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Forum: Haus & Smart Home Motor im Hackschnitzelbunker


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von Hackschnitzel (Gast)


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Hallo,
ich möchte einen Drehstromgetriebemotor in einem Hackschnitzelbunker 
einbauen, welcher an der Decke montiert ist und die Hackschnitzel 
auseinander räumen soll. meine Frage:
reicht hier ein normaler DS-Motor, oder muss diese eine Ex (Atex) 
Zulassung haben? Im Bunker staubt es natürlich bei der Befüllung, daher 
tendiere ich zu Ex, aber ich finde nirgends eine entsprechende Norm oder 
glw.

evtl kann mir hier jemand helfen, oder auf eine entsprechende Norm 
verweisen.

..den Motor nach außen verlegen geht leide nicht.

Danke!

von Mani W. (e-doc)


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Bei einem normalen DS-Motor gibt es nichts, welches einen Funken
erzeugen kann, also wozu dann EX?

Die Steuerung muss natürlich außerhalb liegen, was ja sowieso
normal ist...

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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Hackschnitzel schrieb:
> in einem Hackschnitzelbunker

Da sollte alles Ex sein. Eine Mehlstaub- oder Holzstaubexplosion macht 
keinen Spaß. Siehe YT. https://www.youtube.com/watch?v=UR61OymZw-c
Stichwort DIN/Brandschutzordnung?

von Tester (Gast)


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Mani W. schrieb:
> Bei einem normalen DS-Motor gibt es nichts, welches einen Funken
> erzeugen kann, also wozu dann EX?

Und EX-konforme Drehstrommotoren gibt es darum auch überhaupt nicht.

Was ist wenn sich etwas am Klemmbrett losrappelt? Was ist mit 
unzulässiger Erwärmung wenn der Motor blockiert sein sollte?

von XYZ (Gast)


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Ich empfehle in deinem Fall einen ordentlichen Motorschutz. Im 
Hackschnitzebunker kann es passieren, dass der Motor blockiert. 
Idealerweise zusätzlich zum Überstromschutz auch eine 
Temperaturüberwachung (Motorvollschutz), denn die Kühlung kann durch 
Staub verstopfen, sodass der Motor auch bei Nennlast in Flammen aufgehen 
kann. Das sollte man nicht unterschätzen.

von Mani W. (e-doc)


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Motorschutz ist generell ein Muss bei DS-Motoren, und das aber
ordentlich eingestellt...

von Hackschnitzel (Gast)


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An dem Motor ist natürlich ein Motorschutzschalter angebaut, einen 
Motorvollschutz kann ich auch mit anbauen. Die Steuerung liegt natürlich 
außerhalb des Bunkers.

Der Motor läuft nur bei der Befüllung des Bunkers und soll die 
Hackschnitzel verteilen. Danach steht der Motor wieder.

Also einen Standardmotor einbauen oder doch Ex?

von Erich (Gast)


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>Motor im Hackschnitzelbunker

Mein Bruder hat das so gelöst:
Motor (und Schalter etc.) sind ausserhalb des Bunkers an einer Wand 
montiert. Nur die bereits drehzahlreduzierte Welle führt durch die Wand 
in den Bunker.

Gruss

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Mani.

Mani W. schrieb:

> Bei einem normalen DS-Motor gibt es nichts, welches einen Funken
> erzeugen kann, also wozu dann EX?

Aber sicher. Mit eine der häufigsten (elektrischen) Ausfälle bei 
Drehstromasynchronmotoren ist ein Windungsschluss der Ständerwicklung.
Je nach Lage wird das zumindest lokal auch "feurig". Beim Zerlegen 
findet man dann Kupfernuggets in einer Aschematrix.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Armin X. (werweiswas)


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Ex Drehstrommotoren sind so gebaut, dass im Inneren eine Staubexplosion 
stattfinden kann ohne dass er auseinanderfliegt bzw alles was passiert 
lokal im Motor stattfindet.

von vn nn (Gast)


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Erich schrieb:
>>Motor im Hackschnitzelbunker
>
> Mein Bruder hat das so gelöst:
> Motor (und Schalter etc.) sind ausserhalb des Bunkers an einer Wand
> montiert. Nur die bereits drehzahlreduzierte Welle führt durch die Wand
> in den Bunker.

Genau das. Der Motor bleibt üblicherweise draußen.

von Manfred (Gast)


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Mani W. schrieb:
> Bei einem normalen DS-Motor gibt es nichts, welches einen Funken
> erzeugen kann, also wozu dann EX?

Du kennst die Anforderungen für sekundären Explosionsschutz? Es wird die 
maximal mögliche Energie im Falle eines Doppelfehlers bewertet, "keinen 
Funken" genügt nicht. Die Anforderungen für Staub sind dabei weitaus 
schärfer als für Gas.

Hackschnitzel schrieb:
> Der Motor läuft nur bei der Befüllung des Bunkers
> und soll die Hackschnitzel verteilen.

Also zu dem ungünstigsten Zeitpunkt mit maximaler Staubentwicklung!

Armin X. schrieb:
> Ex Drehstrommotoren sind so gebaut,
> dass im Inneren eine Staubexplosion stattfinden kann
> ohne dass er auseinanderfliegt bzw alles was passiert
> lokal im Motor stattfindet.

Mit Motoren hatte ich nichts zu tun. In anderen Bereichen ist es 
durchaus möglich, die Geräte so einzuhausen, dass im Fehlerfall nichts 
nach außen dringt. Bevorzugt ist die Begrenzung der Energie, was bei 
einem Motor natürlich nicht möglich ist.

von michael_ (Gast)


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Hackschnitzel schrieb:
> An dem Motor ist natürlich ein Motorschutzschalter angebaut, einen
> Motorvollschutz kann ich auch mit anbauen.

Und der funkt!

von Hackschnitzel (Gast)


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der Motorschutzschalter ist natürlich nicht direkt am Motor sondern an 
der Steuerung außerhalb eingebaut..

von Armin X. (werweiswas)


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michael_ schrieb:
> Und der funkt!

Hier philosophieren Leute mit die von EX-Schutz keine Ahnung haben.
IM Exbereich wird nur das verbaut, das nicht mit unverhältnismäßigen 
Aufwand auch außerhalb angeordnet werden könnte.
Dazu gehören alle Schaltgeräte die sich üblicherweise in einem 
Schaltschrank befinden UND vor Allem Funkenerzeugende Geräte.
Taster und sonstige Schalter dir dort sein müssen werden in gekapselte 
Form verbaut und sind so teuer, dass Du die als Privatmann nicht 
bezahlen willst. Zudem werden diese mit Ex-zugelassenrn 
Stromversorgungen gespeist deren Spannung und Strom so niedrig sind, 
dass bei gekapselter Bauform des Schaltelemente nichts passieren kann.
Lackierrobotet mussten früher beispielsweise bei jedem Neu einschalten 
erst minutenlang mit Frischluft gespült werden damit sich garantiert 
keine entzündlichen Gase angesammelt haben könnten.

: Bearbeitet durch User
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Armin.

Armin X. schrieb:

> Zudem werden diese mit Ex-zugelassenrn
> Stromversorgungen gespeist deren Spannung und Strom so niedrig sind,
> dass bei gekapselter Bauform des Schaltelemente nichts passieren kann.

Was umgekehrt auch Auswirkungen auf die Auslegungen der Kontaktstücke 
hat. "Freibrennen" bei 24V und 20mA ist dann halt nicht. Störabstände 
sind dann auch mau.....

> Lackierrobotet mussten früher beispielsweise bei jedem Neu einschalten
> erst minutenlang mit Frischluft gespült werden damit sich garantiert
> keine entzündlichen Gase angesammelt haben könnten.

Ist bei Heizungen (Öl/Gas) aber auch so. Es soll nur der Brenner zünden, 
nicht das komplette Volumen von Brennkammer und Kamin.


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Armin X. (werweiswas)


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Bernd W. schrieb:
> Ist bei Heizungen (Öl/Gas) aber auch so. Es soll nur der Brenner zünden,
> nicht das komplette Volumen von Brennkammer und Kamin.

Jetzt wo Du das sagst fällt mir eine Begebenheit ein von der mir eine 
Verwandte vor vielen Jahren erzâhlte, ich aber lange nicht 
nachvollziehen konnte.
Die Erzählte nämlich genau, dass deren Ölbrenner/kessel beim Start 
explodierte. Zum Glück aber niemand körperlich zu Schäden kam. Muss aber 
schon 40 Jahre her sein.

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