Dioden am 7905

#6101796
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Thomas S. schrieb:
> Wäre echt super wenn mir jemand was dazu erklären könnte.

Damit dieser Teil der Schaltung neben den  -5V aus dem 7905 auch noch 
-2.1V  (3 * 0.7V der Diodenflußspannung) liefern kann. Dassit ein 
einfaches und wirtschaftliches (= wenig Bauteilkosten) Vorgehen.


Diese -5V bzw. -2.1V werden dann wohl für den Rest der (nicht 
sichtbaren) Schaltung benötigt.
Gast #6101813
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Die negativen 5 Volt werden in der Schaltung nicht weiter benötigt. Man 
will wohl nur minus 2,1 Volt erzeugen um damit die 1,25 Volt 
Restspannung vom LM317 zu eliminieren. Deswegen auch der Trimmer R3 um 
genau auf Null abgleichen zu können.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6101816
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Thomas S. schrieb:
> Hier ein Bild der gesamten Schaltung.
Ich hab das mal ein wenig gedreht und den Kontrast angepasst, damit du 
dir diese Arbeit sparen kannst.

Und jetzt stell dir mal vor, die Dioden namens R6..8 wären gebrückt. Wie 
weit kannst du dann die Spannung am Ausgang des LM317 herunterdrehen? 
Richtig: bis etwa 1,2V. Mit der negativen "Vorspannung" durch die Dioden 
kannst du die Spannung dann ganz auf 0V herunterdrehen.

Ich würde übrigens die 3 Dioden durch eine rote LED ersetzen. Sieht 
cooler aus...
Angehängte Dateien:
Gast #6101891
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Lothar M. schrieb:
> Mit der negativen "Vorspannung" durch die Dioden kannst du die Spannung
> dann ganz auf 0V herunterdrehen.

Fällt nach dem Abschalten des Trafos die Spannung an C2 schneller als an 
C1, steigt die Ausgangsspannung wieder um dies 2.1V an. Das kann bei 
eingestellten 5V an 5V Schaltkreisen mit 7.1V schon tödlich sein.

Wird das Netzteil heisser, steigt die Ausgangsspannung.

Schaltet man die Anzeige von V auf A um, fällt kurzfristig die 
Ausgangsspannung aus.

Und natürlich hat man bei so einem Deppennetzteil nicht auf X4, V5 und 
R3 verzichtet, die NUR das Rauschen verringern, und ansonsten nur 
Nachteile haben, über die der Konstrukteur natürlich nicht nachgedacht 
hat.

Also liebe Kinder, bitte nicht nachbauen, nicht so.
Gast #6101947
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Man könnte statt den 3 Dioden R6, R7 und R8 auch eine 1,2 Volt 
Spannungsreferenz-Diode an die gleiche Stelle einbauen (LM385Z-1.2), 
dann wäre die Schaltung nicht nur temperaturstabiler, sondern der 
Abgleich mit dem Trimmer R3 könnte dann auch entfallen.
Gast #6101966
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Christian S. schrieb:

> wer schreibt an die Dioden R dran und nicht D?

Das steht neuerdings in irgendeiner bekloppten Norm,
die regelt, welche Kennbuchstaben man für welche Arten
von Baugruppen und Bauteilen verwenden soll.

Leider kein Witz.


(Gottseidank haben solche Normen ja keine Gesetzeskraft,
aber die armen Lehrlinge müssen den Mist trotzdem
lernen.)
#6102008
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Roland F. schrieb:
> Hallo,
> Egon D. schrieb:
>> Leider kein Witz.
>
> Das ist nicht wirklich wahr, oder?

Doch. Schau mal bei

https://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/1204031.htm

Kennzeichnung von Betriebsmitteln nach DIN EN 81346-2:2010 (neue Norm)

*Vorherrschend ist die "Aufgabe des Betriebsmittels"*

Beispiele:

C - Speicherung von Energie - Kondensator, Festplatte , Speicher
E - Bereitstellung von Wärme - Lampen, Heizung, Heizwiderstand
K - Signale verarbeiten - Relais, Schütze, Transistor
Q - Schalten eines Flusses - Leistungstransistor, Thyristor, 
Softstarter, Leistungs-/Halbleiterschütz, Lasttrenner
R - Begrenzung - Widerstand, Diode, Drossel
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6102057
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Achim H. schrieb:
> R - Begrenzung - Widerstand, Diode, Drossel
Wikipedia meint auf https://de.wikipedia.org/wiki/EN_81346 z.B.
1
R  Begrenzung oder Stabilisierung von Bewegung oder Fluss von Energie, Information oder Material
2
RA   Begrenzen des Flusses von elektrischer Energie   Widerstand
3
                                                      Drossel
4
                                                      Diode
5

6
RB   Begrenzen des Flusses von elektrischer EnergIe   Glättungskondensator
7

8
V  Bearbeitung (Behandlung) von Materialien oder Produkten (einschließlich Vor- und Nachbehandlung)
Insofern gefallen mir da V5 und R5 auch ganz gut und regen zum 
Nachdenken an.

> Kennzeichnung von Betriebsmitteln nach DIN EN 81346-2:2010 (neue Norm)
Man sollte nicht in einem Schaltplan für eine Leiterplatte seine 
Bauteile nach einer Norm benennen, die eigentlich für Schaltschränke und 
Industrieanlagen gedacht ist.
Eine dahingehende Diskussion war bei uns relativ schnell beendet.
Gast #6102078
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Achim H. schrieb:
> Doch. Schau mal bei
>
> https://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/1204031.htm

Gut, dass es die Schaltzeichen noch gibt!

Aber auch nach dieser dort referenzierten 'Norm' ist der obige 
Schaltplan ein Graus, was die Referenzen angeht - ein wilder Mix.
Trafo, Regler, Gleichrichterdioden heißen 'T'
Andere Dioden heißen 'R' und 'V'.
Konfuser geht es nicht mehr. Ich habe nur Kopfschütteln übrig ...
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6102089
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QQ schrieb:
> Welche Norm benutzt ihr im Betrieb?
Nennen wir es "Hausnorm", damit es sich nicht so zufällig anhört. Da 
heißen dann Widerstände R von resistor, Dioden D von diode und 
Kondensatoren C von capacitor. Gleichrichterdioden heißen aber auch D 
und nicht R wie man von rectifier vermuten könnte.

An den Steckern in Richtung Maschine tauchen natürlich die X wieder 
auf...  ;-)
Gast #6102134
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Lothar M. schrieb:
> Nennen wir es "Hausnorm",

Ja, und es darf imho auch jeder eine eigene sinnvolle haben, nur sollte 
sie konsequent sein. Lästig imho ist oben, dass z.B. Dioden mit R, V und 
T in einem Plan benannt werden.
In unseren Bibliotheken waren Stecker mit X, Schalter und Tasten mit S, 
Dioden und Transistoren mit V, digitale ICs mit D, analoge mit N, LEDs 
mit H, Trafos mit T, Oszillatoren mit G, Ferritperlen mit Z und RLC so, 
wie man es gewohnt ist.
Gut, dass Dioden und Transistoren nicht unterschieden wurden, ist nicht 
besonders glücklich, es hätte schon noch freie und sinnvolle Buchstaben 
gegeben.

Christian S. schrieb:
> Gut, dann bin ich eben zu alt, um die neue Norm anzuerkennen und übe
> mich bereits im Vor- Altersstarrsinn.

Ich geselle mich zu dir :-)
Gast #6102501
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Christian S. schrieb:
> Vor- Altersstarrsinn

Diese Art dessen ist allerdings der Feind (solcher Arten) von
...Schwachsinn. (Das hast Du wirklich schön gesagt, und hast somit
wohl auch jeden vernünftig denkenden Menschen auf Deiner Seite.)

Ach Du grüne Neune schrieb:
> Man könnte statt den 3 Dioden R6, R7 und R8 auch eine 1,2 Volt
> Spannungsreferenz-Diode an die gleiche Stelle einbauen (LM385Z-1.2)

Übrigens bei BG-Electronics gerade zu haben für 29 Cent/St. (5St.).
National Semi in TO-92. Habe dort noch nie gekauft, verlockt aber.
#6104022
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Hallo Lothar,

Lothar M. schrieb:
> Thomas S. schrieb:
>> Hier ein Bild der gesamten Schaltung.
> Ich hab das mal ein wenig gedreht und den Kontrast angepasst, damit du
> dir diese Arbeit sparen kannst.
>
> Und jetzt stell dir mal vor, die Dioden namens R6..8 wären gebrückt. Wie
> weit kannst du dann die Spannung am Ausgang des LM317 herunterdrehen?
> Richtig: bis etwa 1,2V. Mit der negativen "Vorspannung" durch die Dioden
> kannst du die Spannung dann ganz auf 0V herunterdrehen.
>
> Ich würde übrigens die 3 Dioden durch eine rote LED ersetzen. Sieht
> cooler aus...

Und die Spannung einer LED ist stabiler als drei Si-Dioden in Serie. 
Dies nur, falls dies ein Kriterium ist.

Was mir auffällt ist, dass die zweite Sekundärspannung X3/X4 nur gerade 
zur Erzeugung für die negative Spannung benötigt wird und diese für nur 
einen sehr niedrigen Strom.

Man kann diese negative Spannung auch aus X1/X2 erzeugen, 
einweggleichrichten, glätten und mittels Bandgap-Referenz eine 
hochstabile negative Spannung erzeugen.

Bild 7 zeigt eine etwas andere LM317-Netzteilschaltung und Bild 8 die 
zugehörige Gleichrichterschaltung mit negativer stabiler Zusatzspannung 
mittels Bandgap-Referenz LM385-2.5. Anstelle mit 2.5VDC gibt es auch 
LM358-1.2 mit 1.5VDC.

http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/bilder/lm317_07.gif

http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/bilder/lm317_08.gif

Quelle:
  "LM317 runter bis Null Volt und frei definierbare Strombegrenzung"
     http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/lm317.htm


Gruss
Thomas

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