Ich möchte eine simple KSQ (keine besonderen Genauigkeitsanforderungen)
über einen µC steuern, d.h. den Strom einstellbar machen und
gleichzeitig die Möglichkeit haben, diesen eingeprägten Strom auch noch
zu pulsen (PWM).
Gegeben ist ein µC mit DAC.
Meine Idee: einfache KSQ mit NPN-Transistor und Emitterwiderstand und
Schwellspannung über den µC per DAC.
Der DAC kann max. 1mA liefern, die KSQ soll max. 100mA liefern können.
Damit reicht wohl ein Feld-Wald-Wiesen-NPN mit Hfe > x00.
Um den DAC etwas zu schützen, soll noch ein Basiswiderstand 1k
dazwischen. Oder soll ich auf diesen Angstwiderstand verzichten?
Den tatsächlichen Strom wollte ich über den Emitterwiderstand der
ADC-Messung ermitteln.
Das Pulsen wollte ich durch on/off des DAC erreichen (oder einen MosFet
unter den Emitterwiderstand?).
Das ganze soll möglichst simple aufgebaut sein.
Irgendwelche weiteren Ideen? Auf ein Schaltbild habe ich verzichtet,
weil die Aufbauidee wohl hinreichend klar ist.
Danke!
ppc schrieb:> Den tatsächlichen Strom wollte ich über den Emitterwiderstand der> ADC-Messung ermitteln.
Ok, dann weisst du, wie warm der NPN ist.
> Das Pulsen wollte ich durch on/off des DAC erreichen
Ok.
ppc schrieb:> Oder soll ich auf diesen Angstwiderstand verzichten?
Ich würde verzichten.
ppc schrieb:> Auf ein Schaltbild habe ich verzichtet,> weil die Aufbauidee wohl hinreichend klar ist.
Das sehe ich anders. Die Sprache der Elektronik ist der Schaltplan.
Deine Worte muss ich erst einmal in eine Zeichnung umsetzen und dabei
ist mir aufgefallen, dass viel zu viele Punkte offen gelassen wurden.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Deine Worte muss ich erst einmal in eine Zeichnung umsetzen und dabei> ist mir aufgefallen, dass viel zu viele Punkte offen gelassen wurden.
Na denn:
ppc schrieb:> Und welche der vielen Punkte hatte ich jetzt offen gelassen ...??
Nach dem Schaltplan habe ich genug Infos, deswegen habe ich Dir bereits
geantwortet.
ppc schrieb:> Und welche der vielen Punkte hatte ich jetzt offen gelassen ...??
Z.B. die Höhe der V+, und wie die zustande kommt. Wenn die recht hoch
ist und irgendwie rangeschaltet wird, kann über die
Rückwirkungskapazität des npn der µC zerschossen werden. In dem Fall
wäre der "Angstwiderstand" lebenswichtig.
ppc schrieb:> Kann zu einem beliebigen Zeitpunkt an/abgeschaltet werden (mech.> Kontakt).
Dann ist der Widerstand vor der Basis wichtig, denn im Leerlauf würde
deine Konstantstromquelle sonst die gesamten 100mA aus dem
Mikrocontroller ziehen wollen da der Transistor am Kollektor keine
Quelle für seine Stromverstärkung hat.
ppc schrieb:> Der DAC kann max. 1mA liefern, die KSQ soll max. 100mA liefern können.> Damit reicht wohl ein Feld-Wald-Wiesen-NPN mit Hfe > x00.ppc schrieb:> Elliot schrieb:>> Z.B. die Höhe der V+,>> max. 18V
Dann guck schon mal, welcher Feld-Wald-und-Wiesen-NPN mal so eben bis zu
1.7W Verlustleistung weg steckt.
Wolfgang schrieb:> welcher Feld-Wald-und-Wiesen-NPN mal so eben bis zu> 1.7W Verlustleistung weg steckt.Teo D. schrieb:> BD249.... (Jetz aber schnell wech hier. bb...)
oder 2N3055 oder MJE13005
ppc schrieb:> Gegeben ist ein µC mit DAC.
Für meinen Akkutester habe ich einen N-FET IRF540 verwendet. Abhängig
von dessen Exemplarstreuung lässt der sich zwischen 3,5 und 4 Volt UGS
gutmütig steuern.
In meinem Aufbau ist es ein ein AT328 mit nachgeschaltetem MCP4725,
einem 12Bit-A/D an 5 Volt.
Zu überlegen ist, ob man mit dem Stellbereich / der Auflösung zurecht
kommt, für Deine 0..100mA würde ich nur knapp 10% des A/D ausnutzen. Na
gut, sagen wir mal 400 Schrite sind nutzbar, damit kann ich den Strom
auf 0,5 mA genau setzen, genügt mir.
Wenn Du einen NPN einsetzt, sieht das auch nicht besser aus - da spielt
die Musik ja irgendwo um 0,5..0,7 Volt UBE.
Manfred schrieb:> Zu überlegen ist, ob man mit dem Stellbereich / der Auflösung zurecht> kommt, für Deine 0..100mA würde ich nur knapp 10% des A/D ausnutzen.
Nicht alle µC auf dieser Welt sind m328 ;-) Es gibt auch welche mit
eingebauten OpAmps als Verstärker bzw. einstellbarer VRef.
Teo D. schrieb:> BD249.... (Jetz aber schnell wech hier. bb...)
Ich nehme einen im SOT-223 mit Hfe > 400, der hat dann 70°/W. 1W will
ich ihm max. zumuten. Muss er alles verbraten, kann ich noch 50mA
erreichen. Muss er nur 10V verbraten, komme ich auf die 100mA. Das ist
auch i.O., denn der normale Bereich wird so um 20-40mA liegen. Die
Verlustleistung werde ich auch ermitteln (Messung Uce), und damit kann
ich unter 1W regeln.
ppc schrieb:> Ich nehme einen im SOT-223 mit Hfe > 400, der hat dann 70°/W. 1W will> ich ihm max. zumuten.
Das ist nicht nur Sache des Transistors, sondern genauso Sache deines
Platinenlayouts und deines Aufbaus.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ich denke, dass es so funktionieren kann
Schön ist das nicht, weil es keine Stromregelung ist, sondern der Strom
um die Spannung über der temperaturabhängigen BE-Stecke gegenüber dem
Sollwert aus dem DAC verfälscht wird.
Wolfgang schrieb:> Schön ist das nicht
"Schön" hat er nicht gefordert, sondern es sollte möglichst primitiv
sein.
Und da er den Transistor in seinem Schaltplan nicht benannt hat, dann
auch noch einen dummen Spruch nachgereicht hat
> Und welche der vielen Punkte hatte ich jetzt offen gelassen ...??
habe ich ehrlich gesagt mehr Lust, ihn mit Ansage feste vor die Pumpe
rennen zu lassen, als mich für weitere gut gemeinte Bedenken auch noch
beschimpfen zu lassen.
Wolfgang schrieb:> Schön ist das nicht, weil es keine Stromregelung ist, sondern der Strom> um die Spannung über der temperaturabhängigen BE-Stecke gegenüber dem> Sollwert aus dem DAC verfälscht wird.
Den Regler brauchts dann eben in Software.
Der ADC+Shunt zum Rücklesen ist ja vorhanden.
Wolfgang schrieb:> Schön ist das nicht, weil es keine Stromregelung ist, sondern der Strom> um die Spannung über der temperaturabhängigen BE-Stecke gegenüber dem> Sollwert aus dem DAC verfälscht wird.
Es hat die gleiche Güte wie einfache KSQ mit Diode / Led als
Spannungsreferenz an der Basis. Mehr war nicht gefordert.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Und da er den Transistor in seinem Schaltplan nicht benannt hat, dann> auch noch einen dummen Spruch nachgereicht hat
Die ausschlaggebenden Daten waren genannt.
Stefan ⛄ F. schrieb:> habe ich ehrlich gesagt mehr Lust, ihn mit Ansage feste vor die Pumpe> rennen zu lassen, als mich für weitere gut gemeinte Bedenken auch noch> beschimpfen zu lassen.
Nett von Dir.
Allerdings hast Du immer noch nicht gesagt, was Du vermisst hattest ...
Mw E. schrieb:> Den Regler brauchts dann eben in Software.
Der ist doch da über den Emitterwiderstand wie bei den einfachen KSQ mit
Transistor und Diode auch. Also, Leute, locker bleiben. Mehr war nicht
gefordert.
ppc schrieb:> Der ist doch da über den Emitterwiderstand wie bei den einfachen KSQ mit> Transistor und Diode auch.
Nein, das liefert allenfalls eine Stromstabilisierung, aber U_BE und
deren Temperaturgang wirst du in Software kompensieren müssen.
Ohne diese Maßnahme ist es keine vernünftige Stromregelung, weil die
Abweichung zwischen tatsächlich fließendem Strom und Sollstrom nur
teilweise als Korrektur in die Ansteuerung ein geht.
Wolfgang schrieb:> ppc schrieb:>> Der ist doch da über den Emitterwiderstand wie bei den einfachen KSQ mit>> Transistor und Diode auch.>> Nein, das liefert allenfalls eine Stromstabilisierung, aber U_BE und> deren Temperaturgang wirst du in Software kompensieren müssen.> Ohne diese Maßnahme ist es keine vernünftige Stromregelung, weil die> Abweichung zwischen tatsächlich fließendem Strom und Sollstrom nur> teilweise als Korrektur in die Ansteuerung ein geht.
Ja ja, aber mehr wollte ich auch gar nicht ... s.o.
ppc schrieb:> Allerdings hast Du immer noch nicht gesagt, was Du vermisst hattest ...
Da sind mir andere bereits zuvor gekommen. Lies die Antworten anstatt
mich in die Ecke zu drängen.