Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug @Maschinenbauer, DMS


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Gerd (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
So ein Teil muss ich demnaechst als Prototypen fertigen. Die Entwickler 
fragen bei mir an, ob das so geht ... Ich fasse es nicht ;-), aber 
immerhin fragen sie. War nicht immer so.
Da ich das nie gelernt hab, sowas zu entwerfen, hab ich Bedenken mit der 
Bohrung angemeldet, die den Querschnitt einseitig schwaecht. Der 
Krafteintrag ist auch nicht unbedingt senkrecht, kann wenige Grad 
abweichen.

Sind Torsionen zu erwarten?

Danke

von Sebastian R. (lange_leitung)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hast Du vielleicht noch ein paar mehr Ansichten? So ganz 100%ig hab ich 
die Zeichnung noch nicht verstanden.
Ich würde aber sagen, dass die Kraft 90° gedreht eingeleitet werden 
sollte, um sie gut messen zu können.

Grüße
Sebastian

von Keine Zeit verschwenden (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kompensation thermischer Spannungen?
Garantierung einer langzeitstabilen Grundspannung (Abrieb, Lockerung 
schrauben)?

von Nase (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Pauschal muss das nicht falsch sein!
Je nachdem, wie die Krafteinleitung geplant ist kann das so auch gut und 
richtig sein!
Wenn es zu eng ist mit dem Bauraum und die zu messende Kraft geführt 
ist, kann man das auch so machen. Es kommt auch auf die Dimensionen des 
Ganzen an und auf die geforderten Messgenauigkeiten.

von DMS Freak (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zunächst wäre die Krafteinleitung zu kläre. Fläche, Linie, Punkt, 
Richtung

Dann die Auflagerstelle. Wenn ich das richtig interpretiere sind das 
zwei und es wird Scherung gemessen.

Je nach Dimension und Größe der Kraft wird der Werkstoff ausgesucht. 
Hoher E-Modul, niedriger E-Modul.Alu, Edelstahl. Nimm bewährte 
Werkstoffe wie 1.4542.9 oder 3.1354. Wärmebehandlung des Edelstahls 
nicht vergessen. Für Schätzeisen geht auch 42CrMo4 o.ä.

Dann berechnest du per FEM die Dehnungen an der Oberfläche und 
versuchst, lokale Überhöhungen konstruktiv auszugleichen.

Da DMS Vollbrücken einigermassen vernünftig sind, dimsionierst du den 
Verformungskörper so, dass sich ein Kennwert in der Größenodnung 1 mV/V 
ergibt.

Die Oberfläche im Bereich der DMS muss ca. Rt3 aufweisen.

Gedanken über die DMS-Anpressvorrichtung und die Prüfeinrichtung kannst 
du dir schon mal machen.

So, das war so grob die gewünschte Maschinenbauseite. DMS Kleben und 
Abgleich der Brücke sind nochmal speziell.

Und jetzt weisst du, warum du gefragt wurdest. Mein Rat: Kontaktiere 
jemanden, der das professionell macht. Ist billiger.

von Nick M. (muellernick)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Die Zeichnung ist kompletter Schwachsinn.

von Tom (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Die Zeichnung ist kompletter Schwachsinn.

Ist nicht ganz abzustreiten und warum fragen sie bei dir, wenn du es 
auch nicht weißt??

von dms-kenner (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
1. Radien einfügen! Mehr is aus der "Zeichnung" kaum zu erraten...
2. FEM Berechnung für Analyse des spannungsverlaufs...
3. Dms und dessen Position bestimmen
4. Vorrichtungen zum Anreißen, Kleben, Anpressen und evtl. Kalibrieren 
überlegen

von Gerd (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich rede morgen mit Euch.
Vielen Dank erstmal

von Gerd (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das Dingens ist etwa 12 mm dick mit einer Bohrung 3mm etwa 2,5 mm ausser 
der Mitte. Hab eine neue Zeichnung angefuegt. Die DMS sind auch nicht in 
kompletten Freifraesungen, sondern in "Taschen". Insofern war meine 
erste Zeichnung fehlerhaft. Die Krafteinleitung ist nun klar 
dargestellt.

Die DMS sind ein sehr interessantes Gebiet.

Wenn ich das 3mm Loch genau in der Mitte bohre, waere dieser Threat nie 
entstanden.

Nun ist es nicht in der Mitte.
Ich haette als erstes Torsion vermutet. Hab keine Ahnung, inwieweit es 
zu Nichtlinearitäten durch die unterschiedlichen Querschnitte kommt.

Und genau nach solchen Informationen suche ich

Danke

von dms-kenner (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das sieht nach Schub-Messung aus in den zwei Taschen.
Von einer klaren Krafteinleitung sind wir aber noch weit entfernt. Wie 
wird die Kraft eingeleitet? Schnur um den Bolzen(d.h. wirklich nur ne 
Kraft) oder eher doch ne verschraubte Schelle mit festem Gewindestift 
(d.h. Kraft und Moment)? Wie sehen die Auflager aus (feste Einspannung 
oder doch eher zwei Kugellager mir axialem Spiel)?
Gerade die Einspannung und Krafteinleitung kann einen beachtlichen 
Einfluss auf die Messung haben. Da würde ich mir über das axiale Loch 
weniger Gedanken machen. Die zwei Löcher (vmtl. zum Verdrahten) in den 
Taschen werden die Schubspannungen in den Taschen da deutlich mehr 
verzerren. Da wäre evtl. eine kleine 0,5mm tiefe Nut außen am Bolzen 
weniger störend. Da könnte man dann den Kupferlackdraht sauber drin 
verlegen und mit Coatings schützen.

Aufschluss gibt aber auch hier ein kleines FEM Bild der Schubpannungen

von Rote T. (tomate)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gibt doch bereits genug Beispiele, wie man eine Wägezelle baut, da muss 
man das Rad nicht neu erfinden. So wie die Zeichnung nach meiner 
Phantasie aussieht (Phantasie braucht man leider, da die Zeichung völlig 
unverständlich), beult das Teil sowieso eher undefiniert, als dass es 
sich messbar verbiegt.

Beispiele wie es vieleicht funktionieren könnte?
https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4gezelle

: Bearbeitet durch User
von Thilo G. (thilo_g)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Detaillierte Infos zum Einsatz von DMS sind z.B. bei Herstellern von 
Ktrestmesszellen zu finden, z.B. hier:
https://www.hbm.com/de/0112/fachbuch-eine-einfuehrung-in-die-technik-des-messens-mit-dehnungsmessstreifen/
Die hersteller beschreiben das meist etwas parxisnäher als allgemeine 
Wikis, kann nur sein, dass du dich da erst anmelden musst.

Grüße
Thilo

von dms-kenner (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nur Bitte nicht das Video von HBM zum bleifreien Löten der DMS als 
Vorbild nehmen... das Ergebnis is...naja.... gruselig

von keine Ahnung (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Tom schrieb:
> ...und warum fragen sie bei dir, wenn du es auch nicht weißt??

Heute kann jeder alles - und nichts richtig.

Da taucht schon mal einer im Bastlerforum auf, der für die Firma ein BAZ 
für 'ne 1/4 Mio. kaufen soll und holt sich die Kaufempfehlungen bei den 
Bastlern...

von Gerd (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
dms-kenner schrieb:
> Das sieht nach Schub-Messung aus in den zwei Taschen.
> Von einer klaren Krafteinleitung sind wir aber noch weit entfernt. Wie
> wird die Kraft eingeleitet? Schnur um den Bolzen(d.h. wirklich nur ne
> Kraft) oder eher doch ne verschraubte Schelle mit festem Gewindestift
> (d.h. Kraft und Moment)? Wie sehen die Auflager aus (feste Einspannung
> oder doch eher zwei Kugellager mir axialem Spiel)?

Ich weis es nicht. Hab nur die Zeichnung. Da ist die Kraft F+ , die in 
der Mitte drueckt.

von Gerd (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
keine Ahnung schrieb:
> Tom schrieb:
>> ...und warum fragen sie bei dir, wenn du es auch nicht weißt??

Weil ich der einzige bin, der sich gering damit auskennt und nun 
Bewerbungen schreibt

von L. H. (holzkopf)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gerd schrieb:
> So ein Teil muss ich demnaechst als Prototypen fertigen. Die Entwickler
> fragen bei mir an, ob das so geht ...

Irgendwie verstehe ich Dich nicht so recht. :)

Bist jetzt Du der Entwickler oder gaben Dir Entwickler eine Zeichnung 
von einem Teil, das Du anfertigen sollst?

So eine Zeichnung würde ich sofort zurückschicken, weil darin so gut wie 
alles fehlt:
- keine Abmessungen
- keine Toleranzen
- keine Materialangabe
- keine Oberflächen-Genauigkeit

Wie willst Du denn auf so einer rudimentären Basis eine Kalkulation 
abgeben können, was die Anfertigung eines Prototypen kosten wird?
Oder suchen die "Entwickler" einen Doofen, der ihnen ihre Arbeit 
abnimmt?

Wozu machst Du Dir überhaupt Gedanken darüber, ob sich das Teil 
verziehen könnte?
Ist das Dein Job oder der von den Entwicklern?

Wer soll das Material beschaffen, das bearbeitet werden soll?
Wer beschafft Material, das für Versuchs-Bohrungen, -Fräsungen usw. 
dienen soll?
Welcher Art ist das Material?
Gegossen, kalt gezogen, spannungsarm geglüht?

von Gerd (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
L. H. schrieb:
> Gerd schrieb:
>> So ein Teil muss ich demnaechst als Prototypen fertigen. Die Entwickler
>> fragen bei mir an, ob das so geht ...
>
> Irgendwie verstehe ich Dich nicht so recht. :)
>
> Bist jetzt Du der Entwickler oder gaben Dir Entwickler eine Zeichnung
> von einem Teil, das Du anfertigen sollst?

Letzteres. Ich muss es zurechtbasteln. Danach wird geguggt, ob es 
halbwegs funktioniert. Kein "Entwickler" redet mit mir, die reden nicht 
mit dem "Fussvolk", die sie mit dem Verkauf der Sensoren bezahlen.

Mit der Zeichnung (Skizze) hab ich nichts am Hut. Ist vorgegeben. D=12mm

Warum mache ich mir Gedanken darueber? Keine Ahnung.
Weil mir das Messprinzip gefaellt und die Auswertung auf analoger Seite.
Hier wird noch mit µV gearbeitet.

Ich denke, dass ich da bald weg bin. Bis dahin leiste ich mir keinen 
Fauxpas und bleibe kooperativ.

von Gerd (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gerd schrieb:
> Die Entwickler
> fragen bei mir an, ob das so geht ... Ich fasse es nicht ;-), aber
> immerhin fragen sie. War nicht immer so.

ich korrigiere mich:
das waren die Zeichner ...

von Nick M. (muellernick)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Es zeugt von unbeschreiblicher Dummheit die DMS in der Nähe der 
neutralen Faser zu haben.

von dms-kenner (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn es hier um Messung der Durchbiegung gehen würde, ja.... so zeugt 
deine Aussage eher von ....
Die Taschen werden gemacht um auf dem dünnen Trennsteg die Schubspannung 
zu messen. Hier gilt: je dünner der Steg, desto mehr Signal.

von Nick M. (muellernick)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
dms-kenner schrieb:
> um auf dem dünnen Trennsteg die Schubspannung zu messen.

Also ich sehe auf der Zeichnung nur eine Kraft. Nichts von 
Auflagerkräften. Nichts von einer starren / elastischen Einspannung. 
Insofern kann man da alles reinfantasieren.

dms-kenner schrieb:

> so zeugt deine Aussage eher von ....

Ist eher deine Aussage die von ...

von dms-kenner (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also für mich gilt das 3. Newtonsche Gesetz... aber vllt. hast du ja ne 
Ausnahme entdeckt. Glückwunsch!
Bin raus hier, außer es kommen noch Sinnvolle Fragen

von DMS Freak (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hat keinen Zweck, bin schon lange raus.

von Nick M. (muellernick)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
dms-kenner schrieb:
> Also für mich gilt das 3. Newtonsche Gesetz... aber vllt. hast du ja ne
> Ausnahme entdeckt. Glückwunsch!

Soll das jetzt die Begründung für die fehlende Einspannbedingung sein?
Dann wünsch ich viel Glück wenns weiter geht beim FEM-Gefasle ...

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.