Hallo, vorweg möchte ich nur sagen, dass ich wirklich Null Ahnung von Motoren, Steuerung, Mikrocontroller etc. habe, und bitte daher, keine ironischen oder erniedrigende Antworten. Ich habe einen Schrittmotor Nema 17 (https://de.nanotec.com/produkte/346-st4118s1404-b/) Jemand wird für mich einen Steuerkasten mit Potis zusammenbauen. Die Motorsteuerung wurde ebenfalls von ihm ausgesucht (https://de.nanotec.com/produkte/1740-c5-01/) Meine Frage: Wie wird die Steuerung realisiert? Müssen einfach Kabel vom Motor zu Steuerung und Poti zu Steuerung verbunden werden, damit die Steuerung durch die Potis funktionieren? Laut Controllerhandbuch ( https://de.nanotec.com/fileadmin/files/Handbuecher/Motorsteuerungen/C5/C5_USB_Technisches-Handbuch_V2.0.1.pdf) , gibt es ein Plug&Drive Software und NanoJ, womit man sein eigenes Programm schreiben kann, wovon ich aber auch keine Ahnung habe. Jedoch fällt es mir sehr schwer das Handbuch zu verstehen, da es nicht mein Themengebiet ist. Da sind zu viele Fachbegriffe, die ich so nicht verstehe. Das einzige was ich verstanden habe ist, die Motordaten zu speichern, was auch relativ einfach klingt :) Wäre für jede Hilfe dankbar. Gruß Daniel
Anil C. schrieb: > Wäre für jede Hilfe dankbar. Keine Ahnung, was du mit Motor und Poti machen willst. Der Nanotec-Controller kann nur die Drehzahl vorgeben, nicht die Position, und schon gar nicht auf eine Sollposition regeln. Auch das (maximale) Tempo ist sehr eingeschränkt, 100 oder 1000 upm. Lediglich die Richtung kann per Schalter, oder Poti mit Mittelstellung angegeben werden.
Erstmal danke für die Interesse. Vielleicht hätte ich mal einfacher anfangen sollen. Der Schrittmotor soll eine Welle antreiben, welches sich mit sehr geringen Drehzahlen rotieren soll. Daher ist die Drehzahlregelung von Interesse, d.h. mit dem Steuerkasten will ich manuell den Motor ein- und ausschalten und die Drehzahl variieren. Tut mir Leid, wenn ich nicht genau beschreiben kann, was ich will und auch nicht alles verstehe.
Ja kann man machen! Eine SMCI12 Steuerung hätte eventuell auch gereicht. Du kannst dein Poti an einen Analogeingang anschließen, musst dann aber in der Software trotzdem einstellen was passieren soll. Die Software NanoPro sollte dafür eigentlich reichen. Das muss man nur zusammenklicken was man braucht. Mit NanoJ kannst du es etwas komplexer programmieren. Wenn du von all dem aber keine bis sehr wenig Ahnung hast dann wird es schwierig.
Wenn es nur darum geht, den Motor per Poti auf eine Drehzahl einzustellen, ist die Steuerung völliger Overkill. Das ist im Übrigen keine Drehzahlregelung, sondern eine Drehzahlsteuerung. Nur für den Fall, dass das eine Bachelorarbeit o.ä. werden soll. ;) Für solche Anwendungen habe ich eine Schrittmotorsteuerung mit integriertem Taktgenerator entwickelt. Die Drehzahl kann wahlweise über ein internes Poti oder einen 0-5V Eingang einstellt werden [1]. Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann [1] https://www.mechapro.de/tinystep.html
Danke für die Antworten. Nun verstehe ich nicht, ob man es durch Programmieren, wie es Max meint, Steuern (Drehzahlsteuerung) kann, oder es garnicht funktioniert. Was Thorsten mit OVerkill meint, verstehe ich leider auch nicht. Gruß Daniel
Anil C. schrieb: > Danke für die Antworten. > > Nun verstehe ich nicht, ob man es durch Programmieren, wie es Max meint, > Steuern (Drehzahlsteuerung) kann, oder es garnicht funktioniert. Er meint damit, dass du der Steuerung irgendwie (z.b. durch Konfigurieren oder Programmierung) einmalig mitteilen musst, wie es dein Potisignal zu verarbeiten hat und wie der Motor auf dieses Signal zu reagieren hat (also bei dir: Potisignaländerung bedeutet Drehzahl proportional ändern?). > Was Thorsten mit OVerkill meint, verstehe ich leider auch nicht. Erstens wollte er sagen, dass es sich nicht um eine Regelung, sondern um eine Steuerung handelt, also es gibt keine Rückmeldung vom Motor oder irgendeinem Sensor, dass der Motor sich auch so schnell dreht wie von dir gewünscht, sondern man stellt es nur ein und unter normalen Bedingungen ohne Störung sollte er die Wunschdrehzahl auch erreichen (Open-loop). Wohingegen bei Closed-loop, also einer Regelung der Motor auch "überwacht" wird und entsprechende Maßnahmen getroffen werden, um die Differenz zwischen Soll und Istwert zu minimieren (flapsig ausgedrückt). Mit Overkill meint er, dass deine Anforderung schon von einer weniger intelligenten, aber möglicherweise viel günstigeren Lösung erfüllt werden. Dazu braucht es keine Steuerung, die kompliziert programmiert werden muss, wenn du tatsächlich die Drehzahl nur in Abhängigkeit der Potistellung einstellen willst. Dafür muss man aber alle deine Anforderungen kennen. > Gruß > Daniel
Auch erstmal danke an dich, ich habe mir nur den Schrittmotor ausgesucht, wogegen der Controller nicht von mir ist. Hatte im Internet einige für 10-30 Euro gefunden, jedoch hat die Person sich für einen 150 Euro Controller entschieden. Um es genauer zu machen, habe ich zwei Schrittmotoren und zwei Controller. Mit dem einen Motor will ich nur in eine Richtung drehen und das in kleinen Drehzahlbereichen zwischen 1-10 U/min. Der andere Motor soll zu der Drehzahlsteuerung auch noch die Richtung wechseln, also werden hier noch Endschalter eingebaut. Hier ist die Drehzahl geringer. Weitere Anforderungen habe ich nicht. Gruß Daniel
Anil C. schrieb: > jedoch hat die Person sich für einen 150 Euro Controller entschieden. Welche andere Person? Gehts nicht um das was du willst? Ist schon was gekauft? Verstehe ich nicht. Anil C. schrieb: > Der andere Motor > soll zu der Drehzahlsteuerung auch noch die Richtung wechseln, also > werden hier noch Endschalter eingebaut. Anscheinend hast du doch noch andere Anforderungen. Du baust ja nicht nur Endschalter ein und machst dann damit nichts. Was soll passieren, wenn die Endschalter ausgelöst werden und welche Steuerung soll sich darum "kümmern". Hast du eine hierarchisch übergelagerte Steuerung, welche die Endschalter auswertet - ich vermute mal nicht. Dann muss ja doch programmatisch definiert werden, dass bei erreichen der Endschalter der Motor z.b. gestoppt wird oder Ähnliches (das Verhalten ist uns völlig unbekannt. Das musst du als Anforderung definieren). Sowas muss alles definiert werden. Damit geht man dann auf Suche der benötigten Komponenten.
Du hättest dir vlt. erstmal eine kleine Steuerung kaufen sollen die schon ein Poti hat und mit der man die Drehzahl einstellen kann. Wenn man wirklich keine Ahnung von der Materie hat dann wird es schwierig das Vorhaben mit dem vorhandenen Controller umzusetzen. Jedenfalls für dich. Denn jetzt reden wir ja schon von 2 Motoren! Vielleicht solltest du uns erstmal sagen was du eigentlich vor hast.
Die Person ist ein Techniker, der sich bereit erklärt hat, die Motoren anzuschließen und einen Steuerkasten mit Potis zu bauen. Meine ausgesuchten Treiber hat er für nicht-ausreichend befunden. Wie gesagt, ich habe in diesem Themengebiet keine Ahnung, muss aber gemacht werden. Du hast Recht! Also ich habe eine Drahtziehanlage gebaut. Durch den Schrittmotor (Antrieb) soll sich die Welle in eine Richtung drehen. Die Drehzahl soll jedoch, durch einstellen mit dem Poti, variierbar sein. Z.b. soll der Motor bei Einschalten und aufdrehen des Potis mit einer Drehzahl von 5 U/min drehen. Vor dem Antrieb sitzt eine Linearführung (Schrittmotor Nema 17, jedoch als komplettes Kaufteil) Hier sind auch die Endschalter montiert, die für eine Drehrichtung des Motors gedacht ist. D.h. hier soll der Motor, wieder mit einer bestimmten Drehzahl (die einstellbar sein soll), drehen und beim erreichen der Endschalter in die andere Richtung drehen, bis es den 2. Endschalter erreicht. Ihr müsst hier eine Aufwickelnmaschine vorstellen, die einen Draht auf die Spule aufwickelt.
Drahtziehanlage und Aufwickelanlage sind für mich zwei unterschiedliche paar Schuhe. Ich stell es mir gerade so vor, dass Motor 1 eine Drahtspule drehen kann (in eine Richtung, variable Drehzahl) und Motor 2 eine Art Schlitten auf dem eine Öse befestigt ist über eine Linearführung antreibt und sich dadurch so vor der Spule hin und herbewegt, dass der Draht Schicht um Schicht ordentlich auf der Spule aufgewickelt werden kann. Ob der Draht das eine Ende der Spule erreicht hat (und damit eine Schicht fertig ist und die Drahtöse sich in die andere Richtung der Spule bewegen muss), erfährt deine Steuerung durch Aktivierung eines Endschalters ? So richtig? Meines Erachtens muss dazu zwingend das Programmierinterface NanoJ von dieser Steuerung verwendet werden (falls du diese verwenden willst), da der Controller ja nicht wissen kann, wie dein Motor reagieren soll, wenn der Endschalter erreicht wurde. Das muss der Steuerung vorher beigebracht (programmiert) werden . Wie du vielleicht merkst, gilt es bei solchen Projekten sich überhaupt vorher erst mal klar zu machen, was man eigentlich erreichen will und wie so ein System sich in bestimmten Situation verhalten soll, selbst wenn man die Programmierung/Verschaltung später gar nichts selbst erledigt, sondern jemanden beauftragt (bei deinem Wissensstand aktuell absolut empfehlenswert). Das nennt man dann die Anforderungen analysieren und festlegen. Man liest bei dir heraus, dass das alles noch nicht genau definiert wurde. Ohne diese Informationen, sollte man auch noch nichts kaufen. Alles was ich oben geschrieben habe, war nur Vermutung, wie dein System eventuell funktionieren sollen könnte. Das muss alles vorher eindeutig festgeschrieben werden. Überleg dir mal wie das alles gestartet und gestoppt wird. Stelle dir die Fragen: "Was passiert wenn xxx passiert?", "Wie soll das System dann reagieren?"
Sorry, es ist ein Aufwickelvorgang, aber die Komplette Anlage ist eine Drahtziehanlage ( Der hintere Bereich, den ich nicht erwähnt habe, finden der Drahtziehprozess statt und wird angetrieben) Genau wie du es beschrieben hast ist es! Du hast auch Recht, dass man erstmal alles analysieren muss. Jedoch spielten einige Faktoren eine Rolle, die mir alles erschwerten. Darauf möchte ich auch nicht länger eingehen. In Zukunft werde ich das natürlich besser machen, wie du es mir gesagt hast.
Alles gut. Kein Vorwurf. Die Anforderungen klar darzulegen ist nur die Sprache mit der Techniker arbeiten. Darauf wollte ich nur hinaus. Damit kommst du dann auch besser ans Ziel.
Hallo Anil C. Für das Aufwickeln eines Drahtes nach einer Drahtzugmaschine brauchst Du wahrscheinlich einen stärkeren Motor und einen wirklich guten Regler; Denn nur sehr wenige und äusserst teure Drahtziehanlagen haben keinen Schlupf. Um den Draht auch wieder schnell abwickeln zu können brauchst Du einen definierten gleichmässigen Zug vom Wickelmotor. Dieser darf auch bei grösserem Wickeldurchmesser etwas abnehmen. Die Verlegegeschwindigkeit ist auch wichtig. Der Richtungwechsel sollte schnell erfolgen damit sich kein Aufbau am Rand der Spule ergibt. Dann hat auch schon eine kleine Spule z.b. Typ "HK 160" schon Platz für 6kg Draht. Für Spulen mit konischem Flansch brauchst entweder eine Schablone, eine optische Abtastung oder die Steuerung sollte in der Lage sein, den Wechselpunkt zu Rechnen. Deshalb wird die Motorsteuerung auch nicht ausreichen.
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