Forum: Offtopic Makita Akku bei Auslieferung komplett tot.


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von Alexander N. (trigondodekaeder)


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Guten Tag allerseits,

Ich habe gerade einen Makita DDF482 Akkuschrauber ausgepackt, der mit 2 
Stück BL1830B Akkus mit je 3Ah daher kommt. Der eine ist bei 
Auslieferung bereits am Gerät angedockt und der zweite liegt einfach so 
im Makpak rum.

Zu meinem entsetzen machte der Akkuschrauber abgesehen von der Arbeits 
LED keinen muks beim abdrücken. Als ich die Taste für die Indikator LEDs 
gedrückt hab, hat auch hier nichts geleuchtet. Exakt gleich sah es bei 
dem zweiten Akku aus. Ich hab den ersten jetzt mal ans Ladegerät gepackt 
und werde den zweiten heute Abend, wenn ich mein Multimeter zur Hand 
hab, durchmessen, wie viel Spannung er hat.

Aber ist das nicht untypisch/schädlich Li-Ionen Akkus derart entladen zu 
lagern? Ich weiß ja nicht, wie lange die schon so rumliegen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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AEG:
Ausschalten, Einpacken, Garantiefall.
Der muss sofort zurück zum Händler. Es ist nicht ungefährlich, völlig 
leere LiIon Zellen einfach so zu laden, ohne Strombegrenzung mit dem 
Originallader. Makita hat da schon was in die Ladegeräte eingebaut, aber 
putt sind die Akkus auf jeden Fall.
Also husch zurück zum Dealer.

: Bearbeitet durch User
von Stephan S. (outsider)


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Ich glaube nicht dass die zwangsläufig kaputt sind, aber einen Schaden 
können sie schon haben. Ich hatte das gleiche Problem mit einem 
Aussteller Laptop. Bei Lieferung ging garnichts, nach dem Aufladen alles 
gut, inkl. Laufzeit. Aber nach 18 Monaten war der Akku auf 50% runter 
und Garantie gabs nicht. Verschleißteil...

Aber wenn du die Chance hast, würde ich eh nochmals überlegen ob die 3 
Ah Akkus die richtige Wahl sind. Das sind wesentlich dickere, schwerere 
und unhandlichere 10-Zellen-Packs und haben doch nur 3 Ah. Das gibt es 
mittlerweile schon als Hochstromzelle mit 5 Zellen. Die sind extrem viel 
handlicher. Ich habe die 5 Ah Akkus mit einem DDF480 gekauft, nutze sie 
aber eigentlich nur noch für die Heckenschere und den Rasentrimmer. Für 
den Schrauber habe ich für 25 Euro einen 1,5 Ah 5-Zellenakku geholt. 
Wenn man nicht kontinuierlich für lange Zeit unter hoher Last arbeiten 
muss, reicht selbst der 1,5 Ah Akku sehr lange und er Lader drückt in 
den 1,5 Ah Akku genauso die 150 Watt rein wie in den 5 Ah Akku. Man ist 
also schnell wieder einsatzbereit.

von Fred F. (feuerstein7)


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Bei Werkzeugakkus weiß ich es nicht, aber bei Notebookakkus gibt es 
einen sogenannten Shipmode. Einer neuer Akku hat keine Ausgangsspannung 
am Pack, er wird durch erstmaliges Laden erst aktiviert. Sinn und Zweck 
ist es, dass die Zellen nicht vom BMS leergenudelt werden.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Stephan S. schrieb:
> Ich glaube nicht dass die zwangsläufig kaputt sind, aber einen Schaden
> können sie schon haben.

Mit Glauben hat das nichts zu tun. Da es einen 'Shipping Modus' für 
Werkzeug Akkus nicht gibt, sind die Zellen einfach leer geliefert worden 
und das kostet nun mal Lebensdauer. Bei einem neuen Gerät, selbst wenns 
vom Buchhändler ist, ist das nicht tolerierbar. Wenn der Händler damit 
durch kommt, probiert er immer wieder, seinen überlagerten Müll so 
loszuwerden.

: Bearbeitet durch User
von Stephan S. (outsider)


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Wenn die LED am Schrauber noch gekommen ist und die Akkus sich wieder 
laden lassen, dann waren die Akkus zwar leer und haben evtl. Schaden 
genommen, aber garantiert ist das nicht. Makita Akkus haben diese 
Überwachung die abschaltet und sich nicht mehr zurück setzen lässt wenn 
eine der Zellen die kritische Spannung unterschritten hat. Aus diesem 
Grund kann man auch kompatible BMS (sofern man das als solches 
bezeichnen kann) kaufen, die man anstatt des Originals in den Akku 
einbaut wenn man ihn mit neuen Zellen bestückt.

Wenn sich der Akku also laden lässt, dann war eben keine der Zellen 
unter der kritischen Spannung die den Akku derart schädigt dass es eine 
Gefahr wäre ihn wieder zu laden. Das könnten z.B. 2,5 V sein.

von Alexander N. (trigondodekaeder)


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Also ich hab den zweiten jetzt gerade gemessen und komme auf 12,86V 
Gesamtspannung. Macht dann 2,572Vpro Zelle. Die Frage ist, ob den 
18650ern das egal ist, wenn due jetzt eventuell schon ein halbes Jahr so 
lagen,  oder ob das problematisch sein kann. Ich weiß nicht, wie 
empfindlich Li-Ionen Zellen bei Lagerung nahe der Entladeschlussspannung 
sind.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Alexander N. schrieb:
> Die Frage ist, ob den
> 18650ern das egal ist

Nein, das ist ihnen eben nicht egal. 2,5V pro Zelle sind das absolute 
Minimum. Wenn die Makita Elektronik schon abgeschaltet hat, dann ist das 
nicht ohne Grund geschehen. Warum schickst du das Dings nicht zurück?

von Alexander N. (trigondodekaeder)


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Matthias S. schrieb:
> Warum schickst du das Dings nicht zurück?

Ja, das werde ich in der Konsequenz jetzt auch tun. Wollte nur erst ein 
paar Meinungen dazu reinholen. Vielen dank an alle.

von Dddd D. (benutzer22)


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Hi. Hab mich hier angemeldet weil ich das gleiche Problem hatte.
Ddf482rfj. Beide Akkus bei Auslieferung tiefentladen. Gemessen waren 
12,7V. Hab dann bei Makita angerufen und hatte eine nette dame am 
Telefon die meinte das ist zu wenig und ich soll die Akkus einachicken 
und bekomme zwei nagelneue aus aktueller Produktion.
Die neuen Akkus kamen nach zwei Wochen wieder beide komplett leer mit 
13V und 13,1V an und die Akkustandsanzeige hat wieder nicht mal einen 
Balken angezeigt.
Ein erneuter Anruf bei Makita und eine weniger verständnisvolle 
Mitarbeiterin absolut ohne technisches Verständnis meint das ist normal 
das die ganz leer ausgeliefert werden und ich bekomme nicht noch mal 
neue.
Die zwei Wochen Rückgabefrist beim Hornbach sind mittlerweile 
selbstverständlich um. Aber da die zweiten nicht ganz so schlimm waren, 
behalte ich die nun halt. Trotzdem finde ich das nicht richtig.
Ein ungutes Gefühl ob die schon Lebensdauer und Kapazität eingebüßt 
haben können bleibt trotzdem.

von Troll A. (trollator)


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Dddd D. schrieb:
> Beide Akkus bei Auslieferung tiefentladen. Gemessen waren
> 12,7V. Hab dann bei Makita angerufen und hatte eine nette dame am
> Telefon die meinte das ist zu wenig und ich soll die Akkus einachicken
> und bekomme zwei nagelneue aus aktueller Produktion.
...
> Die zwei Wochen Rückgabefrist beim Hornbach sind mittlerweile
> selbstverständlich um.

Warum hast du bei Makita angerufen? Sowas fällt in die Gewährleistung 
und hierfür ist dein Vetragspartner Hornbach. Gewährleistung läuft 2 
Jahre. Nur nach 6 Monaten hast du die Beweislastumkehr.

von Dddd D. (benutzer22)


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Hi.
Ich hatte bei Makita angerufen weil ich wissen wollte ob es normal ist 
das die Akkus leer geliefert werden. Da wurde mir gesagt entweder bei 
Hornbach umtauschen (obwohl da bestimmt noch weniger technisches 
Verständnis vorhanden gewesen wäre das zu erklären) oder sie können mir 
anbieten ich schicke die Akkus zu Makita und bekomme zwei nagelneue aus 
aktuellster Produktion.
Wie es aus ging seht ihr ja oben...

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Das Problem hab ich auch grade.
Ein 3Ah Akku kam mit 12,8V an.
Kein Balken auf dem Akku, Akkuschrauber zuckt nichtmal.

Aber der Kistenschieber wills umtauschen, aber vorher zur Rep zu Makita 
schicken.
Immerwieder geil, dass die Kistenschieber wohl alle nicht wissen, dass 
ich den Kaufvertrag mit dem Kistenschieber habe, nicht mit dem 
Hersteller.

Der Satz mit "Akkus werden leer versendet" kam auch.
Leer ist aber 3V+ pro Zelle, 2,57V/Zelle ist Tiefentladen und somit 
defekt.

Die Entladeschlussspannung ist zwar bei 2,5V, aber das gilt unter Last 
und nicht wenn man einen Akku bekommt und mal das Multimeter ranhält.

von Dddd D. (benutzer22)


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Interessant wie sich die Fälle häufen hier.

Mich macht aber schon stutzig das ich nun direkt von Makita Deutschland 
ebenfalls zwei Akkus so komplett leer bekommen habe. Dachte bei Hornbach 
ist es eventuell ein alter Ladenhüter. Aber auch da ist mir mittlerweile 
auch aufgefallen, dass das Herstellungsdatum der Maschine 2019 ist. Klar 
könnten die Akkus älter sein. Aber nun nacheinander 4 "defekte" Akkus zu 
erhalten wäre schon ein extremer Zufall. Eventuell ist das leer 
ausliefern ja doch Absicht, wenn es auch trotzdem schlecht sein mag für 
die Akkus.

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Die 1,5Ah Akkus von Anno dazumal waren nicht so leer, dass der 
Akkuschrauber garnicht mehr drehte.
Aber ein offizielles Dokument mit welcher Spannung ausgeliefert wird und 
ab wann es als defekt anzusehen ist wäre durchaus mal angebracht.

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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Es gibt doch kein Umtausch über Makita, heute kam die Gutschrift vom 
Händler.

Bleibt aber trotzdem noch die Suche nach einem Dokument welches die 
untere Entladeschwelle und/oder die Transport Spannung beinhaltet.

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