Hallo zusammen, ich bin fest angestellt und hatte gestern ein Vorstellungsgespräch. Dieses verlief soweit ganz gut - der Fachbereich und der Personaler würden sich eine Zusammenarbeit mit mir gut vorstellen können, am Ende wurde ich allerdings gefragt ob mein jetziger Chef von meiner Bewerbung weiss. Dies verneinte ich. Ich deute aus dieser Frage, ob der Personaler meine Wechselabsicht aufdecken würde, wenn er sich bei meinem aktuellen AG über mich erkundigen würde. Kann das sein? Was würdet ihr darin sehen? Ich wurde auch zu meinen Wechselgründen befragt, woraufhin ich das Interesse an der Tätigkeit angab, was auch stimmt. Verschwiegen habe ich allerdings, dass es mit meinem jetzigen Stabsstellenleiter ein riesen Theater wegen nicht gehaltenen Gehaltsversprechungen gab. Mir wurde eine Entlohnung zugesagt, welche mir dann nur wiederwillig gegeben wurde. Dies hatte dann Auswirkungen auf die Stimmung im gesammten Team. Meine Arbeitsleistung war dennoch tadellos, wie das Verhältnis zu meinem direkten Chef. Entsprechend gereizt ist aber die Stimmung. Zum Verhältnis zu meinem Chef/etc. wurde ich nicht befragt. Allerdings habe ich ein einwandfreies Zwischenzeugnis von meinem bisherigen AG bekommen, da die Streiterei meinen direkten Vorgesetzten nicht betraf. Ich habe jetzt allerdings nur die Sorge, dass wenn der zukünftige AG bei meinem alten anruft und sich über mich erkundigt diese Streitereien ans Licht kommen. Daher habe ich darüber nachgedacht, ob es sinnvoll ist dies zu erwähnen, bevor der Arbeitsvertrag unterzeichnet wird? Ich möchte halt ungern, dass der neue AG einen Schrecken bekommt und mir noch vor Arbeitsbeginn wieder kündigt. Was würdet ihr machen? Da es sich um Unternehmen handelt, welche im gleichen Bereich tätig sind und zusammen arbeiten, würde dies in jedem Fall bei einer Nachfrage ans Licht kommen - daher würde ich es bevorzugen hier ehrlich zu sein, auch wenn ich die Stelle dann nicht bekommen sollte.
Ich würde das nicht nachträglich erwähnen, meistens hat man Glück, und es kommt nicht ans Tageslicht. In ein paar Jahren ist dann sowieso Gras über die Sache gewachsen.
Inwiefern würde das Informieren des alten AG verhindern, dass der neue AG von den Streitereien erfährt?
c r schrieb: > Inwiefern würde das Informieren des neuen AG verhindern, dass der > neue AG von den Streitereien erfährt? Verhindern würdes es das nicht. Ich hätte dann nur mit ehrlichen Karten gespielt, so dass eine schlechte Auskunft dann keine Überraschung für den neuen AG ist.
Berthold schrieb: > Ich deute aus dieser Frage, ob der Personaler meine Wechselabsicht > aufdecken würde, wenn er sich bei meinem aktuellen AG über mich > erkundigen würde. Kann das sein? Was würdet ihr darin sehen? Das kann auch einfach gefragt werden, um blöde Situationen zu vermeiden., Wenn dein Chef vom Personaler erfährt dass du gehen wirst ist das eher unpraktisch. Insbesondere wenn z.B. eine Abfindung im Raum steht kann dir ein Anruf einiges kaputtmachen. So ist es einem Bekannten von mir ergangen. Konzern wollte Stellen abbauen und bot ihm nen Aufhebungsvertrag mit rund nem halben Jahresgehalt + 3 Monate bezahlter Freistellung an. Ein finales Gespräch vor der Unterzeichnung des Aufhebungsvertrags stand noch aus und er hatte zu dem Zeitpunkt schon nen neuen Arbeitsvertrag, wovon der AG nichts wusste. Und dann ruft der Personaler der neuen Firma bei seinem alten AG an und fragte, ob er auch schon nen Monat früher anfangen könnte. Damit war die Abfindung dann direkt vom Tisch. Der eine Anruf hat ihn damit rund 25k€ gekostet...
Berthold schrieb: > Ich hätte dann nur mit ehrlichen Karten > gespielt, so dass eine schlechte Auskunft dann keine Überraschung für > den neuen AG ist. Du schießt dir doch nur selber ins Bein. Wenn du dir nichts vorzuwerfen hast, und so klang deine Schilderung für mich, dann lass es. Das sieht nach schlechtem Gewissen aus, also als hättest DU was verbockt. Außerdem würde dein neuer AG auch nicht wollen, dass du interne Probleme beim wiederum nächsten AG preisgibst. Die Person die das machen würde bist du dann aber.
c r schrieb: > Berthold schrieb: > Ich hätte dann nur mit ehrlichen Karten > gespielt, so dass eine schlechte Auskunft dann keine Überraschung für > den neuen AG ist. > > Du schießt dir doch nur selber ins Bein. Wenn du dir nichts vorzuwerfen > hast, und so klang deine Schilderung für mich, dann lass es. > > Das sieht nach schlechtem Gewissen aus, also als hättest DU was > verbockt. > > Außerdem würde dein neuer AG auch nicht wollen, dass du interne Probleme > beim wiederum nächsten AG preisgibst. Die Person die das machen würde > bist du dann aber. Damit hast du natürlich Recht. Naja, vorzuwerfen habe ich mir villeicht dass ich viel Theater veranstaltet habe - ob dies in Bezug auf das vorenthaltene Gehalt gerechtfertigt war sieht jeder wohl anders. Mir macht es halt nur Sorgen, wenn mein alter AG mich da als den schlechtesten Menschen überhaupt darstellen würde und wie der neue AG dann reagiert...
Negativgeschichten soll man keinesfalls zum neuen Arbeitgeber tragen, weil der sonst denken könnte, dass man Negativerfahrungen im neuen Betrieb dann auch weiter trägt. Loyaität, Vertrauen und Verschwiegenheit werden hier sehr groß geschrieben. In Bewerbungstrainings bekommt man das stets eingeprügelt. Umgekehrt sieht das dann ganz anders aus. Kommt es mal zu einem Jobwechsel, dann aus zwei Gründen: 1.Weil die Firma pleite gegangen ist, was meist unschädlich ist. 2.Weil eine Unzufriedenheit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer entstanden ist und das Vertrauen nachhaltig gestört ist, eigentlich nicht viel anders als wie bei Paaren. 3.Aus freien Stücken wechseln wird durch gesetzliche Regeln teilweise erschwert. Auf die Möglichkeit eines Gentleman Agreement gehe ich jetzt als Möglichkeit nicht ein.(Gentleman sind die nämlich nur unter Ihresgleichen). Das Standesdenken eines Arbeitgebers ist dabei meist deutlich Omnipotenter als das Selbstbestimmungsrecht auf freie Berufs- und Jobwahl eines Arbeitnehmers. Häufig sehen Arbeitgeber in Arbeitnehmer nur Erfüllungsgehilfen ihres Strebens nach Wohlstand. Das das berufliche Fortkommen und das lässt sich kaum leugnen, vom Wohlwollen des vorhergehenden Arbeitgeber abhängen soll, ist eine gefährliche Konstellation, die durch Arbeitszeugnisse reguliert wird. Dabei kommt es nicht auf den Inhalt, sondern auf die Kontaktdaten an. Damit kann man dann ohne Wissen des Bewerbers beim früheren Arbeitgeber Auskünfte einholen, die aber nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen müssen, wenn es dem aktuellen Arbeitgeber in den Kram passt. Die höchste Arbeitsgerichtsbarkeit verlangt Arbeitszeugnisse, die zwar wahr sein müssen, aber auch nicht das berufliche Fortkommen eines Arbeitnehmers behindern dürfen. Also hält man sich ein Hintertürchen offen und formuliert alles Rechtssicher, so das man als Arbeitgeber nicht verklagt werden kann. Interessante Infos kann man, wohlgemerkt kann, aber nicht jeder praktiziert das, etwas mit dieser Kontakt- möglichkeit verbal über den Bewerber in Erfahrung bringen, was ihm möglicherweise die Karriere versaut, wenn der aktuelle Chef das will. Es heißt ja auch "abhängige Beschäftigung", allerdings ist der Schritt zur Leibeigenschaft ziemlich grenzwertig. Verhindern kann man das nur, wenn man die Kontaktdaten des vorherigen Arbeitgebers nicht Preis gibt. Dann besteht allerdings die nicht unbegründete Besorgnis, dass die Bewerbung sofort auf der P-Ablage landet. Klingt nach einem Paradoxon und das ist es auch. Ob so eine Gehirnwäsche auf Dauer der Gesellschaft gut tut, möchte ich mal bezweifeln. Es gibt Indizien, dass die Gesellschaft durch bestimmte soziale Preventionen von diesem Problem abgelenkt wird und so der soziale Frieden zum Wohle der Wirtschaft gewahrt bleibt. Einige werden das als Quatsch abtun, aber das dürften die sein, die von diesem Konstrukt profitieren.
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Berthold schrieb: > am Ende wurde ich allerdings gefragt ob mein jetziger Chef von meiner > Bewerbung weiss. Dies verneinte ich. Ist ja auch recht üblich, wenn man sich aus ungekündigter Stellung bewirbt. > Ich habe jetzt allerdings nur die Sorge, dass wenn der zukünftige AG bei > meinem alten anruft Du hast anscheinend noch viel, viel mehr unnötige Sorgen. Ich habe es noch nie erlebt, dass der beworbene AG beim bisherigen AG anruft. Punkt. Ende aller Sorgen. > Was würdet ihr machen? Irgendwas Schönes. Kino vielleicht. Und ein gutes Essen vorher mit einem leckeren Bier. Berthold schrieb: > Naja, vorzuwerfen habe ich mir villeicht dass ich viel Theater > veranstaltet habe Wenn das so deine Art ist, dann solltest du daran arbeiten...
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Lothar M. schrieb: > Ich habe es noch nie erlebt, dass der beworbene AG beim bisherigen AG > anruft. Nur, weil man etas nicht selbst erlebt hat, heißt das nicht, dass es nicht passiert oder grundsätzlich möglich ist. Wenn es um weitreichende Entscheidungen mit hohen Summen geht, wird sich der eine oder andere schon absichern wollen.
Ntldr -. schrieb: > Und dann ruft der Personaler der neuen Firma bei seinem alten AG an und > fragte, ob er auch schon nen Monat früher anfangen könnte. Damit war die > Abfindung dann direkt vom Tisch. Der eine Anruf hat ihn damit rund 25k€ > gekostet... Das ist zu geil, wenn es nicht erfunden ist! So ist das Leben, ich find's lustig! :-)
Aha, der Lothar ist der große Beschützer der Namensmutanten... Ja, einer muss ja Partei ergreifen. Ist schon o.k.!
Naja, so unwarscheinlich ist es nicht. Ich vermute mal es kommt auf die Gesamtsituation an...wie dringend die Stelle besetzt werden muss, ob es viele Mitbewerber usw. gibt. Villeicht gibt es ja auch Firmen die sich sagen...naja, er hat nicht schlecht über seinen alten AG geredet, mal sehen was er in der Probezeit macht...
Böser Onkel schrieb: > Lothar M. schrieb: >> Ich habe es noch nie erlebt, dass der beworbene AG beim bisherigen AG >> anruft. > Nur, weil man etas nicht selbst erlebt hat, heißt das nicht, > dass es nicht passiert oder grundsätzlich möglich ist. Ja, eben, es ist "grundsätzlich möglich". Und daraus kommen dann die ganzen Urban Legends. Kastanie schrieb: > Aha, der Lothar ist der große Beschützer der Namensmutanten... Du schreibst ähnliche wie diesen gelöschten Post in bester Stalking-Manier immer wieder. Allerdings widerspricht es eben nicht den Nutzungsbedingungen, wenn gestern einer einen anderen Namen verwendet hat. Er darf nur nicht im selben Thread unterschiedliche Namen verwenden.
Berthold schrieb: > Ich habe jetzt allerdings nur die Sorge, dass wenn der zukünftige AG bei > meinem alten anruft und sich über mich erkundigt diese Streitereien ans > Licht kommen. Waschlappen! Richtige Männer stehen zu den Streitereien, die sie hinter sich haben. Manche tragen Male ausgestandenen Ehrhändels mit Stolz im Gesicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Schmiss >Stabsstellenleiter Wo gibts denn noch so was?!
Böser Onkel schrieb: > Wenn es um weitreichende Entscheidungen mit hohen Summen geht, > wird sich der eine oder andere schon absichern wollen. Dazu gibt es Probezeit, das ist näher dran an der bitteren Realität als jeder Anruf beim Ex...
Leierkastenonkel schrieb: > Berthold schrieb: >> Ich habe jetzt allerdings nur die Sorge, dass wenn der zukünftige AG bei >> meinem alten anruft und sich über mich erkundigt diese Streitereien ans >> Licht kommen. > > Waschlappen! Richtige Männer stehen zu den Streitereien, die sie hinter > sich haben. Manche tragen Male ausgestandenen Ehrhändels mit Stolz im > Gesicht: > > https://de.wikipedia.org/wiki/Schmiss > >>Stabsstellenleiter > > Wo gibts denn noch so was?! Leierkastenonkel schrieb: > Berthold schrieb: >> Ich habe jetzt allerdings nur die Sorge, dass wenn der zukünftige AG bei >> meinem alten anruft und sich über mich erkundigt diese Streitereien ans >> Licht kommen. > > Waschlappen! Richtige Männer stehen zu den Streitereien, die sie hinter > sich haben. Manche tragen Male ausgestandenen Ehrhändels mit Stolz im > Gesicht: > > https://de.wikipedia.org/wiki/Schmiss > Dazu stehen ist kein Problem - Ein Problem ist aber am Ende ohne Job darzustehen, wenn der neue AG Kündigt ohne einem eine Chance gegeben zu haben. Dann bringt mir mein Stolz beim Arbeitsamt auch nichts.
Leierkastenonkel schrieb: > Böser Onkel schrieb: > >> Wenn es um weitreichende Entscheidungen mit hohen Summen geht, >> wird sich der eine oder andere schon absichern wollen. > > Dazu gibt es Probezeit, das ist näher dran an der bitteren Realität als > jeder Anruf beim Ex... Klingt am naheliegndsten...warum sollte ich einem neuen Mitarbeiter Kündigen, wenn ich es auch in der Probezeit kann...falls der Mitarbeiter ein Reinfall ist, geht halt etwas Lehrgeld in Form von Gehalt drauf...
"Weiss ihr Chef von der Bewerbung?" Nein. Interessiert ihn auch nicht. Wenn doch,... Bist schon in der falschen Firma.
ACDC schrieb: > "Weiss ihr Chef von der Bewerbung?" > > Nein. > Interessiert ihn auch nicht. > > Wenn doch,... > > Bist schon in der falschen Firma. Dann kannste sowieso gehen ohne Gründe
Berthold schrieb: > Ich habe jetzt allerdings nur die Sorge, dass wenn der zukünftige AG bei > meinem alten anruft und sich über mich erkundigt diese Streitereien ans > Licht kommen. Darauf hast du eh keinen Einfluss, also bringt es auch nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Da werden z.B. Bewerber aussortiert, weil sie auf der falschen Uni studiert haben oder im falschen Stadtteil wohnen. Du hast keine Chance, also nutze sie... Nur mal ein Gedankenspiel: Du bist der beste Mitarbeiter aller Zeiten und dein potentiell neuer Arbeitgeber ruft deinen alten an um sich über dich zu erkundigen. Davon abgesehen, dass das nicht zulässig ist, erfährt dein AG dadurch von deinem Wechselwillen. Dieser hat dich gerade für ein Projekt eingeplant und möchte dich nicht ziehen lassen. Folglich erzählt er Schauergeschichten über dich. Auch das ist nicht rechtens. Jetzt kann der neue AG sich bedanken, das er vor dir gewarnt wurde oder aber kritisch nachfragen. Vermutlich riecht er den Braten, zumal das Zeugnis was anderes sagt. Kannst du den ganzen Vorgang irgendwie beeinflussen? NEIN
In dem ganzen Palawer habt Ihr eine Bemerkung im Eröffnungspost übersehen: Berthold schrieb: > Da es sich um Unternehmen handelt, welche > im gleichen Bereich tätig sind und zusammen arbeiten,
Jens P. schrieb: > Vermutlich riecht er den Braten, zumal das > Zeugnis was anderes sagt. Wenn ein Zeugnis auf dem Tisch liegt, kann sich der alte Chef die Frage stellen: Will der AN nur mehr Geld oder abhauen? Ein Zeugnis holt man sich ja nicht ohne Grund. Das könnte Alarmglocken läuten lassen und das Vertrauensverhältnis nachhaltig schädigen. Vor allem, wenn ein Arbeitnehmer langfristig eingeplant wurde, möchte man nicht Unsummen nachher versenken, wenn der Mitarbeiter weg fällt. Oft ist dann nicht nur die Arbeitskraft weg, sondern auch Know-How, dass nicht so schnell ersetzt werden kann, wenn man überhaupt. Auf dem Arbeitsmarkt soll sich die Stabilität gerade aus diesem Grund dahin entwickelt haben, dass die Firmen die Leute halten. Das kann dann natürlich zu irrwitzigen Personaleraktionen auf dem Arbeitsmarkt führen, so das eben Massen an Fakes von multiplen Anbietern erscheinen, aber tatsächlich keiner eingestellt wird. Selbst bei den Sachbearbeitern der zuständigen Behörden besteht da Besorgnis, dass da jede Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt. Was denkt denn ein Arbeitgeber? Das der Job, den er wohlwollend für den Broterwerb anbietet, nicht gut genug ist? Wie kann ein Arbeitnehmer so grob undankbar sein? Das kann Gedanklich bis zum Größenwahn gehen, dass der Arbeitnehmer diese Gnade nicht zu schätzen weiß. Der Arbeitnehmer denkt sich: Ist mein gutes Recht, dort zu arbeiten, wo ich will. Der Gefühlskonflikt des Chefs findet da keine Berücksichtigung beim Arbeitnehmer. Zumindest hatte ich immer ein Gefühl der Erleichterung, wenn ich wechseln konnte um mal was Neues kennen zu lernen, egal ob gewollt oder nicht. Der Chef hat sich dann immer rar gemacht, so dass er diesen Verräter nicht auch noch verabschieden muss. Die Personalerin kann das nämlich auch erledigen. Woher soll ich wissen, ob so ein vorheriger Chef mir nicht den Wechsel sabotiert, oder es zumindest versucht? So mancher mag das verleugnen, aber Unbedenklichkeit garantieren kann es keiner, es sei denn, man unterbindet es, durch Datenverweigerung, was dann dummerweise zu den Verdacht, etwas zu verbergen, führt. Aber wer im Glashaus sitzt, soll mal nicht mit Steinen werfen. Arbeitgeber haben sicher selbst einige Geheimnisse (Umsatz, Gewinn, Profit, Kündigungsabsichten und andere Hintergedanken) und das nicht zu knapp. Übrigens in Amerika (USA) ist das Gang und Gebe sich über Bewerber bei früheren Arbeitgebern zu erkundigen. Wenn man aufpasst, wird das in div. Spielfilmen, wo ein Jobverhältnis zur Handlung gehört, häufig auch so gespielt. Künstlerische Freiheit? Ich denke, dass da viel aus der Realität mit realisiert wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zur_Kritik_der_politischen_%C3%96konomie https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_politischen_%C3%96konomie ich empfehle die Beiden aufmerksam und vollständig durchzulesen
Berthold schrieb: > ob mein jetziger Chef von meiner Bewerbung > weiss. Dies verneinte ich. Damit weiß dein gegenüber schon das er da nicht so einfach mal anrufen kann. Im schlechtesten Fall weckt er damit schlafende Hunde und deine alte Firma bietet dir mehr Gehalt oder andere Vergünstigungen damit du auf jeden Fall bleibst. Somit muss er unnötig sein Angebot erhöhen wenn es dich wirklich haben will. Und selbst wenn er Anrufen würde, dann merk der in der Regel ganz schnell das da eine "beleidigte Leberwurst" am anderen ende der Leitung ist und man somit auf dessen Aussagen nichts geben kann. Gefährlich wird es erst wenn du über den Klee gelobt wirst so das das Gegenüber den Eindruck hat "die wollen den unbedingt los werden", da schrillen viel eher die Alarmglocken. Jemanden "Schlecht machen" deutet eher darauf hin das sie dich eigentlich lieber behalten würden. Du darfst nicht davon ausgehen das sowas ein Gespräch zwischen zwei Freunden ist wo beide Seiten offen und ehrlich zueinander sind und alles bedingungslos glauben was der andere sagt. Interessanter ist zwischen den Zeilen raus zuhören ob sie dich lieber behalten wollen, es ihnen egal ist (das trifft auf die meisten Arbeitnehmer zu, auch wenn deren Selbsteinschätzung es nicht erlaubt das zuzugeben) oder ob sie dich sogar gerne loswerden würden. Und ja, sowas wird durchaus gemacht. Ist aber anscheinend stark von der Branche, der Region und auch den einzelnen Firmen abhängig.
Berthold schrieb: > Dazu stehen ist kein Problem - Ein Problem ist aber am Ende ohne Job > darzustehen, wenn der neue AG Kündigt ohne einem eine Chance gegeben zu > haben. Dann bringt mir mein Stolz beim Arbeitsamt auch nichts. Jaaaa uuuund ?????! Jeder ist zu Beginn und zum Ende seines Lebens mehrere Jahrzehnte arbeitslos, das ist nun mal der natürliche Lauf der Dinge. Trotzdem ist das nicht existenzbedrohend weil das Individium in einer Gemeinschaft lebt und das soziale Netz ihn auffängt. Und natürlich kann man auch eigenen Vorkehrungen für den Fall der Anstellungsfreiheit treffen, es soll ja einen Teil der Bevölkerungen geben, der bewusst eine Job-pause zwecks Nachwuchserziehung einplant. Oder im Sabbatjahr das macht was ihm Spass macht. Dazu muss man natürlich psychisch in der Lage sein, entspannt Spass empfinden zu können. Also mach Dich locker, schliesslich ist noch immer alls gut gegangen und es kommt eh immer wie es kommt.
Berthold schrieb: > Klingt am naheliegndsten...warum sollte ich einem neuen Mitarbeiter > Kündigen, wenn ich es auch in der Probezeit kann...falls der Mitarbeiter > ein Reinfall ist, geht halt etwas Lehrgeld in Form von Gehalt drauf... Die Denkweise ist völlig Banane, kein Unternehmen führt ein Einstellungsprozedere um den Eingestellten schnellsten wieder los zu werden. Kategorische Verlustvermeidung ist eben eine geisteskranke Strategie. Sowas führt nur zu "erlernter Hilfslosigkeit". https://de.wikipedia.org/wiki/Erlernte_Hilflosigkeit https://karrierebibel.de/erlernte-hilflosigkeit/
Manfred schrieb: > In dem ganzen Palawer habt Ihr eine Bemerkung im Eröffnungspost > übersehen: > > Berthold schrieb: >> Da es sich um Unternehmen handelt, welche >> im gleichen Bereich tätig sind und zusammen arbeiten, Und? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man zwar Aufträge untereinander vergibt oder auch Material bestellt, doch mit echter Zusammenarbeit hat das nichts zu tun. Ganz im Gegenteil, wenn ein Dritter billiger oder schneller ist, wird die Zusammenarbeit beendet und der neue bekommt den Auftrag. Das ging sogar soweit, dass Mitarbeiter jeweils vom anderen Unternehmen angebaggert und abgeworben wurden. Bei einer echten Partnerschaft zwischen den Firmen hätte der TE es nicht mal ins VG geschafft, wenn man keine Mitarbeiter des Partners einstellt. Doch auch das kann man nicht verallgemeinern. Es ist immer noch besser, der unzufriedene Mitarbeiter arbeitet beim Partner als sein Wissen zur echten Konkurrenz zu tragen.
Irgend W. schrieb: > Und selbst wenn er Anrufen würde, dann merk der in der Regel ganz > schnell das da eine "beleidigte Leberwurst" am anderen ende der Leitung > ist und man somit auf dessen Aussagen nichts geben kann. Kleine Seitenbemerkung: Solche Anrufe ohne Einverständniserklärung sind technisch gesehen illegal wegen Datenschutz und solchen Belanglosigkeiten.
Wie blöd seid ihr eigentlich. Kein Unternehmen ruft noch beim aktuellen an weil sonst klagen bis zum abwinken drohen. Ihr paranoiden glaubt wohl auch an schwarze Listen für Arbeitnehmer.
Berthold schrieb: > ich bin fest angestellt und hatte gestern ein Vorstellungsgespräch. > Dieses verlief soweit ganz gut - der Fachbereich und der Personaler > würden sich eine Zusammenarbeit mit mir gut vorstellen können, am Ende > wurde ich allerdings gefragt ob mein jetziger Chef von meiner Bewerbung > weiss. Es ist völlig unüblich, diese Frage zu stellen. Niemand geht zu seinem aktuellen Chef und sagt: "Ach übrigens, ich verschicke jetzt dann mal ein paar Bewerbungen." Selbstverständlich weiß der es nicht, und hat es auch nicht zu wissen. Dann ist aber auch die Frage danach völlig sinnlos, wenn die Antwort sowieso feststeht. > Ich deute aus dieser Frage, ob der Personaler meine Wechselabsicht > aufdecken würde, wenn er sich bei meinem aktuellen AG über mich > erkundigen würde. Auch das ist völlig unüblich. Firmen geben nicht einfach jedem Hinz und Kunz Informationen über ihre Angestellten heraus. Ich tippe mal auf das Übliche: Der Themenersteller ist ein Troll.
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Erwin K. schrieb: > Wie blöd seid ihr eigentlich. Kein Unternehmen ruft noch beim > aktuellen an weil sonst klagen bis zum abwinken drohen. Ihr paranoiden > glaubt wohl auch an schwarze Listen für Arbeitnehmer. Wenn man es den Parteien nachweisen kann. Als Bewerber wirst du nie die wahren Gründe einer Ablehnung erfahren, geschweige denn dass so ein Telefonat stattgefunden hat. Im Normalfall gebe ich dir recht...es ist sehr unwarscheinlich, dass sich ein Personaler gegenüber einer anderen Firma über einen aktuellen Mitarbeiter auslässt. Wie sieht es allerdings zwischen zwei Abteilungsleitern aus, die sich villeicht aus ihrer Ausbildung mal kannten und dann in verschiedenen Unternehmen das gleiche machen...da wird der Datenschutz vermutlich nicht so groß geschrieben. Andererseits stimmt es schon...wenn die Verbindung so eng wäre, würden die Gespräche vorher schon laufen und man würde garnicht zum Gespräch eingeladen und direkt aussortiert.
Berthold schrieb: > garnicht zum Gespräch > eingeladen und direkt aussortiert. Das passiert ja auch, obwohl die Qualifikation passt. Sonst würde man sich ja nicht bewerben. Mark B. schrieb: > Auch das ist völlig unüblich. Hast du ne Ahnung. Eine bekannte Methode des Datenaustauschs ist im Banken-/Konsumerbereich, die bekannte Schufa. Dann haben die Versicherungen ein Netzwerk, wo nach der vorherigen Versicherung gefragt wird. Wurde man gekündigt, weil man zu viele Fälle hatte, bekommt man für die nächsten zwei Jahre keinen neuen Vertrag. Bei der Schufa ist das noch verzwickter. Banken wegen eines günstigen Kredits abklappern? Vergiss es. Bei beiden geht es zwar jetzt nicht um Jobs, aber das der Personaler der einen Gesellschaft nicht die Personaler der anderen Gesellschaft persönlich kennt und diesen Kontakt nicht nutzt, wäre ziemlich naiv. Die brauchen doch nur das Arbeitszeugnis der letzten Gesellschaft, dass der Bewerber FREIWILLIG vorgelegt hat, ja nur mal zur Authentitätsprüfung hin schicken und schon kommt man ins Gespräch und erhält Klarheit. Niemand hat gesagt, dass es schriftlich gemacht wird. Ne, alles schön verbal. Personaler sind ja auch nicht doof. Die können im Gespräch schon erraten ob ein Bewerber ein Hit oder Schit ist. Kleine Notiz und dann geht die Geschichte seinen Gang. Auch wenn Kartellrechtlich Preisabsprachen was anderes sind, reden die Verantwortlichen in den Firmen ja miteinander, auch wenn das verboten ist. Auf jeden Fall darf man die behaupteten Angaben des Bewerbers validieren. Im eigenen Haus fühlen die sich nämlich sicher und begehen auch mal Straftaten. Dieselskandal, Korruptionsaffäre, Konkursverschleppung, Kapitalflucht, usw. usf.. Schon vergessen? Da hilft auch kein Verleugnen. Fast zwei Jahre existiert die Datenschutzgrundverordnung und wer sich bewirbt, stellt fest, dass viele Firmen dagegen verstoßen. Man bräucht für die gerichtlich Verfolgung einen prozessfesten Beweis, wie z.B. ein Einschreibenbeleg, aber wer hat den schon? Das wissen natürlich auch die Firmen, aber man kann so viele Firmen, wie faule Äpfel aussortieren. Natürlich gibt es auch welche die sich korrekt verhalten, aber das weiß man eben nicht vorher.
Böser Onkel schrieb: > Natürlich gibt es auch welche die sich korrekt verhalten, aber das > weiß man eben nicht vorher. Hey Michi, es geschehen doch noch Wunder! Du behauptest damit gefühlt zum ersten mal, dass nicht alle Firmen dieser Erdkugel der letzte Abschaum sind. Den Text davor, die üblichen Daueranklagen, kennen wir natürlich schon aus den unzähligen anderen Beiträgen unter deinen frühen Nicks, die man hier nicht mehr aussprechen darf (aus welchem Grund auch immer, vielleicht ist Traffic doch wertvoller als Monotonie und da hilft das natürlich ungemein). Aber egal, der letzte Satz macht echt große, große Hoffnung! Ich wusste doch, es ist noch nicht alles zu spät. cheers, dein Coach
Böser Onkel schrieb: > aber das der Personaler > der einen Gesellschaft nicht die Personaler der anderen Gesellschaft > persönlich kennt und diesen Kontakt nicht nutzt, wäre ziemlich naiv. Nö, das Gegenteil ist der Fall. Davon auszugehen, das sich die Personaler der Firmen hinter dem Rücken des Bewerbers die Mäuler zerreissen und persönliche Informationen über jeden 0815 Mitarbeiter austauschen ist paranoid.
Leierkastenonkel schrieb: > Böser Onkel schrieb: > >> aber das der Personaler >> der einen Gesellschaft nicht die Personaler der anderen Gesellschaft >> persönlich kennt und diesen Kontakt nicht nutzt, wäre ziemlich naiv. > > Nö, das Gegenteil ist der Fall. Davon auszugehen, das sich die > Personaler der Firmen hinter dem Rücken des Bewerbers die Mäuler > zerreissen und persönliche Informationen über jeden 0815 Mitarbeiter > austauschen ist paranoid. Paranoia hat man bzgl. der NSA vorher auch gedacht oder? Hochgradig illegal sind so Anrufe allerdings. In meinen Augen müßte da wesentlich strenger gegen vorgegangen werden.
E. Snowden schrieb: > In meinen Augen müßte da > wesentlich strenger gegen vorgegangen werden. Und wie soll das gehen? Abhören? Wann Anfangsverdacht? Ist doch auch nicht anders, als wie das Darknet. Leierkastenonkel schrieb: > über jeden 0815 Mitarbeiter > austauschen ist paranoid. Kannst du es garantieren?
E. Snowden schrieb: > Leierkastenonkel schrieb: >> Nö, das Gegenteil ist der Fall. Davon auszugehen, das sich die >> Personaler der Firmen hinter dem Rücken des Bewerbers die Mäuler >> zerreissen und persönliche Informationen über jeden 0815 Mitarbeiter >> austauschen ist paranoid. > > Paranoia hat man bzgl. der NSA vorher auch gedacht oder? Nö, jedenfalls keiner der MfS und Co kennt. NSA ist ja auch ein Geheimdienst dessen Job Informationswiederbeschaffung ist. Personaler dagegen sollen Personal beschaffen, möglichst schlau genug sich nicht bei Der Arbeit selbst oder Mitarnbeiter durch ihre Dummheit zu verletzen. > Hochgradig illegal sind so Anrufe allerdings. Nö, die sind nicht illegal, nur wenn persönliche Informationen ausgetauscht werden. Wobei das reichlich bigott ist, keiner wird auf den Gedanken kommen eine promiske Frau zu verklagen, die sich mit einer anderen Frau über gewisse Vorzüge des Ex im Schlafzimmer austauscht. Auch wenn der Bericht über eine gewisse Schlaffheit dazu führt das die Kontaktanbahnung abrupt beendet wird.
Böser Onkel schrieb: > Und wie soll das gehen? Abhören? Wann Anfangsverdacht? Die AN sind kaum in der Position da was zu tun. Ich sehe da den Staat und die Ermittlungsbehörden in der Pflicht aktiv zu werden. Andererseits hoffe ich immer noch auf ein paar Whistleblower. Spätestens seit der DSGVO handelt es sich um Straftatbestände. Wer mit wem telefoniert hat, läßt sich über die Verbindungsdaten herausfinden. Und wenn "plötzlich" alle Personalabteilungen der Unternehmen bei denen sich Herr Hinz beworben miteinander quatschen, muss man den Inhalt der Gespräche gar nicht kennen. Das wäre eine Portion zu viel Zufall. Ich hatte übrigens in der Vergangenheit auch einen solchen sehr beunruhigen Fall, der illegale Kommunikation und Absprachen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich nahelegt. Übrigens, was ich sehr beunruhigend fand, zwischen den Unternehmen bei denen die Bewerbungen anhängig waren!
Leierkastenonkel schrieb: >> Hochgradig illegal sind so Anrufe allerdings. > > Nö, die sind nicht illegal, nur wenn persönliche Informationen > ausgetauscht werden. Und was ist der Name des aktuellen Arbeitgebers, der für einen Anruf ja offensichtlich notwendig ist, wenn nicht eine persönliche Information? Aber gut möglich, dass es so abläuft. Wenn, dann stehen die Personaler mit einem Bein im Knast, und gehören da eigentlich ganz hinein.
E. Snowden schrieb: > Leierkastenonkel schrieb: >>> Hochgradig illegal sind so Anrufe allerdings. >> >> Nö, die sind nicht illegal, nur wenn persönliche Informationen >> ausgetauscht werden. > > Und was ist der Name des aktuellen Arbeitgebers, der für einen Anruf ja > offensichtlich notwendig ist, wenn nicht eine persönliche Information? Naja, schau doch einfach in die Gesetzestexte da ist genau definiert was zu den persönlichenDaten gehört und wer diese weitergeben darf. https://dsgvo-gesetz.de/bdsg/26-bdsg/ Wenn Du einem Personaler deinen CV zwecks Anstellung gibst, dann hast Du selbst diese Information weitergegeben. Dann muesstest Du selbst deiner Argumentation nach in den Knast gehen.... Also es gibt keine Kontaktsperre für den Personaler. Gefragt werden darf auch alles, allerdings darf der angerufenen Zukunfts-Ex-AG nur darüber antworten, worüber ihm die Freigabe erteilt wurde. Grossen Firmen lassen sich daher vom Bewerber gern eine solche Freigabe zur Bestätigung der Arbeitszeugnisse/Uniabschlüße geben. Stellen sich im Nachhinein die Angaben als gefälscht heraus, ist der Arbeitsvertrag hinfällig. Ebenso ist der Personaler fallweise berechtigt, ein Führungszeugniss des Bewerbers einzufordern: https://www.activemind.de/magazin/bewerbung-fuehrungszeugnis/
Ich habe meine Absicht, den Job zu wechseln bisher immer angekündigt. Dies hatte immer nur positive Folgen. Ehrlichkeit zahlt sich aus.
Lothar M. schrieb: > Du hast anscheinend noch viel, viel mehr unnötige Sorgen. > Ich habe es noch nie erlebt, dass der beworbene AG beim bisherigen AG > anruft. > Punkt. > Ende aller Sorgen. Ich habe zwar noch nie meinen AG gewechselt, aber mit 15 Jahren (für die Ausbildung) habe ich das bereits in Extremform erlebt: Ich war bei meinem Nicht-Wunsch AG 2,5h im Vorstellungsgespräch, die wollten mich unbedingt haben, wie der Personaler mir auch später selbst sagte. Und natürlich fragten die mich, ob mich mich noch sonst irgendwo beworben habe und wo ich dann am liebsten hingehen würde. Natürlich lügt man die dann an, wäre sonst etwas zu riskant. Wäre mir aber fast zum Verhängnis geworden ;D Eine Woche später hatte ich dann bei meinem Wunsch AG das VG, dort direkt mit offenen Karten gespielt und gefragt, ob ich im Anschluss ans VG direkt die Entscheidung haben könne. Normal ist das nicht üblich, es lief aber alles perfekt. Eine Zusage ;) Später habe ich erfahren, das die beiden Firmen (>250MA) sich die Azubis gegenseitig zuschanzen, da die Ausbilder gute Kumpels sind. Eigentlich eine richtige Sauerei, denn hätten die die Möglichkeit gehabt miteinander zu sprechen, hätte ich bei meinem Wunsch AG nicht die Zusage bekommen. Rechtlich sauber ist das sicherlich nicht.
Leierkastenonkel schrieb: > Wenn Du einem Personaler deinen CV zwecks Anstellung gibst, dann hast Du > selbst diese Information weitergegeben. Dann muesstest Du selbst deiner > Argumentation nach in den Knast gehen.... Es gibt einen Unterschied zwischen "Verarbeitung" und "Weitergabe" von Daten. Natürlich muss ein Unternehmen die Daten (=Bewerbung) intern verarbeiten, wenn es eine Stelle besetzen möchte. Die Fachabteilung und verschiedene Personen möchte den Kandidaten schließlich begutachten. Sobald aber ein Personaler das Telefon in die Hand nimmt und den aktuellen Arbeitgeber kontaktiert gibt er Daten weiter. Auch wenn er drum herum erzählt, dass da jemand z.B. mit Erfahrung im Controlling und Prozessen vorstellig geworden ist. Sobald der Angerufene daraus ableiten kann um wen es sich handelt, wurden dessen Daten effektiv weitergegeben. Ob dabei der konkrete Name gefallen ist oder nicht spielt doch keine Rolle. Dem Bewerber kann daraus Schaden entstehen. Insofern ist das kein kleiner Jungenstreich aus dem HR, sondern in meinen Augen erstens ein Vertrauensbruch und zweitens rechtlich illegal.
Stefan ⛄ F. schrieb: > Ich habe meine Absicht, den Job zu wechseln bisher immer > angekündigt. > Dies hatte immer nur positive Folgen. > > Ehrlichkeit zahlt sich aus. Wie ist das im umgekehrten Fall? Sagt dir dein Arbeitgeber immer vorher, wenn er die Absicht hat dich los zu werden? Ich kann nur für mich sprechen: Ich gebe Arbeitgebern immer die Chance etwas zum Positiven zu ändern, und zwar an den Gründen, die einen Jobwechsel veranlassen. Aber ich schätze es nicht, wenn sich nur etwas tut, wenn man die geladene Waffe "Jobwechsel" an den Kopf halten muss. Am besten noch mit neuem unterschriftsreifen Vertrag zum vorzeigen. Wenn sich freiwillig nichts tut, hat der Arbeitgeber das Interesse an einem verloren. Irgendwann kommt im Leben die Zeit, wo man nicht mehr so flexibel und beliebt ist, dann hat man keine "geladene Waffe" mehr und müßte dann alles erdulden was beim Arbeitgeber läuft.
E. Snowden schrieb: > Irgendwann kommt im Leben die Zeit, wo man nicht mehr so > flexibel und beliebt ist, dann hat man keine "geladene Waffe" mehr und > müßte dann alles erdulden was beim Arbeitgeber läuft. In diesem Alter muss man eben schon finanziell vorgesorgt haben.
E. Snowden schrieb: > Sagt dir dein Arbeitgeber immer vorher, > wenn er die Absicht hat dich los zu werden? "Sagen" hätte sowieso keine Rechtswirkung weil schon lange die Schriftform für eine Kündigung erforderlich ist. Wenn von Leitenden so Aktionen ablaufen wie: -Wenn Sie das nicht können (oder wollen), suche ich mir jemanden der es kann (und will). -Unterstützung verweigert wird, weil ein Problem mit Hausmitteln nicht gelöst weden kann und man dann wohlmöglich als Verursacher und Versager angesehen wird. -man durch seltsame Entscheidungen kalt gestellt wird. -direkte verbale Kündigugsandrohungen gibts natürlich auch. -Abmahnungen die nicht unbedingt nachvollziehbar oder inhaltlich richtig sind. Widerstand verschärft das Verhältnis noch, weil man das wohl nicht duldet und uneinsichtig vernünftigen Argumenten nicht zugänglich ist. So mancher totalitärer Chef duldet manchmal keinen Widerspruch. Seine Wort ist Gesetz. Sicher gibts noch weitere Möglichkeiten, die dann häufig zum Worst-Case-Fall führen, nämlich der Kündigung.
Leierkastenonkel schrieb: > Nö, die sind nicht illegal, nur wenn persönliche Informationen > ausgetauscht werden. Wie zB dass sich irgendwer irgendwo beworben hat.
E. Snowden schrieb: > Ich kann nur für mich sprechen: Ich gebe Arbeitgebern immer die Chance > etwas zum Positiven zu ändern, und zwar an den Gründen, die einen > Jobwechsel veranlassen. Aber ich schätze es nicht, wenn sich nur etwas > tut, wenn man die geladene Waffe "Jobwechsel" an den Kopf halten muss. Du und dein AG sind schon komische Käuze, wenn ihr einen unterschriftsreifen Vertrag braucht, um Euch zu beweisen, das man jederzeit kündigen, insbesonders innerlich, kann. Daher finde ich den Vergleich mit der "geladenen Waffe" reichlich peinlich. >Sobald aber ein Personaler das Telefon in die Hand nimmt und den >aktuellen Arbeitgeber kontaktiert gibt er Daten weiter. Nein, es gibt kein Kontaktverbot zwischen den Personalern, der kann ja auch in "eigener Sache" agieren. Oder ohne konkrete Namensnennung, also annomisiert fragen "Hier hat sich einer aus Eurer XYZ-Abteilung beworben ..." Und genau genommen, ist jedes XING/linkedin-Profile eine klare Ansage zum Jobwechsel.
Böser Onkel schrieb: > Wenn von Leitenden so Aktionen ablaufen wie: > > ... > > Sicher gibts noch weitere Möglichkeiten, die dann häufig > zum Worst-Case-Fall führen, nämlich der Kündigung. Die Selbsttherapie des Michael S. (technicans) geht weiter... Aber das wird schon noch. Kopf hoch Michi! cheers, dein Coach!
E. Snowden schrieb: > Wie ist das im umgekehrten Fall? Sagt dir dein Arbeitgeber immer vorher, > wenn er die Absicht hat dich los zu werden? Ja, bisher schon.
Böser Onkel schrieb: > Natürlich gibt es auch welche die sich korrekt verhalten, aber das > weiß man eben nicht vorher Du meinst also eine so hoch dotierte Stelle zu haben, dass sich AG über die übliche Norm hinwegsetzen und munter über die Bewerber quatschen dazu noch das Risiko eingehen, dass der Bewerber ganz weg ist (darüber hast du wohl noch garnicht nachgedacht). Weiterhin bist du hier am palabern und fragst nach korrekter Vorgehensweise, die haufenweise Versuche dich zu beruhigen ignorierst du und versuchst den Leuten einzureden, dass doch da draußen alles ganz schlimm ist. Weil es ja eben möglich wäre. In deinen Augen werden wir bestimmt auch von Staat und Google bis ins kleinste ausspioniert, weil es eben möglich ist? Du bist ein Clown.
Berthold schrieb: > warum sollte ich einem neuen Mitarbeiter Kündigen, wenn ich es auch in > der Probezeit kann... Weil die Probezeit nicht reicht. Viele Etechabsolventen können in 6 Monaten Minderleistung vertuschen oder andere Mitarbeiter ausnutzen. Nach 1 Jahr bricht das Gerüst dann zusammen...
Stefan ⛄ F. schrieb: > Ich habe meine Absicht, den Job zu wechseln bisher immer angekündigt. > Dies hatte immer nur positive Folgen. > > Ehrlichkeit zahlt sich aus. Das hat mit Ehrlichkeit aber nichts zu tun, bzw. es ist nicht unehrlich wenn man seinen Arbeitgeber über solche Dinge nicht im voraus informiert. Dein Arbeitgeber kündigt ja auch nicht Dir gegenüber an, "Ach Herr Stefan F., wir werden nächstes Jahr Stellen abbauen und voraussichtlich werden auch Sie Ihren Job verlieren. Wir wollten's Ihnen nur schon mal vorher sagen."
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Mark B. schrieb: > Dein Arbeitgeber kündigt ja auch nicht Dir gegenüber an Doch, in den beiden Fällen, wo es passierte, wurde es Monate vorher angekündigt.
Böser Onkel schrieb: > 3.Aus freien Stücken wechseln wird durch gesetzliche Regeln teilweise > erschwert. Äh??
Lothar M. schrieb: > Du hast anscheinend noch viel, viel mehr unnötige Sorgen. > Ich habe es noch nie erlebt, dass der beworbene AG beim bisherigen AG > anruft. > Punkt. Du nicht, andere aber doch. Das kommt manchmal vor. Auch Punkt.
Stefan ⛄ F. schrieb: > Ich habe meine Absicht, den Job zu wechseln bisher immer > angekündigt. > Dies hatte immer nur positive Folgen. > > Ehrlichkeit zahlt sich aus. Als Faustregel finde ich auch. Trotzdem kommt es auf den Einzelfall drauf an.
Q.wertz schrieb: > Äh?? Wenn die gesetzliche Kündigungsfrist gilt und bei langer Betiebszugehörigkeit mehrere Monate dauert, der neue Arbeitgeber aber möglichst sofort will, dass man anfängt, liegt da wohl ein Hemmnis vor, oder? Stefan ⛄ F. schrieb: > Doch, in den beiden Fällen, wo es passierte, wurde es Monate vorher > angekündigt. Dann hast du in einer Behörde gearbeitet. Für gewöhnlich ist ein Arbeitgeber auf die Motivation seiner Mitarbeiter angewiesen und daher behält er seine Personalpläne in der Regel für sich. In einer Behörde ist die Motivation egal, weil die dort sowieso überall grottenschlecht ist. Siehe Beamte. Msd schrieb: > Du meinst also eine so hoch dotierte Stelle zu haben, dass sich AG über > die übliche Norm hinwegsetzen und munter über die Bewerber quatschen > dazu noch das Risiko eingehen, dass der Bewerber ganz weg ist (darüber > hast du wohl noch garnicht nachgedacht). > > die haufenweise Versuche dich zu beruhigen Haufenweise? Ja eine Haufen bleibt bei den Versuchern immer übrig.;) Ich bin die Ruhe selbst. Ich vemeide hier nur nach Kräften, dass die Realität verleugnet wird. > und versuchst den Leuten einzureden, dass doch da draußen alles ganz > schlimm ist. Ist es ja auch und wird häufiger bestätigt, als das es immer von den selben Hasspredigern und Rufmördern verleugnet wird. ;( > Weil es ja eben möglich wäre. Gelegenheit macht auch Diebe, aber nicht alle geben der Versuchung nach. Kommt eben darauf an, wie das Unechtsbewusstsein gelebt wird, wie hoch das Risiko ist, erwischt zu werden und wie hoch die mögliche Strafe wäre. Für Arbeitgeber ist das Risiko sehr gering. > In deinen Augen werden wir > bestimmt auch von Staat und Google bis ins kleinste ausspioniert, weil > es eben möglich ist? Was du nicht weißt, macht dich nicht heiß. Manche wissen eben etwas mehr und leben dafür entspannter. > Du bist ein Clown. Komisch, nicht?
Böser Onkel schrieb: > Dann hast du in einer Behörde gearbeitet. Nein, noch nie. Ich habe in Firmen gearbeitet, wo man einigermaßen ehrlich und respektvoll miteinander umgeht. Vielleicht hatte ich Glück.
Böser Onkel schrieb: > > Dann hast du in einer Behörde gearbeitet. Für gewöhnlich ist ein > Arbeitgeber auf die Motivation seiner Mitarbeiter angewiesen und > daher behält er seine Personalpläne in der Regel für sich. Er wäre schön blöd. Wenn ich von zehn ähnlich beschäftigten Mitarbeitern demnächst zwei entlassen müssen werde, dann tue ich gut daran, es allen mitzuteilen. Wer sich schon selbst einen neuen Job geschossen hat, der belästigt nicht das Arbeitsgericht. Wer keinen neuen Job findet, baut rein wie ein Blöder, um nicht zu fliegen. Schlecht ist nur, wenn mehr als zwei gehen. Aber dann habe ich schon vorher etwas grundsätzlich falsch gemacht. > In einer Behörde ist die Motivation egal, weil die dort > sowieso überall grottenschlecht ist. Siehe Beamte. > Du kennst offenbar Behörden nur aus Witzheften. Ja, auch da gibt es Mitarbeiter, die mit ihrer Verwendung unzufrieden sind. Andere ziehen einfach ihre Aufgabe durch. Genau wie in der Wirtschaft.
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Stefan ⛄ F. schrieb: > Böser Onkel schrieb: >> Dann hast du in einer Behörde gearbeitet. > > Nein, noch nie. > > Ich habe in Firmen gearbeitet, wo man einigermaßen ehrlich und > respektvoll miteinander umgeht. Vielleicht hatte ich Glück. Man sagt: Wie der Herr, so das Gscherr. Vermutlich arbeiten Gauner gern für Schlitzohren; warum auch nicht?
Berthold schrieb: > Ich habe jetzt allerdings nur die Sorge, dass wenn der zukünftige AG bei > meinem alten anruft und sich über mich erkundigt diese Streitereien ans > Licht kommen. Daher habe ich darüber nachgedacht, ob es sinnvoll ist > dies zu erwähnen, bevor der Arbeitsvertrag unterzeichnet wird? Ich > möchte halt ungern, dass der neue AG einen Schrecken bekommt und mir > noch vor Arbeitsbeginn wieder kündigt. Was würdet ihr machen? Da es sich > um Unternehmen handelt, welche im gleichen Bereich tätig sind und > zusammen arbeiten, würde dies in jedem Fall bei einer Nachfrage ans > Licht kommen - daher würde ich es bevorzugen hier ehrlich zu sein, auch > wenn ich die Stelle dann nicht bekommen sollte. Wenn alle anderen Parameter stimmen und die Verantwortlichen dich schon persönlich kennen ist es ein absoluter Vertrauensbruch, beim aktuellen AG anzurufen. Allein aus Gründen der Diskretion sollten potentielle AG nie beim aktuellen AG anrufen, weil das einen doch direkt schlechter stellt (im allgemeinen Fall). Insofern wird der neue Cheffe das nicht machen, falls er auch nur einen Hauch von Integrität und Professionalität hat.
Eulenspiegel schrieb: > Integrität und Professionalität hat. Gerade deshalb machen die Arbeitgeber das doch. Ein Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist simplex, also einseitig. Der Arbeitgeber hat sein Besitzstandsdenken und der Arbeitnehmer sein Untertansdenken. Man könnte es auch Weltanschauung nennen. Der AN muss sich fügen und Leistung bringen und darf dem AG nicht schaden. Anders herum darf der AG Leistung verlangen und darf (z.B. anteilig) den Lohn umstandshalber verweigern. Da bleibt dir wohl die Spucke weg, was?
Böser Onkel schrieb: > Ein Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist > simplex, also einseitig. Quatsch. Wenn es richtig läuft, kann sich der Arbeitgeber darauf verlassen, dass sein Arbeitnehmer fleißig zuverlässig und ehrlich arbeitet. Dafür kann sich der Arbeitnehmer darauf verlassen, dass der Arbeitgeber zuverlässig für das monatliche Einkommen sorgt, juristische Themen klärt und drohende Probleme ehrlich kommuniziert.
So lustige Fragen musste ich noch nicht beantworten, denn: seit 30 Jahren sechsstellig. Danke, liebe Einkäufer!
Stefan ⛄ F. schrieb: > Ich habe meine Absicht, den Job zu wechseln bisher immer angekündigt. > Dies hatte immer nur positive Folgen. Wie läuft das ab? Du sagst, du gehst in einem dreiviertel Jahr, dann bewirbst du dich 3 Monate später kündigst/unterschreibst fristgerecht? Oder sind z.b. die Verträge einfach ausgelaufen.
A. S. schrieb: > Wie läuft das ab? Ich sage dem Chef, dass ich bei nächster Gelegenheit den Job wechseln möchte, weil... Dann kann er sich darauf einstellen oder er findet vielleicht eine Möglichkeit, mich zufrieden zu stellen, wenn er Interesse hat, mich zu behalten. Wenn du ihm die Kündigung hinlegst weil du schon einen anderen Vertrag hast, gibt es weder Verhandlungsspielraum noch angemessene Zeit, sich darauf einzustellen.
Böser Onkel schrieb: > Ich bin die Ruhe selbst. Ich vemeide hier nur nach Kräften, dass die > Realität verleugnet wird. Ruhig Michael, gaaaanz ruhig. Seit gestern rotierst du wie zu deinen besten Zeiten als Michael S. (technicans). Da warst du als Cerberus und Dr. Who noch harmlos. Was ist dir denn gestern oder vorgestern grauenhaftes widerfahren? Erleichtere dich. Hier hören viele zu! cheers, dein Coach!
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