Guten Tag liebe Leute. Wenn es dunkel wird, ich stehe gerade auf der
Leitung :-)
Da sich elektrische und magnetische Felder mit Lichtgeschwindigkeit
ausbreiten, kann man die Distanz berechnen, die ein Feld zwischen zwei
beliebigen Zeitpunkten zurücklegt.
Wenn die zwei Zeitpunkte gerade eine Frequenzperiode umfassen,
entspricht der in dieser Zeit vom Feld zurückgelegte Weg einer
Wellenlänge.
Die Wellenlänge eines Feldes von 1 Hz ist also so lang wie die Strecke,
die das Licht in einer Sekunde zurücklegt, also ca. 300.000 km.
Daher müsste sich doch die Amplitude automatisch ergeben. Denn die
Frequenz ist gegeben und die Lichtgeschwindigkeit ist auch bekannt.
Korrekt?
WO in der Sinuswelle dann aber ist dann die Energie definiert? Bisher
dachte ich, die Amplitude würde die Energie beschreiben. Wenn aber die
Amplitude durch mehr Energie größer würde, müsste - bei gleichbleibender
Lichtgeschwindigkeit - die Fequenz eigentlich kleiner werden?
Welchen Denkfehler mache ich?
Karl M. schrieb:> Wenn Wiki nicht helfen kann: f = 1/ t> f: Frequenz in Herz> t: Zeit in Sekunden
Was sind Herz? Typischer Karl.
Das Filigranwichtlein schrieb:> Guten Tag liebe Leute. Wenn es dunkel wird, ich stehe gerade auf> der Leitung :-)>> Da sich elektrische und magnetische Felder mit Lichtgeschwindigkeit> ausbreiten, kann man die Distanz berechnen, die ein Feld zwischen zwei> beliebigen Zeitpunkten zurücklegt.> Wenn die zwei Zeitpunkte gerade eine Frequenzperiode umfassen,> entspricht der in dieser Zeit vom Feld zurückgelegte Weg einer> Wellenlänge.> Die Wellenlänge eines Feldes von 1 Hz ist also so lang wie die Strecke,> die das Licht in einer Sekunde zurücklegt, also ca. 300.000 km.> Daher müsste sich doch die Amplitude automatisch ergeben. Denn die> Frequenz ist gegeben und die Lichtgeschwindigkeit ist auch bekannt.> Korrekt?>> WO in der Sinuswelle dann aber ist dann die Energie definiert? Bisher> dachte ich, die Amplitude würde die Energie beschreiben. Wenn aber die> Amplitude durch mehr Energie größer würde, müsste - bei gleichbleibender> Lichtgeschwindigkeit - die Fequenz eigentlich kleiner werden?>> Welchen Denkfehler mache ich?
Hat sich die Energie vielleicht unter der Kurve versteckt? :)
Das Filigranwichtlein schrieb:> Da sich elektrische und magnetische Felder mit Lichtgeschwindigkeit> ausbreiten
Das ist nicht korrekt, Elektromagnetische Wellen bewegen sich nur im
Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit. In Medien ist die Geschwindigkeit
langsamer.
Das Filigranwichtlein schrieb:> WO in der Sinuswelle dann aber ist dann die Energie definiert? Bisher> dachte ich, die Amplitude würde die Energie beschreiben.
Das kommt darauf an was du betrachtest. Bei einem Teilchen welches als
Welle beschrieben wird steckt die Energie in der Frequenz. Je höher die
Frequenz desto mehr Energie. Das Betragsquadrat der Amplitude gibt die
Aufenthaltswahrscheinlichkeit an. Bei einer reinen EM-Welle wie
Beispielsweise sichtbares Licht oder UV steckt die Energie ebenfalls in
der Frequenz und das Betragsquadrat der Amplitude gibt die Intensität
an.
Die Formel hierzu wäre: E=h*f
Das Filigranwichtlein schrieb:> Daher müsste sich doch die Amplitude automatisch ergeben
Woraus denn nun? Ich kann nicht nachvollziehen, wie du aus den
vorangegangenen (korrekten) Aussagen zu diesem Schluss kommst.
c r schrieb:> Das Filigranwichtlein schrieb:>> Daher müsste sich doch die Amplitude automatisch ergeben>> Woraus denn nun? Ich kann nicht nachvollziehen, wie du aus den> vorangegangenen (korrekten) Aussagen zu diesem Schluss kommst.
Ich denke, der Fehler liegt darin anzunehmen, dass die Energie konstant
sei... Denn dann ergäbe sich in der Tat die Amplitude automatisch.
c r schrieb:> Das Filigranwichtlein schrieb:>> Daher müsste sich doch die Amplitude automatisch ergeben>> Woraus denn nun? Ich kann nicht nachvollziehen, wie du aus den> vorangegangenen (korrekten) Aussagen zu diesem Schluss kommst.
Wenn die Frequenz gegeben ist (hier 1 Hz) und die Lichtgeschwindigkeit
eine Konstante, dann muss sich doch die Amplitude (Abstand des
Scheitelwerts von der Nulllinie) aus der Sinuskurve des in dieser
Sekunde zurückgelegten Wegs der Welle, hier ca. 300.000km, ergeben.
Mir ist schon klar, dass ich einen Denkfehler habe, aber WO?
Guest schrieb:> Das kommt darauf an was du betrachtest. Bei einem Teilchen welches als> Welle beschrieben wird steckt die Energie in der Frequenz. Je höher die> Frequenz desto mehr Energie.
Also im Umkehrschluss so: Je mehr die Energie, desto höher die Frequenz.
Was aber, wenn bei bei konstant gehaltener Frequenz die Energie erhöht
wird?
Denkfehler 1:
Mischung von EM-Wellen- und EM-Quanten-Darstellung
Denkfehler 2:
Bleiben wir in der EM-Wellen-Darstellung.
Das Filigranwichtlein schrieb:> Wenn die Frequenz gegeben ist (hier 1 Hz) und die Lichtgeschwindigkeit> eine Konstante, dann muss sich doch die Amplitude (Abstand des> Scheitelwerts von der Nulllinie) aus der Sinuskurve des in dieser> Sekunde zurückgelegten Wegs der Welle, hier ca. 300.000km, ergeben.
Warum? Es gibt kleine und große Wellen, obwohl die Frequenz gleich ist.
Warum sollte sich aus Frequenz, Wellenlänge und
Ausbreitungsgeschwindigkeit zwingend eine eindeutige Amplitude ergeben?
Das Filigranwichtlein schrieb:> Was aber, wenn bei bei konstant gehaltener Frequenz die Energie erhöht> wird?
Das geht nicht weil die Energie rein von der Frequenz abhängt. Die
Amplitude ist vollkommen unabhängig von der Frequenz. Nimm Mal eine
stehende Welle beispielsweise bei einer Gitarrenseite. Die Frequenz ist
immer die gleiche dennoch kann sich die Amplitude andern.
Formel dazu. A*sind(w) wobei w die Frequenz ist.
Mit Erhöhung der Amplitude erhöhst du nur die Intensität bei
gleichbleibender Energie, was sich ändert ist die Energie/Fläche.
Das Filigranwichtlein schrieb:> c r schrieb:>> Das Filigranwichtlein schrieb:>>> Daher müsste sich doch die Amplitude automatisch ergeben>>>> Woraus denn nun? Ich kann nicht nachvollziehen, wie du aus den>> vorangegangenen (korrekten) Aussagen zu diesem Schluss kommst.>> Wenn die Frequenz gegeben ist (hier 1 Hz) und die Lichtgeschwindigkeit> eine Konstante, dann muss sich doch die Amplitude (Abstand des> Scheitelwerts von der Nulllinie) aus der Sinuskurve des in dieser> Sekunde zurückgelegten Wegs der Welle, hier ca. 300.000km, ergeben.
Du hast noch einmal einfach nur die Behauptung aufgestellt, dass es so
sein sollte. Aber es fehlt immer noch die Begründung.
Die Begründung wäre wertvoll für das Thema, weil darin Dein Denkfehler
deutlich werden würde.
Ich vermute mal, dass hier folgender Gedankengang vorliegt:
1. Zwischen Frequenz, Lichtgeschwindigkeit und Wellenlänge besteht ein
fester Zusammenhang. Insbesondere kann in dem Fall auf die Ausdehnung
der "Welle" im Raum geschlossen werden.
2. Analoges gilt für die Amplitude. Sie ist "sozusagen" eine Ausdehnung
im Raum. Das ergibt sich anschaulich aus den Graphen von
Sinusfunktionen.
Der zweite Schritt ist aber falsch. Die Amplitude einer EM-Welle
entspricht nicht der räumlichen Ausdehnung der Energie dieser Welle. Es
handelt sich vielmehr um ein sogenanntes "Feld". Also (etwas verkürzt
und vereinfacht) die Energie von Punkten im Raum.
Ich schlage vor, Du zeichnest mal den Graphen einer Sinusfunktion mit
einer bestimmten Frequenz (also irgendwas wie sin(alpha) zwischen 0 und
2 pi.
Dann nimmst Du markante Punkte und multiplizierst sie z.B. mit 2 und
zeichnest auch diesen Graph. Du siehst, dass es beliebig viele
Sinuswellen mit verschiedenen Amplituden geben kann, die alle die
selbe Frequenz haben.
Eine elektromagnetische Welle besteht aus Lichtquanten. Jedem dieser
Lichtquanten (Energiepakete) kann eine Energie zugeordnet werden.
Die gesamte Energie des Lichtstrahles ist die Summe der Energie der
Lichtquanten.
Was die Gesamtenergie mit der Energie des Lichtquant zu tun hat sieht
man beim photoelektrischen Effekt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Photoelektrischer_Effekt
Für diese Entdeckung hat Albert Einstein seinen Nobelpreis bekommen.
Jedes Lichtquant muss eine bestimmte Energie (und damit Frequenz)
überschreiten, damit Elektronen aus dem Metall heraus gelöst werden
können.
Die Gesamtenergie bestimmt dann wie viele Elektronen heraus gelöst
werden (jedes Quant ein Elektron, sofern die Mindestenergie
überschritten wird).
Ein LASER erzeugt einen Lichtstrahl mit Lichtquanten gleicher Energie.
Die Amplitude der Laserwellen ist proportional zur Anzahl der
Lichtquanten und somit zur Gesamtenergie.
http://www.drillingsraum.de/room-10_plus_eine_dimension_4/10_plus_eine_dimension_4_i.htmlFAZIT :
Die Energie des Lichtquants bestimmt, ob Elektronen aus einer
Metalloberfläche herausgeschlagen werden können, Gase ionisiert werden,
oder das Energiepaket nur absorbiert wird.
Die Gesamtenergie bestimmt dann die Menge dieser Vorgänge. Z.B. die
Stromstärke in einer Photozelle.
@Gerald
Ich schlage vor, die fragliche Erscheinung vorerst weiterhin als Welle
aufzufassen.
So hat der TO das Thema begonnen und ich denke, dass es didaktisch
sinnvoll ist, es erst einmal auch in diesem Sinn zu beantworten.
Dafür spricht die m.M.n. plausible Annahme, dass die Auffassung des TO
auf einer unzulässigen Erweiterung des Wellenmodells vom Raum in die
Dimension der Energie folgt. Noch ist aber nicht ganz klar ob das so
ist, und völlig unklar in welcher Weise das geschehen ist.
Ich denke, dass sollten wir erstmal klären, zumal da noch weitere
Mißverständnisse in Bezug auf Felder vorhanden zu sein scheinen.
Was meinst Du dazu?
Theor schrieb:> Ich schlage vor, die fragliche Erscheinung vorerst weiterhin als Welle> aufzufassen.
Ist durchaus sinnvoll.
Das Filigranwichtlein schrieb:> Daher müsste sich doch die Amplitude automatisch ergeben. Denn die> Frequenz ist gegeben und die Lichtgeschwindigkeit ist auch bekannt.> Korrekt?
Nein!
Um bei der klassischen Physik zu bleiben, die Amplitude hängt von der
von der Antenne abgestrahlten Leistung und von der Entfernung ab.
Um bei dem Beispiel von 1 Hz und 300.000km Entfernung zu bleiben. Die
Amplitude der zweiten Halbwelle ist sicher nicht so groß wie die der
Ersten.
Die Energiedichte nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab.
Das Filigranwichtlein schrieb:> WO in der Sinuswelle dann aber ist dann die Energie definiert? Bisher> dachte ich, die Amplitude würde die Energie beschreiben. Wenn aber die> Amplitude durch mehr Energie größer würde, müsste - bei gleichbleibender> Lichtgeschwindigkeit - die Fequenz eigentlich kleiner werden?
Welche Amplitude?
Die Amplitude des elektrischen Feldes, die des magnetischen Feldes oder
des Produktes aus Beidem?
Die Einheit des elektrischen Feldes ist V/m, die des magnetischen Feldes
A/m. Das Produkt der Beiden ergibt die Leistungsdichte in
Wird die Leistung größer, dann wird auch das elektrische und magnetische
Feld größer ( Anmerkung : das Verhältnis des elektrischen und
magnetischen Fernfeldes hängt nur vom Wellenwiderstand des Vakuums ab).
In den Formel kommt keine Frequenz vor, warum sollt sich diese auch
ändern?
Es braucht nur der Sender mehr Energie liefern. Die Frequenz dazu muss
nicht geändert werden.
Die Idee es könnte die Frequenz sich ändern, kommt durch eine schlecht
verstandene Quantenmechanik zustande.
Guest schrieb:> Das ist nicht korrekt, Elektromagnetische Wellen bewegen sich nur im> Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit. In Medien ist die Geschwindigkeit> langsamer.
Im Vakuum breiten sich elektromagnetische Wellen mit
Vakuumlichtgeschwinigkeit aus.
In jedem anderen Medium mit - Lichtgeschwindigkeit.
my2ct schrieb:> Guest schrieb:>> Das ist nicht korrekt, Elektromagnetische Wellen bewegen sich nur im>> Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit. In Medien ist die Geschwindigkeit>> langsamer.>> Im Vakuum breiten sich elektromagnetische Wellen mit> Vakuumlichtgeschwinigkeit aus.>> In jedem anderen Medium mit - Lichtgeschwindigkeit.
Vor allem breitet sich hier der größte Unsinn aus (vU).
my2ct schrieb:> Im Vakuum breiten sich elektromagnetische Wellen mit> Vakuumlichtgeschwinigkeit aus.>> In jedem anderen Medium mit - Lichtgeschwindigkeit.
Ich glaube ja nicht. Vor allem weil die Geschwindigkeit der Wellen im
medium auch abhängig von der Frequenz ist. Siehe Brechung am Prisma.
Theor schrieb:> Ich vermute mal, dass hier folgender Gedankengang vorliegt:> 1. Zwischen Frequenz, Lichtgeschwindigkeit und Wellenlänge besteht ein> fester Zusammenhang. Insbesondere kann in dem Fall auf die Ausdehnung> der "Welle" im Raum geschlossen werden.> 2. Analoges gilt für die Amplitude. Sie ist "sozusagen" eine Ausdehnung> im Raum. Das ergibt sich anschaulich aus den Graphen von> Sinusfunktionen.>> Der zweite Schritt ist aber falsch. Die Amplitude einer EM-Welle> entspricht nicht der räumlichen Ausdehnung der Energie dieser Welle. Es> handelt sich vielmehr um ein sogenanntes "Feld". Also (etwas verkürzt> und vereinfacht) die Energie von Punkten im Raum.
danke. Ja, das war ungefähr meine Denkweise. Die räumliche Ausdehnung.
Ich gehe oder ging davon aus, dass die Strecke der Sinuskurve eine
Strecke der Entfernung ist, die man messen kann. Je höher die Amplitude,
desto länger diese Strecke, desto länger der Weg. Verrechnet mit der
Lichtgeschwindigkeit, die ja letztendlich auch einen "Weg pro Zeit"
beschreibt, schloss ich daraus, dass die Erhöhung der Amplitude eine
Rückverkopplung auf die Frequenz haben "müsste". Ich weiß, dass es nicht
so ist (geht ja gar nicht) - aber ich verstand nicht, WARUM es nicht so
ist. Wen die Amplitude einer EM-Welle nicht der räumlichen Ausdehnung
entspricht, dann ist klar, wo mein Denkfehler ist. Jedoch ist dann
unklar, WARUM Beispiele, die eine Sinuskurve zeigen, den Weg der Linie
(z.B. die Wellenlänge) als Entfernung bemessen. Denn die Entfernung
nimmt mathematisch (und räumlich auch) zu, wenn die Sinuskurve
gespreizt, sprich deren Amplitude vergrößert wird. Offenbar muss ich die
Feinheiten noch mal lernen. Das ist 30 J. her, ich weiß nicht mehr alles
und brauchte das seitdem auch nicht mehr.
Theor schrieb:> @Gerald>> Ich schlage vor, die fragliche Erscheinung vorerst weiterhin als Welle> aufzufassen.>> So hat der TO das Thema begonnen und ich denke, dass es didaktisch> sinnvoll ist, es erst einmal auch in diesem Sinn zu beantworten.> Dafür spricht die m.M.n. plausible Annahme, dass die Auffassung des TO> auf einer unzulässigen Erweiterung des Wellenmodells vom Raum in die> Dimension der Energie folgt. Noch ist aber nicht ganz klar ob das so> ist, und völlig unklar in welcher Weise das geschehen ist.
2x danke. Ja bitte nur das Wellenmodell.
Wenn die "Erweiterung des Wellenmodells vom Raum in die Dimension der
Energie" unzulässig ist, dürfte das der Grund meines falschen
Denkansatzes sein, vollkommen richtig erkannt.
Dann fehlen mir eben die Basics, um das zu verstehen. Ich brauche jetzt
aber keine Erörterungen, so wichtig ist das nicht. War eh nur
gedanklich, einer spontanen Idee folgend.
Danke an alle :-)
Das Filigranwichtlein schrieb:> Theor schrieb:>> @Gerald>>>> Ich schlage vor, die fragliche Erscheinung vorerst weiterhin als Welle>> aufzufassen.>>>> So hat der TO das Thema begonnen und ich denke, dass es didaktisch>> sinnvoll ist, es erst einmal auch in diesem Sinn zu beantworten.>> Dafür spricht die m.M.n. plausible Annahme, dass die Auffassung des TO>> auf einer unzulässigen Erweiterung des Wellenmodells vom Raum in die>> Dimension der Energie folgt. Noch ist aber nicht ganz klar ob das so>> ist, und völlig unklar in welcher Weise das geschehen ist.>> 2x danke. Ja bitte nur das Wellenmodell.>> Wenn die "Erweiterung des Wellenmodells vom Raum in die Dimension der> Energie" unzulässig ist, dürfte das der Grund meines falschen> Denkansatzes sein, vollkommen richtig erkannt.>> Dann fehlen mir eben die Basics, um das zu verstehen. Ich brauche jetzt> aber keine Erörterungen, so wichtig ist das nicht. War eh nur> gedanklich, einer spontanen Idee folgend.>> Danke an alle :-)
Naja. Es lohnt sich immer, zu lernen und auch Altes aufzufrischen. Frag
ruhig weiter.
Ich will es mal von einer anderen Seiten aus versuchen.
Der springende Punkt ist bei der Sache, dass sich die Wirkung von
Zustandsänderungen an einem bestimmten Ort, von diesem Ort aus in dem
Raum hinein mit einer bestimmten Geschwindigkeit ausbreiten.
Nehmen wir als Raum das Weltall und nehmen an, das ist reines Vakuum.
Dann ist bei EM-Wellen diese Geschwindigkeit 300000m pro Sekunde.
Eine Sinuswelle ist ein Beispiel für eine zeitliche Abfolge von
Zustandsänderungen - der sich ändernde Zustand ist die Amplitude oder
auch die Energie.
Die Zustände beim Sinus ändern sich über die Zeit gesehen so: Erst 0,
dann +1, dann wieder 0, dann -1 und dann geht es mit 0 wieder von vorne
los. OK?
(Es gibt natürlich auch andere Zwischenwerte zu anderen Zeitpunkten aber
die lassen wir erst mal weg).
Der zeitliche Abstand zweier gleicher Zustandsänderungen (also z.B. von
0 zu +1) ist es, welcher die Frequenz ausmacht. Der zeitliche Abstand
ist eine Zeit und der Kehrwert die Frequenz.
Wenn ich jetzt zu einem Zeitpunkt 0s, den Zustand 0 Energie erzeuge,
dann breitet sich die Wirkung dieses Zustandes mit rund 300000m pro
Sekunde aus. Die 0 ist nach 1s 300000m entfernt zu bemerken, nach 2s in
600000m Entfernung und so weiter.
OK. Wenn ich danach zu dem Zeitpunkt 1s den Zustand +1 Energie erzeuge,
beginnt diese Zustand, dem vorhergehenden Zustand 0 Energie, den ich
eine Sekunde vorher erzeugt habe, durch den Raum zu folgen.
Ein Beobachter an irgendeinem entfernten Punkt, sieht erst den Zustand 0
Energie und 1s später den Zustand 1 Energie.
So geht das weiter. Wieder eine Sekunde später, also zu dem Zeitpunkt
2s, stelle ich den Zustand 0 Energie her, der folgt den Anderen in den
Raum.
Noch eine Sekunde später, also zu dem Zeitpunkt 3s, stelle ich den
Zustand -1 Energie her, der folgt wieder den Anderen.
Der Beobachter sieht 1s nach dem Zustand 1 Energie dann den Zustand 0
Energie und wieder 1s danach den Zustand -1 Energie. Klar?
In welchen Zeitabständen der Beobachter also die Zustände und deren
Änderung sieht, hängt nur davon ab, in welchen Zeitabständen ich sie
herbeiführe. Richtig?
Es spielt nun gar keine Rolle, ob ich statt +1 und -1 Energie mal eben 4
Energie und -4 Energie sende, Wenn der Zeitabstand wieder der selbe ist,
sieht auch der Beobachter sie in dem selben Zeitabstand. Er sieht mehr
Energie (+-4 statt +-1) die immer noch den selben Zeitabstand, die selbe
Frequenz.
Ich kann auch die 0, +1, 0, -1 Folge in kürzeren Abständen senden, sagen
wir, wieder mit Energien +1 und -1. Der Beobachter sieht dann die
kürzeren zeitlichen Abstände, also eine höhere Frequenz. Mit der
Amplitude hat das nichts zu tun.
Wichtig ist für die Frequenz nur der zeitliche Abstand.
Hilft Dir das weiter?
Hallo in die Runde,
ich denke der TO macht folgenden Fehler:
Er bedenkt nicht, das sich Wellen im Raum ausbreiten.
Das heisst konkret, dass sich die abgegebene Energie (P*t),
die sich vom Sender wegbewegt, auf einer Kugeloberfläche befindet.
Die Amplitude ist natürlich proportional der Leistung,
aber umgekehrt proportional dem Quadrat der Entfernung (wegen der
Kugel...).
Würde sich nun die Welle entlang eines schmalen Sektors ausbreiten,
haben wir die Bedingungen einer Richtantenne mit dem entsprechenden
(Antennen-) Gewinn, angegeben in dB im Verhältnis zum einfachen Dipol.
Dementsprechend nimmt die Amplitude langsamer ab (aber immer noch
quadratisch).
Nun kommt das dünne Eis meiner Kenntnisse:
Wäre der Winkel nun Null (=Kabel), dann würde sich die Energie
nicht aufteilen und die Amplitude wäre konstant,
vorausgesetzt, dass das Kabel keinen ohmschen und auch keine kapazitiven
oder induktiven Verluste aufweist (das nennt man dann wohl
Supraleiter++).
Ausgegangen war ich vom Energieerhaltungssatz.
Der kann per Definition nicht falsch sein.
Gruß
Olaf
Olaf D. schrieb:> Das heisst konkret, dass sich die abgegebene Energie (P*t),> die sich vom Sender wegbewegt, auf einer Kugeloberfläche befindet.
Wie du selbst später in deinem Beitrag schreibst: nicht jede Welle ist
eine Kugelwelle. Es gibt durchaus auch Lichtwellen, deren Intensität mit
dem Abstand vom Sender zunimmt (z.B. ein Laserstrahl, den man mit einer
Optik fokussiert).
Olaf D. schrieb:> Die Amplitude ist natürlich proportional der Leistung,
Wenn es dir um elektromagnetische Wellen geht: die Intensität (d.h. die
Leistungsgröße) ist proportional zur Feldstärke zum Quadrat.
Der TO macht den Fehler, dass er gedanklich die "Auslenkung" der Welle
mit der Ausbreitung der Welle gleichsetzt.
Die Ausbreitung einer Welle erfolgt immer enlang einer Ortskoordinate
(nennen wir sie die x-Achse).
Die Auslenkung der Welle kann ebenfalls eine Ortsgröße sein (wenn z.B.
eine Welle auf einem Seil läuft). Dann ist die Auslenkung z.B. entlang
der y-Achse. Die Auslenkung in y-Richtung und das Laufen der Welle in
x-Richtung sind aber nicht gleichzusetzen - wie es bei TO geschieht tut.
Man kann das Seil ein wenig anzupfen (und erhält eine Welle kleiner
Amplitude in Y-Richtung) oder man kann es stark anzupfen (und erhält
eine Welle großer Amplitude in y-Richtung), und trotzdem kann die Welle
in beiden Fällen gleich schnell in x-Richtung auf dem Seil laufen und
damit die identische Wellenlänge haben.
Bei anderen Wellen ist "die Verwechslungsgefahr" zwischen der räumlichen
Ausbreitungsrichtung und der Auslenkung eigentlich noch geringer, weil
sie unterschiedliche Dimensionen haben. Das elektrische Feld der
Lichtwelle hat zwar eine bestimmt Raumrichtung, aber es hat nicht die
Dimension einer Länge. Die X-Achse, längs der sich z.B. der Laserstrahl
ausbreitet, hat die Dimension Länge, die Y-Achse, die die Auslenkung
beschreibt, hat die Dimension Feldstärke. Die Auslenkung in y-Richtung
und die Ausbreitung in x-Richtung sind über die Wellengleichung
miteinander verbunden, aber sie nicht identisch.
Hi,
ich werde diese Diskussion jetzt nicht weiterführen, nur soviel:
Jede ektromagnetische Welle breitet sich im Raum aus.
D. h. die Energie verteilt sich immer auf einer Kugeloberfläche.
Verhindere ich das künstlich, verteilt sich die Energie auf einer anders
geformten Fläche.
Ist diese Fläche von der Entfernung unabhängig, bleibt die Amplitude
konstant, wenn man voraussetzt, dass es keine weiteren Verluste gibt.
Dein Beispiel mit der Optik ist kein Widerspruch dazu.
Diese führt nur dazu, dass die Energie sich auf eine kleiner werdende
Fläche verteilt.
Gruß
Olaf
Das Filigranwichtlein schrieb:> Jedoch ist dann> unklar, WARUM Beispiele, die eine Sinuskurve zeigen, den Weg der Linie> (z.B. die Wellenlänge) als Entfernung bemessen. Denn die Entfernung> nimmt mathematisch (und räumlich auch) zu, wenn die Sinuskurve> gespreizt, sprich deren Amplitude vergrößert wird.
Ich glaube, hier liegt Dein Denkfehler:
Die Wellenlänge ist immer die gerade Entfernung zwischen zwei
Knotenpunkten (die grüne Linie im Bild), nicht die Weglänge der
Sinus-Kurve dazwischen (im Bild die dicke rote Linie mit jeweils einem
Punkt am Ende).
Der Poster scheint es nicht so mit der Mathematik zu haben. Daher kassen
wir sie hier auch weg.
Eine Welle hat mehrere Parameter,
1) die Frequenz, ergibt mit der Geschwindigkeit im Medium die
Wellenlaenge
2) die Amplitude
3) die Ausbreitungsrichtung
Bei elektromagnetischen Wellen kommt noch die Polarisation hinzu