Forum: Offtopic Kredit vor Abschluss auf einmal deutlich teurer als ausgemacht


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von Simon K. (simon1516)


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Guten Tag,

wir kaufen gerade ein Haus und haben dazu mehrere 
Finanzierungsmöglichkeiten verglichen über Vergleichsportale/Banken etc 
- das übliche halt.

Nun haben wir uns für das beste Angebot entschieden und haben bei der 
kooperierenden Bank sämtliche Unterlagen/Selbstauskünfte/Auszüge 
eingereicht. Die Bank musste dies alles prüfen und den Kredit 
genehmigen. Diese Bearbeitungsphasen unsererseits und die der Bank 
dauerten in Summe ca. 1,5 Monate.

Nun, endlich die Rückmeldung - wir bekommen das Geld. Die 
Darlehensverträge würden zur Prüfung heute im Laufe des Tages vorab per 
Mail bei uns eingereicht. Gleichzeitig die Rückmeldung, dass aufgrund 
von Corona und das damit steigende Risiko von Arbeitslosigkeit ein 
Zinsaufschlag von 0,25% aufgeschlagen werden muss. Dieser Aufschlag 
bedeutet über die Gesamtlaufzeit ca. 13.000€ an zusätzlichen Zinskosten.

Ich habe das Gefühl, hier soll nochmal vor dem Raussenden der Veträge 
der Zinssatz etwas angepasst werden - zugunsten der Bank. Dies 
verschlechtert unsere Konditionen natürlich erheblich. Die Bank weiß 
wahrscheinlich, dass wir die Konditionen akzeptieren.

Der Notartermin ist in naher Zukunft und wir haben keine Zeit, dieses 
ganze Prozedere nochmal von vorne zu beginnen. Wenn wir das machen 
würde, könnte uns unser Traumhaus durch die Lappen gehen.

Aber was ist das denn Bitte für ein Vorgehen von der Bank? Ist es 
normal, dass ein ausgemachtes Angebot von einem bestimmten eff. Zins 
nach ca. 1,5 Monaten der Bearbeitung verworfen wird? Nach der 
Genehmigung und vor dem raussenden der Verträge soll der eff. Zins auf 
einmal deutlich höher sein? Das sagt man uns kurz vor Abschluss. Vorher 
kein Wort davon. So nach dem Motto friss oder stirb.

Ist das normal? Habt ihr schonmal ähnliches erlebt?

Bin gespannt, was ihr dazu sagt.

Gruß

Simon

von Simon K. (simon1516)


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Sämtliche Kommunikation mit der Bank läuft übrigens über einen 
Kreditvermittler/Bankenvergleicher.

Vielleicht möchte der sich auch noch etwas dazuverdienen - keine Ahnung 
:-/

von Der Freundliche Gast X. (Firma: mc.net) (friendly_offtopic)


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Simon K. schrieb:
> Gleichzeitig die Rückmeldung, dass aufgrund
> von Corona und das damit steigende Risiko von Arbeitslosigkeit ein
> Zinsaufschlag von 0,25% aufgeschlagen werden muss. Dieser Aufschlag
> bedeutet über die Gesamtlaufzeit ca. 13.000€ an zusätzlichen Zinskosten.

Ja vor 1,5 Monaten war Corona ein höchstens abstraktes Thema, solche 
Anpassungen bei wirklich unvorhergesehen Risiken sind üblich. Wenn aber 
0.25% das Make or Break ausmachen solltet ihr den Kauf lassen.

Auch das macht mich stutzig:

Simon K. schrieb:
> Der Notartermin ist in naher Zukunft und wir haben keine Zeit, dieses
> ganze Prozedere nochmal von vorne zu beginnen. Wenn wir das machen
> würde, könnte uns unser Traumhaus durch die Lappen gehen.

Ihr macht einen fixen Notartermin aus ohne vorher die Finanzierung 
gesichert zu haben? Ziemlich risikobereit, …

Simon K. schrieb:
> könnte uns unser Traumhaus durch die Lappen gehen.

Mir scheint, da ist mehr Emotion als Ratio im Spiel.

Edit

Simon K. schrieb:
> Sämtliche Kommunikation mit der Bank läuft übrigens über einen
> Kreditvermittler/Bankenvergleicher.
>
> Vielleicht möchte der sich auch noch etwas dazuverdienen - keine Ahnung
> :-/

Ja wir haben das auch über Dr. Klein geregelt, es ist transparent was er 
von der Bank bekommt und du bist auch nicht verpflichtet deren Angebote 
anzunehmen und selbst nochmal die Laufarbeit zu machen. Bei uns hat der 
Kauf fast ein halbes Jahr gedauert, weil der Verkäufer ein Pfosten vor 
dem Herren war, in dem Fall zum Glück, weil das Zinsniveau nochmal 
gefallen ist und unser Vermittler nochmal nachverhandelt hat.

: Bearbeitet durch User
von Simon K. (simon1516)


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Der Freundliche Gast X. schrieb:
> Simon K. schrieb:
>> Gleichzeitig die Rückmeldung, dass aufgrund
>> von Corona und das damit steigende Risiko von Arbeitslosigkeit ein
>> Zinsaufschlag von 0,25% aufgeschlagen werden muss. Dieser Aufschlag
>> bedeutet über die Gesamtlaufzeit ca. 13.000€ an zusätzlichen Zinskosten.
>
> Ja vor 1,5 Monaten war Corona ein höchstens abstraktes Thema, solche
> Anpassungen bei wirklich unvorhergesehen Risiken sind üblich. Wenn aber
> 0.25% das Make or Break ausmachen solltet ihr den Kauf lassen.

Nein, das tut es nicht. Wir werden es wohl so akzeptieren. Der Zinssatz 
ist immernoch gut. Komisch finde ich das Vorgehen trotzdem. Kurz vor dem 
Raussenden nochmal schnell den eff. Zins von 0,9 auf 1,15 anheben...hm, 
naja.

>
> Auch das macht mich stutzig:
>
> Simon K. schrieb:
>> Der Notartermin ist in naher Zukunft und wir haben keine Zeit, dieses
>> ganze Prozedere nochmal von vorne zu beginnen. Wenn wir das machen
>> würde, könnte uns unser Traumhaus durch die Lappen gehen.
>
> Ihr macht einen fixen Notartermin aus ohne vorher die Finanzierung
> gesichert zu haben? Ziemlich risikobereit, …
>

Dieser wurde erst ausgemacht, nachdem wir die finale Genehmigung der 
Bank erhalten haben. Wir sollen heute die Verträge vorab er Mail 
erhalten, postalisch in den nächsten Tagen (vor dem Notartermin). Das 
passt also schon alles.

von Percy N. (vox_bovi)


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Simon K. schrieb:
>
> Nein, das tut es nicht. Wir werden es wohl so akzeptieren. Der Zinssatz
> ist immernoch gut. Komisch finde ich das Vorgehen trotzdem. Kurz vor dem
> Raussenden nochmal schnell den eff. Zins von 0,9 auf 1,15 anheben...hm,
> naja.
>
Nur der guten Ordnung halber: die Steigerung beträgt nicht 0,25 %, 
sondern mehr als 25.
Wo bei einem real besicherten Kredit die Risikosteigerung liegen soll, 
ist nicht so ganz einleuchtend. Oder hat da jemand Angst, dass das 
Grundstück krank wird?  ;-)

von Der Freundliche Gast X. (Firma: mc.net) (friendly_offtopic)


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Percy N. schrieb:
> Wo bei einem real besicherten Kredit die Risikosteigerung liegen soll,
> ist nicht so ganz einleuchtend. Oder hat da jemand Angst, dass das
> Grundstück krank wird?

Erhöhtes Arbeitslosenrisiko. Wir wissen ja nicht in welcher Position und 
Branche der OP arbeitet.

von Percy N. (vox_bovi)


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Der Freundliche Gast X. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Wo bei einem real besicherten Kredit die Risikosteigerung liegen soll,
>> ist nicht so ganz einleuchtend. Oder hat da jemand Angst, dass das
>> Grundstück krank wird?
>
> Erhöhtes Arbeitslosenrisiko. Wir wissen ja nicht in welcher Position und
> Branche der OP arbeitet.

Du möchtest herausfinden, was "real besichert" bedeutet.
Eine Immobilienfinanzierung, die neben dem Bodenwert weitere 
Sicherheiten benötigt, ist nicht solide.

von Der Freundliche Gast X. (Firma: mc.net) (friendly_offtopic)


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Percy N. schrieb:
> Eine Immobilienfinanzierung, die neben dem Bodenwert weitere
> Sicherheiten benötigt, ist nicht solide.

So ein Unsinn. Wenn es nachdem ginge dürfte so ziemlich kein Normalo 
mehr eine Immobilie kaufen weil weltfremd.

von M. K. (mkn)


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> könnte uns unser Traumhaus durch die Lappen gehen.

Banken preisen Risiken ein.
Wenn 0,25% schon 13K ausmachen und Eure Finanzierung auf so schwachen 
Beinen steht, wird das Euer Albtraumhaus.

Etwas weiter draussen, etwas kleiner und etwas schlechterer Zustand mit 
etwas mehr Eigenleistung und Du kannst die nächsten Jahrzehnte erheblich 
ruhiger schlafen.

Percy N. schrieb:
> Wo bei einem real besicherten Kredit die Risikosteigerung liegen soll,
> ist nicht so ganz einleuchtend. Oder hat da jemand Angst, dass das
> Grundstück krank wird?  ;-)

Nein, da hat jemand die ganz berechtigte Angst, das die enormen 
Preissteigerungen für Häuser, die im Zuge der expansiven Kreditvergabe 
gestiegen sind, nur heiße Luft sind und Haus eben nicht die 
Fantastillion wert ist.

von Percy N. (vox_bovi)


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M. K. schrieb:
>
> Percy N. schrieb:
>> Wo bei einem real besicherten Kredit die Risikosteigerung liegen soll,
>> ist nicht so ganz einleuchtend. Oder hat da jemand Angst, dass das
>> Grundstück krank wird?  ;-)
>
> Nein, da hat jemand die ganz berechtigte Angst, das die enormen
> Preissteigerungen für Häuser, die im Zuge der expansiven Kreditvergabe
> gestiegen sind, nur heiße Luft sind und Haus eben nicht die
> Fantastillion wert ist.

Ja, das war auch meine Vermutung. Aber hier gibt es offenbar auch 
Foristen, die gern 150 % des Bodenwertes als Kredit ausreichen würden, 
wenn's das Einkommen des Kreditnehmers hergibt und das auch noch solide 
finden.

von M. K. (mkn)


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Percy N. schrieb:
> wenn's das Einkommen des Kreditnehmers

In der Momentaufnahme.
Beide voll Berufstätig, keine Kinder, Autos relativ neu und noch absolut 
keine Ahnung davon was als Hausbesitzer alles zu zahlen ist, was bisher 
in der Miete unterging.

Nach 20J ist dann noch 60% Kredit offen und durch permanente Um- und 
Neuverschuldung stellt sich langsam die Frage wann die Welle bricht.
Die Ehe hält beim TO natürlich, obwohl das ja im Bundesdurchschnitt 
nicht so sicher ist.
Finanzielle Sorgen sind übrigens ein häufiger Trennungsgrund.

von Der Freundliche Gast X. (Firma: mc.net) (friendly_offtopic)


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Sind das wieder diese hypothetischen Fälle fernab der normalen Realität 
die hochgejubelt werden?

Welcher Verkäufer bietet sein Grundstück+Haus nur zum Bodenwert an? Am 
besten nur 80% vom Bodenwert, damit es ja "solide" finanzierbar ist? 
Genau, niemand, außer vielleicht irgendwelche Abbruchbuden.

Schaut man in die Statistiken, ist das Gros der Finanzierungen irgendwo 
bei ~80% Beleihungswert und in 15-25 Jahren vollgetilgt. Ja es gibt auch 
die Doppeleinkommenfinanzierungen die auf Kante genäht sind, aber die 
sind nicht die Masse.

Unnötige Panikmache.

von Percy N. (vox_bovi)


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Alles über 70 % galt schon um 1980 als unsolide.
Anfang der neunziger wurde dann alles gern zu minimal 80 % finanziert, 
wohlgemerkt 80 % des schöngerechneten Wertes.
Nach ein paar Jahren platzte die Bombe ...

Damals wurde das Wort Schrottimmobilie erfunden.
Die will heute keiner mehr kaufen.

Deshalb wurde die Immobilienblase erfunden.

Merke: Wenn der zu erwartende Erlös aus einer Zwangsversteigerung die 
Hypithek nicht tilgen kann, dann lasse man die Finger von dem Objekt!

von Der Freundliche Gast X. (Firma: mc.net) (friendly_offtopic)


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Mal ganz davon abgesehen, dass die Bank nicht mehr als 80% (in 
Ausnahmefällen auch 100%) des von ihrem Gutachter geschätzten Werts 
finanziert, den Rest muss man so oder so als EK mitbringen, wenn die 
Bude überteuert ist. Daher sind eure Einwände völlig hinfällig.

von Percy N. (vox_bovi)


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Der Freundliche Gast X. schrieb:
> Mal ganz davon abgesehen, dass die Bank nicht mehr als 80% (in
> Ausnahmefällen auch 100%) des von ihrem Gutachter geschätzten Werts
> finanziert, den Rest muss man so oder so als EK mitbringen, wenn die
> Bude überteuert ist. Daher sind eure Einwände völlig hinfällig.

Und da die Banken nur ganz furchtbar ungern mehr Geld verleihen, als 
unbedingt nötig ist,  haben sie alle ihre Gutachter angewiesen, den Wert 
stockkonservativ zu schätzen.

Was bekommst Du eigentlich vom Weihnachtsmann?

von Der Freundliche Gast X. (Firma: mc.net) (friendly_offtopic)


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Percy N. schrieb:
> Und da die Banken nur ganz furchtbar ungern mehr Geld verleihen, als
> unbedingt nötig ist,  haben sie alle ihre Gutachter angewiesen, den Wert
> stockkonservativ zu schätzen.
>
> Was bekommst Du eigentlich vom Weihnachtsmann?

Ist ja nicht so, als wäre es empfehlenswert einen eigenen Gutachter vor 
dem Kauf zu beauftragen, dann kann man ja sehen wie hoch die Diskrepanz 
ausfällt.
Auf diesem Niveau ist mir die Diskussion zu müßig, ich gehe davon aus, 
dass man als erwachsener Mensch alle nötigen Fakten heranträgt bevor man 
die üblicherweise größte Investition seines Lebens tätigt. Und zwischen 
gesunder Skepsis und überall nur Abzocker und den schwarzen Mann zu 
erwarten liegen auch noch ein paar Grauschattierungen.

von Oliver S. (oliverso)


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Percy N. schrieb:
> Damals wurde das Wort Schrottimmobilie erfunden.
> Die will heute keiner mehr kaufen.

Heute wird dir jede noch so schrottige Schrottimmobilie aus der Hand 
gerissen, so schnell kannst du gar nicht „verkauft“ sagen.

Oliver

von Axel L. (axel_5)


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Im Moment wird euch garantiert keiner das Traumhaus vor der Nase 
wegschnappen, wenn er das im letzten Monat schon nicht gemacht hat.

Und ich würde mir auch ernsthaft überlegen, ein Haus zum Preis von vor 
zwei Wochen zu kaufen. Die Welt sich sich seitdem dramatisch verändert.

Wenn die Bank grundsätzlich immer noch finanzieren will, würde ich die 
mal freundlich darauf hinweisen, dass es auch andere Institute gibt.

Im Moment läuft es gut für die Käufer und auch die Bank muss ihren 
Umsatz machen. 1% bekommen die sonst auch nirgendwo anders.

Ich weis aus eigener Erfahrung, wie man sich in dem Moment fühlt, aber 
bleibt ruhig.

Gruß
Axel, der im Moment heilfroh ist, dass er sein Haus bezahlt hat.

von Christian B. (luckyfu)


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Der Freundliche Gast X. schrieb:
> Schaut man in die Statistiken, ist das Gros der Finanzierungen irgendwo
> bei ~80% Beleihungswert und in 15-25 Jahren vollgetilgt.

Die Statistik würde ich gern mal sehen, hast du mal nen Link? Gilt eine 
Ablöse bei einer anderen Bank ebenfalls als voll getilgt?

von Helwein V. (forgoden)


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von M. K. (mkn)


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Der Freundliche Gast X. schrieb:
> dass man als erwachsener Mensch alle nötigen Fakten heranträgt bevor man
> die üblicherweise größte Investition seines Lebens tätigt.

Ja, sieht man an den reichlich zum Verkauf stehenden Immobilien.
Pleiten, Trennungen, Überschuldung.

Christian B. schrieb:
> Der Freundliche Gast X. schrieb:
>> Schaut man in die Statistiken, ist das Gros der Finanzierungen irgendwo
>> bei ~80% Beleihungswert und in 15-25 Jahren vollgetilgt.

Woher hast Du denn das Märchen?
Ich habe mit gerade ein total runtergekommenes Nachkriegshaus in klein 
Kleckersdorf gekauft, was heute einen Wert von 85T€ hat.
Ausser mir wollte selbst das keiner bezahlen.
Restschuld: 35T€
Nach 35J Tilgung...

von Reinhard S. (rezz)


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M. K. schrieb:
> Ich habe mit gerade ein total runtergekommenes Nachkriegshaus in klein
> Kleckersdorf gekauft, was heute einen Wert von 85T€ hat.

Dann kanns nicht sooo klein sein. Das hab ich auch schon für ca. die 
Hälfte gesehen. Aber bei meinem Beispiel wäre Abreißen und Neubauen wohl 
die deutlich einfachere Variante gewesen.

> Ausser mir wollte selbst das keiner bezahlen.
> Restschuld: 35T€
> Nach 35J Tilgung...

Von Restschuld stand im Expose aber nix.

von A. N. (bastelmaniac)


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Wenn die Bank last minute so blöd reagiert, wie wird sie erst dann 
reagieren, wenn es andere Gründe zum reagieren gibt.

Wäre für mich ein Grund von dieser Bank Abstand zu nehmen.

von Joachim B. (jar)


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A. N. schrieb:
> Wäre für mich ein Grund von dieser Bank Abstand zu nehmen.

absolut, ich hatte mir auch alles notiert was besprochen war, hinterher 
kamen noch irgendwelche Gebühren (Lastschrift) denen ich widersprach, 
das Geld wurde dann zurückgebucht.
Das scheint ein gerne genommener Trick zu sein hinterher oder kurz vor 
Annahme noch mal Druck zu erzeugen und Werte zu "schöpfen".
Wer es sich leisten kann sollte standhaft bleiben, denn die Bank 
verliert auch einen Kunden und ein Geschäft.

von Christian B. (luckyfu)


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M. K. schrieb:
> Woher hast Du denn das Märchen?

Ich will das ja vom freundlichen Gast auch wissen, da meine Erfahrung 
eben auch eine andere ist.
Üblicherweise sind Banken froh über jeden, der einen Kredit aufnimmt, 
denn in dem Fall haben sie schon gewonnen.
Was passiert, wenn du deinen Hauskredit immer tilgst? die Bank rechnet 
dir einen Tilgungsplan vor der über 30-40Jahre geht. In den ersten 
Jahren zahlst du natürlich fast nur Zinsen, wenn die Raten niedrig sein 
sollen gern auch das erste Jahr Tilgungsfrei und dann mit 1%. Wenn dann 
10 Jahre rum sind läuft die Zinsbindung aus, was de facto einem Ablauf 
des Kredits gleich kommt. D.h. man hat eine Restschuld die nun neu 
verhandelt wird. Durch die geringe Tilgung ist man aber von seinem 
Kreditvolumen kaum herunter, denn wirklich abzahlen würde man nach 
frühestens 20 Jahren. Bis dahin zahlt man in erster Linie Zinsen.
Passiert in der Zeit etwas und man kann seinen Kredit nicht mehr 
bedienen wird die Bude im Idealfall an einen anderen verkauft, der dann 
bestenfalls einen neuen Kredit aufnimmt. Passiert nix nimmt man selbst 
einen neuen Kredit auf um weiter abzuzahlen. Ist man jetzt schlauer 
nimmt man eine höhere Tilgungsrate, ist man es nicht, oder kann man es 
sich nicht leisten, bleibt das Modell. Das Ende vom Lied ist, daß man 
das Haus nie wirklich abzahlen kann. Man hat also nur eine Chance, wenn 
man von Anfang an eine hohe Tilgung fährt und gleichzeitig möglichst 
jährlich den Sondertilgungsraum komplett ausnutzt. Dann, ja, dann kann 
man in 20 Jahren fertig werden. Ich kenne nur ein Paar, was das so macht 
und durchhält. Die sind aber auch beide gut Verdienend und leben sonst 
extrem sparsam. Kein Modell für mich.

von Der Freundliche Gast X. (Firma: mc.net) (friendly_offtopic)


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Christian B. schrieb:
> Ich will das ja vom freundlichen Gast auch wissen, da meine Erfahrung
> eben auch eine andere ist.

Ja, vermutlich kennen viele irgendjemand, der sich eine schlechte 
Finanzierung ans Bein bindet, deswegen ist es immer noch nicht Usus, 
sondern einfach nur ein "gefühlter Fakt". Dem meine persönlichen 
Erfahrung dagegen zu halten, wäre genauso müßig, wenn ich mich im 
Kollegenkreis umhöre, da heißt es entweder fertig nach 15 Jahren 
(Doppelverdiener), 20 Jahre (1,5 Verdiener) oder 25 Jahre 
(Alleinverdiener).
Mittlerweile gibt es einige gesetzliche Einschränkungen bei der 
Kreditvergabe. Bei 1% Zinsen würde man mit 1% Tilgung lange nicht fertig 
werden. Da geht man eher 3,5%-4% Tilgung (1% Zins + 3,5% Tilgung -> 25 
Jahre, 2.8% -> 30 Jahre). Früher als man noch höheren Zinsen zahlte, 
bspw. 5% Zins, da würden 2% Tilgung reichen um in 25 Jahren fertig zu 
sein (oder 1,5% Tilgung für 30 Jahre).
Sondertilgungen sind da noch komplett außen vor. Am Ende des Tages muss 
man schauen wie sehr Zins + Tilgung das Haushaltsbudget belasten, wenn 
das nicht mehr als anfänglich 40% des Haushaltsnettos sind, sollte man 
hinkommen, die Rate bleibt über die Zeit gleich, das Einkommen steigt 
üblicherweise. Ja Trennung, Scheidung, Arbeitslosigkeit gibt es, ist 
aber nicht der Regelfall und bei ersteren zwei, heißt es noch lange 
nicht, dass man die Immobilie nicht vernünftig abwickeln kann, 
Rosenkriege mal abgesehen.
Ich hatte das Zahlenmaterial hard-copy in einer Branchenzeitung gelesen 
und bei einer schnellen Recherche im Netz konnte ich nur 
kostenpflichtiges Material bei Destatis und co. finden, kann also auf 
die Schnelle nicht liefern.
Natürlich ist das Geschäft der Banken Kreditvergabe, das ist deren 
Hauptzweck und jedes Institut fährt seine eigene Risikobewertung, bei 
manchen geht mehr, bei manchen geht weniger. Vollfinanzierung ist bei 
manchen schon ein No-Go, bei anderen gehen auch 110% und dann kommt es 
noch darauf an ob Selbstnutzung oder Mietimmobilie. Selbstnutzung wird 
nur finanziert, wenn es bis Renteneintritt realistisch abzahlbar ist.
Und ja, es macht nun mal einen Unterschied, ob bei Arbeitgeber steht: 
Staat (verbeamtet), Dax Konzern, Hinterhofklitsche, man selbst.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (da_user)


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Simon K. schrieb:
> Diese Bearbeitungsphasen unsererseits und die der Bank
> dauerten in Summe ca. 1,5 Monate.

???
Ich habe das bei unseren Hauskauf nicht mehr ganz im Kopf, ist jetzt 
auch schon ca. 1 Jahr her und man hat einiges abgeklappert:
Aber die Bearbeitungsphase war jeweils zwischen wenigen Stunden bis 
wenige Tage,...
Gut, im Moment werden die jetzt eher andere Anträge bevorzugt 
bearbeiten, auf der anderen Seite könnte ich mir vorstellen, dass die 
Zinsen doch nochmal einen guten Knicks nach unten machen. Ähnlich wie 
Immobilienpreise, aber das ist natürlich auch Spekulation und kommt 
darauf an, wie gut wir wirtschaftlich aus der ganzen Lage wieder 
rauskommen...

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Der Freundliche Gast X. schrieb:
> Simon K. schrieb:
>> könnte uns unser Traumhaus durch die Lappen gehen.
>
> Mir scheint, da ist mehr Emotion als Ratio im Spiel.

das ist doch ganz normal.

Bei der beabsichtigen Anschaffung eines 49EUR-Gerätes
wird bisweilen mehr Aufwand für die Informationsbeschaffung betrieben.
Testberichte studiert, Erfahrungen im Web gesucht, etcpp...

Geht es aber richtig ins Geld,
werden gewisse Dinge offenbar nicht mehr so wichtig

von A. S. (achs)


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Wenn eine Bank über einen Vermittler verhandelt und dann am Ende das 
erste unterschriftsreife Angebot aktuelle Konditionen enthält, dann ist 
das ok.

Zu den 0,25%=13k: je nach Laufzeit zahlt man den Zins 20mal oder mehr. 
Dann wären es monatlich 50€ mehr, bei einer Kreditsumme von  250k€. 
Pippikram.

Die ganzen Erfahrungen von früher, bei 7% Zinsen, führen heute in die 
Pleite. Ein Prozent Tilgung hieß damals schuldenfrei zur Silberhochzeit. 
Heute nicht Mal bis zur Silberhochzeit der Kinder.

von Michael B. (laberkopp)


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Simon K. schrieb:
> Ist das normal?

Im Gegenteil, Kreditzinsen sinken.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/immobilien-corona-krise-drueckt-bauzinsen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200319-99-387362

Ich hätte mir den Zinssatz angesehen, gesagt verarschen kann ich mich 
selber und wäre auf der Stelle zu einem anderen gegangen.

Der Verkäufer wird nach Schilderung des Vorgangs Verständnis haben.

von M. K. (mkn)


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Der Freundliche Gast X. schrieb:
> Sondertilgungen

Hat mir mal ein Banker erklärt.
Jeder will hohe Sondertilgungen im Vertrag.
Kaum jemand nutzt das jemals.

Im Gegenteil, sie erhöhen Ihre Kreditlinie über kurz oder lang, weil zu 
hohe Schulden und viel zu hohe Schulden auch kein Unterschied mehr ist.
Neue Heizung, neues Dach, neue Fenster, der Wasserrohrbruch, der feuchte 
Keller, der Holzbock im Dachstuhl, das kaputte Auto oder das Studium der 
Kinder. Gründe gibt es immer.

Der Kredit muss zur Not auch noch mit einem Gehalt zu bezahlen sein und 
Luft für Urlaub und Unvorhergesehenes lassen.
Lieber etwas simpler das ganze, aber dabei noch leben können.

von soul e. (souleye)


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M. K. schrieb:

> Jeder will hohe Sondertilgungen im Vertrag.
> Kaum jemand nutzt das jemals.
(...)
> Der Kredit muss zur Not auch noch mit einem Gehalt zu bezahlen sein und
> Luft für Urlaub und Unvorhergesehenes lassen.
> Lieber etwas simpler das ganze, aber dabei noch leben können.

Gerade dafür sind Sondertilgungen da. Du zahlst jeden Monat eine 
gemütliche Rate, und das Geld was am Jahresende über ist stopft Du in 
die Sondertilgung. So bist Du flexibler als mit einer festen höheren 
montatlichen Tilgung.

Banken mögen das weniger, weil es die Rückzahlung und damit die 
Kreditlaufzeit unberechenbar macht. Zu früh zurückgezahltes Geld bringt 
genauso die Planung durcheinander wie zu spät zurückgezahltes.

von M. K. (mkn)


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soul e. schrieb:
> Du zahlst jeden Monat eine
> gemütliche Rate, und das Geld was am Jahresende über ist stopft Du in
> die Sondertilgung. So bist Du flexibler als mit einer festen höheren
> montatlichen Tilgung.

Ja, das ist die Theorie.
Macht nur niemand.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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bald werden Immobilien billiger werden.
Da würde ich mit 'ner Anschaffung noch ein halbes Jahr warten.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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M. K. schrieb:
> soul e. schrieb:
>> Du zahlst jeden Monat eine
>> gemütliche Rate, und das Geld was am Jahresende über ist stopft Du in
>> die Sondertilgung. So bist Du flexibler als mit einer festen höheren
>> montatlichen Tilgung.
>
> Ja, das ist die Theorie.
> Macht nur niemand.

Also wir haben das gemacht (mehrere Jahre den vollen Betrag 
ausgeschöpft) und waren dann sieben Jahre eher fertig als vorgesehen.

Man muss aber auch sagen, dass bei Kreditaufnahme meine Wenigkeit plus 
angehängtem Unternehmen noch nicht auf dem Plan stand :-)

Pech für die Bank, gut für uns.

Ansonsten sehe ich das wie laberkopp: Vertrag nicht unterschreiben, dem 
Verkäufer die Situation schildern und andere Bank suchen.

: Bearbeitet durch Moderator
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Da glaube ich noch nicht dran, dafür wird die Wirtschaft im Moment zu 
stark gestützt und die Banken erwischt die Krise meiner Meinung nach 
zuletzt - erst recht wenn die auf großen Mengen von Staaten und 
Zentralbanken kostenlos bereitgestelltem Geld hocken. Die können es sich 
leisten, das Ganze in aller Ruhe auszusitzen. Lieber gewährt man dem 
Häuslebauer da einen Zahlungsaufschub um ein paar Monate oder ein Jahr 
(und kassiert den "Schaden" davon zwischenzeitlich vom Staat ab), 
anstatt viele Kreditkunden zu verlieren - wodurch evtl. viele Häuser 
verkauft werden müssten.

Die ganzen wirklich kleinen Läden oder Firmen haben von den 
gegenwärtigen Hilfen auch nicht viel. Was ich so gehört habe welche 
Beträge Firmen mit beispielsweise 10, 50 oder 100 Mitarbeiten bekommen 
können... wenn die im Monat lediglich so viel Umsatz machen würden, wie 
sie aktuell an Hilfe erwarten, könnten die sofort dichtmachen. Also ich 
erwarte bei einer längeren verordneten Ruhepause viele Insolvenzen an 
kleinen Firmen, denen aktuell die Aufträge weggebrochen sind. Sowas wie 
Familienbetriebe, vor allem in der Gastronomie und Touristik.

Die ganzen größeren Unternehmen werden sicherlich nicht als große 
Verlierer aus der Krise hervorgehen. Die werden sich das schon 
schönrechnen oder die Krise als Anlass für eine schon länger fällige 
Umstrukturierung nutzen. Da kann man prima eine kleine Entlassungswelle 
verstecken bzw. trickst mit Kurzarbeit usw., was nach der Krise 
"aufgrund geänderter Umstände" keine vollwertigen Jobs wie vorher mehr 
werden.

Ansonsten würde ich von der Bank auch Abstand nehmen wenn das so viel 
Mehrkosten bedeutet. Auch wenn die Konditionen möglicherweise immer noch 
gut sind - ich würde mir einfach verarscht vorkommen und hätte kein 
Vertrauen mehr in diese Bank. Wer versteht schon 20 Seiten 
Kleingedrucktes, woraus solche Kreditverträge bestehen, so gut, daß er 
weitere Tricksereien ausschließen kann? Ich nicht.

Vielleicht mit dem Angebot zu einer anderen Bank gehen. Die wollen 
nicht, wollt ihr? Vielleicht gibt es da Banken, die noch 
kundenorientiert unterwegs sind.

von Der Freundliche Gast X. (Firma: mc.net) (friendly_offtopic)


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M. K. schrieb:
> soul e. schrieb:
>> Du zahlst jeden Monat eine
>> gemütliche Rate, und das Geld was am Jahresende über ist stopft Du in
>> die Sondertilgung. So bist Du flexibler als mit einer festen höheren
>> montatlichen Tilgung.
>
> Ja, das ist die Theorie.
> Macht nur niemand.

Sehr pauschalisierend. Natürlich machen das Leute, ich gehöre dazu. 
Guck, eigentlich möchte ich nicht länger als 15 vielleicht 20 Jahre mein 
Haus abbezahlen, ausgelegt ist der Kreditvertrag auf 25 Jahre 
Volltilgung.
Tatsache ist, dass die Bank sich das Recht auf Sondertilgung mit einem 
kleinen Zinsaufschlag bezahlen lässt, ist zumindest nicht unüblich. So 
habe ich aktuell eine sehr entspannte Rate, die sich ohne weiteres auch 
noch mit deutlich weniger Einkommen stemmen lässt. Solange ich aber gut 
verdiene, wird unter anderem ein Teil des freien Geldes zurückgelegt um 
die Sondertilgung jedes Jahr maximal ausreizen zu können und darben 
müssen wir trotzdem nicht.
Ich mein, wenn man ganz hart ist legt man den Kredit auf 30 Jahre aus, 
spart 10 Jahre wie ein Berserker, und kündigt den Vertrag nach 10 Jahren 
Laufzeit und begleicht die restliche Summe.

: Bearbeitet durch User
von Andreas B. (bitverdreher)


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Mal ganz ehrlich, wenn ich mir das hier so durchlese:
Wer mehr als 10-15 Jahre tilgt hat eindeutig zu groß gekauft oder zu 
wenig angespart.
Warum muß Eigentum eigentlich immer doppelt so groß wie die Mietwohnung 
vorher sein?
Zur Frage des TO: Ich würde zurücktreten. Schon alleine aus Prinzip. Die 
Häuser werden tendenziell billiger, nicht teuerer. Und die 
Niedrigzinsphase wird uns noch lange erhalten bleiben.

von Der Freundliche Gast X. (Firma: mc.net) (friendly_offtopic)


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Andreas B. schrieb:
> Wer mehr als 10-15 Jahre tilgt hat eindeutig zu groß gekauft oder zu
> wenig angespart.

Auch das ist wieder sehr pauschal. Was genau macht es für einen 
Unterschied für einen längeren Zeitraum zu sparen + Miete zu bezahlen, 
nur um dann hinterher eine kürzere Kreditlaufzeit zu haben, anstatt 
früher umzustellen?
Zwei Punkte, ja mit mehr EK gibt's bessere Zinskonditionen ebenso bei 
kürzerer Laufzeit oder man weiß noch nicht ob man schon sesshaft wird. 
Aber eine kurze Laufzeit nur der kurzen Laufzeit willen und dann 
anderweitig drauf bezahlen, macht keinen Sinn ohne die Faktenlage zu 
kennen.
Bedenke, Schulden sind immer erstmal ein Problem des Gläubigers, nicht 
des Schuldners.

von Christian B. (luckyfu)


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Andreas B. schrieb:
> Warum muß Eigentum eigentlich immer doppelt so groß wie die Mietwohnung
> vorher sein?

Weil du da in der Regel auch noch eine Garten dabei hast. Wenn der 
größer ist als die obligatorischen 2,5m rund ums Haus wird das sehr 
schnell sehr teuer. Die Wohnfläche muss deshalb nicht unbedingt wachsen.
Allerdings wird auch kaum jemand ein Haus bauen / kaufen, was nicht 
größer ist als die vorhandene Mietwohnung. Da kommen dann Überlegungen 
für einen eigenen Hobbyraum oder ein separates Gästezimmer zum tragen, 
die man sich dann eben mit leistet, weils halt nur wenig teurer ist als 
ohne.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Christian B. schrieb:
> Andreas B. schrieb:
>> Warum muß Eigentum eigentlich immer doppelt so groß wie die Mietwohnung
>> vorher sein?
>
> Weil du da in der Regel auch noch eine Garten dabei hast.

Bei einer Eigentumswohnung im dritten Stock?

> Allerdings wird auch kaum jemand ein Haus bauen / kaufen, was nicht
> größer ist als die vorhandene Mietwohnung. Da kommen dann Überlegungen
> für einen eigenen Hobbyraum oder ein separates Gästezimmer zum tragen,
> die man sich dann eben mit leistet, weils halt nur wenig teurer ist als
> ohne.

Du übergehst oder übersiehst diejenigen, die eine Immobilie als 
Geldanlage erwerben.
Gut, das trifft auf TE  nicht zu, ist aber für das Marktgeschehen 
relevant.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Wenn man verbieten würde, Immobilien als Geldanlage
zu erwerben - DANN würden die Preise sinken!

von Der Freundliche Gast X. (Firma: mc.net) (friendly_offtopic)


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Ben B. schrieb:
> Wenn man verbieten würde, Immobilien als Geldanlage
> zu erwerben

Warum sollte man das tun? Wie man aktuell sieht, möchte knapp die Hälfte 
der Deutschen keine Verantwortung für Eigentum übernehmen. Ok, das war 
ein bisschen plakativ, aber es gibt aus guten Gründen überzeugte Mieter, 
die explizit kein selbstbewohntes Wohneigentum haben möchten. Mal davon 
abgesehen, sind die meisten Vermieter kleine Privatvermieter.

Percy N. schrieb:
> Du übergehst oder übersiehst diejenigen, die eine Immobilie als
> Geldanlage erwerben.

Ich denke, diese Diskussion sollte man trennen. Banken behandeln den 
Kauf von Mietimmobilien und selbstbewohnten Immobilien unterschiedlich.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Ben B. schrieb:
> Wenn man verbieten würde, Immobilien als Geldanlage
> zu erwerben - DANN würden die Preise sinken!

Angeblich ist ja der Mietendeckel der Todesstoß für den Wohnungsbau. 
Bekanntlich sind die Immobilienpreise auf einem Allzeittief ...

(Damit meine ich nicht den aktuell betriebenen Kündigungsschutz!)

von M. K. (mkn)


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Chris D. schrieb:
> und waren dann sieben Jahre eher fertig als vorgesehen.

Ja, solche Fälle gibt es ;-)
Ist nur statistisch wohl nicht besonders häufig, weswegen Banken mit der 
Sondertilgung recht großzügig sind.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Hmmmmm ich sags mal so. Der Immobilienmarkt gerade in Deutschland wird 
immer mehr von ausländischen "Investoren" (z.B. aus Russland oder aus 
der Türkei) durchwandert, die hier irgendwelche Gelder aus zuweilen sehr 
fragwürdiger Herkunft anlegen. Ich bin nicht ausländerfeindlich oder so, 
aber mir gehen diese Formen der Geldanlage gegen den Strich. Es gibt 
auch genug Leute, die sehr gerne Verantwortung für ein Eigenheim 
übernehmen würden, aber es sich leider einfach nicht leisten können. 
Wenn ich könnte, würde ich das gerne ändern.

von Der Freundliche Gast X. (Firma: mc.net) (friendly_offtopic)


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Ben B. schrieb:
> Hmmmmm ich sags mal so. Der Immobilienmarkt gerade in Deutschland wird
> immer mehr von ausländischen "Investoren" (z.B. aus Russland oder aus
> der Türkei) durchwandert

Dann drücke das doch auch so aus, dass du ein Verbot für 
Auslandsinvestments befürwortest und kein generelles Verbot, sowas gibt 
es in anderen Ländern oder umgekehrt gibt es für einheimische Käufer 
Vorteile. Stellschrauben gäbe es.

von Percy N. (vox_bovi)


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Ben B. schrieb:
> Hmmmmm ich sags mal so. Der Immobilienmarkt gerade in Deutschland wird
> immer mehr von ausländischen "Investoren" (z.B. aus Russland oder aus
> der Türkei) durchwandert, die hier irgendwelche Gelder aus zuweilen sehr
> fragwürdiger Herkunft anlegen. Ich bin nicht ausländerfeindlich oder so,
> aber mir gehen diese Formen der Geldanlage gegen den Strich.

Es bedarf keiner Ausländerfeindlichkeit, um sich darüber Sorgen zu 
machen, dass hier jeder den Immobilienmarkt leerkaufen darf, solange er 
genug Geld auf den Tisch legt, während die Gegenseitigkeit nicht 
verbürgt ist. Versuch doch nur mal, in der Schweiz, der Türkei oder 
Österreich ein Grundstück zu kaufen!
Von anderen Ländden wollen wir zunächst gnädig schweigen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Der Freundliche Gast X. schrieb:
>
> Dann drücke das doch auch so aus, dass du ein Verbot für
> Auslandsinvestments befürwortest und kein generelles Verbot, sowas gibt
> es in anderen Ländern oder umgekehrt gibt es für einheimische Käufer
> Vorteile. Stellschrauben gäbe es.

Mit dem Prinzip der Gegenseitigkeit wäre schon viel Unheil verhindert.

von M. K. (mkn)


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Ben B. schrieb:
> immer mehr von ausländischen "Investoren" (z.B. aus Russland oder aus
> der Türkei) durchwandert, die hier irgendwelche Gelder aus zuweilen sehr
> fragwürdiger Herkunft anlegen. Ich bin nicht ausländerfeindlich oder so,

und deswegen ist es okay, wenn Deutsche Immobilien und Firmen auf der 
ganzen Welt aufkaufen, aber nicht wenn die Welt auch was bei uns kauft?
Unsere Waren ja, aber unsere Firmen und Immobilien nein?
Interessant....

Youtube-Video "Loriot - Opa Hoppenstedt - Helenenmarsch - 10 min"

Getreu dem Motto:
Gerade Urlaub in der Türkei gemacht.
Ganz nett, aber alles voller Ausländer ...
;-)

Geld hat keine Nationalität.
Wenn Dir ein Deutscher 200K für deine Hütte gibt und ein Russe 220K, 
dann möchte ich sehen das Du für 200K verkaufst.

von Axel L. (axel_5)


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Ben B. schrieb:
> Wenn man verbieten würde, Immobilien als Geldanlage
> zu erwerben - DANN würden die Preise sinken!

Nö, dann würde keiner mehr Mietshäuser bauen. Praktisch alle vermieteten 
Wohnungen wurden von irgendwem mal als Geldanlage gebaut.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ehrlich? Wenn ich die Wahl zwischen 200k und 220k habe, würde ich auch 
das erste Angebot annehmen. So groß ist die Differenz nicht, da kann man 
sich seine Überzeugung ruhig etwas kosten lassen. Da suche ich mir 
wirklich den Käufer aus, bei dem ich das bessere Gefühl habe.
 Was anderes wird es vielleicht, wenn jemand 50 oder 100% mehr bietet. 
Da kommt man irgendwo an einen Punkt wo es dumm wäre, das Angebot 
auszuschlagen. Aber wirklich zufrieden wäre ich mit so einer 
Entscheidung hinterher nicht.

Und wo kauft Deutschland denn groß ein? Auf unternehmerischer Basis 
vielleicht, irgendwelche Firmen, irgendwelche Hotels am Meer, mag sein. 
Aber im Wohneigentum der Bevölkerung eines Landes?

Und was für eine Bruchbude bekommt man denn heute noch für 200k? Gar 
keine. Vielleicht 'ne Garage in Hinterkleinsiehstenich. Aber ein 
bewohnbares Haus auf vielleicht 700..800m² Grund ist doch in Deutschland 
nahezu unbezahlbar geworden. Selbst in Gegenden wo sich alles über das 
Dörfersterben aufregt. Wenn man da hingeht und für ein leerstehendes 
Haus bereit wäre alles zu geben was man hat, kommt es letztlich doch auf 
den Preis an. Selbst da wollen die noch unbezahlbare Summen wie in der 
Münchener Innenstadt. Wenn alles was Du hast nicht reicht - tja, dann 
bleibt die Hütte halt leer, verliert weiter an Wert und stürzt 
irgendwann in sich zusammen. Irgendwann geht dann auch der letzte 
Dorfladen pleite und die letzte Schule/Kita wird geschlossen, klar war's 
das dann für so'n Dorf. Das sind so Dinge, die verstehe ich nicht. Hängt 
wahrscheinlich mit dem Geiz bzw. Habgier und der Dummheit der Deutschen 
bzw. der Menschen allgemein zusammen.

Vielleicht vor allem in diesen Zeiten mal besonders dran denken:
Das letzte Hemd hat keine Taschen...

von Axel L. (axel_5)


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Ben B. schrieb:
> Ehrlich? Wenn ich die Wahl zwischen 200k und 220k habe, würde ich auch
> das erste Angebot annehmen. So groß ist die Differenz nicht, da kann man
> sich seine Überzeugung ruhig etwas kosten lassen. Da suche ich mir
> wirklich den Käufer aus, bei dem ich das bessere Gefühl habe.
>  Was anderes wird es vielleicht, wenn jemand 50 oder 100% mehr bietet.
> Da kommt man irgendwo an einen Punkt wo es dumm wäre, das Angebot
> auszuschlagen. Aber wirklich zufrieden wäre ich mit so einer
> Entscheidung hinterher nicht.

Klar, für dein gutes Gefühl gibst Du den Gegenwert eines 
Mittelklasseautos oder mehrerer richtig netter Urlaube weg.

Was für ein Quatsch.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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M. K. schrieb:
> Geld hat keine Nationalität.
> Wenn Dir ein Deutscher 200K für deine Hütte gibt und ein Russe 220K,
> dann möchte ich sehen das Du für 200K verkaufst.

Es tut mir Leid, Dir schon wieder ein Gegenbeispiel liefern zu müssen - 
aber genau das ist hier bei unseren direkten Nachbarn unter uns 
passiert :-D

Die erzählten, dass der Eigentümer (den wir auch sehr gut kannten) 
tatsächlich ein deutlich höheres Gebot eines Russen für sein Haus hatte, 
aber er lieber für weniger an einen Einheimischen verkaufen wollte (und 
hat).

Aber klar: das ist natürlich die Ausnahme (ernsthaft)

Ich musste jetzt echt schmunzeln :-}

von Percy N. (vox_bovi)


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M. K. schrieb:

> und deswegen ist es okay, wenn Deutsche Immobilien und Firmen auf der
> ganzen Welt aufkaufen,

Überall? Interessant. Vormachen!

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Nachtrag:

> Praktisch alle vermieteten Wohnungen wurden
> von irgendwem mal als Geldanlage gebaut.

Das stimmt doch so heute nicht mehr bzw. ich würde es nicht so nennen. 
Die meisten Mietwohnungen heute werden aus kommerziellem Interesse 
gebaut oder betrieben. Möglichst viel Gewinn damit erzielen, teilweise 
gehören die riesigen Firmen (bestes Beispiel die Deutsche Wohnen SE). 
Das ist keine Geldanlage mehr, das ist ein Industriezweig.

Wahrscheinlich kommt gerade bei dem Thema auch die sehr ungleichmäßige 
Verteilung des Vermögens auf der Welt zum Tragen. Weicht etwas vom Thema 
dieses Threads ab und man kann daran auch nichts mehr ändern - die 
Scherenbildung ist viel zu weit fortgeschritten. Das ändert sich 
irgendwann von ganz alleine, mit dem nächsten großen Weltkrieg oder 
einer Seuche, die noch gefährlicher ist als das aktuelle Corona-Virus. 
Sowas würde evtl. einen Großteil der heute reichen Sparte komplett 
auslöschen und ihren Reichtum neu verteilen. Geld kann man ja 
bekanntlich nicht fressen, vergessen auch viel zu viele. Ob sich dann 
hinterher was ändert oder die gleichen Strukturen einfach neu 
entstehen... keine Ahnung.

Edit:

> Klar, für dein gutes Gefühl gibst Du den Gegenwert eines
> Mittelklasseautos oder mehrerer richtig netter Urlaube weg.

Kannste glauben, oder auch nicht, aber würde ich tun.

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Axel L. schrieb:
> Klar, für dein gutes Gefühl gibst Du den Gegenwert eines
> Mittelklasseautos oder mehrerer richtig netter Urlaube weg.
>
> Was für ein Quatsch.

Nur, weil man es sich selbst nicht vorstellen kann, heisst das nicht, 
dass es das nicht gibt.

Wenn man sich vorher überlegt "Das und das möchte ich für die Bude 
haben" und beide mindestens das zahlen, dann könnte ich mir durchaus 
vorstellen, an denjenigen zu verkaufen, der mir sympathischer ist. Der 
vielleicht für seine Familie kauft und es wieder schön herrichtet 
anstatt die Hütte abzureissen und einen neuen Mietkomplex aus dem Boden 
zu stampfen.

Man verbindet mit seinem Haus, in dem man vielleicht 40 Jahre gelebt 
hat, ja auch etwas.

Kleines Beispiel von mir selbst: wir haben neulich unseren alten Polo 
verkauft, weil er nicht mehr durch den TÜV kam. Es war nicht sooo viel 
zu machen, aber es sollte sowieso ein Auto mit Sitzheizung etc. werden, 
von daher haben wir geguckt, ob den noch jemand haben wollte.

Es gab sehr viele Anfragen, darunter auch viele Autohändler, die 
deutlich mehr zahlen wollten als der Azubi, der den Wagen schließlich 
erhalten hat. Denn der wollte ihn nicht ausschlachten sondern für den 
täglichen Weg zur Arbeit nutzen. Mir war es wichtig, dass der Wagen 
jemand noch gute Dienste leisten kann. Das waren letztendlich nur 200 
Euro Unterschied, aber es zeigt doch: für erfreulich viele ist Geld 
längst nicht alles.

: Bearbeitet durch Moderator
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Mir war es wichtig, dass der Wagen jemand noch gute Dienste leisten
> kann. Das waren letztendlich nur 200 Euro, aber es zeigt doch:
> für erfreulich viele ist Geld längst nicht alles.
Richtig so, genau so muß man das machen.

Wert und Wertschätzung sind zwei völlig verschiedene Dinge.

von M. K. (mkn)


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Ben B. schrieb:
> Aber im Wohneigentum der Bevölkerung eines Landes?
Da schau Dich mal um wie viele Deutsche eine Zweitwohnung im Ausland 
haben, oder gleich ganz da hin sind.

> Und was für eine Bruchbude bekommt man denn heute noch für 200k? Gar
> keine. Vielleicht 'ne Garage in Hinterkleinsiehstenich. Aber ein
> bewohnbares Haus auf vielleicht 700..800m² Grund ist doch in Deutschland
> nahezu unbezahlbar geworden. Selbst in Gegenden wo sich alles über das
> Dörfersterben aufregt.
Nö.
Hatte ich geschrieben.
85K€, 12K Einwohner Kleinstadt, 40Km vor Hamburg.
Ein 'wenig' Renovierungsstau und verwohnt , aber gute Substanz und Lage 
im alten Siedlungsgebiet, mitten im Zentrum.
5 Discounter, x Ärzte und 3 Apotheken fussläufig zu erreichen.
75m² + Dachschrägen + Vollkeller.

Morgens Jogge ich 5min zum Segeberger Forst, laufe ne Stunde durch den 
Wald mit meinem Hund und hole mir auf dem Rückweg Frühstück bei Lidl.
In HH, Kiel, Lübeck bin ich in unter einer Stunde.
Sogar Bahnanschluss ist vorhanden, 1Std bis HH HBF.

Also, wo ist das Problem? :-)

Ben B. schrieb:
>> Klar, für dein gutes Gefühl gibst Du den Gegenwert eines
>> Mittelklasseautos oder mehrerer richtig netter Urlaube weg.
>
> Kannste glauben, oder auch nicht, aber würde ich tun.
Weil Du nix gegen Ausländer hast, oder?
Deswegen würdest Du auf 20K€ verzichten, nur weil der die falsche 
Nationalität hat.
Ja, macht toootal Sinn.

Wie wäre das mit einem Russen, der zwar hier geboren und aufgewachsen 
ist, aber nicht unsere Staatsangehörigkeit hat?
Und was, wenn der mit einer Deutschen verheiratet ist?
Uns was wenn der ein adoptiertes afrikanisches Kind mit einer illegal 
eingereisten Iranerin hat?
Und was ...

Ist mir viel zu doof Menschen nach Nationalität zu bewerten.
Nett ist nett, Arschloch ist Arschloch.
Ist keine Frage der Hautfarbe oder Staatsangehörigkeit.

In Bayern, bei den Schwaben oder im tiefen Osten verstehe ich kein Wort, 
wenn die Eingeborenen richtig loslegen.
Deren Kultur ist mir völlig fremd.
Da habe ich mehr mit dem fleißigen Polen von gegenüber gemein und 
verstehen tue ich den auch besser.

von Axel L. (axel_5)


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Ben B. schrieb:
> Nachtrag:
>
>> Praktisch alle vermieteten Wohnungen wurden
>> von irgendwem mal als Geldanlage gebaut.
>
> Das stimmt doch so heute nicht mehr bzw. ich würde es nicht so nennen.
> Die meisten Mietwohnungen heute werden aus kommerziellem Interesse
> gebaut oder betrieben. Möglichst viel Gewinn damit erzielen, teilweise
> gehören die riesigen Firmen (bestes Beispiel die Deutsche Wohnen SE).
Natürlich werden Mietwohnungen aus kommerziellem Interesse gebaut. Warum 
denn sonst ? Glaubst Du irgendwer, egal ob Großinvestor oder kleiner 
Vermieter baut so eine Wohnung, weil das so toll ist ? Die machen das 
alle nur, damit da Gewinn raus kommt. Und eine Geldanlage ist per 
definition kommerziell. Die einzige Ausnahme ist kommunaler Wohnungsbau, 
aber die Kommunen wollten das letztlich auch nicht mehr bezuschussen..

> Das ist keine Geldanlage mehr, das ist ein Industriezweig.
>
Na hoffentlich. Das Problem ist, dass die Kommunen da beliebig drin 
rumferkeln, sonst gäbe es massenhaft günstige Wohnungen

>> Klar, für dein gutes Gefühl gibst Du den Gegenwert eines
>> Mittelklasseautos oder mehrerer richtig netter Urlaube weg.
>
> Kannste glauben, oder auch nicht, aber würde ich tun.

Glaube ich nicht.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Simon K. schrieb:
> Nun haben wir uns für das beste Angebot entschieden und haben bei der
> kooperierenden Bank sämtliche Unterlagen/Selbstauskünfte/Auszüge
> eingereicht.
War das wirklich ein Angebot oder doch nur eine Absichtserklärung?
War das Angebot bindend oder freibleibend?

Ein professionel erstelltes Angebot - besonders am Kapitalmarkt hat 
IMMER eine Bindungsfrist. Sooo doof zeitlich unbegrenzte Angebote zu 
erstellen ist keiner. Da käme sonst einer will einen BMW 2002 in 3 
Monaten für 13.200 Mark geliefert bekommen haben, nur weil er noch ein 
"Angebot" von 1973 in der Schublade gefunden hat? So geit dat nicht.

Der Finanzmarkt ist schnell. Hypothekenangebote haben eine Bindungsfrist 
von paar Tagen. Andere Produkte von Stunden, manche Dinge werden in ms 
abgehandelt.

> Diese Bearbeitungsphasen unsererseits und die der Bank
> dauerten in Summe ca. 1,5 Monate.
Wenn du so lange Angebotsfristen haben willst, musst du die über Futures 
absichern. Kann man machen. Kostet Geld.

> Gleichzeitig die Rückmeldung, dass aufgrund
> von Corona und das damit steigende Risiko ... ein Zinsaufschlag
Sach an. Das wundert dich?
Deutsche Industriekonzerne schicken Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Bei der Bank kaufst du Geld. Der Preis für das Geld heisst Zins. Der 
setzt sich zusammen aus Refinanzierungskosten und Risikoprämie der 
Ausfallwahrscheinlichkeit.
Ersteres ist marktbedingt und objektiv und immer wieder eine Meldung in 
Hauptnachrichtensendungen.
Zweites ist Bänkerhandwerk und subjektiv auf dich zugeschnitten.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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>> Aber im Wohneigentum der Bevölkerung eines Landes?
> Da schau Dich mal um wie viele Deutsche eine Zweitwohnung
> im Ausland haben, oder gleich ganz da hin sind.
Ich kenne niemanden, der sich das leisten könnte.

Ein für gewisse Zeit hier lebender Russe ist für mich kein Ausländer in 
dem Sinne mehr. Der wohnt hier und "hilft dem Land" wenn man das so 
sagen möchte. Ein Russe/Türke/Wasauchimmer, der hier nur seine Geschäfte 
macht oder nur wegen der Geschäfte hergezogen ist, passt mir weniger ins 
Landschaftsbild.

Aber ich muß auch dazu sagen, daß es mir inzwischen mit Dingen wie das 
Streben nach immer mehr Reichtum (im Sinne von nicht genug bekommen 
können, nicht wissen wann Schluss ist) oder Globalisierung allgemein 
reicht, aber so richtig. Wir sehen ja wo das hinführt. Immer weiter 
fortschreitende Ungerechtigkeit und Virus-Pandemien. Komisch, schon das 
zweite SARS-Corona-Virus aus Südchina. Nichts vom ersten gelernt (wobei 
das aber auch nicht so hoch ansteckend war). Ich garantiere, wenn wir 
weitermachen wie bisher haben wir in spätestens 15..20 Jahren das 
dritte.

Nochmal: Wenn ich es mir leisten kann, auf 20kEuro zu verzichten und 
dafür mit einem guten Gefühl zu verkaufen, dann würde ich das tun. Das 
wirst Du aber nie verstehen, weil Du zum Schlag der Menschen gehörst, 
denen es ausschließlich ums Geld geht. Das sind die, die jetzt Klopapier 
auf ebay zum Wucherpreis von 20 Euro anbieten. Oder Schutzkleidung, 
Masken und Desinfektionsmittel für hunderte Euro. Ihr würdet für etwas 
Geld auch eure Oma verkaufen. Und entschuldige wenn ich das mal so hart 
formuliere, aber ich fange an, solche Leute ganz offen zu hassen. Wenns 
nach mir ginge, ich würde die alle einknasten, für ein paar Jahre. 
Vielleicht wachen sie dann mal auf - oder auch wenns unwahrscheinlich 
ist, vielleicht lässt der Rest dann solchen Scheiß bleiben.

So, sorry für's OT, aber muß wohl einfach mal sein.

Edit:
> Das Problem ist, dass die Kommunen da beliebig drin
> rumferkeln, sonst gäbe es massenhaft günstige Wohnungen
Haha, selten so gelacht. Vorher friert die Hölle zu. Die wollen doch nur 
ihre Gewinne maximieren und dafür gibt es bekanntlich keine Obergrenze.

> Glaube ich nicht.
Dann ist das so, kann ich mit leben.

: Bearbeitet durch User
von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Simon K. schrieb:
>Dieser Aufschlag
> bedeutet über die Gesamtlaufzeit ca. 13.000€ an zusätzlichen Zinskosten.
Nennwert, Barwert oder Endwert?

Das ist Stoff der Hauptschule Sekundarstufe 1 in NRW
https://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/lehrplannavigator-s-i/hauptschule/mathematik/hinweise-und-beispiele/schulinterner-lehrplan/10a_5.html
und sollte somit auch von einem Bremer verstanden worden sein.
oder warst du die 6 Wochen krank?

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Michael B. schrieb:
> Simon K. schrieb:
>> Ist das normal?
>
> Im Gegenteil, Kreditzinsen sinken.
Richtig die Refinanzierungskosten der Bank sind gesunken. Es wurde 
nochmal eine Menge Geld vom Staat auf den Kapitalmarkt geworfen.

Das Kreditausfallrisiko ist für die Bank jedoch gestiegen. Und um das 
abzudecken brauchen die eine Risikoprämie und die wird individuell 
verhandelt.

von Axel L. (axel_5)


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Ben B. schrieb:

>
> Aber ich muß auch dazu sagen, daß es mir inzwischen mit Dingen wie das
> Streben nach immer mehr Reichtum (im Sinne von nicht genug bekommen
> können, nicht wissen wann Schluss ist) oder Globalisierung allgemein
> reicht, aber so richtig. Wir sehen ja wo das hinführt. Immer weiter
> fortschreitende Ungerechtigkeit und Virus-Pandemien. Komisch, schon das
> zweite SARS-Corona-Virus aus Südchina. Nichts vom ersten gelernt (wobei
> das aber auch nicht so hoch ansteckend war). Ich garantiere, wenn wir
> weitermachen wie bisher haben wir in spätestens 15..20 Jahren das
> dritte.
>
Du meinst, einen Impfstoff oder Therapie aus China würdest Du für Dich 
ablehnen und lieber sterben ?

Wobei du dann schon auf sehr viele Medikamente verzichten müsstest, 
vieles kommt aus den USA. Wenn Du Krebs hast, wird es ein fieses Sterben 
nur mit Medikamenten aus Deutschland.

>> Das Problem ist, dass die Kommunen da beliebig drin
>> rumferkeln, sonst gäbe es massenhaft günstige Wohnungen
>Haha, selten so gelacht. Vorher friert die Hölle zu. Die wollen doch nur
>ihre Gewinne maximieren und dafür gibt es bekanntlich keine Obergrenze.
Die machen solche Gewinne, weil es zu viele wie Dich in der Politik 
gibt.

Düsseldorf z. B. besteht zur Hälfte aus landwirtschaftlicher Nutzfläche, 
die nicht zu Bauland erklärt wird. Das führt zu Knappheit und hält die 
Preise hoch. Wer nicht in den entsprechenden Zirkeln ist, bekommt kein 
Land um Wohnungen zu bauen. Und die einzige Methode, bei hohem Bedarf 
die Preise zu reduzieren, ist, das Angebot zu erhöhen.

: Bearbeitet durch User
von Thomas O. (kosmos)


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man muss darauf achten das keine Schufa Abfrage vorher gemacht wurde. 
Wenn du also das nun höhere Angebot ausschlägst wird die nächste Bank 
misstrauisch wieso da eine Kreditanfrage gestellt wurde aber kein Kredit 
gewährt wurde. Es gibt da irgendwie eine Konditions / Voranfrage die da 
anscheinend nicht gespeichert wird.

Meiner Meinung nach haben sich da der Vermittler und die Bank nochmal 
schöne Bearbeitungsgebühren draufgeschlagen (was ja laut BGH nicht mehr 
sein darf) also nennen die Banken das jetzt anderst, wenn da aber 
wirklich irgendetwas von Corona Zuschlag steht könntest du das später 
immer noch anfechten.

von Matthias L. (limbachnet)


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Thomas O. schrieb:
> man muss darauf achten das keine Schufa Abfrage vorher gemacht wurde.

Das dürftest du knicken können - ich kenne jedenfalls keine Bank, die 
einen Kredit für eine Immobilie ohne vorherige Schufa-Abfrage anbietet. 
Vorabgespräche mit verschiedenen Banken kann man aber ganz offen 
gestalten und den Banken ruhig mitteilen, dass man auch mit anderen in 
Verbindung steht, weil man die Konditionen vergleichen möchte. Da ist ja 
nix anrüchiges dabei, Preise zu vergleichen ist schließlich völlig 
normal. BTDT.

Wenn dann zum Unterschrifts-Termin die Konditionen spontan anders 
aussehen, dann würde ich das Handy zücken, den nächsten Bankmenschen aus 
der Vergleichsliste anrufen und fragen "Steht ihr Angebot noch?" Und 
wenn die Antwort dann "Ja!" lautet, dann würde ich diesen fragen, wann 
ich vorbei kommen kann und den aktuellen Termin höflich beenden. Das ist 
wie auf dem Bazar? Ja, richtig...

Ich habe kürzlich auch einen vergleichbaren Termin gehabt, der Berater 
erzählte mir auch, dass die Konditionen für Kredite gerade durch die 
Decke gehen - am selben Tag hatte die dpa noch getickert, dass 
Immobilienkredite noch günstiger werden würden... Nun, bei mir blieben 
die Konditionen wie vorab besprochen, ich musste also nicht 
telefonieren.

Beitrag #6196080 wurde von einem Moderator gelöscht.
von U. B. (pasewalker)


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> Beitrag #6196080 wurde von einem Moderator gelöscht.

Eine Zensur findet nicht statt.
Die Schere im Kopf genügt     ;-)

von M. K. (mkn)


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Ben B. schrieb:
> weil Du zum Schlag der Menschen gehörst,
> denen es ausschließlich ums Geld geht.

Aha.
Warum weiß ich davon nix?

Ich gehöre eher zum Schlag Mensch, der im Gegenüber den Menschen sieht 
und nicht die Nationalität.
Das ist vielleicht etwas das Du nie verstehen wirst.

Ich wohne Nähe HH und ich habe für Industrie, Medizintechnik, Luftfahrt 
gearbeitet. Keine Ahnung aus welchem verschlafenen Nest Du kommst, aber 
hier und in den genannten Bereichen ist es völlig sinnlos irgendeine 
Unterscheidung nach Nationalität treffen zu wollen.
Man arbeitet international, isst international, hat Freunde in 
verschiedenen Nationalitäten und die Vorstellung das auch nur ein Gerät 
zum Kunden gehen könnte das nicht zu einem großen Teil auf diese 
internationale Zusammenarbeit angewiesen ist, ist einfach idiotisch.

Das ist doch einfach nur der Rest eines primitiven Primatengehirns, das 
alles ablehnt das nicht zur engsten eigenen Gruppe gehört.
Zeit das mal langsam abzulegen und in der modernen Welt anzukommen in 
der wir alle uns einen Planeten teilen, der niemanden gehört.

von Thomas O. (kosmos)


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ich habe nirgends geschrieben das man einen Kredit ohne Schufa bekommt.

Ein Bekannter hatte den Fall das eine Bank sich eine Abfrage geholt hat, 
und er bei einer anderen Bank Probleme hatte, da die das so gewertet 
haben das die erste Bank es platzen hat lassen. Denn wenn die mit 
solchen kurzfristigen Tricks arbeiten kann man Ihnen auch soetwas 
zutrauen.

Also ich würde auch danke und tschüss sagen, gibt genug Banken die von 
Negativzinsen getroffen werden und ihr Geld unter die Leute bringen 
müssen.

von Matthias L. (limbachnet)


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Thomas O. schrieb:
> ich habe nirgends geschrieben das man einen Kredit ohne Schufa bekommt.

Das hat auch niemand behauptet...

Thomas O. schrieb:
> Ein Bekannter hatte den Fall (...)

Ja, da hat die zweite Bank die Anfrage der ersten Bank wohl 
missverstanden oder vielleicht auch missverstehen wollen. Derlei 
Missverständnisse kann man eben zu minimieren versuchen, indem man 
selbst offen kommuniziert, dass man mit mehreren Banken im Gespräch ist.

von Percy N. (vox_bovi)


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Matthias L. schrieb:
>
> Ja, da hat die zweite Bank die Anfrage der ersten Bank wohl
> missverstanden oder vielleicht auch missverstehen wollen.

Ich halte es für deutlich wahrscheinlicher, dass die erste Bank 
unzutreffend an die Schufa gemeldet hat, warum auch immer.

von Matthias L. (limbachnet)


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Stimmt, auch 'ne Möglichkeit!

Rechtzeitig vorher bei der Schufa eine Selbstauskunft einzuholen kann 
auch nicht schaden. Ich hab' dabei gemerkt, dass längst getilgte Kredite 
auch nicht immer zügig aus dem Schufa-Verzeichnis wieder 'rausgenommen 
werden.

Bevor der Bankmensch wegen alter Kredite nervös wird, kann man ihm dann 
gleich die vollständige Tilgung des Altkredits belegen; und das geht 
natürlich besser, wenn man darauf vorbereitet ist.

von Thomas O. (kosmos)


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das habe ich ja gemeint, ich kann mir gut vorstellen das manche Banken 
das absichtlich machen um einen zu binden, deswegen der Tip mit der 
Konditionsanfrage.

Ich würde sagen um Baukredite zu vergleichen sollte man sich an einen 
großen Kreditvermittler wenden, die haben die ganzen Banken im Blick.

Und weiterhin sollte man auf so Spielchen verzichten mit Bausparvertrag, 
die wollen nur weitere Abschlußprovisionen damit verdienen. Zur Tilgung 
eines Baukredites kann auch direkt die VWL Leistung des Arbeitsgebers 
verwendet werden und das "ohne Bausparvertrag".

Edit: Manche Banken erlauben aber nur eine Einmalzahlung pro Jahr also 
muss man das dann mit seiner 5 oder 10% Sondertilgung miterledigen.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas O. schrieb:
> das habe ich ja gemeint, ich kann mir gut vorstellen das manche Banken
> das absichtlich machen um einen zu binden, deswegen der Tip mit der
> Konditionsanfrage.
>
Genau da liegt der Hund begraben: wenn diese Konditionenanfrage an die 
Schufa als Kreditanfrage gemeldet wird, schadet das dem Score. So etwas 
soll allerdings auch versehentlich vorkommen.
Der Effekt ist der selbe.

von Bad U. (bad_urban)


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Vor Jahren gabs darüber mal einen Bericht im TV. Kernaussage war damals, 
dass sich die Banken durch schlechtere Konditionen absichern. Wenn 
jemand drei Banken nach einem Kredit anfragt besteht für die Banken die 
Gefahr, dass der Kunde alle drei Angebote annimmt und die Bank dann 
evtl. in die Röhre guckt. Damals wurde geraten zwischen den Angeboten 
mehr Zeit zu lassen. Dann tritt der Effekt offenbar nicht auf.

Aus Erfahrung kann ich das allerdings nicht Bestätigen. Als wir unseren 
Wohnbaukredit bei verschiedenen Banken angefragt haben gingen die Zinsen 
immer mal wieder hoch und runter. Da war kein Zusammenhang mit der 
Reihenfolge der Anfrage zu erkennen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Bad U. schrieb:

> Wenn
> jemand drei Banken nach einem Kredit anfragt besteht für die Banken die
> Gefahr, dass der Kunde alle drei Angebote annimmt und die Bank dann
> evtl. in die Röhre guckt.

Das verstehe ich nicht. Jemand finanziert seinen Hauskauf gleich drei 
Mal und räumt drei Banken erstrangige Hypitheken ein?
Und welche Bank schaut bei diesem hochattraktiven Geschäft in die Röhre?

von Bad U. (bad_urban)


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Ich weiß nicht mehr um was es damals genau ging. Aber ich gebe Dir 
Recht, bei Hauskauf mit Grundschuld ist das schwierig. Wird da eher 
normale Kunsumkredite treffen.

von M. K. (mkn)


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Bad U. schrieb:
> Ich weiß nicht mehr um was es damals genau ging.

Es ging m.E. darum das im großes Stil die Software falsch verwendet 
wurde.
Kreditanfragen wurden als Kredite markiert und so war man mit jeder 
Anfrage höher verschuldet, was natürlich das Kreditausfallrisiko treibt.

von Bad U. (bad_urban)


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Das ist auch eine Möglichkeit.

von Percy N. (vox_bovi)


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M. K. schrieb:
> Bad U. schrieb:
>> Ich weiß nicht mehr um was es damals genau ging.
>
> Es ging m.E. darum das im großes Stil die Software falsch verwendet
> wurde.
> Kreditanfragen wurden als Kredite markiert und so war man mit jeder
> Anfrage höher verschuldet, was natürlich das Kreditausfallrisiko treibt.

Nach meiner Erinnerung wurden Konditionenanfragen als Kreditanträge 
gemeldet  mit ebenfalls bösem Effekt auf den Score.

von Matthias S. (da_user)


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Percy N. schrieb:
> Nach meiner Erinnerung wurden Konditionenanfragen als Kreditanträge
> gemeldet  mit ebenfalls bösem Effekt auf den Score.

Ja, da gabs was.

Banken machen aber auch internes Scoring.
Das eine oder andere mal im CZ-C*sino*) mit der Karte gezahlt/Geld 
abgehoben und dein Score bei deiner Hausbank rutscht ab.
Die haben die Möglichkeit nachzugucken, für was du Geld ausgibst, und 
das tun sie auch.

*) Der Beitrag scheint Spam zu enthalten: "C*sino"

von Percy N. (vox_bovi)


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Matthias S. schrieb:

> Die haben die Möglichkeit nachzugucken, für was du Geld ausgibst, und
> das tun sie auch.
>
Was mag da gefährlicher sein, Spielbank oder Bordell?

scnr

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