Li Ion wird explodieren, was tun?

Gast #6131470
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Wenn ich merke, dass ein Li Ion Akku vorm Explodieren ist (18650 Zelle), 
falls man das überhaupt merkt, weil man rechtzeitig merkt dass er zu 
heiß ist oder zu stinken anfängt, einfach weit weg werfen?

Oder kann man da noch was machen?
Was ist der beste Weg?
Wieviel Explosionskraft kann man erwarten?
Kommt das auf den Ladezustand an?

Ich frage das deshalb, weil ja auch jetzt in immer mehr Zeug diese 
verwendet werden, als die alten Batterien.
In Taschenlampen, Elektronik-Gadgets, etc. etc.
Und ich auch bei so einer Taschenlampe den Akku schon mal gewechselt 
habe und nur nur dachte "Was wohl passiert, wenn da plus oder minus 
Lötstelle aufgeht und einen Kurzschluss verursacht"

Mir ist zwar auch schonmal ein Akku im Ladegerät explodiert und ich war 
froh, dass ich nicht in Schusslinie war (außer 10 Minuten Tinitus nichts 
passiert), würd ich mich gerne auf sowas bei Li Ion vorbereiten.
Beitrag #6131476 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6131479 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: Funkenflug Industries) #6131484
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Also nur falls das nicht wieder nur ein dummer Trollthread ist...

Wenn man es rechtzeitig merkt, angenommen das Ding erhitzt sich in 
kurzer Zeit, fängt an zu dampfen oder man sieht wie es sich aufbläht 
(wenn das bei einer Blechgehäuse-Zelle passiert würde ich nur noch in 
Deckung gehen) dann in eine Decke einwickeln und raus aus der Wohnung 
damit bzw. auf feuerfesten Untergrund und Löschmittel parathalten 
(Pulverlöscher oder trockenen Sand, Wasser nur als Notlösung). Wenn das 
Ding explodiert, dämpft die Decke die Wirkung und erstickt in den ersten 
Sekunden die Flammen. Die Decke kannst Du hinterher aber abschreiben.
Gast #6131493
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Ben B. schrieb:
> Wenn das Ding explodiert,

Selbst in den Becherzellen baut sich nicht genug Druck auf um eine 
nennenswerte Explosion zu verursachen, die haben Ventile dagegen. 
Beutelzellen werden einfach nur dick und blasen dann ab.
Gefährlich ist die thermische Wirkung und die mögliche Reaktion mit 
Löschwasser.
Gast #6131494
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Peter schrieb:
> Mir ist zwar auch schonmal ein Akku im Ladegerät explodiert und ich war
> froh, dass ich nicht in Schusslinie war (außer 10 Minuten Tinitus nichts
> passiert), würd ich mich gerne auf sowas bei Li Ion vorbereiten.

Stell dir eine große Kiste mit Sand hin und lass ihn darin ausbrennen.

Li und Wasser gibt tolle Effekte, das soll man also gerade vermeiden ;-)
Gast #6131512
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Ich empfehle zukünftig LiFePO4 zu verwenden, besonders für 
Bastelprojekte. Bevor jemand meckert: Die gibts in der Bauform. Nimmste 
den:
https://www.akkuteile.de/lifepo-akkus/18650/ifr-18650-1500mah-3-2v-lifepo4-lithium-eisenphosphat-pluspol-flach_100668_1269

Damit ist das Problem dann gegessen, weil die nicht mehr explodieren 
können.
Netter Nebeneffekt: Die sind zyklenfester und Temperaturstabiler und 
haben auch das Kobalt nicht drin. Einziger Nachteil: Geringere 
Kapazität.
Für Taschenlampen tun die auf alle Fälle. Musst halt kucken, ob die 
Taschenlampe mit 3,2V leben kann.

Was den Akku angeht (falls das kein Trollbeitrag ist):
Tu ihn in einen Blecheimer und einen Deckel drauf. Zur Not kannst du ja 
Sand einfüllen.
Mir ist allerdings noch keiner explodiert.

Ich halte LiPolymer oder LiIon in Kleingeräten allerdings auch für nicht 
so optimal, aus brandschutztechnischer Sicht.
Das Risiko ist aber überschaubar. Jeder hat mehrere von den Dingern, und 
soviel passiert jetzt auch wieder nicht. Immerhin schleppt jeder 
mindestens einen mit sich rum (Handy). Panik ist also nicht angebracht.
#6131559
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Ben B. schrieb:
> Pulverlöscher oder trockenen Sand, Wasser nur als Notlösung

Bevor ich in meiner Wohnung den Pulverlöscher abfeuere, muß es wirklich 
brennen. Das Zueg hat üble Nachwirkungen auf alles elektronische.

Falls schnellstmöglich aus dem Gebäude bringen nicht klappt, würde ich 
das Ding schnellstmöglich aus dem Gebäude bringe. Wenn das nicht klappt, 
würde ich das Ding schnellstmöglich aus dem Gebäude bringen...

Ernsthaft.

Ansonsten Wasser, Sand, was auch immer. Das Hauptproblemn ist dann der 
Rauch, nicht das Feuer. Lieber in die Toilette werfen, als irgendwo 
hinlegen, warten, bis es brennt, und dann den Pulverlöscher leerballern.

Oliver
Gast #6131578
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Servus,

bei reichelt.de gibt es EXTRON X3360 Feuerlöschgranulat für Lithium 
Akkus

Da steht dabei:
    Bildet eine Schutzschicht
    Verdrängt den Sauerstoff
    Umweltfreundlich
    Alterungsbeständig
    Nachrüstbar und Wartungsfrei
    Säure- und laugenfest
    Unverderblich

... keine Ahnung ob das was taugt...

https://www.reichelt.de/feuerloeschgranulat-fuer-lithium-akkus-5-l-extron-x3360-p228909.html?&trstct=pos_0&nbc=1
#6132003
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Cyblord -. schrieb:
> Airlines führen seit einiger Zeit Kits dafür mit. Im Grunde irgendeine
> Box mit irgendwas sandigem gefüllt.
Na das ist doch mal ein guter und praktikabler Tipp. Da sollte dann eine 
Keksdose mit Sand, evtl. mit irgendwie vorbereiteter Vertiefung im Sand 
gut handhabbar sein, in der man dann im Ernstfall mit Akku rein, Deckel 
drauf, gut schütteln den Akku bedecken kann, um es ins Freie zu bringen.
#6134315
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Achim B. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Besser umgekehrt. :-)
>
> Richtich!
>
> "Erst das Wasser dann die Säure, sonst passiert das Ungeheure!"

Keins von beiden. Elementares Li reagiert recht heftig mit Wasser. Nicht 
ganz so schlimm wie K oder Na, aber es reicht.
Li hat mit Säuren recht wenig zu tun. Mit Wasser reagiert es zu LiOH und 
das ist eine Base.
Also, zu Hause: Decke drüber und abwarten (unter Aufsicht wg. des evtl. 
Feuers)
Ideal ist, die Batterie in eine Sandkiste zu werfen, aber wer hat die 
schon zu Hause. ;-)

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