Eagle.BRD Datei als PDF exportieren klappt nicht.

Gast #6108244
Lesenswert?

Ich habe folgends Problem!

Ich musss meine Schaltung die ich mit Eagle 8.5.1 als PDF exportieren 
und jemanden schicken der sie mir Entwickelt.

Problem!

Wenn ich direkt in den Druck Optionen auf Drucker PDF auswähle, 
speichert er mir zwar die Platine jedoch habe ich bei meinen Polygon 
graustufen drinnen.

Beim Exportieren hab ich keine Ahnung wie  hoch ich die Auflösung 
einstellen soll um das extakte 1:1 Bild zu exportieren.

Hat jemand eine Idee? Ich dreh schon durch

Danke
Gast #6108514
Lesenswert?

> wenn ich die Schaltung in PDf Umwandle habe ich verschiede Schwarzstufen
> auf der Massefläche

Wenn ich das mit einem PDF-Editor aufmache, sehe ich, dass die
gesamte Masseflaeche jeweils ein "Solid Fill" ist. In 100% Schwarz.
Da ist kein Grau.
Moderator Persönliche Seite #6108689
Lesenswert?

pumuggl schrieb:
> Da ist kein Grau.

Wird vermutlich in Streifen gezeichnet worden sein. Je nach Renderer 
(und Zoom) führen dann Antialiasing-Versuche an den Übergängen zu einer 
Graudarstellung.

Wenn ich mir sie mit Evince ansehe, sehe ich auch unterschiedliche 
Streifen, wenn ich das uralte xpdf nehme, ist alles tiefschwarz.

Wichtig ist natürlich am Ende, was beim Rendern für den Drucker bei der 
Zielperson draus entsteht.
#6108710
Lesenswert?

Du kannst alle Layer, die Du ausgeben willst schwarz einstellen.
Das Ganze dann noch vernünftig skalieren und, falls nichts anderes zur 
Verfügung steht, auf einem PDF-Drucker ausgeben (z.B. FreePDF).
Habe das Teil gerade nicht in Reichweite, aber ich glaube da ist sogar 
ein PDF-Drucker integriert.
Gast #6109893
Lesenswert?

Ich habe Druckvorlagen früher immer über den CAM-Prozessor von Eagle 
gemacht, als Gerät PS oder EPS oder so, Postscript-Datei erzeugt, die 
dann in PDF konvertiert mit Ghostview. Irgendwie ging das.
Gast #6109950
Lesenswert?

Martina schrieb:
> Postscript-Datei erzeugt, die
> dann in PDF konvertiert mit Ghostview. Irgendwie ging das.

Er kann ja auch wie üblich Gerber ausgeben, sein höchst professioneller 
LP-Hersteller kann sich das ja mit einem Gerber-Viewer ausdrucken, wenn 
er denn einen Druck braucht. PDF ist kein gutes Format für 
Leiterplatten, schon garnicht die Pixelversion.

Georg
Moderator Persönliche Seite #6109958
Lesenswert?

georg schrieb:
> PDF ist kein gutes Format für Leiterplatten, schon garnicht die
> Pixelversion.

Naja, wenn alles ordentlich installiert ist, ist PDF (genauso wie PS) 
zumindest maßhaltig. Für einen einfachen Platinenausdruck (a la 
Platinenätzer) genügt das vollkommen.

Wie kommst du drauf, dass das bisschen 175 KB eine Pixelversion sei?

Ich bleibe bei meiner oben postulierten Vermutung: Schuld an diesen 
Streifen ist lediglich, dass Eagle die Füllflächen in Abschnitten füllt, 
und dass "moderne" PDF-Viewer für die Bildschirmdarstellung ein 
Antialiasing versuchen, was an den Ränder der Teilpolygone zu Graustufen 
führt.

Da Drucker deutlich besser auflösen als Bildschirme, sollte so ein 
Antialiasing-Kram dort nicht nötig sein, und die Füllung ist solide 
schwarz, so wie sie eben auch im hornalten XPDF-Viewer aussieht (der 
kein Antialiasing macht).
Gast #6109970
Lesenswert?

Jörg W. schrieb:
> dass Eagle die Füllflächen in Abschnitten füllt,
> und dass "moderne" PDF-Viewer für die Bildschirmdarstellung ein
> Antialiasing versuchen, was an den Ränder der Teilpolygone zu Graustufen
> führt.

Ich denke eher, dass es ein Darstellungsproblem des PDF-Vievers ist.
Graustufen kann ich nicht erkennen.
Und die Linien bei 125 und 150% liegen ganz unterschiedlich.
Ich habe auch schon eine Menge Platinen aus PDF gemacht.
Nie ein Problem.
Gast #6110724
Lesenswert?

michael_ schrieb:
> Wenn, dann sollte man das doch im Adobe-Reader beurteilen.
> Streifen entstehen nur bei 125 und 150%.

Gibt es irgendeinen Grund, warum in einer schwarzen Fläche bei 
Vergrößerung auf 125 oder 150 Prozent irgendwelche Streifen auftauchen 
sollten?

Es ist vielleicht einfach ein Fehler, für die Betrachtung eine Software 
von Adobe zu verwenden. Anscheinenden kommen die mit dem PDF nur bedingt 
zurecht.
Gast #6110948
Lesenswert?

> Das mit dem Antialiasingartefakt war doch wohl kein erst gemeintes
> Argument. Eine scharze Fläche hat schwarz zu sein - egal bei welcher
> Zoomstufe.

Zweifelsfrei.

Es wirft aber ein deutliches Licht auf die Qualitaet der Software
die dem Anwender zugemutet wird.
Praktisch jeder PDF-Editor/Viewer produziert bei einem Zoom von
125 - 150% die beschriebenen Artefakte.

Getestet mit:

Acrobat 8 Professional: reisst die gefuellte Flaeche auf und fuegt
ein weisses Linienmuster ein. Auch das Ausschalten des Imagesmoothing
in den Darstellungsoptionen brint nichts.
Acrobat 9 Pro Extended: erzeugt graue Muster in den schwarzen Flaechen.
Foxit PDF Editor: erzeugt graue Muster in den schwarzen Flaechen.
Foxit PDF Viewer: erzeugt graue Muster in den schwarzen Flaechen.
PDF Exchange: erzeugt graue Muster in den schwarzen Flaechen.

Man muesste das ganze nochmal mit den uebrigen Werkzeugen testen.
Ghostscript/Acrobat Distiller

Vielleicht tut uns der TO den Gefallen und stellt hier mal das
BRD-File ein.

Hervorgerufen wird der Effekt vermutlich von der Ueberlagerung
der "schwarzen" Linien in den Randbereichen aus denen die
Masseflaeche zusammengesetzt wird. Da trifft dann 2x Schwarz
aufeinander :-).

Schoenes Wochenende
Moderator Persönliche Seite #6111104
Lesenswert?

Wolfgang schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Habe ich doch schon mehr als einmal genannt …
>
> Das mit dem Antialiasingartefakt war doch wohl kein erst gemeintes
> Argument.

Doch, sehr wohl, denn es wird das Problem meiner Schätzung nach am 
besten treffen.

> Eine scharze Fläche hat schwarz zu sein - egal bei welcher
> Zoomstufe.

Das Problem dabei: es ist nicht eine schwarze Fläche, sondern der 
Adler stückelt offenbar viele solche aneinander. Wenn man sie Pixel für 
Pixel ausdruckt, passt das auch. Habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht, 
das PDF so genau zu analysieren, aber vermutlich ist die Grenzlinie 
einer Teilfläche direkt über der Grenzlinie der Nachbarfläche.

Der Antialiasing-Kram wiederum versucht, am Übergang von schwarz auf 
weiß auf den (im Vergleich zum Druck) wenig auflösenden Bildschirmen 
Graufstufen einzufügen, um so „Klötzchenbildung“ zu vermeiden. Dabei 
entstehen nun je nach Zoomstufe Bereiche in den Überlappungszonen der 
Flächen, die nicht mehr schwarz sind sondern heller.

Wenn man darum einen „dummen“ Renderer ohne Antialiasing benutzt (wie 
eben beispielsweise das uralte xpdf), dann sieht man solche Effekte 
nicht. Alle „modernen“ Renderer dagegen produzieren solche Artefakte. 
(Möglicherweise ist der Effekt bspw. auf einem Mac mit seinem 
„Retina“-Display daher auch viel weniger ausgeprägt.)

Beim Rendern für den Druck dagegen wird normalerweise kein Antialiasing 
gemacht, da die Drucker eine genügend hohe Auflösung haben. Insofern 
sollte das für die Zielanwendung kein Problem sein.
Gast #6111122
Lesenswert?

Ich habe mal mit den Einstellungen im Acroreader gespielt.

Wenn man mal auf Standard 96dpi geht, sind Linien nur bei 150% 
vorhanden.
Im Druck wird es keine Linien geben.


Wolfgang schrieb:
> Es ist vielleicht einfach ein Fehler, für die Betrachtung eine Software
> von Adobe zu verwenden. Anscheinenden kommen die mit dem PDF nur bedingt
> zurecht.

Wenn nicht die, wer dann?

Jörg W. schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Ich denke eher, dass es ein Darstellungsproblem des PDF-Vievers ist.
>
> Genau das schrieb ich …

Ich hatte es so aufgefasst, dass es schon bei der Erstellung in EAGLE 
entsteht.
Angehängte Dateien:
Gast #6111335
Lesenswert?

michael_ schrieb:
> Wenn nicht die, wer dann?

Gut Frage.

Auch wenn das hier nicht direkt zum Thema gehört:
Wenn man sieht, was der Adobe Acrobat Reader  manchmal für grausige 
Dinge in die (Text)-Zwischenablage schiebt, wenn man Text aus einer 
Datei im PDF kopiert, habe ich da ernste Zweifel an einem vernünftigen 
Software-Konzept.
Moderator Persönliche Seite #6111528
Lesenswert?

Wolfgang schrieb:
> was der Adobe Acrobat Reader  manchmal für grausige Dinge in die
> (Text)-Zwischenablage schiebt, wenn man Text aus einer Datei im PDF
> kopiert

Das hat erstens mit dem Thema gar nichts mehr zu tun, und zweitens 
solltest du dir mal darüber im Klaren werden, was an Informationen in so 
einem PDF drin steht. Vermutlich hast du in solchen Fällen ein 
gescanntes Dokument, bei dem nach dem Scannen noch jemand ein OCR drüber 
laufen lassen hat, damit man überhaupt eine textuelle Information drin 
hat.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren