Forum: HF, Funk und Felder Teleskopantennen selbst bauen?


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von Lange Stange (Gast)


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Servus,

ich möchte mir mal die ein oder andere Antenne bauen. Da ich Zuhause 
keine Antennen aufstellen kann, muss meine ganze Ausrüstung portabel 
sein. Für Antennen dachte ich daher an praktische Teleskopantennen wie 
sie an vielen Radios verbaut sind. Da die käuflich Erwerbbaren aber 
aufgrund der "falschen" Längen für den Amateurfunk ungeeignet sind, 
dachte ich an Selbstbau.

Hat jemand Erfahrungen im Bau solcher Antennen oder kennt 
Bauanleitungen?

von mech (Gast)


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Meinst du ineinander gesteckte Rohre? Ich weiß nicht was eine 
Bauanleitung da sonst noch aussagen soll...

Was die Arretierung angeht, kannst du ja bei Stativen für Kameras 
abschauen

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Lange Stange.

Lange Stange schrieb:

> ich möchte mir mal die ein oder andere Antenne bauen. Da ich Zuhause
> keine Antennen aufstellen kann, muss meine ganze Ausrüstung portabel
> sein.

Das Problem kenne ich selber.....

> Für Antennen dachte ich daher an praktische Teleskopantennen wie
> sie an vielen Radios verbaut sind.

Wenn man Erfahrung mit Teleskopantennen hat, und Alternativen kennt, ist 
man möglicherweise nicht mehr so vom Teleskopsystem überzeugt.

UKW und oberer Rand des Kurzwellenbereiches:

Die Alternativen wären Federbandantennen und so Konstruktionen wie eine 
Kulikov Antenne.

Teleskopantennen, wie ich sie von Kofferradios kenne, sind dünne 
Messingrörchen, die sehr empfindlich gegen Abbrechen und bei 
Verschmutzung sind.

Kulikow-Antenne: https://de.wikipedia.org/wiki/Kulikow-Antenne

Eine Federbandantenne besteht aus einer oder mehrerer Lagen 
Federstahlband, welches eine leichte Wölbung besitzt. Wenn man damit 
irgendwo anstösst, knickt sie zur Seite und richtet sich anschliessend 
wieder auf.

Beispiel: Taschenrolbandmaß. Das Material wird auch zum Selbstbau 
solcher Antennen verwendet.

> Da die käuflich Erwerbbaren aber
> aufgrund der "falschen" Längen für den Amateurfunk ungeeignet sind,
> dachte ich an Selbstbau.
>
> Hat jemand Erfahrungen im Bau solcher Antennen oder kennt
> Bauanleitungen?

Für Kurzwelle gibt es Fieberglasteleskopmasten, an denen man vertikal 
einen Draht hochziehen kann. Das funktioniert aber auch nur gut, wenn 
man auch ein passendes Gegengewichtssystem am Boden ausrollt. Die ganze 
Anordnung im Fußpunkt mit einer Matchbox anpassen. Funktioniert prima.


https://www.flickr.com/photos/22208362@N03/albums/72157625631649346

Das geht auch kleiner und zu Fuß mit einer 7m Stipprute, und dünnerem 
Draht.
Allerdings sollte man dann für 40+80m eine Verlängerungsspule in den 
Strahlerdraht schalten. Dazu 5-7m Draht auf ein Kunststoffrohr 
aufwickeln.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Harald W. (wilhelms)


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Lange Stange schrieb:

> Für Antennen dachte ich daher an praktische Teleskopantennen wie
> sie an vielen Radios verbaut sind. Da die käuflich Erwerbbaren aber
> aufgrund der "falschen" Längen für den Amateurfunk ungeeignet sind,

Sind sie zu lang oder zu kurz? Wenn sie zu langt sind, braucht man
sie doch einfach nicht ganz ausziehen.

von Bernadette (Gast)


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Notwendige Antennenlänge ist für eine Stabantenne ein Viertel der 
Wellenlänge.

Der Gegenpol ist z.B ein Geländer oder anderes Metall.

Ideal ist eine Groundplane für VHF-Betrieb.

Die ist auch für KW möglich, wenn man geeignete Verlängerunsspulen 
einbaut.

von Lange Stange (Gast)


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mech schrieb:
> Meinst du ineinander gesteckte Rohre? Ich weiß nicht was eine
> Bauanleitung da sonst noch aussagen soll...

Ineinander gesteckte Rohre bleiben aber nicht an ihrer Position, die 
Teile einer Teleskopantenne aber schon.

Bernd W. schrieb:
> Wenn man Erfahrung mit Teleskopantennen hat, und Alternativen kennt, ist
> man möglicherweise nicht mehr so vom Teleskopsystem überzeugt.

An (einfachen) Alternativen bin ich immer interessiert.

Bernd W. schrieb:
> Die Alternativen wären Federbandantennen und so Konstruktionen wie eine
> Kulikov Antenne.

Das sind mal tolle Antennen. :)

Bernd W. schrieb:
> Für Kurzwelle gibt es Fieberglasteleskopmasten, an denen man vertikal
> einen Draht hochziehen kann.

Ja so eine habe ich. Aber aufgrund fehlender Befestigungsmöglichkeiten 
im Freien noch nicht oft genutzt.

Harald W. schrieb:
> Sind sie zu lang oder zu kurz? Wenn sie zu langt sind, braucht man
> sie doch einfach nicht ganz ausziehen.

Sowas ist leichter gesagt als getan. Wenn ich mir nun die passende 
Stelle für ein Band markiere, ist die Markierung nach ein paar mal 
ausziehen wieder abgeschabt.

Bernadette schrieb:
> Ideal ist eine Groundplane für VHF-Betrieb.

Genau. Aber die soll trotzdem leicht transportierbar sein. Eine 
Groundplane in den Rucksack oder auch ins Auto packen ist aufgrund der 
Bauform nicht ganz leicht. Also müssen die Stäbe runter, oder wie ich 
eben anfangs dachte als Teleskopantenne zusammen geschoben werden.


Die Kulikow-Antenne schau ich mir nun aber mal genauer an. Mit der 
Bauweise lässt sich auch eine kompakte Groundplane realisieren.

von Kilo S. (kilo_s)


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Lange Stange schrieb:
> Eine Groundplane in den Rucksack oder auch ins Auto packen ist aufgrund
> der Bauform nicht ganz leicht.

Ein paar aufgewickelte Drähte tun ihren Zweck zum Transport.

Lange Stange schrieb:
> Ja so eine habe ich. Aber aufgrund fehlender Befestigungsmöglichkeiten
> im Freien noch nicht oft genutzt.

https://www.amazon.de/Eindrehbare-Bodenh%C3%BClse-Aufs%C3%A4tzen-jeden-Sonnenschirm/dp/B00JGOSM2E

Mit sowas Halte ich meinen 15m DX-Wire Heavy Duty locker am boden. 3-4 
Abspannseile rings herum. Bombenfest!

von Andreas S. (marais)


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Bernd W. schrieb:
> https://www.flickr.com/photos/22208362@N03/albums/72157625631649346

Irre - ein Sende-Empfangsgerät 15D. Das sieht man selten!

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Lange Stange schrieb:
> ich möchte mir mal die ein oder andere Antenne bauen. Da ich Zuhause
> keine Antennen aufstellen kann, muss meine ganze Ausrüstung portabel
> sein. Für Antennen dachte ich daher an praktische Teleskopantennen wie
> sie an vielen Radios verbaut sind. Da die käuflich Erwerbbaren aber
> aufgrund der "falschen" Längen für den Amateurfunk ungeeignet sind,
> dachte ich an Selbstbau.

hm, und dann fährst du "von zuhause weg", stellst dich irgendwo hin (auf 
den Acker? in den Wald), fährst dann deine 30 Meter Teleskopantenne 
raus, und machst dann was ganz genau (anscheinend kein Amateurfunk) ?

von Kilo S. (kilo_s)


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Wegstaben V. schrieb:
> auf den Acker? in den Wald

Eher auf den nächsten hoffentlich nicht zu stark bewaldeten Berg. ;-)

Wegstaben V. schrieb:
> fährst dann deine 30 Meter Teleskopantenne raus, und machst dann was
> ganz genau (anscheinend kein Amateurfunk) ?

Selbst wenn er nur CB macht...

Aber ja so machen das die /P Funker. ;-)

Ich hab immer einen kleinen antennenwald stehen. (1x5m Stipprute für 2m 
Freenet mit GP bzw. J-Pole, 1x15m mit L/2 für CB.)

von Andreas S. (marais)


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Bernd W. schrieb:
> Wenn man Erfahrung mit Teleskopantennen hat, und Alternativen kennt, ist
> man möglicherweise nicht mehr so vom Teleskopsystem überzeugt.

Ich habe eine HF-P1. Das ist im Prinzip eine portable 
Groundplane-Antenne mit einem Teleskopstab über der Verlängerungsspule. 
In die Tasche passt auch noch mein FT-817 und ein kleines Morse-Paddle, 
so dass man damit mit sehr leichtem Gepäck unterwegs ist, sofern man 
akzeptiert, dass der eingebaute Akku nach einer Stunde Betrieb mit 2.5W 
platt ist.

Der Teleskopstab dieser Antenne ist schon ziemlich robust. Ich hatte mit 
dieser Kombi schöne Kontakte von 6m bis 40m - allerdings nur, wenn die 
Sonne mitspielt, und nur von guten Standorten aus, und nur in CW. Wenn 
diese Kombination meine einzige Möglichkeit wäre, Betrieb zu machen, 
wäre das allerdings sehr frustrierend. Was Bernd da mit seinem 
Pritschenwagen gemacht hat, ist wesentlich leistungsfähiger. Ist aber 
auch eine Menge mehr Material. Meine /p-Aktivitäten sind eher mit 
Fahrrad, in Hotels oder auf Bergwanderungen.

Ich glaube aber, dass ein Selbstbau dieser Antenne schwierig ist und 
sich preislich nicht lohnt.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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was ist /P  ?

von Andreas S. (marais)


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Wegstaben V. schrieb:
> was ist /P  ?

Entschuldigung: Das steht für Portabelbetrieb. Funkamateure hängen ein 
/p an ihr Rufzeichen, wenn sie portabel arbeiten.

von Kilo S. (kilo_s)


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Andreas S. schrieb:
> Ich glaube aber, dass ein Selbstbau dieser Antenne schwierig ist und
> sich preislich nicht lohnt.

Hmmm... Variationen davon gibt es bereits. Nämlich bauen sich viele 
einfach vertikalantenne mit Spule am Fuß mit variablen anzapfungen.

Sollte eigentlich kein so großes Problem sein sofern man sich einen 
passenden spulenkörper besorgt.

von Tomislav N. (Gast)


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Hallo,
komm doch zu uns ins Forum, da sind ganze menge Idee ...wie man Antenne 
baut.

Link: 
https://www.funkbasis.de/viewforum.php?f=15&sid=7f19ac8966f9fa8dc2cd1d214ab46c7a

Gruß und 73
Tomo

von Günter Lenz (Gast)


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Lange Stange schrieb:
>Hat jemand Erfahrungen im Bau solcher Antennen oder kennt
>Bauanleitungen?

Im Baumarkt gibt es Aluminiumrohre in verschiedenen
Durchmeser, die man ineinander stecken kann.
Damit sie nicht verrutschen, werden sie am Ende
geschlitzt. Und dann kommt eine Mutter drüber, die
seitlich angebohrt ist. In dieser Bohrung wird für
eine Schraube ein Gewinde geschnitten. Damit können
nun die einzelnen Antennenglieder fixiert werden.
Diese Rohre sind eloxiert. Diese Eloxierung sollte
man an der Stelle wo sie zusammengesteckt sind,
abschleifen, damit es keine Kontaktprobleme gibt.

von Andi (Gast)


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Vielleicht könnten Lawinensuchsonden eine Idee liefern?

Youtube-Video "PIEPS iPROBE Support"

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