Dringend benötigte Güter herstellen

Gast #6194969
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Hallo Zusammen,

wir, ein kleines Maschinenbauunternehmen haben derzeit keine Nachfrage 
an unseren Produkten. Das liegt zum einen an der Corona-Pandemie, sowohl 
auch an einem schlechten Winter, da wir sehr Saisonabhängig sind.
Im Maschinenbau sind wir auf allerlei Sondermaschinen spezialisiert.
Was sind denn im Moment dringend benötigte Güter, welche in der 
aktuellen Zeit gebraucht werden?
Es geht mir nicht darum, eine komplette Fertigungsstraße aufzubauen, 
sondern mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln etwas für das 
Allgemeinwohl zu tun und unser Know-How einfließen zu lassen.

MfG
Gast #6194993
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Atemschautznmaskenverschweissungsmaschinen.

Eine (FFP2,FFP3) Atemschutzmaske besteht aus mehreren Lagen 
Kunststoffvliess, das warm geformt wird und am Rand sowie mit dem 
Ausatmungsventil verschweisst wird.
Eine Maschine muss die Rollen aus dem Rohmaterial durchziehen, 
übereinanderlegen, ein Loch stanzen, und mit den zugeführten Ventil und 
Befestigungsbändern verschweissen.

Das Problem wird nicht die Maschine sein, sondern daß alle praktikabeln 
Fertigungsmethoden durch das Patenterecht blockiert sind. Da sieht man 
wieder, wie Patente Menschen töten.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/coronavirus-produktion-fuer-schutzmasken-vlies-in-bayern-boomt,RrfvmAZ

Als Hotel hättet ihr es einfacher: Der Laden ist zu, ihr könnte die 
Klopapiervorräte bei eBay einstellen und damit mehr Geld machen als mit 
der Zimmervermietung in normalen Zeiten.
Gast #6194997
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In den Supermärtken muss viel Ware eingeräumt werden. Vielleicht 
Hubwagenreperaturservice. Oder jetzt ist Spargelsaison kann sich auch 
was überlegen um das Spargelstechen angenehmen und effizienter zu machen
#6195017
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MaWin schrieb:
> das warm geformt wird und am Rand sowie mit dem
> Ausatmungsventil verschweisst wird.

Da inzwischen immer mehr Pflegepersonal selbst infiziert ist oder sein 
kann sind Schutzmasken ohne Ausatemventil eher besser.

In manchen Krankenhäusern in besonders betroffenen Gebieten gilt für 
Ärzte und Pflegepersonal inzwischen, solange arbeiten wie es geht.
Gast #6195066
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J. T. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> In manchen Krankenhäusern in besonders betroffenen Gebieten gilt für
>> Ärzte und Pflegepersonal inzwischen, solange arbeiten wie es geht.
>
> Auch super. Dann können sich die ausgebrannten nach der Schicht direkt
> selbst ins Krankenbett und vertrauensvoll in die Hände der noch nicht,
> aber als nächstes verschlissenen, legen.

Ich würd jetzt die ganzen "IstDochEhnNurEinegrippe" Leute einziehen.
Die brauchen keine Maske.
Ist nämlich nur eine Grippe, was für diese Leute gleichbedeutend mit 
einem Schnupfen ist.
Gast #6195068
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Hallo Günther.

Ihr könntet Spuckschutzblenden in individueller Ausführung fertigen. 
Rahmen aus Metall, Scheibe Glas oder Plexiglas. Habe gesehen, dass die 
Leute so etwas schon selbst basteln aus irgendeinem Rahmen und 
Plastikfolie.

Ihr könnt euch den Aufstellungsort ansehen und schnell spezielle 
Lösungen bieten. Ums Eck, von der Decke hängend, beweglich, ....

Gruß. Tom
#6195077
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Wir sehen gerade, wie uns unsere hochkomplexen und hochspezialisierten 
Lieferketten um die Ohren fliegen.

Trigema konnte Draht und Gummizüge kaufen, Stoffe können sie wohl selber 
spinnen oder haben sie auf Lager, und damit einfach Mundschutz 
herstellen.

Aber für fast alles andere braucht man eine Superdupermaschine, die nur 
genau das herstellt, wofür sie gebaut wurde.

Wenn ihr Kreisteile für einen Dräger Cato fräst - das ist ein simpler 
Alublock für die Narkoseluftführung - wäre das nur dann sinnvoll, wenn 
ihr die 1000 anderen Teile auch noch besorgen könnt, damit das ein 
Beatmungsgerät wird, insbesondere die Elektronik. So eine optische 
Gasanalyse ist aber nix, was man mit einem Arduino und 3 LED an einem 
Abend zusammenbastelt.

Man fällt also in die Steinzeit zurück. Neulich war eine Apotheke zu 
sehen, die Desinfektionsmittel "herstellt": In einem Zeltling hinter dem 
Haus schütten sie Schnaps vom örtlichen Spritbrenner in kleine Flaschen. 
Vermutlich mit aqua dest. vorher auf 70% oder sowas runterverdünnt. 
Fertig ist die "Herstellung".

Wesentlich komplexere Produktionsvorgänge können derzeit wohl kaum 
improvisiert werden.
Gast #6195127
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Wollvieh W. schrieb:
> Man fällt also in die Steinzeit zurück. Neulich war eine Apotheke zu
> sehen, die Desinfektionsmittel "herstellt": In einem Zeltling hinter dem
> Haus schütten sie Schnaps vom örtlichen Spritbrenner in kleine Flaschen.
> Vermutlich mit aqua dest. vorher auf 70% oder sowas runterverdünnt.
> Fertig ist die "Herstellung".

Das ist aber ok so. Schließlich ist Ethanol 70% wirksam gegen den Virus. 
Die Apotheker haben außerdem die nötige Ausbildung dazu, und kennen die 
Vorschriften.
Ich hab noch eine Flasche IPA 70% hier, das habe ich mal in der lokalen 
Apotheke gekauft. Zum Platinenputzen (klappt nicht).
(Firma: Funkenflug Industries) #6195531
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... solange bis einer denkt: Kalaschnikov?

Aber ich finds schon interessant, erst interessiert man sich wenig für 
sowas, kaum kommt 'ne Krise und der Umsatz bricht ein, mutieren alle 
Geschäftsleute plötzlich zu Heiligen. Tja, zu spät! Hättet ihr früher 
mal aufwachen müssen.

Im Grunde war doch dieser eine Webasto-Mitarbeiter der Warnschuss. Da 
hätte man wissen müssen oha Vorsicht, das Ding ist hochgradig 
ansteckend. Also erstmal den interkontinentalen Reiseverkehr stoppen - 
da hätte die Eindämmungspolitik noch was gebracht. Aber nööö, da fliegt 
man noch monatelang weiter bis auch wirklich überall Infektionen 
auftreten und dann kommt das große Oops. Und nun will jeder plötzlich 
dringend benötigte Güter herstellen, natürlich zu Selbstkostenpreisen, 
überall sind nur noch Samariter unterwegs... schon komisch, aber da 
glaub ich nicht dran.

Die Wirtschaft, bzw. der Steuerzahler dank Rettungspaketen ebenfalls, 
bezahlt jetzt dafür, daß man die Wirtschaft am Anfang weitermachen 
lassen hat wie bisher. Dafür, daß man nicht im Januar 2-3 Wochen Ausfall 
in Kauf genommen hat, sterben jetzt etliche tausend Menschen und der 
wirtschaftliche Schaden wird weit größer sein als nur 2-3 Wochen 
Ausfall. Vielen Dank!
#6195600
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A. K. schrieb:
> pegel schrieb:
>> Wenn jeder an sich selbst denkt, ist allen geholfen.
>
> Vom Denken allein ist niemandem geholfen.

Die Sprüche heißen

1. Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.
2. Wenn jeder sich selbst hilft, ist allen geholfen.

Mancher kann das nicht sehr gut unterscheiden ...

________

Wieso denken alle nur an sich selbst? Ich bin der Einzige, der auch mal 
an mich denkt!
Gast #6195604
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Günther schrieb:
> Was sind denn im Moment dringend benötigte Güter, welche in der
> aktuellen Zeit gebraucht werden?

Das kommt auf das Land an:

 - USA und Ungarn - Waffen
 - Niederlande - Haschisch
 - Frankreich - Kondome
 - Deutschland - Klopapier

Globaler Wachstumsmarkt:

 - Särge
#6196060
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Ben B. schrieb:
> Also erstmal den interkontinentalen Reiseverkehr stoppen -
> da hätte die Eindämmungspolitik noch was gebracht.

Unsinn, vor dem Webasto-Mitarbeiter war der Virus schon lange in Europa, 
nämlich in Italien (klar, auch dort hin per FLugzeug verschleppt, aber 
lange bevor du wusstest was Corona eigentlic ist). Da reicht ein Auto, 
und an Autofahrten über Grenzen zu unterbinden hast du natürlich nicht 
gedacht.

Also: Deine Naivität ist grenzenlos.

Die Frage ist, wie man die Weiter-Infektionsrate auf unter 1 senkt, 
damit der Virus (das Virus) auf Dauer ausstirbt. Kontaktbeschränkungen 
sind dafür gut. Die sollte jeder schon aus eigenem Überlebenstrieb 
machen. Leider hat in den ersten Wochen der Arbeitgeber (Schule, Uni,..) 
einen daran gehindert. Immerhin haben inzwischen die meisten ihren 
Betrieb eingestellt oder auf home office umgeschaltet.
Beitrag #6196138 wurde von einem Moderator gelöscht.

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