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Forum: Haus & Smart Home Werden Solarzellen weniger warm?


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von Test (Gast)


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Solarzellen wandeln ja einen Teil der einfallenden Strahlung ind 
Elektrischen Strom um. Müssten die Solarzellen dann nicht weniger warm 
werden, da diese Energie in anderer Form umgesetzt wird?

von brumbrum (Gast)


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Test schrieb:
> Müssten die Solarzellen dann nicht weniger warm
> werden, da diese Energie in anderer Form umgesetzt wird?

Ja.

Bilder dazu findest Du mit der Google-Bildersuche.

von L. H. (holzkopf)


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Test schrieb:
> Solarzellen wandeln ja einen Teil der einfallenden Strahlung ind
> Elektrischen Strom um. Müssten die Solarzellen dann nicht weniger warm
> werden, da diese Energie in anderer Form umgesetzt wird?

Nein - die Zellen werden deshalb nicht weniger warm.
Ganz im Gegenteil - kannst Du hier unter Thermalisierungsverlusten 
nachlesen.
https://photovoltaiksolarstrom.com/physik/spektrum-solareinstrahlung/

von hmmmm (Gast)


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L. H. schrieb:
> Test schrieb:
>> Solarzellen wandeln ja einen Teil der einfallenden Strahlung ind
>> Elektrischen Strom um. Müssten die Solarzellen dann nicht weniger warm
>> werden, da diese Energie in anderer Form umgesetzt wird?
>
> Nein - die Zellen werden deshalb nicht weniger warm.
> Ganz im Gegenteil - kannst Du hier unter Thermalisierungsverlusten
> nachlesen.
> https://photovoltaiksolarstrom.com/physik/spektrum-solareinstrahlung/

Ich würde darüber noch einmal nachdenken.
Insbesondere im Zusammenhang mit dem Energieerhaltungssatz.

Weil:
Würde das stimmen, müsste eine Solarzelle, die belastet wird, heißer 
werden. Und das bei gleichem Albedo.

D.h. es wird gleich viel Energie reflektiert wie ohne Last, trotzdem 
wird die Zelle heißer UND versorgt gleichzeitig die Last.
Finde den Fehler.

Würde sich das Albedo ändern, müsste die Solarzelle ohne Last heller 
werden, dem ist aber nicht so.

von J. S. (pbr85)


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Weniger warm als was? Die Sonnenoberfläche? Erdoberfläche? Welche 
Albedo?

Kälter als eine schwarze Oberfläche sind sie, aber der Unterschied ist 
nicht sonderlich groß, da der Großteil als Wärme anfällt.

von Gerald K. (geku)


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Bei einem Wirkungsgrad von 25% wird 1/4 in elektrische Energie und 3/4 
in Wärme umgesetzt.

Was aber merkbar ist, ist die Abschattung der Dachfläche durch die 
Panele und damit die Reduzierung der Erhitzung der darunterliegenden 
Räume. Die zwischen Dach und Panel durchstreichende Luft kühlt 
zusätzlich. Das steigert den Wirkungsgrad der Panele, die durch die 
Hitze weniger Spannung liefern.

von L. H. (holzkopf)


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hmmmm schrieb:
> Ich würde darüber noch einmal nachdenken.
> Insbesondere im Zusammenhang mit dem Energieerhaltungssatz.

Worüber sollte ich denn nochmal nachdenken?
Die eingangs gestellte Frage des TE zitierte ich, und die richtige 
Antwort darauf belegte ich mit dem Link.

Bei der ganz generell gestellten Frage sehe ich keinerlei Zusammenhang 
mit dem Energieerhaltungssatz.

Falls Du den sehen solltest, bitte ich Dich um eine nähere Begründung 
dafür.
Insbesonders dazu, wo Du hier ein geschlossenes "isoliertes" System zu 
sehen vermagst. ;)

Warum Du auch noch die Albedo ansprichst erschließt sich mir nicht.
Denn danach wurde doch gar nicht gefragt.
Bezogen auf Zellen geht sie ohnehin im Wirkungsgrad von ihnen "unter".
Und bezogen auf die Umwelterwärmung ist sie eher marginal.

Auch danach, wie sich die Zellen unter Last verhalten, wurde nicht 
gefragt.
Was soll also dieser ganze Quatsch?


Gerald K. schrieb:
> Bei einem Wirkungsgrad von 25% wird 1/4 in elektrische Energie und 3/4
> in Wärme umgesetzt.

M.W. sind die 25% nur grob geschätzt richtig bzw. zu hoch angesiedelt. 
:)

Der nominelle Wirkungsgrad von aktuellen PV-Modulen (auf Silizium-Basis) 
liegt (je nach Qualität) bei ca. 17,5 - 22%.
Heißt - ca. 175 - 220W sind pro m^2 Modulfläche erreichbar.

PV-Anlagen arbeiten arbeiten aber (leider) nicht mit diesem nominellen 
Wert, sondern über das Jahr betrachtet, mit 80 - 90% davon (incl. aller 
Verluste).
>
> Was aber merkbar ist, ist die Abschattung der Dachfläche durch die
> Panele und damit die Reduzierung der Erhitzung der darunterliegenden
> Räume. Die zwischen Dach und Panel durchstreichende Luft kühlt
> zusätzlich. Das steigert den Wirkungsgrad der Panele, die durch die
> Hitze weniger Spannung liefern.

Das ist alles völlig richtig.
V.a. die rückseitige Kühlung der Module ist effizienzsteigernd.

von Achim S. (Gast)


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hmmmm schrieb:
> Ich würde darüber noch einmal nachdenken.
> Insbesondere im Zusammenhang mit dem Energieerhaltungssatz.
>
> Weil:
> Würde das stimmen, müsste eine Solarzelle, die belastet wird, heißer
> werden. Und das bei gleichem Albedo.

Du interpretierst die Frage so, wie sie vom TO höchstwahrscheinlich 
gemeint war.

Holzkopf besteht dagegen auf dem Wortlaut der Frage, wo zwar von einem 
Stromfluss, aber nicht von einem externen Verbraucher die Rede ist. Da 
lässt sich natürlich auch hineininterpretieren, dass keine elektrische 
Energie von der Solarzelle an einen externen Verbraucher abgegeben wird 
(also die Zelle im Leerlauf oder im Kurzschluss betrieben wird). In dem 
Fall führt der "interne" Stromfluss der Zelle letztlich natürlich auch 
nur zur Aufheizung der Zelle.

Vergleicht man dagegen den Leerlauffall (oder Kurzschlussfall) mit der 
Alternative, dass der Zelle elektrische Energie entnommen (z.B. Betrieb 
am MPP) und an einen externen Verbraucher abgegeben wird, dann wird das 
natürlich zu einem Unterschied der Zellentemperatur in beiden Szenarien 
führen (die Energieerhaltung lässt nichts anderes zu).

Aus meiner Sicht ist das von der Frage des TO ebenfalls abgedeckt und 
eigentlich gemeint, aber genügend "guten Willen" vorausgesetzt kann man 
die Frage natürlich auch anders interpretieren.

von Albedo (Gast)


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hmmmm schrieb:
> gleichem Albedo
gleicher
hmmmm schrieb:
> das Albedo
die Albedo

[fem.]

von hmmm (Gast)


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L. H. schrieb:
> hmmmm schrieb:
>> Ich würde darüber noch einmal nachdenken.
>> Insbesondere im Zusammenhang mit dem Energieerhaltungssatz.
>
> Worüber sollte ich denn nochmal nachdenken?
> Die eingangs gestellte Frage des TE zitierte ich, und die richtige
> Antwort darauf belegte ich mit dem Link.
>
> Bei der ganz generell gestellten Frage sehe ich keinerlei Zusammenhang
> mit dem Energieerhaltungssatz.
>
> Falls Du den sehen solltest, bitte ich Dich um eine nähere Begründung
> dafür.

Ich versuche es, nochmal zu verdeutlichen. Möglicherweise interpretieren 
wir ja die Frage unterschiedlich?

Annahme: Gleiche Solarzelle (20% Wirkungsgrad), gleiche Bestrahlung, 
gleiches Albedo unter Last und ohne:

Solarzelle wird elektrisch belastet:
80% wird in Wärme umgesetzt, 20% in Strom. --> 80% "Heizleistung"
unbelastet:
100 wird in Wärme umgesetzt: 100% "Heizleistung"

Folgerung:
Die Zelle wird sich bei Entnahme von elektrischer Energie also weniger 
stark erwärmen, als ohne.

Jetzt würde ich gerne Argumente hören, warum das so nicht sein kann. 
Nicht nur "google" oder "da hast du einen Link der nicht dazupasst".
Wenn Solarzellen ihre Farbe oder Helligkeit ändern, wenn sie belastet 
werden, hätte ich gerne Quellen. Mir wäre das nicht geläuig.

von L. H. (holzkopf)


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hmmm schrieb:
> Ich versuche es, nochmal zu verdeutlichen. Möglicherweise interpretieren
> wir ja die Frage unterschiedlich?

Offensichtlich interpretieren wir die Frage unterschiedlich.
Hier nochmal der Eingangsbeitrag des TE:

Test schrieb:
> Solarzellen wandeln ja einen Teil der einfallenden Strahlung ind
> Elektrischen Strom um. Müssten die Solarzellen dann nicht weniger warm
> werden, da diese Energie in anderer Form umgesetzt wird?

Wo ist denn hier die Rede von einem Stromfluß?
Bereits mit dem ersten Satz befindet sich der TE im Irrtum, weil 
Solarzellen  nämlich nichts weiter tun können als die auf sie 
einwirkende Strahlung in SPANNUNG umzuwandeln:
https://photovoltaiksolarstrom.com/photovoltaiklexikon/volt/

Sicher wird meistens von Solarstrom gesprochen, was aber auch nichts 
daran ändert, daß die eigentliche Umwandlung der Strahlungsenergie 
zunächst mal eine Klemmenspannung generiert.

Und erst wenn diese Klemmenspannung "angezapft" wird, fließt ein Strom.

Wenn Dich die Albedowerte von Solarzellen besonders interessieren:
Sie liegen bei ca. 20%.
Zum Vergleich:
- Wüste ca. 30%
- Wiese unter 20%
- Asphalt ca. 15%

hmmm schrieb:

> Annahme: Gleiche Solarzelle (20% Wirkungsgrad), gleiche Bestrahlung,
> gleiches Albedo unter Last und ohne:

1) Albedo können wir als konstant annehmen.
>
> Solarzelle wird elektrisch belastet:
> (80% wird in Wärme umgesetzt, 20% in Strom. --> 80% "Heizleistung"
> unbelastet:
> 100 wird in Wärme umgesetzt: 100% "Heizleistung"

2) Bei diesen beiden Annahmen bekomme ich nicht gerade "Bauchschmerzen", 
halte sie aber für zu sehr vereinfachend.
>
> Folgerung:
> Die Zelle wird sich bei Entnahme von elektrischer Energie also weniger
> stark erwärmen, als ohne.
>
3) Bisher ist auch das nur eine Annahme.

> Jetzt würde ich gerne Argumente hören, warum das so nicht sein kann.
> Nicht nur "google" oder "da hast du einen Link der nicht dazupasst".

Mit Links will ich Dich nicht "anöden", aber einer sei schon noch 
erlaubt, damit wir Einigkeit darin herstellen können, daß wir 2) 
differenziert betrachten müssen, um weiterkommen zu können:
https://www.weltderphysik.de/gebiet/technik/energie/solarenergie/photovoltaik/grundlagen/

> Wenn Solarzellen ihre Farbe oder Helligkeit ändern, wenn sie belastet
> werden, hätte ich gerne Quellen. Mir wäre das nicht geläuig.

Dazu kann ich dir keine Quellen nennen.

Zu 1):
Können wir vernachlässigen bzw. als konstant annehmen.

Zu 2):
Einverstanden mit der zweiten Annahme (in 2), daß im Leerlauf Zellen in 
ihrer T max. hochlaufen.
Nicht ganz einverstanden bin ich aber damit, daß Du den Wirkungsgrad von 
20% in der ersten Annahme (in 2) von 100% Heizleistung einfach abziehst 
und dadurch zu 3) kommst.
Das scheint mir zu sehr vereinfachend zu sein.

Dann sehen wir uns das gemeinsam mal näher an, was dabei intern in einer 
Zelle eigentlich los ist. ;)

A): Nehmen wir dabei zunächst mal die Leerlauf-U einer Zelle an, bei der 
nicht nur ihre T max. wird, sondern auch ihre bereitgestellte 
Klemmenspannung.
Wobei es nicht ganz unerheblich ist, daß es sich dabei um eine 
Gleichspannung handelt.

Dabei dürfte auch die U max. werden und bleiben.
Heißt - die Photonen "prasseln" zwar auf die Zelle ein, können aber 
dadurch keine weitere U-Steigerung mehr bewirken.
Gleichbedeutend mit Stillstand der Elektronen in der Zelle, wenn wir den 
Ausgleich geringfügiger U-Verluste vernachlässigen?

Wir wissen, daß Zellen nur eine gewisse "Bandbreite" der Strahlung in 
Spannung "umwandeln" können.
Müßten wir uns deshalb dann nicht auch fragen, welche weiteren Anteile 
der Strahlung für die T-Erhöhung auch noch in Frage kommen könnten?

Weiß ich jetzt auf Anhieb auch nicht so genau - können wir aber separat 
klären.
Ist auch nicht ganz so wichtig, weil es dabei nicht um "des Pudels Kern" 
geht.

Der aus meiner Sicht nur darin liegt, was in Zellen los ist, wenn

B): Die Klemmenspannung mit einer Stromanforderung belastet wird.
Nehmen wir dazu einfach eine simple Glühlampe an, welche die max. U 
"verkraften" kann und dabei auch ganz ordentlich Strom zieht.

Was sollte dabei anderes geschehen können, als daß die U dadurch sofort 
"herunterbricht" und sich schlagartig (intern in der Zelle) wieder 
Elektronen bewegen werden?
"Herausgepeitscht" durch die Photonen - aber nicht im Vakuum, sondern 
aus irdischer Materie.

Glaubst Du im Ernst, daß das reibungslos abläuft?
Und dadurch keine Reibungswärme entsteht?

Wenn ich einen Nachweis erbringen wollte, daß sich eine Zelle unter 
Stromanforderung abkühlt, würde ich das messen, um 3) einigermaßen 
sicher behaupten zu können. :)

So einfach verhält sich das:
Schon immer war die Experimentalphysik die Grundlage dafür, um 
weiterkommen zu können.
Daran wird sich auch nie etwas verändern.

von Karl K. (karl2go)


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Test schrieb:
> Solarzellen wandeln ja einen Teil der einfallenden Strahlung ind
> Elektrischen Strom um. Müssten die Solarzellen dann nicht weniger warm
> werden, da diese Energie in anderer Form umgesetzt wird?

Ich hab das vor Jahren mal bei Qcells angefragt und die haben das 
bestätigt:

Eine Solarzelle der eine Leistung entnommen wird wird weniger warm als 
eine Zelle bei gleicher Einstrahlung im Leerlauf oder Kurzschluss.

Im Leerlauf (U=max, I=0) sorgen interne Rekombinationsvorgänge in den 
Zellen dafür, dass die Spannung nicht weiter ansteigt, die Leistung wird 
dabei in Wärme umgesetzt.

Im Kurzschluss (U=0, I=max) wird die Leistung am Innenwiderstand der 
Zellen in Wärme umgesetzt.

L. H. schrieb:
> Bereits mit dem ersten Satz befindet sich der TE im Irrtum, weil
> Solarzellen  nämlich nichts weiter tun können als die auf sie
> einwirkende Strahlung in SPANNUNG umzuwandeln:

Nein. Die Photonen bewirken eine Ladungsverschiebung. Kann kein Strom 
fließen, baut sich eine Spannung auf, bis das elektrische Feld so groß 
wird dass Rekombinationsvorgänge weiteren Spannungsanstieg begrenzen => 
Leerlaufspannung.

Wird der Zelle ein Strom entnommen, fließen die Ladungen extern ab.

Man muss da in Ladungen denken, Spannung und Strom sind nur eine Folge 
davon.

von Elektrofan (Gast)


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Ganz kurz, nochmal wiederholt:
Energieerhaltungssatz.

Der gilt (zumindest bis auf weiteres) nicht nur bei Fettsäcken/Innen,
sondern auch bei Sonnenzellen.   ;-)

von hmmm (Gast)


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Elektrofan schrieb:
> Ganz kurz, nochmal wiederholt:
> Energieerhaltungssatz.
>
> Der gilt (zumindest bis auf weiteres) nicht nur bei Fettsäcken/Innen,
> sondern auch bei Sonnenzellen.   ;-)

Ich behauptete, dieser wäre gültig, man ist hier offensichtlich anderer 
Meinung.

Da kann ich nur hilflos mit der Schulter zucken.

von MaWin (Gast)


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L. H. schrieb:
> Die eingangs gestellte Frage des TE zitierte ich, und die richtige
> Antwort darauf belegte ich mit dem Link.

Nein, du belegst mit dem Link nur,
daß du die Frage nicht verstanden hast.

von Achim S. (Gast)


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Elektrofan schrieb:
> Der gilt (zumindest bis auf weiteres) nicht nur bei Fettsäcken/Innen,
> sondern auch bei Sonnenzellen.   ;-)

Ach Jungs: Holzkopf interpretiert die Frage anders als die Mehrheit 
hier. Bei seiner Interpretation der Frage ist mit seiner Antwort der 
Energieerhaltungssatz ebenfalls eingehalten.

Das hab ich oben schon versucht zu erklären:

Achim S. schrieb:
>
> Du interpretierst die Frage so, wie sie vom TO höchstwahrscheinlich
> gemeint war.
>
> Holzkopf besteht dagegen auf dem Wortlaut der Frage, wo zwar von einem
> Stromfluss, aber nicht von einem externen Verbraucher die Rede ist. Da
> lässt sich natürlich auch hineininterpretieren, dass keine elektrische
> Energie von der Solarzelle an einen externen Verbraucher abgegeben wird
> (also die Zelle im Leerlauf oder im Kurzschluss betrieben wird). In dem
> Fall führt der "interne" Stromfluss der Zelle letztlich natürlich auch
> nur zur Aufheizung der Zelle.

Holzkopf hat das später in diesem Beitrag 
Beitrag "Re: Werden Solarzellen weniger warm?" sehr detailliert 
bestätigt.

Es geht hier allein um unterschiedliche Interpretationen der Frage, 
nicht um unterschiedliche Interpretationen von Naturgesetzen. Und die 
Fragestellung des TO ist unspezifisch genug, um auch die Interpretation 
von Holzkopf zuzulassen (auch wenn ich ebenfalls davon ausgehe, dass die 
Frage anders gemeint war als Holzkopf interpretiert).

von korax (Gast)


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L. H. schrieb:
> Müßten wir uns deshalb dann nicht auch fragen, welche weiteren Anteile
> der Strahlung für die T-Erhöhung auch noch in Frage kommen könnten?
>
> Weiß ich jetzt auf Anhieb auch nicht so genau -

Ist doch ganz einfach:
eingestrahlte Leistung (egal welche Wellenlänge) = Wärmeleistung + 
elektrische Leistung
=>
Wärmeleistung = eingestrahlte Leistung - elektrische Leistung (die 
abgeführt wird)

von L. H. (holzkopf)


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Karl K. schrieb:
> Ich hab das vor Jahren mal bei Qcells angefragt und die haben das
> bestätigt:
>
> Eine Solarzelle der eine Leistung entnommen wird wird weniger warm als
> eine Zelle bei gleicher Einstrahlung im Leerlauf oder Kurzschluss.

Gut, daß sich nun das geklärt hat.
Wurde Dir auch gesagt in welcher Größenordnung das "weniger warm" dabei 
liegt?

Dazu fand ich nämlich bisher nichts Konkretes.

Karl K. schrieb:
> L. H. schrieb:
>> Bereits mit dem ersten Satz befindet sich der TE im Irrtum, weil
>> Solarzellen  nämlich nichts weiter tun können als die auf sie
>> einwirkende Strahlung in SPANNUNG umzuwandeln:
>
> Nein. Die Photonen bewirken eine Ladungsverschiebung. Kann kein Strom
> fließen, baut sich eine Spannung auf, bis das elektrische Feld so groß
> wird dass Rekombinationsvorgänge weiteren Spannungsanstieg begrenzen =>
> Leerlaufspannung.
>
> Wird der Zelle ein Strom entnommen, fließen die Ladungen extern ab.
>
> Man muss da in Ladungen denken, Spannung und Strom sind nur eine Folge
> davon.

Am besten denkt man wohl in Richtung der Kausalkette, die tatsächlich 
zellenintern abläuft:
Photonen verschieben/verlagern Elektronen, was zu einem 
Ladungsunterschied bzw. Spannungs-Aufbau in den Schichten führt.

https://www.leifiphysik.de/quantenphysik/quantenobjekt-photon/grundwissen/erklaerungsprobleme-des-photoeffekts

Silizium-Solarzelle:
http://www.sfv.de/lokal/mails/phj/solarzel.htm

von Udo S. (urschmitt)


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Karl K. schrieb:
> Man muss da in Ladungen denken, Spannung und Strom sind nur eine Folge
> davon.

L. H. schrieb:
> Am besten denkt man wohl in Richtung der Kausalkette, die tatsächlich
> zellenintern abläuft:
> Photonen verschieben/verlagern Elektronen, was zu einem
> Ladungsunterschied bzw. Spannungs-Aufbau in den Schichten führt.

Das ist alles unnötig. Der Energieerhaltungssatz genügt vollständig.
Annahme ist, daß die Solarzelle in allen Fällen immer den gleichen 
Anteil der Sonneneinstrahlung absorbiert, bzw. reflektiert (ohne 
Berücksichtigung der Emisssion von Infrarotstrahung durch eigene 
Erwärmung).

Unter dieser Annahme ist die Erwärmung durch die eingestrahlte 
Sonnenenergie umso geringer je mehr Energie in Form von elektrischer 
Energie abgegeben wird.

W(einstrahlung) = W(eigenerwärmung) + W(elektr. abgabe)

L. H. schrieb:
> Wurde Dir auch gesagt in welcher Größenordnung das "weniger warm" dabei
> liegt?

Wenn eine Solarzelle 20% Wirkungsgrad hat und auch so betrieben wird 
(MPPT) , dann wird 80% der eingestrahlten Energie in Wärme umgewandelt, 
und 20% liefert die Solarzelle als elektrische Arbeit an den 
Verbraucher.

von korax (Gast)


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L. H. schrieb:
> in welcher Größenordnung das "weniger warm" dabei
> liegt?

In der Größenordnung der entnommenen elektrischen Leistung.

von Karl K. (karl2go)


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Udo S. schrieb:
> Das ist alles unnötig. Der Energieerhaltungssatz genügt vollständig.

Das ist halt der Unterschied zwischen Anwälten und Ingenieuren.

Der Anwalt sagt: Es ist Gesetz, mehr muss ich nicht wissen. Der 
Ingenieur fragt: Ja schon, aber warum? Ich will das verstehen.

L. H. schrieb:
> Wurde Dir auch gesagt in welcher Größenordnung das "weniger warm" dabei
> liegt?

Hängt sehr stark vom Aufbau ab. Das Temperaturgleichgewicht stellt sich 
ein, wenn die abgestrahlte Leistung über den gesamten Spektralbereich 
gleich der absorbierten Leistung ist. Stefan-Boltzmann-Gesetz

P = k A T^4 (wichtig: T in K rechnen)

Nur: Wenn die Solarzelle hinten offen ist, ist die abstrahlende Fläche 
gleich mal doppelt so groß wie die absorbierende. Das kann bei 80°C 
schnell mal 50K Unterschied ausmachen.

Bei gleichen Bedingungen sind 20% weniger Leistung - weil elektrisch 
abgeführt - etwa 20K weniger bei einer 80°C warmen Zelle.

Das berücksichtigt aber nur die Wärmestrahlung, dazu kommt noch 
verstärkte Konvektion bei höhere Temperatur, eventuell Wind. Aber es 
sollte meßbar sein.

von my2ct (Gast)


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Der Titel dieses Threads ist genauso sinnvoll, wie die Aussage:
"Nachts ist es kälter als draußen"

von Da D. (dieter)


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Karl K. schrieb:
> Das ist halt der Unterschied zwischen Anwälten und Ingenieuren.
>
> Der Anwalt sagt: Es ist Gesetz, mehr muss ich nicht wissen. Der
> Ingenieur fragt: Ja schon, aber warum? Ich will das verstehen.

Das genaue Gegenteil ist der Fall. Der Anwalt sagt "Das ist das Gesetz. 
Aber mal sehn, ob ich das nicht durch geschickte Argumentation so 
hindrehen kann, dass es zu meinem gewünschten Ergebniss passt.

Der Ingenier sagt: Ok, das ist ein universell gültiges Naturgesetz. 
Damit muss ich arbeiten, damit das was ich baue, funktioniert.

von Paul (Gast)


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Der Energieerhaltungssatz alleine reicht hier aber nicht. Es braucht 
schon die Annahme, das die Zelle alle Photonen im relevanten 
Wellenlängenbereich absolviert. Wäre ja auch denkbar das Zellen ohne 
Last heller aussehen.

von Sven B. (scummos)


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Paul schrieb:
> Wäre ja auch denkbar das Zellen ohne
> Last heller aussehen.

Das stimmt. Nun die interessante Frage: ist das so? Mit bloßem Auge 
erkennbar ist der Effekt eher nicht, aber vielleicht ist er messbar?

: Bearbeitet durch User
von J. S. (pbr85)


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Sven B. schrieb:
> Paul schrieb:
>> Wäre ja auch denkbar das Zellen ohne
>> Last heller aussehen.
>
> Das stimmt. Nun die interessante Frage: ist das so? Mit bloßem Auge
> erkennbar ist der Effekt eher nicht, aber vielleicht ist er messbar?

Warum sollten sie?

von Sven B. (scummos)


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J. S. schrieb:
>> Das stimmt. Nun die interessante Frage: ist das so? Mit bloßem Auge
>> erkennbar ist der Effekt eher nicht, aber vielleicht ist er messbar?
>
> Warum sollten sie?

Naja, die direkteste Antwort ist wohl: es könnte ja sein, dass der 
Absorptionsquerschnitt für die einfallende Strahlung von der 
Zellspannung oder dem Strom abhängt.

von Wolfgang (Gast)


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Paul schrieb:
> Es braucht schon die Annahme, das die Zelle alle Photonen im relevanten
> Wellenlängenbereich absolviert.

Du sprichst wirr.
https://www.wissen.de/fremdwort/absolvieren

von Arno (Gast)


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J. S. schrieb:
> Sven B. schrieb:
>> Paul schrieb:
>>> Wäre ja auch denkbar das Zellen ohne
>>> Last heller aussehen.
>>
>> Das stimmt. Nun die interessante Frage: ist das so? Mit bloßem Auge
>> erkennbar ist der Effekt eher nicht, aber vielleicht ist er messbar?
>
> Warum sollten sie?

Es könnten bei der Rekombination Photonen emittiert werden. Müsste ja 
nichtmal im sichtbaren Spektrum sein bzw. bei einer Leerlaufspannung von 
~0,5V wäre es sogar sehr unwahrscheinlich, dass sichtbare Photonen 
emittiert werden.

MfG, Arno

von Achim S. (Gast)


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Arno schrieb:
> Es könnten bei der Rekombination Photonen emittiert werden

die meisten Solarzellen sind aus Silizium. das ist ein Halbleiter mit 
indirekter Bandlücke, strahlende Rekombination gibt es da kaum.

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