Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Import über Alibaba als Freiberufler


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von Joe (Gast)


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Hallo,

ich würde mir für die Werkstatt gern Ausrüstung, also spezielle Möbel, 
Mikroskope und Elektronikgeräte von einem Händler bei Alibaba bestellen. 
Er ist Gold seller und Ali bietet die Versicherung an. Die Geräte werden 
hier auch von einem Händler angeboten, der will aber den 2,5 fachen 
Preis.
Das Problem: ich habe noch nie bei Alibaba bestellt. Nur bei Aliexpress.
Wie geht das da genau vor sich? Ich habe gelesen, ich brauche eine EORI 
Nummer. Gut. Kann ich beantragen.
Aber wie läuft das mit dem Versand? Wäre doof wenn das Zeug in einen 
chinesischen Hafen geliefert wird, und ich dann sehen muss, wie ich es 
herbekommen. Das ist auch nicht nur ein kleines Paket sondern locker 
zwei, drei Paletten.
Nächstes Problem: Elektronik-Altgeräteregister. Wie genau läuft das, 
wenn ich Sachen für mich selbst importiere, die aber nie weiterverkaufe, 
und wenn - dann nur B2B unter Weitergabe der Entsorgungspflicht.

Wäre nett wenn jemand Tipps hat, oder eine Firma kennt, die die 
Abwicklung gegen Gebühr für mich übernimmt. Davon scheint es aber nicht 
viel zu geben, so dass es nicht unendlich schwer sein kann...

von Carsten Sch. (Gast)


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Joe schrieb:
> Hallo,
>
> Aber wie läuft das mit dem Versand? Wäre doof wenn das Zeug in einen
> chinesischen Hafen geliefert wird, und ich dann sehen muss, wie ich es
> herbekommen. Das ist auch nicht nur ein kleines Paket sondern locker
> zwei, drei Paletten.
> Nächstes Problem: Elektronik-Altgeräteregister. Wie genau läuft das,
> wenn ich Sachen für mich selbst importiere, die aber nie weiterverkaufe,
> und wenn - dann nur B2B unter Weitergabe der Entsorgungspflicht.

Himmel wie alt bist du? Warum sollte das in einen chnesischen Hafen 
geliefert werden wenn du deine Lieferadresse angibst? Hast du noch nie 
Online bestellt?

von Joe (Gast)


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Naja, es geht um mehrere Zehntausend Euro. Da will ich wirklich auf 
Nummer sicher gehen. Kennst Du die Antwort auf die Frage, wie das mit 
der Stfiftung EAR ist, beim Import für den Eigengebrauch?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Joe schrieb:
> Naja, es geht um mehrere Zehntausend Euro.

Aha - aber noch nie gemacht und keinen, der das schon gemacht hat?
Wie wäre es damit, erstmal klein anzufangen?

> Da will ich wirklich auf
> Nummer sicher gehen.

Das solltest Du auch. Auf jeden Fall bei Deiner IHK vorbeischauen - die 
können da durchaus weiterhelfen.

> Kennst Du die Antwort auf die Frage, wie das mit
> der Stfiftung EAR ist, beim Import für den Eigengebrauch?

Die EAR ist da komplett raus, gerade wenn Du gewerblich kaufst.

Solange Du nicht hier verkaufst, interessiert der Import niemanden.

Eher könnte eine fehlende CE-Kennzeichnung Ärger machen. Also darauf 
achten, dass es keine fertigen Geräte sind, bzw. sollte dann die 
CE-Konformität belegbar sein.

von Carsten Sch. (Gast)


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Chris D. schrieb:
>> Da will ich wirklich auf
>> Nummer sicher gehen.
>
> Das solltest Du auch. Auf jeden Fall bei Deiner IHK vorbeischauen - die
> können da durchaus weiterhelfen.
>

Nein auf gar keinen Fall die IHK da mitmischen lassen. Die sind nicht 
deine Freunde.

von Thomas H. (thomash2)


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Lass dir eine Alibaba Rechnung geben, dann kostet die Überweisung 5 EUR 
aber man hat ein Escrow Service drauf.

: Bearbeitet durch User
von oerks (Gast)


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> Naja, es geht um mehrere Zehntausend Euro.

Die Chinesen koennen weder messen noch ihre Produkte adaeqat 
beschreiben.
(Produkt-)Fotos stammen von der Konkurrenz und in der chinesischen
Produktbeschreibung ist dann "Produkt aehnlich" zu lesen.

Und da willst du was kaufen?

Dein Geld ist weg und der Chinese lacht.

von Joe (Gast)


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Ich wollte zuerst mal Sachen für ca. 1400 bestellen und dann sehen. Das 
sind Tische. Die sind blöderweise elektrisch höhenverstellbar... Daher 
dachte ich da schon an die EAR Sachen...

von Michael Gugelhupf (Gast)


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Joe schrieb:
> Aber wie läuft das mit dem Versand? Wäre doof wenn das Zeug in einen
> chinesischen Hafen geliefert wird,

Incoterms beachten https://en.wikipedia.org/wiki/Incoterms

von Sabi (Gast)


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Joe schrieb:
> Ich wollte zuerst mal Sachen für ca. 1400 bestellen und dann sehen. Das
> sind Tische. Die sind blöderweise elektrisch höhenverstellbar... Daher
> dachte ich da schon an die EAR Sachen...

Du hast die Antwort von Chris nicht richtig gelesen.
Bei der EAR geht es um Herstellung bzw. das Inverkehrbringen.
Wenn Du Dir Ausrüstung kaufst, hat das mit der EAR überhaupt nix zu tun.


Was den Versand betrifft, so wird Dir der Lieferant sagen können, welche 
Incoterms gelten. Es gibt durchaus die Möglichkeit, die Ware bis zu 
einem Hafen liefern zu lassen. Dann müsstest Du einen Dienstleister 
(z.B. DB Schenker, Fedex, etc) beauftragen, die Ware für Dich zu 
verzollen und dann an Dich weiter zu senden.

Was die Beauftragung angeht, gibt es zwei Möglichkeiten:

1) Der Lieferant stellt die Ware vor seiner Tür bereit und Du lässt sie 
abholen.
Dazu beauftragst Du z.B. DB Schenker mit der Fracht und der Einfuhr.

2) Der Lieferant schickt Dir die Ware zu. Dann solltest Du allerdings 
drauf achten, dass ein Dir bekannter Dienstleister mitspielt...z.B. 
TNT/Fedex.
Die kontaktieren Dich dann bzgl. der Einfuhr.


Die EORI solltest Du auf jeden Fall vorliegen haben, bevor Du irgendwas 
liefern lässt. Denn wenn die Ware in Hamburg zwei Wochen im Zolllager 
schlummert, weil Dokumente fehlen, wird es sehr teuer.

von ;) (Gast)


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Joe schrieb:
> Die Geräte werden
> hier auch von einem Händler angeboten, der will aber den 2,5 fachen
> Preis.

Hier ist dein Händler aber greifbar und muss Gewährleistung bieten.
Die Chinesen können da ganz anders.
Du willst ja auch Geld verdienen, also wäre es im gegenwertigen
Zeitgeist mal zu überlegen, was man damit anrichtet.
Wer billig kauft, kauft oft zweimal.
Ich nehme mal an, dass du die Anschaffung absetzen willst?

Joe schrieb:
> und wenn - dann nur B2B unter Weitergabe der Entsorgungspflicht.

Wenn das man so ohne weiteres geht. Nicht das man da gewerbsmäßigen
Handel vermuten wird, denn Freiberufler sind Wissenschaftlich oder
Künstlerisch tätig(solange es kein Kammerberuf ist).

Joe schrieb:
> Naja, es geht um mehrere Zehntausend Euro.

Mwst und Zollgebühren mit berücksichtigt bei der Kalkulation?

von Cyblord -. (cyblord)


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;) schrieb:
> Hier ist dein Händler aber greifbar und muss Gewährleistung bieten.
> Die Chinesen können da ganz anders.
> Du willst ja auch Geld verdienen, also wäre es im gegenwertigen
> Zeitgeist mal zu überlegen, was man damit anrichtet.

Du willst also erneut ein "Kauft nur bei Deutschen" propagieren? Und das 
findest du dem gegenwertigen(sic!) Zeitgeist angemessen? Sagt das deine 
Kameradschaft?

von Zorro (Gast)


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> Joe schrieb:
>> Naja, es geht um mehrere Zehntausend Euro.
>
> Mwst und Zollgebühren mit berücksichtigt bei der Kalkulation?

Was sagt denn der Kalender? Freitag! Also Troll.

von Thomas H. (thomash2)


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Beim Import sucht man sich die Zolltarifnummer raus wo der Krams 
reinpasst und kann sich den Zoll dann auch selber ausrechnen. 
Einfuhrumsatzsteuer kann man auch selber ausrechnen.

Sofern man einen Hauptschulabschluss hat sollte das alles berechenbar 
sein. Wer nur einen Uni-Abschluss hat wird sich damit vielleicht etwas 
schwer tun.

Deutscher Händler hin deutscher Händler her...
Bei Alibaba hat man auch die Möglichkeit die Bestellung nach Erhalt zu 
widerrufen wenn die Ware nicht passt. Escrow Service wie schon 
geschrieben.
Ich hab einige Dinge über Aliexpress zusammengesucht und wir haben den 
Deal damals über Alibaba durchgeführt.

von ;) (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Deutscher Händler hin deutscher Händler her...
> Bei Alibaba hat man auch die Möglichkeit die Bestellung nach Erhalt zu
> widerrufen wenn die Ware nicht passt.

Es gibt ja noch andere Worst-Case-Scenarien, z.B. später auftretende
Defekte. Und dann?

Cyblord -. schrieb:
> Sagt das deine Kameradschaft?

Ich sage das. Kam mir einfach so in den Sinn, bei der ganzen
Solidaritäts-Berieselung in den Medien. ;)

von Horst (Gast)


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Bei fehlendem CE -Zeichen konfisziert der Zoll die Ware.
Auf meinem Zollamt ist eine Vitrine, in der man Beispiele von
Waren ohne CE besichtigen kann, u.a. Steckernetzteile.

Grösse China- Importe mache ich mit Spedition Schenker.
Angebot dort einholen.Die sagen dir dann auch was du an
Papieren brauchst und welche sonst. Kosten entstehen.

Als Firma ksnnst du die Warenumsatzsteuer als Vorsteuer
Absetzen.

von Sabi (Gast)


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Horst schrieb:
> Bei fehlendem CE -Zeichen konfisziert der Zoll die Ware.
> Auf meinem Zollamt ist eine Vitrine, in der man Beispiele von
> Waren ohne CE besichtigen kann, u.a. Steckernetzteile.
>

... was natürlich ein Stück weit von der Art der Produkte abhängt.
Maschinenteile oder im weiteren Sinne "Bausätze" dürfen kein CE Zeichen 
haben, Möbel (von denen der TO ja auch spricht) brauchen keines...

Meine Erfahrung ist, dass es bei Geräten generell eine gute Idee ist, 
der Ware die Konformitätserklärung des Herstellers in ausgedruckter Form 
beizulegen, wenn sie verschickt wird.
Zumindest solltest Du ein entsprechendes Dokument anfordern, damit Du es 
ggf. dem Zoll zur Verfügung stellen kannst.

> Grösse China- Importe mache ich mit Spedition Schenker.
> Angebot dort einholen.Die sagen dir dann auch was du an
> Papieren brauchst und welche sonst. Kosten entstehen.
>
> Als Firma ksnnst du die Warenumsatzsteuer als Vorsteuer
> Absetzen.

Uiii - die Warenumsatzsteuer gibt es aber schon ziemlich lange nicht 
mehr ;)
Aber falls Du die Einfuhrumsatzsteuer meinst, dann ja. Natürlich nur 
dann, wenn Du/er vorsteuerabzugsberechtigt ist und nicht von der 
Kleinunternehmerregelung Gebrauch macht.

Ansonsten arbeite ich beim Import/Export auch überwiegend mit Schenker. 
Die sind einfach überall vertreten, schnell, kompetent und haben ein 
super ausgebautes Netzwerk.

von Joe (Gast)


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Einfuhrumsatzsteuer kann ich mir zurück holen. Der Verkauf der Sachen 
ist natürlich nicht geplant. Die sollen erstmal 10-20 Jahre ihren Dienst 
tun. Die Händler sind so eine Sache. Wenn zB so ein Tisch kaputt geht, 
repariere ich den selber. Die 2,5-fach Händler sind alles keine großen 
Firmen, sondern kleine Krauter. Die großen im Geschäft haben einen der 
Tische übrigens auch im Angebot, da kostet er aber 2500 statt 500.
Mir ist das ganze erst aufgefallen, als ich bei der Messe war, und ich 
mich wunderte, weshalb so viele Händler so ähnliche Produkte anbieten. 
Naja, die Quelle war dann schnell gefunden. Die Sachen die ich ähnlich 
teuer hier bekomme, die bestelle ich natürlich hier. Ein Gerät würde 
12.000 in China kosten und hier dann 15.000 mit Support, da kaufe ich 
natürlich hier. Wobei der Support da vermutlich eh nix taugt, außer 
evtl. Grantiefälle abzuwickeln.

von Thomas H. (thomash2)


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Joe schrieb:
> Einfuhrumsatzsteuer kann ich mir zurück holen. Der Verkauf der Sachen
> ist natürlich nicht geplant.

Die Entsorgung zahlen dann in guter deutscher Manier die Stiftung-EAR 
Zwangs-Häftlinge :-)

Mit Zwang hat man in Deutschland ja bereits seit über 100 Jahren gute 
Erfahrung gemacht, zu Teilen ist Deutschland wirklich ein zu 
verachtendes Land. Aber so lange sich die Zonenhäftlinge nicht aufregen 
wird's wohl passen.

von Joe (Gast)


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Weißt Du wie viel E-Schrott durch Aliexpress und Konsorten ins Land 
kommt? Sich da jetzt wegen zwei Tischen mit einem Elektromotor 
aufzuregen, naja...

von Thomas H. (thomash2)


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Die Stiftung EAR und alle ähnlichen Konsorten in Europa sind nur 
verwaltungstechnische Organe welche im Grunde nur eine Tabelle pflegen 
und hierfür Millionen verdienen.

Es wird mehr als genug Elektronik aus Asien importiert.

Es ändert überhaupt nichts daran dass marktfremde Unternehmen (richtig 
nur Unternehmen) und nicht die Verbraucher welche sich die jeweilige 
Elektronik gekauft haben zur Verantwortung gezogen werden.

Jene die meinen Beitrag hier negativ bewertet haben verstehen die 
Problematik wohl selber nicht (deutsche Zonen-Versager denen das 
Versagen wohl in den Genen liegt und logisch denken wohl verwehrt ist... 
vorzüglich Grüne und CDU/SPD Wähler)

Eine ordnungsgemäße Entsorgung in Europa sollte eine Angelegenheit der 
EU sein und Einheitlich auf alle Länder übertragen werden. Eine 
Registrierung würde hierfür vollkommen ausreichen.

Warum soll sich ein einzelner Elektronik-Entwickler der eventuell auch 
noch fertigt und Direktvertrieb übernimmt in jedem europäischen Land 
einzeln registrieren?
So etwas könnte man als Berufsverbot in Europa ansehen wenn man ähnliche 
Gegebenheiten mit anderen Kontinenten vergleicht.

So dämlich sind sie doch nur in Europa und nicht in Asien oder Amerika.

von Bürovorsteher (Gast)


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> So etwas könnte man als Berufsverbot in Europa ansehen

Hier hat er Recht, ohne Wenn und Aber.

von Thomas H. (thomash2)


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Und hier noch ein paar Infos nur mal zum Beispiel über Plastik Müll 
Export/Probleme:

https://www.quarks.de/umwelt/muell/so-wirkt-sich-chinas-einfuhrverbot-auf-unseren-plastikmuell-aus/

Jetzt suchen sich die deutschen Zonen-Versager halt andere Länder wo man 
den Müll abkippen kann.

Applaus Applaus an die Grünen - naturliebenden Deutschen. Solange man 
den Müll in andere Länder kippt ist doch alles klar nicht?

Hauptsächlich in Europa wird für jeden Scheiss eine jeweilige 
Zonen-Verwaltungsgebühr fällig.

(Es geht nicht nur um Elektronik sondern bei weitem auch um andere 
Materialien, Elektronik ist ein Teil diverser Produkte).

: Bearbeitet durch User
von Bürovorsteher (Gast)


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Kannst du das mit der Zohne mal ausführlicher beleuchten?

von Thomas H. (thomash2)


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Bürovorsteher schrieb:
> Kannst du das mit der Zohne mal ausführlicher beleuchten?

Stiftung EAR ist auf die deutsche Zone beschränkt, das mit der 
Elektro-Schrott Container Lotterie ist ebenfalls nur in der deutschen 
Zone beschränkt.
Dass jetzt eventuell ein Klein-Unternehmer so einen Container vor die 
Tür geschmissen bekommt und dies auf seine eigenen Kosten vollständig 
entsorgen soll ist eine Zumutung. Und die Verwaltung übernimmt im 
Vorfeld noch eine Garantieüberprüfung welche sie sich vergüten lassen 
(egal ob jemand bei Sammel-Betrieben Take-E-Way  Bitkom  etc. 
registriert ist, dann prüft man die halt tausende male).

In Deutschland ist man viel zu sehr beschäftigt sich den Beschränkungen 
des Staates unterzuordnen als sich Gedanken zu machen was denn wirklich 
Sinn machen würde und Einspruch einzulegen.

Mein Vorschlag (wozu Zonen-Brüder in Deutschland wohl zu dumm sind, 
ansonsten würde es die Stiftung EAR ja nicht mal geben):

a.) jedes Unternehmen zahlt für die Entsorgung **seiner** Produkte im 
Vorfeld, oder kümmert sich um die Entsorgung selber
b.) Alle Geräte welche durch diese Zahlungen nicht abgedeckt werden 
müssen von den Steuerzahlern bezahlt werden.
c.) Eventuell beim Import in die EU gleich direkt eine Entsorgungsgebühr 
verlangen (oder eine Registrierung des ausländischen Unternehmens 
verlangen).
d.) Eine einzige Registrierung für In-Verkehrbringer in Europa
e.) Schließung der Stiftung-EAR, weg mit den unnötigen Garantieprüfungen 
und Containerlotterien.

Zeigt den Leuten in der Politik doch einfach mal den Unmut. Ich habe 
genug angeschrieben selbst den Verantwortlichen in der EU.

von Hugo H. (hugohurtig1)


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Joe schrieb:
> ich würde mir für die Werkstatt gern Ausrüstung, also spezielle Möbel,
> Mikroskope und Elektronikgeräte von einem Händler bei Alibaba bestellen.

Sitzen Deine Kunden in China?

Ich bestelle mir dort "Bastelkram" und "Spielkram" für relativ kleines 
Geld.

Teure Sachen (Ausstattung etc.) würde ich nur über einen  vernünftigen 
Importeur (mit Gewährleistung) beziehen wollen. Klar kostet diese 
Leistung auch Geld - aber Du bist auf der (relativ) sicheren Seite.

Wenn Du selbst importieren willst musst Du halt auch Fracht und 
Versicherung, Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren (incl. des Aufwandes 
für die Verzollung) in Deine Rechnung aufnehmen. Passt irgendetwas nicht 
... ist China weit weg.

von Harro (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Zeigt den Leuten in der Politik doch einfach mal den Unmut. Ich habe
> genug angeschrieben selbst den Verantwortlichen in der EU.

Das habe ich auch schon getan. Eine Antwort habe ich nicht bekommen, 
aber auch nicht erwartet.

Die Entsorgung zu finanzieren finde ich grundsätzlich ja OK. Bei 
Autoreifen ist das z.B. in Irland (und anderen Ländern) schon lange so.

Aber so, wie es in Deutschland geregelt ist, ist das absolut 
unterirdisch.
Man könnte meinen, dass die praktische Umsetzung ausschließlich mit 
Produzenten von Elektrogroßgeräten wie Waschmaschinen und Backöfen 
besprochen wurde. Und die sind dann bestimmt auch im Vorstand der 
Stiftung EAR vertreten.

Da wird einerseits immer wieder kläglich versucht, die Bürokratie 
abzubauen und dann erfinden die so ein Monster wie die EAR.

War es die Schweiz? Oder USA? Irgendwo werden einfach ~0,20 Ct. auf den 
Verkaufspreis von Elektrogeräten und Elektronikartikeln aufgeschlagen. 
Fertig.

Und hier?

Schon echt beschämend...

von Hugo H. (hugohurtig1)


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Harro schrieb:
> Die Entsorgung zu finanzieren finde ich grundsätzlich ja OK.

Du kennst den Titel des Threads - insbesondere das Wort "Freiberufler" ?

Nix Gewerbe ...

von Hugo H. (hugohurtig1)


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Chris D. schrieb:
> Auf jeden Fall bei Deiner IHK vorbeischauen - die
> können da durchaus weiterhelfen.

Thread-Titel gelesen?

"Freiberufler"

von Weg mit dem Troll (Gast)


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Die Frage haette ebenso lauten koennen : "Soll ich mit Mami Haendchen 
haltend ueber die Strasse gehen"

von Manfred (Gast)


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Weg mit dem Troll schrieb:
> Die Frage haette ebenso lauten koennen:
> "Soll ich mit Mami Haendchen haltend ueber die Strasse gehen"

Du hast die Frage nicht verstanden.

Sie könnte eher lauten "Wie komme ich ohne Mama über die Straße".

von Mikki M. (mmerten)


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Das eigentliche Problem sollte nicht der Unterschied "Freiberufler" oder 
"gewerblicher Anbieter" und der damit zumsammenhängenden 
Umsatzsteuerpflicht sein, sondern eher die allgemeinen Vorschriften für 
den Import und Kosten nach Deutschland. Da sollte man sich mit einem 
international tätigen Dienstleister wie z.B. Schenker in Verbindung 
setzen, der gibt einem entsprechende Auskunft. Zwei oder drei Paletten 
ist ja nicht mehr in einem kleinen Pappkarton für 10 Euro machbar. Wenn 
es so jenseits der 3k Euro oder 30 kg jenseits der EU geht, kann das 
sehr schneller sehr teuer werden wenn es nicht wieder gleich ganze 
Containerladungen mit entsprechendem Wert sind.

von michael_ (Gast)


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Hugo H. schrieb:
> Du kennst den Titel des Threads - insbesondere das Wort "Freiberufler" ?
>
> Nix Gewerbe ...

Ja.
Als Freiberufler eine Werkstatt einrichten?
Geräte verkaufen?
Handel?

Irgend was stimmt hier nicht.

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


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Joe schrieb:
> Naja, es geht um mehrere Zehntausend Euro. Da will ich wirklich auf
> Nummer sicher gehen. Kennst Du die Antwort auf die Frage, wie das mit
> der Stfiftung EAR ist, beim Import für den Eigengebrauch?

Hier wird Dir niemand verlässliche Angaben dazu machen können, weil die 
meisten Freiberufler solche spezielles Equipment nicht benötigen und so 
sie es brauchen lieber in DE mit deutscher MWST kaufen und abschreiben. 
Der Vorteil des Kaufs im Ausland ist marginal, weil man in der 
Größenordnung auch den Zoll bezahlen muss. Der steckt in den deutschen 
Preisen auch drin, kann aber ebenfalls abgesetzt werden.

Dann gab es da noch das Problem mit der Garantie.

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