Koax Überspannungsschutz

OP (Firma: THU) #6132432
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Hallo alle,

bin neu in der Community und freue mich auf den Erfahrungsaustausch mit 
euch.

Für mein aktuelles breakout board, sind mehrere koax Anschlüsse 
erforderlich.

Da es, im Labor, mit Studenten in Kontakt kommen wird. Soll ein 
Überspannungsschutz die teure Hardware vor tödlicher Spannungen 
schützen.

Der Analog Eingang liegt zwischen U = +-10V.

Welche Lösungen sind euch bekannt, die nicht auf die Qualität des 
Signals gehen?

Danke, für die Hilfe.

Mfg BobBowie
OP (Firma: THU) #6132532
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wellmean schrieb:
> Welche frequenz?

48-62Hz

Das ganze ist Teil einer Netzsimulation. Sollte gegen ESD und falsch 
angesteckte Leitungen, über 40V schützen.

Dachte an einen transient voltage suppresor.

https://www.analog.com/media/en/analog-dialogue/volume-52/number-1/solving-iec-system-protection-for-analog-inputs.pdf

Bietet so ein Teil genügend Schutz gegen sagen wir 230V Dauerbelastung?
Gast #6132727
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Dieter schrieb:
> Teilnahmebedingungen am Praktikum ist die Hinterlegung einer
> Kautionssumme fuer die Sicherungen.

Geil, gleich mal Studenten beibringen einbläuen, dass sie am besten 
niemals etwas anfassen sollen.

Weil das Vorurteil vom praxisfernen Akademiker ja noch nicht verbreitet 
genug ist.

Ein gewisser Sicherungsverbrauch ist bei Anfängern nunmal normal, das 
sollte nicht bestraft werden (weder finanziell, noch durch Bloßstellen)

Stattdessen Aufklärung für alle was für ein Fehler gemacht wurde.
Gast #6132754
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mech schrieb:
> Dieter schrieb:
>> Teilnahmebedingungen am Praktikum ist die Hinterlegung einer
>> Kautionssumme fuer die Sicherungen.
>
> Geil, gleich mal Studenten beibringen einbläuen, dass sie am besten
> niemals etwas anfassen sollen.

Man könnte prüfen, ob eine rückstellbare Sicherung - PPTC ausreicht.

Nur als Beispiel:
https://www.mouser.de/ProductDetail/Bourns/CMF-RL50-0?qs=fRA9XbjP%252Bgi41v3FYypsWw==
#6132777
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Moritz S. schrieb:
> Das ganze ist Teil einer Netzsimulation.

Hi,
bevor nichts Genaueres über Schaltung bekannt, kann man keine 
allgemeinverbindliche Vorschläge machen.

Gegen Böswilligkeit oder Unachtsamkeit gibt es kein Allheilmittel.

Und wie ist das bei Chemiepraktika? Die sind teilweise sogar wesentlich 
gefährlicher.
Bei Praktika kommt es eben auf die gründliche Vorbereitung an.
Man kann die Studierenden in den Stunden vor dem Praktikum ausführlich 
einweisen und dabei die "Tauglichkeit" feststellen anhand einfachster 
Versuchsanordnungen.
Wer Mist baut, fliegt raus. So einfach ist das.

ciao
gustav
Gast #6133190
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Dieter schrieb:
> Da muss noch eine Feinsicherung davor

Der Eingang der hardware ist bis 24V abgesichert und hat einen 
Eingangswiderstand von 6,8kOhm.

Die kleinste Feinsicherung die ich auf die schnelle finden konnte hat 
folgende werte:
0,04A 250V F

Aber bräuchte ich nicht eher sowas:
0,003A 12V F

Bei dem Eingangswiderstand schmilzt der Draht doch erst bei über 250V
Gast #6133198
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Ich gehe jetzt mal davon aus, dass BobBowie = Moritz S.

BobBowie schrieb:
> Die kleinste Feinsicherung die ich auf die schnelle finden konnte hat
> folgende werte:
> 0,04A 250V F
>
> Aber bräuchte ich nicht eher sowas:
> 0,003A 12V F
>
> Bei dem Eingangswiderstand schmilzt der Draht doch erst bei über 250V

Hä? Der Strom durch die Suppressordiode soll die Sicherung auslösen, 
nicht der Strom in die Hardware rein.

Eine zu hohe Spannungsfestigkeit gibt's bei Sicherungen nicht, wie 
kommst du auf 12V?

Davon abgesehen ist das:

BobBowie schrieb:
> Der Eingang der hardware ist bis 24V abgesichert und hat einen
> Eingangswiderstand von 6,8kOhm.

Mal wieder Salamitaktik vom Feinsten
Beitrag #6133273 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6133280 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6133380
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BobBowie schrieb:
> Der Eingang der hardware ist bis 24V abgesichert und hat einen
> Eingangswiderstand von 6,8kOhm.

Wohl überlesen, dass der TO Varistor/Suppressor ergaenzen wolle. Dazu 
gehoert eine Sicherung ergaenzt. Die Ansprechschwelle des Supressors 
darf nicht ueber dem was die Hardware aushaelt liegen. Und der Wert 
muesste von BobBowie mit 24V koennte stimmen.

Die kleine Spitze mit der Kaution hat keiner ueberlesen. Sehr gut.
Gast #6133473
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Durch den hohen Eingangswiderstand darf der Strom, auf das Messgerät, 
nicht über 3mA liegen.
Sonst liegen, wie von @Dieter erklärt, am surpressor über 24V.

U = R*I = 6800ohm * 0,003A=20,4V
Die 12V wären die optimale Nennspannung der Sicherung. 250V geht auch, 
ist aber nicht opti.

12V sicherungen, gibts aber wohl nur im Fahrzeug bereich. Wohl ein zu 
kleiner kundenstamm^^

Falls die jemand, als schmelzsicherung, in der Schublade liegen hat, 
würde ich mich erkenntlich zeigen.
Gast #6133636
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Die Schmelzsicherung muss für die maximale Spannung ausgelegt werden, 
also wenigstens 250 V. Wer da eine 12 V Sicherung sucht sollte eher 
jemanden Frage der sich damit auskennt.

Die Suppressordiode kann wie es aussieht für etwa 12-18 V sein, so dass 
auch mit dem höheren Strom zum Auslösen der Sicherung die Spannung nicht 
über 24 V steigt.

Die Sicherung muss vom Strom auch nicht extra klein sein - die 
Schutzdiode muss den Strom sicher vertragen und auch der Stecker sollte 
den Strom vertragen. Da sollte auch eine gängigere 100 mA Sicherung 
ausreichen. 100 mA sollte die Schutzdiode auch auf Dauer vertrage.
OP (Firma: THU) #6135489
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Dieter schrieb:
> Manche haben solche Ableitdioden, wie hier verbaut:

"Die von Oliver Betz vorgeschlagene elegante Lösung in Bild 5.2 schützt 
Verstärker- oder andere empfindliche Eingänge wirksam bis zu einer 
dauerhaften Überspannung von etwa 80 Volt und einer kurzeitigen 
Überspannung von 200 Volt. Diese etwa 80 Volt werden durch die 
Verlustleistung von T1, bzw. T2 limitiert. Fliesst ein Konstantstrom von 
6 mA, beträgt diese Leistung bereits ein halbes Watt! Die 200 Volt sind 
durch die maximale Drain-Source-Spannung von T1, bzw. T2 bestimmt. Die 
Verlustleistung beträgt dann allerdings 1.2 Watt, darum ist dies nur 
sehr kurzzeitig zulässig!"

Das deckt sich mit den Angaben der Hardware. Die ist bist 6mA 
abgesichert.
Die Wahl ist somit auf eine Feinsicherung mit 3mA 250V F gefallen.

Danke an den Thread
hf
Gast #6135545
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Moritz S. schrieb:
> Die Wahl ist somit auf eine Feinsicherung mit 3mA 250V F gefallen.

Gibt's sowas?

Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, aber ich kann mir beim 
besten Willen nicht vorstellen, wie man so eine feine Sicherung im 
Feinsicherungsformat herstellen soll.

Das kleinste was ich kenne sind 50mA.
OP (Firma: THU) #6135610
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mb schrieb:
> Hilft aber auch nichts, der Kaltwiderstand liegt da schon bei mehreren
> kOhm (!)


https://www.mouser.de/ProductDetail/Littelfuse/0273005V?qs=sGAEpiMZZMsIz3CjQ1xegWrlMY7vL59hY7K6JnBO14Y%3D

Die hier mit 280 Ohm. Aber du triffst den Knackpunkt. Das wären schon 
fast bis zu 8% des Signals.

Zum Glück habe ich das Prototypen Board von vor einer Woche aufgehoben.
Jetzt gibts einfach nen Aufkleber und einen Hinweiß an das 
Laborpersonal.
Wie so oft scheitert der Willige an den Möglichkeiten.

hf
Gast #6135763
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Moritz S. schrieb:
> Die hier mit 280 Ohm. Aber du triffst den Knackpunkt. Das wären schon
> fast bis zu 8% des Signals.

Nach diesen Angaben glaube ich fast sicher zu wissen, dass Du die 
Funktionsweise des AD-Wandlereinganges auf dem Board nicht verstanden 
hast. Vermutlich weißt Du auch nicht, ob da noch ein Spannungsteiler 
vorgeschaltet wurde damit der Bereich +/-10V hat.

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