Unterschied Drahtbrücke - 0 OHM Widerstand

Gast #6143830
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Hallo,
es gibt ja diese Widerstände mit 0 OHM, die aussehen, wie ein normaler 
1/4W Widerstand. Als Markierung hat er nur einen schwarzen Ring in der 
Mitte.

Was ist da eigentlich der Unterschied zu einer Drahtbrücke? Kann ich 
einen durchgebrannten 0 OHM Widerstand durch eine Drahtbrücke ersetzen?
Gast #6143836
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Hallo,

> Was ist da eigentlich der Unterschied zu einer Drahtbrücke? Kann ich
> einen durchgebrannten 0 OHM Widerstand durch eine Drahtbrücke ersetzen?
ja. Der Vorteil der 0-Ohm-Widerstände (in SMD-Technik) ist, dass sie 
sich leichter montieren lassen.


Viele Grüße
Michael
#6143845
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Neuling schrieb:
> Kann ich
> einen durchgebrannten 0 OHM Widerstand durch eine Drahtbrücke ersetzen?

kannst du, aber achte auf die Dicke der Drahtbrücke, die muss der 
Verlustleistung des 0 Ohm R 0207 oder 0204 entsprechen. (Ironie)

Wie allerdings ein 0 Ohm abbrennen soll erklärt Herr Ohm nicht denn P = 
U²/R

An 0 Ohm fallen 0²V ab, selbst wenn man 0²/0 zu 0 kürzt wäre die 
Leistung P=0.

Ein Glück ist heute Freitag.
Gast #6143884
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Selbst wenn diese Widerstände 0 Ohm haben, ist der Strom hindurch doch 
recht begrenzt. Ich hatte schon öffters Fälle, wo ein 0805 0Ohm längst 
durchgebrannt war obwohl davor noch eine 1A-Multifuse eingebaut war.
Könnte man eigentlich diesen Widerstand selbtst gleich als Sicherung 
verwenden.
Gast #6143903
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Neuling schrieb:
> Kann ich einen durchgebrannten 0 OHM Widerstand durch eine Drahtbrücke
> ersetzen?

Wie soll Dir das Forum bitte so eine Frage sinnvoll beantworten, vor 
allem nachdem Du jegliche sachdienliche Informationen zu den 
Randbedingungen natürlich vorerst totschweigst. Also raus damit: hast Du 
Zugang zu einem Lötkolben, Lötzinn und etwas Draht, aber bitte nicht 
Drahtreste von der Hausinstallation vielleicht auch noch 6mm² aufwärts? 
Weißt Du an welchem Ende Dein Lötkolben handwarm bleibt?

Am Besten schilderst Du mal was Du eigentlich erreichen willst, statt 
Dich jetut schon darauf zu versteifen, wie Du es erreichen willst.

Außerdem solltest Du bedenken, daß nach einer solchen Tauschaktion jeder 
auf den ersten Blick erkennen kann, daß die Platine sich nicht mehr im 
Originalzustand befindet; ferner natürlich auch allfällige daraus 
resulierenden versicherungs- und haftungstechnischen Fußangeln.

Aber Grundsätzlich sollte es für die Funktion der Schaltung einigermaßen 
unproblematisch sein Deine 0 Ohm Widerstände durch passende ¼W 
Drahtbrücken zu ersetzen. Für ein wirklich professionelles Ergebnis 
solltest Du die Drahtbrücken am Besten vorher auch z.B.  mit schwarzem 
Edding korrekt farbcodieren.
Gast #6143916
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Joachim B. schrieb:
> Wie allerdings ein 0 Ohm abbrennen soll erklärt Herr Ohm nicht denn P =
> U²/R

Tja, das ist dann der gemeine Unterschied zwischen Theorie und Praxis. 
;)
Vermutlich hat der Hersteller halt die allerbilligsten 0 Ohm Widerstände 
verwendet die gerade beschaffbar waren und dabei nicht auf den 
parasitäten Serienwiderstand jedes realen Bauelements geachtet.


> wenn man 0²/0 zu 0 kürzt

… hat man wohl in Mathe nicht aufgepaßt! <eg>
Gast #6143933
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GeGe schrieb:

> Selbst wenn diese Widerstände 0 Ohm haben, ist der Strom hindurch doch
> recht begrenzt. Ich hatte schon öffters Fälle, wo ein 0805 0Ohm längst
> durchgebrannt war obwohl davor noch eine 1A-Multifuse eingebaut war.
> Könnte man eigentlich diesen Widerstand selbtst gleich als Sicherung
> verwenden.

Das wird durchaus gemacht. Die Auslösecharakteristik ist natürlich alles 
andere als gut definiert, aber in vielen Anwendungen reicht das. Für 
sicherheitskritische Funktionen, insbesondere auf der Primärseite, 
natürlich nicht.


Die Widerstandshersteller nennen das Ding übrigens nicht 0 
Ohm-Widerstand (resistor), sondern Brücke (jumper), und spezifizieren im 
Datenblatt den zulässigen Betriebsstrom (rated current). Yageo AC-Serie 
z.B. 1 A für 0402 und 0603, 2 A für 0805 und 1206.
#6143942
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Widerstandsersetzungsprofi schrieb:
>> wenn man 0²/0 zu 0 kürzt
>
> … hat man wohl in Mathe nicht aufgepaßt! <eg>

mag sein, ist aber auch Ironie,

wobei X * x / x darf man kürzen und da es echte O Ohm R nicht gibt darf 
man auch das kürzen, Leute es ist Freitag und die Frage wurde längst 
beantwortet, ist euch auch langweilig?

PS.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Klarnamenpflicht-Jugendliche-fliegen-aus-Foren-und-Spieleplattformen-4660754.html
#6143950
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Widerstandsersetzungsprofi (Gast) schrieb:

>Neuling schrieb:
>> Kann ich einen durchgebrannten 0 OHM Widerstand durch eine Drahtbrücke
>> ersetzen?

>Wie soll Dir das Forum bitte so eine Frage sinnvoll beantworten, vor
>allem nachdem Du jegliche sachdienliche Informationen zu den
> < ... und noch viel mehr blabla ...>

Bist Du wirklich vom Fach, oder nur Theoretiker, der gerne etwas 
schwafelt?
Er hat doch wirklich nur gefragt, welchen Sinn diese Dinger haben, und 
ob er diese durch normale Drahtbrücken ersetzen kann. Das wurde ja nun 
hinreichend beantwortet, und man muß aus einer Lösung nicht noch ein 
Problem draus machen.
#6144001
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Neuling schrieb:
> es gibt ja diese Widerstände mit 0 OHM
> Was ist da eigentlich der Unterschied zu einer Drahtbrücke?

Der Unterschied ist der gleiche wie der zwischen Wasser und H2O.

Das wesentliche Merkmal einer Drahtbrücke ist übrigens nicht, daß sie 
aus Draht besteht. Ähnlich wie ein Tempotaschentuch nicht unbedingt von 
der Marke "Tempo" sein muß.
Gast #6144253
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Wie ist das bei bedrahteten 0-Ohm-Widerständen? Da geht doch kein Draht 
durchs Porzellan, sondern eine Beschichtung ist auf dem Porzellankörper? 
Sehe ich das richtig? Und sind die Dinger eigentlich zuverlässig?
Gast #6144302
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Jörg W. schrieb:
> Sowas hat(te) der TE offenbar:
>
> Neuling schrieb:
>> Als Markierung hat er nur einen schwarzen Ring in der Mitte.

Hatte ich total überlesen, nach dem etwas weiter von SMD die Rede war.

Mani W. schrieb:
> Doch, nein, nein, ja...

Ich hatte mal welche (weiß nicht mehr woher), hab einen 
durchgeschnitten. Die waren wie ein normaler Widerstand aufgebaut, nix 
Draht durchs Porzellan. Deswegen fragte ich nach der Zuverlässigkeit.
Moderator Persönliche Seite #6144312
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Dietmar S. schrieb:
> Deswegen fragte ich nach der Zuverlässigkeit.

Wird halt auch wie'n normaler Widerstand sein.

Ist eben nur in einem Bestückungsautomaten einfacher zu verarbeiten als 
Drahtbrücken – und das natürlich nicht nur bei SMD, sondern auch THT. 
Dass der Automat dann natürlich insgesamt in der Lage sein muss, 
THT-Bauteile zu bestücken, ist wohl sonnenklar. ;-)
#6144318
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Mani W. schrieb:
> Herr Ohm war sich sicher bewusst, dass es keinen Null-Ohm-Widerstand
> geben kann bei normaler Umgebungstemperatur...

Ausnahme die Bedrahteten mit dem schwarzen Ring
sorry konnte nicht widerstehen :)))

Neuling schrieb:
> Kann ich
> einen durchgebrannten 0 OHM Widerstand

wenn er durchgebrannt ist war der Draht wohl zu schwach oder der Strom 
zu groß.

Bis zu welcher Bauform gibt es diese THT 0 Ohm eigentlich? (ich kenne 
nur 0207)
Gast #6144338
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Jörg W. schrieb:
> Kannst ja mal testen, wieviel Strom sie aushalten. ;-)

Mach ich morgen, wenn ich die Fenster wieder aufmachen kann. Sonst 
stinkt die ganze Bude. Da kann ich ja gleich mal schauen wie genau der 
Laserpunkt bei meinem China-IR-Thermometer platziert ist.

Edit:
Reichelt sagt übrigens 0,02 Ohm (in der Beschreibung als 
Nullohmwiderstand bezeichnet)
https://www.reichelt.de/widerstand-kohleschicht-20-mohm-0207-k-o-rd16znr00t52-p237365.html

Ich weiß aber nicht ob sie identisch zu meinen sind und so genau kann 
ich den Ohmwert hier nicht messen.
#6144454
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michael_ schrieb:
> Warum sollte in einer Elektronikschaltung ein als Drahtbrücke
> geschaltener 0-Ohm Widerstand durchbrennen?
> Bei 0,02Ohm.

Ist halt eine Frage der Definition der maximalen Leistung,
was auch immer darunter verstanden wird...


Bei 10A wären das bereits 2W,

bei 20A dann 8W...


Aber da gebe ich michael recht:

> Warum sollte in einer Elektronikschaltung ein als Drahtbrücke
> geschaltener 0-Ohm Widerstand durchbrennen?
> Bei 0,02Ohm.

Da geht es normalerweise um Ströme im 0,xxx Bereich, daher
sind die 0,02 Ohm quasi ein Kurzschluss bei quasi null
Leistung...

In jedem anderen Fall sollte man sich Gedanken machen, was es
bedeutet, über einen sogenannten "Nullohmwiderstand" einige
Ampere zu jagen..

Gut als Shunt zu benutzen ist er MITUNTER auch, deswegen hat er
auch einen Widerstand!

Also, es is nix mit Null Ohm...
Gast #6380961
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Eine Drahtbrücke kann man zwar nehmen, würd ich aber nicht tun da 0 Ohm 
Widerstände meist als Sicherung für IC`s dienen da diese in 
verschiedenen Watt Stufen angeboten werden und somit bei Überlast wie 
eine Schmelzsicherung auslösen. Eine Drahtbrücke ist da schon etwas 
schwieriger auszumessen um diese Funktion der sicherung zu übernehmen.
Gast #6380972
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Rainer schrieb:
> ... da 0 Ohm Widerstände meist als Sicherung für IC`s dienen da diese in
> verschiedenen Watt Stufen angeboten werden und somit bei Überlast wie
> eine Schmelzsicherung auslösen.

Dazu zeige mal ein Datenblatt, was eine Aussage über die 
Sicherungfunktion eines 0Ω Widerstandes macht.

Oder hast du nur die <ironie>-Tags vergessen?
Dann hättest du auch gleich auf die Toleranzklassen von 0Ω Widerständen 
hinweisen sollen.

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