Hallo Ulla,
bei I2C ist das in der Regel nicht nötig. Bei 100 kHz und 400 kHz hat
man sicher noch keine Probleme mit EMI. In der Regel muß man bei I2C
eher damit kämpfen, daß die Flankensteilheit nicht zu stark abnimmt. Der
Bus ist eigentlich nur bis 400 pF spezifiziert. Um nicht unnötigt
kapazitive Belastungen aufkommen zu lassen schaltet man gerne bei den
Clients 330 Ohm vor den Pins SDA und SLC in Reihe.
Bei SPI liegen die Frequenzen etwas höher. In der Regel sind dort auch
die Leiterbahnlängen kürzer als bei I2C. Eine Terminierung der
Leiterbahnen ist hier in der Regel auch nicht nötig.
Allerdings ist nicht nur die Bitfrequenz entscheidend, sondern auch die
Flankensteilheit. Das kann man sich so vorstellen, daß nach einer
steigenden Flanke es sofort mit einer fallenden Flanke wieder nach unten
geht. Wenn dann diese resultierende Bitrate dann z.B. 200 MHz beträgt
dann hat man bei 2/3 Lichtgeschwindigkeit 1 m Wellenlänge. Bei
Leiterlängen von 1/10 der Wellenlänge kann es dann zu Wellenphänomenen
kommen. Dann wäre eine Terminierung angesagt.
Die alten TTL Bausteine waren auch gute Sender. Man mußte nur mal mit
einem Transistorradio auf Langwelle, auch Mittelwelle, sich den
Bausteinen nähern. Hier hätten wir einen Fall von EMI. Etwas Dämpfung
ist da u.U. angebracht. Dafür gibt es Beads.
https://www.we-online.com/catalog/en/WE-CBF/
mfg klaus