Hallo zusammen,
ich habe ein Verständnisproblem. Ich habe einen AMS1117 an einen Arduino
GPIO (Eingang) geschaltet. Der AMS1117 soll eine Spannung von 6V auf
3.3V runterregeln und diese Spannung möchte ich mit dem Arduino digital
(HIGH / LOW) erfassen.
Jetzt meine Frage: Müsste ich nicht auch einen Vorwiderstand vor den
GPIO setzen? Sonst dürfte der Arduino doch vom AMS1117 beliebig Strom
ziehen?
Vielen Dank, Grüße "Watt is los".
Watt is los schrieb:> ich habe ein Verständnisproblem. Ich habe einen AMS1117 an einen Arduino> GPIO (Eingang) geschaltet. Der AMS1117 soll eine Spannung von 6V auf> 3.3V runterregeln und diese Spannung möchte ich mit dem Arduino digital> (HIGH / LOW) erfassen.
Beschreib doch mal die Aufgabe, nicht deine Lösung dafür.
> Jetzt meine Frage: Müsste ich nicht auch einen Vorwiderstand vor den> GPIO setzen? Sonst dürfte der Arduino doch vom AMS1117 beliebig Strom> ziehen?
Warum?
Wenn Vcc des Andruiden auf mindestens 3,3V st, dann sind die 3,3V am
GPIO im erlaubten Bereich und es fließt bestenfalls ein winziger
Leckstrom.
hinz schrieb:> Für Signale nimmt man keinen Spannungsregler.
Weil der Spanungsregler im Grunde verzweifelt versucht, 3,3V am Ausgang
zu halten. Er ist nicht dafür spezifiziert, dort auch mal 0V auszugeben.
Watt is los schrieb:> Schon klar. Ist aber ein kurzer Impuls (100ms) von einer Relais-Spule.> Für mich also ein Signal auch wenn es das nur indirekt ist.
Für mich hört sich das nach "Vorwiderstand und 2 Dioden nach Vcc und
GND" an...
Lothar M. schrieb:> Beschreib doch mal die Aufgabe
Am besten mit Schaltplan und so.
Watt is los schrieb:> Schon klar. Ist aber ein kurzer Impuls (100ms) von einer Relais-Spule.> Für mich also ein Signal auch wenn es das nur indirekt ist.
Das war die Antwort auf.....
hinz schrieb:> Für Signale nimmt man keinen Spannungsregler.
Zur Erklärung:
Ich habe ein 2-Spuliges bistabiles Relais (HFD2/005 S L2) welches mit 6V
an einer Spule "gezogen" wird. Dieses "anziehen" des Relais möchte ich
mit dem mU erfassen. Daher habe ich parallel zur Spule einen AMS1117
eingebaut der mir die 3.3V an den GPIO vom mC weitergibt.
Watt is los schrieb:> Ich habe ein 2-Spuliges bistabiles Relais (HFD2/005 S L2) welches mit 6V> an einer Spule "gezogen" wird. Dieses "anziehen" des Relais möchte ich> mit dem mU erfassen. Daher habe ich parallel zur Spule einen AMS1117> eingebaut der mir die 3.3V an den GPIO vom mC weitergibt.
Und wie hinz gesagt hat: für sowas nimmt man keine Spannungsregler.
Dein AMS1117 benötigt z.B. einen Mindeststrom von 10mA. Also musst du
ihm mindestens eine Last von 3,3V/10mA=33Ohm dazuschalten, sonst regelt
er die Spannung evtl nicht auf die gewünschten 3,3V ein.
Der vorgeschlagene Vorwiderstand samt Dioden auf die Versorgung oder ein
Spanungsteiler (ggf. auch samt Dioden) erledigen die Aufgabe besser und
mit weniger Aufwand und geringerem Stromverbrauch als dein
Spannungsregler.
hinz schrieb:> Für Signale nimmt man keinen Spannungsregler.
mal nachgefragt, würde nicht ein kleiner Kondensator auf einen PC pin
change Interrupt genügen?
Joachim B. schrieb:> würde nicht ein kleiner Kondensator auf einen PC pin> change Interrupt genügen?
So wie du das beschreibst ist das mal so richtig guter
Pfusch-Käse.
Achim S. schrieb:> Der vorgeschlagene Vorwiderstand samt Dioden auf die Versorgung oder ein> Spanungsteiler (ggf. auch samt Dioden) erledigen die Aufgabe besser und> mit weniger Aufwand und geringerem Stromverbrauch als dein> Spannungsregler.
Wie sähe der denn aus wenn die Spule einen Widerstand von 168 Ohm hat?
Also es kommen 6V vom L7806 (ja der ist nicht effizient, ist aber in dem
falle Wurscht) und die 6V gehen in die Relais-Spule. Wenn ich nun einen
Spannungsteiler parallel schalte...müsste ich den Widerstand der Spule
mit einrechnen.
Schade dass es der AMS1117 nicht tut.
Watt is los schrieb:> Schade dass es der AMS1117 nicht tut.
Ja, nun, er wird halt ausserhalb der Spezifikation betrieben, und da
kann alles Mögliche passieren...
> Wenn ich nun einen Spannungsteiler parallel schalte...müsste ich den> Widerstand der Spule mit einrechnen.
Nimm einfach 2 Stück 4k7 Widerstände und fertig.
Die Masse von den 6V und die Masse vom Andruiden sind aber schon gleich?
Und den Schaltplan hast du auch schon gemalt? Dann könntest du den ja
mal posten.
Das Relais wird ja von irgendwo angesteuert - kann man damit
keine Kontrolllogik aufbauen und wozu das Ganze ?
Um zu erkennen ob ein Relais angezogen/geschaltet hat,gibt
es andere Möglichkeiten.
Ansonsten stimme ich den Vorredner zu: nimm einen Spannungsteiler.
Andreas S. schrieb:> nimm einen Spannungsteiler.
Nur eben die Frage welche da sinnvoll ist.
Lothar M. schrieb:> Nimm einfach 2 Stück 4k7 Widerstände und fertig.
Habe ich mit einem Tool simuliert. Der Anker vom Relais (alle Werte
gemäß den Bauteilen verwendet) wird nicht gezogen.
Lothar M. schrieb:> Die Masse von den 6V und die Masse vom Andruiden sind aber schon gleich?
Ja.
Lothar M. schrieb:> Und den Schaltplan hast du auch schon gemalt? Dann könntest du den ja> mal posten.
Habe ich vorhin schon versucht, aber mit meinem Tool kann ich die
Step-Downs nicht einfügen. Ich kann es trotzdem mal anhängen. Habe
einfach mal PNP's als Step-Down-Ersatz eingefügt und beschriftet.
PS: Habe den AMS1117 mal in die Platine eingelötet und funktioniert
soweit ohne Probleme. Der GPIO erkannt sauber dass das Relais gerade
geschaltet wird.
Als Hintergrund noch: Ich möchte einen Taster für das elektrische
Einschalten (Relais/Spule A) und das logische Ausschalten (Relais/Spule
B über den Arduino / ESP32) umsetzen. Daher die etwas unkonventionelle
Schaltung. Nachdem der Taster also los gelassen wurde macht der Arduino
seine Feierabend Aufgaben und kappt seine Stromversorgung über NPN+PNP
Transistor an Spule B. Das klappt auch soweit. War mir nur wegen einem
eventuellen Vorwiderstand am GPIO unsicher. Aber klappt. Danke allen!
Watt is los schrieb:> PS: Habe den AMS1117 mal in die Platine eingelötet und funktioniert> soweit ohne Probleme. Der GPIO erkannt sauber dass das Relais gerade> geschaltet wird.
Das reicht aus. Lass das Gebastel so.
Aber du solltest für diese Schaltung nicht das Adjektiv "sauber"
verwenden.
Lothar M. schrieb:> Aber du solltest für diese Schaltung nicht das Adjektiv "sauber"> verwenden.
;o) Immer noch mal einen mitgeben. Habe ich aber nicht....nur dass die
Erkennung sauber klappt. Ich hatte vorher auch einen Spannungsteiler
verwendet...das klappte aber nicht. Daher habe ich den Linearregler in
Betracht gezogen.
Watt is los schrieb:> Habe ich aber nicht....nur dass die Erkennung sauber klappt. Ich hatte> vorher auch einen Spannungsteiler verwendet...das klappte aber nicht.
Das würde ich aber mal näher untersuchen. Denn ich habe weltweit
hundertausende Eingänge in ähnlicher Art und da geht das mit dem
Spanungsteiler.
> das klappte aber nicht.
Hast du dann mit den Schultern gezuckt und das so hingenommen? Oder hast
du mal ein Multimeter zur Hand genommen und dieses unerklärliche
Fehlverhalten untersucht?
Denn wenn du z.B. den Pin falsch konfiguriert hast z.B. als Ausgang und
dort Low ausgibst, dann ist es klar, dass die Spannungsteilerlösung
versagt. Die Lösung mit dem Spannungsregler wird aber funktionieren und
einfach genug Strom zur Verfügung stellen, dass da ein High rauskommt.
Der Controller wird dann halt ein wenig warm...
Watt is los schrieb im Beitrag #6101950
Lothar M. schrieb:> Warum?> Wenn Vcc des Andruiden auf mindestens 3,3V st, dann sind die 3,3V am> GPIO im erlaubten Bereich und es fließt bestenfalls ein winziger> Leckstrom.
Wie willst du das sicher stellen?
Solange nicht sicher gestellt ist, dass die Versorgungsspannung
eingeschaltet und der GPIO als Eingang konfiguriert ist, gibt es ein
Problem.
Watt is los schrieb:> Wenn ich nun einen> Spannungsteiler parallel schalte...müsste ich den Widerstand der Spule> mit einrechnen.
Nein, muss du nicht. Der Spannungsteiler liegt parallel zu Spule, genau
wie jetzt dein AMS1117 parallel zu Spule liegt. Den Spulenwiderstand
muss du nirgends mit reinrechnen. Du musst nur rechnen, wie du V auf
3,3V runterteilst.
Watt is los schrieb:> Ich hatte vorher auch einen Spannungsteiler> verwendet...das klappte aber nicht.
Dann zeigt mal den Schaltplan mit Teiler - da muss was falsch gewesen
sein wenn es nicht klappte.
Watt is los schrieb:> Habe ich mit einem Tool simuliert. Der Anker vom Relais (alle Werte> gemäß den Bauteilen verwendet) wird nicht gezogen.
Dann hast du es falsch simuliert: es ist der Relaisspule mit Sicherheit
egal, wenn parallel zu ihr zwei 4k7-Widerstände in Serie liegen.
In deinem Schaltbild oben steuerst du die Relaisspule mit einem
mechanischen Taster. Wenn das auch in der Realität so ist, dann erzeugt
die Spule beim Abschalten eine negative Induktionsspannung. Die wird
zwar vom 7806 auf einen kleinen Wert begrenzt, aber ein Spannungsteiler
wäre bei negativen "Eingangsspannungen" ebenfalls sicherer als dein
AMS1117.
Tschuldigung für den Verschreiber:
Achim S. schrieb:> Du musst nur rechnen, wie du V auf> 3,3V runterteilst.
das sollte natürlich heißen "wie du 6 V auf 3,3 V runterteilst"
Watt is los schrieb:> ams1117-fix-gemacht.pngAchim S. schrieb:> In deinem Schaltbild oben steuerst du die Relaisspule mit einem> mechanischen Taster. Wenn das auch in der Realität so ist, dann erzeugt> die Spule beim Abschalten eine negative Induktionsspannung. Die wird> zwar vom 7806 auf einen kleinen Wert begrenzt ...
Welcher Datenblattangabe entnimmst du, dass der 7806 negative Spannungen
an seinem Ausgang begrenzt und dies ein zulässiger Betriebszustand für
den Spannungsregler ist?
Groß ist die entstehende Induktionsspannung allerding nicht. Sobald sie
einen Wert von ca. 0.7V erreicht hat, wird die Diode leitend und der
Anlaß zur Erzeugung einer Induktionsspannung, i.e. die kräftige
Stromänderung, hat sich erledigt, weil der Strom über die Diode dann
weiter fließen kann.
Achim S. schrieb:> Dein AMS1117 benötigt z.B. einen Mindeststrom von 10mA.
Das halte ich für Unfug.
Lothar M. schrieb:>> Schade dass es der AMS1117 nicht tut.> Ja, nun, er wird halt ausserhalb der Spezifikation betrieben, und da> kann alles Mögliche passieren...
Ausserhalb welcher Spec?
Datenblatt Seite 2:
Output Voltage AMS1117-3.3: 0 ≤ IOUT ≤ 1A , 4.75V ≤ VIN ≤ 12V
Ob das sinnvoll ist oder "man es nicht macht", steht auf einem anderen
Blatt - ich sehe nicht, weshalb es nicht funktionieren sollte.
Am Port des µC muß allerdings ein Widerstand nach GND dran, der
LM1117-33 ist keine definierte Senke.
Watt is los schrieb:> ams1117-fix-gemacht.png
Mann-o-Mann bastelt ihr euch was zusammen.
Fehlt es echt dermassen an Grundlagen ?
BEIDE Spannungsregler sind eher fehl am Platze.
Und die Schaltung ein einziger Kurzschluss.
Also nochmal von vorne. Billige Widerstände reichen.
Manfred schrieb:> Achim S. schrieb:>> Dein AMS1117 benötigt z.B. einen Mindeststrom von 10mA.>> Das halte ich für Unfug.
Das ist egal.
Entscheidend ist, was der Hersteller im Datenblatt dazu zu sagen hat und
der schreibt dort (S.3) "Minimum load current is defined as the
minimum output current required to maintain regulation. When 1.5V
≤ (VIN - VOUT) ≤ 12V the device is guaranteed to regulate if the
output current is greater than 10mA."
Bla schrieb:> Ein paar Milliampere werden wohl in die Klemmdioden des Inputs fließen.
Warum sollten irgendwelche Milliampere durch die Klemmdioden fließen,
wenn sich die Spannung am GPIO im lt. Datenblatt zulässigen Bereich
befindet.
Wie Dioden funktionieren, weißt du?
Liegt die Spannung denn bei <3V3 ?
Wissen wir das ?
Regelt der Regler ohne Laststrom ? Nach deinen eigenen Angaben wohl
nicht .
Oder regelt er nicht weil er keine Mindestlast hat, läßt die
Ausgangsspannung ansteigen und erzeugt damit einen Stromfluß durch die
Klemmdioden?
Wäre mal spannend zu sehen wie hoch die Spannung am IO-Pin wirklich ist.
Nils schrieb:> Regelt der Regler ohne Laststrom ? Nach deinen eigenen Angaben wohl> nicht .
Das Lesen von Datenblättern ist nicht so dein Stärke?
Ich habe das Datenblatt zitiert und dort schreibt der Hersteller, dass
er ab dem angegebenen Laststrom dafür garantiert, dass der Regler dann
sauber arbeitet. Über das Verhalten bei anderen Bedingungen ist an der
Stelle keine Aussage gemacht. Unter Electrical Characteristics findest
du auch ein paar Angaben zu I_out = 0 mA.
Das setzt aber eine vernünftige Beschaltung des Reglers voraus.
Unter Application Hints ist ein notwendiger Ausgangskondensator genannt
und für stabiles Arbeiten unter allen Betriebsbedingungen ein Wert von
22µF empfohlen.
Den sehe ich im "Schaltplan" des TO überhaupt nicht. Und ob der TO einen
Arduino verwendet, dessen GPIO mit den durch den Kondensator
verschliffenen "Schalt"-flanken (speziell den fallende Flanke)
vernünftig umgehen kann, wird das Datenblatt des dort verwendeten µCs
wissen.
Vielleicht neigt der Regler ohne Kondensator zu munterem Schwingen ...
Ich habe neulich erst (in Zusammenhang mit Sleep Modi) darauf
hingewiesen, dass der AMS1117 bei zu geringer Belastung Überspannung
ausgibt. Das kann man nicht nur zwischen den Zeilen aus dem Datenblatt
heraus lesen, ich habe mich dessen per Versuch vergewissert.
Ich habe zwei Kinder - Teenager. Die wollen ihre eigenen Erfahrungen
machen und Papas Ratschlag erst hören, wenn die Kacke bereits am dampfen
ist. Als Eltern gewöhnt man sich daran.
Kleine Anekdote zur Erheiterung: Im Dezember bot ich meiner Tochter an,
Glühwein zu probieren. Sie reagierte sehr empört, was mir den einfallen
würde, einer (fast) 16 jährigen Alkohol anzubieten. Zwei Nächte später
rief mich jemand an, ob ich sie von der Silvesterparty abholen könne,
weil sie sich voll gekotzt und ein geschissen hat. Danach hat sie
freiwillig 40 Stunden im Bett verbracht.
Mein Tipp an die Diskussionsteilnehmer: Kommt runter. Von solchen
Dummheiten geht die Welt nicht unter.
Manfred schrieb:> Ausserhalb welcher Spec?> Datenblatt Seite 2:> Output Voltage AMS1117-3.3: 0 ≤ IOUT ≤ 1A , 4.75V ≤ VIN ≤ 12V
Was macht er also bei 0V?
Richtig: nicht spezifiziert.
Und am Besten wird es dann, wenn die 6V am Relais und damit potente 3 3V
am IO Pin anliegen, der Andruide selbst aber keine Versorgung hat. Dann
wird der uC und alles, was an dessen Vcc hängt, über die Schutzdiode des
IO Pins versorgt.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Teenager. Die wollen ihre eigenen Erfahrungen machen
Blöd, wenn sie dabei das Falsche lernen:
Spannungsteiler taugen nicht zur Pegelanpassung! Mann muss
Spannungsregler nehmen, das funzt!
Lothar M. schrieb:> Blöd, wenn sie dabei das Falsche lernen:> Spannungsteiler taugen nicht zur Pegelanpassung! Mann muss> Spannungsregler nehmen, das funzt!
Er wird schon noch merken, dass das nicht immer wie gewollt
funktioniert.
Lothar M. schrieb:> Blöd, wenn sie dabei das Falsche lernen:
Auch von diesem eher seltenen Fall geht die Welt nicht unter. Es gibt
genug Leute, die eine Pegelanpassung auch mit z.B. einem Spannungsteiler
hin bekommen. ;-)