zeitpunkt schon eher auf dem 
absteigenden Ast.

> Es gab auch
> Betriebssystemdiskussionen, aber Unix kannten die wenigsten.

So wenige offenbar nicht. Sun, HP, DEC, IBM, alle machten sie Unix, aber 
eben auf spezieller (teurer) Hardware. (OK, DEC natürlich noch VMS.)  Es 
gab auch kommerzielle Unixe für den 80386, aber die hatten stolze Preise 
und damit tatsächlich keine Chance für einen Massenmarkt.

von rbx (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> aber die hatten stolze Preise
> und damit tatsächlich keine Chance für einen Massenmarkt.

Zusätzlich (und das wird gerne übersehen) braucht es Schulungsmaterial 
und Trainings, Wiederauffrischungskurse, Ansprechstationen oder auch 
gute Turnschuhnetzwerke.
Das dürfte einer der Gründe gewesen sein, der München den Linuxtourismus 
oder die Vorzeigestandardisierung/-Institutionalisierung gekostet hat.

An der Uni (Mitte der 90er) gab es in den Rechnerpools keine großen 
Einführungsbände, Solaris Bible (von 2009!) oder Unix/Linux-Workshops.
Es gab in den Rechenzentren einfache Einführungsbände (zum kleinen 
Preis) zum Arbeiten mit den Editoren oder mit Latex o.ä.

In den UB-Regalen, den Semesterapparaten und ähnlichen Sammlungen war in 
erster Linie Basic, Pascal, Modula, C, Assembler und Dos von allen 
Seiten und Tiefen verfügbar.
Unixbücher gab es auch..aber einführende Elemente mit ein wenig Spaß* 
hatte ich kaum gesehen. Eher indirekt. Die Rechnerpools mit den Unixen 
waren klein (so 20 Plätze) und meistens leer oder zwei drei Leute da. In 
der UB gab es später über 200 Arbeitsplätze mit Windows NT - und die 
waren später oftmals voll belegt!

Selbst die Entscheidungskosten (!) darf man nicht übersehen (z.B. 
welches Linux?). Suse und Ubuntu haben viel Arbeit oder auch gute Ideen 
(wie Ubuntu Studio, Ubuntu Forum) in die Standardisierung bzw. 
Verbreitung stecken müssen.
Wenn der Desktop, die Tastenbelegungen oder einfach nur 
Hintergrundbilder oder Maus-Bedienungselemente sich jeden Freitag (oder 
nach jedem Upgrade) ändern, dann ist das auf Dauer auch nicht so toll.

* Youtube-Video "Mary Poppins   Wenn ein Löffelchen voll Zucker"

von Nano (Gast)


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rbx schrieb:
> Wenn der Desktop, die Tastenbelegungen oder einfach nur
> Hintergrundbilder oder Maus-Bedienungselemente sich jeden Freitag (oder
> nach jedem Upgrade) ändern, dann ist das auf Dauer auch nicht so toll.

Oder wenn der Browser nach dem Downloaden eines Bildes dieses nicht mit 
dem eingestellten Standardbildbearbeitungsprogramm von der Leiste des 
Browser mit den downgeladenen Sachen öffnet, sondern ein anderes und 
dazu noch ziemlich unhandliches Bildmanipulationsprogramm nimmt.
Der Browser also die Desktopweite Konfiguration für die MIME Typen also 
einfach ignoriert und sein eigenes Ding macht.

Das ist mir heute übrigens mit Firefox unter Debian 10 Buster passiert, 
weswegen ich das erwähne.
Desktop ist KDE, eingestellter Bildbetrachter ist Gwenview und als 
Bildebearbeitungsprogramm als zweites in der Reihe ist gleich Gimp. Und 
was macht Firefox? Es öffnet mir ImageMagick. <würg>

Ja, es liegt natürlich an den Mime Einstellungen von Firefox. Trotzdem. 
Firefox sollte die Einstellungen des Desktop Environments auslesen und 
nur dann, wenn es dort nichts anderes findet, sein eigenes Ding machen.

Das man so etwas im Jahr 2020 immer noch selber alles händisch 
nachkonfigurieren muss, ist das ärgerliche an dem Thema.
Solche Kleinigkeiten sind es, warum viele wieder zu Windows wechseln.
Und mich nervt es, weil dieser Blödsinn meinen Workflow stört und nur 
Zeit kostet, weil man wieder irgendwo frickeln muss wenn man es gerade 
eilig hat.

Ich habe dann ImageMagick beendet und stattdessen den Ordner zum 
Downgeladenen Link geöffnet. Dort konnte ich dann über Dolphin Gimp 
bequem per rechtsklick starten und das Bild öffnen.
Trotzdem waren das n-Mausklicks zu viel, die vermeidbar wären und nur 
nerven.
Und ich habe eigentlich auch keinen Bock, dass jetzt in Firefox irgendwo 
in den Tiefen seiner Konfiguration umzustellen. So etwas sollte Firefox 
richtig machen oder wenigstens von der Distribution bei der Installation 
richtig eingerichtet werden.

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