Hallo, bin Elektronik und Eagle Anfänger...
habe das Problem das ich nicht verstehe warum Eagle bestimmte Bauteile
mir im Board mit Luftlinien verbindet. Ich möchte nur von einem punkt
hinter einem Kondensator die Versorgungsspannung mit einem
Microcontroller verbinden, Eagle legt aber eine Luftlinie davor, direkt
vom Spannungswandler in dem MC.
Wie kann ich Eagle dazu bringen die Luftlinien so zu erzeugen wie ich
das will?
Danke für die Hilfe
Tobias
Hoi!
Du hast den Sinn der Luftlinien nur nicht richtig verstanden. Die
werden dir nur angezeigt, damit überhaupt klar ist, was verbunden
werden soll. Die "wires" kannst du dann so legen, wie es dir passt.
"Wie kann ich Eagle dazu bringen die Luftlinien so zu erzeugen wie
ich
das will?"
Der ist gut ;-) (no offense)
Hallo,
nur zur Sicherheit: Leiterbahnen bitte mit "Route" beim Board
verlegen - nicht mit wire.
Gruß
Wolfgang
--
www.ibweinmann.de
Brushless Development Kit
Alle Netze, denen Du im Schaltplan den selben Namen gibst, werden
elektrisch miteinander verbunden. Das sind dann die Luftlinien. Aus
denen machst Du entweder manuell oder (wovon ich allerdings i.d.R.
abrate) mit dem Autorouter die endgültigen Verbindungen.
Hallo, Johnny M.,
warum rätst Du vom Autorouter ab? Dieser ist phantastisch. Ich habe
fast noch keine Platine ohne Autorouter erzeugt (und wenn, dann nur
ganz primitive), und alle funktionieren bestens. Teilweise sind's
Platinen mit bis zu 30 IC's drauf - überhaupt kein Problem. Der
Eagle-Autorouter ist in meinen Augen das Beste am ganzen Paket.
Natürlich muß man immer ein bißchen probieren, Sperrflächen an
geeigneten Stellen einfügen und so ... aber es klappt gut, und man ist
SEHR SCHNELL.
Günter
Ich mache beides. Signale, die mir kritisch erscheinen, verlege ich
manuell. Die Knechtarbeit lasse ich vom Autorouter erledigen.
Bei einer Platine mit 30 engsitzenden SMD-IC's ist das eine wertvolle
Hilfe.
Anschliessend muss man allerdings manuell nachbearbeiten.
@Günter R: Dann möchte ich mal sehen, wie so eine Platine beim EMV-Test
aussieht. Nicht wichtig bei Hobby-Projekten? Stimmt. So lange, bis die
Schaltung mal wegen EM-Einstreuungen nicht funktioniert oder den
Radio-Betrieb im Umkreis von 20m unmöglich macht.
Ich route meine Platinen grundsätzlich von Hand, weil ich dann meine
bescheidenen Erfahrungen in der Vermeidung von EM-Problemen einfliessen
lassen kann. Reihenfolge: Erst VCC verlegen, Schleifen vermeiden. Dann:
Busse. Gerade bei parallelen Bussen neigt der Autorouter dazu, die
einzelnen Leitungen wild auf der PLatine zu verteilen. Oftmals bekomme
ich eine (kleinere) Platine noch einseitig hin, während der Autorouter
2 Layer benötigt.
Hallo,
"Ich route meine Platinen grundsätzlich von Hand, weil ich dann meine
bescheidenen Erfahrungen in der Vermeidung von EM-Problemen einfliessen
lassen kann. Reihenfolge: Erst VCC verlegen, Schleifen vermeiden"
Dazu kann ich auch nur raten. Alles, wo hohe Ströme fließen, oder hohe
Frequenzen im Spiel sind, würde ich nie einem Autorouter überlassen.
Wie ich den Autorouter aber schon eingesetzt habe: Wenn alles so
einigermaßen steht, lasse ich mal einzelne schwer zu verlegende Signale
vom Autorouter verlegen. Manchmal sind ganz pfiffige brauchbare
Resultate dabei.
Gruß
Wolfgang
--
www.ibweinmann.de
Brushless Development Kit - Der weg zum Brushless Regler
@Thomas und Wolfgang:
Ihr habt recht! Bin im wesentlichen Software-Entwickler und benötige
manchmal ein Labormuster; das mache ich wie beschrieben. Wenn die
Schaltung dann endgültig steht, gebe ich sie einem Dienstleister (der
macht es dann so, wie ihr es macht).
Günter
Der Autorouter kriegt bei komplexeren Schaltungen i.d.R. Probleme, die
u.U. zu seltsamen bis unbrauchbaren Leiterbahnverläufen führen. Bis man
den Autorouter so konfiguriert hat, dass er einigermaßen das macht, was
man von ihm erwartet, hat man den Mist eh von Hand geroutet.
Meine Erfahrung sagt mir, dass ich entweder eine Schaltung habe, die
derart komplex ist, dass der Autorouter so viel Mist baut, dass ich
mindestens genau so lange für die manuelle Nacharbeit brauche wie ich
sonst bräuchte, um direkt manuell zu routen, oder die Schaltung ist so
simpel, dass man sie in 5 Minuten Handarbeit besser geroutet kriegt als
der Autorouter, und das Ergebnis sieht auch besser aus... Das Problem
ist einfach, dass man immer so viel manuell nacharbeiten muss. Und dann
kann ich mir den Autorouter direkt sparen. Der Autorouter ist halt ne
Maschine. Und der oben angesprochene EMV-Aspekt spielt dabei sicherlich
auch eine große Rolle. Der Autorouter 'weiß' halt nicht, was die
Schaltung später mal machen soll.
Ich schließe mich da Thomas und johnny.m an: Ich route ebenfalls
grundsätzlich von Hand. Auch wenn das bei mittelgroßen Platinen etwas
aufwändig ist (ca. 1000 Luftlinien), kann ich beim Handrouten oftmals
viel besser erkennen, wohin ich welches Bauteil positionieren muss
bzw. positionieren kann.
Ein aktuelles Beispiel: Platine (2fach-Euro) mit 289 Bauteilen; nach
der Positionierung der Bauteile und dem Autorouting brauchte ich
5 Layer und ca. 460 Bohrungen; mit Handrouting 2 Layer und 120
Bohrungen und keine Senken (und ganz nebenbei EMC/EMV- gerecht
designed).
Es ist eben die Problematik, dass nicht jeder Wire später die
selben elektrischen Eigenschaften haben muss (Frequenz, Störspektrum,
Leistung, Steuerleitung, Transientenschutz etc.)- das kann man Eagle
nur begrenzt beibringen (inkrementelles Autorouting macht eben auch
viel Arbeit).
In diesem Sinne, viel Spaß beim Routen....
Achja, was mir noch einfällt:
Autorouterfreunde sollten sich bereits VOR dem Autorouting Gedanken
über das spätere Design machen und diese Angaben (Mindestbreiten, ...)
in den Netzklassen angeben bzw. ein kleines Script schreiben, wenn man
es öfters braucht...
Vielleicht solltet Ihr die Möglichkeiten des Autorouters mal erforschen.
Den zu beherrschen ist 10x schwieriger als EAGLE selber. Wenn's mal
läuft kann man den alles machen lassen was man will. Auch EMV-Probleme
vermeiden. Ist reine Einstellungssache!
Da kann ich mich nur anschliessen. Bei meinem momentanen Projekt ca. 300
bauteile, aprox. 1200 connections, 4 layer habe ich auch alles manuel
geroutet... Der Autorouter (Pads) macht nur Mist...
Trotzdem war es sehr interessant das Resultat mit Autoplazieren der
Bauteile und Autorouten zu sehen.. gröhl
Allerdings bin ich den Autoroutern grundsätzlich nicht abgeneigt... Wie
Sonic schon sagte, das ich Einstellungssache... Ich denke komplexere
Geräte werden heute in der Industrie nur noch mit Autoroutern (Spectra)
hergestellt, anders würde das Ewigkeiten dauern..
Grüsse
1. ab und zu mal rastnets machen
2. wenn Du einen Punkt nicht exakt triffst, bleibt die Luftlinie
bestehen, da für Eagle keine Verbindung besteht.
Siehst Du am besten bei starker Vergrößerung oder mit info
Abhilfe: den Punkt mit gedrückter Ctrl (=Strg)-Taste anklicken
Besser: Punkte (auch in den lbr!) "ins Raster setzen".
z.B. 0.1mm oder 0.01 / 0.005" reichen meist aus
Um etwas nachträglich ins Raster zu setzen:
move und dann mit gedrückter Ctrl-Taste anklicken
Erklärung: wenn Du etwas mit krummen Koordinaten bei auf z.B. 1mm
eingestelltem Raster ohne Ctrl verschiebst, ist die neue Koordinate *um
1mm* verschoben, liegt aber wieder auf einer schiefen Stelle.
Hallo ich habe ein ähnliches Problem.
Ich habe über 1000 Airwires und diese sind immer gleich angeordnet. Also
habe ich diese Airwires die immer gleich sind kopiert und an
entsprechender stelle wieder eingefügt. Danach habe ich die Bauteile an
die entsprechende Stelle gelegt. Warum verschwinden die Airwires nicht?
Zudem wird mir im DRC der Overlap-Fehler angezeigt. Kann ich diese
billigen?
Danke für die Antworten
Gruß Chris
Chris schrieb:> Warum verschwinden die Airwires nicht?
Die Airwires sind nur "Gedankenstützen", die dir zeigen, welche
elektrischen Signale verbunden werden müssen. Mehr nicht. Und wenn du
einen Leiterzug mit "route" verlegt hast und damit die elektrische
Verbindung auf der Platine hergestellt ist, verschwinden die
dazugehörigen Airwires sofort.