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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Die Werkstudenten-Jobs in Hamburg sind lächerlich.


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von Franco. A (Gast)


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https://www.stellenwerk-hamburg.de/jobboerse/studentenjobs-werkstudent-scientific-assistant-part-analysis-hamburg-harburg-hh-2020-01-09-294130

13€ für die o.g. Anforderungen. 13€ bekomme ich auch als Inventurhelfer. 
Das ist eine von vielen solch lächerlichen Annoncen. Eine andere, welche 
ich las, offerierte 10€, dafür sollte man vollwertige Ingenieursarbeit 
in der Entwicklung und Optimierung von Brennwertkesseln übernehmen. 
Selbstverständlich nur die besten Noten, Zeugnisse, Referenzen 
blablabla...

Wen wollen die eigentlich verarschen?

von konfusius (Gast)


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Franco. A schrieb:
> 
https://www.stellenwerk-hamburg.de/jobboerse/studentenjobs-werkstudent-scientific-assistant-part-analysis-hamburg-harburg-hh-2020-01-09-294130
>
> 13€ für die o.g. Anforderungen. 13€ bekomme ich auch als Inventurhelfer.
> Das ist eine von vielen solch lächerlichen Annoncen. Eine andere, welche
> ich las, offerierte 10€, dafür sollte man vollwertige Ingenieursarbeit
> in der Entwicklung und Optimierung von Brennwertkesseln übernehmen.
> Selbstverständlich nur die besten Noten, Zeugnisse, Referenzen
> blablabla...
>
> Wen wollen die eigentlich verarschen?

13 Euro die Stunde finde ich ok. Man darf auch nicht vergessen dass die 
dem Studenten (hoffentlich) nicht blind vertrauen sondern alles was er 
macht überprüfen und ihn natürlich erst einarbeiten müssen.

von Qwertz (Gast)


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Franco. A schrieb:
> Wen wollen die eigentlich verarschen?

Ein Werkstudent ist kein vollwertiger Mitarbeiter, daher bekommt er eben 
auch nur ein Taschengeld. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Das große 
Geld kommt später. Vielleicht erst einmal zu Ende studieren, bevor man 
große Forderungen aufstellt?

von AVR (Gast)


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Franco. A schrieb:
> Selbstverständlich nur die besten Noten, Zeugnisse, Referenzen
> blablabla...

Naja...Orte, wo nur Noten wichtig sind..Glaube mir, dort willst du auch 
nicht arbeiten .

von c r (Gast)


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konfusius schrieb:
> 13 Euro die Stunde finde ich ok

Ich auch.

Genau das hab ich als Werkstudent bekommen, bei ~15-20h/Woche waren das 
bei mir gut 700€ netto im Monat, mit Bafög ~1000€, davon kann man als 
Student schon leben.

von Paul B. (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

Also wird heute die Lehre mit einem Studium gleichgesetzt. Zu meiner 
Zeit habe ich als ungelernter das 3-fache verdient. Aber interessant, 
wie sich heute die Studierenden mit Missständen arrangieren.

von Viatorem (Gast)


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Seitdem die Mieten haben sich verdoppelt. Die Werkstudenten werden fast 
immer verarscht genauso wie die Dienstleister Deppen.

von Nop (Gast)


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Paul B. schrieb:

> Also wird heute die Lehre mit einem Studium gleichgesetzt. Zu meiner
> Zeit habe ich als ungelernter das 3-fache verdient.

Rechnen wir mal großzügig den Teuro 1:1 um, dann wären das heute 39 Euro 
die Stunde. Das wären 6500 Euro bei Umrechnung auf Vollzeit. Ich sag mal 
so, solche Jobs gibt's als Ungelernter, allerdings nicht im legalen 
Bereich.

von c r (Gast)


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Paul B. schrieb:
> Also wird heute die Lehre mit einem Studium gleichgesetzt

Auf keinen Fall.
Ein Lehrling nach der Hälfte der Lehre ist halb angelernt.
Ein Student nach der Hälfte des Studiums ist garnichts.

Werksstudentenstellen sind IMO dafür da die fehlende Praxis des Studiums 
zu kompensieren, da soll man also was lernen.
Dazu muss aber ein vollwertiger Mitarbeiter viel seiner Zeit in den 
Studenten investieren, wie bei einer Ausbildung.
Ein Azubi bekommt keine 13€/h, also wo ist der Grund zum meckern?

Paul B. schrieb:
> Zu meiner
> Zeit habe ich als ungelernter das 3-fache verdient.

Schwarz als Handwerker? Das ist auch heute noch so.


Ein Werksstudent ist keine billige Arbeitskraft, sondern ein teurer 
Azubi.

Verarsche ist es nur, wenn man nix dabei lernt.

von Franco. A (Gast)


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Vor allem wird das Argument mit den Lehrjahren doch immer gebracht: Bist 
Du Abiturient, bekommst Du den Spruch zu hören, bist du Student in der 
Endphase, bekommst Du den Spruch zu hören, bist Du Frischling im Job, 
bekommst Du den Spruch die ersten 5 Jahre auch zu hören... 
wahrscheinlich bekommt man den Spruch auch noch mit 50 zu hören? Wann 
enden die Lehrjahre und wann beginnen die Herrenjahre? Oder sind 
Lehrjahre das ganze Leben?

von Franco. A (Gast)


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c r schrieb:
> konfusius schrieb:
>> 13 Euro die Stunde finde ich ok
>
> Ich auch.
>
> Genau das hab ich als Werkstudent bekommen, bei ~15-20h/Woche waren das
> bei mir gut 700€ netto im Monat, mit Bafög ~1000€, davon kann man als
> Student schon leben.

Hängt davon ab, wo Du wohnst. 13€ in Hamburg sind grenzwertig. Mieten 
und WG-Preise sind explodiert. Hast Du vor 10 Jahren 270€ fürs 
Studentenwohnheim bzw. 300€ für die WG bezahlt, so zahlst du heutzutage 
das doppelte.

von c r (Gast)


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Franco. A schrieb:
> Hängt davon ab, wo Du wohnst.

Nicht pendeln zu müssen ist Luxus. Es zwingt einen ja keiner im 
Stadtgebiet bzw. im näheren Umkreis zu wohnen. Ich bin von meiner WG 
20km mit dem Auto gependelt, ging auch irgendwie.

Franco. A schrieb:
> Hast Du vor 10 Jahren 270€ fürs
> Studentenwohnheim bzw. 300€ für die WG bezahlt, so zahlst du heutzutage
> das doppelte.

Von meiner ehemaligen Hochschule weiß ich, dass die Wohnheimzimmer 
momentan 250-300€ um den Dreh kosten (inkl. aller Nebenkosten und 
Internet)

von Fachkraft (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

Und lebenslanges Lernen ist die Zukunft...

von Qwertz (Gast)


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c r schrieb:
> Paul B. schrieb:
>> Also wird heute die Lehre mit einem Studium gleichgesetzt
>
> Auf keinen Fall.
> Ein Lehrling nach der Hälfte der Lehre ist halb angelernt.
> Ein Student nach der Hälfte des Studiums ist garnichts.

Exakt auf den Punkt gebracht, genauso ist es. Er ist eher so etwas wie 
ein Praktikant als mit einem Lehrling vergleichbar.

von Wühlhase (Gast)


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Hehe...aus o.g. Link:

> Ihre Aufgaben:
> Demontage von Baugruppen (vorwiegend Federbeine und Luftfedern)

Soweit ich das abschätzen kann ist das nicht ganz ungefährlich und läßt 
man eher Leute machen, die das anständig gelernt haben.

> Analyse von Bauteilen, Schäden und deren Ursachen (Material, Produktion,
> Prüfung, Missbrauch, etc.)

Ich hab von Maschinenbau wenig Ahnung, aber das klingt für mich eher 
nach einigen Jahren BE.

> Benchmark & Analyse von Wettbewerbsteilen

Aber immerhin hat die Firma Eier aus Stahl und keinerlei Schamgefühl, 
oder wer sonst würde so etwas in eine Stellenausschreibung schreiben?

von Qwertz (Gast)


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Franco. A schrieb:
> wahrscheinlich bekommt man den Spruch auch noch mit 50 zu hören?

Nein.

> Wann
> enden die Lehrjahre und wann beginnen die Herrenjahre?

Der Übergang geschieht üblicherweise nach etwa 2 bis 3 Jahren im ersten 
Job, wenn man also gut eingearbeitet ist und bereits etwas echte 
Berufserfahrung gesammelt hat.

> Oder sind
> Lehrjahre das ganze Leben?

Nein.

von Qwertz (Gast)


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Qwertz schrieb:
>> Oder sind Lehrjahre das ganze Leben?
>
> Nein.

Wobei das natürlich nicht heißen soll, dass man nichts mehr dazulernen 
soll oder muss. Das bezieht sich jetzt nur auf den Spruch.

von Karl (Gast)


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Hier mal das, was die Uni zahlt:

Die Vergütung für Studentische Hilfskräfte beträgt ab 1. Oktober 2018 
EUR 10,13 pro Stunde.

Bei der Stelle ist die Vergütung also 28 % über den, durch demokratisch 
gewählte Parteien festgelegten Stundensatz. Wer mehr will sollte anders 
wählen.

von Hugo H. (hugohurtig1)


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Ich empfehle einen Neben-Job im Gerüstbau (auf Akkord-Basis). Das stählt 
die Muskeln und vertieft den Sinn für körperliche Arbeit. Nebenbei auch 
besser bezahlt - aber für die 3 Stunden, die der TO das aushalten wird, 
ist das relativ :-).

Als Werksstudent präsentiert man sich und baut Beziehungen auf -wenn man 
nebenbei auch och etwas verdient - prima. 13 € finde ich passabel - es 
gibt sicher auch mehr, da wird auch mehr Leistung verlangt werden.

von Hannes J. (Firma: professional Professional) (pnuebergang)


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Franco. A schrieb:
> 13€ für die o.g. Anforderungen. 13€ bekomme ich auch als Inventurhelfer.
> Das ist eine von vielen solch lächerlichen Annoncen.

Dann mach Inventurhelfer. Dies ist ein freies Land. Du musst dich dort 
nicht bewerben.

von Grille (df3hpo) (Gast)


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Franco. A schrieb:
> c r schrieb:
>> konfusius schrieb:
>>> 13 Euro die Stunde finde ich ok
>>
>> Ich auch.
>>
>> Genau das hab ich als Werkstudent bekommen, bei ~15-20h/Woche waren das
>> bei mir gut 700€ netto im Monat, mit Bafög ~1000€, davon kann man als
>> Student schon leben.
>
> Hängt davon ab, wo Du wohnst. 13€ in Hamburg sind grenzwertig. Mieten
> und WG-Preise sind explodiert. Hast Du vor 10 Jahren 270€ fürs
> Studentenwohnheim bzw. 300€ für die WG bezahlt, so zahlst du heutzutage
> das doppelte.

Klar, wenn ich mir in Wellingsbüttel oder Eimbüttel mir ne WG suche..Ich 
selber wohne in einer WG in HH und zahle 380 Euronen warm.

von Jemand (Gast)


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Hallo

"Von meiner ehemaligen Hochschule weiß ich, dass die Wohnheimzimmer
momentan 250-300€ um den Dreh kosten (inkl. aller Nebenkosten und
Internet)"

Dann ist es von irgendeiner Stelle subventioniert

Ein einzelner Mensch benötigt nun mal eine bestimmte Menge an Wasser, 
produziert eine bestimmte Menge an Abwasser.
Auch der Energiebedarf in Form von elektrischer Energie hängt nur bis zu 
einen gewissen Teil davon ab wie man wohnt.
Die laufenden Kosten des Hauses steigen eher bei vielen Bewohnern, 
besonders wenn diese dort nur für relativ Kurze Zeit leben, prinzipiell 
"kein" Geld haben und durch  einen Wohnstiel der einer Wohngemeinschaft 
oder auch einer Jugendherberge ähnelt der Einzelne recht anonym 
gegenüber den Betreiber (Besitzer) ist - der meist auch in irgendeiner 
Form "staatlicher" Hand ist (mit entsprechenden weniger Interessen sein 
Eigentum langfristig  zu schützen und preiswert zu betreiben in der Art 
wie jeder Private besitzer es  tun würde).
Ein Internetzugang kostet normalerweise auch immer noch mindestens 20 
Euro, aber eher 30 Euro im Monat - das mag aber bei einen 
Studentenwohnheim aber anders möglich sein was dann aber sicherlich nur 
mit Einschränkungen ("Filter" vergleichbar eines Internetzugang bei 
einer Firma) oder geringer Datenraten für den Einzelnen Nutzer 
hinauslaufen.

250 Euro sind im "normalen" Mieterleben (und erst recht wenn man 
Hausbesitzer ist) eher die Untergrenze nur für die Nebenkosten mit 
Internetzugang.
Selbst bei einer Winzwohnung die am ehesten einen einzelnen Zimmer 
entspricht hat man sehr schnell 250 Euro an Nebenkosten (auch wenn diese 
erst mit der Nebenkostenabrechnung vollständig gezahlt werden und dann 
das typische Jammern beginnt...).
Somit sind diese 250-300Euro auf jeden Fall durch den Steuerzahler (der 
gerade von vielen Studenten -dort allerdings kaum die mit den 
technischen Studienfächern- in Form des alten wissen Mannes kritisiert 
wird) subventioniert.
Das sollten sich mal die "lieben" studierenden (meist einer bestimmten 
Themenfelds die man hier im Forum eher nicht findet) vor Augen führen...

Jemand

von Qwertz (Gast)


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Jemand schrieb:
> Dann ist es von irgendeiner Stelle subventioniert

Ja, das ist es sicherlich, aber warum auch nicht? Die Preise in meiner 
Kantine sind auch subventioniert. :-)
Passt doch, wenn es für einen guten Zweck ist. Mein warmes Mittagessen 
ist definitiv ein guter Zweck, und Studenten sind in der Regel die 
Gutverdiener von morgen, und damit auch brave Steuerzahler, also warum 
sollte man das Wohnen als Student nicht subventionieren? Es ist somit 
eine Art von Investition aus staatlicher Sicht.

von Paul B. (Gast)


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Nop schrieb:
> Paul B. schrieb:
>
>> Also wird heute die Lehre mit einem Studium gleichgesetzt. Zu meiner
>> Zeit habe ich als ungelernter das 3-fache verdient.
>
> Rechnen wir mal großzügig den Teuro 1:1 um, dann wären das heute 39 Euro
> die Stunde.

Das 3-fache habe ich von den damaligen Lebensumständen abgeleitet. Da 
konnte jemand mit Hauptschulabschluss noch eine Familie gründen und die 
Frau blieb zu Hause. Das eigene Haus war rel. schnell abbezahlt und die 
beiden Kinder haben studiert. Bei der Firma konnte man damals auch als 
Ungelernter bis zur Rente bleiben. Das wird dir heute als Ing. bei einem 
Dienstleister nicht mehr gelingen.

Wühlhase schrieb:
> Aber immerhin hat die Firma Eier aus Stahl und keinerlei Schamgefühl,
> oder wer sonst würde so etwas in eine Stellenausschreibung schreiben?

So ist es. Wäre damals unmöglich gewesen, der Ruf einer Firma wäre 
dauerhaft beschädigt gewesen. Heute gehören schlechte Löhne zum guten 
Ton und lassen die Kurse steigen. Die heutige Generation hat 
offensichtlich keinen Schimmer, wie man ihre Lebensbedingungen 
zusammengeschnitten hat.

Fachkraft schrieb:
> Und lebenslanges Lernen ist die Zukunft...

Aber selbstverständlich in deiner Freizeit!

von Qwertz (Gast)


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Paul B. schrieb:
> Das 3-fache habe ich von den damaligen Lebensumständen abgeleitet. Da
> konnte jemand mit Hauptschulabschluss noch eine Familie gründen und die
> Frau blieb zu Hause. Das eigene Haus war rel. schnell abbezahlt und die
> beiden Kinder haben studiert. Bei der Firma konnte man damals auch als
> Ungelernter bis zur Rente bleiben.

Was eine Verklärung der Vergangenheit, ja ja, früher war alles besser...
Ich möchte jedenfalls nicht mehr in dieser Zeit leben. Es ist schon ganz 
gut so, wie es heute ist. Und deine spießigen Vorstellungen von der 
nicht arbeitenden Hausfrau und dem eigenen Haus mit Kindern, Hund und 
Katze kannst du mal schön einmotten.

Paul B. = Paul Baumann? Das würde freilich so Einiges erklären.

von David S. (Firma: Bankenaufsicht) (avmsterdam)


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Paul B. schrieb:
> Das eigene Haus war rel. schnell abbezahlt und die
> beiden Kinder haben studiert.

Seltsamerweise war die Wohneigentumsquote aber niedriger als heute und 
das Recht aufs Studieren wurde, statistisch gesehen, vererbt.

Diese blauäugige Verklärung hält in Zeiten des Internets einer 
einminütigen Überprüfung nicht statt.

von c r (Gast)


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Jemand schrieb:
> Dann ist es von irgendeiner Stelle subventioniert

Hä ja und? Das sind Bafög, Semestertickets und die komplette Existenz 
der Hochschule überhaupt auch. Der Rest deines Kommentars geht damit 
komplett am Thema vorbei und an die Wand.

Der Punkt ist dass man von 13€/h als Werkstudent überleben kann, bis man 
das Studiums hinter sich hat. Nicht mehr und nicht weniger.

von Franco. A (Gast)


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c r schrieb:
> Paul B. schrieb:
>> Also wird heute die Lehre mit einem Studium gleichgesetzt
> Ein Student nach der Hälfte des Studiums ist garnichts.

Dann sollen sie doch direkt Abiturienten anstellen, wenn Werkstudenten 
eh nix können.

von Franco. A (Gast)


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c r schrieb:
> Franco. A schrieb:
>> Hängt davon ab, wo Du wohnst.
>
> Nicht pendeln zu müssen ist Luxus. Es zwingt einen ja keiner im
> Stadtgebiet bzw. im näheren Umkreis zu wohnen. Ich bin von meiner WG
> 20km mit dem Auto gependelt, ging auch irgendwie.
>
> Franco. A schrieb:
>> Hast Du vor 10 Jahren 270€ fürs
>> Studentenwohnheim bzw. 300€ für die WG bezahlt, so zahlst du heutzutage
>> das doppelte.
>
> Von meiner ehemaligen Hochschule weiß ich, dass die Wohnheimzimmer
> momentan 250-300€ um den Dreh kosten (inkl. aller Nebenkosten und
> Internet)

Wo? In Jameln?

von Qwertz (Gast)


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Franco. A schrieb:
> c r schrieb:
> Paul B. schrieb:
> Also wird heute die Lehre mit einem Studium gleichgesetzt
>
> Ein Student nach der Hälfte des Studiums ist garnichts.
>
> Dann sollen sie doch direkt Abiturienten anstellen, wenn Werkstudenten
> eh nix können.

Du verstehst es wirklich nicht, oder?
Aus dem Werkstudent wird ja eventuell mal irgendwann ein wertvoller 
Mitarbeiter, aber solange er noch studiert ist er das eben nicht im 
vollen Maße.

von Franco. A (Gast)


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Hugo H. schrieb:
> Ich empfehle einen Neben-Job im Gerüstbau (auf Akkord-Basis). Das stählt
> die Muskeln und vertieft den Sinn für körperliche Arbeit. Nebenbei auch
> besser bezahlt - aber für die 3 Stunden, die der TO das aushalten wird,
> ist das relativ :-).

Du wirst lachen, aber ich habe während meines Studiums einige Zeit im 
Hafen @ Containerumschlag gearbeitet. Harter Job, aber fast 20€ die 
Stunde auf die Kralle.

von Franco. A (Gast)


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Hannes J. schrieb:
> Franco. A schrieb:
>> 13€ für die o.g. Anforderungen. 13€ bekomme ich auch als Inventurhelfer.
>> Das ist eine von vielen solch lächerlichen Annoncen.
>
> Dann mach Inventurhelfer. Dies ist ein freies Land. Du musst dich dort
> nicht bewerben.

Natürlich, aber ich kann mich ja trotzdem drüber ärgern und mich publik 
darüber beschweren.... ^^

von Qwertz (Gast)


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Franco. A schrieb:
> Natürlich, aber ich kann mich ja trotzdem drüber ärgern und mich publik
> darüber beschweren.... ^^

Das kannst du, aber deine Beschwerde ist eben vollkommen unberechtigt, 
wie du hier im Thread nachlesen kannst.

von Franco. A (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Franco. A schrieb:
>> c r schrieb:
>> Paul B. schrieb:
>> Also wird heute die Lehre mit einem Studium gleichgesetzt
>>
>> Ein Student nach der Hälfte des Studiums ist garnichts.
>>
>> Dann sollen sie doch direkt Abiturienten anstellen, wenn Werkstudenten
>> eh nix können.
>
> Du verstehst es wirklich nicht, oder?
> Aus dem Werkstudent wird ja eventuell mal irgendwann ein wertvoller
> Mitarbeiter, aber solange er noch studiert ist er das eben nicht im
> vollen Maße.

Könnte aus dem Abiturienten doch auch werden, wenn er von der FIRMA ein 
BA-Studium angeboten bekommt.

von c r (Gast)


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Franco. A schrieb:
> Könnte aus dem Abiturienten doch auch werden, wenn er von der FIRMA ein
> BA-Studium angeboten bekommt.

Seit wann studiert man in der Firma?

von Jemand (Gast)


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Hallo

ja "früher" war bestimmt nicht alles besser, insbesondere im 
Arbeitsumfeld.

Dir ist schon klar das einige der eventuell(...!)  besseren Bedingungen 
für einige einfache Arbeiter der damaligen Großpoltischen Lage und den 
gelebten  Selbstverständnis im Umgang mit bestimmten Gruppen geschuldet 
waren?!

Der ehemals real bestehende eiserne Vorhang, die gegenseitige (obwohl 
selbst zu Hochzeiten des Ost West Konfliktes wurden Geschäfte 
gemacht...) Abschottung, der Gebrauch (so drastisch und ins verachtende 
gehende muss man es leider sagen) von Gastarbeitern und die 
blauäugigkeit bzw. Ignoranz darüber das es sich um Menschen handelt(e) 
die auch ein Privatleben, eine andere Kultur haben und das einzelne 
damals junge Männer wohl kaum dauerhaft alleine und nur zum arbeiten 
hier leben wollten, haben sicherlich so einiges dazu beigetragen das es 
"früher" für den Biodeutschen  Industriearbeiter eventuell besser 
aussah.
Ein wichtiger, wenn auch bestimmt nicht unterhaltsamer oder 
entspannender Film dazu, denn man sich trotzdem unbedingt einmal 
angeschaut haben sollte wäre
Angst essen Seele auf:
https://de.wikipedia.org/wiki/Angst_essen_Seele_auf

Ein "Horrorfilm" der bedrückenden Art, den sich jeder 
"Arbeitsnostalgiker" der 60er bis 80er Jahre unbedingt mal ansehen 
sollte.

Die Rechnung diese Handelns und der erstmal bejubelte weltpolitische 
Wandel beginnend ende der 80er Jahre, müssen halt die heute im 
Arbeitsleben stehenden indirekt bezahlen.

Und nebenbei:
Es gibt genug Dokumente wie der "einfache" Arbeiter mit 
Hauptschulabschluss noch körperlich Malochen musste- gerade in der 
Produktion absolut nicht vergleichbar mit den heutigen (bei weiten auch 
nicht wirklich schönen) Bedingungen.

Und in den tristen bis deprimierenden Wohnungen die sich auch damals der 
einfache Arbeiter mit Hauptschulabschluss leisten konnte möchte heute 
niemand mehr leben müssen - man beachte auch wie sich die Gegenden wo 
diese Wohnungen Massenhaft waren (als reine Bauten immer noch sind) sich 
zu einen Großteil entwickelt haben...

Jemand

von Werner (Gast)


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Jemand schrieb:
> 250 Euro sind im "normalen" Mieterleben (und erst recht wenn man
> Hausbesitzer ist) eher die Untergrenze nur für die Nebenkosten mit
> Internetzugang.

ich vermiete 3 Wohnungen (je ca. 40qm) an Einzelpersonen, die 
Nebenkosten betragen in den letzten Jahren (ohne Internet) zwischen 130 
und 160 Euro.
Die 250 erreicht man vielleicht wenn man jeden Tag 2 Vollbäder nimmt

von Franco. A (Gast)


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c r schrieb:
> Franco. A schrieb:
>> Könnte aus dem Abiturienten doch auch werden, wenn er von der FIRMA ein
>> BA-Studium angeboten bekommt.
>
> Seit wann studiert man in der Firma?

Die Firma verpflichtet den Studenten nach dem BA-Studium zu 10 Jahren 
Arbeit im Betrieb.

von Qwertz (Gast)


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Jemand schrieb:
> ja "früher" war bestimmt nicht alles besser, insbesondere im
> Arbeitsumfeld.

Hallo Jemand,

vielen Dank für diesen tollen Beitrag, er trifft voll ins Schwarze.

In der Gegenwart unzufriedene Menschen tendieren wohl leider dazu, sich 
in die Vorstellung zu flüchten, dass in der Vergangenheit doch alles 
viel besser war. Aber das war es natürlich nicht, wenn dann nur 
punktuell.

von Qwertz (Gast)


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Werner schrieb:
> ich vermiete 3 Wohnungen (je ca. 40qm) an Einzelpersonen, die
> Nebenkosten betragen in den letzten Jahren (ohne Internet) zwischen 130
> und 160 Euro.
> Die 250 erreicht man vielleicht wenn man jeden Tag 2 Vollbäder nimmt

Du vergisst dabei neben Internet/Telefon natürlich noch die Stromkosten. 
Dann ist man von den 250 € nicht mehr weit entfernt.

von Andreas M. (amesser)


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Qwertz schrieb:
> Werner schrieb:
>> ich vermiete 3 Wohnungen (je ca. 40qm) an Einzelpersonen, die
>> Nebenkosten betragen in den letzten Jahren (ohne Internet) zwischen 130
>> und 160 Euro.
>> Die 250 erreicht man vielleicht wenn man jeden Tag 2 Vollbäder nimmt
>
> Du vergisst dabei neben Internet/Telefon natürlich noch die Stromkosten.
> Dann ist man von den 250 € nicht mehr weit entfernt.

Aha. Also wir zahlen zu zweit in einer ungedämmten 70er Jahre 80qm 
Dachgeschosswohnung ca. 170€ für Wasser + Heizung. Dann nochmal 75 € für 
Strom und Telefon. Wir kochen jeden Tag frisch, einmal wird in der Woche 
Brot gebacken und PC und TV sind auch viel an.

Wenn man sich nicht alle möglichen unnötigen Kinkerlitzchen gönnt dann 
sollte man als ein Student problemlos weit da drunter kommen. (Siehe 
Herrenjahre Spruch, in dem Altern muss man sich nicht einen 100MBit 
Internetanschluss, Sky oder sonstwas leisten. Man kann auch einfach das 
Netz der Uni nutzen oder mal auf eine Party gehen)

von Ntldr -. (ntldr)


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Werkstudenten sind blöderweise immer schwer einzuschätzen, da zwischen 
"Ich hatte mal einen Java Kurs in der Uni und bin jetzt Programmierer!" 
und "Programmiert seit Ewigkeiten an komplexen Hobbyprojekten etc." 
alles dabei ist. Auch sind die dann recht schnell wieder weg, wenn das 
Studium entweder abgebrochen oder beendet wird, wodurch sich großartiges 
Aussieben nicht lohnt. Da wird dann entsprechend auch nur genau soviel 
gezahlt, wie nötig ist um die paar Stellen zu besetzen.

Karl schrieb:
> Hier mal das, was die Uni zahlt:
>
> Die Vergütung für Studentische Hilfskräfte beträgt ab 1. Oktober 2018
> EUR 10,13 pro Stunde.
>
> Bei der Stelle ist die Vergütung also 28 % über den, durch demokratisch
> gewählte Parteien festgelegten Stundensatz. Wer mehr will sollte anders
> wählen.

Bei den Hiwistellen an der Uni findet man aber auch gerne mal Jobs mit - 
in der Praxis - deutlich besseren Arbeitsbedingungen als extern als 
Werkstudent. Das steht nur meist nicht in den Stellenbeschreibungen.

Ich hatte im Studium z.B. hauptsächlich Hausaufgaben korrigiert. Das 
bestand dann aus 20-30 Übungsabgaben (je 3-4 Aufgaben) für die ich ne 
Woche Zeit zum korrigieren hatte. Wann und wo ich die Korrektur gemacht 
hatte war völlig egal. Ging also auch Zuhause ganz Nebenbei oder auch 
mal um 4:00 morgens.

Eingeplant und bezahlt wurden dafür jeweils 50h/Monat. Wirklich 
gebraucht habe ich damals eher 25h-35h. Dazu kamen dann noch 
Überhangszeiten (je ~2 Wochen am Anfang und Ende der Vorlesungszeiten 
gabs ja nicht zu korrigieren, im Winter über Weihnachten gabs auch 
nichts). Damit waren dann auch mal schnell 17€ aufwärts als 
Effektivstundenlohn drin. Und das für nen lockeren Job mit Homeoffice 
ohne Zeitstress.

von Qwertz (Gast)


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Andreas M. schrieb:
> Wenn man sich nicht alle möglichen unnötigen Kinkerlitzchen gönnt dann
> sollte man als ein Student problemlos weit da drunter kommen. (Siehe
> Herrenjahre Spruch, in dem Altern muss man sich nicht einen 100MBit
> Internetanschluss, Sky oder sonstwas leisten. Man kann auch einfach das
> Netz der Uni nutzen oder mal auf eine Party gehen)

Damit hast du auch wieder recht. Ich habe die These mit den 250 € 
Nebenkosten auch nicht aufgestellt, zahle ja selbst weniger, und bin 
schon lange kein Student mehr.
Aber geben wird es das da draußen sicherlich, auch wenn für kleine 
Wohnungen. Man denke nur daran, dass man gegebenenfalls das Warmwasser 
über Strom erzeugt, das kostet ordentlich.

von Sepp (Gast)


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Deshalb habe ich nie als Werkstudent gearbeitet sondern direkt ein 
Kleingewerbe angemeldet und per Auftrag programmiert. Kam da schnell auf 
40€/h. Geht als E-Ing. natürlich nicht so einfach wie als 
Informatik-Webseiten-C#-Kasper wie ich einer war.

von Arm wie eine Kirchenmaus (Gast)


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In meinem ersten Lehrjahr bakam ich damals 275DM und mußte damit 
alleingestellt auskommen. Keine Beihilfe von den (nichtvorhandenen 
Eltern). Irgendwie ging es, auch wenn mein Chef mir einen Labormantel 
kaufte weil ich nicht das Geld dazu hatte. Ab und zu lud mich ein 
Lehrkumpel ein zu ihnen nach Hause zu kommen. Da gab es dann Sandwiches 
von Mutter und musizierten Rock. Es gab ab und zu Tage wo kein Geld mehr 
da war zum Essen.

Trotzdem finde ich es war eine schöne Zeit damals für mich. Ich hatte 
unheimlich viel Gelegenheit zum Lernen was mir heute noch nützlich ist. 
Ans Arm sein erinnere ich mich eigentlich nicht sehr, nur an die guten 
Erfahrungen und Freundschaften dort und die interessanten Projekte an 
die ich teilhaben durfte da ich immer großes Interesse zeigte. Auch wenn 
ihr das vielleicht lächerlich findet, mir hat es nicht viel ausgemacht.

Anhand meiner Erfahrungen ist es wichtiger das Maximale an nützlichen 
Wissen und Praxis aus dem Betrieb rauszuholen. Das hilft dann später in 
der technischen Tätigkeit viel mehr. Das Geld ist normalerweise unter 
diesen Umständen nicht so wichtig. Pflege die Bekanntschaften mit 
erfahrenen Leuten und zeige ehrliches Interesse. Du wirst sehen es 
öffnen sich Türen wenn man es am wenigsten erwartet und macht das wenige 
Taschengeld später wieder wett.

von Sklavenvermittler (Gast)


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Franco. A schrieb:
> Wen wollen die eigentlich verarschen?

Also ich weiss nicht aber das klingt nach Handlangerjob. Können muss man 
dafür nicht wirklich was. Krempel ausbauen, untersuchen, dokumentieren, 
ich sehe da keine einzige fachlich besondere Anforderung, ausser das man 
keine zwei linke Hände haben darf.


Ich hatte als Werkstudent auch anspruchsvollere Jobs wo ich hinterher 
dachte, da haben sie dich eigentlich abgezockt und mit mir einen 
billigen Trottel gefunden aber es war dann auch eine gute Referenz für 
die erste richtige Stelle, das darf man nie vergessen. Mach ich den Job 
weil ich das Geld brauche? Dann ist die Tätigkeit egal, Hauptsache Geld 
kommt rein. Ist der Job mies bezahlt aber anspruchsvoll, lerne ich was 
dabei? Dann ist das Gehalt zweitrangig. Muss jeder für sich selbst 
entscheiden.

von c r (Gast)


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Franco. A schrieb:
> 13€ für die o.g. Anforderungen

Welche Anforderungen bitte? Man soll MB o.ä. studieren und kein 
Vollidiot sein, mehr ist da nicht verlangt, etwas schöner umschrieben 
halt.
Keine Praxiserfahrung, keine speziellen Kenntnisse, nix.
Es gibt ohne Ende unbezahlte Praktika mit höheren Anforderungen in der 
Ausschreibung.

Franco. A schrieb:
> 13€ bekomme ich auch als Inventurhelfer

Also für das selbe Geld ein viel langweiligerer Job, ohne jede Chance 
was zu lernen, der rein garkeinen positiven Eindruck im Lebenslauf 
hinterlässt? Na dann mach doch!

von Max M. (maxmicr)


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Ich frag mich ja, warum Qwertz keine Gelegenheit auslässt, in jedem 
Beitrag in dem es entweder ums Einstiegsgehalt oder um 
Werkstudentenlöhne geht, über die Leute herzuziehen. Der muss 
anscheinend was kompensieren.

von Qwertz (Gast)


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Max M. schrieb:
> Ich frag mich ja, warum Qwertz keine Gelegenheit auslässt, in
> jedem Beitrag in dem es entweder ums Einstiegsgehalt oder um
> Werkstudentenlöhne geht, über die Leute herzuziehen. Der muss
> anscheinend was kompensieren.

Ich muss nichts kompensieren. Über wen ziehe ich denn angeblich her, was 
passt dem feinen Herrn Max denn konkret nicht?

Ich sage nur, dass man als Werkstudent den Fokus auf das Lernen legen 
soll, das Gehalt ist in diesem Fall absolut zweitrangig. Das große Geld 
kommt dann später fast automatisch, wenn man ein paar Jahre echte und 
wertvolle Berufserfahrung gesammelt hat.

Für ein Unternehmen gibt es auch keinen vernünftigen Grund, einen 
Werkstudenten vollwertig zu bezahlen, denn dieser muss noch sehr viel 
lernen und arbeitet in der Regel nicht wirklich produktiv. Das ist also 
völlig in Ordnung.

von Max M. (maxmicr)


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Qwertz schrieb:
> Ich sage nur, dass man als Werkstudent den Fokus auf das Lernen legen
> soll, das Gehalt ist in diesem Fall absolut zweitrangig

Das Problem ist, dass die Unternehmen nichts auf Lernen geben. Brauchst 
dir nur mal die Stellenanzeigen für Informatiker/E-Techniker anschauen.
Man soll alles können aber dann im Gespräch sagen "alle hier bekommen 
14€/h" - nein danke.

Qwertz schrieb:
> Über wen ziehe ich denn angeblich her, was passt dem feinen Herrn Max
> denn konkret nicht?

Ist mir die letzten Monate verstärkt aufgefallen, dass du der 
Beführworter bist, sich ausbeuten zu lassen.

Qwertz schrieb:
> einen Werkstudenten vollwertig zu bezahlen, denn dieser muss noch sehr
> viel lernen

Man kann das pauschal einfach nicht sagen. Es gibt Studenten, die sowohl 
eine Berufsausbildung haben als auch nebenbei hobbymäßig sich 
weiterbilden. Für die ist alles unter 15€ ein Schlag ins Gesicht.

von Sklavenvermittler (Gast)


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Sepp schrieb:
> Deshalb habe ich nie als Werkstudent gearbeitet sondern direkt ein
> Kleingewerbe angemeldet und per Auftrag programmiert. Kam da schnell auf
> 40€/h. Geht als E-Ing. natürlich nicht so einfach wie als
> Informatik-Webseiten-C#-Kasper wie ich einer war.

Habe ich später auch gemacht aber bis man mal an vernünftige Aufträge 
kommt, das dauert ewig.

von c r (Gast)


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Max M. schrieb:
> Das Problem ist, dass die Unternehmen nichts auf Lernen geben

Kann ich aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Wenn sich rausstellt, 
dass man nur Depperlarbeiten machen soll, muss man halt wieder gehen, so 
ist das im Leben.

Max M. schrieb:
> Es gibt Studenten, die sowohl eine Berufsausbildung haben als auch
> nebenbei hobbymäßig sich weiterbilden. Für die ist alles unter 15€ ein
> Schlag ins Gesicht.

Trifft bei mir beides zu, aber C++ hab ich vorher nur auf Arduino-Level 
betrieben und in meinem Werkstudentenjob als Embedded-C++ Entwickler 
eine Menge gelernt.
Über C++, über Softwareentwicklung allgemein und darüber, wie eine gute 
Arbeitsatmosphäre aussieht.
Selbst unbezahlt wär das ne sinnvolle Erfahrung gewesen, die 13€/h haben 
es mir nur erlaubt mir auch die Zeit dafür zu nehmen, ohne am Monatsende 
zu verhungern.

von Hannes J. (Firma: professional Professional) (pnuebergang)


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Arm wie eine  Kirchenmaus schrieb:
> Pflege die Bekanntschaften mit
> erfahrenen Leuten und zeige ehrliches Interesse.

Schau dir an wie er hier im Thread auftritt und jetzt überlege dir wie 
er wohl im Betrieb auftreten wird. So jemanden möchtest du nicht im 
Betrieb haben und wenn es geht schmeißt du ihn so schnell wie möglich 
wieder raus.

von Brutto ist fast Netto (Gast)


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Finde 13€ für diese Tätigkeit im Rahmen eines Werkstudentenvertrages als 
Nebenjob während des Studiums ok.

-Keine bis wenig Verantwortung
-Tätigkeit auf Abarbeiten von vorgegebenen Abläufen beschränkt
-In den allermeisten Fällen kommt dann noch dazu dass man bei der 
eigenen Zeiteinteilung der vereinbarten Wochenstunden weitesgehend 
autonom ist.
-Brutto ist quasi Netto 
https://www.studentensteuererklaerung.de/ratgeber-steuern/auswirkungen-nebenjob-steuern-versicherungen


Sieht dann aber wohl jeder anders, ich denke vielen Leuten fehlt auch 
das Gespür was eine normal Angestellter für so eine Tätigkeit bekommt. 
Das ist dann Nämlich auch nicht das Doppelte oder Dreifache.

von Fast schon ein alter Sack! (Gast)


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Brutto ist fast Netto schrieb:
> Finde 13€ für diese Tätigkeit im Rahmen eines Werkstudentenvertrages als
> Nebenjob während des Studiums ok.

Ich hatte zu meiner Werkstudenten Zeit geringfügig mehr und das ist nun 
auch schon 15 Jahre her!

Aus heutiger Sicht würde ich das nicht wieder machen, war damals schon 
zu wenig.

Die 13€ sind meiner Meinung nach sehr schlech. Lieber vom Ersparten 
leben, oder einen Kredit aufnehmen!

von Mr.T (Gast)


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Fast schon ein alter Sack! schrieb:
> Lieber vom Ersparten leben,

Meinst Du das, was vom letzten Lotto 6-er übriggeblieben ist? ;-)

Ich habe anno 89/90 in einem Hiwi-Job (nachts Container am Flughafen FFM 
entladen) 13,50 DM bekommen. Netto auf die Kralle. Tagsüber gab es 
11,-DM.
30 Jahre später etwa nur das Doppelte für anspruchsvolle Aufgaben ist 
schon bitter. Aber es muss ja gespart werden. Außer bei Manager-Boni.
Und gleich sind wir auch wieder bei der Fachkräftemangellüge...

Beitrag #6111779 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6111808 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6111819 wurde von einem Moderator gelöscht.
von alles ist gut (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Es ist schon ganz gut so, wie es heute ist.

Gut für diejenigen, die von Missständen profitieren.

Null Prozent Zinsen bei angestrebten 2% Inflation, durch die Decke 
gehende Mieten, Leiharbeit, prekäre Beschäftigung, Kinderarmut, 
Altersarmut, Insektensterben, Waldsterben, Überfischung der Meere, 
Klimawandel, Landwirtschaft am Scheideweg, grausamste Zustände in der 
Tierhaltung, Müllberge ohne Ende, die Jungen sehen keine Zukunft mehr 
...

Aber es ist schon gut so, wie es ist.

von c r (Gast)


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alles ist gut schrieb:
> Null Prozent Zinsen bei angestrebten 2% Inflation, durch die Decke
> gehende Mieten, Leiharbeit, prekäre Beschäftigung, Kinderarmut,
> Altersarmut, Insektensterben, Waldsterben, Überfischung der Meere,
> Klimawandel, Landwirtschaft am Scheideweg, grausamste Zustände in der
> Tierhaltung, Müllberge ohne Ende, die Jungen sehen keine Zukunft mehr

Wann war es alles in Allem besser?

von Mr.T (Gast)


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Immer dran denken: Heute sind die guten, alten Zeiten von Morgen!

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Franco. A schrieb:
> 13€ für die o.g. Anforderungen. 13€ bekomme ich auch als Inventurhelfer.
Aber du lernst nix dabei.
Geh nur zum Suppentütenzählen in den Supermarkt. Es muss auch schlechte 
Ingenierure geben, die sich nur fürs Taschengeld fürs Wochenende 
interessieren.

Franco. A schrieb:
> Wann enden die Lehrjahre und wann beginnen die Herrenjahre?
Mach einer kapiert das nie. Aber es muss eben auch schlechte Ingenieure 
geben. Nur so lernt man die Guten schätzen.

alles ist gut schrieb:
> Aber es ist schon gut so, wie es ist.
Wer meint, es ginge ihm hier schlecht, den wünsche ich einfach mal 100 
Jahre in die Vergangenheit.
Oder ich wünsche ihn an irgendeinen anderen Ort auf dem Globus. Mit 
deutlich mehr als 99% Wahrscheinlichkeit wird es ihm nicht besser gehen.

Max M. schrieb:
> Es gibt Studenten, die sowohl eine Berufsausbildung haben als auch
> nebenbei hobbymäßig sich weiterbilden.
Die wissen das aber auch und machen es wie ich damals(tm): sie sehen 
sich diese Werksstudenstenstellen gar nicht an, weil sie sowieso ein 
oder mehrere "Eisen im Feuer" haben.

> Für die ist alles unter 15€ ein Schlag ins Gesicht.
Wer verbietet es einem, das dann beim VG zu sagen? Das, was da steht, 
ist ein Angebot des Arbeitgebers. Man kann, wenn die Aufgabe 
interessant ist, sein eigenes Angebot dagegenstellen.

Mr.T schrieb:
> 30 Jahre später etwa nur das Doppelte für anspruchsvolle Aufgaben
Wenn man den passenden Stundenten bekommt, dann ist da nichts mit 
"anspruchsvoller Aufgabe". Warum gehen irgendwie alle davon aus, dass 
alle Studenten gut sind?

> bei der Fachkräftemangellüge...
Komisch, dass man immer genau da rauskommt, wo man unbedingt rauskommen 
will.

Ich habe gelernt, dass oft die ins Jammern verfallen, die nichts 
Brauchbares zu sagen haben.

von Realist (Gast)


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alles ist gut schrieb:
> Gut für diejenigen, die von Missständen profitieren.
>
> Null Prozent Zinsen bei angestrebten 2% Inflation, durch die Decke
> gehende Mieten, Leiharbeit, prekäre Beschäftigung, Kinderarmut,
> Altersarmut, Insektensterben, Waldsterben, Überfischung der Meere,
> Klimawandel, Landwirtschaft am Scheideweg, grausamste Zustände in der
> Tierhaltung, Müllberge ohne Ende, die Jungen sehen keine Zukunft mehr
> ...
>
> Aber es ist schon gut so, wie es ist.


Und "früher" halt um die 10% Bauzinsen - was ein Eigenheim letztendlich 
ähnlich teuer wie heute machte, auch schon steigende Mieten, ein kalter 
Krieg der mehrmals zur vor einer heißen Phase wahr, Ausnutzung von 
Gastarbeitern, jede Menge echte Altnazis, viele sexuelle Neigungen waren 
Straf fähig und gesellschaftlich noch sehr breite Ausgrenzung bis zum 
Mobbing in den Selbstmord entsprechend orientierter Menschen, 
"hervorragende" Kinderheime (Muss richtig "lustig in vielen Kinderheimen 
bis teilweise in den 90er Jahren gewesen sein...), mit 14 Jahren gingen 
schon viele in die Lehre aber mit 21 Jahren erst die richtigen 
Freiheiten (Arbeiten ja, Freiheiten nein...) , Waldsterben war nicht 
viel mehr "in" als heute, Rhein und noch mehr die Elbe als 
Chemieentsorgungskanäle genutzt, Müllentsorgung einfach auf die Kippe, 
Arbeitsbedingungen in der Produktion die weit schlimmer waren als was 
heute so abgeht (z.B. Autobau), Pflegeheime bzw. Altenheime die "gut" 
für Horrorstorys waren, auch schon Fake News und Propaganda in den 
Medien - allerdings auf höheren Niveau (auch durch bei "unserer" 
Westlichen Seite), der "Antifaschistische Schutzwall" mit Schießbefehl 
und Selbstschussanlagen, "lustiges" herum balgen in vielen 
Südamerikanischen Ländern, viel Spaß in Angola... und so manches mehr 
was "früher" zu eindeutig besseren Zeiten machte...

Realist

von Qwertz (Gast)


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alles ist gut schrieb:
> Aber es ist schon gut so, wie es ist.

Ja, das empfinde ich wirklich so. Jede Zeit hat ihre Probleme, manchmal 
andere, dann wieder sehr ähnliche. Aber zusammengefasst kann man sagen, 
dass wir in Deutschland in sehr guten Zeiten leben. Auch und gerade im 
Bereich "Ausbildung, Studium und Beruf", was das Hauptthema dieses 
Subforums ist. Es gibt eine große Menge an gut bezahlten Jobs mit 
interessanter Tätigkeit und guten Arbeitsbedingungen. Die 
Work-Life-Balance ist auch viel besser als "früher".

von Qwertz (Gast)


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Max M. schrieb:
> Qwertz schrieb:
>> Über wen ziehe ich denn angeblich her, was passt dem feinen Herrn Max
>> denn konkret nicht?
>
> Ist mir die letzten Monate verstärkt aufgefallen, dass du der
> Beführworter bist, sich ausbeuten zu lassen.

Das hast du dann falsch verstanden. Ausbeutung befürworte ich 
keinesfalls. Aber viele Studenten und auch noch Berufsanfänger 
überschätzen ihre Fähigkeiten und ihren Nutzen für das Unternehmen 
maßlos. Man kann eben nicht von 0 auf 100 durchstarten, so wie sich das 
manche Leute vorstellen. Die müssen im Gegenteil lernen, dass sie noch 
viel zu lernen haben.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Qwertz schrieb:
> Aber viele Studenten und auch noch Berufsanfänger überschätzen ihre
> Fähigkeiten und ihren Nutzen für das Unternehmen maßlos.
Das sind dann gern die, die schon als Kind von ihren Pflegekräften (aka 
Eltern) für jeden sprichwörtlichen Scheiß gelobt wurden: "Sieh mal, 
Klein-Maxi hat A-a gemacht! Das hat er aber gut gemacht!"

Das zieht sich dann in ähnlicher Weise bis ins Studium durch. Und dann 
meint Groß-Max natürlich, dass es schon eine bemerkenswerte Leistung 
ist, wenn man natürlichen Körperfunktionen ihren Gang lässt.

von Fast schon ein alter Sack! (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Aber viele Studenten und auch noch Berufsanfänger
> überschätzen ihre Fähigkeiten und ihren Nutzen für das Unternehmen
> maßlos. Man kann eben nicht von 0 auf 100 durchstarten, so wie sich das
> manche Leute vorstellen. Die müssen im Gegenteil lernen, dass sie noch
> viel zu lernen haben.

Wie schaffen es manche bloß schon während des Studiums eine Firma zu 
gründen und erfolgreich zu sein?

Vermutlich nur deswegen, weil ihnen keiner gesagt hat, dass sie noch zu 
doof sind und zu wenig Lehrjahre, die ja keine Herrenjahre sind,  hinter 
sich gebracht haben.

Aber diese Leute treiben sich ja auch nicht in Foren herum, die vor 
lauter gescheiterten Existenzen überquellen.

von J. S. (pbr85)


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Brutto ist fast Netto schrieb:
> Finde 13€ für diese Tätigkeit im Rahmen eines Werkstudentenvertrages als
> Nebenjob während des Studiums ok.

Na klar, für das Unternehmen, welches dadurch die 
Sozialversicherungskosten auf den Studenten abwälzt. Denn sonst müsste 
es ja den Arbeitgeberanteil übernehmen, wenn das im Rahmen einer 
normalen Teilzeitbeschäftigung laufen würde. So kriegt es aber 
lernfähige Leute und spart noch gleich doppelt, durch das geringe Gehalt 
und die wegfallenden Kosten.

Sicher, wenn man als Student noch bei Mami und Papi mitversichert ist, 
wirkt sich das nicht als Nachteil aus. Wer davon aber in erster Linie 
profitiert sind die Unternehmen. Ob es der Student durch den Lerneffekt 
profitiert sei auch mal dahin gestellt.

Bei manchen Stellen mag das sein, bei den meisten 
Werkstudententätigkeiten aber sicher nicht. Profitieren tun da in erster 
Linie die Unternehmen und nicht etwa die Studenten.

: Bearbeitet durch User
von c r (Gast)


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Fast schon ein alter Sack! schrieb:
> Wie schaffen es manche bloß schon während des Studiums eine Firma zu
> gründen und erfolgreich zu sein?

Durch viel Fleiß, Vorwissen und Autodidaktik, aber nicht aufgrund 
dessen, was sie bisher im Studium gelernt haben.

von J. S. (pbr85)


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Qwertz schrieb:
> Franco. A schrieb:
>> c r schrieb:
>> Paul B. schrieb:
>> Also wird heute die Lehre mit einem Studium gleichgesetzt
>>
>> Ein Student nach der Hälfte des Studiums ist garnichts.
>>
>> Dann sollen sie doch direkt Abiturienten anstellen, wenn Werkstudenten
>> eh nix können.
>
> Du verstehst es wirklich nicht, oder?
> Aus dem Werkstudent wird ja eventuell mal irgendwann ein wertvoller
> Mitarbeiter, aber solange er noch studiert ist er das eben nicht im
> vollen Maße.

Ja sicher, irgendwann, eventuell, vielleicht, wenn der Jupiter und 
Saturn in einer Reihe stehen und hat du nicht gesehen.

Die Realität ist doch aber: Nur ein Bruchteil der Studenten kann eine zu 
seinem Fachgebiet passende Werkstudententätigkeit finden. Von diesen 
wiederum wird auch nur ein Teil übernommen.

Bis dahin aber bescheißen die Unternehmen den Studenten, indem sie ihn 
einen Lohn zahlen, der a) nicht angemessen ist für die Tätigkeit, also 
selbst wenn es als eine Teilzeitstelle laufen würde. Aber sie zahlen ja 
nicht einmal den Arbeitgeberanteil, bescheißen den Studenten also gleich 
doppelt, weil sie ja die Differenz ihm weder auszahlen noch sich 
irgendwo in der Mitte treffen.

Das Ganze soll dann natürlich ausgeglichen werden durch den Lerneffekt 
und eine eventuelle Übernahme. Eine ganz tolle Möhre vor der Nase ...

Ich will wohlgemerkt nicht pauschalisieren, da es wirklich Unternehmen 
gibt die anständig zahlen und man im besten Falle da sogar auch 
ordentlich was lernt. Aber das ist nicht etwa die Regel, sondern die 
Ausnahme. Und die Stellenanzeigen wo explizit ein Werkstudentenvertrag 
angeboten wird explodieren, weil die Arbeitgeber so nützliche Idioten 
finden.

Beispiel: Werkstudent in einem Copyshop für 10€/h und co. Aber hey, man 
lernt ja was ...

: Bearbeitet durch User
von Qwertz (Gast)


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Fast schon ein alter Sack! schrieb:
> Wie schaffen es manche bloß schon während des Studiums eine Firma zu
> gründen und erfolgreich zu sein?

Na wie viele sind das denn schon prozentual? Was ist hier die Regel und 
was die Ausnahme? Der normale Absolvent fängt irgendwo als Angestellter 
an.

> Aber diese Leute treiben sich ja auch nicht in Foren herum, die vor
> lauter gescheiterten Existenzen überquellen.

Bist du etwa so eine? Ich jedenfalls nicht.

von Qwertz (Gast)


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J. S. schrieb:
> Profitieren tun da in erster
> Linie die Unternehmen und nicht etwa die Studenten.

Beide profitieren im Regelfall, so wird ein Schuh daraus.

J. S. schrieb:
> Das Ganze soll dann natürlich ausgeglichen werden durch den Lerneffekt
> und eine eventuelle Übernahme. Eine ganz tolle Möhre vor der Nase ...

Ich finde, das ist ein fairer Deal.

von J. S. (pbr85)


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Qwertz schrieb:

> Beide profitieren im Regelfall, so wird ein Schuh daraus.

> Ich finde, das ist ein fairer Deal.

Seit wann ist der Idealfall der Regelfall?

Stellen die zum Studium passen sind nicht etwa der Regelfall, sondern 
die Ausnahme. In der Realität jobt nur ein Bruchteil der Studenten in 
dem Job, der zu seinem Studium passt und wo er dazu noch was lernt. Von 
einer Übernahme ganz zu schweigen.

Wenn sie auch so anspruchslos wären, könnten sie auch jeden daher 
gelaufenen Bewerber einstellen, was sie aber natürlich nicht tun. Warum? 
Na weil sie nicht so anspruchslos sind, wie hier, und das kann man nicht 
anders sagen, verlogen behauptet wird.

Ergo könnten sie da auch ein Gehalt zahlen, welches dem wenigstens ein 
Bisschen entspricht. Tun sie aber nicht. Schlimmer noch: Sie sparen sich 
noch den Arbeitsgeberanteil, profitieren also gleich doppelt.

Während der Student da angeblich das alles ausgeglichen bekommt, durch 
das was er lernt... Klar.

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Fast schon ein alter Sack! schrieb:
> Wie schaffen es manche bloß schon während des Studiums eine Firma zu
> gründen und erfolgreich zu sein?
Sie haben die Firma im Grunde schon vor dem Studium gegründet.

J. S. schrieb:
> Ergo könnten sie da auch ein Gehalt zahlen
Wie lange dauert eigentlich so ein Studium normalerweise?

20 Jahre?

Dann wäre es tatsächlich des Jammerns wert.

Aber wenn einer für eine überschaubar lächerlich kurze Zeit von 2 Jahren 
nebenher ins warme Büro sitzt, Prospekte der Konkurrenz liest und 
"auswertet", dann ist diese Arbeit 1. eben tatsächlich nicht mehr wert, 
als wenn einer dafür sorgt, dass ich im Supermarkt nach Feierabend das 
Müsli an gewohnter Stelle im Regal finde.
Und sie ist 2. sogar noch wesentlich weniger anstrengend, als wenn einer 
mit dem Mülleimer bei Wind und Wetter durch die Fußgängerzone läuft und 
sie sauberhält.
Und wenn er sich beim Lesen der Prospekte durch besondere Schlauheit und 
Wirksamkeit auszeichnet, dann ist er sicher selber auch so schlau, das 
seinem Chef mal zusammen mit einem neuen Gehaltswunsch zu sagen.

von Qwertz (Gast)


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J. S. schrieb:
> Ergo könnten sie da auch ein Gehalt zahlen, welches dem wenigstens ein
> Bisschen entspricht. Tun sie aber nicht. Schlimmer noch: Sie sparen sich
> noch den Arbeitsgeberanteil, profitieren also gleich doppelt.

Oh, diese bösen, bösen Unternehmen, alles ganz schlimme Ausbeuter von 
armen Werkstudenten!

Ich kann deine Jammerei nur schwer ertragen, steht sie doch im krassen 
Gegensatz zu meinen Erfahrungen. Ich war gerne Werkstudent und habe 
dabei einiges gelernt (auch nicht-fachliches, das ist mindestens ebenso 
viel wert). Die Bezahlung war dabei absolut nachrangig.

Aber das scheint ja mittlerweile so üblich zu sein: sich als Anfänger 
gleich für den Größten halten und fordern, fordern, fordern. Kann man 
schon machen, sich dann aber bitte nicht wundern, wenn man damit auf die 
Schnauze fällt.
Da meine fachliche Einschätzung auch ab und an bei Bewerbungen in meiner 
Abteilung herangezogen wird, versuche ich solche Kandidaten von 
vornherein abzusägen. Das sind dann häufig auch so Leute, die ein 
Ingenieursfach nie aus Interesse am Fach, sondern nur aufgrund von guten 
Gehaltsaussichten studiert haben.

von Andre (Gast)


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Paul B. schrieb:
> Qwertz schrieb:
> Lehrjahre sind keine Herrenjahre.
>
> Also wird heute die Lehre mit einem Studium gleichgesetzt. Zu meiner
> Zeit habe ich als ungelernter das 3-fache verdient. Aber interessant,
> wie sich heute die Studierenden mit Missständen arrangieren.

39 Euro pro Stunde als Ungelernter?? Hast Du Stoff verkauft??

von c r (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Ich kann deine Jammerei nur schwer ertragen, steht sie doch im krassen
> Gegensatz zu meinen Erfahrungen. Ich war gerne Werkstudent und habe
> dabei einiges gelernt (auch nicht-fachliches, das ist mindestens ebenso
> viel wert). Die Bezahlung war dabei absolut nachrangig.

Volle Zustimmung, das entspricht auch meiner Erinnerung daran.

Andre schrieb:
> 39 Euro pro Stunde als Ungelernter?? Hast Du Stoff verkauft??

Schwarzarbeit hochgerechnet auf das theoretische Bruttogehalt wohl

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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J. S. schrieb:
> Beispiel: Werkstudent in einem Copyshop für 10€/h und co.
Sowas?:
https://www.studentjob.de/stellenangebote/279608-digitaldruckerei-copyshop-sucht-werkstudent-in-in-berlin

> Aber hey, man lernt ja was ...
Im Ernst: wer da nichts lernt, der studiert das Falsche!
Ganz egal, was er studiert.

von Max M. (maxmicr)


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Man hält das ja gar nicht aus was manche hier schreiben.
Ich hab das Bild von alten, dicken Männern im vollgesabberten Anzugshemd 
am Schreibtisch eines Großkonzern vor Augen die gern über die Jugend von 
heute lästern weil sie selbst nichts mehr zusammen bekommen.

von c r (Gast)


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Max M. schrieb:
> Ich hab das Bild von alten, dicken Männern im vollgesabberten Anzugshemd
> am Schreibtisch eines Großkonzern vor Augen

Hey, jedem das seine :)

Max M. schrieb:
> Man hält das ja gar nicht aus was manche hier schreiben.

Komischerweise scheint es den Leuten, die die Lage ok finden viel besser 
zu gehen als den Jammerlappen

von Max M. (maxmicr)


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c r schrieb:
> Komischerweise scheint es den Leuten, die die Lage ok finden viel besser
> zu gehen als den Jammerlappen

Ist das nicht logisch? Diejenigen, die hier alles tip top finden sind 
keine Studenten und haben alle gutes und sicheres Einkommen.
Das ist halt als Student nicht so.
Man sollte immer beide Perspektiven sehen. Und wies vor 30 Jahren als 
Werkstudent war sagt nichts über die heutigen Verhältnisse.

von Qwertz (Gast)


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c r schrieb:
> Komischerweise scheint es den Leuten, die die Lage ok finden viel besser
> zu gehen als den Jammerlappen

Klar, sonst hätten die Jammerlappen ja auch nichts, worüber sie jammern 
könnten. Wer keine Problem hat, der macht sich halt welche.

von Max M. (maxmicr)


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P.S. Ein Studium dauert 3 - 5, manchmal sogar 6 Jahre wenn's unglücklich 
läuft.

von Qwertz (Gast)


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Max M. schrieb:
> Diejenigen, die hier alles tip top finden sind
> keine Studenten und haben alle gutes und sicheres Einkommen.

Das stimmt soweit. Warum auch nicht? Diese Leute wissen nämlich, wovon 
sie reden, da sie auch in der Situation waren.

> Das ist halt als Student nicht so.

Das war bei den oben genannten aber genauso, oder meinst du, dass man 
sich als Werkstudent früher eine goldene Nase verdient hat?

> Man sollte immer beide Perspektiven sehen.

Ich habe aber nicht herumgejammert, als ich in der Situation war, als 
Student wenig Geld zu haben. Das ist nämlich vollkommen normal, wenn die 
Eltern nicht gerade Millionäre sind.

> Und wies vor 30 Jahren als
> Werkstudent war sagt nichts über die heutigen Verhältnisse.

Wer spricht hier von vor 30 Jahren? Das wäre im Jahr 1990 gewesen.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Max M. schrieb:
> Diejenigen, die hier alles tip top finden
Wo siehst du dass das irgendwer "tiptop" findet, wie das ist?
Ich sehe im Gegenteil hier vorrangig die Jammerer, die sich bitterlich 
über Sachen beklagen, die schon immer so waren. Denn der Spruch mit 
den Lehr- und Herrenjahren wurde ja nicht erst nach 2016 erfunden...

Ich schlage zur Abkürzung der Diskussion vor, ihr macht das Studium 
fertig (schnell und gut!), werdet Chef und stellt dann bei euch die 
Werksstudenten für das Gehalt eines ausgewachsenen Ingenieurs ein. Einer 
muss ja mal damit anfangen!

von J. S. (pbr85)


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Qwertz schrieb:
> J. S. schrieb:
>> Ergo könnten sie da auch ein Gehalt zahlen, welches dem wenigstens ein
>> Bisschen entspricht. Tun sie aber nicht. Schlimmer noch: Sie sparen sich
>> noch den Arbeitsgeberanteil, profitieren also gleich doppelt.
>
> Oh, diese bösen, bösen Unternehmen, alles ganz schlimme Ausbeuter von
> armen Werkstudenten!
>
> Ich kann deine Jammerei nur schwer ertragen, steht sie doch im krassen
> Gegensatz zu meinen Erfahrungen. Ich war gerne Werkstudent und habe
> dabei einiges gelernt (auch nicht-fachliches, das ist mindestens ebenso
> viel wert). Die Bezahlung war dabei absolut nachrangig.
>
> Aber das scheint ja mittlerweile so üblich zu sein: sich als Anfänger
> gleich für den Größten halten und fordern, fordern, fordern. Kann man
> schon machen, sich dann aber bitte nicht wundern, wenn man damit auf die
> Schnauze fällt.
> Da meine fachliche Einschätzung auch ab und an bei Bewerbungen in meiner
> Abteilung herangezogen wird, versuche ich solche Kandidaten von
> vornherein abzusägen. Das sind dann häufig auch so Leute, die ein
> Ingenieursfach nie aus Interesse am Fach, sondern nur aufgrund von guten
> Gehaltsaussichten studiert haben.

Schön für dich und das meine ich auch ernst und nicht sarkastisch. Nur 
ist das bei weitem nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

Was deine billige Polemik angeht, die dient nur fehlende Sachargumente 
zu kompensieren. Warum sucht man sich denn einen Werkstudenten und nicht 
einen H4ler in Teilzeit? Na?

Richtig: Weil die Aufgaben weit über Regale Einräumen und Kartons 
Stapeln hinaus gehen. Ergo könnte man es wenigstens ein bisschen besser 
entlohnen als den normalen Teilzeit-Regaleinräumer und Kartonstappler. 
Tut man aber nicht, nein einige zahlen sogar noch weniger!

Als ob das nicht reicht, wird dann noch der Werkstudentenvertrag 
genutzt, sprich der Arbeitgeberanteil gespart. Der Arbeitgeber 
profitiert hier also noch einmal und nicht etwa der Student.

Das hat nichts mit großmäuligen Studenten zu tun, die es sehr wohl gibt, 
das ist einfache Mathematik und ich weiß echt nicht, warum ich das hier 
erklären muss in einem Ingforum. Bzw. spricht es Bände, dass aus 
Verblendung offensichtliche Tatsachen bestritten werden.

von J. S. (pbr85)


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Lothar M. schrieb:
> J. S. schrieb:
>> Beispiel: Werkstudent in einem Copyshop für 10€/h und co.
> Sowas?:
> 
https://www.studentjob.de/stellenangebote/279608-digitaldruckerei-copyshop-sucht-werkstudent-in-in-berlin
>
>> Aber hey, man lernt ja was ...
> Im Ernst: wer da nichts lernt, der studiert das Falsche!
> Ganz egal, was er studiert.
Sage ich ja: Wer sich als Student darauf einlässt, ist selber schuld. Da 
wird ja nicht nur ein sehr niedriges Gehalt gezahlt, selbst wenn es eine 
Teilzeitstelle wäre, nein der Arbeitgeber spart sich noch seine Anteile 
ohne wenigstens einen Teil davon auszuzahlen.

Verarschung im Quadrat.

von Franco. A (Gast)


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Max M. schrieb:
> P.S. Ein Studium dauert 3 - 5, manchmal sogar 6 Jahre wenn's unglücklich
> läuft.

Im MINT-Bereich war der Schnitt für Diplom 13 Semester...

von Meister K. (Gast)


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J. S. schrieb:
> Sage ich ja: Wer sich als Student darauf einlässt, ist selber schuld. Da
> wird ja nicht nur ein sehr niedriges Gehalt gezahlt, selbst wenn es eine
> Teilzeitstelle wäre, nein der Arbeitgeber spart sich noch seine Anteile
> ohne wenigstens einen Teil davon auszuzahlen.
>
> Verarschung im Quadrat.

Was ist eigentlich die Alternative zu Werkstudentenjobs? Gibt es normale 
Jobs für Studenten, wo auch Krankenkasse und ähnliches übernommen wird?

von Qwertz (Gast)


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Franco. A schrieb:
> Max M. schrieb:
>> P.S. Ein Studium dauert 3 - 5, manchmal sogar 6 Jahre wenn's unglücklich
>> läuft.
>
> Im MINT-Bereich war der Schnitt für Diplom 13 Semester...

Der frühe Vogel kann mich mal
https://de.wikipedia.org/wiki/13_Semester

von J. S. (pbr85)


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Meister K. schrieb:
> J. S. schrieb:
>> Sage ich ja: Wer sich als Student darauf einlässt, ist selber schuld. Da
>> wird ja nicht nur ein sehr niedriges Gehalt gezahlt, selbst wenn es eine
>> Teilzeitstelle wäre, nein der Arbeitgeber spart sich noch seine Anteile
>> ohne wenigstens einen Teil davon auszuzahlen.
>>
>> Verarschung im Quadrat.
>
> Was ist eigentlich die Alternative zu Werkstudentenjobs? Gibt es normale
> Jobs für Studenten, wo auch Krankenkasse und ähnliches übernommen wird?
Ganz normal Teilzeit, wenn du aus der Familienversicherung raus bist und 
es sich für dich finanziell lohnt.

: Bearbeitet durch User
von Meister K. (Gast)


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Das läuft dann afair unter MIDI-Job? ab 450€ monatlichen Verdienst... ?

Würde sich für mich lohnen, findet man aber anscheinend nicht so oft. 
Meistens sind die Studenjobs klar als Werkstudentenjobs deklariert...

von J. S. (pbr85)


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Meister K. schrieb:
> Das läuft dann afair unter MIDI-Job? ab 450€ monatlichen Verdienst... ?
>
> Würde sich für mich lohnen, findet man aber anscheinend nicht so oft.
> Meistens sind die Studenjobs klar als Werkstudentenjobs deklariert...

Ja und zum zweiten auch. Ist für das Unternehmen ja profitabler. Man 
sollte da doch den kompletten Stundenlohn für des Unternehmen berechnen, 
um als Werkstudent das Angebot realistisch beurteilen zu können.

Heißt also, wenn der Copyshop dich Studenten und einen Hauptschüler 
einstellt, wird er euch das Gleiche zahlen aber für den Hauptschüler 
mehr ausgeben. Aber von dir dann um so mehr erwarten, weil du bist ja 
der Student und "lernst was fürs Leben",  wie Lothar so schön sagt... Er 
tut dir noch einen Gefallen!

: Bearbeitet durch User
von Meister K. (Gast)


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J. S. schrieb:
> Meister K. schrieb:
>> Das läuft dann afair unter MIDI-Job? ab 450€ monatlichen Verdienst... ?
>>
>> Würde sich für mich lohnen, findet man aber anscheinend nicht so oft.
>> Meistens sind die Studenjobs klar als Werkstudentenjobs deklariert...
>
> Ja und zum zweiten auch. Ist für das Unternehmen ja profitabler. Man
> sollte da doch den kompletten Stundenlohn für des Unternehmen berechnen,
> um als Werkstudent das Angebot realistisch beurteilen zu können.
>
> Heißt also, wenn der Copyshop dich Studenten und einen Hauptschüler
> einstellt, wird er euch das Gleiche zahlen aber für den Hauptschüler
> mehr ausgeben. Aber von dir dann um so mehr erwarten, weil du bist ja
> der Student und "lernst was fürs Leben",  wie Lothar so schön sagt... Er
> tut dir noch einen Gefallen!

:=D

Arm aber unsexy, oder so... ^^

von Thomas B. (thomas2)


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Max M. schrieb:
> Ist das nicht logisch? Diejenigen, die hier alles tip top finden sind
> keine Studenten und haben alle gutes und sicheres Einkommen.
> Das ist halt als Student nicht so.

Auch Vollzeitbeschäftigte haben längst nicht immer ein gutes und 
sicheres Einkommen.

Dass man es als Student normalerweise nicht hat, ist aber irgendwie 
logisch? Das weiß man doch eigentlich, bevor man ein Studium beginnt? 
Immerhin ermöglicht es die derzeitige Lage auf dem Arbeitsmarkt, sich 
den Lebensunterhalt durch Nebenjobs zu verdienen. Das war nicht immer 
so, und wird wahrscheinlich auch nicht so bleiben.

Eine Werkstudententätigkeit ist nicht in erster Linie zum Geldverdienen 
gedacht. Man arbeitet da nicht wirklich effizient, sondern muss entweder 
intensiv betreut werden oder man darf sich an unwichtigen Sonderaufgaben 
spielen, für die normale Mitarbeiter zu teuer wären.

von Viatorem (Gast)


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Meine Firma bekommt gerade nur Drittausländer als Werkstudenten.

Deutsche (und EU) Studenten mit Know-how im Bereich technische 
Informatik arbeiten als Freiberufler (im "Urlaubssemester").

Eine qualifizierte Werkstudentenstelle für 10 EUR die Stunde zu 
übernehmen  ist idiotisch, weil Lernen tut man im Studium. Bei der 
Arbeit VERDIENT Man GELD.

Langsam laufen die (Hirnbesitzende) Kandidaten. Auch im Ruhrgebiet, 
Berlin und München. Keiner will für Mindestlohn malochen, und 
insbesondere nicht die Einheimische.

von Viatorem (Gast)


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War bei mir nicht der Fall. Ich müsste (als Werkstudent!) ehemalige 
Hardwareentwickler, die jetzt Programmieren mussten(weil die HW 
Entwicklung ist nach Bangalore gegangen) erklären was genau UML ist und 
warum besser ist es, Funktionen Aufrufe zu nutzen, statt redundanten 
Code zu schreiben.

Ich war nicht in irgendeine Klitsche unterwegs. Es ging um ein Konzern.

von David S. (Firma: Bankenaufsicht) (avmsterdam)


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15 Euro/Stunde fände ich gut und angemessen. Das wären bei 
Vollzeitarbeit dank wegfallender Sozialversicherungsbeiträge 2,000 
Netto.

von Werner (Gast)


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J. S. schrieb:
> Aber sie zahlen ja
> nicht einmal den Arbeitgeberanteil, bescheißen den Studenten also gleich
> doppelt, weil sie ja die Differenz ihm weder auszahlen noch sich
> irgendwo in der Mitte treffen.

und der Student zahlt seinen Arbeitnehmeranteil nicht, hat also mehr 
netto vom brutto

von Manfred (Gast)


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Viatorem schrieb:
> Meine Firma bekommt gerade nur Drittausländer als Werkstudenten.

Bist Du einer dieser?

> Eine qualifizierte Werkstudentenstelle für 10 EUR die Stunde zu
> übernehmen  ist idiotisch, weil Lernen tut man im Studium.

Klar, als Student kann man alles. Ich habe Werksstudenten erlebt, die 
mit 5 Euro erheblich überbezahlt wären und andere, denen ich auch 20 
Euro gegönnt hätte. Das Problem ist, dass der Arbeitgeber nicht 
zuverlässig erkennen kann, wen er nun einstellt.

> Bei der Arbeit VERDIENT Man GELD.

Wenn man denn PRODUKTIV arbeitet.

Falls Du lesen kannst, was andere hier im Thread schrieben: Das 
Werksstudium ist Bestandteil der Lehre! Es soll nicht das Luxusauto 
liefern, sondern die Basis für zukünftige Tätigkeiten im REALEN BERUF 
setzen.

von WiMi (Gast)


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Ich kann nur empfehlen, einen HiWi Job an der Uni anzunehmen. Ist zwar 
weniger bezahlt, aber man lernt viel dazu und hat eine angenehme 
Arbeitsatmosphäre.

Dann braucht man sich auch nicht von Kleingeistern Sprüche anzuhören wie 
"Ein Student nach der Hälfte des Studiums ist garnichts" oder "Lehrjahre 
sind keine Herrenjahre".

von Peter123 (Gast)


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Manfred schrieb:
> Klar, als Student kann man alles. Ich habe Werksstudenten erlebt, die
> mit 5 Euro erheblich überbezahlt wären und andere, denen ich auch 20
> Euro gegönnt hätte. Das Problem ist, dass der Arbeitgeber nicht
> zuverlässig erkennen kann, wen er nun einstellt.

Die Entlohnung sollte sich doch auch nach der Art der ausgeschriebenen 
Tätigkeit richten, oder sehe ich das falsch. Wenn der AG das nicht 
zuverlässig einschätzen kann, dann stimmt da auch etwas bei ihm nicht...

von Arbeitnehmer (Gast)


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Peter123 schrieb:
> Manfred schrieb:
> Klar, als Student kann man alles. Ich habe Werksstudenten erlebt, die
> mit 5 Euro erheblich überbezahlt wären und andere, denen ich auch 20
> Euro gegönnt hätte. Das Problem ist, dass der Arbeitgeber nicht
> zuverlässig erkennen kann, wen er nun einstellt.
>
> Die Entlohnung sollte sich doch auch nach der Art der ausgeschriebenen
> Tätigkeit richten, oder sehe ich das falsch. Wenn der AG das nicht
> zuverlässig einschätzen kann, dann stimmt da auch etwas bei ihm nicht...

Leider ist das auch im späteren Arbeitsleben so, dass 
leistungsorentierte Bezahlung in den allermeisten Unternehmen nichtmal 
im Ansatz umgesetzt wird. Oder sogar unterbunden wird.

von Joachim B. (jar)


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Max M. schrieb:
> Und wies vor 30 Jahren als
> Werkstudent war sagt nichts über die heutigen Verhältnisse.

die waren vor 30 Jahre auch nicht besser, als Werkstudent hatte ich 
trotz Gesellenbrief und in Arbeiten wo mein Fachwissen gebraucht wurde 
auch nur 10-12,50 DM bekommen! Das war echt unterste Grenze wo ich vor 
dem Studium als Geselle schon um 15,- bis 25,- DM bekam.
Als Student wird man echt ausgenutzt, man kommt zurecht aber fair geht 
anders. Es sollte verboten sein eine Stelle auszuschreiben als 
Werkstudent die einen Facharbeiter benötigt, wie z.B. Entwicklerlager 
leiten, Prototypenbau, TV Reparatur, TV Umbau!

Welcher "Werkstudent" kann das fachlich ohne Vorkenntnisse?

Allerdings gab es vor 30 Jahren noch Wohnungen 1-2 Zimmer um 300,-DM 
warm.

: Bearbeitet durch User
von Qwertz (Gast)


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WiMi schrieb:
> Dann braucht man sich auch nicht von Kleingeistern Sprüche anzuhören wie
> "Ein Student nach der Hälfte des Studiums ist garnichts" oder "Lehrjahre
> sind keine Herrenjahre".

Das sind keine Kleingeister, sondern gestandene Leute aus der Praxis, 
die selbst mal in dieser Situation waren, und wissen wie der Hase läuft. 
Aber die Wahrheit ist halt für manche Studenten in ihrer 
Selbstüberschätzung schwer zu ertragen.

von AVR (Gast)


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Arbeitnehmer schrieb:
> Leider ist das auch im späteren Arbeitsleben so, dass
> leistungsorentierte Bezahlung in den allermeisten Unternehmen nichtmal
> im Ansatz umgesetzt wird. Oder sogar unterbunden wird.

Dem stimme ich zu. Was anderes kann man im sozialistischen Deutschland 
auch nicht erwarten.

Warte kurz. Gleich melden sich die Forums-Kommunisten wieder und 
erzählen uns, dass die Welt auf uns neidisch wäre für unsere komische 
Art.

von Peter123 (Gast)


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AVR schrieb im Beitrag #6112733:
> Dem stimme ich zu. Was anderes kann man im sozialistischen Deutschland
> auch nicht erwarten.
>
> Warte kurz. Gleich melden sich die Forums-Kommunisten wieder und
> erzählen uns, dass die Welt auf uns neidisch wäre für unsere komische
> Art.

Ich finde es sehr traurig, daß der Staat z.B. mit dem Mindestlohn 
überhaupt dort richtigerweise eingreifen mußte, wo sittenwidrig niedrige 
Löhne gezahlt wurden.

von c r (Gast)


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WiMi schrieb:
> Dann braucht man sich auch nicht von Kleingeistern Sprüche anzuhören wie
> "Ein Student nach der Hälfte des Studiums ist garnichts"

Der Spruch kommt von mir und Meinung war ich auch schon während des 
Studiums.
Freunde die parallel zu meinem Studium ihre Lehre angefangen haben 
konnten nach 1-2 Jahren nebenbei das Gelernte zu Geld machen (schwarz 
natürlich)

Von dem was ich bis dahin im Studium gepaukt hatte hätte wirklich kein 
Unternehmen was gehabt.

Das heißt nicht, dass alle Studenten als Arbeitskraft nichts taugen, 
aber das was sie können haben sie sich selbst hobbymäßig beigebracht 
oder VOR dem Studium gelernt.

Entspricht also einem Quereinsteiger (evtl. MINUS Fachfremde 
Berufserfahrung).

Wer sich von der Aussage angegriffen fühlt, gehört vermutlich genau zur 
gemeinten Gruppe "Student, besteht Prüfungen, kann sonst aber nichts"

von WiMi (Gast)


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> Wer sich von der Aussage angegriffen fühlt, gehört vermutlich genau zur
> gemeinten Gruppe "Student, besteht Prüfungen, kann sonst aber nichts"
Ich fühle mich von diesem Spruch ganz klar angegriffen, zähle mich aber 
nicht zu der gemeinten Gruppe.
"Du bist garnichts" kann ein Bauarbeiter zu seinem 
Ziegelträger-Praktikanten sagen und sogar der sollte sich dabei 
angegriffen fühlen. Solche Ausdrucksweisen gehören in das Mittelalter.

Grundsätzlich stimmt es, dass ein Großteil der Studenten in den ersten 3 
Monaten oder im ersten halben Jahr mehr Aufsichtszeit verbraucht als er 
durch seine Arbeit schafft, aber danach ist er im Allgemeinen produktiv. 
Manche sind es auch schon deutlich früher.
Und von manchen kann auch der gestandene Praxismensch noch was lernen.

Wenn aber ein Gestandener Praxismensch sagt "Lehrjahre sind keine 
Herrenjahre", dann spricht er dem Studenten ab, etwass besser zu wissen 
als er selbst. Und dadurch verpasst er die Chance, etwas neues zu 
lernen. Das führt dann dazu, dass in großen Konzernen die Entwicklung 
extrem verkrustet ist und die gestandenen Praxismenschen den Studenten 
erzählen, dass früher alles besser war und diese neuen Technologien ja 
Teufelszeug sind.

Was die Bezahlung von Werksstudenten angeht: Was kann es denn für eine 
bessere Werbung für einen Arbeitgeber geben, als einen Werksstudenten 
gut zu bezahlen? Wer Werksstudenten gut bezahlt und ihnen einen 
angenehmen Arbeitsplatz zu Verfügung stellt, der kann davon ausgehen 
dass ein größerer Teil von ihnen nach dem Studium zurückkehrt (und schon 
Erfahrung mit den Arbeitsabläufen hat) und auch seinen Freunden 
empfiehlt dort zu arbeiten. Das ist allemal billiger als Recruiter zu 
bezahlen.
Wenn aber ein Student in einem Betrieb hört "du halber Student bist 
garnichts" und dabei auch noch wie ein Lagerhelfer bezahlt wird, dann 
kann man davon ausgehen, dass weder er noch seine Freunde viel Lust 
haben werden bei dem Betrieb anzufangen. Dann wundern sich die 
Personaler "wir suchen so viel, aber keiner will hier arbeiten obwohl 
wir doch so einen tollen Namen haben"

von Andreas (Gast)


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WiMi schrieb:
> Wenn aber ein Gestandener Praxismensch sagt "Lehrjahre sind keine
> Herrenjahre", dann spricht er dem Studenten ab, etwass besser zu wissen
> als er selbst. Und dadurch verpasst er die Chance, etwas neues zu
> lernen.
Da stimme ich zu. Allerdings kriegen Werkstudenten nichts, worin sie 
besser sind, sondern machen meistens das, wozu der Interne keine Lust 
mehr hat, weil es ihm zu öde geworden ist.

> Was die Bezahlung von Werksstudenten angeht: Was kann es denn für eine
> bessere Werbung für einen Arbeitgeber geben, als einen Werksstudenten
> gut zu bezahlen?
Auch da stimme ich zu. Allerdings kann man an der Stelle einfache die 
richtige Schlussfolgerung ziehen, nämlich, dass die Firma irgend eine 
Billigtätigkeit billig auslagern möchte, so wie Bosch das gerne tut.

> der kann davon ausgehen
> dass ein größerer Teil von ihnen nach dem Studium zurückkehrt
Das will die Firma nicht. Davon ist auszugehen.

> Personaler "wir suchen so viel, aber keiner will hier arbeiten obwohl
> wir doch so einen tollen Namen haben"
Ja, sie suchen und suchen. Sie investieren die Zeit und das Geld lieber 
in eine Tussi, die ein Kununuprofil und FacebookSeite pflegt, damit sich 
die Firma einen schönen Anstrich geben kann.

von c r (Gast)


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WiMi schrieb:
> dass ein Großteil der Studenten in den ersten 3
> Monaten oder im ersten halben Jahr mehr Aufsichtszeit verbraucht als er
> durch seine Arbeit schafft, aber danach ist er im Allgemeinen produktiv.

Ja, und jetzt überleg mal wie lange der Großteil der Studenten denselben 
Job machen. Wie soll man da einen höheren Stundenlohn rechtfertigen?

WiMi schrieb:
> Ich fühle mich von diesem Spruch ganz klar angegriffen, zähle mich aber
> nicht zu der gemeinten Gruppe.

Wie kannst du dich dann angegriffen fühlen, wenn du nicht gemeint bist 
und das weißt?

WiMi schrieb:
> "Du bist garnichts" kann ein Bauarbeiter zu seinem
> Ziegelträger-Praktikanten sagen und sogar der sollte sich dabei
> angegriffen fühlen.

"nichts" hat in deinem Beispiel eine völlig andere Bedeutung als in 
meiner Aussage, aber wenn du etwas falsch interpretieren WILSLT, kann 
dich keiner davon abhalten.

Offended-sein ist ja grade schick.

von WiMi (Gast)


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> Ja, und jetzt überleg mal wie lange der Großteil der Studenten denselben
> Job machen. Wie soll man da einen höheren Stundenlohn rechtfertigen?
Wenn man den Studenten gut bezahlt und er in einem Umfeld arbeitet, 
indem er was lernen kann und nicht nur die Drecksarbeit macht, dann 
bleibt er auch länger. Ich kenne Leute, die 1-2 Jahre geblieben sind und 
z.T. später auch übernommen wurden.
Zu rechtfertigen ist der Preis mit Personalaquisekosten. Besser das Geld 
einem Werkstudenten zu geben, den man anlernt als einem Recruiter.

> Wie kannst du dich dann angegriffen fühlen, wenn du nicht gemeint bist
> und das weißt?
Ich zähle mich nicht zu der Gruppe "Student, besteht Prüfungen, kann 
sonst aber nichts", aber habe in meiner Studienzeit auch schon solche 
Sprüche zu hören bekommen. Meißt von Leuten, die viele Jahre ein und 
dasselbe Serienprodukt betreut haben und auch in Zukunft auf nichts 
neues umsteigen, wenn sie durch die Umstände nicht gezwungen werden.

> "nichts" hat in deinem Beispiel eine völlig andere Bedeutung als in
> meiner Aussage, aber wenn du etwas falsch interpretieren WILSLT, kann
> dich keiner davon abhalten.
Ich weiß ja nicht welchen Job du machst, aber stell dir mal vor ein 
ranghöherer sagt dir: "Ingenieure/Netzwerker/admins/deinJob" sind hier 
rein garnichts - nur Leute, die sich mit Marketing/Sales/Excel auskennen 
sind hier die Wichtigen. Ich kenne kaum jemanden, der sich da nicht 
angegriffen fühlen würde.
Wenn man hingegen sagt "Klar kann man ohne Berufserfahrung noch wenig 
und ist nicht produktiv, aber mit etwas Einarbeitung holt man schnell 
auf." sagt man was ähnliches, schafft dabei aber ein viel angenehmeres 
Betriebsklima.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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c r schrieb:
> Von meiner ehemaligen Hochschule weiß ich, dass die Wohnheimzimmer
> momentan 250-300€ um den Dreh kosten (inkl. aller Nebenkosten und
> Internet)

Für die Wohnheimplätze mag das noch stimmen. Für Wohnungen auf dem 
freien Markt nicht mehr.

von Heiko Glade (Gast)


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WiMi schrieb:
> Ich kann nur empfehlen, einen HiWi Job an der Uni anzunehmen. Ist zwar
> weniger bezahlt, aber man lernt viel dazu und hat eine angenehme
> Arbeitsatmosphäre.
>
> Dann braucht man sich auch nicht von Kleingeistern Sprüche anzuhören wie
> "Ein Student nach der Hälfte des Studiums ist garnichts" oder "Lehrjahre
> sind keine Herrenjahre".

Ich tippe auf mehrere Heiko Mells in Disguise...

von Heiko Glade (Gast)


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Joachim B. schrieb:
 > Allerdings gab es vor 30 Jahren noch Wohnungen 1-2 Zimmer um 300,-DM
> warm.

Ist nicht wahr?

von Heiko Glade (Gast)


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AVR schrieb im Beitrag #6112733:
> Arbeitnehmer schrieb:
>> Leider ist das auch im späteren Arbeitsleben so, dass
>> leistungsorentierte Bezahlung in den allermeisten Unternehmen nichtmal
>> im Ansatz umgesetzt wird. Oder sogar unterbunden wird.
>
> Dem stimme ich zu. Was anderes kann man im sozialistischen Deutschland
> auch nicht erwarten.
>
> Warte kurz. Gleich melden sich die Forums-Kommunisten wieder und
> erzählen uns, dass die Welt auf uns neidisch wäre für unsere komische
> Art.

Ja, machen wir es so wie in den USA, wo einen die Krebsdiagnose 
finanziell ruiniert...

von SysIngMue (Gast)


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Studentenzimmer gibt es in Berlin für 450,- warm im Monat. Leider sind 
diese starkt begrenzt und haben teilweise Wartezeiten von bis zu 2 
Jahren. 17,-€ sind eigentlich als Werkstudent in Berlin ohne Weiters zu 
bekommen, wenn man nicht gerade der totale Depp ist.

von SysIngMue (Gast)


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Heiko Glade schrieb:

> Ja, machen wir es so wie in den USA, wo einen die Krebsdiagnose
> finanziell ruiniert...

Da reicht schon ein komplizierter Bruch oder eine Schilddrüsen 
Unter/Überfunktion. Warum sich das die Amerikaner freiwillig antun, 
erschließt sich mir nicht.

von Joachim B. (jar)


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Heiko Glade schrieb:
> Ist nicht wahr?

doch das waren genau meine 2 Wohnungen in der Zeit!

von BobStong (Gast)


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Das mit der miesen Bezahlung hat System. Natürlich will ein Unternehmen 
für seine Mitarbeiter möglichst wenig bezahlen, das gilt für alle 
Angestellten. Werkstudenten sind dafür aber besonders gut geeignet wegen 
der bereits erwähnten Vorteile. Die Stellen als Werkstudent sind dann 
häufig tatsächlich solche, die von "Ungelernten" Kräften erledigt werden 
können und von den fest Angestellten nicht gerne gemacht oder sehr 
zeitaufwendig sind.
Dennoch stellt sich einem die Frage: Warum einen Werkstudenten, statt 
einem ungelernten 40 jährigen H4ler? (habe hier bewusst das typische 
Klischee genommen :D)
Der Typische H4ler hat in der Regel eine magelhafte Bildung erfahren und 
keine Struktur im Lebenslauf. Die Einarbeitung in die Tätigkeit könnte 
schwierig oder garnicht machbar sein oder die Person könnte im 
schlimmsten Fall nicht erscheinen. (faul und unzuverlässig, das typische 
Klischee eben)
Zusätzlich kommen noch die finanziellen Faktoren.
Der typische Werkstudent ist noch jung, motiviert und lässt sich formen. 
Die Kosten sind relativ gering.
Jeder Personaler würde also einen Werkstudenten vorziehen. Auch bei 
Stellen, für die Fachwissen vorausgesetzt wird, ist der Werkstudent dem 
älteren Bewerber vorzuziehen, da der ältere wohl einen viel höheren 
Stundenlohn verlangen wird als der Student.

Ich selbst habe in verschiedenen Werkstudentenjobs gearbeitet und kann 
von verschiedenen Arbeitgebern berichten. Die Bezahlung war nie wirklich 
berauschend (10€ - 14€). Die Tätigkeiten waren teilweise anspruchslos 
(Akten sortieren oder Tabellen pflegen bis hin zu vollwertigen 
Ingenieurstätigkeiten (und deren Verantwortung). Das man einem Studenten 
im 1. oder 2. Semester, der vom Leben und der Arbeitswelt 0 Ahnung hat, 
12 oder 13 € bezahlt, finde ich OK. Aber es werden auch Master Studenten 
mit 14-15€ "abgespeist", selbst mit Fachwissen. Und genau diese Tatsache 
zeigt doch, dass der Werkstudentenstatus schamlos ausgenutzt wird. Wieso 
nicht gleiches Geld für gleiche Arbeit? Natürlich ist ein Werkstudent 
nicht Vollzeit im Projekt und hat sicher auch nicht die Konsequenzen 
seiner Arbeit zu befürchten, wenn etwas schief geht. Doch dieses Risiko 
hat der Arbeitgeber mit jedem Arbeitnehmer, nur dass der Werkstudent 
leichter gekündigt werden kann. Da muss man sich eben im Vorfeld die 
Mühe machen und den Bewerber besser unter die Lupe nehmen und die 
geforderten Fachkenntnisse eben prüfen.
Was das Thema Lehrjahre angeht.... Da werden wieder Äpfel mit Raumsonden 
verglichen :P Damals hat man eine Ausbildung zum Maurer gemacht und war 
sein ganzes Leben lang mit der selben Tätigkeit beschäftigt. Heute muss 
man beinahe täglich neue Dinge erlernen und flexibel auf den 
Arbeitsmarkt reagieren können. Ein lebenslanges Lernen wird also per se 
vorausgesetzt! Das würde also bedeuten, dass ich mein ganzes Leben lang 
für einen Hungerlohn arbeiten soll, weil ich ja dabei was lerne?! Das 
Unternehmen lernt ja unter Umständen auch etwas vom Studenten. Da findet 
auch ein Wissensaustausch statt. Aber das sieht und honoriert ein 
Unternehmen ja in der Regel nicht...
Am Ende stellt man sich natürlich die Frage, warum machen die Studenten 
das überhaupt mit? Ich denke, viele haben überhaupt keine Wahl. Wie im 
gesamten Niedriglohnsektor auch, gibt es eine Fülle von Bewerbern auf 
eine Stelle. Da kann sich der Arbeitgeber den aussuchen, der am ehesten 
auf die Stelle passt und am wenigsten verlangt. Verhandeln ist in 80% 
der Fälle nicht möglich. Die Unternehmen hätten "Standardverträge". 
Nicht ein Mal diese Mühe machen Sie sich. Auch eine Form der 
Wertschätzung.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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BobStong schrieb:
> Die Bezahlung war nie wirklich berauschend (10€ - 14€). Die Tätigkeiten
> waren teilweise anspruchslos
Das Erste kommt vom Zweiten.

> Aber es werden auch Master Studenten mit 14-15€ "abgespeist", selbst
> mit Fachwissen. Und genau diese Tatsache zeigt doch, dass der
> Werkstudentenstatus schamlos ausgenutzt wird.
Wer zwingt dich denn, so einen Job anzunehmen?

> Ich selbst habe in verschiedenen Werkstudentenjobs gearbeitet und kann
> von verschiedenen Arbeitgebern berichten.
Im Idealfall hast du bei den jeweiligen Aufenthalten dort die Augen 
offen gehalten und Wissen über das Arbeitsumfeld und die 
Arbeitsverfahren mitgenommen. Wenn du mal einen richtigen Job hast, ist 
dieses Wissen pures Gold wert.

> Auch eine Form der Wertschätzung.
Fühlst du dich auch sonst im Leben eher von anderen herumgeschubst und 
ausgenutzt? Bist du tendenziell eher der Meinung, die Welt ist schlecht 
und die anderen wären an der jeweiligen Situation Schuld?

: Bearbeitet durch Moderator
von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Noch so einer,
der sich als Werksstudent gleich die dicke Karre kaufen will?

Franco. A schrieb:
> 13€ bekomme ich auch als Inventurhelfer.

Nur dass Du da für immer der HiWi bleibst.
Und mit immer smarter werdenden Laden- und Logistiksystemen
braucht man Dich bald auch garnicht mehr

:-)

von Joachim B. (jar)


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BobStong schrieb:
> warum machen die Studenten
> das überhaupt mit? Ich denke, viele haben überhaupt keine Wahl

so ist das, für mich war es ein Zubrot zum Bafög und erträglich wurde es 
durch die SV Freiheit, blieb halt mehr netto übrig.

Aber dreist ist es schon Fachkräfte zu wählen und nur weil sie Studenten 
sind sie auch so zu bezahlen!
Es ist weiterhin dreist Fachkräftestellen unter Stellen für studentische 
Hilfskräfte einzustellen!

von BobStong (Gast)


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Lothar M. schrieb:
>> Die Bezahlung war nie wirklich berauschend (10€ - 14€). Die Tätigkeiten
>> waren teilweise anspruchslos
> Das Erste kommt vom Zweiten.

Nicht zwangsläufig... du kannst für 10€ vollwertige Arbeit erledigen 
oder eben für 14€ stumpfsinnig Tabellen pflegen. Ist dann wohl 
Schmerzensgeld :P

Lothar M. schrieb:
>> Aber es werden auch Master Studenten mit 14-15€ "abgespeist", selbst
>> mit Fachwissen. Und genau diese Tatsache zeigt doch, dass der
>> Werkstudentenstatus schamlos ausgenutzt wird.
> Wer zwingt dich denn, so einen Job anzunehmen?

Wenn das 1 Arbeitgeber machen würde,ok, dann geht man zum nächsten. Aber 
das machen ja mittlerweile (oder schon immer?) sicher 80% der 
Arbeitgeber. Die restlichen 20% sind entweder wirklich verzweifelt auf 
der Suche oder sind so ehrlich und bezahlen anständig. Der Zwang so ein 
Angebot anzunehmen ist darin geschuldet, dass man zum Leben Geld 
braucht. Ohne Bafög muss man sich eben was dazuverdienen und wenn man 
schon was fachspezifisches machen möchte und nicht bei einer 
Fastfoodkette Burger braten will, nimmt man das was halt da ist.

Lothar M. schrieb:
>> Ich selbst habe in verschiedenen Werkstudentenjobs gearbeitet und kann
>> von verschiedenen Arbeitgebern berichten.
> Im Idealfall hast du bei den jeweiligen Aufenthalten dort die Augen
> offen gehalten und Wissen über das Arbeitsumfeld und die
> Arbeitsverfahren mitgenommen. Wenn du mal einen richtigen Job hast, ist
> dieses Wissen pures Gold wert.

Da gebe ich dir Recht. Aber honoriert wird dieses "Gold" ja trotzdem 
nicht. Natürlich wird ein Absolvent mit "Erfahrung" aus 
Werkstudentenjobs eher genommen, als einer die nie gearbeitet hat. 
Dennoch rechtfertigt es nicht die geringe Vergütung durch die Lehrjahre, 
auf die du wohl gerade anspielst.

Lothar M. schrieb:
>> Auch eine Form der Wertschätzung.
> Fühlst du dich auch sonst im Leben eher von anderen herumgeschubst und
> ausgenutzt? Bist du tendenziell eher der Meinung, die Welt ist schlecht
> und die anderen wären an der jeweiligen Situation Schuld?

Das würde ich von mir nicht behaupten. Ich sehe es allgemein eher 
gelassen. Ich könnte hier aber noch ein anderes Fass aufmachen und die 
gleiche Bezahlung bei Mann und Frau anprangern. Es geht hier um die 
gerechte Bezahlung von Arbeit, unabhängig von Geschlecht oder Status. 
Die Wertschätzung des Mitarbeiters spielt für einige Leute eine 
wichtigere Rolle als das Gehalt am Monatsende, darum finde ich es auch 
wichtig, wie ein Arbeitgeber mit den Arbeitnehmern umgeht. Wenn da schon 
beim Bewerbungsverfahren keinerlei Wertschätzung entgegengebracht wird, 
überlegt man sich vielleicht doch ob man nicht einen anderen AG 
vorzieht. Was würdest du denken, wenn dir bei der Bewerbung gesagt wird, 
dass dein Gebot viel zu hoch ist, es keinen Verhandlungsspielraum gibt 
und du dich mit dem Standardangebot (weil es ja alle am Anfang 
bekommen)abfinden musst? Ganz egal welche Voraussetzungen du da 
mitbringst. Ich hätte da keine Lust drauf und hab auch schon solche 
Angebote abgelehnt, weil ich es mir erlauben konnte. Viele können das 
aber nicht.

von Qwertz (Gast)


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BobStong schrieb:
> Die Wertschätzung des Mitarbeiters spielt für einige Leute eine
> wichtigere Rolle als das Gehalt am Monatsende, darum finde ich es auch
> wichtig, wie ein Arbeitgeber mit den Arbeitnehmern umgeht.

Das Gehalt spiegelt zu mindestens 90% bereits die Wertschätzung des 
Arbeitgebers dem Arbeitnehmer gegenüber wider.

von Ottmahr Zittlau (Gast)


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Qwertz schrieb:
> BobStong schrieb:
>> Die Wertschätzung des Mitarbeiters spielt für einige Leute eine
>> wichtigere Rolle als das Gehalt am Monatsende, darum finde ich es auch
>> wichtig, wie ein Arbeitgeber mit den Arbeitnehmern umgeht.
>
> Das Gehalt spiegelt zu mindestens 90% bereits die Wertschätzung des
> Arbeitgebers dem Arbeitnehmer gegenüber wider.

+1

Beitrag #6118840 wurde von einem Moderator gelöscht.
von lol (Gast)


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Was soll daran jetzt lächerlich sein?

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