Wenn ich merke, dass ein Li Ion Akku vorm Explodieren ist (18650 Zelle),
falls man das überhaupt merkt, weil man rechtzeitig merkt dass er zu
heiß ist oder zu stinken anfängt, einfach weit weg werfen?
Oder kann man da noch was machen?
Was ist der beste Weg?
Wieviel Explosionskraft kann man erwarten?
Kommt das auf den Ladezustand an?
Ich frage das deshalb, weil ja auch jetzt in immer mehr Zeug diese
verwendet werden, als die alten Batterien.
In Taschenlampen, Elektronik-Gadgets, etc. etc.
Und ich auch bei so einer Taschenlampe den Akku schon mal gewechselt
habe und nur nur dachte "Was wohl passiert, wenn da plus oder minus
Lötstelle aufgeht und einen Kurzschluss verursacht"
Mir ist zwar auch schonmal ein Akku im Ladegerät explodiert und ich war
froh, dass ich nicht in Schusslinie war (außer 10 Minuten Tinitus nichts
passiert), würd ich mich gerne auf sowas bei Li Ion vorbereiten.
Also nur falls das nicht wieder nur ein dummer Trollthread ist...
Wenn man es rechtzeitig merkt, angenommen das Ding erhitzt sich in
kurzer Zeit, fängt an zu dampfen oder man sieht wie es sich aufbläht
(wenn das bei einer Blechgehäuse-Zelle passiert würde ich nur noch in
Deckung gehen) dann in eine Decke einwickeln und raus aus der Wohnung
damit bzw. auf feuerfesten Untergrund und Löschmittel parathalten
(Pulverlöscher oder trockenen Sand, Wasser nur als Notlösung). Wenn das
Ding explodiert, dämpft die Decke die Wirkung und erstickt in den ersten
Sekunden die Flammen. Die Decke kannst Du hinterher aber abschreiben.
Ben B. schrieb:> Wenn das Ding explodiert,
Selbst in den Becherzellen baut sich nicht genug Druck auf um eine
nennenswerte Explosion zu verursachen, die haben Ventile dagegen.
Beutelzellen werden einfach nur dick und blasen dann ab.
Gefährlich ist die thermische Wirkung und die mögliche Reaktion mit
Löschwasser.
Peter schrieb:> Mir ist zwar auch schonmal ein Akku im Ladegerät explodiert und ich war> froh, dass ich nicht in Schusslinie war (außer 10 Minuten Tinitus nichts> passiert), würd ich mich gerne auf sowas bei Li Ion vorbereiten.
Stell dir eine große Kiste mit Sand hin und lass ihn darin ausbrennen.
Li und Wasser gibt tolle Effekte, das soll man also gerade vermeiden ;-)
Ich empfehle zukünftig LiFePO4 zu verwenden, besonders für
Bastelprojekte. Bevor jemand meckert: Die gibts in der Bauform. Nimmste
den:
https://www.akkuteile.de/lifepo-akkus/18650/ifr-18650-1500mah-3-2v-lifepo4-lithium-eisenphosphat-pluspol-flach_100668_1269
Damit ist das Problem dann gegessen, weil die nicht mehr explodieren
können.
Netter Nebeneffekt: Die sind zyklenfester und Temperaturstabiler und
haben auch das Kobalt nicht drin. Einziger Nachteil: Geringere
Kapazität.
Für Taschenlampen tun die auf alle Fälle. Musst halt kucken, ob die
Taschenlampe mit 3,2V leben kann.
Was den Akku angeht (falls das kein Trollbeitrag ist):
Tu ihn in einen Blecheimer und einen Deckel drauf. Zur Not kannst du ja
Sand einfüllen.
Mir ist allerdings noch keiner explodiert.
Ich halte LiPolymer oder LiIon in Kleingeräten allerdings auch für nicht
so optimal, aus brandschutztechnischer Sicht.
Das Risiko ist aber überschaubar. Jeder hat mehrere von den Dingern, und
soviel passiert jetzt auch wieder nicht. Immerhin schleppt jeder
mindestens einen mit sich rum (Handy). Panik ist also nicht angebracht.
Ben B. schrieb:> Pulverlöscher oder trockenen Sand, Wasser nur als Notlösung
Bevor ich in meiner Wohnung den Pulverlöscher abfeuere, muß es wirklich
brennen. Das Zueg hat üble Nachwirkungen auf alles elektronische.
Falls schnellstmöglich aus dem Gebäude bringen nicht klappt, würde ich
das Ding schnellstmöglich aus dem Gebäude bringe. Wenn das nicht klappt,
würde ich das Ding schnellstmöglich aus dem Gebäude bringen...
Ernsthaft.
Ansonsten Wasser, Sand, was auch immer. Das Hauptproblemn ist dann der
Rauch, nicht das Feuer. Lieber in die Toilette werfen, als irgendwo
hinlegen, warten, bis es brennt, und dann den Pulverlöscher leerballern.
Oliver
wenn du noch eine gusseiserne hast... bei den neumodischen aus Plastik
fällt er gleich durch. Waschbecken sind evt. eher aus Keramik oder
Porzellan und viel billiger zu ersetzen.
Name: schrieb:> Ich empfehle zukünftig LiFePO4 zu verwenden
Und ich empfehle einfach keine Fake- oder China-Zellen beim Aliexpress
zu kaufen sondern echte Zellen aus Japan oder Korea von einem der
bekannt reputablen Importeure in der EU. Dann explodiert da auch nichts,
egal welche Chemie.
Bernd K. schrieb:> Und ich empfehle einfach keine Fake- oder China-Zellen beim Aliexpress> zu kaufen sondern echte Zellen aus Japan oder Korea von einem der> bekannt reputablen Importeure in der EU.
Das sowieso, aber auch für die Besten ist manchmal Montag:
https://www.sony.de/electronics/support/articles/00170518
Wolfgang schrieb:> Stell dir eine große Kiste mit Sand hin und lass ihn darin ausbrennen.>> Li und Wasser gibt tolle Effekte, das soll man also gerade vermeiden ;-)
Noch besser, als mit Sand, ist es mit Speisesalz zu löschen.
Oliver S. schrieb:> Bevor ich in meiner Wohnung den Pulverlöscher abfeuere, muß es wirklich> brennen. Das Zueg hat üble Nachwirkungen auf alles elektronische.
Also besteht der Trick darin, in der Wohnung/Werkstatt einen CO2-Löscher
zu haben. Da ist im Notfall die Hemmschwelle deutlich niedriger.
Peter schrieb:> Wenn ich merke, dass ein Li Ion Akku vorm Explodieren ist (18650 Zelle),> falls man das überhaupt merkt, weil man rechtzeitig merkt dass er zu> heiß ist oder zu stinken anfängt, einfach weit weg werfen?
Airlines führen seit einiger Zeit Kits dafür mit. Im Grunde irgendeine
Box mit irgendwas sandigem gefüllt.
Cyblord -. schrieb:> Airlines führen seit einiger Zeit Kits dafür mit. Im Grunde irgendeine> Box mit irgendwas sandigem gefüllt.
Na das ist doch mal ein guter und praktikabler Tipp. Da sollte dann eine
Keksdose mit Sand, evtl. mit irgendwie vorbereiteter Vertiefung im Sand
gut handhabbar sein, in der man dann im Ernstfall mit Akku rein, Deckel
drauf, gut schütteln den Akku bedecken kann, um es ins Freie zu bringen.
Achim B. schrieb:> Harald W. schrieb:>> Besser umgekehrt. :-)>> Richtich!>> "Erst das Wasser dann die Säure, sonst passiert das Ungeheure!"
Keins von beiden. Elementares Li reagiert recht heftig mit Wasser. Nicht
ganz so schlimm wie K oder Na, aber es reicht.
Li hat mit Säuren recht wenig zu tun. Mit Wasser reagiert es zu LiOH und
das ist eine Base.
Also, zu Hause: Decke drüber und abwarten (unter Aufsicht wg. des evtl.
Feuers)
Ideal ist, die Batterie in eine Sandkiste zu werfen, aber wer hat die
schon zu Hause. ;-)
hatte es oben schon erwähnt, man sollte Kochsalz nehmen und den Akku
darin einbuddeln. Durch die Hitze schmilzt das Kochsalz, bildet eine
Kruste und erstickt so den Brand.
Andreas B. schrieb:> Elementares Li reagiert recht heftig mit Wasser.
… wie allerdings weiter oben schon geschrieben wurde, ist in
Li-Ion-Akkus kein elementares Li enthalten. Auch ist das Problem eher
der Dampf des Elektrolyts, der brennt ggf. auch, nachdem er das Salz/den
Sand passiert hat.
Andreas B. schrieb:> Ideal ist, die Batterie in eine Sandkiste zu werfen, aber wer hat die> schon zu Hause
Katzenklo. Vorher die Katze entfernen, sonst meckert PETA.
Andreas B. schrieb:>> Richtich!>>>> "Erst das Wasser dann die Säure, sonst passiert das Ungeheure!">> Keins von beiden.
Mein Hinweis bezog sich auf Chemie im allgemeinen, nicht speziell zum
Thema LiIo.