Hallo
Wie groß ist die Durchschnittliche Leistung eines Drehstrommotors im
Elektroauto?
zb eines 100Ps Autos
Hat der Motor dann Wirklich eine Leistung von , bei Nennbetrieb? ca
70KW?
solche Motoren hab ich aus der Industrie so Groß wie ein halbes Auto in
Erinnerung
oder habe ich einen Denkfehler, an der Sache
mfg josef
josef schrieb:> solche Motoren hab ich aus der Industrie so Groß wie ein halbes Auto in> Erinnerung
Dabei denkst du an die typischen Asynchronmaschinen, oder? Viel Eisen,
viel Kupfer...
Im Auto sind's BLDCs (bzw. PMSMs). Durch Permanentmagnete deutlich
kompakter und effizienter.
Ein Motor mit 10kW wiegt so 15...20kg.
josef schrieb:> solche Motoren hab ich aus der Industrie so Groß wie ein halbes Auto in> Erinnerung
Huh?
Kleines Beispiel. Folgendes nimmt man beispielsweise in der
Automatisierungstechnik:
https://download.br-automation.com/BRP44400000000000000296472/8KSL8_8KSM8.pdf?px-hash=0aa3a1a1567f44a3e5d841fc26a40b30&px-time=1584083913
Der größte hat über 50kW. die sind so grob 26x26x60cm. Schon ein
schweres Trumm, ich musste die schon schleppen (zu zweit).
Nur, der 50kW muss den Vergleich mit einem 100PS Verbrenner nicht
scheuen. E-Motore sind gut überlastbar für kurze Zeit. So im Punkto
Drehmoment sticht er den 100PS Verbrenner locker aus. Und den schleppst
du nicht.
Dazu sind die Motoren für die Automatisierungstechnik nicht wirklich auf
kleine Baugrößen optimiert.
--> Verglichen mit einem Verbrenner gleicher Leistung winzig.
Das sind Industriemotore, die auch die volle Leistung bringen, nicht
"bis zu". aus dem 50kW bringt man locker 100kW raus, für kurze Zeit.
Sebastian R. schrieb:> Im Auto sind's BLDCs (bzw. PMSMs). Durch Permanentmagnete deutlich> kompakter und effizienter.
Im Tesla, ich glaub nur früher? auch Asynchronmotoren und heute auch
beim Model 3 auch Reluktanzmotoren.
Timo N. schrieb:> Sebastian R. schrieb:>> Im Auto sind's BLDCs (bzw. PMSMs). Durch Permanentmagnete deutlich>> kompakter und effizienter.>> Im Tesla, ich glaub nur früher? auch Asynchronmotoren und heute auch> beim Model 3 auch Reluktanzmotoren.
Das im Tesla ist aber eine PMSMs welche ein erwähnenswertes aber dennoch
nur kleines Reluktanzmoment erzeugt …
So wie bei anderen Herstellern vor ein paar Jahren auch schon. Das
bringt einfach einen guten Wirkungsgrad in einem breiten Band.
Die Asynchronmaschine ist nur zum abrufen kurzzeitiger hoher Leistung.
Gut Überlast fähig, günstig und lässt sich gut "schleppen".
Mein altes Tesla Model S von 2013 und nur Heckantrieb, hat den großen
Asynchronmotor verbaut.
Kurzzeitige Leistung: 311kW
Dauerleistung: 69kW
Reicht für konstante 210km/h
Christian_RX7
Zum Cruisen im Stadtverkehr mit 1 Tonne Auto reicht beim Kewet ein 8kW
Motor, den man dann so bei dreiviertel Leistung betreibt für 60km/h.
Der Kewet ist etwa vergleichbar mit einem Smart One.
PS: Der Motor war beim Kewet ein dicker Bürstenmotor von Trige - sicher
heutzutage nicht mehr die effektivste Sorte E-Maschine.
Christian K. schrieb:> Mein altes Tesla Model S von 2013 und nur Heckantrieb, hat den großen> Asynchronmotor verbaut.> Kurzzeitige Leistung: 311kW> Dauerleistung: 69kW> Reicht für konstante 210km/h>> Christian_RX7
Stimmt die alten Modelle waren mit Asynchronmaschine. Zulassung eines
Fahrzeug mit PSM ist natürlich auch deutlich komplexer + der Preis der
Maschine ist natürlich ein Thema.
Aber aus technischer Sicht ist vorne PSynchron (mit erhöhtem
Reluktanzmoment) und hinten Asynchron schon relativ sinnig sag ich mal …
zumindest wenn man alles antreiben will.
josef schrieb:> Wie groß ist die Durchschnittliche Leistung eines Drehstrommotors im> Elektroauto?
26kW.
> zb eines 100Ps Autos> Hat der Motor dann Wirklich eine Leistung von , bei Nennbetrieb? ca> 70KW?
Genau so wenig, wie ein 100PS Benzinmotor immer 70kW an der Welle
liefern würde und entsprechend Benzin fressen würde.
Also natürlich nein: mit dauetnd 70kW würde ein Auto dauernd
beschleunigen, bis der Luftwiderstand die 70kW erfordert, also wohl bei
200km/h.
josef schrieb:> solche Motoren hab ich aus der Industrie so Groß wie ein halbes Auto in> Erinnerung
Dauerlauffest.
Automotoren können, ebenso wie noch krasser Modellbau-Spielzeugmotoren,
ihre Leistung nur kurzzeitig bringen. 1 Minute beschleunigen, dann
wieder abkühlen. Und selbst auf die Art leben sie nur ca. 2000 Stunden,
ein Industriemotor muss aber 25 Jahre = 200000 halten. Ein Formel 1
Motor ist ggf. schon nach 20 Stunden kaputt.
Würdd man z.B. mit einem Tesla dauernd Vollgas fahren, sind die Akkus
nach 70km leer.
MaWin schrieb:> josef schrieb:>> solche Motoren hab ich aus der Industrie so Groß wie ein halbes Auto in>> Erinnerung>> Dauerlauffest.>> Automotoren können, ebenso wie noch krasser Modellbau-Spielzeugmotoren,> ihre Leistung nur kurzzeitig bringen. 1 Minute beschleunigen, dann> wieder abkühlen. Und selbst auf die Art leben sie nur ca. 2000 Stunden,> ein Industriemotor muss aber 25 Jahre = 200000 halten. Ein Formel 1> Motor ist ggf. schon nach 20 Stunden kaputt.>> Würdd man z.B. mit einem Tesla dauernd Vollgas fahren, sind die Akkus> nach 70km leer.
Ich kenne allerdings auch schon E-Maschinen in Autos die über 10.000 h
hinter sich haben. Wobei es stimmt das zumindest eine Zehnerdekade
zwischen Auto E-Maschinen und Antrieben aus der Industrie liegt. Beim
Auto ist natürlich auch die Frage wie belastet man das System selbst,
was bestimmt mindestens bis zu Faktor 10 ausmacht.
PSM reagiert natürlich auf einzelne Überlastfälle empfindlicher als
Asynchron (zumindest wenn der ordentlich gemacht wurde). Anderer Punkt
ist wieviel Überlast erlaubt der Hersteller, wie oft ist das Fahrzeug
bei PSM in eine Notfallabschaltung im Betrieb gegangen (der "Notaus" bei
Fahrt ist alles andere als förderlich für die Lebensdauer).
Sebastian R. schrieb:> josef schrieb:>> solche Motoren hab ich aus der Industrie so Groß wie ein halbes Auto in>> Erinnerung>> Dabei denkst du an die typischen Asynchronmaschinen, oder? Viel Eisen,> viel Kupfer...
Richtig, wobei man Asynchronmaschinen ja durchaus kompakter bauen kann.
Spätestens wenn ein Motor wassergekühlt ist, kann er gleich wesentlich
kompaktier werden.
Im Endeffekt ist alles nur eine Preisfrage. Dort, wo Größe und Gewicht
egal sind, werden in der Industrie halt relativ riesige, luftgekühlte
Standardmotoren verwendet. Wo eine kleine Bauform gefragt ist, wird eben
etwas mehr ausgegeben um diese zu erreichen.
josef schrieb:> Wie groß ist die Durchschnittliche Leistung eines Drehstrommotors im> Elektroauto?
Bei einem angenommenen Durchschnittsverbrauch von z.B. 15kWh/100km und
100km/h Durchschnittsgeschwindigkeit (gemütliche Heimfahrt auf der
Autobahn, zwecks einfachem Rechnen) wären es 15kW Durchschnittsleistung.
Beschleunigen braucht halt mehr, dahincruisen auf der Autobahn weniger.
Rasen braucht mehr, schleichen weniger.
MaWin schrieb:> Automotoren können, ebenso wie noch krasser Modellbau-Spielzeugmotoren,> ihre Leistung nur kurzzeitig bringen. 1 Minute beschleunigen, dann> wieder abkühlen. Und selbst auf die Art leben sie nur ca. 2000 Stunden,> ein Industriemotor muss aber 25 Jahre = 200000 halten. Ein Formel 1> Motor ist ggf. schon nach 20 Stunden kaputt.
Was bitte soll da so schnell verschleißen? Die Motoren sind im
Normalfall Wassergekühlt, über 100°C werden sie also kaum heiß.
Üblicherweise wird in der Industrie über den Flansch gekühlt, und
Temperaturen auf der Motoroberfläche von >100°C sind keine Seltenheit.
Die laufen also viel heißer, als ein Automotor. Trotzdem halten die 20
Jahre. Warum sollte ein wassegekühlter Automotor nach lediglich 2000h
versterben?
Die Leistungsreduktion bei Überhitzung ist übrigens recht moderat. Ich
habe es nicht geschafft, das jemals zu triggern. Mein Auto hat 110kW,
selbst mit einer Reduktion von 50% schafft man problemlos noch >130km/h
auf der Autobahn. Soweit mir bekannt, wird aber lediglich auf 90kW
begrenzt.
Was immer noch mehr ist, als 50% der anderen Autos haben...
MaWin schrieb:> josef schrieb:>> solche Motoren hab ich aus der Industrie so Groß wie ein halbes Auto in>> Erinnerung>> Dauerlauffest.
Jein. Die Auslegung mag durchaus unterschiedlich sein, aber die
Standard-Industrie-Asynchronmaschine bringt bei 200kw schon gut und
gerne 1-1,5 Tonnen auf die Waage[1], die ist einfach nicht das Höchste
der Gefühle was Leistungsdichte betrifft, dafür ist sie halt billig.
Optimierte Bauform, verbesserte Kühlung und im Idealfall (zumindest
ideal für die Baugröße) Austausch der ASM gegen eine PSM bieten da auch
ohne Einschränkung der Dauerlauffestigkeit einiges an
Optimierungspotential.
[1] https://steelofab.net/pdf/1LA8%20-1PQ8%20MOTORS.pdfMaWin schrieb:> Und selbst auf die Art leben sie nur ca. 2000 Stunden,> ein Industriemotor muss aber 25 Jahre = 200000 halten. Ein Formel 1> Motor ist ggf. schon nach 20 Stunden kaputt.
2000h Haltbarkeit ist etwas übertrieben, das wären bei 70km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit gerade mal 140.000km Haltbarkeit, bei
50km/h Durchschnitt nur noch 100.000km. So früh gehen normalerweise nur
Turbobenziner ein ;)
Aber ja, selbst wenn das Auto 500.000 Kilometer hält, sind das selbst
bei 50km/h Durchschnitt gerade mal 10.0000 Betriebsstunden, immer noch
eine Größenordnung unter Industriemotoren.
josef schrieb:> solche Motoren hab ich aus der Industrie so Groß wie ein halbes Auto in> Erinnerung
Nur ein paar Hausnummern grob zum Abschätzen.
6-polige Asynchronmaschine DRN160M4/FF
1
Motorleistung 11 kW
2
Drehmoment 108 Nm
3
Nettogewicht 115 kg
HPM-10KW BLDC Motor
1
Motorleistung 10 kW
2
Drehmoment 38,5 Nm
3
Nettogewicht 17 kg
In die Richtung deiner 70kW geht als Beispiel noch ein Asynchroner mit
75kW/727 Nm, der 515 kg wiegt.
Respekt vor dir und deinem Kollegen. Was bist du? Hulk?! :o)
Dass diese Typen unterschiedliche Konstruktion, Kennlinien, Robustheit,
etc. und Anwendungsbereiche haben versteht sich von selbst.
vn nn schrieb:> Aber ja, selbst wenn das Auto 500.000 Kilometer hält, sind das selbst> bei 50km/h Durchschnitt gerade mal 10.0000 Betriebsstunden, immer noch> eine Größenordnung unter Industriemotoren.
Üblich ist (soweit mir bekannt) eine "Lebensdauer" von 8760h bei
Automotive.
Aber das heißt nicht, dass die Bauteile darauf optimiert sind, nach
8760h zu verrecken, sondern dass die zugesicherten Eigenschaften für
diese Zeit vom Hersteller garantiert werden müssen. Über den ganzen
Temperaturbereich.
Das dürfte für Motoren ebenfalls gelten.
Leben tut das Zeug viel länger, insbesondere bei moderaten Temperaturen.
Quelle ist irgendein FAE, soweit ich mich erinnere.
Naja, Vermutungen, weil ich im industriellen Bereich arbeite ;-)
Kann hier mal ein Automotive-Mensch Aufklärung schaffen, wie das jetzt
genau ist?
Squierrel schrieb:> Ich kenne allerdings auch schon E-Maschinen in Autos die über 10.000 h> hinter sich haben.
Ein Auto fährt im Durchschnitt 50-80 k/h.
10000h wären 500.000 bis 800.000 km.
Es gibt einzelne Teslas die das schon erreicht haben.
Aber dazu muss man Taxifahrer oder Handelsreisender sein.
Du hast das nicht.
Blumpf schrieb:> Üblich ist (soweit mir bekannt) eine "Lebensdauer" von 8760h bei> Automotive.> Aber das heißt nicht, dass die Bauteile darauf optimiert sind, nach> 8760h zu verrecken, sondern dass die zugesicherten Eigenschaften für> diese Zeit vom Hersteller garantiert werden müssen. Über den ganzen> Temperaturbereich.> Das dürfte für Motoren ebenfalls gelten.>> Leben tut das Zeug viel länger, insbesondere bei moderaten Temperaturen.> Quelle ist irgendein FAE, soweit ich mich erinnere.>> Naja, Vermutungen, weil ich im industriellen Bereich arbeite ;-)> Kann hier mal ein Automotive-Mensch Aufklärung schaffen, wie das jetzt> genau ist?
Dann packe ich mal aus:
8000h mit entsprechenden Extremfällen … -> unter 10.000 h wäre selbst im
Falle eines Heizers eine Fehlauslegung bzw. auf einen Design Fehler
zurückzuführen. In km gibt es ein Minimum von 300.000 km wo wir für
jeden verfrühten Ausfall eins auf den Deckel bekommen. Bei
Gelände-Rennfahrten ist es eine Ecke weniger an km. Ich selbst mache
aber nur SW und keine Antriebe oder Hardware.
P.S. bin auch noch nicht ewig in dem Bereich. War vorher auch im
Industriebereich. Bin also noch kein erfahrener Automotive Experte!
Kann sein das auch irgendwo die 8760h auftauchen. Ich kenne aber nur die
300.000 km, eine Grenze für Geländerennstrecke (Betriebsinterne Vorgabe)
und die 8000h mit den entsprechenden Extremfällen.
Squierrel schrieb:> Dann packe ich mal aus:> 8000h mit entsprechenden Extremfällen … -> unter 10.000 h wäre selbst im> Falle eines Heizers eine Fehlauslegung bzw. auf einen Design Fehler> zurückzuführen. In km gibt es ein Minimum von 300.000 km wo wir für> jeden verfrühten Ausfall eins auf den Deckel bekommen. Bei> Gelände-Rennfahrten ist es eine Ecke weniger an km. Ich selbst mache> aber nur SW und keine Antriebe oder Hardware.
Klingt vernünftig.
Ausfälle verlaufen ja eine nach einer Badewannenfunktion, und wenn die
Steigung des anderen Randes bei 300tkm oder 10000h beginnt, wird man bei
normaler Fahrweise locker mit 500tkm rechnen können, bevor die Zahl der
Ausfälle relevant wird.
Siehe auch:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ausfallverteilung
Und damit hat ein Motorausfall für ein normal genutztes Auto keine
praktische Bedeutung.
Es wird sich sicher ein anderes Bauteil finden, das dann den Herstellern
Geld in die Kasse spült. Da glaube ich nicht einmal an den Akku. Ich
tippe auf lanjährige Klassiker: Rost und Design.
Squierrel schrieb:> In km gibt es ein Minimum von 300.000 km wo wir für> jeden verfrühten Ausfall eins auf den Deckel bekommen.
Na ja, der VDA spezifiziert für Elektronik eine Haltbarkeit von 15
Jahren, 250.000 km.
Also 50000 weniger.
Was nicht heisst, daß er Schrott nicht oft schon nach 50000 ausfällt.
Autohersteller spezifizieren für ihre Entwicklungsabteilungen 7 Jahre
Haltbarkeit (km-Leistung dabei je nach Fahrzeigklasse), danach ist es
dennen egal.
Auch von daher haben sie keine Schnitte gegen Tesla, die offenkundig
problemlos jenseits der 50000 km halten. Sind halt nicht auf geplante
Obsoleszenz hin entwickelt.
Man sagt, tesla hat inzwischen 10 Jahre Vorsprung vor den faulen
Autokozternen. Die Produktionskosten z.B. eines Cybertruck betragen nur
einen Bruchteil der von etalierten Herstellern mit ihren teuren Autos.
Es ist halt einfach die völlig falsche Philosophie , die sich seit
Jahrzehnten der Bequemlichkeit und BWL Gier in den Chefetagen der alten
Autokotzerne festgesetzt hat.
Blumpf schrieb:> Üblich ist (soweit mir bekannt) eine "Lebensdauer" von 8760h bei> Automotive.> Aber das heißt nicht, dass die Bauteile darauf optimiert sind, nach> 8760h zu verrecken, sondern dass die zugesicherten Eigenschaften für> diese Zeit vom Hersteller garantiert werden müssen. Über den ganzen> Temperaturbereich.> Das dürfte für Motoren ebenfalls gelten.
Dann waren die 10.000h Stunden ja eh ganz gut geraten.
Squierrel schrieb:> In km gibt es ein Minimum von 300.000 km wo wir für> jeden verfrühten Ausfall eins auf den Deckel bekommen. Bei> Gelände-Rennfahrten ist es eine Ecke weniger an km. Ich selbst mache> aber nur SW und keine Antriebe oder Hardware.
Das heißt, die Turbobenziner von VW gelten vermutlich als Rennfahrzeug,
wenn sie regelmäßig mit <100.000 km an der Steuerkette verreckten
SCNR
Für einen Elektromotor sollten aber die 300.000km tatsächlich absolut
kein Problem sein.
MaWin schrieb:> Squierrel schrieb:>> In km gibt es ein Minimum von 300.000 km wo wir für>> jeden verfrühten Ausfall eins auf den Deckel bekommen.>> Na ja, der VDA spezifiziert für Elektronik eine Haltbarkeit von 15> Jahren, 250.000 km.
Die 15 Jahre kann ich dir zumindest bestätigen … die finde ich auch mit
Strg + F in unseren Anforderungen ;)
Bei uns stehen aber wirklich recht hart definierte 300.000 km drin.
Die Firmen im Automotive Bereich sind nicht so böse wie du meinst. Wobei
ein Teil finde ich auch mit 150.000 km (Hybrid). Da sollen die Kunden
dann wohl doch mal nach 200.000 km in die Werkstatt. Liegt aber glaube
eher daran, dass eine wirkliche Sicherstellung für 300.000 km auch recht
teuer und gewissen Aspekten aus technischer Sicht ungünstig wäre.
-> 1h Einbau + Ersatzteilkosten mit Lagerhaltung sagen wir absolutes
Minimum 200,- €. Die Frage ist natürlich was nimmt der OEM bzw.
Werkstatt Final dafür ;).
Im vergleich zum Verbrenner fragt man sich aber schon wie davon
langfristig so viele Menschen in Lohn davon leben sollen …
Thomas S. schrieb:> "Absolut kein Problem" würd ich nicht behaupten.> Der 1 Millionen Kilometer Tesla brauchte 4 Motoren.> https://www.autobild.de/artikel/tesla-model-s-eine-million-kilometer-16130445.html
Das waren die alten Motoren (vor 2016), die aber grundsätzlich auch
nicht defekt waren, sondern nur etwas lauter wurden. Diese Drive-Units
wurden zurückgenommen, aufbereitet, verbessert und wieder eingebaut.
Heute geht man für eine Drive-Unit von einer Lebensdauer von 1 Million
Meilen aus.
Christian
MaWin schrieb:> Man sagt, tesla hat inzwischen 10 Jahre Vorsprung vor den faulen> Autokozternen. Die Produktionskosten z.B. eines Cybertruck betragen nur> einen Bruchteil der von etalierten Herstellern mit ihren teuren Autos.
Prinzipiell ja nett mal alles zu hinterfragen wo man Kosten sparen
könnte indem man mal umdenkt. Aber an den Einstiegspreisen für
Volumenmodelle sieht man doch, wie billig ein Auto sein kann, auch wenn
es mit herkömmlichen Pressen gebaut wird. Wenn dann so ein Auto wie z.B.
ein kompletter Golf für deutlich weniger als 10.000 Euro hergestellt
werden kann, fragt man sich schon ob es wirklich nötig ist alle Schalter
über einen gefährlichen und unkomfortablen Touchscreen wegzuoptimieren,
oder die Karosserie nur noch aus rechteckigen Blechteilen
zusammenzuschweißen, wenn man dadurch ein paar wenige Euro einspart, auf
der anderen Seite aber einen Akku für zehntausend Euro einbaut. Da würde
ich mir als Kunde lieber wünschen die paar mehr Euro auch noch zu
bezahlen und ein anständiges Bedienkonzept zu haben. Für mich ist das an
der falschen Stelle gespart.
Thomas S. schrieb:> "Absolut kein Problem" würd ich nicht behaupten.> Der 1 Millionen Kilometer Tesla brauchte 4 Motoren.> https://www.autobild.de/artikel/tesla-model-s-eine-million-kilometer-16130445.html
Tesla konnte halt keine Motoren bauen, waren schließlich absolute
Anfänger in dem Bereich. Haben inzwischen aber wohl dazu gelernt und
erreichen jetzt wohl auch die Qualität, die jeder erfahrene Motorbauer
aus der Industrie liefern kann.
MaWin schrieb:> Man sagt, tesla hat inzwischen 10 Jahre Vorsprung vor den faulen> Autokozternen.
Ja, das sagt das Tesla-Marketing, und alle schwätzen das nach ohne
darüber nachzudenken oder sich irgendwie mal über die Realität zu
informieren.
Tesla ist am Stand der Technik und hat ein recht stimmiges
Gesamtkonzept. Aber mehr auch nicht. Volkswagen hat die besseren
Batterien, und auch ohne Detailinfos bin ich mir sicher, dass BMW den
besseren (oder zumindest innovativeren) Antriebsstrang in den
Startlöchern hat.
Stephan S. schrieb:> MaWin schrieb:>> Man sagt, tesla hat inzwischen 10 Jahre Vorsprung vor den faulen>> Autokozternen. Die Produktionskosten z.B. eines Cybertruck betragen nur>> einen Bruchteil der von etalierten Herstellern mit ihren teuren Autos.>> Prinzipiell ja nett mal alles zu hinterfragen wo man Kosten sparen> könnte indem man mal umdenkt. Aber an den Einstiegspreisen für> Volumenmodelle sieht man doch, wie billig ein Auto sein kann, auch wenn> es mit herkömmlichen Pressen gebaut wird. Wenn dann so ein Auto wie z.B.> ein kompletter Golf für deutlich weniger als 10.000 Euro hergestellt> werden kann, fragt man sich schon ob es wirklich nötig ist alle Schalter> über einen gefährlichen und unkomfortablen Touchscreen wegzuoptimieren,> oder die Karosserie nur noch aus rechteckigen Blechteilen> zusammenzuschweißen, wenn man dadurch ein paar wenige Euro einspart, auf> der anderen Seite aber einen Akku für zehntausend Euro einbaut. Da würde> ich mir als Kunde lieber wünschen die paar mehr Euro auch noch zu> bezahlen und ein anständiges Bedienkonzept zu haben. Für mich ist das an> der falschen Stelle gespart.
Das sehen die Tesla Kunden offensichtlich anders, und ich kann mir auch
schon nach wenigen Wochen so ein knöpfchenüberladenes Armaturenbrett
nicht mehr vorstellen.
Ist wie Apple versus Blackberry, was sich durchgesetzt hat, ist
offensichtlich.
Ursel schrieb:> Tesla ist am Stand der Technik und hat ein recht stimmiges> Gesamtkonzept. Aber mehr auch nicht. Volkswagen hat die besseren> Batterien, und auch ohne Detailinfos bin ich mir sicher, dass BMW den> besseren (oder zumindest innovativeren) Antriebsstrang in den> Startlöchern hat.
Ich sag mal, jeder Hersteller, der ein E-Auto schon länger in Serie hat,
hat die nötige Expertiese für ein brauchbares Auto mit E-Antrieb nach
dem Stand der Technik zu bauen. Also BMW, VW, Nissan, Renault als
Beispiele.
Das war ja vermutlich der Zweck von solchen Autos wie dem Leaf, dem I3
und dem Zoe: Nicht nur Gewinn machen, sondern als Hersteller Erfahrung
sammeln und Strukturen aufbauen.
Ich denke 2020 gibt es genug Hersteller für gute E-Autos bauen könnten.
Bei den Stückzahlen, in denen z.B. Zoe, E-Golf und Leaf laufen, kann man
nicht mehr behaupten, nur Tesla hätte Erfahrung mit E-Autos in
Großserie.
Man müsste sich halt mehr Mühe mit der Modellpalette geben. Andererseits
hat die auch seit 2018 einen gewaltigen Satz nach Vorn gemacht.
Tesla ist den anderen Automobilkonzernen 10 Jahre voraus.....beim
Marketing.
Elon Musk "Superstar" und "Rocketman" präsentiert mit seinem charmanten
Stottern die neuen Karren vor eigenem Publikum, überträgt das bei
Youtube und die Fanboys reißen ihm die Teslas förmlich aus der Hand.
Keine Messen, keine aufwändigen Werbespots im Fernsehen, keine Formel 1.
Tesla kopiert Apples Marketing und Präsentationsstrategie im
Automobilbereich und hat mittlerweile eine ansehnliche Influencerbasis
bei Youtube mit mehreren 100 000 bis Millionen Abonnenten (pro
Influencer), die GRATIS (vermute ich) Werbung für Tesla machen und jeden
Tesla in den Himmel loben (und natürlich kein Wort über die Mängel
verlieren [Spaltmaß, Lieferzeiten, Deaktivieren des Autopilot bei
Weiterverkauf etc] ). Die Zuschauer fahren natürlich voll drauf ab und
so verbreitet sich das wie ein Virus (ups, das ist mir so rausgerutscht)
.
Blumpf schrieb:> Ich sag mal, jeder Hersteller, der ein E-Auto schon länger in Serie hat,> hat die nötige Expertiese für ein brauchbares Auto mit E-Antrieb nach> dem Stand der Technik zu bauen. Also BMW, VW, Nissan, Renault als> Beispiele.
Ganz klar. Ist jetzt nicht so ultra schwer, die Industrie hat Jahrzehnte
Erfahrung. Und wirklich große neue Herausforderungen gibt es auf
Antriebsseite nicht. Sind eher Optimierungen im Detail (Effizienz durch
SiC, NVH).
Timo N. schrieb:> Keine Messen, keine aufwändigen Werbespots im Fernsehen, keine Formel 1.
Das ist ja der Marketing-Trick Nummer 1 von Tesla: Den Anschein zu
erwecken, man würde kein Marketing machen. Und so viele Idioten glauben
das auch ernsthaft.
Timo N. schrieb:> die GRATIS (vermute ich) Werbung für Tesla machen
Der Teslabjörn hat schon zwei oder drei Teslas geschenkt bekommen.
Ursel schrieb:> Der Teslabjörn hat schon zwei oder drei Teslas geschenkt bekommen.
Keine Ahnung. Meinte eher die amerikanischen Youtuber. Kann auch gut
sein, dass sie bezahlt werden, aber es wäre noch nicht mal nötig, denn
die verdienen allein schon durch die ganzen Klicks genug Geld. Tesla
bringt den Conent, den sie an die ganze Fangemeinde in kleinen Häppchen
im Wochenrythmus raushauen können.
Was noch ging war der Typ, der zwei Teslas gekauft hat (einen
abgesoffenen und einen mit Frontalzusammenstoß) und daraus einen gebaut
hat für wenig Geld, da sich der übliche Mechaniker damals nicht
rangertraut hat.
Der berichtet sowohl von den Tops und Flops von Tesla (z.b. wie schwer
es ist privat an Ersatzteile zu kommen etc).
Timo N. schrieb:> Tesla ist den anderen Automobilkonzernen 10 Jahre voraus.....beim> Marketing.>> Elon Musk "Superstar" und "Rocketman" präsentiert mit seinem charmanten> Stottern die neuen Karren vor eigenem Publikum, überträgt das bei> Youtube und die Fanboys reißen ihm die Teslas förmlich aus der Hand.>> Keine Messen, keine aufwändigen Werbespots im Fernsehen, keine Formel 1.>> Tesla kopiert Apples Marketing und Präsentationsstrategie im> Automobilbereich und hat mittlerweile eine ansehnliche Influencerbasis> bei Youtube mit mehreren 100 000 bis Millionen Abonnenten (pro> Influencer), die GRATIS (vermute ich) Werbung für Tesla machen und jeden> Tesla in den Himmel loben (und natürlich kein Wort über die Mängel> verlieren [Spaltmaß, Lieferzeiten, Deaktivieren des Autopilot bei> Weiterverkauf etc] ).
Warum auch.
Spaltmasse bei meinem sind voll ok, Lieferzeit war 10 Wochen (schau mal
wie lange BMW oder VW dauert selbst bei einem Verbrenner) und der
Autopilot läuft noch, sofgar sehr gut. Das Thema mit dem abgeschalteten
Autopiloten hat sich übrigends relativ schnell aufgelöst, DAS wurde dann
aber nicht so verbreitet.
Aber es stimmt. Es gib viel mehr Leute, die positiv bei Youtube über
Tesla berichten als über ABMs. Man kann sich jetzt überlegen, woran das
liegt, ich habe dazu meine eigene Meinung.
Axel L. schrieb:> Aber es stimmt. Es gib viel mehr Leute, die positiv bei Youtube über> Tesla berichten als über ABMs.
Aber es stimmt.
Es gibt sicher mehr Menschen die für 2,99€ einen Lippenstift kaufen....
Als Menschen die dann einen 50 bis 150k€ Tesla kaufen.
Thomas S. schrieb:> vn nn schrieb:>> Für einen Elektromotor sollten aber die 300.000km tatsächlich absolut>> kein Problem sein.>> "Absolut kein Problem" würd ich nicht behaupten.> Der 1 Millionen Kilometer Tesla brauchte 4 Motoren.> https://www.autobild.de/artikel/tesla-model-s-eine-million-kilometer-16130445.html
Dir ist schon klar, dass der letzte der vier Motoren 700.000 Kilometer
geschafft hat, welcher Verbrenner schafft das?
Abgesehen davon sprach ich von der grundsätzlich realistischen
Machbarkeit. Dass Tesla als Unternehmen mit gerade mal ein paar Jahren
Erfahrung keinen fehlerfreien Motor konstruieren wird, ist glaub ich
nicht verwunderlich.
Thomas S. schrieb:> Auch der Sparzwang der BWLer wird es in Zukunft nicht leichter machen.
Welche Punkte würdest du da so sehen?
Axel L. schrieb:> Man kann sich jetzt überlegen, woran das> liegt
Gutes Marketing eben, führt auch zum Filterblaseneffekt. Der Taycan und
e-Tron werden auch sehr gelobt - was im Prinzip natürlich auch heißt,
dass VW beim Marketing dazu lernt.
Mir persönlich wäre ein Tesla vor allem zu teuer. Das Image ist für mich
durch die militante Fanboy-Armee auch zerstört. Technisch ist Tesla
okay. Nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig gut. Haben im Prinzip
aus einer guten Aerodynamik einen Mythos von angeblicher Effizienz
erschaffen, bis zu dem Punkt dass die Fanboy-Armee glaubt, sie hätten
den Reluktanzmotor erfunden (dabei verwenden sie nicht einmal einen).
Um mal wieder auf das ursprüngliche Thema zurück zu kommen:
Neben der Kühlung ist die Drehzahl der wesentliche Unterschied zwischen
den verlinkten Industriemotoren und Fahrzeug Antrieben.
Die Baugröße ist im wesentlichen vom Drehmoment abhängig. Je mehr Eisen,
je größer der Rotor so größer Drehmoment. Die Industriemotoren (am Netz)
die ihr kennt haben eine Drehzahl von 3000 1/min und weniger. Der zum
Vergleich angeführte 6-polige:
Jedzia D. schrieb:> 6-polige Asynchronmaschine DRN160M4/FFMotorleistung 11 kW> Drehmoment 108 Nm> Nettogewicht 115 kg
hat, wenn ich mich nicht vertue 750 1/min.
Da braucht man für Leistung viel Drehmoment -> großer Motor.
Im Fahrzeug liegt die Motordrehzahl über 10.000 1/min.
Leistung = Drehzahl * Drehmoment.
Die hohe Drehzahl, die Zwangskühlung und die Tatsache das ein 150kW
Motor im PKW diese Leistung nur für < 30min bringen muss ermöglichen die
kleine Bauform im Vergleich zum Industriemotor
Timo schrieb:> Jedzia D. schrieb:>> 6-polige Asynchronmaschine DRN160M4/FFMotorleistung 11 kW>> Drehmoment 108 Nm>> Nettogewicht 115 kg>> hat, wenn ich mich nicht vertue 750 1/min.
Das ist Baugrösse 160 4-polig(M4)
Timo schrieb:> Im Fahrzeug liegt die Motordrehzahl über 10.000 1/min.
Die Eckdrehzahl liegt wesentlich niedriger, die Motoren werden extrem
weit in den Feldschwächbereich getrieben.
Aber höher als bei so einem Wald-und-Wiesen-Asynchronmotor liegt die
natürlich schon noch.
Timo schrieb:> Die hohe Drehzahl, die Zwangskühlung und die Tatsache das ein 150kW> Motor im PKW diese Leistung nur für < 30min bringen muss ermöglichen die> kleine Bauform im Vergleich zum Industriemotor
Das kommt so ziemlich hin, ja.
vn nn schrieb:> Welche Punkte würdest du da so sehen?
Ich denke den Herstellern wird noch vieles einfallen um ein paar Cent zu
sparen. Vermutlich erstmal am teueren Material sparen, was sich negativ
auf Wirkungsgrad oder Lebensdauer auswirkt.
Ich meinte ja nicht, dass es unmöglich ist einen Motor mit hoher
Lebensdauer zu designen. Es wird nur "unmöglich" mit dem Hintergrund den
in der Automobilbranche üblichen Kostenoptimierungen.
Thomas S. schrieb:> Es wird nur "unmöglich" mit dem Hintergrund den> in der Automobilbranche üblichen Kostenoptimierungen.
Es dürfte ziemlich schwer sein einen Motor zu konstruieren, der eine
geringe Lebensdauer hat, aber bis zum Erreichen der Lebensdauer
zuverlässig läuft. Und dabei noch Kosten spart. Das könnte allenfalls
noch beim Lager funktionieren.
Bei der Leistungselektronik funktioniert das fast noch besser, über
thermische Zyklen.
ACDC schrieb:> vn nn schrieb:>> Dir ist schon klar, dass der letzte der vier Motoren 700.000 Kilometer>> geschafft hat, welcher Verbrenner schafft das?>> Lupo 3L 1,2TDI
Mit der Eisenbahn kein Problem. Auto konserviert, auf einen Güterwaggon
gepackt, und 700tkm herumgefahren....
Wer behauptet, ein Lupo könnte aus eigener Kraft problemlos 700tkm
fahren, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
Ich hatte schon ein paar Kleinwägen. Keiner hat mehr als 140tkm
gehalten. Das ist auch ok, einen Lupo kauft man sich nicht für hohe
Fahrleistungen.
Hallo
Danke für die ganzen Antworten,
ich hätte jetzt wirklich gedacht das dies ein so genanter "troll"
threat wird , wenn ich sowas frage.
weil es ja wirklich eine sehr globale Frage und nichts komplexes
technisches von mir war.
scheinbar sind globale Fragen keine "troll" themen, und erwünscht
und exakt spezifische gestellte fragen , sind definitiv "troll"
Themen...
irgendwann steige ich da auch mal durch..
aber egal
fazit ,
es gilt: die angebene Leistung des Autos ,,muss der Motor nur
kurzzeitig liefern
und damit kann der E- Motor eine deutlich geringere Leistung haben, als
der Autoverkäufer die Leistung des Autos angibt
zudem wurden asynchronmaschinen verwendet, und neuerdings werden andere
effektivere e-Motoren typen verwendet
Industrielle Asynchronläufer , werden nicht verwendet , denn sie sind
zu Gross , zu schwer , und haben einen schlechten Wirkungsgrad
ok,
wenn das soweit Richtig ist ,wie ich das verstanden habe
Dann bedanke ich mich vielmals für die Informativen Antworten
MFG
joseferl
Hallo
josef schrieb:> Industrielle Asynchronläufer , werden nicht verwendet , denn sie sind> zu Gross , zu schwer , und haben einen schlechten Wirkungsgrad
Zumindest der letzte Punkt trifft absolut nicht zu:
Neben Großtrafos sind Industrielle Asynchronmotoren besonders wenn es um
Leistungen oberhalb von einigen hundert Watt geht mit die Maschinen
welche durchgängig den höchsten Wirkungsgrad haben.
Wenn man den Wirkungsgrad umfassender und nicht streng technisch sieht -
also Gewicht, Kosten, Regelungstechnik (FU) und weitere notwendige
Infrastruktur (Schütze, Leitungs-- und Leistungsschutzelemente usw.) mit
betrachtet ist der "Wirkungsgrad" natürlich deutlich schlechter - aber
dieser "Wirkungsgrad" wird ja wohl kaum gemeint sein.
Jemand
Christian K. schrieb:> Mein altes Tesla Model S von 2013 und nur Heckantrieb, hat den großen> Asynchronmotor verbaut. Kurzzeitige Leistung: 311kW> Dauerleistung: 69kW
So hatte ich das auch in Erinnerung. Bei vollgeladener Batterie bringt
der Motor 75kW Dauerleistung und kurzzeitig (zum Beschleunigen an der
Ampel) das Fünffache, also 375kW.
Bei zusätzlichem Frontantrieb mit dem gleichen Motor sind das nochmal
375kW dazu (Spezialedition von Tesla).
Also insgesamt 750kW. Das entsprechen kurzzeitige sensationelle 1020PS!
Blumpf schrieb:> Ich hatte schon ein paar Kleinwägen. Keiner hat mehr als 140tkm> gehalten.
Das ist ein Witz oder? Mein 1995er Nissan Micra ist jetzt bei 206.000 km
und ist gerade mal eingefahren.
Komisch das meine Taxifahrer alle zwischen 800000 und 1000000km mit der
alten E-Klasse geschafft heben. Meine eigen Erfahrungen gingen bis
330000km mit einem Diesel der dann Steuerlich sehr teuer wurde und nach
Afrika ging und einem Atos 1 Liter Benziner den ich bei 187000km leider
auf meinen Vordermann gesetzt und damit zu stark gekürzt habe. Der
Versuch über 200000km zu kommen war damit leider gescheitert.
Der E-Motor meines Kangoo ZE ist von Conti für 100kW Dauerlast
ausgelegt. Zwei Kohlebürsten auf Schleifringen sorgen für Strom km
Rotor, so das keine Dauermagnete mit fallender Magnetfeldstärke mein
Auto immer schlechter machen. Der Motor ist komplett Wassergekühlt, etwa
40cm lang und hat unter 30cm Durchmesser.
Im Kangoo ist der Motor auf 44 kW Dauerleistung gedrosselt, macht 270Nm
Drehmoment und leistet kurzzeitig über 65kW.
Hält bis jetzt 8 Jahre und 105000km.
MfG
Michael
Michael_O schrieb:> Komisch das meine Taxifahrer alle zwischen 800000 und 1000000km mit der> alten E-Klasse geschafft heben.
Ein Taxi wird ja auch quasi ständig im Schwachlastbereich betrieben.
Außerdem keinen Kurzstreckenbetrieb (thermische Zyklen).
Interessanter wäre, wie viele Kupplungen (sofern vorhanden) und
Bremsensätze sie in der Zeit verschlissen haben. Vom verbrauchten Öl
braucht man da noch gar nicht reden.
Michael_O schrieb:> Zwei Kohlebürsten auf Schleifringen sorgen für Strom km> Rotor
Klassische fremderregte Synchronmaschine halt.
Michael_O schrieb:> so das keine Dauermagnete mit fallender Magnetfeldstärke mein> Auto immer schlechter machen.
Das ist kein relevanter Ausfallmechanismus.
Ich habe noch nie ein Mercedestaxi als Schaltwagen gesehen. Bei mir
halten Kupplungen eigentlich recht lange, die vom Terrano haben wir bei
180000km gewechselt, da das Getriebe ein Problem hatte und gerade
draußen war. Sonst habe ich nie eine Kupplung unter 200000km gewechselt.
Schwächelnde Permanentmagnete als Ursache für mangelhafte Motorleistung
ist so selten wohl nicht und gab sogar schon in Windkraftanlagen Stress
mit Kunden.
MfG
Michael
Michael_O schrieb:> da das Getriebe ein Problem hatte
Noch so etwas.
Die Anzahl der Verschleißteile in einem Verbrennungsmotor ist einfach
viel höher.
Michael_O schrieb:> Schwächelnde Permanentmagnete als Ursache für mangelhafte Motorleistung> ist so selten wohl nicht und gab sogar schon in Windkraftanlagen Stress> mit Kunden.
Habe das noch nie gehört, selbst bei Anlagen die 30 Jahre 24/7 laufen
und mit mehreren Servoantrieben ausgestattet sind, die permanent an die
Spitzenlastgrenze gefahren werden.
Vielleicht war das ein Serienfehler. Davor ist man natürlich bei
elektrischen Antrieben nicht geschützt. Kann dir bei einem fremderregten
Motor genauso passieren. Das Problem bei Tesla z.B. war meines Wissens
Lagerströme, das kann dir bei jedem Elektromotor passieren wenn man die
falschen Lager verwendet.
Michael_O schrieb:> Schwächelnde Permanentmagnete als Ursache für mangelhafte Motorleistung> ist so selten wohl nicht und gab sogar schon in Windkraftanlagen Stress> mit Kunden.
Würde mich jetzt tatsächlich interessieren, wo es das geben soll.
Klingt eher nach einem Konstruktionsfehler seitens eines Herstellers,
der noch nicht mehr als ein paar Jahre Erfahrung mit Motorenbau hat.
Ähnlich, wie der Anfängerfehler "Lagerströme". So what. VW schaffte es
nach Jahrzehnten ja auch nicht, einen Benziner mit funktionierender
Steuerkette zu konstruieren.
vn n. schrieb:> Klingt eher nach einem Konstruktionsfehler seitens eines Herstellers,> der noch nicht mehr als ein paar Jahre Erfahrung mit Motorenbau hat.
Sehe ich auch so. Beim Magnetisieren des Rotors kann man einiges falsch
machen, oder die Magnete durch Temperatur oder Überlast
entmagnetisieren.
vn n. schrieb:> VW schaffte es> nach Jahrzehnten ja auch nicht, einen Benziner mit funktionierender> Steuerkette zu konstruieren.
Technik kaputt sparen kann man beim Elektroauto natürlich auch.
Ich nehme aber mal an, dass sich die "Sollbruchstellen" vom Antrieb weg
auf andere Komponenten verschieben. Wenn man Tesla als Vorbild sieht
würde ich schwer auf das Infotainment tippen. Gegebenenfalls wird in
Zukunft auch wie in der Unterhaltungselektronik die psychologische
Obsoleszenz überwiegen.
Unermüdlicher schrieb im Beitrag #6180409:
> Das ist richtig. Insbesondere, wenn Motoren mit PWM betrieben werden,> schwächt das Permanentmagneten.
Oh, das würde mich interessieren. Hast du da Literaturquellen dazu? Wie
merken die Magnete eigentlich, dass der Strom per PWM geregelt wird?
Unermüdlicher schrieb im Beitrag #6180409:
> Mir ist bewusst, dass das der Moderation nicht in den Kram passt und> wieder gelöscht werden wird. Dennoch kann man die Realität durch Zensur> nicht beschönigen.
Aluhut schon gehamstert?
Ursel schrieb:> vn n. schrieb:>> Klingt eher nach einem Konstruktionsfehler seitens eines Herstellers,>> der noch nicht mehr als ein paar Jahre Erfahrung mit Motorenbau hat.>> Sehe ich auch so. Beim Magnetisieren des Rotors kann man einiges falsch> machen, oder die Magnete durch Temperatur oder Überlast> entmagnetisieren.
Jepp. Dann hat der Hersteller grob gepfuscht oder die Motoren wurden
massivst thermisch überlastet.
Ansonsten haben auch 30 Jahre alte PMSM-Servos noch genau die
Leistungsfähigkeit - und das bei einer reinen Luft-/Flanschkühlung ohne
zusätzliche Rippen/Lüfter oder gar Flüssigkeitskühlung (wie wohl in
Automobilen).
Auch die Hauptspindel hier liefert immer noch ihre angegebenen 10kW
Dauerstrich, ebenso die 1kW-Achsservos. Sieht man auch schön an den
Parametern der Regelkreise/Endstufen. Die haben sich über die 30 Jahre
praktisch nicht verschoben.
> Ich nehme aber mal an, dass sich die "Sollbruchstellen" vom Antrieb weg> auf andere Komponenten verschieben. Wenn man Tesla als Vorbild sieht> würde ich schwer auf das Infotainment tippen. Gegebenenfalls wird in> Zukunft auch wie in der Unterhaltungselektronik die psychologische> Obsoleszenz überwiegen.
Ja, das kann natürlich sein. An den Magnetisierung wird es aber nicht
liegen. Das kann man viel zu schlecht planen ;-)
Wir hatten bei der Ausrüstung von Booten mit Elektro schon zwei Motoren,
bei denen sich durch Fertigungsfehler die Magneten gelöst haben - der
Kleber hatte versagt. Da an diesem Klebstoff das gesamte Drehmoment des
Motors liegt, muss das entsprechend gefertigt werden und das hatte der
Hersteller (angeblich 'Made in Germany') nicht bedacht.
Kinderkrankheiten kommen also selbst nach einem Jahrhundert
E-Maschinenentwicklung noch vor.
Solche Bürstenmotore mit gelösten Permanentmagneten habe ich auch einige
- sehr ärgerlich bei Pumpen made in Germany für damals schlappe 800DM
von Rheinstrom.