Forum: HF, Funk und Felder Literaturvorschläge zur Konstruktion einer HF-Endstufe?


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von Viktor B. (coldlogic)


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Moin Leute,
Ich hab mich neulich mit dem Thema Amateurfunk ein wenig beschäftigt und 
werde, soweit sich meine berufliche Situation stabilisieren sollte (wenn 
überhaupt - 2020 hat sich nicht gerade als ein wirtschaftlich günstiges 
Jahr gezeigt) damit anfangen. Zurzeit lese ich mir die Fragen aus den 
vorherigen Funkamateurprüfungen durch, und langsam jucken mir die Hände, 
auch selber etwas zu löten. Theorie braucht halt Bestätigung durch 
Praxis :)

Natürlich werde ich, bevor ich die Prüfung bestehe und meine Nummer 
zugewiesen bekomme, erst in den 50 Ohm - Widerstand senden. Als Übung 
würde ich mir erstmal gerne einen CW- oder AM-Sender für das 70cm-Band 
zusammenlöten. Mit dem Teil der Schaltung vor der HF-Endstufe komme ich 
klar, ein NF-Verstärker (für AM) bzw. einen LC-Oszillator (CW) bekomme 
ich schon hin. Es fehlt mir nur die Info, wie man den HF-Schwingkreis 
hinbekommt (bei den Frequenzen sind es schon arg kleine Ls und Cs... 
fast schon parasitär), wie man das NF-Signal aufmoduliert und wie man 
die HF-Endstufe dimensioniert, vor allem was es mit dem Anpassen von 
Antennen auf sich hat.

Wie man es bestimmt merkt, fehlt mir ziemlich viel an Info, deswegen die 
Frage: Hätte jemand eine Empfehlung für ein Buch / Tutorial, wo das 
Ganze ausführlich erklärt wird? Ich nehme bewusst keine fertigen Module 
a la Arduino 433 Mhz Sender, weil mich die Vorgänge innen drin 
interessieren. Pläne zum Nachbauen sind aber willkommen, soweit die 
Schaltung auch erklärt wird.

Vielen Dank schonmal :)

von Helmut -. (dc3yc)


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Viktor B. schrieb:
> Natürlich werde ich, bevor ich die Prüfung bestehe und meine Nummer
> zugewiesen bekomme,

Hallo Viktor, die "Nummer", die du vielleicht bekommst, heißt übrigens 
"Rufzeichen".
Aber ich würde dir empfehlen, bevor du zu Senden anfängst, erstmal zu 
Hören! Dazu eignen sich sog. Empfänger. Wenn ich zb. bei Tante Google 
eingebe: Amateurfunk Bauanleitungen, kommt ziemlich weit oben eine Seite 
"Amateuerfunkbasteln.de". Da kannst du ja mal hineinschnuppern und dir 
was passendes heraussuchen, bevor du mit dem Senden anfängst!

73,
Helmut, dc3yc.

: Bearbeitet durch User
von Egon D. (egon_d)


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Viktor B. schrieb:

> Als Übung würde ich mir erstmal gerne einen
> CW- oder AM-Sender für das 70cm-Band zusammenlöten.

Mit 433MHz einsteigen? Sehr sportlich.
Trotzdem viel Erfolg.

von Ralf (Gast)


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also  70cm und CW + AM

AM = schon lange TOT
CW - einige WE im Jahr gibts während Contest Zeiten etwas Betrieb

für den Anfang wäre ein Empfänger  das sinnvollere Ziel

von Matthias K. (kannichauch)


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Hallo.

Steck mal Deinen ehrgeizigen Eifer erst mal in das Lernen für die 
Prüfung.
Dann beantworten sich auch einige Fragen von selbst.

Das Anpassen von Antennen beschreibt die Dimensionierung oder die 
Einstellung dimensionierender Elemente (Tuning) einer Antenne auf einen 
bestimmten Eingangs-bzw. Ausgangswiderstand. Oft möchte man die Antenne 
auch resonant.
Beispiel: Der Sender hat 50 Ohm Innenwiderstand, das Kabel muss dann 50 
Ohm Wellenwiderstand oder eine Anpassung auf den Sender haben. Die 
Antenne muss denselben Wellenwiderstand wie das Kabel oder ebenfalls 
eine Anpassung haben.
Das Ergebnis ist dann eine sogenannte gute Stehwelle.
Ist die Stehwelle schlecht, wird viel Leistung in den Verstärker 
reflektiert, was er nicht mag.
Dieses Prinzip gilt auch woanders in der Schaltungstechnik.
Eine Anpassung geht oft mit Transformation.
Zum Thema selberlöten: Ich empfehle vorher ein Simulationsprogramm. 
Interessant finde ich diese "2 Paddles automatic keyers", Schaltungen 
für Audio, auch Metallsuchgeräte, spezielle Empfangsgeräte, 
Signalverarbeitung, Funkuhr, usw..
Falls Du ohne Vorkenntnisse eine Senderstufe bastelst, stellst Du Dich 
gleich beim Amt auf die Matte. Aber nicht freiwillig.

"w. einen LC-Oszillator (CW) bekomme
ich schon hin. Es fehlt mir nur die Info, wie man den HF-Schwingkreis
hinbekommt (bei de"
Also ganz klar, den LC Oszillator bekommst Du nicht hin, wenn Du den 
"HF-Schwingkreis" nicht "hinbekommst".
Insgesamt ist es wegen diverser Schwierigkeiten keine schlechte Idee, 
fertige Module zu verwenden.


Ansonsten möchte ich mich auch Ralf anschließen.

MfG

von Apotheker (Gast)


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Viktor B. schrieb:
> einen LC-Oszillator (CW) bekomme
> ich schon hin. Es fehlt mir nur die Info, wie man den HF-Schwingkreis
> hinbekommt

Troll.

von Wolfgang (Gast)


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Viktor B. schrieb:
> Zurzeit lese ich mir die Fragen aus den vorherigen Funkamateurprüfungen
> durch, und langsam jucken mir die Hände, auch selber etwas zu löten.

Dafür brauchst du keine alten Prüfungsfragen zusammen zu suchen, sondern 
kannst dich direkt mit den Fragenkatalogen der Bundesnetzagentur für die 
verschiedenen Bereiche auseinander setzen (unter Amateurfunkprüfungen / 
Amateurfunkzeugnisse).
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/SpezielleAnwendungen/Amateurfunk/amateurfunk_node.html

von Apotheker (Gast)


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Falls Du kein Troll bist (Sorry, ist Freitag!):

Hier ist genau die Literatur, die Du zur Lizenz brauchst,

erfolgreich getestet und voll funktionsfähig:

https://dj4uf.de/online-lehrgang

https://www.afup.a36.de/

Mit dieser Literatur schaffst es bei Deinem angeblichen Wissensstand und 
durchschnittlichem IQ in zwei Monaten zur E-Klasse und beim Nächsttermin 
in die A-Klasse.

Einfach die virtuelle Prüfung im letzten Link fünfmal bestehen und gut 
ist.

Das Blöde ist, wir leben nicht in Taiwan wo alles wieder normal ist, 
weil die aus der letzten Pandemie lernten:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/coronavirus-erfolgreich-bekaempft-wie-taiwan-den-covid-19-ausbruch-verhinderte-und-die-who-davon-nichts-wissen-will/25613942.html

Wünsch Dir Erfolg!

von Apotheker (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Dafür brauchst du keine alten Prüfungsfragen zusammen zu suchen

Mach ihm doch keine falschen Hoffnungen - zur Zeit geht nichts.

>bis zunächst zum 15.05.2020 keine Amateurfunkprüfungen

wobei zunächst bedeutet, für ihn nächstes Jahr, da noch nicht 
angemeldet.

von Viktor B. (coldlogic)


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Mit so vielen Antworten über Nacht hab ich gar nicht gerechnet :D
Also, einen Empfänger (RTL-SDR) hab ich schon im Betrieb, aber bei mir 
in der Gegend scheint es eher ruhig zu sein (könnte an schlechter 
Empfindlichkeit des SDR liegen, bin mir nicht sicher. Ggf. wäre ein 
selektiver Vorverstärker auch ein schönes Projekt). Das einzige 
Amateurfunkrelais in der Nähe sendet fast ausschließlich digital, was 
nicht so ganz einsteigerfreundlich ist. Deswegen wollte ich auch einen 
Sender bauen - wenn ich einen Empfänger zusammenlöte und der gar nichts 
ausgibt, weiß ich ja nicht, ob er überhaupt funktioniert.
Danke an Matthias, Helmut und den Herrn Apotheker - da hab ich erstmal 
eine Menge zu lesen, sollte für ein gutes Stück der Ausgangsbeschränkung 
reichen.

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