Dergute W. schrieb:
> Moin,
>
> Hm - ja erstaunlich.
> Da muesste ja dann eine Blackbox, wo z.b. eine von Chuck Norris vor
> langer Zeit gefertigte Monozelle in Reihe zwischen Ein- und Ausgang
> geschaltet ist - wo also zu allem am Eingang 1.5V addiert wird - nicht
> nur eine nicht-lineare Blackbox sein, sondern auch noch eine
> nicht-kausale.
> Hab' ich schon erwaehnt, dass ich da nicht ganz sattelfest bin?
>
> Gruss
> WK
...
Worauf konkret war das bezogen? Eine Addition ist linear, sgn(t) ist
nicht-linear (Superpositionsprinzip gilt nicht).
Die Bedingung der Kausalität f(t) = 0 ∀ t < 0 gilt nur, wenn f(t) eine
Impulsantwort, also die inverse Fouriertransformierte von der
Übertragungsfunktion ist!
Für Zeitsignale, die z.B. den Ausgang eines Systems beschreiben kann man
sich fragen, ob der Ausgang des Systems von zukünftigen Eingangswerten
abhängt. Da dein f(t)=sgn(t) aber kein Gedächtnis (keine DGL) und keine
Verschiebung in der Zeit erfährt, würde ich sagen ist es kausal.
Ein sin(t) ist ja auch kausal, siehe z.B.
https://en.wikipedia.org/wiki/Causal_system#Examples_of_causal_systems,
Beispiel 1.
Selbes wollte WK vermutlich oben auch andeuten, auch ein konstantes
System, das gar nicht zeitabhängig ist ist kausal.