Liebes Forum, ich habe für kleines Geld diese Lampe mit Radar
Bewegungsmelder gekauft. Wie mag sie funktionieren? So einen üblichen
Pyroelektrischen Bewegungsmelder sehe ich da nicht. Ob da tatsächlich
ein Radar Bewegungsmelder im zig Gigahertzbereich drinsteckt? Gibt's
schon ein tear down? Liebe Grüße
Nett ist folgendes Erlebnis mit Radar-Sensor:
Im WC hab ich solch eine Leuchte eingebaut, mit einem Lüfter gekoppelt.
wegen einer Person, die behindert ist, und nicht an den Lichtschalter
kommt.
Nachts ging dann die Leuchte mit parallel angeschlossenem Lüfter
jedesmal los, wenn ich mich in daneben liegenden Schlafzimmer im Bett
umgedreht habe. Und der Lüfter hat mich dann ganz geweckt.
Der Sensor sprach sogar durch eine "dünne" 24-er Ziegelwand incl.Verputz
an!
Peter R. schrieb:> Der Sensor sprach sogar durch eine "dünne" 24-er Ziegelwand incl.Verputz> an!
Dann klebe dir Alufolie an die Wand, vors Bett... oder setze den Alu-Hut
auf ;-)
Peter R. schrieb:> Der Sensor sprach sogar durch eine "dünne" 24-er Ziegelwand incl.Verputz> an!
Wow! Welche Frequenz mag der Radar Bewegungsmelder haben?
Peter R. schrieb:> Der Sensor sprach sogar durch eine "dünne" 24-er Ziegelwand incl.Verputz> an!
Bei WLAN wunderst du dich doch auch nicht, wenn das im Nebenraum noch
funktioniert. Dopplerradar hat den großen Vorteil, dass es Bewegungen
von statischen Hindernissen trennen kann.
Ich habe einen Infrarot-Melder im Flur, der mich in den Wahnsinn treibt.
Wenn ich direkt drunter sitze (er hat eine zusätzliche Kuppel nach
unten) und mir die Schuhe binde, geht er aus, während er am 10m
entfernten Ende des Zimmers am Ende des Flurs beim leisesten Querverkehr
ständig angeht.
PIR-Melder funktionieren als Präsenzmelder immer mies, eigentlich nur
dann, wenn man eine ewige Leuchtdauer einstellt, in der Hoffnung, daß in
der Zeit wenigstens eine deutliche Bewegung des Benutzers stattfindet.
Ich habe mal einen Operationssaal mit solchen Meldern gesehen.
Hoffentlich funktionieren die bei einer Herz-OP besser wie mein Melder
beim Schuhebinden. :)
Würde daher meinen Flur gerne mit einem Radarmelder ergänzen. Aber wenn
der dann angeht, weil der Nachbar in seinem Flur läuft, ist auch nichts
gewonnen. Ein Lichtvorhang vor dem Schuhregal würde auch helfen.
Immerhin würde mit einem Radarmelder das Licht schon angehen, wenn
jemand vor die hölzerne Wohnungstür tritt.
Es gibt mittlerweile auch Wand/Deckenleuchten mit echten Radarmeldern.
Urinale hatten schon in den 80ern Radarmelder hinter den Kacheln und
einer dünnen Gips- oder Ytong-Wand. Ich war ganz erstaunt, auf einem
Messeklo mal den dahinterliegenden "Kriechgang" zu sehen, in dem der
Hausmeister an die Elektronik herankam. Auf Benutzerseite war eine
makellose Kachelfläche ohne Öffnungen.
Wollvieh W. schrieb:> Wenn ich direkt drunter sitze (er hat eine zusätzliche Kuppel nach> unten) und mir die Schuhe binde, geht er aus, während er am 10m> entfernten Ende des Zimmers am Ende des Flurs beim leisesten Querverkehr> ständig angeht.
Klassischer Fall von falscher Montage.
IR-Melder müssen reagieren auf Bewegungen Quer zur Blickrichtung, ein
MW-Melder dagegen auf Bewegungen auf ihn zu oder von ihm weg (teilweise
auch mit geringsten Winkeln).
Daher werden die ja in Alarmanlagen oft kombiniert: Der IR sieht wenn du
an ihm vorbeischleichst, der MW, wenn du reinkommst.
Wollvieh W. schrieb:> Urinale hatten schon in den 80ern Radarmelder hinter den Kacheln und> einer dünnen Gips- oder Ytong-Wand.
Das war ein simpler kapazitiver Näherungssensor.
Dein spezieller Fall mag Radar gewesen sein, aber die meisten hatten
eine kleine Platine in der halben Größe einer Streichholzschachtel, das
war einfach Kapazitiv.
Jens M. schrieb:> Klassischer Fall von falscher Montage.> IR-Melder müssen reagieren auf Bewegungen Quer zur Blickrichtung, ein> MW-Melder dagegen auf Bewegungen auf ihn zu oder von ihm weg (teilweise
Man könnte natürlich sagen, ein Bewegungsmelder ist grundsätzlich
ungeeignet, wenn man sich nicht mehr bewegt. Direkter als anderthalb
Meter Luftlinie unter dem Unterkriechschutz zu sitzen geht nicht. Nun
ist dieser Lichtmelder dafür gedacht, daß sich in einem Durchgang
bewegende Menschen erfaßt werden und keine Einbrecher. Aber auch bei
ausdrücklichen IR-Präsenzmeldern deuten die Betriebsanleitungen an, daß
sie bei Büroarbeitsplätzen, wo sich niemand bewegt, überfordert sind und
man deshalb ewig lange Zeiten einstellen soll. Ich wüßte auch nicht, was
bei einem "Präsenzmelder" am Aufbau anders sein sollte als bei einem
"Vorbeilaufmelder"
>> Urinale hatten schon in den 80ern Radarmelder hinter den Kacheln und>> einer dünnen Gips- oder Ytong-Wand.>> Das war ein simpler kapazitiver Näherungssensor.> Dein spezieller Fall mag Radar gewesen sein, aber die meisten hatten> eine kleine Platine in der halben Größe einer Streichholzschachtel, das> war einfach Kapazitiv.
Ich meine die hier:
https://www.sanitaer-electronic.de/Grohe-DAL/GroheDAL-Radar-Steuergeraet/Grohe-DAL-07-01-2500-Radar-Steuergeraet-Electronic::132.html
Irgendwo habe ich sogar ein "Programmiergerät" dazu, mit kopierten
Schreibmaschinenseiten als Herstelleranleitung. Ich spekuliere darauf,
daß es mal ein Vermögen wert wird, wenn ein Urinalsammler seine Becken
kalibrieren will.
Wahrscheinlich kam der Hodenkrebs der Bundeswehr-Radartechniker nicht
vom Sitzen auf den Antennen bei Reparaturen, sondern daher, daß die
ersten Radarurinale mit 2 kW ins Gemächt strahlten. :)
Kapazitive Spülungen habe ich auch schon gesehen, da klebten dann zwei
Metallstreifen auf der Rückseite des Urinals. Baujahr um 1980,
vielleicht sogar nachgerüstet. Für heutige Verhältnisse viel zu
aufwendig in der Montage.
Ich kenne noch diese Becken, die beim Herantreten und dann noch einige
Male beim Davorstehen spülten, und wenn man dann ging, hatten sie ihr
Pulver verschossen und spülten nicht mehr. Diese Bauart ist vermutlich
ausgestorben. Heute sieht man meist IR-Reflexlichtschranken.
Wollvieh W. schrieb:> Ich wüßte auch nicht, was bei einem "Präsenzmelder" am Aufbau anders> sein sollte als bei einem "Vorbeilaufmelder"
Ein PIR "Vorbeilaufmelder" bekommt durch sein Linsenarry bei einer sich
davor bewegenden Wärmequelle ein Wechselsignal.
Ein "Präsenzmelder" soll feststellen, ob sich in irgendeinem Bereich
eine Person befindet, auch wenn diese sich nicht rührt.
Wollvieh W. schrieb:> Ich wüßte auch nicht, was> bei einem "Präsenzmelder" am Aufbau anders sein sollte als bei einem> "Vorbeilaufmelder"
Die Filter, die das aus der IR-Strahlung resultierende Signal bewerten,
sind weit empfindlicher, ähnlich den Sensoren für Alarmanlagen:
Kleinere und/oder auch langsamere Bewegungen triggern das Ding neu.
Das wird zum Teil auch durch feinere Linsen erreicht (mehr & kleinere
Erfassungszonen), zum Teil durch geänderte Beschaltung des Chips.
Zudem ist normal kein LDR eingebaut.
Wollvieh W. schrieb:> Wahrscheinlich kam der Hodenkrebs der Bundeswehr-Radartechniker nicht> vom Sitzen auf den Antennen bei Reparaturen, sondern daher, daß die> ersten Radarurinale mit 2 kW ins Gemächt strahlten. :)
Das war aber Röntgen von den Röhren. Das Pipidings ist Halbleiterradar.
Wollvieh W. schrieb:> Kapazitive Spülungen habe ich auch schon gesehen, da klebten dann zwei> Metallstreifen auf der Rückseite des Urinals.
Die die ich meine (und die ich auch selber vor ~25 Jahren verbaut habe)
waren einfach in einer UP-Dose untergebracht, ein kleines Täfelchen von
vielleicht 5x5x1cm, das wurde dann einfach verfliest und fertig.
Im Grunde ein Näherungsschalter, der zum einen sehr empfindlich ist und
zum anderen erst dann auslöst, wenn die Erregung weggeht.
Wolfgang schrieb:> Ein "Präsenzmelder" soll feststellen, ob sich in irgendeinem Bereich> eine Person befindet, auch wenn diese sich nicht rührt.
Das ist prinzipbedingt nicht möglich, denn wie soll der FET eine Heizung
oder den warmen Wasserhahn von einem Menschen unterscheiden?
Ein PM braucht auch Bewegung, nur sehr viel feinere.
Die sich von der Tastatur zur Maus bewegende Hand reicht normal, und das
muss nicht mal schnell sein.