Ich habe einen Feeltech FY6900-60M und bin sehr zufrieden damit.
Den UNI-T UTG932E/UTG962E und den Siglent SDG1032X/SDG1062X kenne ich
nicht, so dass ich keinen fundierten Vergleich anstellen kann. Wenn ich
mir aber die Datenblätter anschaue, gibt es unter den drei Generatoren
keinen, der die beiden anderen in allen Kriterien überflügelt.
Der Siglent zeichnet sich vor allem durch geringe Verzerrungen bei
Sinussignalen aus, während der Feeltech die höchste Abtastrate hat. Der
UNI-T liegt in beiden Punkten zwischen den beiden anderen.
Größere Unterschiede gibt es in der Ausstattung:
UNI-T und Siglent haben beide eine Zehnertastatur und ein größeres
Display. Kurioserweise kann aber nur der Feeltech die Parameter und die
Signalform für beide Kanäle gleichzeitig darstellen.
Feeltech und Siglent haben ein eingebautes, ausschaltbares Netzteil,
während der UNI-T mit einem externen Steckernetzteil auskommen muss.
Der Siglent hat als Besonderheit eine Ethernet- und eine USB-Host-
Schnittstelle (letztere, um Daten von einem USB-Stick laden zu können).
Der Feeltech hat eine TTL-Schnittstelle, auf der zu den Hauptausgängen
synchrone Rechtecksignale ausgegeben werden und als Trigger- und
Synchronisationssignale genutzt werden können. Zusätzlich gibt es noch
eine UART-Schnittstelle, über die das Gerät in gleicher Weise wie über
die USB-Schnittstelle von extern (bspw. durch einen Mikrocontroller)
gesteuert werden kann.
Wahrscheinlich haben der Siglent und der UNIT-T noch weitere Features,
die ich übersehen habe. Die darf gerne jemand nachreichen, der sich
schon etwas intensiver damit beschäftigt hat.
Was das Geld betrifft: Für den Preis eines Siglents mit 60MHz bekommt
man zwei entsprechende UNI-Ts oder vier Feeltechs. Wen man aber bedenkt,
dass bei Tektronix und Keysight vergleichbare Geräte erst ab ca. 1000€
zu haben sind, sind alle drei Kandidaten wahre Schnäppchen.
Für Audioanwendungen und mit viel Geld in der Tasche würde ich den
Sigilent nehmen, für alles andere den Feeltech (aber den habe ich ja
sowieso schon ;-)). Der UNI-T sieht aber von allen mit Abstand am
schicksten aus (der Feeltech mit Abstand am hässlichsten).
Was die schlechte Verarbeitungsqualität des Feeltech betrifft: So
schlecht finde ich die gar nicht. Klar sind da ein paar kleinere Macken.
Wenn man über diese hinwegsieht bzw. sie mit einfachen Mitteln behebt,
würde ich die Verarbeitung sogar fast schon als gediegen bezeichnen, vor
allem angesichts des konkurrenzlos niedrigen Preises und verglichen mit
anderen Billigprodukten aus Fernost.
Ach ja: Die PC-Software für den Feeltech ist ziemlich buggy. Schon
kleinste Eingabefehler bringen das Programm zum Abbruch. Zum Glück habe
ich kein Windows, deswegen kann/muss ich diese Software sowieso nicht
nutzen. Immerhin ist das Kommunikationsprotokoll über (USB-)UART
weitgehend dokumentiert.