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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Alu Verbundplatte als Bedienfeld


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von Alexander (Gast)


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Hallo zusammen,


habe in diversen Shops Alupanel als Kunststoffverbundplatten gesehen (so 
etwas zB: 
https://kunststoffplattenonline.de/product/alupanel-alu-verbundplatten-silber-3-mm/). 
Hat jemand von euch Erfahrung damit die als Bedienpanel für Geräte zu 
verwenden? Also Taster, Display, Buchsen, etc. einbringen?


Vielen Dank und einen schönen Sonntag

Alexander

: Verschoben durch Moderator
von W.S. (Gast)


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Alexander schrieb:
> Hat jemand von euch Erfahrung

Nein, hab keine damit - aber warum sollte man sich so eine 3mm dicke 
Verbundplatte kaufen, wenn man eine Alu-Frontplatte haben will?

Verstehe den Sinn dieser Anwendung noch nicht. Ist das für ne thermische 
Isolierung?

W.S.

von Dirk L. (garagenwirt)


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Ist auch als "Dibond" bekannt.
Ist sehr gut zu verarbeiten. Kommt natürlich drauf an was man machen 
möchte.
Ich nehme es zur Herstellung von Schildern mit Plotterbeschriftung.
Lässt sich sägen und wenn man es fachgerecht auf der Rückseite einfräst 
auch super abkanten.
Möchtest du allerdings in deiner Frontplatte Senkschrauben einsenken, 
dann würde ich lieber massiv Alu nehmen.

von Alex D. (alex_d36)


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Ich benutze die gerne in schwarz, dann kann man perfekt eine 
Beschriftung eingravieren.Hat auf der CNC den Vorteil, dass man 
Zuschnitt, Ausbrüche und Beschriftung in einem Zug machen kann.
Bearbeiten lässt es sich traumhaft, die paar Zehntel Alu merkt man beim 
Fräsen nicht und es sieht ziemlich schick aus.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Alucobond, Dibond, .... Markennamen gibt es viele
Die werden gerne im Fassadenbau eingesetzt.
Es gibt die auch in brandhemmend, welche am Greenfell Tower geplant 
waren. Gebaut wurden aber die billigen, brennbaren.

von oszi40 (Gast)


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Sebastian L. schrieb:
> am Greenfell Tower

Das ist das Hochhaus in London, wo die Fassade aus diesem 
Brandbeschleuniger bestand und 70 Menschenleben kostete.

Man sollte gut überlegen, wofür man welches Material einsetzt.

von Dieter W. (dds5)


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Sehr schöne Frontplatte, aber kriegt man da wirklich was festgeschraubt 
ohne den Schaum zu zermatschen?

von Ich (Gast)


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Dieter W. schrieb:
> Sehr schöne Frontplatte, aber kriegt man da wirklich was festgeschraubt
> ohne den Schaum zu zermatschen?

Hängt halt davon ab, wie stabil es sein soll und auf welche Fläche de 
Kraft wirkt.
Zur Not legt man halt eine Beilagscheibe zwischen Abstandsbolzen und dem 
Hartschaum.

von J. S. (pbr85)


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Dieter W. schrieb:
> Sehr schöne Frontplatte, aber kriegt man da wirklich was festgeschraubt
> ohne den Schaum zu zermatschen?

Im Kern ist kein Schaum, sondern "massives" PE.

von Alex D. (alex_d36)


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Kriegt man. Die XLR D-Flansche sind mit normalen Blechtreibschrauben 
fest. Die 7Segmentanzeige mit Senkkopf M3. Man muss beim Festziehen halt 
ein bisschen mehr Gefühl beweisen, man kann die auch mit M3 schon 
verdrücken.
Aber wir sind ja alle eher Elektroniker und keine Grobschlösser.

Edith: wenn du hintendran waagerecht was montieren willst, würde ich 
allerdings auf Dibond verzichten. Das höchste war bisher eine hutschiene 
mit 40A Heizungsschütz. Mehr traue ich der 3mm Platte auch nicht mehr zu

: Bearbeitet durch User
von J. S. (pbr85)


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Alex D. schrieb:

> Edith: wenn du hintendran waagerecht was montieren willst, würde ich
> allerdings auf Dibond verzichten. Das höchste war bisher eine hutschiene
> mit 40A Heizungsschütz. Mehr traue ich der 3mm Platte auch nicht mehr zu

Na ja, man kann ja an besonders belasteten Stellen Versteifungen aus 
Alu-Profilen ranschrauben.

von Udo S. (urschmitt)


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Trotz allem sehe ich den Vorteil nicht zu einer 1 oder 2 mm dicken 
massiven Aluplatte.
Die kann ich genauso gravieren, und sie ist wesentlich stabiler und 
unempfindlicher gegenüber mechanischer Belastung.

Das Zeug ist leichter, ich habe sie als Bilder an der Wand hängen, aber 
Geräte sollten für mich eher stabil sein, deshalb nehme ich da 2mm Alu.

J. S. schrieb:
> Na ja, man kann ja an besonders belasteten Stellen Versteifungen aus
> Alu-Profilen ranschrauben.

Dann siehst du die Schraubenköpfe, weil in das 3mm Dibond kannst du kein 
Gewinde schneiden das hält.
Versteifungen eher kleben.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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oszi40 schrieb:
> Sebastian L. schrieb:
>> am Greenfell Tower
>
> Das ist das Hochhaus in London, wo die Fassade aus diesem
> Brandbeschleuniger bestand
Wie schon erwähnt: Du bekommst das auch in brandhemmend.

> Man sollte gut überlegen, wofür man welches Material einsetzt.
Überlegt hat man ja auch beim Greenfell Tower, gebaut wurde nur was 
anderes.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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J. S. schrieb:
> Dieter W. schrieb:
>> Sehr schöne Frontplatte, aber kriegt man da wirklich was festgeschraubt
>> ohne den Schaum zu zermatschen?
>
> Im Kern ist kein Schaum, sondern "massives" PE.

Aufgepasst: Es gibt verschiedne Composite.
Dibond ist eine Marke von 3A Composite. Eine Produktbeschreibung ist das 
nicht.

Varianten sind z.B. hier herklärt:
http://media.alucobond.com/pdf/dibond/DIBOND_Broschuere_DE.pdf

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Udo S. schrieb:
> Trotz allem sehe ich den Vorteil nicht zu einer 1 oder 2 mm dicken
> massiven Aluplatte.

Hier sind 5 Vorteile

1. Preis
2. Preis
3. Preis
4. Berarbeitbarkeit
5. Verfügbar in sehr sehr vielen Oberflächen


1 mmm Alu ist recht wabbelig.

von Christian H. (netzwanze) Benutzerseite


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Dibond mit schwarzem Kern hat den Vorteil, dass man diese Platten ohne 
späteres Auslegen gravieren kann.

von Heinz R. (heijz)


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Udo S. schrieb:
> Trotz allem sehe ich den Vorteil nicht zu einer 1 oder 2 mm dicken
> massiven Aluplatte.

Dibond, ALucubond usw ist nicht dafür gedacht, winzig kleine 
Frontplatten zu bauen
Ok, geht auch, aber der Hauptanwendungsfall sind große Flächen

Hier macht sich die Preis- und Gewichtseinsparung schon deutlich 
bemerkbar

von M.M.M (Gast)


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Heinz R. schrieb:
> Dibond, ALucubond usw ist nicht dafür gedacht, winzig kleine
> Frontplatten zu bauen
> Ok, geht auch, aber der Hauptanwendungsfall sind große Flächen

Wo hast Du denn diese Weisheit her? Kannst Du irgendwie belegen, daß 
z.B. Dibond nicht für kleine Flächen geeignet sei? Dir fällt das 
vielleicht bei großen Baustellenschildern besonders auf, weil man da oft 
noch Dibond auf der Rückseite lesen kann.

Aber geh mal in ein Geschäft oder eine Tankstelle. Wenn man genau 
hinschaut, wird man da immer irgendwo ein Werbedisplay mit oder ohne 
Artikel finden, an denen bzw. die mit Dibond gebaut wurden wurden. Und 
die sind durchaus oft stärker mechanisch belastet als ne Frontplatte von 
einem Gehäuse.

Der Hersteller preist Dibond ja gerade für den Messe-, Ladenbau und auch 
Möbelbau an. Deswegen gibt's das Zeug ja auch in etlichen Farben und 
Dekoren (z.B. Holzdekor).

> Hier macht sich die Preis- und Gewichtseinsparung schon deutlich
> bemerkbar

Der macht sich natürlich auch bemerkbar, wenn man viele kleine 
Werbedisplays für den neuesten Aktionsartikel in Geschäfte ausrollt. Und 
noch mehr machen sich die eingesparten Arbeitskosten bemerkbar, weil das 
Material vergleichsweise einfach und schnell zu bearbeiten ist.

Und für den Hobbybastler ist auch noch von Vorteil, daß man das Zeug 
gerne auch mal als Rest/Abfall bei Schildermaler/Werbefirma oder 
Baustellenabbau bekommt. Oft ist auf der unbedruckten Rückseite dann 
noch die Schutzfolie und nach Abziehen derselben hat man eine 
wunderschöne Oberfläche.

MfG

von Frontplattenmacher (Gast)


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Hallo Alexander,
ich habe mir hier 
https://www.digitaldruck-fabrik.de/werbeschilder/alu-verbundplatten.aspx 
mal selbst Platten bedrucken lassen und diese als Frontplatten 
verwendet. Die Qualität ist sehr gut. Man muss bei der Druckqualität 
"FineArt" anwählen.

Ich hatte damals allerdings eine weiße Platte bedrucken lassen 
(Polystyrol). Bei Alu-Dibond bin ich mir nicht sicher, ob die auch weiß 
drucken.

So eine 40x30cm Platte kostet gerade mal 10Euro.

Allerdings bekommst Du halt keine Ausfräsungen wie zum Beispiel bei 
https://www.schaeffer-ag.de/

Und mir ist aufgefallen, das der Druck schon mal +-1mm versetzt sein 
könnte. Aber solange man keine grafischen Elemente direkt am Rand hat 
sollte das kein Problem sein.

von M.M.M (Gast)


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Frontplattenmacher schrieb:
> Ich hatte damals allerdings eine weiße Platte bedrucken lassen
> (Polystyrol). Bei Alu-Dibond bin ich mir nicht sicher, ob die auch weiß
> drucken.

Was soll denn bitte Alu-Dibond sein. Dibond ist doch eben ein Sandwich 
Alu-PE-Alu. Dibond gibt es in verschiedenen Farben, auch in weiß. Da 
braucht man nicht  weiß zu drucken. Und in weiß hat das Zeug eigentlich 
jeder Schildermaler.

von Frontplattenmacher (Gast)


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Ruhig Blut.
Die drucken im Digitaldruck direkt auf Aluminium. Die Frage, die ich mir 
stellte war, ob sie eine Grafik oder Schrift weiß unterdrucken. Nicht 
welche Farbe das Material in der Zwischenlage hat.

von Hört sich gut an (Gast)


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Gleiche Qualität gibt es beim "Posterdruck" auf Alu für kleines Geld...

von M.M.M (Gast)


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Frontplattenmacher schrieb:

So, jetzt habe ich mir die Seite mal angesehen:

> Ruhig Blut.

Der Begriff Alu-Dibond ist halt ziemlich daneben, auch wenn die den so 
auf ihrer Seite verwenden. Er impliziert, es gäbe es Dibond ohne 
Alubeschichtung. Gibt's aber nicht.

> Die drucken im Digitaldruck direkt auf Aluminium. Die Frage, die ich mir

Nein, das tun sie eben nicht defaultmäßig, wie man auf der von Dir 
verlinkten Seite im 2. Abschnitt "Alu-Verbundplatten – kleine 
Materialkunde" in der 2. und 3. Zeile lesen kann: "Zwei Deckschichten 
aus weiß lackiertem Aluminium bedecken einen Kern aus schwarzem 
Polyethylen, einem Kunststoff."

Du bist also somit schon mal auf den unsinnig gewählten Begriff 
reingefallen.

> stellte war, ob sie eine Grafik oder Schrift weiß unterdrucken. Nicht

Nee, die stellt sich damit nicht.
Will man übrigens tatsächlich einen metallisch glänzenden Untergrund, 
wählt man den auf der Seite:
www.digitaldruck-fabrik.de/werbeschilder/alu-verbund-butlerfinish.aspx

MfG

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