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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug elektrische Bremse Kappsäge Metabo KS 305 Plus


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von Richard K. (Firma: RK-HPD e.U.) (rk-hpd)


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Ich habe eine Kappsäge von Metabo KS305 Plus.

Mich stört beim Sägen das lange Nachlaufen des Sägeblattes. Das 
Sägeblatt inkl. Schutzhaube fährt ja federbelastet wieder in die 
Ausgangsstelllung zurück. Somit kann eigentlich nichts passieren, wenn 
man darunter schon mit den Händen an den Holzabschnitten herumfummelt. 
Jedoch wäre mir lieber wenn das Sägeblatt bereits still stehen würde. 
Bei meiner Oberfräse von Festool ist eine Bremse verbaut, genial zum 
Arbeiten.

Wie kann ich eine (elektrische) Bremse bei Metabo KS305 Plus (230V AC 
Bürstenmotor) nachrüsten, welche Möglichkeiten gibt es?

von Magnoval (Gast)


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Bastellösung:
ein Hubmagnet mit Rückholfeder, der im stromlosen Zustand ein stück Filz 
gegen das Sägeblatt drückt.

von Walter K. (walter_k488)


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von g457 (Gast)


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..oder Wirbelstrombremse.

von Martin S. (sirnails)


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Walter K. schrieb:
> https://www.klibo.de/bremsen_starterschuetz.html?L=0

Das Teil klingt ja ganz gut :-)

Leider hat es keine Einschaltstrombegrenzung. Das fehlt zumindest bei 
meiner Metabo Kappsäge. Da reißt der Motor das Blatt so dermaßen an, 
dass es für mich nur eine Frage der Zeit ist, bis der Motor das 
zeitliche segnet.

von Saeger (Gast)


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Richard K. schrieb:
> Ich habe eine Kappsäge von Metabo KS305 Plus.
>
> Mich stört beim Sägen das lange Nachlaufen des Sägeblattes.


Keine luerick bitte!


Frage 1: liegt ein Defekt vor:

Frage 2: Entspricht die Nachlaufzeit den Hersteller Angaben?

Beitrag #6103779 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Martin S. (sirnails)


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Saeger schrieb im Beitrag #6103779:
> luerick

Bitte wie bitte was?

von Fachmann (Gast)


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Denke es ist Lautschrift. Ich verstand es sofort.

von Richard K. (Firma: RK-HPD e.U.) (rk-hpd)


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Magnoval schrieb:
> Bastellösung:
> ein Hubmagnet mit Rückholfeder, der im stromlosen Zustand ein stück Filz
> gegen das Sägeblatt drückt.

An diese Lösung dachte ich auch schon, habe aber in anderen Foren 
gelesen, dass man niemals das Sägeblatt selbst bremsen soll, nur den 
Motor. Begründung: Sägeblatt könnte sich lösen. Ist für mich aber nicht 
nachvollziehbar. Man bremst ja nur und dreht nicht in die Gegenrichtung.


Martin S. schrieb:
> Walter K. schrieb:
>> https://www.klibo.de/bremsen_starterschuetz.html?L=0
>
> Das Teil klingt ja ganz gut :-)
>
> Leider hat es keine Einschaltstrombegrenzung. Das fehlt zumindest bei
> meiner Metabo Kappsäge. Da reißt der Motor das Blatt so dermaßen an,
> dass es für mich nur eine Frage der Zeit ist, bis der Motor das
> zeitliche segnet.

Laut Hersteller ist die Bremse für: "Diese Steuerplatine mit 
Starter-Relais und integrierter Bremssteuerung kommt bei 
1Ph-230V-Wechselstrom-Kondensatormotoren mit Leistungen < 3,0kW zum 
Einsatz."

Funktioniert die Steuerung auch mit Bürstenmotoren?

von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


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Hallo Richard,

Richard K. schrieb:
> Magnoval schrieb:
>> Bastellösung:
>> ein Hubmagnet mit Rückholfeder, der im stromlosen Zustand ein stück Filz
>> gegen das Sägeblatt drückt.
>
> An diese Lösung dachte ich auch schon, habe aber in anderen Foren
> gelesen, dass man niemals das Sägeblatt selbst bremsen soll, nur den
> Motor. Begründung: Sägeblatt könnte sich lösen. Ist für mich aber nicht
> nachvollziehbar. Man bremst ja nur und dreht nicht in die Gegenrichtung.

Vom Drehmoment (bzw. seinem Vorzeichen) her macht das aber keinen 
Unterschied, nur das der Betrag ggf. etwas geringer ist.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

von g457 (Gast)


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>> Man bremst ja nur und dreht nicht in die Gegenrichtung.
>
> Vom Drehmoment (bzw. seinem Vorzeichen) her macht das aber keinen
> Unterschied, nur das der Betrag ggf. etwas geringer ist.

Wenn man genau überlegt, dann stellt man fest, dass die "Bremsrichtung 
am Sägeblatt" ganzgenauexakt die selbe ist als würde man die Säge in 
z.B. ein Stück Holz versenken (um selbiges zu zersägen). Wer eine 
Kreissäge baut, bei der sich das Sägeblatt beim Sägen per Design löst, 
der hat irgendwie was falsch verstanden.

Wenn man dagegen die Welle (ruckartig) anhält, ∗dann∗ könnte sich bei 
falschem Design das Blatt der Trägheit wegen lösen.

Ich bin weiterhin für die Wirbelstrombremse.

von Richard K. (Firma: RK-HPD e.U.) (rk-hpd)


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g457 schrieb:
> Wenn man dagegen die Welle (ruckartig) anhält, ∗dann∗ könnte sich bei
> falschem Design das Blatt der Trägheit wegen lösen.

zb. beim Einklemmen des Sägeblattes im Holz, hat sich aber auch da noch 
nie gelöst.


g457 schrieb:
> Ich bin weiterhin für die Wirbelstrombremse.

Wir haben eine Wirbelstrombremse (Retarder) bei unserem 75kw Traktor 
aufgebaut, ab wie ich dass bei einer Kappsäge umsetzen soll, da muss ich 
mich erst einlesen. Direkt am Sägeblatt (Rotor) bremsen?

von g457 (Gast)


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>> Wenn man dagegen die Welle (ruckartig) anhält, ∗dann∗ könnte sich bei
>> falschem Design das Blatt der Trägheit wegen lösen.
>
> zb. beim Einklemmen des Sägeblattes im Holz, hat sich aber auch da noch
> nie gelöst.

Natürlich nicht, weil da bremst Du ja nicht an der Welle sondern am 
Blatt. Wirkungsäquivalent zu z.B. Holz schneiden, da bremst Du auch am 
Blatt. "Welle anhalten" dagegen heisst "Welle anhalten", nicht "Blatt 
anhalten".

> Direkt am Sägeblatt [..] bremsen?

Würde ich versuchen, ja.

von 1234567890 (Gast)


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Richard K. schrieb:
> Wie kann ich eine (elektrische) Bremse bei Metabo KS305 Plus (230V AC
> Bürstenmotor) nachrüsten, welche Möglichkeiten gibt es?

Ist die Sägeblattverschraubung auch so gestaltet, dass ich das Sägeblatt 
beim Abbremsen nicht lösen kann? (d.h. verdrehsicher; Bei den ortsfesten 
Formatkreissägen gibt es hiefür eine formschlüssige Verbindung zwischen 
Sägeblatt und Sägewelle. -- zwei kleine Bolzen, die in entsprechende 
Löcher im Sägeblatt eingreifen.)
Auch darüber sollte man zumindest nachdenken, wenn man ein Bremse 
nachrüsten will.

von c r (Gast)


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1234567890 schrieb:
> Ist die Sägeblattverschraubung auch so gestaltet, dass ich das Sägeblatt
> beim Abbremsen nicht lösen kann?

Wie bereits erläutert wurde, würde es sich dann auch beim Sägen lösen.

von 1234567890 (Gast)


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c r schrieb:
> Wie bereits erläutert wurde, würde es sich dann auch beim Sägen lösen.

Nein. Warum sollte es das denn tun?

Ich gehe natürlich von einem Bremsen der Sägewelle aus. Das erscheint 
mir als der bei weitem professionellere Ansatz.
Nur Bastlermaschinen der allerbilligsten Preisklasse dürften das 
Sägeblatt direkt abbremsen. -- Und hier muss man sich wahrlich nicht 
inspirieren lassen.

von Richard K. (Firma: RK-HPD e.U.) (rk-hpd)


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1234567890 schrieb:
> Ist die Sägeblattverschraubung auch so gestaltet, dass ich das Sägeblatt
> beim Abbremsen nicht lösen kann?

Nein, leider nicht, Sägeblatt wird nur geklemmt, nicht formschlüssig.

g457 schrieb:
> Wirkungsäquivalent zu z.B. Holz schneiden, da bremst Du auch am
> Blatt.

Stimmt, ob die Bremse das Blatt bremst oder das Holz, ist dasselbe.

von Richard K. (Firma: RK-HPD e.U.) (rk-hpd)


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Habe jetzt probeweise probiert, dass Sägeblatt mit einem Hubmagnet zu 
bremsen. Erfolgreich!

Nachlaufzeit ohne Hubmagnet (Freilauf) 7Sek.
Nachlaufzeit mit Hubmagnet und Rückstellfeder sowie Gummipuffer 5Sek.

Bei richtiger Auslegung ist da noch Luft nach oben.


Die Wirbelstrombremsvariante wollte ich ebenfalls probieren, allerdings 
besitzen meine Elektromagneten nicht die richte Polung, auch denke ich, 
dass die Ansteuerung deutlich aufẃendiger umzusetzen ist als beim 
Hubmagnet.

Werde mir jetzt einen passenden Hubmagnet 230V AC besorgen und das 
Ergebnis dann posten.

Offene Frage wäre noch: Welches Material eignet sich am besten zum 
Bremsen des Sägeblattes?

von Dirk L. (garagenwirt)


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Richard K. schrieb:
>
>
> Offene Frage wäre noch: Welches Material eignet sich am besten zum
> Bremsen des Sägeblattes?

Original Bremsbelag
Es gab zum Beispiel mal Trommelbremsbeläge als Meterware, oder man sucht 
sich welche die noch zum Aufnieten gedacht sind. Oder man sägt sich 
einen sonstige Bremsbelag passend

von Martin S. (sirnails)


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Ich würde es mit Kork probieren. Ist zumindest nicht so giftig, wie das 
Herumfeilen an Bremsbelägen!

Oder ein Fahrrad-Bremsbelag.

: Bearbeitet durch User
von ??? (Gast)


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Dirk L. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>>
>>
>> Offene Frage wäre noch: Welches Material eignet sich am besten zum
>> Bremsen des Sägeblattes?
>
> Original Bremsbelag
> Es gab zum Beispiel mal Trommelbremsbeläge als Meterware, oder man sucht
> sich welche die noch zum Aufnieten gedacht sind. Oder man sägt sich
> einen sonstige Bremsbelag passend

Uahhh, Aschbest...

von Udo S. (urschmitt)


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Martin S. schrieb:
> Ist zumindest nicht so giftig, wie das
> Herumfeilen an Bremsbelägen!

Asbest haben die schon lange nicht mehr

Martin S. schrieb:
> Oder ein Fahrrad-Bremsbelag.

Die Idee ist gut

Die Metabo "KGS XXX Plus" Sägen haben sowohl Sanftanlauf als auch Bremse 
eingebaut. Kosten halt auch entsprechend mehr.

Was ich ziemlich anspruchsvoll finde: Die Sägen können jeweils in beide 
Richtungen auf Doppelgärung bis über 45° eingestellt werden. Der 
Bremsanbau sollte da nirgends im Weg sein.

Keine Ahnung ob man bezahlbar ein Elektronikmodul der KGS Plus Modelle 
an eine KS anschliessen kann und ob das halbwegs preiswert zu beschaffen 
ist.

von Martin S. (sirnails)


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Udo S. schrieb:
> Asbest haben die schon lange nicht mehr

Glaube ja nicht, dass die Substitute "gesünder" sind...

von Richard K. (Firma: RK-HPD e.U.) (rk-hpd)


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Martin S. schrieb:
> Oder ein Fahrrad-Bremsbelag.

Ja, klingt gut, Hubzylinder ist bereits unterwegs. Fahrrad-Bremsbelag 
wird bestellt.

Udo S. schrieb:
> Keine Ahnung ob man bezahlbar ein Elektronikmodul der KGS Plus Modelle
> an eine KS anschliessen kann und ob das halbwegs preiswert zu beschaffen
> ist.

Möglich, aber auf Gut Glück? Da warte ich mal das Ergebnis der 
Hubzylindermethode ab.

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