Hallo,
seit längerem habe ich einen Smart Mirror auf Basis des Raspberry Pi 2
am Laufen. Leider ist dieses Modell etwas schwach, so dass ich gerne auf
den Raspbbery Pi 4 umsteigen möchte.
An vielen Stellen wird darauf verwiesen, dass man diesen gut kühlen
muss, am besten wohl mit Kühlkörpern und einem Lüfter. Ein Beispiel
sieht man hier:
https://developer-blog.net/wp-content/uploads/2019/08/raspberry-pi-4-aktiver-l%C3%BCfter.jpg
Jetzt ist es aber so, dass ich auf meinem Raspberry noch eine
zusätzliche Platine habe, die den Luftstrom versperren würde. Das sieht
etwa so aus:
https://rpi-magazines.s3-eu-west-1.amazonaws.com/magpi/legacy-assets/2016/03/hat.jpg
Ich kann die Platine aus Platzgründen auch nicht senkrecht zum Raspberry
stellen, z.B. über einen gewinkelten Stecker.
Jetzt die Frage:
Wie kühle ich den Raspberry Pi 4 mit einer darüber liegenden Platine?
Gruß
Ronny
Ronny schrieb:> Wie kühle ich den Raspberry Pi 4 mit einer darüber liegenden Platine?
Garnicht. Ein Weg für die Luft muss schon da sein.
Selbst wenn du dir eine spezielle Heat Pipe bauen lässt, die die Wärme
irgendwie seitwärts rausführt, brauchst du ja immer noch den Platz für
den Kühlkörper.
Etwas verrückt: mach dir eine Zusatzplatine (ist ja praktisch nichts
drauf) mit einem Loch und einem kleinen Lüfter. Mit Lochraster ist das
schwierig, da braucht man schon echte Hochtechnologie wie z.B. eine
Leiterplatte.
Georg
Es ist ja nicht so, daß der 4er immer eine Kühlung braucht. Solange da
nicht dauerhaft (> 1-2 Minuten) 100% CPU-Last anliegen, klappt das
schon. Streaming über Kodi z.B. klappt bei meinem ohne Kühlung.
All die kleinen 2cm-Lüfter aus den Beispielen oben haben halt den
Nachteil, daß die einen Höllenlärm machen. Wenn der Raspi irgendwo im
Keller vor sich hin rechnet, stört das nicht, in Wohnräumen will man das
nicht haben.
Oliver
pumuggl schrieb:> Dem Einsatz eines>> Raspberry Pi 4> als Türstopper wird von Kühlungsproblemen überhaupt nicht berührt.
Du bist soo cool! Darf ich mit dir rumhängen?
Ronny schrieb:> Jetzt ist es aber so, dass ich auf meinem Raspberry noch eine> zusätzliche Platine habe, die den Luftstrom versperren würde.
baue sie neu, so das der Weg frei ist
Hallo,
alle Gehäusekühlervarianten setzen voraus das keine Zusatzplatine
vorhanden ist. Eine gute Variante davon war mal im c't uplink gezeigt
wurden, leider nicht im c't Heft. Keine Ahnung warum. Jedenfalls war das
gesamte Gehäuse aus Metall und für den SoC innen eben ein Art "Würfel"
übrig der auf dem SoC anliegt. Hat massig viel Kühleffekt. Ohne Lüfter!
Mein Tipp. Kauf dir ein passives Kühlergehäuse, führe die Pfostenleiste
nach außen, Flachbandkabel o.ä., und befestige deine Zusatzplatine auf
der Gehäuseoberseite.
HildeK schrieb:> In einer der letzten c't wurde das Thema auch aufgegriffen. Also,> 'garnicht' ist vermutlich nicht ganz korrekt.
Keine davon erlaubt eine solche Zusatzplatine. Aber erst mal meckern,
wen interessieren schon Fakten.
Georg
Veit D. schrieb:> Mein Tipp. Kauf dir ein passives Kühlergehäuse, führe die Pfostenleiste> nach außen, Flachbandkabel o.ä., und befestige deine Zusatzplatine auf> der Gehäuseoberseite.
Ich unterstelle jetzt mal das hinter einem Spiegel räumlich genug Platz
sein sollte um eben genau das umzusetzen.
Armor case für den Pi
(https://www.rasppishop.de/Armor-Case-BLOCK-fuer-Raspberry-Pi4B) gibts
zur not mit aktiver Kühlung und die Zusatzplatine
daneben/darüber/darunter platzieren über Flachkabel angebunden.
georg schrieb:> Keine davon erlaubt eine solche Zusatzplatine. Aber erst mal meckern,> wen interessieren schon Fakten.
Du bist aber eine Mimose!
Ich habe nur darauf hingewiesen, dass auch andere über eine Kühlung
nachgedacht haben und dein 'Garnicht' als Faktum fehlplatziert war.
Für so eine selber gebaute Zusatzplatine gibt es erst recht
Anpassmöglichkeiten, wie auch weitere Posts aufgezeigt haben.
Ronny schrieb:> Aber da ist mir nicht klar, wie ich da meine Erweiterungsplatine drauf> bekomme.
Der Steckverbinder ist noch zugänglich, du brauchst bei der
Erweiterungsplatine ein Gegenstück mit größerem Abstand oder einfach ein
Zwischenstück aus Stecker und Buchse.
> Die Bohrungen des Raspberry Pi sind ja auch nicht mehr für die> Schraubbefestigung vorhanden bzw. nicht mehr zugänglich.
Naja, je nach Anwendung kann man auch in die Bodenplatte
Befestigungsschrauben einbringen. So wie es aussieht, werden die im
RasPi vorhandenen Löcher für die Kühlerbefestigung benötigt und von oben
geschraubt.
Pat P. schrieb:> Pack doch einen Kühler auf die Rückseite des Raspberries. Natürlich
optimal einen 120mm Lüfter langsam leise mit genügend Luftdurchsatz wie
bei PC üblich, kleine 40mm Lüfter machen Lärm wenn sie viel hochturig
wegschaufeln und sind schnell kaputt oder schaffen nichts weg.
Ronny schrieb:> Jetzt mache ich mal kleine Kühlkörper drauf, diese mit Klebepads, die es> für ein paar Euro gibt. Dann messe ich die Temperatur. Wenn die zu hoch> wird, d.h. der Raspberry Pi runter taktet, würde ich einen alten> Notebook-Lüfter einbauen.
Guter Plan. Heise spricht ja gleich in den ersten Sätzen von Vollast
und übertakten. Braucht man das nicht, geht’s auch ohne Kühlung. Das
hängt aber davon ab, was die Spiegel so alles machen muß.
Die kleinen Kühlkörpern bringen ohne Lüfter zwar nichts, schaden aber
auch nicht. Jed Lüfter, der dann irgendwie da Luft durchpustet, wird
helfen.
Oliver
Oliver S. schrieb:> Jed Lüfter, der dann irgendwie da Luft durchpustet, wird> helfen.
und ein Gehäuse, das den Luftstrom lenkt!
Wir hatten mal PCs mit offenem Gehäuse betrieben. Sofort waren die
GraKa-Temps 10 Grad höher!!
Kühlen muß man das Ding nur, wenn man die volle Leistung haben will.
Ansonsten wird der Pi sich - wie beim Laptop ohne Lüfter - selbstständig
(erst die CPU-Cores, dann zusätzlich die GPU) runtertakten, bis ihm
wieder wohl ist.
Markus F. schrieb:> Kühlen muß man das Ding nur, wenn man die volle Leistung haben> will.>> Ansonsten wird der Pi sich - wie beim Laptop ohne Lüfter - selbstständig> (erst die CPU-Cores, dann zusätzlich die GPU) runtertakten, bis ihm> wieder wohl ist.
Dieser Logik folgend muss man auch den PC nur kühlen wenn man volle
Leistung will.
Hätte man aber den kompletten Faden gelesen, hätte man gemerkt, das die
Einbausituation wohl nicht die optimalste in Sachen Wärmeabtransport
ist.
Markus F. schrieb:> Manuel X. schrieb:>> Dieser Logik folgend muss man auch den PC nur kühlen wenn man volle>> Leistung will.>> exakt.
Na also wenn ich von meinem i7 den Kühler abschraube, läuft er ziemlich
genau 5 Minuten im idle.. Danach gehen thermisch die Lichter aus.
Komisch. ich dachte ich muss den Prozessor nur kühlen wenn ich volle
Leistung will.
Oo
Merkste oder?
Nicht uninteressant ist das magnetisch geschlossene Gehäuse mit zwei
Lüftern:
https://joy-it.net/de/products/RB-CaseP4+03B
Vermutlich sind solche Lüfter eingebaut:
https://joy-it.net/de/products/SBC-FAN-303010
0,07A*5V=0,35W
x2 ergibt 0.7W
Dazu messe ich eine Mehrverbrauch von 1W (230V seitig) mit den Lüftern
vor dem Netzteil. 1W x 8000h/a sind 8kWh ergibt ungefähr 2 Euro
Strommehrkosten im Jahr.
Hab mich bezüglich Kühlung ebenfalls verrückt machen lassen und habe
eine 'großartige' Lösung entworfen [1] - sollte für beliebige
Kühllösungen + Platine funktionieren.
[1] https://github.com/schnitzeltony/rpi-cool-hat