Individuelles Gehäuse für Elektronik

Gast #6186707
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Wenn ich jetzt mal von 2mm Wandstärke mit entsprechendem Infill ausgehe 
(wobei hier nicht viel gespart werden kann) kommt man auf ca. 16cm³. Das 
kann etwas mehr oder weniger wären, je nachdem wieviel Stützmaterial man 
braucht. Das kommt wiederum auf das Design an.

Wenn man das ganze aus PLA (~25€/kg) oder PETG (~35€/kg) druckt kommt 
man auf ca. 20g für das Gehäuse (die Dichte ist fast identisch).

Die reinen Materialkosten belaufen sich dann also auf 0,5€ (PLA) bzw. 
0,7€ (PETG). Dazu kommt natürlich noch der Strom den der Druckvorgang 
braucht.

Für diese Größe würde ich für Gehäuse mit Deckel mal eine Druckzeit von 
1 bis 1,5 Stunden Rechnen. Wieviel Strom der Drucker braucht habe ich 
mir ehrlich gesagt nie groß Gedanken gemacht aber da solltest du bei der 
Druckzeit unter eine KWh bleiben also kämen nochmal um die 0,3€ drauf. 
Falls hier jemand mal Messungen gemacht hat kann er mich gerne 
korrigieren.

insgesamt kann man denke ich durchaus sagen das der Druck um 1€ kosten 
wird. Das setzt natürlich einen eigenen Drucker voraus und dass man die 
Drucker kosten für die Anschaffung nicht mit einbezieht. In meinem Fall 
habe ich einen Eigenbau und da ich recht viel drucke hat sich das 
mittlerweile weitestgehend amortisiert. Es ist denke ich wie bei jedem 
Hobby ein paar Grundkosten hat man immer (Upgrades usw.). Es gibt aber 
mittlerweile viele günstige Drucker die was taugen. Gab es nicht vor 
kurzem hier einen Beitrag darüber? Wenn man öfter mal Gehäuse oder 
andere Dinge drucken möchte lohnt es wirklich sich einen Drucker 
anzuschaffen.

Bei einem 3D-Druck Service habe ich jetzt noch nichts bestellt ich 
könnte mir aber vorstellen das man da in Richtung 10 bis 15€ rechnen 
muss. Vielleicht haben da andere Erfahrung.
#6187187
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Jens schrieb:
> einem günstigen Hersteller für Gehäuse

EIN Gehäuse oder tausende ?

Plastik, Blech, Alu, durchsichtig oder opak, UL94 flammwidrig für 230V ? 
Hinterschneidungen oder Dosen.

Es gibt viele Unterschiede die sich auch im PReis auswirken.

Guest schrieb:
> Die reinen Materialkosten belaufen sich dann also auf 0,5€

Ich glaube, er fragt, was das drucken-lassen bei Anbietern wie Shapeways 
kosten würde.
Gast #6187316
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Danke für eure Antworten!

Mich hat beides interessiert. Also die Kosten für selber drucken und 
herstellen lassen. Wobei ich die Variante von herstellen lassen 
bevorzuge.

Über einen längeren Zeitraum werden es Möglicherweise tausende werden. 
Vorerst werden 100 Gehäuse benötigt. Kunststoff-Gehäuse würde vollkommen 
ausreichend sein. Ich würde das günstigste Material nehmen. Es soll eine 
Platine ins Gehäuse! Also elektrisch leitendes Material sollte es nicht 
sein.

Hast du zufällig Erfahrungen gemacht mit Shapeways?
Gast #6187408
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Jens schrieb:
> Wobei ich die Variante von herstellen lassen bevorzuge.

Tja, lade deine 3d-Zeichnung halt bei Shapeways (und billigeren) hoch 
und guck dir an was es kostet.

> Über einen längeren Zeitraum werden es Möglicherweise tausende werden.
> Vorerst werden 100 Gehäuse benötigt

Lade deine 3d-Zeichnung bei protolabs.de (oder billigeren) hoch und guck 
was es bei 100 und bei 1000 als Spritzguss kostet.

(Keine Ahnung eas beispielsweise 3dhubs.com kostet, ich halte die für 
teurer und damit überflüssig, hab aber noch nix dort angefragt).
#6187480
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Ich drucke mir Prototypen Gehäuse in PETG.
Dafür habe ich in der Firma zwei Ender-3 stehen.
Das sind so 20 Euro pro kg Material und der Strom kommt in der Firma aus 
der Steckdose.

Das ist nicht toll, aber immer noch besser als Boxen von der Stange zu 
nehmen und die zu bearbeiten.
3D Druck skaliert nur nicht.
Aber Spritzguss ist für kleine Stückzahlen zu aufwendig.

Falls jemand einen Anbieter kennt der so 100...500 Stück in PA6-GF30 
giessen kann und nicht 5k+ alleine nur Werkzeugkosten aufruft, nur raus 
damit.
#6187559
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MaWin schrieb:
> Dein 3d-Drucker kann glasfaserverstärktes Polyamit drucken, alle
> Achtung.

Habe ich wo geschrieben?
Aber wenn schon hergestellt sollte das schon besser sein als PETG.

> Formkosten hängen (auch, wesentlich, aber auch Grösse) von der
> Formkomplexität ab. Eine einfache Form sollte unter 5k kosten. Auch aus
> Stahl für GF.

5k ist einfach raus, zumal man für ein Gehäuse vielleicht auch noch
zwei Formen bräuchte.

Das ist eben das Problem wenn man nicht xx tausend Stück benötigt.
Dann eben hässlich von der Stange, angepasst an ein verfügbares Gehäuse, 
3D-gedruckt, 3D-gedruckt per Service, oder eben für viel Geld pro Stück.

Bopla verkauft zum Beispiel auf Kundenwunsch angepasste Alu-Gehäuse, so 
Strang-Teile auf Länge geschnitten und mit angepassten Deckeln.
Passt nur nicht zu jeder Anwendung.
#6188219
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Rudolph R. schrieb:
> Aber wenn schon hergestellt sollte das schon besser sein als PETG.

Und dann Preise vergleichen von Äpfeln und Birnen, oh je.

Rudolph R. schrieb:
> Bopla verkauft zum Beispiel auf Kundenwunsch angepasste Alu-Gehäuse, so
> Strang-Teile auf Länge geschnitten und mit angepassten Deckeln.
> Passt nur nicht zu jeder Anwendung.

Dann lass dir halt dein eigenes Profil stranggiessen,
Form kostet so 1500 EUR, ein Kilo Alu nicht viel.
#6188254
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Michael B. schrieb:
> Rudolph R. schrieb:
>> Aber wenn schon hergestellt sollte das schon besser sein als PETG.
>
> Und dann Preise vergleichen von Äpfeln und Birnen, oh je.

Wo bitte habe ich Preise verglichen?

Ich habe nur aufgezeigt, dass sich 3D-Druck für einzelne Teile bis 
Kleinst-Mengen durchaus lohnen kann, weil es praktisch kaum noch was 
kostet.
Mit dem Hinweis, dass das eben nicht skaliert, bei größeren Mengen also 
eher blöd ist und das Material ist auch nicht so toll.
Dennoch hat das seine Nische, besser so als keine Gehäuse.

Wo da die Schere ist, keine Ahnung, dafür müsste ja erstmal einen 
Anbieter kennen der sowas eben nicht druckt und wie viel das dann 
konkret kostet.
Vielleicht ist Spritzguss inzwischen bei 100 Stück günstiger als 
3D-Druck, vielleicht aber auch erst bei 5000, oder 20000.
Gast #6188275
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Michael W. schrieb:
> Jens schrieb:
>> ... bei einem 45x45x25mm Gehäuse?

Solche Teile laufen evtl. unter Vergußgehäuse.
Mit oder ohne Deckel.
Es gibt da Produzenten dafür. Mit großer Anzahl Normgehäuse.

Aber wie immer, die Anforderungen sind ja ein großes Geheimnis.

Übrigens, PLA ist biologisch abbaubar.
Nicht in 4 Wochen, aber der Witterung würde ich das nicht aussetzen.
Und Thermoplast mit 65°C.
Gast #6190001
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kauf dir einen guten bewährten 3d drucker für ca 150€ und druck deine 
ersten hundert gehäuse selber, dann rechnet sich die anschaffung schon

beheiztes druckbett sollte vorhanden sein dann gehen auch Drucke mit ABS
spontan mal nach der letzten Creality Ender 3 Variante gucken
Persönliche Seite #6190026
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Jens schrieb:
> Bin auf der Suche nach einem günstigen Hersteller für Gehäuse
> (Individuelle Größe).

Kannst du bitte ein bisschen mehr dazu schreiben?
Deine Rückmeldung lässt vermuten, dass du ein kommerzielles Produkt 
daraus machen willst. 3D-Druck zu Hause ist damit eher nicht sinnvoll - 
Zeitaufwand und Oberflächenqualität passen beide einfach nicht dazu.

Im Grunde gibt es zwei Varianten:
* Fertiges Gehäuse nehmen und bearbeiten lassen. Eigentlich alle 
Hersteller bieten das mehr oder weniger offensiv an, ist preislich auch 
nicht übermäßig teuer. Ich habe gerade für ein Unterputz-Gehäuse ein 
Angebot für 100 Stück bekommen, größenordnungsmäßig 2 EUR 
Bearbeitung/Gehäuse + 50 EUR Werkzeugkosten.
* Eigenes Gehäuse konstruieren (lassen) und fertigen lassen. Dazu wäre 
es hilfreich, zu wissen, was du brauchst. Ist die Gehäuseanmutung 
wichtig für das Produkt, oder geht es mehr oder weniger nur um den 
Schutz der Elektronik (z.B. Gerät für Unterputzdose)?

Insgesamt ist es fast immer sinnvoll, Arbeit in die Suche nach einem 
fertigen Gehäuse zu stecken, das bearbeiten zu lassen und die Elektronik 
daran anzupassen.
Gast #6190850
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Jens schrieb:
> Das Gehäuse könnte so aussehen:

Das sind doch absolute Standardgehäuse, bei Pollin als "IP65 ABS 
Modulgehäuse" in jeder Grösse billig zu haben sogar wasserdicht, gibts 
auch in Druckgussalu und von Bopla.

Jens schrieb:
> Hab versucht die Maße mit FreeCad anzupassen. Als laie allerdings nicht
> so einfach

Wundert mich nicht, 20 Minuten Teletubbie gucken und jeder Dialog ist 
unscharf, also nicht zu erkennen.
Gast #6191116
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MaWin schrieb:
> Das sind doch absolute Standardgehäuse, bei Pollin als "IP65 ABS
> Modulgehäuse"

Sowas habe ich damals von Conrad bezogen.
Preiswerter gab es dann auch welche.

Größere Stückzahlen findet man nicht über Zweithändler.
Sondern direkt bei Produzenten.
Gast #6196296
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Ich habe eine 3D Datei erstellt und mir die Preise von einigen Firmen 
angeschaut. Die Preise schwanken zwischen 40-120 Euro, je nach 
Material... Im Ausland habe ich was für ca. 15 Euro gefunden. Ich frage 
mich, wie fertige Gehäuse so Günstig angeboten werden können. Manche 
kosten nicht einmal 1 Euro



Max G. schrieb:
> Jens schrieb:
>> Bin auf der Suche nach einem günstigen Hersteller für Gehäuse
>> (Individuelle Größe).
>
> Kannst du bitte ein bisschen mehr dazu schreiben?
> Deine Rückmeldung lässt vermuten, dass du ein kommerzielles Produkt
> daraus machen willst. 3D-Druck zu Hause ist damit eher nicht sinnvoll -
> Zeitaufwand und Oberflächenqualität passen beide einfach nicht dazu.
>
> Im Grunde gibt es zwei Varianten:
> * Fertiges Gehäuse nehmen und bearbeiten lassen. Eigentlich alle
> Hersteller bieten das mehr oder weniger offensiv an, ist preislich auch
> nicht übermäßig teuer. Ich habe gerade für ein Unterputz-Gehäuse ein
> Angebot für 100 Stück bekommen, größenordnungsmäßig 2 EUR
> Bearbeitung/Gehäuse + 50 EUR Werkzeugkosten.
>
> Insgesamt ist es fast immer sinnvoll, Arbeit in die Suche nach einem
> fertigen Gehäuse zu stecken, das bearbeiten zu lassen und die Elektronik
> daran anzupassen.

Welche Hersteller sind das, die fertige Gehäuse überarbeiten? Es geht 
mir eigentlich nur um die Größe und dass das Gehäuse auf- und zu gemacht 
werden kann. Die Platine wird eingegossen! Bei fertigen Gehäuse ist eine 
leicht überdimensionierte Größe kein Problem. Allerdings sind die 
fertigen Gehäuse direkt immer viel Größer.
Angehängte Dateien:
Gast #6196405
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Jens schrieb:
> Ich frage mich, wie fertige Gehäuse so Günstig angeboten werden
> können. Manche kosten nicht einmal 1 Euro

Stückzahlen. So bald die so gross sind, daß die Kosten der Form 
unrelevant werden, bleibt nur Arbeitszeit der Spritzgussmaschine (20 
EUR/h, 30 Sek/Teil -> 17ct/Teil) und Materialkosten (Kunststoff 1 EUR/kg 
-> 50g also 5ct/Teil).

Wer natürlich nur 1000 Teile will, zahlt 2.50 EUR für die Form/Teil.
Gast #6196514
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Jens schrieb:
> Ich habe eine 3D Datei erstellt und mir die Preise von einigen Firmen
> angeschaut. Die Preise schwanken zwischen 40-120 Euro, je nach
> Material... Im Ausland habe ich was für ca. 15 Euro gefunden. Ich frage
> mich, wie fertige Gehäuse so Günstig angeboten werden können. Manche
> kosten nicht einmal 1 Euro

Ich hab mir Deine Dateien mal in Cura angeschaut. Du solltest einen 
kleinen Rand am Deckel einplanen, der innen in das Gehäuse greift. 
Ansonsten hat man bei kleinstem Verzug des Deckels (damit musst Du bei 
der 2-Schrauben-Befestigung rechnen) hässlichen Einblick in das Gehäuse.

Ansonsten zeigt mir Cura gut 4m Filamentverbrauch bei 25% Fülldichte. 
Bei 350m/kg-Rolle kannst Du Dir die Materialkosten selbst errechnen.

Das allerdings jemand dafür 120€/Stk. haben will, kann ich nicht 
glauben.

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