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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Womit Stahl zuverlässig ätzen, Kupfer aber rein gar nicht?


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von Der Fragende (Gast)


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Tja, siehe Betreff...

Ich suche eine Chemikalie, die (elektrolytisch reines) Kupfer nicht 
angreift, Stahl hingegen schon.
Es geht leider nicht nur darum, daß Kupfer sowieso viel beständiger ist, 
sondern es darf wirklich kein einziger µm abgetragen werden. Stahl 
(100CR6) hingegen wäre massiv im cm-Bereich aufzulösen. Ätzzeit spielt 
keine Rolle, solange sie z.B. unter 1 Jahr liegt.

Es dürfte auch z.B. Nickel statt Kupfer sein. Praktisch geht statt des 
Kupfers jedes Metall, für das Otto Normalo aber auch Elektrolyte 
bekommt.

Es soll eine Hohlform mit exakten Innenmaßen werden. Sprich, der innere 
Bereich besteht aus Stahl, wird zunächst mit Kupfer o.ä. galvanisiert. 
Anschließend soll der Stahl innen aufgelöst werden, ohne daß auch das 
Maß der äußeren Form leidet. Innen ist leider nur Stahl möglich.


Bitte keine Fragen zu Sinn und Zweck, ich weiß genau was ich bauen will, 
und es gibt zur Herstellung dieser fast völlig geschlossenen Form 
praktisch keinen anderen Herstellungsweg.
Und bitte antwortet nur, wenn ihr wirklich was dazu wisst. Dieses Gebiet 
ist ziemlich speziell, es kann hier allenfalls ein, zwei Leute geben, 
die sich auskennen.

: Verschoben durch Moderator
von Jack V. (jackv)


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Der Fragende schrieb:
> es darf wirklich kein einziger µm abgetragen werden.

Das erreichst du, indem du das Cu im Vakuum lagerst. Ein inertes Gas 
würde auch noch gehen. Flüssigkeiten sind problematisch. Es gibt auch 
keine Substanz, die Stahl auflösen, aber Cu nicht mal oberflächlich 
oxidieren würde.

Der Fragende schrieb:
> Bitte keine Fragen zu Sinn und Zweck, ich weiß genau was ich bauen will,
> und es gibt zur Herstellung dieser fast völlig geschlossenen Form
> praktisch keinen anderen Herstellungsweg.
> Und bitte antwortet nur, wenn ihr wirklich was dazu wisst. Dieses Gebiet
> ist ziemlich speziell, es kann hier allenfalls ein, zwei Leute geben,
> die sich auskennen.

… du weißt aber schon, dass du dich mit dem Teil disqualifiziert hast? 
Insbesondere, da dir selbst diverse Grundlagen nicht geläufig zu sein 
scheinen, und das angesichts der Forderungen wie ’ne schlechte 
Karrikatur wirkt? Oder ist das ’n Freitagsthread auf den letzten 
Drücker?

: Bearbeitet durch User
von Roland L. (roland2)


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Der Fragende schrieb:
> Praktisch geht statt des
> Kupfers jedes Metall, für das Otto Normalo aber auch Elektrolyte
> bekommt.

nimm Gold statt Kupfer.

von Der Fragende (Gast)


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Danke erstmal für das hier wohl unvermeidliche Gefasel...

Habe zwischenzeitig mal nach Nickel geschaut, und dabei festgestellt, 
daß das ja ziemlich korrosionsbeständig ist. Also Frage damit erledigt, 
ich galvanisiere die komplette Hülle einfach aus Nickel.

von Christian M. (Firma: magnetmotor.ch) (chregu) Benutzerseite


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Sowas kann man heutzutage 3D-drucken...

Gruss Chregu

von wiesel (Gast)


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Der Fragende schrieb:
> es darf wirklich kein einziger µm abgetragen werden.

Der Fragende schrieb:
> Nickel geschaut, und dabei festgestellt,
> daß das ja ziemlich korrosionsbeständig ist

Der Fragende schrieb:
> ich galvanisiere die komplette Hülle einfach aus Nickel.


Das ist ungefähr das gleiche wie:
Ich brauche eine Auto, dass 250km/h fahren kann - höchstpräzise, es darf 
nicht einen mm pro Stunde schneller sein.
Jetzt habe ich gehört, dass BMWs schnell sind, also nehme ich davon 
einen.


Entweder sind die Anforderungen an Dein Projekt bei weitem nicht so 
elitär, wie Du es hier aussehen lassen willst, oder Du bist der falsche 
Projektleiter.

Erspar der Umwelt Deine Hampelei mit Säurebädern und lern' was über 
Werkzeug- und Formenbau. Bitte!

von Icke ®. (49636b65)


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Der Fragende schrieb:
> Bitte keine Fragen zu Sinn und Zweck

Also unterstützen dürfen wir schon, aber der Rest geht uns nix an. 
Besser kannst du potentielle Helfer nicht verprellen...

von TR.OLL (Gast)


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Der Fragende schrieb:
> Bitte keine Fragen zu Sinn und Zweck, ich weiß genau was ich bauen will,

Glaub ich nicht

Beitrag #6170199 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Peter K. (pkap)


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Der Fragende schrieb:
> Es soll eine Hohlform mit exakten Innenmaßen werden. Sprich, der innere
> Bereich besteht aus Stahl, wird zunächst mit Kupfer o.ä. galvanisiert.

Wenn nur das Kupfer übrig bleiben soll, dann wärs doch einfacher wenn du 
einen Vollblock aus Kupfer nimmst und einfach innen aushölst. Die 
Geforderte Genauigkeit im µm Bereich kannst du dann auch durch Honen 
erlangen.

Wenn die Kupferhüle zu dünn zum drehen wird, kannst du die auch dicker 
drehen und dann eine gewisse Zeitlang elektrogalvanisch Kupfer abtragen.

Wenn dann noch ein Innenlayer aus Stahl sein soll, kannst du den 
Stahlkern zunächst fertigen und dann mit Kupfer galvanisieren.

Aus deiner Beschreibung heraus sehe ich also keinen Grund warum du es in 
dieser Reihenfolge machen musst. Die Probleme die du damit hast, hast du 
ja bereits erkannt.

Der Fragende schrieb:
> sondern es darf wirklich kein einziger µm abgetragen werden

Auch da wirst du mit Nickel ein Problem haben. Nickel schützt sich idR 
wie Aluminium durch Bildung einer Passivierungsschicht. Die Bildung 
dieser Schicht verändert dir aber bereits die Innenmaße, weil die 
Passivierung nicht die selbe Dichte wie das Nickel hat. Nach der 
Passivierung kann es also sein, dass die Schicht minimal dicker ist.
Ich hab leider keine Ahnung wie stark, dass in dem Fall ausgeprägt ist, 
aber Änderungen im unteren µm Bereich würde ich erwarten.

von Joggel E. (jetztnicht)


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Aber das Ganze ist doch einfach. Mit Strom aetzen. Da Kupfer viel edler 
wie Stahl ist, geht Stahl vorher in Loesung. Also einfach die passende 
Spannung anlegen und das Eisen ist weg. An der Anode wird das Metall 
oxidiert, geht in Loesung.
Jetzt fragt sich noch womit .. zB Sulfat.
Und als Kathode wuerde man nehmen ..  fast egal, denn Eisen kann man 
nicht aus waessrigen Loesungen abscheiden. also  Kohle, Kupfer, ..

von Stefan L. (stefan_l134)


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Der Fragende schrieb:
> Innen ist leider nur Stahl möglich.

Ist das wirklich absolut fix? Ansonsten wären niedrig schmelzende 
Metalle wie Zinn oder Blei denkbar, die man am Ende ausschmelzen kann.

von Jack V. (jackv)


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Joggel E. schrieb:
> Aber das Ganze ist doch einfach. Mit Strom aetzen. Da Kupfer viel edler
> wie Stahl ist, geht Stahl vorher in Loesung.

Schon mal gemacht? Das sieht in der Theorie ganz ausgezeichnet und 
sauber aus; in der Praxis ist die Forderung, dass nicht ein μm Cu 
abgetragen wird, nicht zu erfüllen.

: Bearbeitet durch User
von Lukas T. (tapy)


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Strom ist vielleicht ganz gut, aber als Lokalelement.
Also den Stahl-Kupfer-Klumpen gut leitend mit Zinn verbinden und in 
einen Zinn(II)-Elektrolyten setzen. So lange Stahl nich da ist, scheidet 
sich Zinn ab. Ist der Stahl weg, schützt das Zinn das Kupfer. Dauert 
halt, müsste aber halbwegs gehen. Nur die Zinnreste müssten ggf. mit 
starker Base vom Kupfer entfernt werden.

Allerdings bin ich mir sicher, dass fast jedes andere Verfahren besser 
ist.

Beitrag #6173185 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6173187 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Udo S. (urschmitt)


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Interessant wird es warum das auf den µm genau sein soll. Was will er 
dann mit so einer hauchdünnen (galvanisiert) Form anfangen.

Soll das was reingegossen werden? Würde durch das Gewicht schon nicht so 
formstabil bleiben.
Welche Materialen die kalt gegossen werden schwinden denn überhaupt 
nicht.
Oder wenn etwas "heisses" reingegossen wird, dehnt sich die Form 
deutlich mehr als µm aus.
Welches Material ist denn in die Form füllbar und danach so fest daß 
sich eine Genauigkeit im Sub-µm Bereich überhaupt sinnvoll macht?
Ausser gehärtetem Stahl oder noch festere Stoffe fällt mir dazu nix ein.

Selbst eine Tastnadel einer Messuhr ist aus gehärtetem Stahl, oder schon 
eine gute Schieblehre.

Scheint also wohl nur ein "Hirnfurz" zu sein der nicht funktionieren 
kann.

von TR.OLL (Gast)


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Stefan L. schrieb:
> Der Fragende schrieb:
>> Innen ist leider nur Stahl möglich.
>
> Ist das wirklich absolut fix? Ansonsten wären niedrig schmelzende
> Metalle wie Zinn oder Blei denkbar, die man am Ende ausschmelzen kann.

Gallium?

von Karl (Gast)


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Der Fragende schrieb:
> Danke erstmal für das hier wohl unvermeidliche Gefasel...

Ohne Worte.

von Fedora (Gast)


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Das wird wohl ein Corona-Kupferhut nach Pyramidenmaßen. Gut Ding will 
Weile haben.

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