Einstiegsgehalt Entwicklungsingenieur

Gast #6115708
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Hallo,

ich werde bald mein Masterstudium in Elektrotechnik beenden und die 
ersten Vorstellungsgespräche stehen kurz bevor. Wollte daher mal fragen, 
was für ein Einstiegsgehalt als Entwicklungsingenieur in Bayern (Allgäu) 
realistisch ist.
Firmengrößentechnisch sind alles eher kleine Unternehmen mit 50 bis 500 
Mitarbeitern.

~ alogheo
Gast #6115719
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alogheo schrieb:
> Hallo,
>
> ich werde bald mein Masterstudium in Elektrotechnik beenden und die
> ersten Vorstellungsgespräche stehen kurz bevor. Wollte daher mal fragen,
> was für ein Einstiegsgehalt als Entwicklungsingenieur in Bayern (Allgäu)
> realistisch ist.
> Firmengrößentechnisch sind alles eher kleine Unternehmen mit 50 bis 500
> Mitarbeitern.
>
> ~ alogheo

Wie es in Bayern aussieht, weiß ich nicht. Komm aber nicht nach NRW. Ich 
bin seit 8 Jahren dabei und bekomme immer noch meine 44k seid dem 
Einstieg :|

MfG
Gast #6115726
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Ich kann nur indirekt beisteuern, da ich mich auch gerade im Allgäu 
bewerbe.

Als Informatiker (Master) mit 2 Jahren BE gehe ich mit >50TEUR ins 
Rennen.

Offtopic: Kommst du von dort und gefällt es dir da?
Gast #6115729
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c r schrieb:
> Heinrich schrieb:
>> Ich bin seit 8 Jahren dabei und bekomme immer noch meine 44k seid dem
>> Einstieg :|
>
> Dann wundert es mich, dass du Nachhilfe in Sachen Dienst nach Vorschrift
> brauchst.
> 8 Jahre ohne Lohnerhöhung muss man erstmal schaffen

Habe ich schon mehrmals angesprochen. Antwort vom Arbeitgeber: Wozu 
brauchen sie mehr Geld und warum?
Gast #6115730
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Schau doch mal in den Tarifverträgen der Gewerkschaften nach.
Je nach dem wie dringend man dich braucht, wird man dich
sowieso über den Tisch ziehen. Fang doch mit 100k an
und warte ab, was die Firmen sich da vorstellen.
Die kennen die Taife wahrscheinlich auswendig.
Wenn deren Vorstellungen nicht unterirdisch sind,
kann man versuchen z.B. 10k auf deren Angebot drauf zu schlagen.
Gesprächstaktisch werden die versuchen dich zu animieren
deine Forderung zu begründen. Die Landes-Tarife sind
dann kein schlechte Begründung.
Gast #6115754
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Heinrich schrieb:
> Habe ich schon mehrmals angesprochen. Antwort vom Arbeitgeber: Wozu
> brauchen sie mehr Geld und warum?

Steigende Mieten und andere Ausgaben als Verbraucher.

Stetig steigende Wertschöpfung und steigende Gewinne,
als Positiveffekt, die dem entgegen stehen.
Da sollte man als Arbeitgeber sich auch mal um die Menschen
kümmern, denen man den Wohlstand zu verdanken hat.
Sogenannte Verteilungsgerechtigkeit. Im umgekehrten Fall wäre
man wohl den Job schnell los. Ach so und nicht vergessen
unterschwellig den Fachkräftemangel zu kommunizieren.
Damit die Botschaft auch ohne Drohung ankommt.
Notfalls mal ein Zwischenarbeitszeugnis anfordern.
Wenn das nicht hilft, ist es vermutlich ein Drecksladen
wo man nie glücklich wird.
Gast #6116107
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alogheo schrieb:
> Hippie schrieb:
>> Offtopic: Kommst du von dort und gefällt es dir da?
>
> Ich komme nicht von dort, aber die Landschaft gefällt mir so gut, wie
> mir auch meine dort wohnende Freundin gefällt ;)
>
> Gleiche Frage an dich

Ich war noch nie dort, kenne es nur aus der Google Bilder Suche und 
Youtube Videos (-: Aber denke schon das es mir gefallen wird. Ich find 
die Natur/Landschaft schön.

Mal schauen ob ich mit den Leuten klar kommen werde.

Alles Gute dir.
Gast #6116115
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alogheo schrieb:
> Hippie schrieb:
>> Offtopic: Kommst du von dort und gefällt es dir da?
>
> Ich komme nicht von dort, aber die Landschaft gefällt mir so gut

Anno 2000 habe ich mal in der Nähe von Kempten gearbeitet und in 
Dietmannsried gewohnt. Wenn der Landfunk für kommenden Tag Regen 
ankündigte, haben die Bauern die Gülle (und dank Milchviehwirtschaft und 
kaum Getreide/Rüben gabs davon jede Menge) auf die Wiesen gekippt. Das 
hat bis KE Innenstadt gestunken. Und wenn es dann nicht geregnet hat... 
nie wieder.
Wenn es mit dem Job dort nicht klappt, hast du eigentlich keine Auswahl 
in der Gegend -> nach M pendeln!
Gast #6131689
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Hallo. Ich bin gerade mit meinem Masterstudium in der Elektrotechnik 
fertig geworden und habe vor wenigen Monaten zu arbeiten begonnen. Meine 
Erfahrung mit einem solchen Abschluss ist, dass man bei größeren Firmen 
ruhig mit 65.000 bis 70.000 (Jahresbrutto) Euro einsteigen kann und 
sollte! Hat man die Gesprächspartner überzeugt, werden sie ihr 
Möglichstes tun, um diese Forderung auch zu erfüllen. Tatsächlich 
bekomme ich jetzt sogar schon etwas mehr aufgrund der Tarifbindung mit 
allen Leistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Ein mittelständisches 
Unternehmen, bei denen ich im Gespräch war, hat mir zunächst 49k (bei 
einer 40-Stunden Woche) geboten. Das haben sie dann nach dem Gespräch 
auf 56k angehoben, obwohl sie vorher meinten, dass sie als 
Mittelständler gar nicht so viel zahlen könnten.

Ich würde nicht sagen, dass ich besonderes Verhandlungsgeschick habe, da 
ich es auch nie in irgendeiner Form trainiert habe. Was ich aber kenne, 
ist mein Wert und in jedem Gespräch gehe ich mit der innerer (leicht 
arroganten) Einstellung heran, dass die Firma etwas von mir möchte und 
nicht umgekehrt (das mache ich natürlich nur, um mein Selbstvertrauen zu 
steigern und es auch unbewusst auszustrahlen).

Viele meiner Kommilitonen haben mich immer verwundert angeschaut, dass 
ich "so viel Geld" gefordert habe. Allerdings wissen die Firmen ganz 
genau, welchen Marktwert du hast und wie schwierig gut ausgebildete 
Ingenieure zu finden sind. Da du jung bist, können sie dich auch noch 
ein wenig so formen, wie sich dich im Unternehmen brauchen.

Das schlechteste, das du also tun kannst, ist nicht zu verhandeln. Ein 
Kommilitone bekommt bspsw. eine ganze Gehaltsstufe unter mir, obwohl wir 
beide den gleichen Abschluss im gleichen Jahr bei der gleichen 
Universität gemacht haben und jetzt bei der gleichen Firma sind. Und 
noch ein anderer aus meinem Semester bekommt ebenfalls eine Stufe unter 
mir, obwohl das andere Unternehmen auch tarifgebunden ist. Vielleicht 
beschäftigst du dich auch etwas mit Prof. Jack Nasher und seinen 
Büchern. Ein Interview von ihm zu Verhandlungstaktiken findest du 
einfach auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=slRYSMUTT3g .
Gast #6132742
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Zeitgleiter schrieb:
> Und warum bist du dann jetzt im KMU mit deutlich weniger?

Deute ich "KMU" mit "Kleines, mittelständisches Unternehmen" richtig? 
Wenn ja, dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Das war lediglich eins 
von vielen Vorstellungsgesprächen. Dort habe ich aber am meisten 
gemerkt, wie wichtig die Verhandlung ist, auch wenn der Gegenüber zu 
Beginn sagt, dass er oder sie nicht über die 50k gehen können und schon 
gar nicht bei Berufsanfängern.

Wenn man sich nicht vor seinem Wert versteckt und dies klar 
kommuniziert, geschehen unter anderem noch andere Dinge: mit dem neuen 
Angebot von der Firma meinten sie sogar, dass ich nach einiger 
Einarbeitungszeit auch eine Position nach außen hin einnehmen könnte -- 
als Berufseinsteiger!

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