Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welchen Clock soll ich nehmen?


von Hobbit (Gast)


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Hallo zusammen,

ich möchte folgenden Schaltregler verwenden:

http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm73605-q1.pdf?HQS=TI-null-null-mousermode-df-pf-null-wwe&DCM=yes&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.mouser.de%2F&distId=26

Diesen möchte ich mit einer Schaltfrequenz von 350kHz verwenden, damit 
das PCB Design etwas vereinfacht wird. Im Datenblatt steht, dass man 
einn externen Takt anschließen muss und ein Widerstand von 115k 
angeschlossen werden muss.

Welche Art von Clock muss da angeschlossenen werden? Ich habe das noch 
nie gemacht und daher auch meine Frage.

MfG

von HildeK (Gast)


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Hobbit schrieb:
> Diesen möchte ich mit einer Schaltfrequenz von 350kHz verwenden, damit
> das PCB Design etwas vereinfacht wird. Im Datenblatt steht, dass man
> einn externen Takt anschließen muss und ein Widerstand von 115k
> angeschlossen werden muss.

Es reicht, an den Pin RT einen 115k nach GND anzuschließen. Du brauchst 
keinen externen Takt. Siehe Tabelle 1 bzw. Fig. 21.
Der wird nur dann eingesetzt, wenn man mehrere Schaltregler 
synchroniseieren will. Das ist manchmal sinnvoll, um Schwebungen nahe 
beianderliegender Schaltfrequenzen verschiedener Regler zu vermeiden. 
Schlimmstenfall äußert sich sowas dann als hörbares Pfeifen.

von Hobbit (Gast)


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HildeK schrieb:
> Es reicht, an den Pin RT einen 115k nach GND anzuschließen. Du brauchst
> keinen externen Takt. Siehe Tabelle 1 bzw. Fig. 21.
> Der wird nur dann eingesetzt, wenn man mehrere Schaltregler
> synchroniseieren will. Das ist manchmal sinnvoll, um Schwebungen nahe
> beianderliegender Schaltfrequenzen verschiedener Regler zu vermeiden.
> Schlimmstenfall äußert sich sowas dann als hörbares Pfeifen.

Hi,

vielen Dank. Ich habe nun den Schaltplan fertig und habe einen 115k 
Widerstand eingebaut, damit der Schaltregler mit 350kHz arbeitet.

Könnte villeicht jemand drüber schauen, ob das so passt?

MfG

von Weg mit dem Troll (Gast)


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Das wird sich doch zeigen, wenn's laeuft. Ohne Oszilloskop wird's 
schwierig.

von HildeK (Gast)


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Sieht im Schaltplan richtig aus. Die Cout (C308-C310) dürften auch 
größer sein, zumal wenn du Keramik-Cs verwendest. Siehe den Hinweis im 
Datenblatt über das Derating von Keramic-Cs. Auch bei den Cin muss man 
nicht sparen.

Wie gut die Schaltung funktioniert hängt dann auch davon ab, wie gut du 
das Layout und die Bauteilplatzierung hinbekommst. Im Datenblatt ist 
eine Empfehlung drin und auch hier kannst du dir Hinweise holen: 
http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/40-Layout-Schaltregler

von Elektronik Laie (Gast)


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Wie mein Nick bereits vermuten lässt, bin ich nicht der absolute 
HW-Guru, erinnere mich aber durchaus daran, dass man auf der 
Eingangsseite eventuell noch eine Filterschaltung (T- oder Pi-Filter) 
anbringen könnte, um Rückwirkungen auf die Versorgung an X301 zu 
vermeiden.

von HildeK (Gast)


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Elektronik Laie schrieb:
> dass man auf der
> Eingangsseite eventuell noch eine Filterschaltung (T- oder Pi-Filter)
> anbringen könnte, um Rückwirkungen auf die Versorgung an X301 zu
> vermeiden.

Das ist natürlich richtig, und auch dann sinnvoll, wenn man da Probleme 
erwartet. Auch das EMV-Verhalten würde sich verbessern.
Es ist aber nicht zwingend.

von Hobbit (Gast)


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HildeK schrieb:
> Wie gut die Schaltung funktioniert hängt dann auch davon ab, wie gut du
> das Layout und die Bauteilplatzierung hinbekommst. Im Datenblatt ist
> eine Empfehlung drin und auch hier kannst du dir Hinweise holen:
> http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/40-Layout-Schaltregler

Ich kann mein PCB Layout gleich hier reinhängen, wenn ich fertig bin. 
Leider weicht mein Design vom empfohlenen ab, da ich an Platzmangel auf 
der Platine leide.

Elektronik Laie schrieb:
> Wie mein Nick bereits vermuten lässt, bin ich nicht der absolute
> HW-Guru, erinnere mich aber durchaus daran, dass man auf der
> Eingangsseite eventuell noch eine Filterschaltung (T- oder Pi-Filter)
> anbringen könnte, um Rückwirkungen auf die Versorgung an X301 zu
> vermeiden.

Danke für den Tipp. Die Frage wäre nur, wie man das ganze dimensioniert. 
Von welchen Werten muss ich ausgehen?

MfG

von HildeK (Gast)


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Hobbit schrieb:
> Die Frage wäre nur, wie man das ganze dimensioniert.
> Von welchen Werten muss ich ausgehen?

Mein Tipp: du hast 350kHz Schaltfrequenz, also sollte das 
(Tiefpass-)Filter bei dieser Frequenz bereits ordentlich dämpfen.
Man kann mit der Grenzfrequenz fast beliebig tief gehen, allerdings 
werden dann Spulen und Kondensatoren entsprechend immer größer → ein 
Kompromiss ist gefragt.

von HildeK (Gast)


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Vielleicht als erster Anhaltspunkt: Nimm die Ausgangs-Cs und das L vom 
Schaltregler auch vorne als PI-Filter.

von Weg mit dem Troll (Gast)


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Noch nie gemacht, aber gleich wegen Platzbedarf verbessern wollen... 
Allenfalls die spezifikationen ueberdenken ? Dann wird's auch kleiner.

von Hobbit (Gast)


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HildeK schrieb:
> Hobbit schrieb:
>> Die Frage wäre nur, wie man das ganze dimensioniert.
>> Von welchen Werten muss ich ausgehen?
>
> Mein Tipp: du hast 350kHz Schaltfrequenz, also sollte das
> (Tiefpass-)Filter bei dieser Frequenz bereits ordentlich dämpfen.
> Man kann mit der Grenzfrequenz fast beliebig tief gehen, allerdings
> werden dann Spulen und Kondensatoren entsprechend immer größer → ein
> Kompromiss ist gefragt.

Hi,

danke für den Tipp. Würde nicht ein einfacher LC-Filter am Eingang 
reichen?

Ich habe mich an den Formeln auf folgender Seite orientiert:

https://www.elektroniknet.de/e-mechanik-passive/filter-fuer-dc-dc-wandler-119203.html

Wenn ich am Eingang einen 10µH L nehme, dann müsste C 2,2µF groß sein.

MfG

von HildeK (Gast)


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Hobbit schrieb:
> danke für den Tipp. Würde nicht ein einfacher LC-Filter am Eingang
> reichen?
>
> Ich habe mich an den Formeln auf folgender Seite orientiert:
>
> 
https://www.elektroniknet.de/e-mechanik-passive/filter-fuer-dc-dc-wandler-119203.html
>
> Wenn ich am Eingang einen 10µH L nehme, dann müsste C 2,2µF groß sein.

Ja klar, man kann alles machen. Oftmals ist ja gar kein extra Filter 
vorhanden. Es ist einfach eine Frage der Anforderungen oder der 
Störungen, die nicht sein dürfen (EMV). Danach wird man das auslegen, 
nicht nach dem maximal Möglichen. Messen → optimieren → messen → gut 
oder wieder von vorne beginnen :-).

Die Gleichung (2) in deinem Link von Würth setzt als Grenzfrequenz quasi 
willkürlich ein Zehntel der Schaltfrequenz fest. Mein Vorschlag oben 
hätte eine deutlich tiefere Grenzfrequenz ergeben.

Bei einem Tiefpass mit gegebener Ordnung ist die Dämpfung um so größer, 
je weiter weg du mit der Grenzfrequenz von der Schaltfrequenz bist.
Natürlich geht auch ein einfaches LC-Filter, besser CL, weil du willst 
ja die ausgehenden Störungen in Richtung Spannungsquelle filtern. Und Cs 
sind ja am Eingang des Schaltreglers sowieso notwendig. Also hast du 
automatisch ein C-L-C-Filter und damit eines dritter Ordnung.

Grundsätzlich ist natürlich ein Filter höherer Ordnung steiler und hat 
somit bei gegebener Schalt- und Grenzfrequenz eine höhere Dämpfung bei 
der Schaltfrequenz.

von Hobbit (Gast)


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Hallo zusammen,

das Layout habe ich nun fertig. Den Filter am Eingang habe ich mir 
gespart, da ich einen Platzmangel auf der Platine habe. Wäre dieses 
Layout so in Ordnung?

MfG

von Weg mit dem Troll (Gast)


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Der dicke Elko soll ?

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