Grundlagen-Frage Antennen

Gast #6186967
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Hi,

ich hätte mal eine Frage bezüglich des lambda halbe Dipols und zwar muss 
ja nach dem Durchflutungssatz ein Strom in einem Leiter fließen damit 
ein B-Feld entsteht in folgender Grafik verstehe ich nicht wie der 
Sender funktionieren kann, ohne das ein Strom fließt? Oder fließt hier 
immer im umschalt Moment ein Strom quasi ein Umlade Strom wie bei einem 
Kondensator?
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Gast #6186989
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Peter schrieb:
> Hi,
>
> ich hätte mal eine Frage bezüglich des lambda halbe Dipols und zwar muss
> ja nach dem Durchflutungssatz ein Strom in einem Leiter fließen damit
> ein B-Feld entsteht in folgender Grafik verstehe ich nicht wie der
> Sender funktionieren kann, ohne das ein Strom fließt?



Natürlich fließt ein Strom, und wo Strom fließt wird Leistung 
transportiert.

Da wird nichts umgeschaltet!
Gast #6186994
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Peter schrieb:
> in folgender Grafik verstehe ich nicht wie der
> Sender funktionieren kann, ohne das ein Strom fließt? Oder fließt hier
> immer im umschalt Moment ein Strom quasi ein Umlade Strom wie bei einem
> Kondensator?

Ein magnetisches Feld entsteht, wenn Ladungen bewegt werden. Auch wenn 
sie nicht im Kreis fließen, sondern nur durch polaritätswechsel hin und 
her bewegt werden, entsteht das Feld.
Gast #6187030
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Peter schrieb:
> Oder fließt hier immer im umschalt Moment ein Strom quasi ein Umlade
> Strom wie bei einem Kondensator?

Du HAST dort u.a. einen Kondensator.
Eine (Dipol)-Antenne ist ein offener Schwingkreis
https://www.elektronik-kompendium.de/sites/kom/0810171.htm

Einen "Umschaltmoment" gibt es außerdem bei einer Antenne nicht. Die 
wird gewöhnlich nahe einer bestimmten Trägerfrequenz betrieben, d.h. es 
handelt sich um Sinusschwingungen.
Gast #6187033
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Marc Oni schrieb:
> Das Durchflutungsgesetz aus der Elektrostatik reicht nicht aus, um
> die
> Vorgänge auf einem langen Dipol zu beschreiben.
>
> Das Biot-Savart-Gesetz beschreibt das Magnetfeld bewegter Ladungen.
> Damit lässt sich die Stromdichte von räumlich unterschiedlichen Strömen
> und ihren Magnetfeldern berechnen

Ja das ist mir auch klar :)
die Frage ist nur woher kommt das I? wenn ich keine geschlossene 
Leiterschleife habe? Durch die Ladungsverschiebungen des E-Felds?
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#6188531
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Peter schrieb:
> die Frage ist nur woher kommt das I? wenn ich keine geschlossene
> Leiterschleife habe? Durch die Ladungsverschiebungen des E-Felds?

Das was hier ausschlaggebend ist, ist der Amperemaxwellsatz in den 
Maxwellgleichungen.

Im Falle einer offenen Leiterschleife bzw genauer in Luft gilt j=0, die 
Verschiebungsstromdichte, also die Ableitung des Elektrischen Feldes, 
sorgt aber dennoch dafür, dass auch hier ein Magnetfeld entstehen kann.

Ein zeitlich veränderliches Elektrisches Feld erzwingt also auch immer 
ein Magnetfeld und ein zeitlich veränderliches Magnetfeld erzwingt über

auch immer ein Elektrisches Feld und das ist der Grund warum nach den 
Maxwellgleichungen elektromagnetische Wellen in ihrer Ausbreitung nicht 
an ein Leitfähiges Material gebunden sind. Da die Permitivität und die 
Permeablitität auch im Vakuum nicht >0 sind, sind diese Wellen an gar 
kein Ausbreitungsmedium gebunden.

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