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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Lötstationen dauerhafter Hitzelieferungs Leistungsvergleich und Hakko FX-888D Kommentar


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von Gerhard O. (gerhard_)


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Ich habe mir im Januar aus Neugier eine Hakko 888D aus den USA gekauft 
um eigene Erfahrungen machen zu können und Vergleiche durchführen zu 
können. Das war auch ein Anlass einen Vergleich mit den andern 
Lötstationen anzustellen. Zunächst ein paar Kommentare zur Hakko 
FX-888D.

Erster Eindruck ist, daß die Station einen sehr soliden Eindruck macht 
und löt-technisch ein Genuß ist. Der Lötkolben liegt sehr gut in der 
Hand, wird am Griff nicht warm und ist sehr leicht. Das Silikonkabel ist 
sehr flexibel. Die Bedienung mit den beiden Drucktasten ist bestimmt 
nicht jedermanns Sache, aber man gewöhnt sich dann und ist eigentlich 
nicht wirklich nervend. Knopf wäre mir ehrlich gesagt lieber. Diese 
Drucktasten Steuerung moderner Geräte ist nicht unbedingt Fortschritt.

Im praktischen Alltagsbetrieb läßt die Station und Kolben als "Old 
School" Konzept keine Wünsche offen. Auch SMD im TO-220 Gehäuse lassen 
sich ohne zu Zögern leicht ablöten. Bleifrei ist auch relativ zügig bei 
380 Grad. Da ist im Betrieb kein wichtiger Unterschied zur WE1010, 
Magnastat oder WP80 festzustellen.

Damit dieser Bericht nicht als verkappte Werbung verleumdet ( ;-) ) wird 
berichte ich folgend über einige erste Untersuchungen und Vergleiche mit 
meinem restlichen Lötgerätepark.

Um mir ein Bild über die dauerhafte Wärmelieferung vergleichen zu 
können, schnitt ich mir ein 3x3 cm großes FR4 Stück mit Dünnen Streben 
in der Luft gehalten und mit einem Typ-K Thermoelement versehen. Als 
Vergleichskolben standen mir Metcal, Pace, WP80, WE1010, WESD51, und 
Magnastat zur Verfügung. Ich stellte bis auf die Magnastat alle 
Stationen auf die Metcaltemperatur von rund 350 Grad ein( an der Spitze 
gemessen) und notierte die Freilauftemperaturen aller Lötkolben. Vor dem 
Test waren alle Kolben innerhalb von +/- 5 Grad übereinstimmend. Alle 
Kolben waren mit 2.4mm Meisselspitzen versehen. Temperaturen wurden mit 
einen FG-100 Thermoelement Typ-K Thermometer verglichen.

Hier sind mal die ersten ungefähren Ergebnisse:

Metcal: 275 Grad nach 10s stabil (MX-500)
Metcal: 270 Grad (SP-200)
Pace SP-2: 255 Grad (45W Heizer) 90W Station
Magnastat: 245 Grad ( Wechselt um 10 Grad periodisch, 7er Meisselspitze)
WESD51: 235 Grad (50W)
WE1010: 238 Grad (70W)
WP80: 250 Grad (70W mit Pace Station betrieben und STS80 Adapter)
Hakko: 235 Grad (65W) original Lötkolben
Hakko: 150! Grad (65W) chinesischer Klon und Klon Spitze ohne Änderungen
Hakko: 235 Grad (65W) chinesischer Klon Kolben nach Modifizierung und 
mit Original Hakko Spitze)

Temperaturen sind nach kurzer Stabilisierungszeit angegeben.

Der chinesische Hakko Lötkolben ist qualitätsmäßig nicht wirklich 
schlecht, bedarf aber einiger leichten Modifizierungen um den 
Wärmewiderstand zwischen Heizstab und Lötspitzenhülse genügend zu 
verringern. Der Grund warum der Klon Lötkolben anfangs so schlecht 
abschnitt, ist, daß die mechanischen Abmessungen von Klon Keramik Heizer 
und Spitzen unterschiedlich ist. Der Klonheizer hat fast 0.13mm 
Unterschied im Durchmesser zum Original.

Das wirkliche Problem sind aber die schlechten Klon Spitzen. Die sind 
mechanisch sehr ungenau und aus dünnerem Material ohne Kupfermantel. Was 
Spitzen und Heizer Lebensdauer betrifft kann ich noch nicht beantworten. 
Zur Zeit verwende ich Original Hakko Spitzen. Chinesische Klonspitzen 
sind nicht mit den Originalspitzen vergleichbar. Da ist Tag und Nacht 
Unterschied in der Verarbeitung und Materialaufwand. Auch ist die 
Hitzeübertragung zwischen Heizer und Spitzeninnenwandung wesentlich 
besser gelungen. (Um gefälschte Lötspitzen erkennen zu können bedarf es 
einiger Erfahrung. Über Hakko Spitzen Fälschungen wird in einen eevblog 
übrigens berichtet.

FR4 Säume (Gehäuse) lassen sich übrigens mit der Originalspitze ohne 
Probleme flüssig löten.

Wie man an dem Meßergebnis sehen kann läßt sich die Hitzeübertragung vom 
Klon Lötkolben durch sorgfältiges Einpassen von dünnen Kupfer Blech 
Einsätzen wesentlich verbessern. Mit Kupfereinsatz und Original Hakko 
Lötspitze ist die Hitzeleistung mit dem Original recht vergleichbar.

Die Aufheizdauer der Hakko bedarf übrigens einer Richtigstellung. Im 
Video von Dave Jones heizt die Hakko scheinbar wesentlicher schneller 
wie die WE1019 auf. Das ist aber eine unbeabsichtigte Irreführung. Was 
die Hakko dort anzeigt ist nur die interne Heizer/Sensor Temperatur. Die 
Spitze braucht, wie die Messung beweist, noch mindestens 10s um auf die 
angezeigte Temperatur zu kommen. Die Aufheizzeit der Weller WE1010 ist 
da wesentlich realistischer (und ehrlicher).

Ohne leichtes Abschmirgeln der 20mm Plastik Überwurf Mutter läßt sich 
der Klon Lötkolben nicht in die Hakko Ablagerung einschieben und der 
graue Schaum Überzug muß etwas zurück gezogen werden. Danach sitzt der 
Lötkolben sehr schön ohne zu eackeln axial im Loch der Halterung.

Für meine Wald und Wiesen Elektronikarbeiten ist mir zur Zeit die Hakko 
die liebste Station. Das Gehäusedesign ist langfristig komischerweise 
doch sehr ansprechend. Ich weiß, der erste Eindruck ist "Spielzeug. Der 
Schein täuscht aber. Auch der Lötkolbenhalter ist sehr solide und 
praktisch konstruiert. Der Lötkolben sitzt in der Halterung perfekt und 
trotzdem ist er leicht entfernbar und ablegbar. Der simultane Zugang zur 
Messingwolle und Schwamm ist angenehm.

Für das Geld, USD85, war die Station, wie ich denke, ein guter Kauf. 
Spitzen gibt es lokal auch oder von DK oder Mouser bzw. Newark.

Ich habe vor die Untersuchungen mit zusätzlichen Sensoren und Spitzen 
mit integralen Sensoren und Aufzeichnung mit einem DataTaker DT85 zu 
wiederholen um sie dann direkt in Excel vergleichen zu können.

Wenn dann später irgendwann der JBC Selbstbau fertig ist, kann man 
vergleichen um wieviel besser die Kartuschenkonzepte in der Praxis 
funktionieren. Die Metcal hat in Bezug auf Hitzelieferung im Vergleich 
zu allen anderen deutlich bessere Performanz. Es ist anzunehmen, daß 
Metcal, JBC, Weller RT und Pace in einer eigenen Gruppierung liegen. Zur 
Zeit ist ein Vergleich für mich leider noch nicht möglich.

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von Teo D. (teoderix)


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Naja, etwas langatmig, ich dacht ja erst.... Aber vielen Dank, hat sich 
gelohnt. :)
Vor allem deine Messungen. Auch wenn ich weder vorhabe mir eine Neue zu 
kaufen, oder ich irgend etwas, wirklich an meiner ZD-931 was auszusetzen 
hätte.... Jetzt will ich's wissen. .D

Wenn nichts dazwischen kommt, setz ich das natürlich hier rein.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Teo D. schrieb:
> Naja, etwas langatmig, ich dacht ja erst.... Aber vielen Dank, hat
> sich
> gelohnt. :)
> Vor allem deine Messungen. Auch wenn ich weder vorhabe mir eine Neue zu
> kaufen, oder ich irgend etwas, wirklich an meiner ZD-931 was auszusetzen
> hätte.... Jetzt will ich's wissen. .D
>
> Wenn nichts dazwischen kommt, setz ich das natürlich hier rein.

Hallo Teo,

vielen Dank - Wenigstens Einer! :-)

auf Deine Messergebnisse bin ich definitiv interessiert.

Gruss,
Gerhard

P.S. Schlaflos - oder schon wieder auf?

von Teo D. (teoderix)


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Gerhard O. schrieb:
> P.S. Schlaflos - oder schon wieder auf?

Normal Ersteres, Heute/Gestern wars der Alk, er mag mich nicht mehr. 
Nach ~2h bin ich wieder wach und kann vor lauter Äällpff nich mehr 
pennen. :-/

von Gerhard O. (gerhard_)


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Teo D. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> P.S. Schlaflos - oder schon wieder auf?
>
> Normal Ersteres, Heute/Gestern wars der Alk, er mag mich nicht mehr.
> Nach ~2h bin ich wieder wach und kann vor lauter Äällpff nich mehr
> pennen. :-/

Wenn "Alk" das ist was in der Wiki beschrieben wird, dann tut es mir 
sehr leid das zu hören und wirklich Sch... Was ist übrigens "Äällpff" ?

Naja, bei mir ist es erst nach 21 Uhr. Eigentlich zu früh um ins Bett zu 
gehen. Musste wieder mal meine Mail aufräumen. Wenn man es nicht gleich 
macht, dann kommt ganz schön was zusammen...

Wie bist Du eigentlich mit der ZD-931 zufrieden? Hat die auch einen 
Keramik Heizstab?

von Teo D. (teoderix)


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Gerhard O. schrieb:
> Wie bist Du eigentlich mit der ZD-931 zufrieden? Hat die auch einen
> Keramik Heizstab?

Sieht zumindest danach aus.
Die labbrige Folie über der Gehäusefront, is nich so dolle. Über dem 
Display lässt sie sich nicht richtig reinigen, an den Tasten Bricht sie 
schnell. Dank Knackfröche darunter, tun sie aber zuverlässig.
Einstellen ist natürlich lästig, aber wie oft fummelt man da schon rum. 
(Ist eher ein Psychologisches Problem. Es müssen natürlich exakt 330 
sein...:)
Die Zuleitung ist OK, aber eher an der Obergrenze was Dicke u. Steifheit 
angeht.
Wenn man die Rutschige Silikontülle am Griff befestigt hat, liegt er wie 
ne alte Weller in der Hand.
Die Spitzen sind spitze, gibt aber nur drei Formen. Die reichen aber 
aus. Aufheizen.... eher mäßig. Wärmetransport zur Spitze, naj... bin 
gespannt. Elkos aus Mainboards löten, macht aber eher selten 
Schwierigkeit.
Der Halter ist nich so doll. Die Schutzfeder löst sich von der oberen 
Halterung. Einfach rein werfen is nich. Getrennt von der Station ist 
sie ohne antirutsch Nöppl und nem halben Kilo Blei im Bauch, nicht zu 
gebrauchen.

WOW, ich schein ja gar keine Ansprüche mehr zu haben. :)
Zum basteln reicht er vollkommen aus. Arbeiten damit... ICH KÜNDIGE



PS:
Gerhard O. schrieb:
> Was ist übrigens "Äällpff"
Rebellierendes Gedämmt und platzende Hirnarterien...


PS: Einen Vorteil hab ich vergessen. Ersatzlöte ist für ~5€ zu haben. 
Spitzen wechseln daher unnötig. :)

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Teo D. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Wie bist Du eigentlich mit der ZD-931 zufrieden? Hat die auch einen
>> Keramik Heizstab?
>
> Sieht zumindest danach aus.
> Die labbrige Folie über der Gehäusefront, is nich so dolle. Über dem
> Display lässt sie sich nicht richtig reinigen, an den Tasten Bricht sie
> schnell. Dank Knackfröche darunter, tun sie aber zuverlässig.
> Einstellen ist natürlich lästig, aber wie oft fummelt man da schon rum.
> (Ist eher ein Psychologisches Problem. Es müssen natürlich exakt 330
> sein...:)
> Die Zuleitung ist OK, aber eher an der Obergrenze was Dicke u. Steifheit
> angeht.
> Wenn man die Rutschige Silikontülle am Griff befestigt hat, liegt er wie
> ne alte Weller in der Hand.
> Die Spitzen sind spitze, gibt aber nur drei Formen. Die reichen aber
> aus. Aufheizen.... eher mäßig. Wärmetransport zur Spitze, naj... bin
> gespannt. Elkos aus Mainboards löten, macht aber eher selten
> Schwierigkeit.
> Der Halter ist nich so doll. Die Schutzfeder löst sich von der oberen
> Halterung. Einfach rein werfen is nich. Getrennt von der Station ist
> sie ohne antirutsch Nöppl und nem halben Kilo Blei im Bauch, nicht zu
> gebrauchen.
>
> WOW, ich schein ja gar keine Ansprüche mehr zu haben. :)
> Zum basteln reicht er vollkommen aus. Arbeiten damit... ICH KÜNDIGE

Im Internet sieht sie ganz nett und Formschön aus. Mit der Qualität der 
Materialien scheint es offensichtlich zu hapern. Ich mach mir manchmal 
solche Drucktasten selber. Nur stecke ich richtige Drucktaster dahinter. 
Die Bewertungen, insofern sie glaubwürdig und fachkundig sind, ziemlich 
positiv. Hitzenäßig scheint sie durchaus positiv bewertet zu werden. 
Naja, was den Halter betrifft könnte man möglicherweise einen extra 
Stand kaufen. Der Hakkohalter ist übrigens wirklich gut. Man kann den 
Lötkolben praktisch ohne wirklich hinzusehen ablegen und greifen. Die 
Spitzen scheinen mit der Hakko allerdings nicht kompatibel zu sein. Es 
ist schade, daß es nicht genügend Auswahl gibt. Es wäre interessant zu 
wissen ob im Lötkolben ein Thermoelement, PT100 oder irgend ein anderer 
PTC Widerstand drin steckt. Bei der Hakko ist der Widerstand bei 
Raumtemperatur um 50 Ohm.
>
> PS:
> Gerhard O. schrieb:
>> Was ist übrigens "Äällpff"
> Rebellierendes Gedämmt und platzende Hirnarterien...
Ohjeh. Das kenne ich von der Frau eines Früheren Kollegen...

Zeit zum Schlafen gehen für mich...



...

von Teo D. (teoderix)


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Gerhard O. schrieb:
> Im Internet sieht sie ganz nett und Formschön aus.

Ach ja, da gibts ein paar Varianten. Hab scheinbar nicht die beste 
erwischt.

> Es wäre interessant zu
> wissen ob im Lötkolben ein Thermoelement, PT100 oder irgend ein anderer
> PTC Widerstand drin steckt.

Du meinst was für ein Typ, nicht ob überhaupt!?
Gug ich dann auch mal.


GN8

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Teo D. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Im Internet sieht sie ganz nett und Formschön aus.
>
> Ach ja, da gibts ein paar Varianten. Hab nicht die beste erwischt.
>
>> Es wäre interessant zu
>> wissen ob im Lötkolben ein Thermoelement, PT100 oder irgend ein anderer
>> PTC Widerstand drin steckt.
>
> Du meinst was für ein Typ, nicht ob überhaupt!?
Hakko FX-8801
> Gug ich dann auch mal.
>
> GN8

Wenn die Sensorik kompatibel ist, könnte man vielleicht einen Hakko Klon 
nehmen. Die Auswahl der T-18 Spitzen ist viel besser. Die Klonkolben 
sind recht erschwinglich(usd$16-20). Ich habe den Klon mit dem Original 
verglichen. Das Kabel ist sehr flexibel. Der einzige Unterschied zur 
Hakko ist, daß bei der Klon der Heizdurchmesset 3.71mm und beim Original 
3.83mm ist. Beim Klon mußte ich noch die LP etwas abfeilen um die selbe 
Heizerlänge zu erhalten. Das war im Originalzustand um 1mm zu lang. Mit 
einer dünnen Kupferfolieneinsatz kann man aber den thermischen 
Widerstand merkbar verringern. Man darf es aber mit der Folienbreite 
nicht zu weit treiben sonst könnten sich Spitze und Heizer 
möglicherweise festfressen.

: Bearbeitet durch User
von Teo D. (teoderix)


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So hab grad mal deine Tests versucht nachzustellen.

ZD-931 Meisselspitze, auf 350°C gestellt.
Aufheizzeit >1min.
Freilauf, Anzeige schwankt zwischen 345 u. 355. An der Spitze 
gemessen, 323-326.
Auf dem FR4 Stückchen ca. nach >3-4s stabil, um 323-326.... Dabei hob 
allerdings das Kupfer vom Prepreg ab (knapp 1cm²!) . 8-O
Hatte ich noch nieeee. Hab aber auch noch nie, solange, mit so hoher 
Temperatur, auf so großer Kupferfläche rumgebraten.

Fazit: Ich sollte meine Leiterplanet wo anders lagern und vor Benutzung, 
sicherheitshalber, lieber ne Stunde Tempern. :D
Temperaturanzeigen eh nur ein unnötiges Gimmick sind, ein Poti mit Skala 
täts auch.
Die Löte besser als gedacht ist und TAnzeigen, wie eh und je, nur ein 
Richtwert darstellt und das man die Temperatur nach Erfahrung, und 
weniger nach allgemeinen Richtwerten, einstellen sollte.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Teo D. schrieb:
> So hab grad mal deine Tests versucht nachzustellen.
>
> ZD-931 Meisselspitze, auf 350°C gestellt.
> Aufheizzeit >1min.
> Freilauf, Anzeige schwankt zwischen 345 u. 355. An der Spitze
> gemessen, 323-326.
> Auf dem FR4 Stückchen ca. nach >3-4s stabil, um 323-326.... Dabei hob
> allerdings das Kupfer vom Prepreg ab (knapp 1cm²!) . 8-O
> Hatte ich noch nieeee. Hab aber auch noch nie, solange, mit so hoher
> Temperatur, auf so großer Kupferfläche rumgebraten.
>
> Fazit: Ich sollte meine Leiterplanet wo anders lagern und vor Benutzung,
> sicherheitshalber, lieber ne Stunde Tempern. :D
> Temperaturanzeigen eh nur ein unnötiges Gimmick sind, ein Poti mit Skala
> täts auch.
> Die Löte besser als gedacht ist und TAnzeigen, wie eh und je, nur ein
> Richtwert darstellt und das man die Temperatur nach Erfahrung, und
> weniger nach allgemeinen Richtwerten, einstellen sollte.

Hallo Teo,

Danke für Deine Meßwerte. Sind schon ein bischen unterschiedlich.
Aber so ganz gleich sind unsere Testaufbauten bestimmt auch nicht. Auch 
habe ich nur die FR4 Oberflächen Temperatur gemessen und nicht die 
Spitzentemperatur da ich hauptsächlich wissen wollte wieviel Hitze jeder 
Lötkolben an das Testobjekt dauerhaft beliefern kann. Das Thermoelement 
war mit der verzinnten Kupferfläche durch etwas Druck verbunden. Das 
würde die höhere Temperatur bei Dir erklären.

Ich habe vor die Experimente mit einem DT85 Datenlogger zu wiederholen. 
Dann kann ich mit einigen Thermoelemente zugleich messen und die Werte 
aufzeichnen. Wenn es so weit ist, werde ich berichten.

Gruß,
Gerhard

von Teo D. (teoderix)


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Gerhard O. schrieb:
> Das Thermoelement
> war mit der verzinnten Kupferfläche durch etwas Druck verbunden. Das
> würde die höhere Temperatur bei Dir erklären.

Ja, nur ich wusst nicht wie viel Zinn u. wie weit entfernt. Dachte die 
Temp. der Lötspitze (~<1mm) wäre da eher aussagefähiger.
Zinn nicht mehr als nötig, Winkel der Lötspitze (instinktiv) auf beste 
Wärmeübertragung gestellt. Wann genau das Kupfer die Blodern bekommen 
hat... kA. hab auf Temp.Anzeige UND Uhr schielen müssen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Teo D. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Das Thermoelement
>> war mit der verzinnten Kupferfläche durch etwas Druck verbunden. Das
>> würde die höhere Temperatur bei Dir erklären.
>
> Ja, nur ich wusst nicht wie viel Zinn u. wie weit entfernt. Dachte die
> Temp. der Lötspitze (~<1mm) wäre da eher aussagefähiger.
> Zinn nicht mehr als nötig, Winkel der Lötspitze (instinktiv) auf beste
> Wärmeübertragung gestellt. Wann genau das Kupfer die Blodern bekommen
> hat... kA. hab auf Temp.Anzeige UND Uhr schielen müssen.

Mir ging es hauptsächlich darum vergleichsweise den Wärmewiderstand 
zwischen Spitze und Heizer zu ermitteln. So gesehen müssten Kartuschen 
Einsätze wie von JBC, Weller Rt und Metcal die besten Ergebnisse 
liefern. Leider habe ich im Augenblick nur Zugang zur Metcal. Und die 
Metcal hatte wie beobachtet, tatsächlich den geringsten Wärmewiderstand 
von allen anderen.

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