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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LED-Streifen verstehen


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von Stefan M. (beefjerky)


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Hallo, alle zusammen!

Ich habe mir gerade einen alten LED-Streifen aus weißen LEDs im Format 
3535 etwas genauer angeguckt. Der Streifen wird mit einem 12V Netzteil 
betrieben. Immer nach drei LEDs könnte man den Streifen durchschneiden 
und jeweils zu drei LEDs gehört ein Widerstand (131, 130 Ohm?). Und es 
ist dieser Widerstand, den ich nicht verstehe.

Der ist doch eindeutig parallel zu den den LEDs geschaltet, oder nicht? 
Ich kenne natürlich die elektrischen Parameter der LEDs nicht, habe aber 
mal nach solchen LEDs geguckt und nehmen wir mal an die 
Durchlassspannung beträgt 3.4 V und ein guter Strom wäre 65 mA, dann 
bräuchte ich bei 12 V Versorgungsspannung tatsächlich einen 130 Ohm 
Widerstand, allerdings pro LED und in Reihe. Aber so ist das hier ja 
eindeutig nicht gemacht! Also wären meine Fragen, wie funktioniert hier 
die Strombegrenzung für die LEDs? Und welche Aufgabe hat der Widerstand?

Vielen Dank,
Stefan

von Guest (Gast)


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Zu 99.995% 3 LEDs in Reihe zusammen mit dem Widerstand an 12V?

Montag ist doch erst morgen...

von HildeK (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Und es
> ist dieser Widerstand, den ich nicht verstehe.
>
> Der ist doch eindeutig parallel zu den den LEDs geschaltet, oder nicht?

Das kann man auf den Fotos eh nicht erkennen und es wird auch so nicht 
sein. Üblicherweise sind die drei LEDs und der Widerstand in Reihe 
geschaltet und an 12V betrieben. Daher gibt es auch nur eine 
Trennmöglichkeit nach jeweils drei LEDs.
130Ω, eine LED und 12V ergeben 60-70mA. Die LEDs werden höchstens mit 
20mA maximal betrieben. Und das passt auch: (12V-3*3.4V) / 130Ω = 14mA, 
wenn die LEDs nur 3.2V haben, sind es 18mA.

von Route_66 H. (route_66)


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Stefan M. schrieb:
> Der ist doch eindeutig parallel zu den den LEDs geschaltet, oder nicht?

Wie kommst Du auf diese abwegige Gedanken?
Die räumliche Anordnung hat noch nie etwas über die technische Anordnung 
ausgesagt - außer bei der Freiluftverdrahtung z.B. in einem Röhrenradio.

von Georg M. (g_m)


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Stefan M. schrieb:
> und nehmen wir mal an die Durchlassspannung beträgt ...

Den Spannungsabfall kann man auch messen. Mit einem Multimeter. Ja.

von c r (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Der ist doch eindeutig parallel zu den den LEDs geschaltet, oder nicht?

Nö. Schau dir die Rückseite des Streifens an, dann siehst du es

von Stefan M. (beefjerky)


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Route_66 H. schrieb:

> Wie kommst Du auf diese abwegige Gedanken?

Ich habe eine Taschenlampe hinter den ausgeschalteten Streifen gehalten, 
um die Leiterbahnen zu sehen. Zwischen dem Widerstand und der dritten 
LED kann ich auch keine Verbindung erkennen (DSC_6114.jpg), die auf eine 
Reihenschaltung hindeutet. Allerdings ist zwischen der ersten und 
zweiten LED eine Art Verbindung zwischen den äußeren "Leiterbahnen" zu 
sehen (DSC_6115.jpg). Aber gut, wahrscheinlich handelt es sich bei den 
Schatten nicht um die eigentlichen Leiterbahnen. Wenn das Ding entgültig 
den Geist aufgegeben hat kann ich ja nochmal genauer gucken.

Ich hatte erst noch überlegt, ob es sich bei dem Netzteil auch um eine 
Konstatstromquelle handeln könnte, aber dann wäre es mit der Teilbarkeit 
des Streifens natürlich nicht weit her, zumindest nicht für die 
verbleibenden LEDs... Und die Funktion des Widerstandes hätte es auch 
nicht erklärt.

Vielen Dank,
Stefan

von Stefan M. (beefjerky)


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Georg M. schrieb:

> Den Spannungsabfall kann man auch messen. Mit einem Multimeter. Ja.

Die LEDs auf dem Streifen sind in Silikon eingegossen.

@c r: Die Rückseite des Streifens ist leider nicht sehr erhellend. Eher 
ziemlich schmutzig...

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Kannst du doch durchpiepsen, wenn es dich interessiert. Aber es ist so, 
wie die Vorposter alle sagen, alle 4 Bauteile sind pro Abschnitt in 
Reihe geschaltet.

von HildeK (Gast)


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Wo ist dein Problem?
Wenn du es genau wissen willst, dann schneide einen Dreierblock ab und 
entferne das Silikon.
Es gibt die Streifen auch für Indoor und da ist kein Silikon dran. Dort 
ist es so, wie ich es beschrieben habe. Dass der Widerstand quer sitzt, 
liegt einfach daran, dass er bei der Biegung des Streifens weniger 
mechanisch belastet wird.
Für den Betrieb an einer Konstantstromquelle ist der Widerstand 
überflüssig.

von EGS (Gast)


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Das was du als Schatten im Bild DSC_6115.jpg siehst ist die Verbindung.

Es wird immer von der vorherigen LED diagonal auf die folgende 
gewechselt. Somit ist VCC immer oben. Ebenfalls schon gesehen habe ich 
bei einem LED-Stripe, dass die „Leiterbahnen“ 2-lagig sind. Aber bisher 
nur einmal untergekommen. Messen kann man ja auch bei den in Silikon 
eingegossenen Strips am Anfang...

Mit freundlichen Grüßen EGS

von Jemand (Gast)


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Hallo

Es ist "immer" so: Mehrere LEDs in Reihe und ein Vorwiderstand für diese 
Reihenschaltung.

Was erst mal verwirren mag ist das ein Leiterbahnverlauf nicht, oder 
noch schlimmer nur teilweise zu erahnen ist.
Das ist halt den "Leiterplattenmaterial" welches ja mehr ein Laminat aus 
irgendeinen Kunststoffband, Kupferfolie und einer Art Lack ist.
Das deckt den Leiterbahnverlauf gut ab und zusätzlich sind Teile der 
Leiterbahnen, wohl auf aus Mechanischen Gründen sehr breit und andere 
Teile eher schmal, gerne dann auch so geführt das diese von den LEDs 
oder Widerständen in den entschiedenen teilen Abgedeckt sind.

Das muss man erst mal "wissen" bzw. durch allgemeine Erfahrungen.
Schaltplan und echter Aufbau bzw. umgekehrt haben fast immer von der 
räumlichen Anordnung wenig gemein - kommen noch Vias - das ist sozusagen 
eine Drahtbrücke von der Oberseite der Platine zu Unterseite wo dann die 
Verbindung weiter verläuft- hinzu wird es auch für den Profi schwierig.

Bei mehrmaligen Platinen hat man sowieso verloren.

Was LED Beleuchtung angeht:
Bei LED "Glühlampen" "Röhren" und ähnliches sind die einzelnen LED oft 
noch trickreicher und sehr schwer erkennbar verschaltet - hinzu kommt 
das "Eine" LED (Bauteil) in diesen Umfeld oft letztendlich aus mehreren 
echten LEDs besteht und die "Flussspannung" einer solchen "LED" auch mal 
8V 20V 30V oder irgendwas dazwischen betragen kann.

Also liebe Mitforistern nicht immer gleich die Verbale Keule herausholen 
sondern verstehen das niemand allwissend geboren wurde und solche 
Feinheiten auch nicht in den Grundlagen vermittelt werden und das auch 
nicht jeder eine "E-Technikgenie" ist das automatisch erkennt ("fühlt") 
was mit den den Grundlagen durchaus durch trickreiche Serien und 
Parallelschalten (die ja eigentlich auch noch "Pfui" ist...) möglich 
ist.

Weder euer noch mein Wissen, Erfahrungen und vor allem die Umsetzung 
("Das Gefühl dafür")  sind allgemeingültig - jeder ist anderes, jeder 
lernt anders jeder hat andere "Verknotenungen" im Hirn die sich erst mal 
auflösen müssen.

Jemand

von Stefan M. (beefjerky)


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EGS schrieb:
> Es wird immer von der vorherigen LED diagonal auf die folgende
> gewechselt. Somit ist VCC immer oben. Ebenfalls schon gesehen habe ich
> bei einem LED-Stripe, dass die „Leiterbahnen“ 2-lagig sind. Aber bisher
> nur einmal untergekommen.

Also quasi einfach so.

> Messen kann man ja auch bei den in Silikon
> eingegossenen Strips am Anfang...

Also ich habe keine Stelle gefunden, an der ich zerstörungsfrei an 
irgendwelche Kontakte käme (außer eben ich würde probieren 
durchzupieksen). Wenn ich an den beiden Kontakten ganz am Anfang 
(DSC_6111.jpg) die Spannung messen würde, würde ich ja nur die 
Versorgungsspannung (12V) messen. Wenn ich über jeder der drei LEDs und 
dem Widerstand die Spannung messen würde und die Werte addiere komme ich 
auch wieder auf 12V. Ist das soweit richtig?

Vielen Dank!
Stefan

von Stefan M. (beefjerky)


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Jemand schrieb:
> Also liebe Mitforistern nicht immer gleich die Verbale Keule herausholen
> sondern verstehen das niemand allwissend geboren wurde und solche
> Feinheiten auch nicht in den Grundlagen vermittelt werden und das auch
> nicht jeder eine "E-Technikgenie" ist das automatisch erkennt ("fühlt")
> was mit den den Grundlagen durchaus durch trickreiche Serien und
> Parallelschalten (die ja eigentlich auch noch "Pfui" ist...) möglich
> ist.

Es war für die meisten hier sicherlich auch eine völlig profane Frage, 
da kann ich Aufregung vielleicht auch verstehen.

Also vielen Dank für das Verständnis und die Hilfe!
Stefan

von c r (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Also quasi einfach so.

Korrekt.

Stefan M. schrieb:
> Also ich habe keine Stelle gefunden, an der ich zerstörungsfrei an
> irgendwelche Kontakte käme

An den Lötstellen kommst du an alles, das Silikon kannst du gefahrfrei 
mit den Multimeter Prüfspitzen durchstechen. Ist aber nicht nötig, hast 
ja die Schaltung verstanden.

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