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Forum: HF, Funk und Felder Suche Messe- Katalog Radios DDR 1953/54


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von Edi M. (edi-mv)


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Hallo, Radiofreunde,

Wer kann helfen ?

Ich suche für eine Ausarbeitung auf meinen Seiten einen Katalog mit 
Radios der DDR von 1953/54, evtl. von der Leipziger Messe, oder andere 
Quellen.

Ich benötige eine Auflistung der in diesem Zeitraum verfügbaren Radios, 
möglichst mit Fotos.

Zweck: Vergleich mit Westdeutschland im gleichen Zeitraum, für diese 
Zeit habe ich schon einiges, arbeite das gerade auf.

Ich denke, selbst wenn man alle Typen ermitteln kann, die Darstellung 
dürfte noch recht übersichtlich sein- aber vielleicht irre ich mich 
auch.

Nötigenfalls reicht auch eine einfache Liste: Hersteller und Typ/ Name.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Falls du nicht fündig wirst, kannst du zumindest radiomuseum.org noch 
abgrasen. Da musst du halt nur die „üblichen Verdächtigen“ Hersteller 
dann einzeln durchgehen. Wenn du dort bei den Herstellern nach "funkwe" 
(für die diversen Funkwerke) und "sachsenwe" (Sachsenwerk 
Dresden-Niedersedlitz) suchst, solltest du schon einen nennenswerten 
Anteil haben. In der tabellarischen Übersicht steht auch jeweils gleich 
das Jahr der Markteinführung dabei.

von Edi M. (edi-mv)


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Zwar Danke für den Hinweis... aber ich kann keine tabellarischen Listen 
abfragen, da ich kein Mitglied dort bin, und eine Mitgliedschaft auch 
nicht beabsichtige.

Zudem gibt es möglicherweise inzwischen vergessene Kleinhersteller, die 
möglicherweise in solchen Katalogen zu finden sind.

Zudem kann ich die Fotos nicht einfach verwenden.

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)


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Wenn's interessiert, hier Fotos, darunter Liste für Westdeutschland 
1953/54:

http://edi.bplaced.net/?Edi%27s_Thema-_Erste_DDR-_Radios_1949_bis_1959___Industrie-_Radios_Westdeutschland_1949_bis_1959

DDR 1948- 1959, die Geräte, die ich selbst habe, oder Fotos, die ich 
veröffentlichen darf:

http://edi.bplaced.net/?Edi%27s_Thema-_Erste_DDR-_Radios_1949_bis_1959___Industrie-_Radios_DDR_1949_bis_1959

Für 1953/54 habe ich eben eine gute Liste für Westdeutschland, darum 
suche ich nach einer Liste des gleichen Zeitraums DDR.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Edi M. schrieb:
> Zwar Danke für den Hinweis... aber ich kann keine tabellarischen Listen
> abfragen, da ich kein Mitglied dort bin, und eine Mitgliedschaft auch
> nicht beabsichtige.

Musst du nicht sein.

Ich habe einfach nur auf der Hauptseite in der Suche beim Hersteller 
"funkwe" eingegeben, und bekomme eine solche Liste.

> Zudem gibt es möglicherweise inzwischen vergessene Kleinhersteller, die
> möglicherweise in solchen Katalogen zu finden sind.

Das ist natürlich möglich, allerdings scheinen zu der Zeit praktisch 
alle der ehmaligen Hersteller unter so einem "Funkwerk"-Etikett agiert 
zu haben. Könnte auch gut daran liegen, dass sie natürlich im Krieg am 
Ende alle Militärmaterial produziert haben dürften, und daher danach in 
der ersten Reihe bei Enteignungen der SBZ/DDR standen.

> Zudem kann ich die Fotos nicht einfach verwenden.

Die aus einem Katalog auch nicht. Die Regelschutzfrist für 
urheberrechtlich geschützte Werke beträgt 70 Jahre – nach dem Tod des 
Urhebers, wohlgemerkt.

von Bürovorsteher (Gast)


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Ich weiß nicht, ob es dir was nützt: vor ca 8 Jahren hatte ich ein Buch 
über Rundfunkempfänger aus der SBZ und der DDR mit einer recht 
lückenlosen Übersicht und Beschreibung aller jemals hergestellten 
Empfänger. Da tauchten Firmen auf, die ich bis dato nicht kannte. Das 
Buch war irgendwann aus den 1990ern.
Titel vergessen, Autor vergessen. Format ca. 15 x 20 cm. Vllt 200 
Seiten.

von Edi M. (edi-mv)


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Danke, JörgW, für den Hinweis- das eine Tabelle aufgerufen werden kann, 
das geht offensichtlich nur auf der Startseite, auf anderen Seiten 
nämlich nicht, da erscheinen dann Seitenhinweise.

Ich vermute mal, nach 67 Jahren wird wohl niemand Interesse an einem 
Rechtsstreit über so altes Verbrauchsmaterial (Kataloghefte) haben. 
Außerdem ist das Material nicht mal mehr nutzbar- weil ja 
herunterskaliert, es geht ja um die pure Information-hat mit dem Forum 
hier nichts zu tun.
Zum Schluß... ist es ja MEIN Risiko, das auf MEINEN Seiten zu 
veröffentlichen.
Ich hoffe mal, daß jetzt nicht jetzt wieder sämtliche "Urhebären" und 
andere Trolle hier herumseiern.

@Bürovorsteher,
Ohne Titel ist schlecht suchen.
Wäre interessant wegen der unbekannten Firmen... allerdings sind das ja 
auch nur sehr wenige, und vielleicht sind mangels Hersteller- Kennung am 
Gerät einige Geräte bereits bekannt unter "Eigenbau", wie diese:

http://edi.bplaced.net/?Edi%27s_Thema-_Erste_DDR-_Radios_1949_bis_1959___Eigenbau-_Radios_DDR_1949_bis_1959

Da sind Geräte der Fa. Brömel und eines von einer Werkstatt Brosinki 
vorhanden- aber es sind keine industriellen Seriengeräte.

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)


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JörgW. der Tip mit den TAbellen war goldrichtig.

Und ich habe eine große Zahl Typen gefunden, die 1953/54 produziert 
wurden- über 90 Radios der bekannten Hersteller, darunter allerdings 
auch Musikschränke. Dennoch ist die Anzahl groß- und ich habe 
wahrscheinlich noch nicht mal alle Hersteller gefunden.

Da muß ich selbst staunen- allerdings war ich da auch noch nicht 
geboren, und weiß (bisher) wenig zu dem Thema.

Eestaunlich ist es, weil ja oft behauptet wird, daß in der DDR Knappheit 
an Rohstoffen und Waren bestand, und z. B. die 50er Jahre- Eigenbauten 
darum entstanden- das Angebot an industriellen Geräten war aber wirklich 
groß- und es gab eine große Anzahl guter bis wirklich hochwertiger 
Geräte- ich hab ja selbst einige, die stehen westdeutschen Geräten in 
der Qualität in nichts nach.
Und immer wieder finden sich Geräte jener Zeit in EBay.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Naja, generell dürften Radios in dieser Zeit weitgehend Luxusgüter 
gewesen sein, die Leute hatten erstmal zu tun, genügend zu essen zu 
haben. Die Produktionsvolumina werden nicht sehr groß gewesen sein.

Ansonsten stand die DDR natürlich vor dem gleichen Problem wie die BRD: 
man war auf der Kopenhagener Wellenkonferenz nicht vertreten und hatte 
zu wenig Mittelwellenfrequenzen erhalten. Daher waren die großen 
Mittelwellensender der damaligen Zeit alle durchstimmbar (was ein 
riesiger Aufwand ist bei einem Freuqenzverhältnis von 1:3 für da ganze 
Band), sodass man schnell die Frequenz wechseln konnte. Zum anderen ist 
ja bekannt, dass diese Knappheit auf der Mittelwelle Motivation für den 
Aufbau eines UKW-Hörfunks war.

von Edi M. (edi-mv)


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Luxusgüter... da wohl eher die Großsuper, die ja Welten über dem 
normalen Mittelsuper waren.

Und auch die wurden gekauft- heute tauchen die bei Ebay wieder auf, und 
nicht gerade selten, vom  EAK 97/51WS habe ich selbst 3 verschiedene 
Varianten erstehen können.

Aber preiswerte Geräte gab es auch, Dauerbrenner dieser Zeit war der 
KML- Einkreiser 1U11 mit der UEL51, den es massenhaft gab, sowie 
"Dompfaff", "Zaunkönig" und andere. Die standen zu DDR- Zeiten noch 
überall herum.

Klar hatten die Leute erst mal Interesse, einigermaßen zu essen zu 
haben, trotzdem ist die Vielfalt der Angebote 8 Jahre nach dem Krieg, 
sowie die heute erkennbare Anzahl an Radios im Besitz normaler Leute 
schon erstaunlich, der kleine Wohlstand der Nachkriegszeit.
Dafür sparte man schon.
Das Oberklasse- Mittelsuper- Radio, welches meine Mutter 1961 kaufte, 
kostete daas Dreifache ihres Monatsgehalts.

von Jürgen (Gast)


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Hallo Edi,
gib mal "Gerufon" in die Suchmaschine.
Mit freundlichem Gruß
Jürgen

von Hannes J. (Firma: professional Professional) (pnuebergang)


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Jörg W. schrieb:
> Naja, generell dürften Radios in dieser Zeit weitgehend Luxusgüter
> gewesen sein,

Hmmm, da lief sich im Osten wie im Westen gerade das Fernsehen warm. 
Fernseher waren Luxusgüter. Radios als Luxusgüter waren eigentlich schon 
"durch".

> die Leute hatten erstmal zu tun, genügend zu essen zu
> haben.

Die Hungerwinter waren aber vorbei.

> Die Produktionsvolumina werden nicht sehr groß gewesen sein.

Man hat es schon krachen lassen. Für den Westen habe ich folgendes 
gefunden:
Wolfgang Horn: GERÄT UND GEHÄUSE. Rundfunktechnik und Design-Geschichte 
vom Gemeinschaftsempfang bis zur Hifi-Anlage. Studienkreis Rundfunk und 
Geschichte Mitteilungen. 9. Jahrgang Nr. 3 - Juli 1983
>> Bis zur Währungsreform 1948
>> gehörten Radiogeräte zu den bewirtschafteten Gütern und waren
>> nur gegen Bezugschein erhältlich. Da die Nachfrage die Produk-
>> tion bei weitem überstieg, blühte auch der Schwarzmarkt mit Wu-
>> cherpreisen. Als Folge davon schossen neue Betriebe wie Pilze
>> aus dem Boden: Für den Zeitpunkt unmittelbar vor der Währungs-
>> reform 1948 nennt Fritz Römer, ehemals Geschäftsführer der Fach-
>> abteilung Rundfunk und Fernsehen im Zentralverband der Elektro-
>> technischen Industrie, 18o bis 2oo Firmen 12). Erst nach dem
>> Konkurrenzdruck, der unmittelbar der Währungsreform folgte, sank
>> diese Zahl wieder auf rund 35 Hersteller. 1951, drei Jahre spä-
>> ter, erreichte die Jahresproduktion wieder knapp den Stand von
>> 1939.

1939 ist die Zeit in der noch massenhaft Volksempfänger und Geräte wie 
der DKE gebaut wurden. Genaue Zahlen habe ich nicht gefunden, aber es 
dürften so 1 bis 2 Millionen Geräte im Jahr gewesen sein.

Aus der gleichen Quelle gibt es nur wenig für den Osten, aber z.B.:
>> denn 8o % der Gerätehersteller hatten ihre Betriebe
>> in jenen Teilen des Deutschen Reiches gehabt, die nun zur Sow-
>> jetzone gehörten.

Das heißt wohl, im Osten hatte man sogar bessere Startbedingungen nach 
dem Krieg für die Radioproduktion.

Für den Osten findet sich in der Wikipedia folgendes Zitat:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunk_der_DDR
>>> „Vom 1. Januar 1946 an stieg die Zahl der registrierten Hörer von 1,4
>>> Millionen auf mehr als 4 Millionen am 1. Januar 1955.

Das ist jetzt nicht die Produktion, sondern Hörer. Aber irgendwo müssen 
die auch ihre Geräte herbekommen haben. In der Zeit hatte die DDR etwa 
18 Millionen Einwohner und 6,5 Millionen Haushalte. Dass heißt, man war 
ziemlich gut versorgt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hannes J. schrieb:
> Das heißt wohl, im Osten hatte man sogar bessere Startbedingungen nach
> dem Krieg für die Radioproduktion.

Jein: du vergisst die Reparationen, die die Sowjets grundsätzlich 
eingefordert haben.

Allerdings gab es diese zum Teil ja auch dann in Form von 
Warenlieferungen, siehe Fernseher „Leningrad“ aus Radeberg (bei 
Dresden). Möglicherweise haben die Reparationen tatsächlich mehr die 
Schwerindustrie betroffen.

Die 4 Millionen registrierten Rundfunkhörer (was ja letzlich Haushalte 
gewesen sind) überzeugen in der Tat.

von Nautilus (Gast)


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Auch in der DDR gab es eine Fachzeitschrift "radio und fernsehen". In 
dieser  gab es zweimal im Jahr Berichte von den Neuheiten auf der 
Leipziger Messe.
Diese Zeitschriften kann man über Fernleihe in Uni-Bibliotheken 
ausleihen.

von Edi M. (edi-mv)


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Nautilus schrieb:
> Auch in der DDR gab es eine Fachzeitschrift "radio und fernsehen". In
> dieser  gab es zweimal im Jahr Berichte von den Neuheiten auf der
> Leipziger Messe.
> Diese Zeitschriften kann man über Fernleihe in Uni-Bibliotheken
> ausleihen.

Gar nicht dran gedacht... habe alle "rfe"... werde ich mal sichten.

@jürgen:
Hallo Edi,
"gib mal "Gerufon" in die Suchmaschine."

Danke für die Hinweise !

Edi

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> Die 4 Millionen registrierten Rundfunkhörer (was ja letzlich Haushalte
> gewesen sind) überzeugen in der Tat.

Wenngleich darunter natürlich noch einige „Goebbelsschnauzen“ waren. 
Kann mich an eine Erzählung meiner Mutter erinnern, dass sie aus 
selbiger mal irgendwann heimlich die Sicherung entfernt hat, damit ein 
Anlass da war, ein besseres Radio zu kaufen. :)

von michael_ (Gast)


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Vermutlich kennst du die folgenden Stichworte.
Ich nenne sie aber trotzdem.

GFGF Pötschke (https://www.gfgf.org/)

Old Time Radio (http://www.oldtimeradio.de/)

Funk Verlag B. Hein (die DVD)

Stern Radio Rochlitz 
(http://www.graetz-radio.de/stern_radio_rochlitz.htm)

HELI Radio Limbach (http://www.heliradio.de/)

von Edi M. (edi-mv)


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So, habe Messe- Informationen gefunden, wie von JörgW vorgeschlagen, in 
der DDR- Zeitschrift "rfe" 9/1953. Vielen Dank an JörgW für den Hinweis 
!

Mir war der Vergleich DDR/ Westdeutschland für den Zeitraum wichtig.
Die Seiten habe ich soweit erstellen können.

Ich habe das Thema umbenannt, die vorigen Links sind nicht mehr gültig, 
jetzt hier:

http://edi.bplaced.net/?Edi%27s_Thema-_Erste_Radios_Deutschland_1949_bis_1959

(Unterseiten im Menü links oder unten).

Es fehlen noch die Listen ALLER Geräte der Saison für DDR und De-W, es 
gab ja nicht nur Messemodelle, sondern Geräte  der Vorjahre, die noch 
gefertigt wurden,  und die 1953er Modelle wurdenn auch in den 
Folgejahren gebaut, da bin ich noch am Erstellen.

Falls doch noch jemand einen Katalog der Leipziger Messe 1953, oder 
andere relevanten Informationen hat, bitte posten.

Edi

von Elektrolurch (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Daher waren die großen
> Mittelwellensender der damaligen Zeit alle durchstimmbar (was ein
> riesiger Aufwand ist bei einem Freuqenzverhältnis von 1:3 für da ganze
> Band), sodass man schnell die Frequenz wechseln konnte

Das ist ziemlicher Quatsch. Auch wenn die Sender durchstimmbar gewesen 
wären - die Antennen waren es nicht. Und die sind letztendlich für eine 
effektive Abstrahlung der Leistung erforderlich. Die Antenne eines 
Mittelwellen Großsender lässt sich nicht mal so eben in der Frequenz 
ändern. Das ist immer mit umfangreichen Baumaßnahmen verbunden.

von Edi M. (edi-mv)


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Interessante Sache.

Immerhin ist es ja möglich, die Antenne anzupassen, ohne sie umbauen zu 
müssen, dafür hat man ja die Abstimmittel zwischen Endstufe und Antenne.

Gibt ja auch keinen Funkamateur, der die Antenne verkürzt oder 
verlängert, wenn er auf ein anderes Band geht. Bestenfalls wird auf 
eione andere Antenne umgeschaltet, was bei einem großen MW- Sender wohl 
eher nicht gemacht wurde.

Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, daß große Sender mit so 
einem Frequenzumfang erstellt wurden. Vielleicht der eigentliche 
Steuersender, der ja gerade mal die Größe eines Schaltschranks hatte.

Frequenzwechsel konnten m. W. (nur ?) Sender der Alliierten im 2. 
Weltkrieg, um Störsendern auszuweichen, da soll es, Zeitzeugen nach, 
eine Ansage gegeben haben, die darauf hinwies, den Sender neben der 
ursprünglichen Frequenz zu suchen, wenn diese durch einen Störsender 
blockiert wurde.

JörgW... gibt es Hinweise auf große MW- Sender, die tatsächlich die 
Frequenz über den ganzen MW- Bereich wählen konnten ?

: Bearbeitet durch User
von Elektrolurch (Gast)


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Wer sich für Lang und Mittelwellensender interessiert und mal einen 
Einblick in die Komplexität einer solchen Anlae gewinnen will, der kann 
auf der Webseite von Bernd Waniewsky, dem ehemanligen Antennenentwickler 
von Telefunken/Transradio stöberen. Eine Fundgrube von valider 
Information, die mit der fixen Idee aufräumt, man könne einen Großsender 
mal so auf die Schnelle in der Frequenz ändern.

http://www.waniewski.de/

von Edi M. (edi-mv)


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Übelste Art einer "Antwort", wie hier oft zu lesen: Link zu Quellen, wo 
man sich die relevanten Infos selbst suchen soll- wenn sie denn 
existieren.

Mag in Lurch- Kreisen so üblich sein. Also passendes Forum suchen.

von Edi M. (edi-mv)


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Na, da haben wir schon mal was: Ein in der DDR verwendeter Kleinsender 
der Firma "Tesla" (Tschechien, damals CSSR), und der KANN den GANZEN MW- 
Bereich !

Ja, ein 1 KW- Kleinsender, der ja auch als Steuersender auf eine dicke 
Endstufe arbeiten konnte.

http://stredni.vlny.sweb.cz/Tesla/SRV_1T_cz.html

Und diese Sender SIND fett:

http://stredni.vlny.sweb.cz/Tesla/SRV_5_cz.html
http://stredni.vlny.sweb.cz/Tesla/SRV_20_cz.html
http://stredni.vlny.sweb.cz/Tesla/SRV_200_cz.html
http://stredni.vlny.sweb.cz/Tesla/SRV_500_cz.html

Letzterer über MEHR als den ganzen MW-Bereich, mit...
500 Kilowatt !

Die Frage ist damit beantwortet.

: Bearbeitet durch User
von Elektrolurch (Gast)


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Edi M. schrieb:
> Na, da haben wir schon mal was: Ein in der DDR verwendeter Kleinsender
> der Firma "Tesla" (Tschechien, damals CSSR), und der KANN den GANZEN MW-
> Bereich !

Das hat doch niemand bestritten. Darum wurde geschrieben: Der Sender mag 
abstimmbar sein, aber die Antenne ist es nicht! Die Antenne ist für 
einen MW-Großsender der einschränkende Faktor. Daher ist es schwerlich 
möglich - so wie es kolportiert wurde - einen 
Mittelwellen-Großsendeanlage (= Sender und dazugehörige Antenne) mal auf 
die Schnelle in der Frequenz zu wechseln. Schon gar nicht im 
Frequenzverhältnis 1:3.

Antennen von Mittelwellensendern sind schmalbandig, sie werden für eine 
Freqquenz gebaut und für diese Frequenz auf Leistungsanpassung und 
maximalen Wirkungsgrad optimiert. Da lässt sich nicht mal mit ein 
bisschen Drehen an den Abstimmmitteln die Frequenz maßgeblich ändern. 
Und schon gar nicht schnell. Allein die noch bis wenige Jahre vor der 
Abschaltung erfolgte Ertüchtigung vieler Mittelwellensender auf die 
etwas größere DRM Bandbreite erforderte im unteren MW-Bereich 
umfangreiche Änderungen und Baumaßnahmen an den Antennen. Und wie 
komplex und schmalbandig so eine Antenne aufgebaut ist, das kann man auf 
der Seite Waniewskys nachlesen. Sofern man interessiert willig ist, sich 
mit der Technik von MW-Sendeanlagen auseinanderzusetzen.

von Edi M. (edi-mv)


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Übelste Art einer "Antwort", wie hier oft zu lesen: Link zu Quellen, wo
man sich die relevanten Infos selbst suchen soll- wenn sie denn
existieren.

Mag in Lurch- Kreisen so üblich sein. Also passendes Forum suchen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Elektrolurch schrieb:
> Das hat doch niemand bestritten.

Doch: du hast den durchstimmbaren Sender als „Quatsch“ tituliert.

http://museum.funkerberg.de/museum/koepeniker/koepenicker.htm

Dass dieser Sender (von dem es mehrere Exemplare gab) so groß war, wie 
er da zu sehen ist, lag zu einem guten Teil halt an den variablen 
Anpassnetzwerken, die einen beachtlichen Teil der Grundfläche einnehmen.

Dass die Antenne nicht durchstimmbar ist, ist völlig klar, aber 
zumindest hier in Wilsdruff bei Dresden gab es mehrere Antennen. 
Vermutlich hätte man, wenn wirklich Bedarf bestanden hätte, dann halt 
zum bestehenden Sender noch eine weitere Antenne gebaut.

Die Areale damaliger Sendeanlagen waren recht großzügig angelegt.

: Bearbeitet durch Moderator
von Elektrolurch (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Elektrolurch schrieb:
>> Das hat doch niemand bestritten.
>
> Doch: du hast den durchstimmbaren Sender als „Quatsch“ tituliert.

Nö, geschrieben wurde, dass nicht der Sender, sondern die Antenne der 
Grund ist, warum es einfach realitätsfremd ist, zu behaupten, dass man 
bei MW-Groß-Sendestationen so mal schnell die Sendefrequenz 1:3 wechseln 
könnte.

Vielleicht noch mal zur Auffrischung den Text.


> Jörg W. schrieb:
>> Daher waren die großen
>> Mittelwellensender der damaligen Zeit alle durchstimmbar (was ein
>> riesiger Aufwand ist bei einem Freuqenzverhältnis von 1:3 für da ganze
>> Band), sodass man schnell die Frequenz wechseln konnte

> Elektrolurch schrieb:
> Das ist ziemlicher Quatsch. Auch wenn die Sender durchstimmbar gewesen
> wären - die Antennen waren es nicht. Und die sind letztendlich für eine
> effektive Abstrahlung der Leistung erforderlich. Die Antenne eines
> Mittelwellen Großsender lässt sich nicht mal so eben in der Frequenz
> ändern. Das ist immer mit umfangreichen Baumaßnahmen verbunden.

von Edi M. (edi-mv)


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Don't feed the Lurch.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Elektrolurch schrieb:
> so mal schnell die Sendefrequenz 1:3 wechseln

Nun: relativ schnell, aber nicht „so mal schnell“

Also: nicht, ohne erst einen neuen Sender bauen zu müssen (wie es bei 
den letzten Mittelwellesendern der Fall war, die nur für eine 
Festfrequenz gebaut worden sind).

Aber man konnte damit auf eine sich ändernde politische Lage reagieren.

Hat man übrigens auch tatsächlich gemacht:

http://janbalzer.gmxhome.de/wilsdruf/gesch.htm

Siehe insbesondere den Eintrag vom 21. August 1968.  Wohlgemerkt war die 
Hauptantenne stets für 1043 (später 1044) kHz konzipiert, die 
Zweitantenne für 1431 kHz. Trotzdem wurde halt vorübergehend auf 1235 
kHz gesendet. Was man dafür an Umbauten technisch anstellen musste, wird 
heute keiner mehr berichten können, denn diejenigen, die das vor mehr 
als 50 Jahren gemacht haben, werden inzwischen am Ende ihres Lebens 
angekommen sein und sicher keine Beiträge mehr in einem Internetforum 
schreiben.

von Edi M. (edi-mv)


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Jörg W. schrieb:
> Was man dafür an Umbauten technisch anstellen musste...


Wenn man ähnliches Equipment, wie die Tesla- Sender verwendete, war es 
mit Sicherheit sehr schnell möglich, die Frequenz zu wechseln- die 
Sender waren für einen großen Frequenzbereich konzipiert, und damit 
mußte alles nach dem Steuersender auch dafür fit sein.

In den 30ern verwendete man Spulen, die mit Wagen geschoben wurden, oder 
solche mit jeder Menge Anzapfungen.
Das geht auch mit Riesenspulen, da eigentlich besonders gut.

Und die Drehkos hatten gußeiserne Handräder, wie die 
Wasserleitungsventile in Städten.

ie auch immer, es ist möglich, die Frequenz zu wechseln, auch wenn das 
nicht in Sekunden ging.

(Bilder: "Mit meinem Radio auf Du und Du", von O. Kappelmayer, ich daf 
sie mit freundlicher Genehmigung des Verlags veröffentlichen)

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Edi M. schrieb:
> es ist möglich, die Frequenz zu wechseln

Es ging mir (und Elektrolurch) hier um die Antenne bzw. deren 
(Zwangs-)Anpassung.

Dass der Sender selbst schnell in der Frequenz zu ändern war, wurde 
nicht angezweifelt. (Wenngleich: zumindest einen Quarzoszillator im 
Steuersender musste man ändern. Den Quarz dafür konnte man sicher auch 
nicht in der nächsten Bastler-Filiale kaufen.)

von Edi M. (edi-mv)


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Die Tesla-Sender wurden für den gesamten MW- Bereich angegeben.
Das läßt vermuten, daß die den auch beherrschten, ohne daß jemand 
losgeschickt werden mußte, Quarze zu organisieren.

Und Sender, die Frequenzwechsel beherrschen mußten, konnten das sicher 
auch.

Und Sie schrieben ja selbst, es geht auch eine Weile mit der vorher 
verwendeten Antenne, mit einigen Prozent Abzug eben, bis eine passende 
Antennenanlage  errichtet ist- wenn man das so tat.

Schrieb ich weiter vorher: Auch Funkamateure senden auf mehreren 
Bändern, ohne jedesmal rauszurennen, und die Antenne abzuschnippeln, 
oder was ranzuknüppern.

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)


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Dieser MW- Sender, der von einem UKW- Ballempfänger umsetzte, hat eine 
analoge Frequenzeinstellung.
Höchste Genauigkeit ist damit auch möglich- PLL, oder deren Vorläufer.

https://www.radioeins.de/content/dam/rbb/rad/programm/medienmagazin/t/Tesla%20SRV%201T%201000.JPG.jpg/quality=205/size=460x259.jpg

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Edi M. schrieb:
> Das läßt vermuten, daß die den auch beherrschten, ohne daß jemand
> losgeschickt werden mußte, Quarze zu organisieren.

Der Wilsdruffer Steuersender war meiner Erinnerung nach quarzbestückt.

Der ist ja ziemlich unabhängig von der dicken PA, die man auf den Fotos 
im Museum sieht.

Wir konnten uns das Ganze vor 20+ Jahren mal ansehen. Da war der fette 
Röhrensender gerade außer Betrieb gegangen (aber noch recht komplett 
aufgebaut), es gab damals allerdings noch weiterhin Sendebetrieb – mit 
einem Transistorsender, der im Antennenhaus untergebracht war.

von Zeno (Gast)


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Hallo Edi,

vermutlich kennst Du diese Seite 
https://www.welt-der-alten-radios.de/geschichte-stern-radio-berlin-23.html 
schon. Dort ist auch ein Link auf eine größere Liste die auf einer 
Datenbank zu basieren scheint.
Vielleicht kann man mit dem Seitenbetreiber inss "Geschäft" kommen.

Auf alle Fälle sind dort jede Menge DDR-Radios als Liste aufgeführt. Mit 
C&P könnte man da bestimmt was machen - ist halt ne Fleißarbeit.

Wie ist denn überhaupt der Stand bei Deinem Längstwellenempfänger?

von Edi M. (edi-mv)


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@JörgW,

Ja, wird sicher so sein mit dem Sender Wilsdruff- andere Sender waren 
sicher anders gebaut.
Sie warfen ja die Frequenzwechselmöglichkeit auf, und auf jeden Fall 
waren Sender verfügbar, wie die Tesla- Sender, die auch in der DDR 
Verwendung fanden, die das beherrschten. Und eben- die Sendeanlagen 
hatten oft Platz für mehrere Antennen, oder man ließ 1 Antenne, 
veränderte die Anpassung, und nahm Abstriche an abgestrahlter leistung 
in Kauf.

Wäre mal intereessant, wieviel Defizit zu verzeichnen ist, wenn man die 
Frequenz von einem Bandende zum gegenüberliegendem Bandende wechselt, 
und das Anpaßnetzwerk zwischen Endstufe und Antenne perfekt abstimmt.
Müßte man natürlich für verschiedenen Antennen, die tatsächlich 
Verwendung fanden, bestimmen.

Übrigens waren die Antennen selbst auch nicht unbedingt schmalbandig- 
Reusenantennen, die ja auch auf der Seite des Antennenspezis für manche 
Sender genannt werden, sind nicht schmalbandig, das schrieb man schon in 
einem Buch von 1925, Auch für die Antennen aus mehreren parallelen 
Drähten wurde dies als absolut erwünschte Eigenschaft genannt.
Eine schmalbandige Antenne wäre nur für einen 1- Frequenz- Sender 
sinnvoll.

Es war mit Frequenzwechsel- tüchtigen Sendern immer "Luft nach oben"- 
eben, um auf politische Erfordernisse reagieren zu können, etwa neue 
internationale Wellenzuweisungen.
Umsonst hat man ja nicht Sender gebaut, die den ganzen MW- Bereich 
beherrschten.

@Zeno,
Ja, ich kenne die Seite.
Traurig, der Verfall dieses schönen Werks in Berlin, ich habe da oft 
gearbeitet, wenn in Stern- Radio die Produktion in Gefahr war, das 
nannte sich "sozialistische Hilfe".
Zwar teilweise Maschinen der Steinzeit, etwa zur Herstellung von 
Skalenknöpfen, aber ausreichend für ihre Aufgaben, und es gab auch 
Maschinen der allerersten Wahl aus dem "nichtsozialistischen 
Wirtschaftsgebiet", etwa die Spritzgußmaschinen für die Plastikgehäuse 
der Kofferradios.
An diesen beiden Sachen habe ich als Jugendlicher ("Ferienarbeit") 
gearbeitet, später in Abgleich, Qualitätskontrolle und Reparatur der 
"Produktionsleichen", die waren nämlich in der Stückzahl der 
Gesamtproduktion erfaßt, und MUßTEN repariert und verkauft werden, für 
die Leichen wurde kein einziges Ersatzgerät produziert !
So ein Gerät habe ich erworben, es sieht noch aus wie neu, das war so 
ein Gerät, wo Stückzahlen nachrepariert werden mußten, es ist technisch 
auch recht unzulänglich, es war eigentlich eine Fehlkonstruktion... 
Schwingneigung, Handempfindlichkeit, Unstabilität, die Skale ist eine 
Art bedruckter Rollfilm, die wohl öfter gerissen sein soll, wie mir 
Kollegen berichteten, bei meinem Gerät ist das glücklicherweise ok.

http://edi.bplaced.net/?Restaurationsberichte___Restauration_Stern_Radio_Berlin-_Transistorkoffer_R2130_Garant-_DDR_1977

Gute Arbeitsbedingungen, absolut hervorragende Versorgung, ich war da 
ausgesprochen gern arbeiten.

Danke für den Hinweis, aber weitere Fotos benötige ich vorerst nicht, 
ich habe ja die Messefotos DDR/De-W für 1953, und erstelle die Listen 
ALLER Radios des Zeitraums, da müsssen nicht alle Fotos rein, das wäre 
eine enorme Menge, bei der Vielzahl der Firmen in De-W damals.
Ich bin noch am Zusammenstellen der Listen. Ich fand schon mal 1 Firma, 
die ich nicht kannte, die auch nur eine Handvoll Geräteypen während 
ihrer Existenz herstellte, die Firma Matuscak, und es gibt sicher noch 
einige weitere.

Noch nicht mal erwähnt: Importe, wenn man die dazuzählt, wird's 
gewaltig. Ich verzochte darauf, weil die Importe ja lange nicht die 
Stückzahlen darstellten (vermute ich).

Es ging mir darum, festzustellen, wie viel oder wenig damals produziert 
wurde, speziell in der DDR.
Wenngleich die Stückzahlen nicht hoch waren, gab es jedoch 8 Jahre nach 
dem Krieg ein recht großes Angebot, eben auch in der DDR, und wenn man 
es mit dem größeren Angebot ds größeren Teils von Deutschland 
vergleicht, war das Angebot -und auch die Qualität- gar nicht so 
schlecht.

von Edi M. (edi-mv)


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@Zeno, Längstwellenempfänger... der Aufbau steht noch da- wird noch 
erweitert, wegen besserer Verwendbarkeit kommt noch MW und LW dazu, 
dafür habe ich die Spulesätze bekommen.
Ich muß aber erst mal Spulensätze für VLF bauen, am besten in der Form 
der Alu- Spulenbecher, und die kosten Unmengen an Draht, außerdem wird 
der Eingang zweikreisig, vielleicht mit Vorverstärkerröhre, die 
Bandbreite ist so, selbst mit Rückkopplung, viel zu hoch, manche Sender, 
die eigentlich empfangbar sind, finde ich so nicht.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Edi M. schrieb:
> Reusenantennen, die ja auch auf der Seite des Antennenspezis für manche
> Sender genannt werden, sind nicht schmalbandig

Die hat man aber vorzugsweise beim Militär und dort wohl auch eher im 
Kurzwellenbereich genutzt.

Weiß nicht, ob man es wirklich schafft, eine Antenne von einem zum 
anderen Bandende zwangsanzupassen bei solchen Leistungen. Der 
Wilsdruffer Sendemast war ja ein Halbwellenmast (hochohmiger 
Antennenfuß), wenn man ihn am Bandanfang betrieben hätte, wäre er 
beinahe eine Viertelwellelänge lang, also niederohmig.

von Edi M. (edi-mv)


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Ich bin nun kein Antennen- Experte. Zumal Reusenantennen als Doppelkonus 
oder als Käfigreuse bekannt sind, erstere verwenden Funkamateure, wohl, 
weil der Platzbedarf geringer ist, dafür ist Platz nach oben nötig, aber 
die meisten Grundstücke sind nicht sehr groß, dafür hoch. :-)

Hier sehr schöne Beispiele:

http://www.wabweb.net/radio/sender/moosbrunn2006a.htm
beide Antennenarten zu finden.

WIE breitbandig die Reusenantennen für große Wellenlängen sind, konnte 
ich nichts zu finden, aber diese hier ist schon beachtlch:

http://www.classicbroadcast.de/stories/stories_reusenant.pdf

Hier eine ähnliche Angabe zu einer Doppelkonus- Antenne:

https://dh2mic.darc.de/afu-kurs/pdffiles/antennen.pdf

Wie Sie schon schrieben, ein Frequenzwechsel ist grundsätzlich möglich, 
ein Betrieb auf einer nicht allzuweit entfernten Frequenz auf jeden 
Fall, einen Frequenzwechsel- Überbrückungsbetrieb bei höherem Abstand, 
mit verringerter Sendeleistung, kann ich mir vorstellen- ich lkann mich 
an Veröffentlichungen/ Ankündigungen an Verringerung der Sendeleistung 
erinnern, das könnte ja dann Betrieb über eine Notantenne gewesen sein, 
wenn eine neue Hauptantenne oder eine Antenne für eine neue Frequenz 
installiert wird.

Ob man sich darüber heute noch einen Kopf machen muß...

Aber Reusenantenne ist schon interessant.
Vielleicht liest jemand mit, der Infos zur Breitbandigkeit von Antennen 
mit vielen parallelen Drähten  hat.

...................

Nun ja- zum Thema hier: Ich habe schon mal eine Anzahl Radio-Typen der 
DDR, die 1953 verfügbar waren, gefunden, zu finden auf den Unterseiten 
des Themas:

http://edi.bplaced.net/?Edi%27s_Thema-_Erste_Radios_Deutschland_1949_bis_1959

Es gibt bestimmt noch einige Hersteller, die ich nicht kenne.

Die Liste für De-W ist noch in Arbeit, dürfte etwas größer sein.

: Bearbeitet durch User
von Zeno (Gast)


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Edi M. schrieb:
> Zwar teilweise Maschinen der Steinzeit, etwa zur Herstellung von
> Skalenknöpfen, aber ausreichend für ihre Aufgaben, und es gab auch
> Maschinen der allerersten Wahl aus dem "nichtsozialistischen
> Wirtschaftsgebiet", etwa die Spritzgußmaschinen für die Plastikgehäuse

Ja das war wohl allgemein so.
Allerdings konnte man schon was machen wenn man mit den alten Maschinen 
umgehen konnte. Würde heutzutage aber nicht mehr funktionieren - drücke 
mal einem Jungspund einen Messschieber ohne Digitalanzeige oder eine 
Drehbank mit klassischen Feintrieben mit Noniusteilung in die Hand.

Ich hatte ja auch das Glück in einer Firma zu arbeiten die an Maschinen 
bekommen hat was sie brauchten - egal wo diese her kamen. Gab schon auch 
sehr gute Maschinen aus eigener Fertigung oder dem 
Rationalisierungsmittelbau.

von Edi M. (edi-mv)


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Alte MAschinen bedeutet nicht schlechte Maschinen.
Ich besaß eine Zeit eine Drehbank aus der Zeit der Antriebe, die in 
langen Hallen als durchgehende Welle gestaltet waren, von der 
Treibriemen für zahlreiche Maschinen abgingen, welche ein wahrer 
Künstler auf Elektroantrieb umgebaut und restauriert hatte... das 
Hauptlager am Drehfutter hatte immerhin ein Feineinstellgewinde- aber 
was für eins: ein Marmeladenglas- Gewinde, erhaben auf dem Bronze- 
Gleitlager !
Und damit konnte ich das Gleitlager auf ein Spiel von fast Null 
justieren, die Genauigkeit war top.

Wie geschrieben- alte Maschinen für anspruchslose Teile- und wenn nötig, 
wurden die Maschinen auch gewartet und repariert, ja von Hand.

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