Gibt es einen Leitungsfinder der was taugt?

OP #6188264
Lesenswert?

Ich suche schon seit längerem was gescheites fürs Heimwerken mit dem man 
sicher Leitungen (ggf. auch Rohre) findet. Habe mit ganz billigen von 
Aldi angefangen, klar Schrott. Aber wenn ich mir Videos von Profigeräten 
wie z.B. dem Bosch D-Tect 150 ansehe 
(https://m.youtube.com/watch?v=ZcZDSDy9Ycw), immerhin ein Gerät in der 
500-600€ Klasse, kann das auch nicht überzeugen.

Woran liegts nur? Zumindest stromführende Leitungen sollten sich doch 
präzise und sicher ermitteln lassen? Und mit präzise denke ich an unter 
einem Zentimeter. Also nicht "ja, da ist irgendwo eine Leitung in der 
Wand, nimm die andere", sondern "hier ist eine Leitung, bohre 10 cm 
links oder rechts von dieser Position".
Gast #6188298
Lesenswert?

Meine Bemerkung war etwas ironisch gemeint.
Weil er begrenzt auf "Zumindest stromführende Leitungen" hat.

Klar, Aldi ist sowieso immer Schrott.*
Und wenn die Leitung gerade mal keinen Strom führt?

* Kann Spuren von Ironie enthalten
Beitrag #6188299 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6188308
Lesenswert?

michael_ schrieb:
> Weil er begrenzt auf "Zumindest stromführende Leitungen" hat.

Wobei "stromführend" relativ ist, denn 1mA ist auch stromführend...

Und "spannungsführend" ist in den wenigsten Fällen eine gute
Aussage bei mehreren Leitungen parallel geführt...


Verlassen kann man sich meiner Meinung nach weder auf billige
noch auf teure Geräte, es sind alle nur "Schätzeisen", aber als
Metalldetektoren, sprich Leitungen oder Rohre funktionieren alle
Geräte besser, wenn auch mit nur wenigen Zentimetern Tiefe, je nach
Wand und Putz...

Trotzdem, eine sichere Aussage ist nie gewiss...

Also: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!
#6188310
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Und "spannungsführend" ist in den wenigsten Fällen eine gute
> Aussage bei mehreren Leitungen parallel geführt...

Wenn mehrere Leitungen parallel laufen reicht es doch das 
spannungsführend erkannt wird. Es spielt dann doch keine Rolle ob es 
eine oder mehr Leitungen sind. Bohren geht dann nicht.

Problematischer ist es wenn Moniereisen in der Wand ist. Dann erkennt 
das Gerät Metall. Es erkennt aber nicht ob es Moniereisen oder eine 
Wasserleitung ist. Im ersteren Fall könnte man ja bohren.
#6188312
Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Wenn mehrere Leitungen parallel laufen reicht es doch das
> spannungsführend erkannt wird. Es spielt dann doch keine Rolle ob es
> eine oder mehr Leitungen sind. Bohren geht dann nicht.

Tja, ich hatte schon genug parallel geführte Leitungen in einer
Wand unter Putz, oft 5-8 nebeneinander, das bedeutet dann aber
auch gut 15 cm, wobei die kapazitive Einkopplung zusätzlich das
Ergebnis verfälscht...

Und oft weis man das nicht, was unter Putz so läuft, also ist es
ein Problem mit dem Abstand, vor allem dann, wenn die einige
Zentimeter weit unter Putz liegen - darum "Schätzeisen"...

Nix ist fix!

L.G.
#6188313
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Tja, ich hatte schon genug parallel geführte Leitungen in einer
> Wand unter Putz, oft 5-8 nebeneinander, das bedeutet dann aber
> auch gut 15 cm, wobei die kapazitive Einkopplung zusätzlich das
> Ergebnis verfälscht...

Aber welches Problem hast Du damit? Wenn das Gerät diese 15cm detektiert 
ist es doch ok. Dann ist der Bereich tabu. Oder verstehe ich nicht genau 
was Du meinst?
#6188314
Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Oder verstehe ich nicht genau
> was Du meinst?

Bsp.:

Du hast 7 Leitungen unter Putz parallel geführt, eine davon führt
Spannung, Du kannst jetzt nicht genau definieren, ob andere in
welchem Abstand liegen, weil spannunglos...

Du weist aber nicht, dass es sich um 7 handelt, mit 3 rechnest Du
vielleicht...

Du nimmst 10cm Sicherheitsabstand und bohrst in eine weit neben
liegende hinein, oder sie liegen so tief (4 oder mehr cm), dass
sämtliche rundum verlegte nicht mehr erkannt werden...

Zu tief liegende erkennt das Gerät auch als Metalldetektor nicht,
also "Worst case", außerdem ist es eine Frage der Mauerfeuchtigkeit
etc...
#6188315
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Bsp.:

Ok, das leuchtet ein. Das ist allerdings ein Szenario für unbekanntes 
Terrain. Bei mir Zuhause kenne ich den Verlauf der Leitungen. Besonders 
tief liegen die Kabel auch nicht in der Wand.

Ich teste aber mal bis zu welcher Tiefe das Bosch Kupferkabel erkennt 
wenn sie a) stromlos und b) stromführend sind. Wobei das Gerät wohl 
erkennt ob die Leitung spannungsführend ist. Es sollte daher erkennen ob 
eine Leitung zu einer unbelasteten Steckdose führt.
(Firma: JDCC) #6188785
Lesenswert?

Falsches Messprinzip schrieb:
> Vergesset diese billigen Murksdinger, man macht das ganz anders!

Ja wie denn ?

Beim Umbau meiner Schneune hat meine Frau dem Maurer gesagt,
da soll eine Steckdose hin, und da und da ... Er hat Löcher
und Schlitze gemacht und dann Kabel gelegt.

Schwager hat dann vor dem Verputzen die Kabelenden in die
Dosen gezwängt und drübergeputzt (ohne Papier).

Ich habe mir einen Wolf nach den 40 (!) Steckdosen gesucht.

In der Kaffeeküche kommen Kabel irgendwo raus und verschwinden
teilweise im Nirwana. Ich habe mit einem gestandenen Elektromeister#
2 Tage nach 2 Kabeln gesucht die in der Wand verschwanden. Wir
haben die sauber aufgerollt in 10 cm Tiefe mit Mörtel drüber
wiedergefunden.

Das meiste geht mittlerweile.

Er hatte so ein Profigerät aber wir können auf ein Kabel nicht
einfach mal 230 V draufgeben. Gefunden hat das Ding nichts.
Beitrag #6188832 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6189063
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Trotzdem, eine sichere Aussage ist nie gewiss...
>
> Also: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!
Hmm, da wüsste ich aber gern was du vorschlägst wie man Vorsicht walten 
lässt.
Nicht mal Millimeter für Millimeter bohren und jedes mal mit Endoskop 
o.ä. nachschauen wäre nennenswert sicher denn 1mm ist schon sehr knapp 
für die Isolation.
Gast #6189093
Lesenswert?

Besitze ebenfalls den Bosch GMS120, kann ich empfehlen das Teil und 
tausend mal besser als der PMD7/Truvo von Bosch.

Von der Ortungsgenauigkeit ist das Teil relativ präzise, habe kürzlich 
einen Funkschalter (Somfy) an die Wand geschraubt, mit einer Schraube 
jeweils links und rechts von einer verputzten Leitung
#6189782
Lesenswert?

Alex G. schrieb:
>> Also: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!
> Hmm, da wüsste ich aber gern was du vorschlägst wie man Vorsicht walten
> lässt.

Tja, schauen wo Abzweigdosen, Lichtschalter und Steckdosen sind und
sich verlassen darauf, dass die Leitungen so geführt worden sind,
wie es normalerweise sein sollte - SOLLTE...

Natürlich gibt es in alten Gebäuden dann auch quer verlegte 
Stegleitungen,
auch Blockklemmen ohne Isolierung unter Putz und andere Schmankerl...

In verputzten Schilfdecken gibt es dann die abenteuerlichsten
Konstruktionen, auch im Kreis gelegte Leitungen...

Aber mit ein paar solchen Fällen muss man eben in vielen Jahren
rechnen...
Gast #6189798
Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Tja, schauen wo Abzweigdosen, Lichtschalter und Steckdosen sind und
> sich verlassen darauf, dass die Leitungen so geführt worden sind,
> wie es normalerweise sein sollte - SOLLTE...

Wer sich verlässt, der ist verlassen...

Selbst in dem Neubau (Ende 2019) indem ich wohne weiß ich, das es zwei 
Leitungen gibt welche nicht optimal verlegt sind, eine liegt in einer 
Trockenbauwand und die andere geht von einer Abzweigdose in den 
Rollokasten für den Antrieb, für eine saubere Verlegung hätte die halbe 
Wand aufgestemmt werden müssen, also wurde 40cm mit Hammer und Meißel 
ein Schlitz schräg in die Wand geklopft vom Fensterbauer.
#6190151
Lesenswert?

Falsches Messprinzip schrieb:
> Vergesset diese billigen Murksdinger, man macht das ganz anders!

Klar, du Spezialist lässt wahrscheinlich 50A durch ein 3x1,5 NYM 
fliessen, und wo die tapete braun wird ist die Leitung.

Ich habe auch das GSM120 vom Bosch, nachdem bei meinem Altbau ein 
billiges nur Zufallszahlen produzierte.

Erkenntnis:
Elektrische Leizungen werden meistens erkannt.
Dicke Metallleitungen werden auch meistens erkannt.

geschaltete Stromleitungen (ausgeschaltet) werden nicht erkannt, und 
wenn Nägel oder Schilfmatten mit Draht unter dem Putz sind oder gar 
Streckmetall kann man es vollkommen vergessen.
Leitungen in Gipskartonbeplankten Metallständerwänden genauso

Und Kunststoffwasserrohre gar nicht.


Fazit: für einen Altbau ist das immer eine Lotterie, auch der 
Wallscanner für mehrere 100 Euro ist da aufgeschmissen, weil in der Wand 
sich die Materialen einfach ändern können.

Was geht ist ein Kabel mit einem eingespeisten Rechtecksignal zu 
verfolgen, aber das nützt nix wenn man unbekannte Leitungen erkennen 
will (Bohren)
#6190181
Lesenswert?

Meine persönliche Erfahrung zeigt: Es gehört, egal bei welchem Gerät, 
auch einiges an Erfahrung dazu, die Messergebnisse richtig einschätzen 
zu können.

Ich hab schon so einiges an teuren und billigen Geräten ausprobiert, 
eine 100%-Lösung ist keins davon gewesen.

Privat gehe ich so vor:
- Kein Bohren in Installationszonen.
- Grob herausfinden wo Leitungen liegen. Oftmals hilft es schon sehr, 
die Dose aufzumachen und rein zu schauen wohin die Kabelrohre führen.
- Eine Wärmebildkamera hilft bei Heizungsrohren.
- Mit dem Leitungsfinder gehe ich nochmal grob drüber (Zusätzliche 
Prüfung an da-ist-sicher-eine-Leitung und da-ist-sicher-KEINE-Leitung 
Orten).

Ich hab das Ding hier:
https://www.amazon.de/Homder-Ortungsger%C3%A4t-Multifunktions-Stromleitung-Spannungsf%C3%BChrenden/dp/B07JJ8ZCN2/


Ich musste das schon für das genaue Gegenteil einsetzen: Eine 
Stromleitung gezielt anbohren um einen Abzweig zu setzen. Das hab ich 
damit hinbekommen.

Wenn man sich nicht sicher ist, hilft es auch, vorsichtig ranzugehen. 
Nicht mit maximaler Drehzahl, riesigem Bohrer, im Schlag-Bohr-Modus. 
Kabelrohre spürt bzw. hört man beim drauftreffen. Metall ebenso.
Direkt eingeputzte Leitungen oder Stegleitungen sind eher ein Problem.

Im Endeffekt kommt es immer auf eine Risikoabwägung heraus. Muss ich 
wirklich bohren? Falls ja: Muss ich wirklich DORT bohren? Falls ja: Was 
geht schlimmsten Falls kaputt? Ein Kunststoff-Rohr der Fußbodenheizung 
auszutauschen ist deutlich schlimmer als ein neuer Draht zum 
Klingeltaster...

Und ja, auf kurz oder lang erwischt man immer mal was. Man findet 
richtig verrückte Sachen (loses Kabelrohr irgendwo mittig durch den 
Hohlziegel geführt). 100%ige Sicherheit gibt es da leider nicht.
#6190195
Lesenswert?

Ich habe ebenfalls das Bosch GSM120.

Die Erfahrungen sind ebenfalls gemischt, was die Erkennung von 
elektrischen Leitungen anbelangt.

Ohne Spannung:
Aussichtslos.

Nur Spannungsführend, ohne Stromfluss:
Häufige Erkennung, aber nicht immer. Teilweise werden größere 
Wandbereiche als elektrisch angezeigt, wo keinerlei Leitung vorhanden 
ist. Ratespiel.

Mit Stromfluss (Verbraucher am Leitungsende in der Steckdose):
Gute Erkennung. Gibt es jedoch eine weitere Leitung ohne Stromfluss, 
dann kann man Pech haben.

Wenn ich in meiner Kalksandsteinwand mit 1-2cm Putz nur ein Loch bohren 
will und keine 'Imputzleitung' treffen will, gibt es für mich nur eine 
sichere Methode: Mit einem alten Schraubendreher den Putz vorsichtig bis 
zum Stein aufprockeln. Dann bohren.
#6190210
Lesenswert?

● J-A V. schrieb:
> ginge da sonst auch stromlos etwas mit Radar-Sensoren?

Und woher weisst du im Altbau was dir da ein Echo produziert?
Der Bosch Wallscanner D-Tect 150 arbeitet wohl irgendwie so.
Aber auch da ist die Erkennung nicht 100 prozentig.

Im Altbau weisst du nie ist da ein Schilfrohr oder eine Latte oder 
vieleicht ein Balken eingeputzt.
Wa das mal vor 50 Jahren ein Schlitz der überputzt wurde als man die 
Installation von 1920 im Jahre 1970 grundsanierte
...
#6190218
Lesenswert?

● J-A V. schrieb:
> 10 Ampere und mit einer Thermokamera suchen?

Gar nicht dumm :-), aber eine einzele Leitung finden geht mit einem 
eingespeisten Rechteck Signal.
Das Problem ist zu erkennen ob irgendwas da liegt, oder ob man bohren 
kann.
Das kann auch Gas sein.

ich habe bei der Kernsanierung meiner Wohnung (früher Einzelgasöfen mit 
UP-Gasleitungen) einen Dübel gefunden der war exakt zwischen einer Gas 
und einer direkt parallel geführten NYM Leitung gebohrt, beide waren 
angekratzt aber nicht durch.
War leider noch vor der Smartphone-Zeit deshalb hatte ich kein Foto 
gemacht.
Gast #6190219
Lesenswert?

TR.OLL schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Klar, du Spezialist lässt wahrscheinlich 50A durch ein 3x1,5 NYM
>> fliessen, und wo die tapete braun wird ist die Leitung.
>
> Einhundert bis Dreihundert Ampere sind dafür empfehlenswert...

Es reichen vermutlich 10A und eine Wärmebildkamera.
Gast #6190229
Lesenswert?

Olli Z. schrieb:
>Woran liegts nur? Zumindest stromführende Leitungen sollten sich doch
>präzise und sicher ermitteln lassen?

Mit einen NF-Verstärker überhaupt kein Problem.
Als NF-Verstärker geht auch ein Kofferradio oder Taschenradio
mit Tonabnemer, also mit NF-Eingang. Da schließt man eine
auf einen Ferritstab gewickelte Spule, so 500 bis 1000
Windungen an, und kann das 50Hz-brummen empfangen.
Mann muß aber dafür sorgen das die Leitung die man
verfolgen will auch wirklich stromführend ist. Das bedeutet
am Ende der Leitung muß ein Verbraucher angeschlossen sein,
sonst fließt ja kein Strom und in der Nähe der Leitung
ist kein magnetisches Wechselfeld.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #6190287
Lesenswert?

Udo S. schrieb:
> einen Dübel gefunden der war exakt zwischen einer Gas
> und einer direkt parallel geführten NYM Leitung gebohrt, beide waren
> angekratzt aber nicht durch.

was ähnliches hatte ich mit einem Abflussrohr.
in der Zwischendecke befindlich und von unten wurde eine "mörder"lange
Spaxschraube diesem Rohr entgegen gedreht.
Die Spitze der Schraube stand Jahrelang von unten direkt am Rohr an,
hatte die Oberfläche auch schon angekratzt.

-Das war das Toiletten-Rohr!
#6259942
Lesenswert?

Ich habe mir vor einiger Zeit mal den dtect 120 geleistet, funktioniert 
wirklich gut. Wie bereits erwähnt gehört aber auch da ein bisschen 
Erfahrung dazu, um die Ergebnisse einsortieren zu können.
Im Großraum Nürnberg würde ich den gegen Schutzgebühr auch verleihen.

Beste Grüße
Fabian
Gast #6260082
Lesenswert?

Moin,
man braucht eigentlich gar keinen Leitungsucher (die meisten 
funktionieren mehr schlechtals recht).
Das geht auch alles mit bloßem Auge. Man ja wo Steckdosen, Schalter, 
Abzweigdosen, Abflüsse oder sonstige Armaturen sind. Ggf. nochmal 
genauer hinschauen oder in die Dose gucken und dann nachdenken, bohren 
und alles ist gut.
In 15 Jahren als Elektroniker habe ich nie unbeabsichtigt ein Kabel oder 
Rohr angebohrt.

Wenn ein Maurer, Tischler oder Trockenbauer die Kabel verlegt hat würde 
ich mir aus Erfahrung über andere Sachen sorgen machen als dass ich ein 
Kabel treffen könnte.
#6260114
Lesenswert?

Olli Z. schrieb:
> Zumindest stromführende Leitungen sollten sich doch
> präzise und sicher ermitteln lassen?

Wie kommst du darauf ? Stromführend heisst Magnetfeld, das kann durch 
jedes Eisenteil abgelenkt werden, Armierung im Beton, Blechständerwerk 
hinter Rigips, oder einen alten Nagel in der Wand.

Und schon zeigt das Gerät die höchste Feldstärke woanders an.
Gast #6260387
Lesenswert?

Ich hab ein Teil vom Lidl vor einigen Jahren gekauft. Das ist prima. Ich 
messe damit immer 2 x . 1 x mit Schalter auf Stromführend, und dann 
nochmal mit Schalter auf METALL.

Und er hat alles gefunden, was es in einer Mietwohnung zu finden gibt.
Zum Testen habe ich einfach mal ein Lichtschalter rundherum untersucht.

Gruß

   Pucki
#6269068
Lesenswert?

Mein Vater hatte keine Bohrmaschine. Dübel wurden mit Schlageisen und 
Hammer in die Wände gesetzt. Benutze ich heute noch gerne im Wandputz. 
Bei gefühlvollem Schlagen erkennt man sofort die weiche Kabelisolierung 
oder eine Wasserleitung. Zu diesem Zeitpunkt ist die Leitung auch noch 
nicht beschädigt. Allerdings nichts für Grobmotoriker! Das Loch ist 
anschließend maßhaltig und kann sofort genutzt werden.
Lustig sind immer Putzgitter über mehreren Stegleitungen. Hat der 
Hilfsputzer das Gitter doch an der Leitung befestigt, und ich bekomme 
einen Schlag beim Bildaufhängen. An der Stelle konnte keine Leitung 
sein. Der Billigsucher findet großräumig nur Metall und 50Hz. Eine 
Glühbirne am Nagel gegen Neutralleiter leuchtet hell auf. Über 
Freischaltungen findet man den Stromkreis, aber nicht den Verlauf der 
Leitung. War bei mir glücklicherweise der E-Herd. Also mit 
provisorischer Spule und Oszillograf das Magnetfeld gesucht. Es mussten 
nur 30 cm aufgestemmt werden. Der Elektriker hat meine Hilfestellung 
dankbar angenommen.
Der Küchenbauer hat sofort zu Arbeitsbeginn das erste Loch direkt 
senkrecht über der Steckdose gebort. Eben keine Fachkraft. Denken ist 
überflüssig.
In einem alten Fachwerkhaus ist immer Vorsicht geboten. Wegen der 
Holzständer und Balken verlaufen die Leitungen nicht nach Norm!
Grüße von petawatt
#6270852
Lesenswert?

Schaut mal hier:
https://de.rec.heimwerken.narkive.com/qcEsAxAi/handschlagbohrer

etwas nach unten scrollen --> Bild Dübelsetzeisen

Hatten wir für 6mm + 8mm Dübel gehabt.

Nach dem Holzdübel (eingegipst)  kam dann der in Alu gefaßte Dübel mit 
gepreßtem und gertränktem Hanf.

Fischer hatte dann eine geniale Idee mit dem Kunststoffdübel, wobei 
Fischer damals in den Anfängen das non plus ultra war.
Fischer-Dübel sind ein Rotz, da gibt es weitaus qualitativ 
hochwertigere, die preislich auch noch günstiger zu bekommen sind als 
wie der Fischer!

Ein selbst geschnitzter Holzdübel wird heute noch gerne von den "Alten" 
verwendet, wo nix hält! Auch von mir.
Ich weiß - Dübel werden eingeklebt.....

MfG
Eppelein
#6271801
Lesenswert?

Michael Gugelhupf schrieb:
> Hammer und Schlageisen? Da kann man aber langsam mal an ein Upgrade
> denken

Hab in meiner Studentenbude mal ein Badezimmerregal (kein 
Schwerlastregal) montiert. Die Schlagbohrmaschine hatte nach 1 Sekunde 
ein 15 mm dickes Loch im Bröselputz fabriziert, und es kam sofort der 
Gipsbecher zum Einsatz. Typischer Einsatzfall für das Schlageisen. 
Erfahrung macht klug. Das Schlageisen soll die Bohrmaschine ja auch 
nicht ersetzen sondern ergänzen.

Zu den Küchengeräten im Zeitungsartikel. Hab in meinem alten 
Fachwerkhaus im Küchenbereich viel aussortieren müssen. Die alten Reiben 
waren nach mehreren Jahrzehnten nicht funktionsunfähig, sondern einfach 
verrostet. Nirostahl war früher noch nicht so verbreitet. Einige der 
dargestellten Produkte hab ich aber noch. Heute werden extrem 
dünnwandige Plastikteile gefertigt, die gerade mal die Garantiezeit 
überleben. Das Upgrade muss auch sinnvoll sein.

Grüße von petawatt
Gast #6271945
Lesenswert?

Horst S. schrieb:
> Michael Gugelhupf schrieb:
>> Hammer und Schlageisen? Da kann man aber langsam mal an ein Upgrade
>> denken
>
> Hab in meiner Studentenbude mal ein Badezimmerregal (kein
> Schwerlastregal) montiert. Die Schlagbohrmaschine hatte

Elektrisch?

> Zu den Küchengeräten im Zeitungsartikel.

> einfach verrostet

> Das Upgrade muss auch sinnvoll sein.

Ich meinte die kurbel-betriebenen Schlagbohrmaschine im Artikel (erstes 
Bild). Ich wollte dich nicht zu elektrischen Bohrern verleiden sondern 
nur zur nächsten Evolutionsstufe. Kurbeln statt hämmern :)

Hier sieht man den internen Aufbau 
https://www.youtube.com/watch?v=JYMmdSK5VxI Einschließlich der 
gesponsorten Anwendung eines Rostentferners. Kurbel für Linkshänder 
umbaubar. Patent von 1937.
#6271977
Lesenswert?

Michael Gugelhupf schrieb:
> Ich wollte dich nicht zu elektrischen Bohrern verleiden sondern
> nur zur nächsten Evolutionsstufe. Kurbeln statt hämmern :)

Wehe es sagt jetzt einer was gegen meine Handbohrmaschinen! Die kleinere 
ist schon im Fluggepäck gereist. Auf unserer Segelyacht gibt es zwar 
eine Akku-Bohrmaschine, aber der Akku ist meist immer leer. Läßt sich 
ohne Landanschluss nicht aufladen.
Grüße von petawatt
Angehängte Dateien:
Gast #6272091
Lesenswert?

Horst S. schrieb:
> Wehe es sagt jetzt einer was gegen meine Handbohrmaschinen!

Tue ich nicht.  Das auf den Foto war als 10 jähriger meine erste 
Bohrmaschine, in einen Plastikkasten mit Laubsäge und Zubehör. Und ich 
habe damit das Loch gebohrt um den Indianer von innen (Bereich zwischen 
den Beinen der Pferde) aus zu sägen.

Heutzutage benutze ich Handbohrer um im hauptsächlich Plastikmodellbau 
Löcher zu bohren ohne das, das Material weg schmilzt.

Ich sag immer : "Für alles das richtige Werkzeug, aber nicht 
übertreiben".

Gruß

   Pucki
Gast #6278424
Lesenswert?

Meiner ist (nachdem er sich wieder angefunden hat) ein L10 der Firma 
Neuberger. Funktioniert (meiner unmaßgeblichen Meinung nach) sehr gut. 
Stellt sich die Empfindlichkeit bei sach- und fachgerechtem Gebrauch 
selbsttätig ein und begrenzt so das Suchfeld. Damit habe ich in unseren 
lehmverputzten Wänden sogar abgebrochene Stecknadeln im Lehm aufspüren 
können. Ist bei Putzdraht allerdings 'machtlos'...
#6278452
Lesenswert?

Ich nutze den

https://www.amazon.de/Ortungsger%C3%A4t-Metalldetektor-Leitungssucher-Stromleitung-Hintergrundbeleuchtung/dp/B07L12X5TM

und bin ganz zufrieden damit.

Bosch etc. sind natürlich viieeel besser - aber lasst euch damit mal 
eine Fußbodenheizungs-Leitungsschlaufe lokalisieren :-).

Ein einfaches FLIR-Zusatzmodul für ein Handy ist da viel besser :-). Das 
gilt natürlich auch für Wasserschäden in Wand und Decke - bei mir hat es 
sich bezahlt gemacht. Kunststoff-Leitungen sind aus meiner Sicht nur 
über Wärme oder Kälte (des Inhalts) zu bestimmen. Aber ich bin auch kein 
Profi - nur Laie.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren