Raspberry Pi 4 von Platte booten lassen und Login Problem.
Hallo 900ss D.
900ss D. schrieb:
> Hier steht was um Booten aller RPis inkl. dem 4-er
>
> https://www.raspberrypi.org/documentation/hardware/raspberrypi/bootmodes/msd.md
>
> Der 4-er scheint das von Haus aus noch nicht zu können.
Kein Raspberry konnte/kann es bisher von Hause aus. Aber beim 3er war es
besonders leicht, ihn dazu zu überreden.
Beim Raspberry 4 ist es etwas komplizierter, aber machbar. Ich bin dabei
im wesentlichen nach der Anleitung von Chambers vorgegangen:
https://jamesachambers.com/raspberry-pi-4-usb-boot-config-guide-for-ssd-flash-drives/
Das ist die gleiche wie oben schon ron erwähnte:
Ron schrieb:
>
https://www.google.com/search?q=RASPBERRY%20PI4%20%C3%BCber%20USB3%20von%20einer%20externen%20SSD%20zu%20%20booten
Die dabei verwendete SSD-Platte machte keine Probleme, so dass die dort
erwähnten "Quirks" nicht angewendet werden mussten.
Stattdessen hatte ich ein anderes Problem.
chambers schreibt:
"Insert your freshly imaged SD card into the Pi and connect the power.
Sign into the Pi for the first time.
Don’t do an apt-get upgrade/dist-upgrade or any additional configuration
yet. Just stick with the instructions until we have finished
configuration (especially since if something goes wrong you may have to
start over and any other setup you did will be lost)."
Once the Pi has finished booting and you have signed in for the first
time plug in your SSD to your Pi’s USB 3.0 ports. The USB 3.0 ports are
the ones that have the blue plastic inside instead of the black plastic
(the black ones are USB 2.0 ports)."
Ich habe also Vorsichtshalber beim ersten Booten von der SD-Karte weder
eine Lokalisation (deutsche Tastatur/Zeitzone ec.) vorgenommen und auch
kein Passwort angegeben. Das so erzeugte System habe ich dann per dd auf
einem anderen Linux-Rechner auf die SSD karte geschrieben.
Da ich ohne die Lokalisation keine deutsche Tastatur bekam habe ich zwar
die Manipulation mit fdisk auf dem Raspi gemacht, aber die aufgeführten
Änderungen in /boot/cmdline.txt und /etc/fstab auf einem anderen System
durchgeführt (weil ohne passende Tastatur fehleranfällig). Ebenso habe
ich die vergrößerung der Partition auf einem anderen System mit gparted
durchgeführt (weniger fehleranfällig als fdisk).
Das Ergebnis war später leider, das der Rechner zwar lief, ich mich aber
nicht einloggen konnte, weil ich auf irgendeine nötige Datei auch nicht
zugreifen konnte, weil auch root der Zugriff verwert wurde. Das ganze
kreiste mit Fehlermeldung über nicht möglichen Zugriff und neuem Login
Prompt in einer Endlosschleife
Ich habe noch den ganzen Abend probiert, und neu installiert, lief aber
immer vor das gleiche Problem.
Nach überschlafen habe ich dann drei Sachen anders gemacht. Mindestens
eine davon war es dann. ;O)
1) Beim ersten Login von der SD-Karte habe ich sowohl eine Lokalisation
angegeben als auch ein Passwort(!) für Pi vergeben. Lediglich den Update
habe ich auf später verschoben. Das ganze habe ich dann per dd auf einem
anderen System auf die Platte geschrieben.
2) Die Manipulationen an /boot/cmdline.txt und /etc/fstab habe ich auf
dem Raspi(!) unter Sudo gemacht. Mmöglicherweise war es vorher ein
Problem, wenn ich die auf einem anderen System die Manipulationen als
root und nicht als pi gemacht habe. Mit chmod hätte ich das wohl auch
hinbiegen können, aber wenn ich es als sudo auf dem pi mache, ist es
egal, und wegen der nun erfolgten Lokalisierung auch kein Problem mit
der Tastatur.
3) Ich habe die Partition auf der SSD-Platte mit gparted nicht
vergrößert, sondern eine neue angelegt, und diese (später) für pi
zugänglich gemacht. Das home Verzeichnis liegt also weiterhin auf der
kleinen Partition, aber ich kann Problemlos als pi user die andere mit
verwenden.
Dieses letzte habe ich aus Zeitgründen gemacht, es war nicht mein
Rechner und die Zeit lief mir weg, und ich hatte nur noch einen Versuch.
Noch eine weitere Anmerkung: Chambers benutzt bei fdisk den Identifier
0xd34db33f mit vorangestelltem 0x. Bei den Manipulationen an
/boot/cmdline.txt und /etc/fstab lässt man 0x weg und schreibt nur
d34db33f. Chambers macht das so ohne explizit auf diese Unterschiede
hinzuweisen. Für unbedarfte kann sich da eine Falle auftun.
Das hat alles funktioniert, auch wenn ich mit mehr Zeit das ganze etwas
besser hätte einrichten können. Jedenfalls ist dank SSD-Platte das ganze
sehr viel schneller geworden.
Wie gesagt es war nicht mein Rechner und die Zeit lief mir weg, und
jetzt ist er 500 km weg und ich habe keinen Zugriff zum
experimentieren..
Persönlich besitze ich auch noch keinen Raspberry Pi 4.
Das Mädel, das Besitzerin und Userin dieses Raspberrys ist und diesen
statt Desktop nutzt, ist damit seit Monaten zufrieden und kommt auch
damit gut zurecht. Sie ist eigentlich Windows Userin, aber halt
ausreichend flexibel. ;O)
Das zum Thema, ob ein Raspberry Pi 4 als Desktop Ersatz geht oder nicht.
;O)
Nachtrag-I: Auch ich bin eigentlich lediglich User, und frage mich
daher, wie Chambers an "d34db33f" als neuen Bezeichnung für die Platte
kommt.
Nachtrag-II: Das einzig problematische am Raspi sehe ich daran, dass
dort viele sehr kleine Stecker mechanisch ungeschützt
herausstehen....ein Gehäuse, welches Stecker/Leitungen mechanisch
abfängt und stützt könnte eine gute Idee sein.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de