Radials senkrecht nach unten (koaxial ausgeführt Sleeve-Antenne)
entsprechen einem gestreckten Dipol mit rund 70 Ohm.
Radials horizontal entsprechen einer Marconi-Antenne mit rund 35 Ohm
Fußpunktimpedanz.
45° nach unten liegt demnach dazwischen bei rund 50 Ohm.
Spitze abgeknickt dient der mechanischen Verkürzung oder analog der
elektrischen Verlängerung. Der Fußpunktwiderstand ändert sich dadurch
auch. Man kann auch so genannte Dachkapazitäten (Teller auf Spitze)
einsetzen.
5/8 lambda Strahler, 3/8 lambda Radiale, haben ohne weitere Anpassung
einen komplexen Fußpunktwiderstand. Abhilfe schaffen 1/4-Radials mit
3/4-Strahler. Optimaler Gewinn (ohne Phasenleitungen) ergibt sich bei
mechanischer Länge von 5/8 lambda. Daher wird diese mechanische Länge
gerne benutzt. Die alten Taxifunkantennen waren so ausgeführt (mit
kleiner Fußspule).
Mit Phasenleitungen/Umwegleitungen etc. kann die Strahlerlänge beliebig
gesteigert werden. Man spricht dann von kollinearer Stockung. Mit
Radials versehen sind das ebenfalls noch Groundplanes. Die vielen
Glasfiberantennen, bis 5 oder 7 m lang, die es gibt, beruhen auf diesem
Prinzip. Für die Fußpunktanpassung muss man einige Klimmzüge machen.
Gesteigert wird der Aufwand, wenn diese Groundplanes auf verschiedenen,
meist aber harmonischen Bändern funktionieren sollen. Im Endergebnis
wird das Ganze sehr schmalbandig und der Gewinn ist schnell dahin,
zumindest auf den höheren Bändern.