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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Machine Learning


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von HumanTeacherAndMachineLearner (Gast)


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Machine Learning, AI usw. werden ja gerne von allmöglichen 
Nichttechnikern als Buzzwords verwendet, allerdings setzen alle großen 
Konzerne tatsächlich ML Technologien ein.
Durch die ganzen Libraries wie TensorFlow ist es auch nicht schwierig 
diese Techniken einzusetzen, wobei die effiziente Modellierung der 
Datenmengen natürlich schon eine gewisse Expertise und Erfahrung 
voraussetzt.
Dass es Sinn macht als junger Ingenieur ein Grundwissen von dem Thema zu 
haben steht außer Frage, aber denkt ihr dass es auch Sinn macht sich 
sehr tief darin zu spezialisieren?
Wie sehen hier die Chancen für E-Ings verglichen mit Informatikern auf 
dem Arbeitsmarkt aus?

von Sklaventreiber (Gast)


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Schlecht, das wollen ja schon 90% der Informatiker machen und dann auch 
noch ein quasi fachfremder E-Ing.?

von Qwertz (Gast)


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Sklaventreiber schrieb:
> Schlecht, das wollen ja schon 90% der Informatiker machen und dann
> auch noch ein quasi fachfremder E-Ing.?

Das sehe ich ähnlich. Man muss nicht auf jeden Trend aufspringen, nur 
weil er gerade in Mode ist.

Beitrag #6133642 wurde von einem Moderator gelöscht.
von mech (Gast)


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Sklaventreiber schrieb:
> Schlecht, das wollen ja schon 90% der Informatiker machen und dann
> auch noch ein quasi fachfremder E-Ing.?

Gerade der. Das bisschen Code schreiben bis mal ein Netz trainiert wurde 
kriegen beide hin,  die Referenzimplementierungen sind da, YouTube und 
Blogs gehen vor Tutorials geradewegs über.

100x schwieriger ist es überhaupt mal einen echten, gewinnbringenden und 
kommunizierbaren Anwendungsfall zu finden.

Da würde ich behaupten der E-Ingenieur kann da durchaus mal bessere 
Chancen haben was zu entdecken als der Informatiker, weil er auch in 
Branchen reinsieht, die noch nicht Software-geprägt sind.

Das gilt natürlich nicht, wenn sich besagter Ingenieur nach dem Studium 
direkt in eine Programmiererbude reinhockt und sich hinter seinen 
Bildschirmen versteckt.

von mech (Gast)


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...also ja, Grundlagen lernen insofern, dass du eine technisch fundierte 
Einschätzung treffen kannst, welche Probleme man mit ML erschlagen kann 
und (!) WELCHE NICHT.

Gibt nichts schlimmeres als einen Hipsteraffen, der meint ML wäre die 
Universallösung für das Verarbeiten von Daten, die er selbst nicht 
versteht, dann auf einem völlig verzerrten Datensatz unfassbare 
Genauigkeit mithilfe von hoffnungslosem Overfitting präsentiert und im 
Produktiveinsatz funktioniert dann genau nichts.

Die gibt's zuhauf, die willst du nicht sein.

von Prinz Marcus von Losfahr (Gast)


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Hugo schrieb im Beitrag #6133642:
> Informatiker können nichts außer scheiß Theorie.

Nur die, die sich nicht für Informatik begeistern. Aber das sind die, 
die dann vom neuesten Hipster-Startup als Frontend-Designer ausgebeutet 
werden und eh nicht an die interessanten Stellen im Machine Learning 
kommen. Genau wie die E-Ings. die mit Master noch nie ein Multimeter in 
der Hand hatten und sich wundern warum ihnen keiner die Tür einrennt.
Mit zwei Youtube-Videos und 5 Zeilen Python ist es übrigens nicht getan. 
Hier sind stark fortgeschrittene mathematische Kenntnisse erforderlich, 
kombiniert mit viel Programmierpraxis in C++/Python, alleine schon um 
die Daten aufzubereiten. Auch Kenntnisse in der Bildverarbeitung sind 
nötig. Wüsste nicht, wo da ein E-Techniker einen Vorteil hätte, wenn er 
nicht gerade entsprechende Wahlfächer besucht hat.

von mech (Gast)


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Prinz Marcus von Losfahr schrieb:
> Mit zwei Youtube-Videos und 5 Zeilen Python ist es übrigens nicht getan.

Nein, aber mit 20 Videos und 500 Zeilen oft schon, so wild ist das 
nicht, wie gesagt gibt's ja genügend Anleitungen.

Prinz Marcus von Losfahr schrieb:
> alleine schon um die Daten aufzubereiten.

Das ist tatsächlich das größere Problem, als das Implementieren des 
eigentlichen Trainings und der Inferenz. Aber wenn man die Daten 
versteht auch machbar, idR ohne Mathestudium.

Prinz Marcus von Losfahr schrieb:
> Auch Kenntnisse in der Bildverarbeitung sind nötig

ML ist nicht nur Bildverarbeitung. Oft, ja, aber bei Weitem nicht immer. 
Bildverarbeitung ist halt anschaulich und deshalb vermutlich in 
Nachrichten bzgl. ML überrepräsentiert.

Prinz Marcus von Losfahr schrieb:
> Hier sind stark fortgeschrittene mathematische Kenntnisse erforderlich

Das würde ich in sehr vielen Fällen anzweifeln. Ein ordentliches 
Grundwissen in Statistik ja, weil man sonst seinen Datensatz nicht 
verstehen kann. Aber man muss echt kein NN mit Stift und Papier 
berechnen können, um es zu verwenden.

Prinz Marcus von Losfahr schrieb:
> Wüsste nicht, wo da ein E-Techniker einen Vorteil hätte, wenn er nicht
> gerade entsprechende Wahlfächer besucht hat.

Er hat den Vorteil, dass er evtl. bereits irgendwo in der Industrie 
sitzt, wo schon viel Geld fließt, aber keiner über ML nachgedacht hat.

Es ist immer leichter etwas umzusetzen, wenn man ein Einsparpotential 
erkennt. Sparen kann man aber nur, wo schon Geld ausgegeben wird.

Beitrag #6139374 wurde von einem Moderator gelöscht.

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