Soweit ich mich bisher informiert habe, ist es nicht möglich die
Restkapazität eines Akkus zu bestimmen, außer man entlädt ihn komplett.
Über die Spannungskurve kann man das angeblich nur sehr ungenau
bestimmen.
Jetzt gibt es aber bei fixen Akkupacks für Akkubohrer und auch anderen
Geräten so Anzeigen, bei welchen angeblich ein Mikrochip andauernd
mitmisst, wieviel geladen wurde und wieviele mAh abgegeben wurden.
Ich würde gerne so ein Akkupack für eine Taschenlampe kaufen, deswegen 2
Fragen:
1.) Kann man so einen Mikrochip kaufen?
2.) Vielleicht sogar noch einen der einen Ton abgibt, wenn der Akku bald
leer ist?
3.) Misst der Chip auch die Kapazität die weniger wird, weil der Akku
schon lange Zeit sich selbst entlädt bei Nichtbenutzung? Oder schätzt
der das mit? 1mAh pro Tag?
4.) Gibt es ein Gehäuse in welches man das reinbauen kann, damit man
zBsp wie bei einer Fernbedienung (2 X AA nebeneinander) die Akkus
einfach zusammen einsetzen und immer wieder die gleichen miteinander
laden kann?
Sorry, 6 Fragen :-)
5.)
Kann man mit einem Ladegerät Akkus in einer Art Pack auch zusammen laden
(zbsp 4 x AA)?
Also nicht so wie üblich, dass man jeden Akku einzeln laden muss.
6.)
Gibt es ja glaub ich für Modellbau, nur ist sowas für eine Taschenlampe,
Fernbedienung, Radio, etc. geeignet?
1) Nicht nur einen, sondern es gibt massenhaft. Nennt sich Battery
Management Controller. Gibt's zum Beispiel bei TI die BQ Serie.
Suchbegriffe: Fuel Gauge, Coulomb Counter, BMC
2) Ja es gibt welche die haben einen Alarmausgang den man programmieren
kann
3) Ja, sie Selbstentladung und die Stromaufnahme des BMC kann man da
auch programmieren.
4) Da kann man sich ganz sicher was bauen, das ist ein rein mechanisches
Problem.
5) Dafür sind die ausdrücklich da. Die meisten sogar mit Balancing weil
man das mindestens bei LiIon Zellen zwingend braucht.
6) Klar geht das.
Bei deinem Kenntnisstand musst du aber noch viel viel lesen und lernen.
Diese Fuel Gauge Chips sind alles andere als Plug&Play...
Sven schrieb:> Jetzt gibt es aber bei fixen Akkupacks für Akkubohrer und auch anderen> Geräten so Anzeigen, bei welchen angeblich ein Mikrochip andauernd> mitmisst, wieviel geladen wurde und wieviele mAh abgegeben wurden.
Ich vermute dass die meisten Geräte/Geräteakkus keine aufwendige
Elektronik haben um den Kapazitätszustand wirklich zu messen. Ich nehme
eher an das es grob über eine Spannungsmessung erfolgt.
Die Anzeige erfolgt ja i.d.R an der Maschine. Hätte der Akku einen Chip
zur Bestimmung der Kapazität müsste er ja mit der Maschine
kommunizieren.
Christian R. schrieb:> 1) Nicht nur einen, sondern es gibt massenhaft. Nennt sich Battery> Management Controller. Gibt's zum Beispiel bei TI die BQ Serie.> Suchbegriffe: Fuel Gauge, Coulomb Counter, BMC
Ich meine es gibt sogar einen Thread zu dem Thema, mir fällt nur der
Titel nich mehr ein.
> Ich vermute dass die meisten Geräte/Geräteakkus keine aufwendige> Elektronik haben um den Kapazitätszustand wirklich zu messen.
Wenn der Ladezustand ueber drei Balken angezeigt wird dann ist das so.
Da reicht dann eine Spannungsmessung. Wenn du es dagegen halbwegs
brauchbar in Prozent haben moechtest dann wird die rein und raus
fliessende Energie gemessen, Ladezyklen, Temperatur usw.
> Die Anzeige erfolgt ja i.d.R an der Maschine.
Muss aber nicht. Bei Laptops gibt es ja auch Akkus die das im Akku
machen.
> Hätte der Akku einen Chip zur Bestimmung der Kapazität müsste er ja mit der> Maschine kommunizieren.
Machbar waere das problemlos. Ob das aber nur gerade bei einem
Akkuschrauber sinnvoll ist wage ich mal zu bezweifeln.
Olaf
So wie die Steckdose zur netzbetriebenen Bohrmaschine gehört,
so gehört das Ladegerät zum Akkuschrauber.
Oder halt der Ersatzakku.
Meine Boschmaschine meldet unter Last, wenn der Akku am Ende ist mit
oranger LED.
Dann kann ich noch ein paar Fette Schrauben ins Gebälk jagen...
Christian R. schrieb:> Die meisten sogar mit Balancing weil> man das mindestens bei LiIon Zellen zwingend braucht.
Du hast noch nicht viele Akkupacks von Schraubern gesehen? Die
namenhaften Hersteller (Bosch, Makita, Festool...) setzen ausgesuchte
Zellen ein und sparen sich das Batteriemanagement.
Die Billiganbieter, sogar Aldi, sparen an den Zellen und setzen dafür
auf elektronische Überwachung und Balancing.
Bei Dewalt reicht ein indas Akkugehäuse geschobenes Modul mit 3 LEDs zur
Akkuzustandsanzeige.
3LED = Voll = ca 19,5V
2LED = halb = ca 17V
1LED =Fast leer = 15,5V
Horst schrieb:> Christian R. schrieb:> Die meisten sogar mit Balancing weil> man das mindestens bei LiIon Zellen zwingend braucht.>> Du hast noch nicht viele Akkupacks von Schraubern gesehen? Die> namenhaften Hersteller (Bosch, Makita, Festool...) setzen ausgesuchte> Zellen ein und sparen sich das Batteriemanagement.
Klar, die wollen ja auch die völlig überteuerten Ersatz Akkus verkaufen.