Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP Gitarreneffekte selber bauen


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von Andreas F. (chefdesigner)


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Ich spiele E-Gitarre und habe eine Reihe der sogenannten Bodentreter, 
von denen immer mehr auf DSP-Basis, also in Software arbeiten. Ich würde 
mir gerne selber einiges bauen, habe auch schon Plattformen im Auge. Was 
mir aber ein wenig fehlt, sind die Kenntnisse, wie man Verzerrer baut, 
also mathematisch formuliert, dass sie klingen wie klassische E-Gitarre.

Was ich gerne hätte, wären solche Klänge wie bei Carlos Santana, oder 
den opening Sound von Smoke on the Water.

Kennt jemand Bücher, Literatur oder Links zu der genauen 
Schaltungstechnik dahinter?

von Gerhard (Gast)


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Open Source Software Effektgeräte:

Folgendes läuft meines Wissens gut auf einem RasPi
https://guitarix.org

Hier ein Video mit "Santana-ähnlichem" Effekt:
Youtube-Video "Pink floyd - Comfortably numb - end solo cover"

Oder ein Hardware-Effekt Gerät mit Guitarix als Basis:
Youtube-Video "Mod Duo Pedals/Plugins - Guitarix Valve Caster"

Oder ein Effektgerät mit PureData auch auf einem RsPi:
Youtube-Video "OLD - Raspberry Pi Guitar Effect Box"

Oder wolltest du Effektgeräte in Hardware selber bauen?

Gerhard

von Andreas F. (chefdesigner)


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Ich möchte schon eine eigene Hardware haben und die Effekte möglichst 
alle beisammen zum Kombinieren, aber vor allem um Eigenes zu kreieren. 
Dazu brauche ich die mathematischen Vorschriften / eine Schaltung der 
man das entnehmen kann. Viele ältere Sachen arbeiten noch in 
Analogtechnik mit OPs, Dioden und Allemmöglichen.

von dudu (Gast)


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von MaWin (Gast)


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Andreas F. schrieb:
> Was mir aber ein wenig fehlt, sind die Kenntnisse, wie man Verzerrer
> baut, also mathematisch formuliert, dass sie klingen wie klassische
> E-Gitarre.

Die Setups der Musiker sind komplexer als ein simples Vout=f(Vin).

Andreas F. schrieb:
> möchte schon eine eigene Hardware haben und die Effekte möglichst alle
> beisammen zum Kombinieren

Aber erforscht, die DSP Effektgeräte die viele Setups, darunter die von 
dir genannten, kombinieren gibt es fertig. Leider hab ich vergessen wie 
die Kiste heisst. Heute gibt es aber viele ähnliche, billiger.

von Mark S. (voltwide)


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Auch auf die Gefahr hin als Spielverderber zu gelten - meine 2cents:
Gitarrenequipement wird gerne überbewertet, besonders von Anfängern.
Das selbst bauen von Equipment ist ein Nebenschauplatz, in derselben 
Zeit Gitarre üben bringt einen eher ans Ziel.
Schreibt einer, der sein ganzes Leben über selbstgebaute Gitarrenamps 
gespielt hat und heute bei diesem Thema gähnen muß.

von min (Gast)


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Vielleicht wirst du hier fündig.
http://www.geofex.com/

von Zeno (Gast)


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Da gab es mal zwei Bücher im Militärverlag der DDR.
1. Schulze/Engel "Moderne Musikelektronik"
2. Engel "Musikelektronik"

Das zweite Buch habe ich selbst. Google mal nach diesen Büchern, die 
kann man noch antiquarisch erwerben - Preis liegt je nach Angebot zw. 30 
- 40€.
Ansonsten gab es immer mal wieder Beiträge zum Thema im Funkamateur und 
im Elekronischen Jahrbuch (Militärverlag).

Andreas F. schrieb:
> Was
> mir aber ein wenig fehlt, sind die Kenntnisse, wie man Verzerrer baut,
> also mathematisch formuliert, dass sie klingen wie klassische E-Gitarre.
Über die mathematischen Grundlagen dieser Geräte hat man sich früher 
eher wenig Gedanken gemacht. Verzerrer für Gitarren waren in aller Regel 
einfache Vorverstärker die übersteuert wurden. Zusätzlichen waren dann 
oftmals einfache Klangformungsstufen eingebaut.

von Steff (Gast)


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Hau einfach einen Dirac rein und schau was hinten raus kommt, dann 
kannst du es nachbauen

von chris (Gast)


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>Hau einfach einen Dirac rein und schau was hinten raus kommt, dann
>kannst du es nachbauen

Tatsächlich? Meinst Du, Gitarren und Verstärker sind LTI-Systeme?

von Fitzebutze (Gast)


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Ein richtig geiles Teil wäre auch der Kemper-Amp.

Weiss aber nicht, wie weit man da selber eingreifen kann. Nach meinem 
Wissensstand ist da noch ein guter alter 56k DSP drin.
Mit dem Blackfin BF533 hab ich mal auf einem EZkit ein paar Effekte 
portiert, ging aber nicht über Flanger/Chorus hinaus. Da gibt's aber ne 
Menge Code aus dem 56k-Pool.
Gab da auch mal irgend ein Projekt Rainbow o.ä. auf der Basis, das ist 
aber vermutlich in der Versenkung verschwunden.

von Andreas F. (chefdesigner)


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MaWin schrieb:
> Die Setups der Musiker sind komplexer als ein simples Vout=f(Vin).

Das ist mir durchaus bewusst, aber alles, was irgendwie verbaut wird, 
muss sich ja auch nachbilden lassen und die DSP-Bodentreter arbeiten 
letztlich nur mit Software.


Fitzebutze schrieb:
> Ein richtig geiles Teil wäre auch der Kemper-Amp.
> Weiss aber nicht, wie weit man da selber eingreifen kann.
Vermutlich nicht, oder man muss das gesamte Gerät hacken. Muss aber 
nicht, die Algorithmen reichen.

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